Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.101

E_1934_Zeitung_Nr.101

AUTOMOBILE-REVUE.

AUTOMOBILE-REVUE. 1934 - NO 10t E m nfn n n AI* NEUHEIT für Last- und Lieferungswagen Tonverstärker „TRANSVOX" meldet dem Wagenführer in unÜberhörbarer Weise, auch bei grösstem Lärm des Motors, alle von hinten gegebenen Signale, vereinfacht das Vorfahren und erhöht die Verkehrssicherheit. — In Italien und Frankreich gesetzlich vorgeschrieben. — Verlangen Sie nähere Auskunft beim General-Vertrieb: JLBebie's Erben, Wetzikon Zeh., Tel. 978.267 Verstärker Wunsch-Zettel für den Automobilisten! Nebellampen Frostschutzscheiben Vertex-Magnetos Scheinwerfer Hörn, Dynamos Richtungsanzeiger Oerlikoner Batterien Alles für den elektrischen Teil Ihres Autos von der Spezialwerkstätte Güdel & Zaugg, Bern Laupenstrasse 17 Einzige offizielle SCINTI LLA -Vertretung für Bern und Umgebung. Das Problem der Federung des kleinen Wagens löst die MERCEDES-BENZ Heckmotor-Type 130 Durch die Ruckverlegung des Motors und Geiriebeblocks an die Hinterachse hat der Konstrukteur die Möglichkeit gewonnen, bei nur 2500 mm Radabstand auch die Fondsitze, also die Sitze für alle Passagiere, in dem bestgefederten Raum zwischen den Achsen anzuordnen. Beachten Sie bitte unsere Schaufenster, Einer Frau zuzumuten, sie müsse einen Hut auswählen, der ihr „nicht ins Gesicht geht", kommt ungefähr auf dasselbe heraus, wie wenn Sie für Ihren Betrieb einen Occasionswagen kaufen, der den gestellten Anforderungen nicht gewachsen ist. Was tun? Genau dasselbe, was die Frau bei der Modistin macht: Auswählen, bis die richtige gefunden ist. Damit Sie eine gute Auswahl von Wagen an die Hand bekommen, lassen Sie eine Kaufsanzeige in der „Automobil-Revue" erscheinen, in der Sie alle Anforderungen genau stipulieren. Sie erhalten dann eine solche Anzahl Offerten, dass die Auswahl zur Leichtigkeit wird. 7 Steuerpferde, 26 Bremipferde, 92kmMaximalgeichwindigkeit, 8-9 Liter Benzin, 0,15 Liter Oel. Schnellganggetriebe, ohne Auskuppeln tchmltbmr, Oeldruckbremsen. Pfeil des Innenlenkers Fr 485O.- Wir machen noch gan* speziell auf unsem „MERCEDES-PLAN" •uftaeritwm. Der Wagen kostet Fr. 4850.—. Mi» Fr. UÖÖ.— Anzahlung und M weiteren monatlichen Überweisungen von je Fr. sä*.- kann der Wagen sofort bezögen werden. Mit der Rückverlegung des Motors und Getriebeblocks an die Hinterachse wird die Gewichtsbelastung der Hinlerfedern nahezu konstant, gleichgültig, ob die Fondsitze besetzt sind oder leer. Damit ist die Frage der exakten Abstimmung der Hinterfedem bei wechselnder Wagenbelastung lösbar geworden. In Verbindung mit der unabhängigen Aufhängung der Vorderräder und der Schwingachse, sowie dem Ersatz der hinteren Blattfedern durch die sanft arbeitenden Spiralfedern ergibt diese Anordnung eine idealeFederung von bisher ganz unbekannter Weichheit und Stossfreiheit. Der Heckmoforuragen — ein Schlusspunkl der Automobiltechnik in ctek. ßauß mangiLt. MERCEDES -BENZ - AUTOMOBIL A.G. ZÜRICH: Badenerstrasse 119, Telephon 51.693. BERN: Weissenbühlweg 40, Tel. 23.160 BASEL: Aeschengraben 31, Telephon 47.954. LAUSANNE: 20, Av. Jurigoz, Tel. 22.142 VERTRETERi 0LTBN: Frey * von Feibert, Tel. 3035. — ST. GALLEN:A. Germann, Tel. 927. SOLOTHDRH: Sehnet* fc Co., Tel. 1400. — SGHAFFHAÜSEN: Fritz Hübscher, Tel. 1200. L0 C ARNO: MottatBifföni, Tel. 701 • LUGANO: Descagni-Ferrari, Tel. 2441 • AIGLEiF.Lanz, Tel.76.

