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E_1934_Zeitung_Nr.103

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 103 Die kreuzungsfreie Automobilstrasse. Ein neues hervorragendes Beispiel der kreuzungsfreien TJeberlandstrasse ist die bedeutende Route Boston-Wornester-Springfield. Die Aufnahme, welche uns in liebenswürdiger Weise vom Verlag des Christian Science Monitor zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen Strassonknotenpunkt, wo durch Schleifen und Ueberführungen ein direktes Ueberschneiden der Strassen vermieden und dadurch der Verkehr wesentlich sicherer gestaltet wird. Die Stromlinienform im Nutzfahrzeugbau. Anlässlich der schottischen Automobilschau im November wurden eine Reihe Omnibusse und Nutzfahrzeuge mit origineller Stromlinienverkleidung gezeigt, die berechtigtes Aufsehen erzielten. Wir geben hier zwei besonders typische Beispiele wieder. Besonders beim Lieferungswagen (rechts) ist die aerodynamische Bauart sehr konsequent durchgeführt.' Die Bilder veröffentlichen wir mit der freundlichen Erlaubnis des «The Automobile Engineer >. Nicht die Q B aiterie beschimpfen wenn der Motor nicht anspringt! Die arme Batterie kann nichts dafür, denn sie verliert durch Kälte an Kraft; sie wird außerdem noch durch die längere Benützung der Lichtanlage geschwächt und soll nun noch den Widerstand des durch Kälte dick gewordenen Oeles überwinden! - Schonen Sie die Batterie und ersparen Sie sich selbst Zeil, Arger und Kosten durch Verwendung von ESSOLUBE, das absoluten Motorschutz gewährt.-Seine Kältebeständigkeit erleichtert das Anspringen des Motors und sichert auch bei niedrigster Temperatur schnelle, zuverlässige Schmierung. ^Günstige Viskosüätskurve S.A.E. 20 und 30 sind pumpfähig selbst bei 28 Grad unter Null Geringer Verbrauch | ^>~ Minimale Kohlenbildung | ^ | Lange Lebensdauer -S- I „Lange Idealer Kühlerfrostschutzrouleau Bedienung vom Kühlersitz aus. Praktisch, einfach, bequem. * Patent H. Lange, Carrosserie, Erlenbach (Zürich) Telephon 910.859 Wir haben Ihnen ein sehr gunstiges Angebot: Fabrikneues CABRIOLET, 4/5plätzig, 2türig, 4fenstrig, Schweizer Karosserie, Chassis erster amerik. Marke, 8 Zyl. Fabrikneue LIMOUSINE, 4/5pl., 4türig, Chassis u. Karosserie erster amerikan. Marke, 8 Zyl. Beide Wagen 40% unter Katalogpreis. — Ferner: 1 LINCOLN - Limousine, gepflegt, Occasion, 6/7- plätzig, geräumig. 1 LANCIA-Llmo-usine.8/9- plätzig. Beide Wagen mit Schiebedach. Zahlungserleichterung. Offerten unter Chiffre 14680 an die Automobil-Revue, Bern. Für alle Reparaturen, für alle Karosserien: GANGLOFF Grand Garage Place Ed.Claparede S.A. Charles NIGG, Administrator Telephon 41.244 Garage mit Platz für 200 Wagen. Boxen. Vertretungen HUPMOBILE - BENTLEY • MORRIS Ersatzteillager. Reelle Occasion HISPANO- SUIZA prachtige, 7pl. Limousine, 30 PS, auf Superkomfort- Reifen, neueres Modell. Preis 2800 Fr., ev. Tausch. Garage « Economique », 14, rue du Village-Suisse, Genf. 11309 Zu verkaufen STEYR XII Torpedo, 1928, in gutem Zustand, Fr. 500.—, event. zu vertauschen an irgendetwas Brauchbares. Ernst Fluck, Zürich 2. Telephon 54.140. 65724 Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt. Bern. Wasserdichte Decken In anerkannt erstklassiger Ausführung STAMM & Co., Deckenfabrik. EGLISAU

