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E_1935_Zeitung_Nr.002

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eines Kurses und auf

eines Kurses und auf Grund einer mit Erfolg bestandenen speziellen Prüfung erlangt werden. Die kantonalen Automobilexperten würden angewiesen, nur solche Fahrzeugführer zur Prüfung zuzulassen, die sich darüber ausweisen können, dass sie ihren Fahrunterricht bei einem patentierten Fahrlehrer genossen haben. Damit würde erreicht, dass der Fahrunterricht nur durch Fahrlehrer erteilt würde, die nach bewährten Grundregeln einheitlich geschult und auf ihre Fähigkeit geprüft sind. Es wäre damit eine gewisse Gewähr dafür geboten, dass mit der Zeit Fahrzeugführer auf die Strasse kommen würden, denen man mit Bezug auf ihre Fahrweise Vertrauen entgegenbringen könnte. Es könnte in dieser Beziehung mit Unterstützung seitens der Verbände eine ganz ähnliche Institution geschaffen werden, wie sie beim Bergführer- und Skilehrerwesen bereits besteht. Diese Massnahme würde die Verkehrsdisziplin bedeutend fördern, denn tatsächlich hat man tagtäglich Gelegenheit zu beobachten, wie unbeholfen, unüberlegt und verkehrsstörend sich sehr viele Motorfahrer mit ihren Vehikeln auf der Strasse benehmen, so dass es manchmal fast unbegreiflich ist, wie solche ungenügend geschulte Fahrzeuglenker die Führerprüfung mit Erfolg bestehen konnten, um zum Verkehr zugelassen zu werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit der Verwirklichung folgender Vorschläge das Ziel der Verminderung der Verkehrsunfälle erreicht werden könnte : 1. Bessere Aufklärung aller Strassenbenüizer über die vorhandenen Verkehrsvorschriften. 2. Verkehrserziehung der Jugend in der Schule. 3. Einheitliche Ausbildung und Ausrüstung von sog. Verkehrsinstruktoren. 4. Einführung einer Eignungskontrolle und Eintragung der Verfehlungen im Führerausweis. 5. Erlass einer Verordnung über das Fahrlehrerwesen. 6. Vermehrte Einführung von Einbahnstrassen und Fussgängerstreifen unter der Voraussetzung, dass sämtliche Strassenbenüfzer an deren Berücksichtigung gebunden sind. Schweizerische Rundschau PrivatchauSfeure benötigen keine Kontrollhefte. Ueber die Verwendung der in der bundesrätlichen Verordnung vom 4. Dezember 1933 vorgesehenen Kontrollhefte zur Eintragung der Arbeite- und Präsenzzeit herrschte in den verschiedenen Kantonen eine abweichende Auffassung. Die einen Verwaltungen verlangten, dass die Kontrollhefte nicht nur von den Chauffeuren des gewerbsmässigen Waren- und Personentransportes, sondern auch von den Privatchauffeuren zu führen seien. Der A.C.S. hat sich ZUT endgültigen Abklärung dieser Frage an das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit gewandt, das nun bestätigt, dass die Chauffeure von Privatleuten keine Kontrollhefte zu führen haben. Das vorerwähnte Amt ist übrigens zurzeit mit der Herausgabe einer Wegleitung beschäftigt, mittels welcher die einheitliche Anwendung der bestehenden Vorschriften in allen. Kantonen gewährleistet werden soll. z. «1.2 Ein bestrafter Autostrolch. Während vielfach bei uns noch die Beobachtung gemacht werden kann, dass Autostrolche recht glimpflich für ihre Diebstähle bestraft werden, hat nun das Polizeigericht von Lausanne in dieser Hinsicht einen Entscheid gefällt, der im Interesse der Verkehrssicherheit und namentlich von den Automobilisten nur begrüsst werden kann. Am 21. November ist von Auf Amerikas Autoproduktion. Fahrten unternehmen — ohne dafür zu zahlen. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, Im November 1934 wurden von den Mitgliedem der amerikanischen Automobilhandelskammer, also ohne Ford, 76,798 Automobile zia auf Schwarzfahrer unternommen. Das wurde eines Tages in Kanton eine Grossraz- fabriziert gegenüber 94,003 im Oktober und Ergebnis war die Feststellung von über 47,418 im November des Jahres 1933. Wäh-50rend den ersten 11 Monaten des letzten Jahzahlt hatten. Anstatt diese Schwarzfahrer Fahrgästen, die ihr Fahrgeld nicht beres sind somit total 1,926,441 Automobile, inkl. gerichtlich zu bestrafen, lud man sie auf 800,000 Lastwagen und Traktoren, erstellt grosse Lastwagen. Man fuhr mit ihnen etwa worden gegenüber 1,451,721 Einheiten in der30 Kilometer aus der Stadt heraus, setzte vorjährigen Parallelperiode und 1,491,852 Wa- sie einfach ab, so dass sie mangels anderer Fahrgelegenheiten gezwungen waren, den Weg nach Haus zu Fuss zurückzulegen. Nachdem sich diese Erziehungsmassnahmen in der Stadt allgemein herumsprachen und man nach 8 Tagen eine neue Razzia unternahm, wurde lediglich 1 Schwarzfahrer festgestellt. gen während des ganzen Jahres 1933. 64 Kilometer Mindesttempo ! «Verkehr nicht aufhalten! 40 Meilen oder schneller! Keine Geschwindigkeitsgrenze!» So befehlen die Schilder auf der sieben Kilometer langen Brücke über die Mündung des Jamesriver zwischen Newport News und Norfolk in Virginia. Während anderswo die Verkehrspolizisten den Fahrer beeinflussen sollten, nicht zuviel Gas zu geben, lautet hier die Weisung: «Step on it!» «Drauftreten!» Denn sonst würden die Zugangsstrassen zur Brücke verstopft werden. Zweckmässige Kennzeichnung der Nutzfahrzeuge. Die aus Verkehrs-Sicherheitsrücksichten verfügte besondere Kennzeichnung der grossen Nutzfahrzeuge ist nunmehr in Frankreich vollständig durchgeführt worden. Die Aufbauten tragen an den 4 Ecken je eine kleine rote elektrische Lampe, die damit die Konturen des Fahrzeugs entgegenkommenden oder überholenden Fahrern andeutet. Bei Lastlahrzeugen mit Anhängern ist die Anbringung einer dreieckigen gelben Tafel obligatorisch, die aufmerksam macht, dass ein Anhänger mit geführt wird und die herabgeklappt wird, wenn ohne einen solchen gefahren wird. Auch eine Art der Verkehrserziehung. Auch China hat sein «Schwarzfahrer- Problem»! Wie überall, so gibt es hier Omnibusfahrgäste, die die längsten und schönsten einem 25jährigen Burschen in Lausanne ein Automobil gestohlen worden, das zu einer Strolchenfahrt bis nach Interlaken Jjejuttei wurde. Wie üblich endigte diese Strolchenfahrt mit einem havarierten Motorfahrzeug, das nach vollbrachter Tat einfach herrenlos an einer Gartenmauer stehengelassen