N0 101 - 1934 ••n Akuslfand Berlin-Paris in 17 Stunden. Die beiden bekannten deutschen Langstreckenfahrer Paul von Guillaume und Frau Lotte Bahr vollbrachten Ende der letzten Wochs eine vielbeachtete Rekordleistung. Sie fuhren mit einem 1-Liter-Adler-Junior-Wagen die 1095 km lange Strecke von Berlin nach Paris in 17 Stunden und 5 Min. Es handelte sich bei der Maschine um eine rein serienmässige Viersitzer-Cabriolet-Limousine. Ausser dem Einbau eine 30-Liter-Reservetanks und» von Scheinwerfern mit grösserem Durchmesser wurden keine Veränderungen vorgenommen. Die Strassen waren von Berlin bis Saarbrükken nass und glitschig, auch herrschte starker Gegenwind. Vom Saargebiet an trafen die Fahrer trockene Strassen an. Die erreichte Zeit ist um so bemerkenwerter, wenn man in Betracht zieht, dass verschiedene kleine Zwischenfälle noch Zeitverluste ergaben. Kaye Don in Freiheit. Der berühmte englische Rennfahrer Kaye Don wurde bekanntlich vom Gericht der Insel Man wegen fahrlässiger Tötung, die er im Vorsommer bei einer Trainingsfahrt verschuldete, zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Wie man nun erfährt, wird Kaye Don auf Weihnachten hin angesichts seines schwer gefährdeten Gesundheitszustandes und seines tadellosen Benehmens begnadigt und auf freien Fuss gesetzt. Costantini verlässt Bugatti. Der bekannte langjährige Rennchef von Bugatti, Costantini, wünscht sich in den Ruhestand zurückzuziehen. Er befindet sich bereits seit längerer Zeit im Urlaub. Die Nachricht kommt um so überraschender, als man bisher in Costantini immer gleichsam die rechte Hand des Molsheimer Konstrukteurs erblickte. Schweizerische Rundschau Vorrückender Autotourismus. Im Monat November 1934 sind 8857 ausländische Motorfahrzeuge in unser Land eingefahren, was gegenüber der vorjährigen Parallelperiode einer Zunahme um 568 Wagen entspricht: Für die ersten 11 Monate des laufenden Jahres ergibt sich somit eine Totalfrequenz von 256,918 Einheiten, gegenüber 221,509 Motorfahrzeugen vom Januar bis November des Vorjahres, so dass sich, trotz nicht gerade erfreulichen- WirtschäftsvePhättnissen, eine Mehrfrequenz von 35,409 Wagen ergibt. Auf Grund der bisherigen Entwicklung ist also mit einer Totalfrequenz von ek was mehr als 260,000 Wagen während des laufenden Jahres zu rechnen, gegenüber rund 227,000 Einheiten im Vorjahre. Es ist-jedoch zu berücksichtigen, dass sich diese Zahl um rund 40,000 Einheiten erhöhen dürfte, indem AUTOMOBIL-REVUE statistisch diejenigen Automobile, die mit Hilfe von Triptyks unsere Grenzzollämter* passieren, nur einmal erfasst werden, wenn sie auch mehrmals in unser Land einfuhren. Mit Ausnahme des Juni-Ergebnisses, :wo bekanntlich die unruhigen politischen Verhältnisse dem internationalen Tourismus eine,?}. Dämpfer aufgesetzt haben, verzeichnen bisher alle Monate gegenüber der vorjährigen, Vergleichsperiode erhöhte Eintrittsziffern. Wenn auf dem Gebiet des Alpenstrassenbaues endlich einmal zur Verwirklichung der Ausbauprojekte geschritten wjrd, dann düüfte sich der Autotpurismus noch bedeutend irw tensiver auswirken. Schon die letztjährigen Winterversuche am Julier haben gezeigt, welch attraktive Wirkung die ganzjährige Oeffnung einer durchgehenden Nordsüd-Traversale auf den Autptourismus ausübt, und bereits sollen in Chur Anfragen seitens^deutscher Interessenten vorliegen, di§ eine dau» ernde Automobilverbindung ,• Kärlsruhe-Engä~ din via Julier vorsehen. Die deutsche Reichspostdirektion erklärt sich sogar bereit, Probefahrten mit einem 5,9 m langen Autobijs für 30 Personen durchzuführen zur Festste!