N°103 II. Blatt BERN, 21. Dez. 1934 103 II. Blatt BERN, 21. Dez. 1934 Ein interessanter Kupplungs-Servo-Betätigungsmechanismus. Die wenigsten Personenwagen-Besitzer machen sich Gedanken darüber, ob das Kupplugspedalbei ihrem Wagen leicht oder schwer zu betätigen ist. Sie wissen vielleicht nicht einmal, dass zwischen den einzelnen Kupplungs-Systemen in dieser Hinsicht ziemlich grosse Verschiedenheiten bestehen. In Wirklichkeit wird aber die leichte Bedienbarkeit der Kupplung immer mehr zu einem Problem. Damit die Kupplung die grossen Drehmomente der heutigen starken Motoren zu übertragen vermag, muss entweder ihre Reibungsoberfläche sehr gross bemessen oder dann der Anpressungsdruck, also die Feder, stark gewählt werden. In der Bemessung der Reibungsoberfläche ist der Konstrukteur an ziemlich enge Grenzen gebunden. Immer mehr wird deshalb der zweite Ausweg angewandt. Auch in diesem Fall sieht sich der Konstrukteur noch vor die Wahl gestellt, ob er dem Fahrer die Ueberwindung des hohen Federdruckes zumuten darf oder nicht. Gewöhnlich kommt es zu Kompromissen. Um die zur Kupplungsbetätigung notwendige Kraft auf einen erträglichen Wert herabzumindern, werden in den Betätigungsmechanismus immer höhere Hebelübersetzungen eingeschaltet, was aber wieder den Nachteil mit sich bringt, dass die Kupplung häufiger nachgestellt werden muss. Nur bei Lastwagen-Kupplungen, wo der zu überwindende Federdruck sonst leicht unheimliche Werte annehmen kann, könnte man sich vereinzelt schon zum Einbau von Servo- Apparaten entschliessen, die den Fahrer in seiner Muskelkraft unterstützen. Durch eine sinnreiche amerikanische Erfindung ist nun jedoch die Möglichkeit geboten, die Servo-Kupplungsbedienung ohne wesentliche Mehrkosten auch bei Personenwagen anzuwenden. Die Kupplungsbedienung lässt sich dabei fast beliebig leicht gestalten, ohne dass man anderseits einen langen Pedalweg oder eine häufige Nachstell-Notwendigkeit oder grössere Kupplungsdimensionen in Kauf zu nehmen braucht. Sollte die Praxis es als wünschbar erscheinen lassen, so kann man durch Anwendung des neuen Mechanismus die zur Bedienung des'Kupplungsmechanismus notwendige Kraft auf wenige Gramm herabbringen. Den in der Skizze, dargestellten Mechanismus stelle man sich als Fortsetzung der Kupplung dar. Auf dem linken, genuteten Ende der Welle denke man sich die Kupplungsscheibe, während rechts das Getriebe angeschlossen ist. Der dargestellte Mechanismus tritt an Stelle des sonst üblichen Kupplungsschublagers, das hier in Form des Kugellagers A zum Teil noch eine ähnliche Aufgabe versieht. Drückt man bei stillstehendem Motor das Kupplungspedal nieder, d. h. nach links, so verschiebt sich auch der ganze Komplex G, E, A auf der Nabe D nach die- Schnitt durch einen neuen amerikanischen Kupplungs-Servo-Apparat. durch welchen auf mechanische Art der notwendige Kupplungspedaldruck fast beliebig verringert werden kann. ser Seite hin. Das Drucklager A wirkt dabei auf die strichpunktiert gezeichneten Hebel ein, die, wie, üblich, den Druck der Kupplungsfedern aufheben, d. h. die Kupplung lösen. Irgendeine Servo-Wirkung tritt hier vorläufig nicht ein, der Fahrer hat also den ganzen Federdruck mit Muskelkraft zu überwinden. Setzt man jedoch den Motor in Betrieb, so: wird durch den Kupplungsdeckel B die Nabe D zum Mitrotieren veranlasst. Mit der Nabe dreht sich, durch eine Spiralfeder mitgenommen, auch die Nocke H, welche wiederum, unter Vermittlung einer Anzahl Rollen die links- gegenüber befindliche Nocke und die Scheibe E zum Mitrotieren veranlasst. Drückt man,nun wieder auf das Kupplungspedal, so kommt die sich nach