wurde. Da der Dieb schon dreimal wegen Strolchenfahrten bestraft war, verurteilte ihn das Gericht zu einer Zuchthausstrafe von 8 Monaten, zu den Kosten und zur Bezahlung von 320 Fr. Schadenersatz an den geschädigten Automobilbesitzer. Dieses Urteil sei überall zur Nachahmung empfohlen! Yevkehi> AUTOMOBIL.REVUE 1935 - 11 i s t i s c h e r Das heilsame Hupverbot. In Helsingfors ist seit dem vor vier Jahren angeordneten Hupverbot die Zahl der Unfälle von 1878 auf 964 im Jahre 1933 zurückgegangen. Das erste Halbjahr 1934 brachte gegenüber der gleichen Vorjahrsperiode einen weiteren Rückgang um rund 6 Prozent Das Neueste : Autostrassen aus Salz ! In den Vereinigten Staaten sollen, wie aus New York berichtet wird, Versuche unternommen werden, Salz als Baustoff für den Strassenbau zu verwenden. Diese Versuche gehen zurück auf eine Naturerscheinung, die man sich zunutze machen will. Eine in der Nähe des Meeres gelegene Strasse wurde während einiger Monate innerhalb eines Jahres stets überschwemmt. Nachdem das Salzwasser verdunstete, blieb eine ständig stärker werdende Salzschicht auf der Oberfläche dieser Strasse zurück. Man stellte nun Festigkeitsunter suchiingen an, die äusserst zufriedenstellende Ergebnisse zeitigten. Dieser neue Strassenbelag ist ausserordentlich widerstandsfähig, so dass man nunmehr Versuche unternehmen möchte, künstliche Strossen mit einem Salzbelag als Fahr decke herzustellen. Neue Verkehrssignale für offene Bahnübergänge. Mit dieser Legende versehen erschien kürzlich in verschiedenen Blättern eine Aufnahme von einem im Tösstal stehenden Signal. Da dessen Aufbau aber gar nicht mit den Vorschriften übereinstimmte, welche kürzlich ein Bundesratsbeschluss betref-i fend Abänderung der Verordnung über Abschluss und Signalisierung der Niveaukreuzungen enthielt, wandten wir uns an die zuständige Stelle bei der Direktion der Bundesbahnen. Dabei wurde unsere Vermutung bestätigt, dass es sich hier um ein Signal handelt, das keineswegs als eine Neuheit zu betrachten ist. Im Gegenteil handelt es sich um ein Versuchsmodell, das vor Jahren auf Zusehen hin bewilligt wurde, das aber auf Grund der neuen Bestimmungen (genauer Wortlaut siehe « A.-R.» Nr. 96, 1934) in absehbarer Zeit gegen ein Signal ausgetauscht werden muss, welches mit den Vorschriften übereinstimmt. Für die Kennzeichnung unbewachter Bahnübergänge sind einheitlich Blinksignale in Dreieckform mit drei roten Blinklichtern und einer Warnglocke, verbunden mit einem Kreuzsignal vorgesehen. Die Anpassung der vorhandenen Signale an die jetzigen Vorschriften hat bis zum 1. Mai 1935 zu erfolgen. Bis dahin wird man also noch verschiedene Modelle von Signalen beobachten können, nachher aber gilt nur noch das oben beschriebene mit Dreiecktafel, zu dem dasjenige aber nicht gehört, dem verschiedene Redaktionen eine so besondere Aufmerksamkeit erwiesen. B. $P Vor der XIV. Internat. Sternfahrt nach Monte Carlo. Genau in zwei Wochen wird die XIV. internationale Sternfahrt nach Monte Carlo beginnen. Diese bedeutendste Sternfahrt der Welt, die die Elite der