-* lung, ob der Pass mit einem so grossen Wagen im Winter befahrbar sei. Demnach scheinen sich die an die Oeffnung eines schweizerischen Alpenpasses im Winter geknüpften Hoffnungen zu erfüllen. Wenn sich die.deutsche Reichspostdirektion mit solchen Projekten befasst, so geht daraus deutlich hervor, dass im Ausland, und zwar nicht nur in ten Schweizer Automobilisten zu betrachten istj, die Jahr für Jahr ihre Ferien im Ausland verbringen. Glauben die hinter der Eingabe sich versteckenden «Verkehrspolitiker» wirklich, mit einer lOOprozentigen Benzinzollerhöhung den Verkehr sanieren zu können? Es sollte doch selbst dem einfachsten Bürger einleuchten, dass unter Berücksichtigung des zurückgehenden Exportes, des Ausfalles an Zinsen und Dividenden aus den ausländischen Kapitalanlagen oder der geringeren Inanspruchnahme der schweizerischen Unternehmer für Dienstleistungen aller Art als einzige Lösung noch die Förderung des indirekten Exportes übrigbleibt. Es sind aber nur zwei Faktoren, die uns erlauben, aktiv auf dieser Linie tätig zu sein, und das ist einerseits der billige Benzinpreis als solcher, und anderseits die Basis, die unser Land in seiner einzigartigen Naturgestaltiitig besitzt, auf der sich eine in hohem C,r|de monopolartige Industrie aufbauen jässt. Mit dem 3. Faktor aber, d. h. mit dem Autotourismus von Jahr zu Jahr M . . 1933 1934 : :,/*: Prov. KIT «| Frtlpm] Triptyk | Total | e^Von'it Pro> Kart« Freipass Triptyk ) To'ai | End','M?n' at' Jahuar . 30H4 451 1389 4934 4934 3686 483 1382 5551 5551 Februar, 3023- 421 1374 4818 9752 4560 614 1532 6606 12157 Mira ... "4577 73S 2155 7467 17219 6092 874 2907 9873 22030 April... ¥948 892 4387 15227 82446 11881 982 4823 17686 39716 Mai .... 7135 1133 4586 12874 45320 16081 1288 6484 23853 63569 Juni.... H341 1145 7584 2W7O 68390 13251 1546 7213 22010 85579 Juli 21301 1377 11740 34418 102808 25423 1909 13462 40794 126373 August. 38749 1499 18113 S8361 161169 44506 1923 20269 66698 193071 Sept 22963 1077 12312 36352 197521 25536 1183 11955 38674 231745 Oktober 9628 866 5200 15694 213215 10629 939 4753 16321 248066 Nov. »,. 5579 653 2062 8294 221509 5922 806 2124 8852 256918 fi**-«''»••»*•• 3»19 452 1585 _J>956_ 227465 Total 144277 10701 72487 227465 — T4a.EadeMcV- 140358 . 10249 70902 221509 — 167567 12447 76904 256918 — bautechnischen Zustand unserer Alpenstrassen können wir keine Lorbeeren ernten, und Deutschland, sondern auch in Italien wie inwenn wir nicht erkennen wollen, dass auch Frankreich, offenbar das Bedürfnis vorhanden ist, mit billigen Personentarifen unsere leistet werden muss, so wird uns das be- auf diesem Gebiet endlich aktive Arbeit ge- bekannten Wintersportplätze Zu besuchen, nachbarte Ausland das Gesetz des Handelns Vergleichen wir die bisherigen autotouristischen Ergebnisse, wie sie zum Teil in der Die Kämpfer für eine Erhöhung des Ben- diktieren. Tabelle zum Ausdruck kommen, so muss zinzolls sollten nie vergessen, dass nicht weniger als 45% der ausländischen Gäste, die man sich schon die- Frage vorlegen, mit welcher Berechtigung in der von uns jüngst zitierten, anonymen Kampfschrift an die Bunkreisen