links verschiebende, aber stillstehende Scheibe G zur Berührung mit dem Belag F der rotierenden Scheibe E. Die Scheibe G sucht deshalb die Scheibe E abzubremsen. Es ergibt sich daraus weiter eine Relativverschiebung zwischen den beiden Nocken, die schliesslich zur Folge hat, dass die linke Nocke durch Motorkraft entgegen dem Druck der Kupplungsfedern nach links hinüber verschoben wird. Je tiefer der Fahrer das Pedal durchdrückt, um so grösser wird diese seitliche Verschiebung der Nocke, um so mehr wird der Federdruck überwunden, um so mehr wird die Kupplung gelöst. Umgekehrt hat ein langsames Loslassen des Kupplungspedals zur Folge, dass die Scheibe E nach und nach wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt und die Kupplung nach und nach wieder eingreift. Denkt man sich etwas in den Mechanismus hinein, so ist klar zu erkennen, dass der ganze vom Fahrer aufzuwendende Druck nicht grösser zu sein braucht, als es zum mehr oder weniger starken Abbremsen der Scheibe E erforderlich ist. Das Hebel-Uebersetzungsverhältnis im eigentlichen Kupplungsmechanismus kann dabei fast beliebig klein gewählt werden, so dass eine Nachstellung der Kupplung während der ganzen Lebensdauer des Wagens unnötig erscheint. Spezial-Instrument zum Einsetzen von Ventilkeilen. Immer häufiger trifft man bei modernen Motoren statt der ursprünglichen flachen Ventilkei'le zweiteilige konische Keile an. So vorteilhaft diese Keilform mechanisch auch ist, indem sie den Ventilschaft fast ungeschwächt lässt, umso schwieriger erweist sich machmal ihre Handhabung. Jeder Bastler oder Mechaniker weiss zu erzählen, welche Geduld es oft erfordert, bis man nach dem Einsetzen eines Ventils und seiner Feder die tra'r mit zwei Fingern erfassbaren, alle Augenblicke entwischen-wollenden Keilhälften Benutzung des neuen SpezialWerkzeuges zum leichten Einsetzen von Ventilkeilen. glücklich wieder an Ort und Stelle gebracht hat, besonders wenn man vielleicht noch ständig das Ventil oder die Ventilfeder festhalten muss. Mit Hilfe des beistehend in verschiedenen Anwendungsphasen dargestellten Spezialinstrumentes wird nun jedoch die ganze Arbeit zum Kinderspiel. Nachdem man die Keilhälften nacheinander in das Instrument geklemmt hat, braucht man dieses mit seiner mittleren Oeffnung nur langsam gegen den Keilsitz vorzuschieben. Im geeigneten Moment drückt dann der Ventilschaft selber ein Distanzstück zwischen den Keilhälften hinaus, die Zange schliesst sich, und die Keile warten gehorsam, bis sich die Ventilfeder an ihre endgültige Gefangennahme heranmacht. -s. Bei Aufläufen — Vorsicht und Misstrauen! Du fährst mitten durch Belastungszeugen! CIA zeigt ab heute seine neuen Modelle 1935 6 Steuer-PS 9 Brennstoffverbrauch : 8 Liter • Automatische Schmierung • 4 Gänge. 2 geräuschlos • Hydr. Bremsen • Freilauf. • 105 Stundenkilometer • 5 Rudgc -Whitworth-Räder • Scintilla - Beleuchtung SchweizerKarosserie 9 Innenausstattung aus Leder • Vordersitze verstellbar • Sicherheitsglacen • Automatisch schliessbares Verdeck • Absolute Stabilität • Aussergew. Strassenhaltung • Unabhängige Vorderradaufhängung. 4-Plätzer Cabriolet auf 7 PS Chassis Probieren Sie die neuen 7 PS—10 PS und 15 PS—20 PS 4 Zylinder 8 Zylinder Garage Automo A.-G., Bern, Läns-gaßstrasse 21 Fredy Blättler, Basel, Albananlage 24 Baumberg er & Forster A.-G., Zürich, Löwenstrasse 17 Garage M. Schweizer, Lausanne, Caroline 6 12-14, Rue Jean Jaquet W. RAMSEIER, GENF Telephon 26.330