internationalen Tourenwagenfahrer vereinigt, ersteht auch dieses Jahr im alten Glänze. Das Interesse für die gewaltige Veranstaltung, für die ein riesiger Organisationsapparat bereitgestellt wurde, ist in weitesten Sportskreisen wieder ausserordeHtlich gross. Wir haben schon in der letzten Nummer gemeldet, dass die XIV. Monte Carlo-Sternfahrt alle Rekorde geschlagen hat. 166 Wagen .sind insgesamt gemeldet worden. Wir sind in der Lage, im Folgenden die Verteilung der Konkurrenten auf die verschiedenen europäischen Startorte zu nennen. Man darf der neuen Sternfahrt nach Monte Carlo mit besonderem Interesse entgegensehen, da bekanntlich das Reglement teilweise ganz andere Wege geht. Wir werden in einer der nächsten Nummern die wichtigsten Modifikationen noch einmal kurz zusammenfassen. Bekanntlich wird die Sternfahrt wiederum mit einer Schlussprüfung beendet, die ingeniös ausgedacht und geeignet ist, die verschiedenen Eigenschaften eines Wagens auf eine kurze, aber sichere Probe zu stellen. Die gesamte Konkurrenz zerfällt in zwei Aufgaben, eine Anlassprüfung bei kaltem Motor und eine zweite Start-, Brems- und Lenkeinschlagsprüfung. Um den Konkurrenten die Möglichkeit zu geben, schon zum voraus ihre Wagen zu erproben, wurde auf der Piste von Montlhery die Prüfung versuchsweise von der Leitung der Rennbahn vorgenommen. Eine ganze Anzahl Konkurrenten nahm daran teil. Am besten schnitt Schell auf Delahaye mit 1 Min. und 4 Sek. ab. In der kleinen Klasse brauchte de Lavelette auf Peugeot mit 1 Min. und 5 Sek. am wenigsten Zeit. Die Ankunft ist auf Mittwoch den 23. Januar angesetzt. Am Donnerstag folgen die erwähnten Schlussprüfungen, der Freitag gilt als wohlverdienter Ruhetag, und am Samstag schliesst sich dann noch ein obligatorischer, für die Sternfahrtswagen reservierter Komfortswettbewerb an, der schon in früheren Jahren viel Erfolg zu verzeichnen hatte. Die Bewertung wird sich nach der gesamten Inneneinrichtung der Wagen richten, nach der Anordnung der Plätze, der Unterbringung des Gepäcks, der Werkzeuge, und nach allen weiteren Einrichtungen, die zur Bequemlichkeit der Passagiere bei grossen Tourenfahrten beitragen. Bekanntlich konnten, noch jedesmal bei diesem Komfortswettbewerb die originellsten Neuerungen bestaunt werden; vor allem die Engländer zeichneten sich hier von jeher mit ihrem Einfallsreichtum aus. DIE NENNLISTE Startort Palermo (über Rom - Padua - Ljubliana - Wien - Strasbourg, 4072 km. Start am 19. Januar von 6.52 bis 7.26 Uhr). No 6 M. Sontag (Ford) 8 J A. van Beeck Galkoen (Ford) 10 Ing. B. Nearntu (Ford) 16 E. A. G. Cornelius (+ D.K.W) 29 R. Polham Burn (+Riley) 36 J. P Maury - H. J. Royer Collard (+ B.N.C.) 46 Tb. F. Wisdom (Chrysler) 48 J Garnier -Gh. N'azzaro (+Fiat) 52 W. H. Vrootn (Ford) 53 H. Battu (Hudson) 54 Bon. J J. C. Taets van Amerongen (Ford) 67 Dr A. Cappelli (+Fiat) 71 J van der Heyden - G. Uyt den Bojaerdt (Studebaker) 78 Mme M. J. Marinovitch - Mlle Lamberjack (Ford) (+ Wagen fnachmhten der 2. Kategorie unter 1500 ccm.) nur Lumpen unter den Kleidern. Und die linke Brust war