rekrutieren. Diese Fremden eventuell in unser Land kommen, sich aus Automobildesväter über ein Sofortprogramm zur Sanierung des Verkehrs behauptet werden kann, sei es durch Preis'reduktionen, die man aller- zur Benützung der Bahn zwingen zu wollen, dass der internationale Autotourisrous kaum dings denjenigen,, denen man tägHch sagt, als genügender Ausgleich für die ungezähl- dass die Bundesbjahnen ihnen gehören, nicht einräumt, muss als untaugliches Mittel bezeichnet werden, denn wenn man diesen Gästen das Autofahren allzusehr verteuert, benützen sie nicht den Schienenweg, sondern lenken ihre Wagen in automobilfreundlichere Länder. Vollkommen haltlos ist die Argumentation, dass die ausländischen Automobile unser Land nur zur Durchfahrt benützen. Wenn dies -auch für einige Wagen zutreffen mag, so ist aber immerhin in Berücksichtigung zu ziehen, dass auch diese Fahrer in irgendeiner Art Geld liegen lassen und vielleicht von der Schönheit unserer Berge einen so grossen Eindruck mit sich nehmen, dass sie späterhin wieder in unser Land kommen, sofern man endlich einmal an den Ausbau der Alpenstrassen herantritt. Der grösste Teil der ausländischen Automobilisten aber bleibt einige Tage in unserem Land zu Gast, und wenn pro Wagen mit einer durchschnittlichen Logiernächtezahl von 9 gerechnet wird, ein Ansatz, der wirklich den autotouristischen Verhältnissen in weitgehendem Masse gerecht wird und eher als zu tief bezeichnet werden darf, so kann für 1934 mit einer Gesamtlogiernächtezahl von 2,7 Mill. gerechnet werden, was einer Totalausgabe der ausländischen Automobilisten von rund 70 Mill. Fr. entspricht, wovon ca. 60 Mill. dem Lande erhalten bleiben dürften. Diese Ziffern sind stets vor Augen zu halten, wenn man mit allzu billigen Mitteln und ohne Beweise den Autotourismus zu diskreditieren versucht. -my- Oel und Fett sind billiger als neue Lager. Berücksichtige das bei der Pflege des Motors. Mach dir zur Regel, vor jeder Ausfahrt den Oelstand za kontrollieren. Es ist doch so einfach...! Wenn Sie sich ein augenblickliches Anspringen des noch kalten Motors und ein augenblickliches Inbetriebsetzen Ihres Wagens verschaffen wollen, ohne dass Sie der Motor je im Stiche lässt, dann haben Sie weiter nichts zu tun, als Ihren Garagisten nur zu veranlassen, auf Ihren Motor einen neuen ^Iflinoei ir» Aiiccir"V>t «rann die Kurve fällt 1 Denken Sie jetzt an Ihre Schneeketten und denken Sie an das Beste, was es auf diesem Gebiete gibt: «Original-Union» mit der Zickzackanordnüng, das bewährte Schweizerfabrikat. MIT STAHLQUERKETTEN Union A.-G., SchneeketUnfabrik, Bitl Generalvertreter:Henri Bachmann, BIEL, Spitalstrasse 12 b, Telephon 48.42 GENF, nie de Fribourg 3, Telephon 25.641 ZÜRICH, Löwenstr. 31, Telephon 51.884 Die ächten UNION-SCHNEEKETTEN sind in allen Garagen und Fachgeschäften erhältlich. Verlangen Sie aber ausdrücklich ORIGINAL • UNION - Schneeketten. -Vergaser mit Starter (Typ BF) zu montieren. Bei jeder Wagenmarke ist der Erfolg gewiss. Ausser der besseren Inbetriebsetzung Ihres Wagens werden Sie feststellen können, dass Ihr Motor besser zieht, ein bedeutend kräftigeres Anzugsvermögen aufweist und im Leerlauf besser arbeitet. Montage überall. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b,rue de l'Höpital 3. rue de Fribourg Löwenstrasse 31 Tel. 48.42 Tel. 25.641 Tel. 58.824 48.43 58.825 48.44