nicht bedeckt, da wo es zum Herzen ging. Ja, und sie war ganz verwelkt, weisst du, voller Falten und erbärmlich, und das in der Mitte war wie ein Geschwür. Sie war schon tot, weisst du, eingeschrumpft wie ein Pilz auf der Herdplatte, mit dem Fuss fortzustossen, aber nicht zu töten. So widerlich war sie, wie ein gelber Wurm, der unter Steinen liegt. Da bin ich umgekehrt, und am nächsten Tag ging es wieder von vorn los. Aber es war mm leichter. Wenn ich sie ansah, sah ich alles und dass sie in meiner Macht gewesen war. Es war so gut, als wenn ich sie umgebracht hätte...» «Manchmal denkt man solche Dinge», sagt Jürgen nach einer langen Pause. «Wenn man denkt, ist es schon zu spät», erwidert Heini, als ob er täglich eine Familie umbringe. — Manchmal glaubte Jürgen, dass es mit Marte wie früher sei. Aber auf dem Wasser, wenn er viele Stunden allein war, und nur der Strom vorüberglitt und die Netze durch seine Finger liefen, wusste er, dass es nicht so war. Sie war nicht mehr finster. Sie sprach wie sonst. Sie lachte auch wie sonst. Aber dazwischen waren Pausen, in denen sie nichts tat und vor sich hin auf einen Punkt starrte, den er nicht sah. Auch war ihr Gesicht anders geworden. Es war wie ein Haus, in das man eine neue Wand eingezogen hatte. Die Türen waren an der alten Stelle, das Fenster, die Nägel, aber doch war es eine neue Wand. Sie war ihm vertraut gewesen wie ein junges Tier, das man im Hause hat. Aber nun war das Tier älter geworden und ging manchmal aus dem Hause in den Wald,* ganz allein. Und wenn es zurückkam, war es ein andres Tier. Die Wälder rochen noch aus seiner Spur und seinen Augen. Er Hess sich streicheln, aber vielleicht fühlte es die Hand gar nicht, sondern den Wind der Lichtungen und der Berge. Es hatte eine wilde Haut um sich, so war es. Und so war es auch mit Marte. Sie ging nicht in den Wald, aber sie hatte eine andere Haut, und Jürgens Hand war dieselbe geblieben. Marte hatte sich ihm viele Wochen entzogen. Er hatte geglaubt, dass es noch zu früh sei und niemals gefragt, auch nicht mit den Augen. Sie war ein Wunder für ihn, und man musste warten, bis das Wunder kam. Man hatte kein Recht, das Wunder aufzusuchen. Aber als es eines Nachts kam, war es anders als früher. Selbst das schwere Blut Jürgens begriff, dass es anders war. Und dann wusste er, dass sie kein Kind mehr von ihm haben wollte. Es legte sich schwer über ihn, und obwohl die Lust ihm Freude machte, war Bitterkeit in ihrem Geschmack und eine traurige, mutlose Leere. Er kannte es nicht anders, als dass Pflanze und Tier um der Frucht willen liebten, und er empfand in einer dumpfen Beschämung Martes Unfruchtbarkeit als seine eigene. Doch war er scheu und sah, dass Martes Augen fortgingen, als er einmal leise danach fragte. Da bedachte er, dass man ihr Zeit lassen müsse und dass es schrecklich für> sie. sein würde, noch einmal ein totes Kind zu haben. Als der Roggen auf kümmerlichen Halmen kurze, Aehren zu schiessen begann, die die Leute Bremsenköpfe zu nennen pflegten, kam das Gerücht zu ihm, dass man den Priester nachts auf dem Heimweg von einem anderen Dorie überfallen und halb tot geschlagen habe. Nur der Förster, der unterwegs gewesen war, weil seit dem Frühjahr viel gewildert wurde, hatte verhindert, dass man ein Ende mit ihm gemacht hatte. Keiner der Täter wurde entdeckt. Ihre Gesichter waren mit Russ bedeckt gewesen, und niemand hatte während des ganzen Vorganges auch nur eine Silbe gesprochen. Wieder waren es die Jungen, die mit Jürgen darüber sprachen, und ihre Gesichter waren so, als ob sie einen Schatz gefunden hätten. «Er sagt», erzählten sie, «da sei einer mit so breiten Schultern dabei gewesen, wie sie nur einer in der Gegend habe, verstehst du ? Lange hat ihm das Maul gewässert und er möchte gern, dass der Wolf gefangen wird, der das weisse Lamm bewacht. Er weiss ganz gut, dass der Wolf nicht dabei war, aber es ist eine gute Gelegenheit, siehst du.» «Es ist wegen seines Glaubens?» .fragte Jürgen langsam. «Nein, es ist deswegen, dass in diesem Sommer sechs Mädchen aus dem Dorf ein Kind bekommen werden... sie sagen, dass sie es vom heiligen Geist empfangen haben.» «Er hat bei mir im Ottereisen gesessen», sagte Jürgen. «Ja, auch davon erzählt er so nebenbei.» «Alles machen sie nur halb», sagte Marte finster, als er es ihr erzählte. Er war schon wieder auf dem Wasser, als ihm plötzlich ein zweiter Sinn in diesen Worten aufging. Dass er ihr nachstellte, hatte er gewusst. Aber es war gleichsam in heiligen Bezirken gewesen, und man wusste nie, wo die Seele aufhörte und der Leib begann. Ein scheues Tier aber soll man nicht jagen, sondern zur Ruhe kommen lassen. Nun aber... konnte es nicht sein, dass sie die siebente war ? «Erschlage ihn», hatte sie in der Nacht gebeten. Aber hätte sie nicht froh sein müssen, dass das Kind geboren wurde, ehe von der Stirn etwas zu lesen war? Er Hess die Ruder sinken und trieb den Strom hinunter. Ein dunkler Wirbel begleitete das Ruderblatt, tief hineinmahlend in das schwarze Wasser. Der Kahn drehte sich steuerlos, streifte das Schilf am rechten Ufer und glitt wieder mit der Strömung nach der Mitte. Aber der Wirbel blieb, ein treuer Begleiter, und Jürgens Augen konnten sich nicht lösen von ihm. (Fortsetzung im «Autler-Feierabend».)

- 1935 AUTOMOBIL-REVUE 86 J. de Clercq (Graham) 87 J. U. C. Bedrich Arkenberg (+Tatra) 88 M. Fiohet-O. Faik (+ Rosengart) 93 Jh. M. R. van Lennep (Triumph) 95 M. Pinsolle (+Renault) 96 Dr L. Billon (+ Renault) 97 Ch. Baiester-Mme Itier (Hudson) 106 F Giunta (Ford) ) 111 R. Bravard (Hudson) 112 Cte de Zassetzky (Graham) 116 .T. T. Fermont-J. B. Tissot (Mercedes-Benz) 118 Cap. Ch. Polis-Homberg (Ford) 119 N. Fissetto - Tielens (Ford) 127 A. Watzl-R. Kurz (+ Steyr) 128 M. d'Okhuysen (+ Lancia) 129 Cte A del Bono (+ Fiat) 139 G. Soffietti (Lancia) 142 E. Troeltsch - W. Melwille (Ford) 151 H. Stenfeldt Hansen (Ford) 153 Ed. Voigt (Hansa) 165 F Nazzaro (+ Fiat) Startort Tallinn (über Kaunas-Warschau - Berlin - Brüssel, 3972 km. Start am 19. Januar von 7.12 bis 7.33 Uhr). 11 Bakker Schut - Mutsaerts (Ford) 18 J. Lange (Wanderer) 28 0. J Salovaara (Chevrolet) SO L. Westren Doll (Ford) 31 G. H Wrede (Ford) R8 0. Enholm (Chevrolet) 63 Cte P. de Hemptinne - J. Lamarche (Buick) 64 A M. Accarie-R. Gregoiro (Renault) /O R. Guyot (Renault) 81 G. Descollas (Bugatti) 82 B Jakobson - E. Kansky (Amilcar) 85 J de Gavardie-R. Biolay (+ Amilcar) 110 Ch. Duruy-A. Bouchez (+ Renault) 120 J Nowak (Ford) 140 Cte G. Lubienski (Packard) 143 K. Soergel (+ D.K.W) 155 G. Weigert (+ D.K.W.) 160 Ing. Pranas Hiksa (Essex-Terraplane) 162 Bon. F. L. von Richtofen-R. Tander (+ B. M.W ) 164 W Keidel (D.K.W.) Startort Athen (über Belgrad - Wien - Strasbourg, 3786 km. Start am 19. Januar von 9.51 bis 9.56 Uhr). 3 P. St G. Riley (+ Riley) 46 Th. H. Wisdom (Chrysler) 65 Lt.-col. AI. Berlescu (Ford) 66 Lord Patrick Crichton Stuart (Alvis) 72 W M. Coffey (Bean) 161 Jocl Thorne (Ford) Startort Umea (über Stockholm - Kopenhagen - Hannover - Brüssel, 3784 km. Start am 19. Jan. von 9.34 bis 10.05 Uhr) 1 J Trevoux-L. Chinetti (Alfa Romeo) 2 D. M. Healey (Triumph) 4 H. E. Symons (+ M.G.) 5 S. C. H. Davis (Railton) 9 A. C. Scott (Bentley) 19 Th. Ch. Griffiths (+ Riley) 20 F J. de Ribeiro Ferreira (Railton) 21 J. Hobbs (+ Riley) 22 Major D. E. M. Douglas Morris (Ford) 23 J C. Ridley (+ Triumph) 24 V. E. Leverett (+ Triumph) 25 D'Aoust - A. Blin d'Orimont (Hudson) .,.3.7 Mme. Mareuse - MHe Gonnot (Peugeot) 39 W. Hedensjo (Ford) 47 T, G. Moore (A.C.) 56 R. Carriere - J. Vial (+' Peugeot) 59 H. L. G. Koopman (+ B. M. W.) 76 H. B. Browning (Graham) 84 E. von Knorring (Ford) 101 H. W Hillegaart (Adler) 105 Mme G. F D. Junkers (Chrysler-Plymouth) 108 A. Sebag Montefiore (+ Fraaer-Nash) 113 Miss M. Allan (A.C.) 115 Dr M. T. Minshall (+ Singer) 121 MHe S. des Forest-Mme 0. Siko (+ Triumph) 123 M. S. Bjoerkman (Chrysler) 126 Lord de Clifford-W. B. Hislop (de Clifford Sp. +) 130 V Linders (Ford) 132 MHe Y. Luzeaux-Mme J Cord (+Salmson) 138 E. Mary-N. Mähe (Ford) 146 Mrs Gr. Moiander (Chrysler-Plymouth) 158 M. Klinkle (Graham) Startort Bukarest (über Jassy-Warschau-Prag-Strasbourg, 3772km. Start am 19. Januar von 15.02 bis 15.08 Uhr). 10 Ing. B. Neamtu (Ford) 57 Dr M. Hanganutz - M. Siriincan (Chrysler- Plymouth) 63 Cte P. de Hemptinne - J. Lamarche (Buick) 65 Lt-col. AI. Berlescu (Ford) 98 M. Weisz (Ford) 141 M. Butculescu-G. Ghika (Studebaker) 154 Curt Graf (Steyr) Startort Stavanger (über Oslo - Kopenhagen-Hannover-Brüssel, 3700 km. Start am 19. Januar von 10 bis 10.28 Uhr). 15 F S. Barnes (+ Singer) 34 B. N' Wilmott-D E. Calder (+ Rover) •'iO G. de Lavnlettc -Ch. de Cortanze (+Peugeot) 41 Carls^n - Knusten (Chevrolet) 42 MHe F Hustinx-Mme M. Leblanc (Peugeot) 51 Ch Laliaye-R. Quatresous (Renault) 55 Miss I. Darre Brandt - Miss Christiansen (Chrysler-Plymouth) 68 N. Black (+ Singer) 73 J. W. Whalley (Ford) 74 R. P Gardner (+ Singer) 75 R. Husem - H. Larsen (+ Fiat) 77 M. Gauthier - J. Cyrano (Studebaker; 79 Graut Ferris (Bentley) 80 Ü. Citheart Jones (Lagonda) 92 P Vallee-Lasne (Renault) 102 J. P Wimille - Leygonie (Bugatti) "03 Mmp G Rouault-MlleO. Thibault (Delahaye) 104 L. Rouxel - J. Quinlin (+ Peugeot) 131 Mme P Dax-R. Barthelmay (+ Singer) 133 J.' Treider (Studebaker) 134 0. Lovenskiold - E. Cederwall Larsen (+ Singer) 135 C Hansberger (Mathis) 136 MniH L. Schell-L. Schell (Delahaye) 145 T. V. G. Selby (A.C.) 149 A. E. Dobell (Lagonda) 150 H. Stoffel - Heide (Chrysler) J52 H. Berg (Mercedes-Benz) 157 P A. Brandstrup (Dodge) 166 Sehen ckn - Haug Nielsen (+ Singer) Startort John O'Groats (über London-Boulogne-N'antes-Bayonne, 3882 km. Start am 19. Januar von 23.27 bis 23.52 Uhr). 7 Squ. Ldr. J. Fullerton (Sunbeam) 14 Ph. Runciinan (Alvis) 17 G. Ed. Stott (Bentley) 26 S. J Jones (+ Morris) 32 E. A. Donny (+ Riley) 33 Miss J. Astbury (+ Singer) 43 W Harney-F. A. Evans (+ Austin) 44 N. R. Farmer (Alvis) 45 Mrs E. M. Wisdom (Chrysler) 49 W. P. Maidens - Dr A. S. Wilson (Riley) 58 Miss M. D. Patten (Alvis) 61 M. Contet (Peugeot) 62 L. Pascoe (Talbot) 69 D. Ed. Harris (+ Singer) 91 R. J. Morton (+ Morris) 94 Mrs M. J Cotton (+ M.G.) 99 S. H. Light (S.S.) 100 P W. Makinson (Lagonda) 107 A. Denyil Lee - Ch. I. Lewin (+ M.G.)) 109 Miss M. Anderson (+ Riley) 124 R. Joyce -PS. Brady (Ford) 147 Gr. Taylor (Morris) 148 Hon. Brian Lewis (S.S.) 163 Miss Fay Taylour (Adler) Startort Valenca (über Lissabon-Sevilla - Madrid - Bayonne, 2986 km Start am 20. Januar von 11.41 bis 11.45 Uhr). 27 P. Bertin (Bugatti) 89 V Azpilicueta (Delage) 144 M. Nunes dos Santos (Ford) 159 J. L. da Silva-A. Mariano (+ Steyr) Startort Amsterdam (über Brüssel - Lyon, 1496 km. Start am 21. Januar von 23.36 bis 23.43 Uhr). 12 J F J M Casparie (Pontiac) 35 Bon. F W. W. van Tuyl-van Serooskerken (Ford) 60 H. Th. van Marken (Talbot) 83 C. L. Sanders (S. S. Swallow) 90 W. Zweerts de Jon? (S. S. Swallow) 114 P. F. M. Kessels (+ Hillman) 122 P. Weber (Ford) 125 A. H. A. M. Testers-Demeulemeester (Packard). Verschiedene weitere Startorte: Königsberg (über Warschau - Berlin - Brüssel, 2950 km. Start am 20. Januar um 11.02 Uhr): Nr. 154, Curt Graf (Steyr). Lissabon (über Sevilla - Madrid - Bayonne, 2500 km. Start am 20. Januar um 23.54 Uhr): Nr. 156, E. V. Ribeiro (Hotchkiss). Harrogate (über London - Boulogne - Nantes - Bayonne, 2434 km. Start am 20. Januar um 23.18 Uhr): Nr. 50, Sir Ronald Gunter (Mercedes-Benz). Berlin (über Hannover - Brüssel - Lyon, 2068 km. Start am 21. Januar um 11.01 Uhr): Nr. 117, G. J. W. Zehuisen (+ Wolseley). Le Mans (über Nantes - Bayonne, 1612 km. Start am 21. Januar um 23.03 Uhr): Nr. 137, Mme. Geoffrey (Citroen). Versuchsfahrten der Auto-Union. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird die Auto- Union im Falle trockener Witterung noch im Laufe dieses Monats auf der Avus erste Versuchsfahrten mit dem neuen Wagen unternehmen, dessen Karosserie auf Grund intensiver Versuche in dem neuen grossen Windkanal der Versuchsanstalt für Luftfahrt in Adlershof bei Berlin aerodynamisch konstruiert wurde. La roue libre de la carburation permet de rouler sans essence sur la lancee de la voiture et en declivite. Starter automatique 100°/ 0 . 40 °/ 0 d'6conomie sur tous les autres systemes de d6part actuellement connus. 8, av. Pictet-de-Rochemont T