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E_1935_Zeitung_Nr.002

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AUTOMOBIL-REVUE für das

AUTOMOBIL-REVUE für das Jahr Der Jahresbeginn Ist der gunstigste Zeitpunkt zur Inangriffnahme einer heute doppelt nötigen Kontrolle über die rechnerische Seite des Fahrbetriebes. Der Automobilkalender rekapituliert als automobilistisches Tagebuch den vielseitigen Nachschlagestoff für alle betriebswirtschaftlichen Fragen des Automobilwesens auf engstem Raum und unter deutlicher Berücksichtigung der Ansprüche an Uebersichtlfchkelt und zweckmässiger Gliederung. Er enthält wiederum Extrakte des automobilfstischen Wissens, Informationen über Technik und Fahrpraxis, automobilistische Buchführung und gesetzliche Vorschriften. Dieses Buch hilft Ihnen aber nicht nur, auf bequeme Weise System und Ordnung In Pflege, Unterhalt und Fahrpraxis zu bringen, sondern es sagt Ihnen Jahraus und jahrein, wem die Personenwagen gehören, für die Sie sich interessieren. Ein Kalender-Jahrbuch muss an und für sich auf Jahresbeginn bestellt werden, ein Verschieben empfiehlt sich übrigens schon wegen der ausserordentlich grossen Nachfrage nach dem erstmalig wieder den vollen Wagenbestand nach den Eintragungen in den kantonalen Registern auf Mitte November enthaltenden Besitzerverzeichnis nicht. Nehmen auch Sie einmal dieses Informierungswerk in Gebrauch, seine ausserordentlich vielseitigen Dienstleistungen machen es bald vielfach bezahlt. Referenz: Tausende von Personen- und Lastwagenbesitzern, die das Buch seit 18 Jahren sowohl für den eigenen Gebrauch, als für das Geschäft und das Fahrpersonal beziehen. Senden Sie sofort per Nachnahme 6 Rp. Porto als Drucksache. mit Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer Name: Adresse: Ort etc.: Bucherzettel EX. Automobil-Kalender 1935 _ Zum Preise von Fr. 7.50 erhältlich im Buchhandel, bei den Clubsekretariaten oder direkt beim Verlag und seinen Geschäftsstellen. Verlag Atstomobil-Revue Zürich Bern Genf Löwenstrasse 51 Breitenrainstrasse 97 7, Rue de la Confederation

N» 2 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Betrunkene Automobilisten. Über die Festtage haben sich, vor allem in Bern, einige Verkehrsunfälle ereignet, die auf übermässigen Alkoholgenuss zurückzuführen sind. Nach dem schweren Unfall, welcher sich seinerzeit anlässlich der 1QO-Jahresfeier der Universität beim Zytglocken ereignete, hätte man annehmen sollen, dieser Vorfall habe mit voller Klarheit gezeigt, wohin übertnässiger Alkoholgenuss führen muss, indem er einerseits Menschenleben gefährdet oder vernichtet, und anderseits den Fahrer selbst in grosses Unglück stürzt. Wie nun aber aus den Meldungen der Berner Stadtpolizei hervorgeht, haben die ununterbrochenen Mahnungen der Verkehrsverbände und alle übrigen Massnahmen, einige Fahrer nicht davor abgehalten, das Motorfahrzeug auch nach starkem Qenuss von Alkohol zu steuern. Es ist vollkommen verständlich und im Interesse der gesamten Verkehrssicherheit gelegen, wenn die Stadtpolizei energisch gegen derartige « Automobilisten» vorgeht. Ueber die Neujahrsfesttage sind wiederum zwei betrunkene Fahrer verhaftet worden und zwar bevor sie Unheil angerichtet hatten, eine Massnahme, wie sie auch seitens der aargauischen Polizei praktiziert wird. Gegen den einen von ihnen, der von früher her schon verschiedene Unfälle auf dem Kerbholz hatte, ist dauernder Entzug der Fahrbewilligung beantragt worden. Dass solch unverantwortliche Elemente nicht einmal auf ein Fahrrad, geschweige denn auf ein Motorfahrzeug hinaufgehören, braucht kaum des nähern erörtert zu werden; doch wäre es im Interesse der Verkehrssicherheit erwünscht, wenn die Polizei ebenfalls betrunkene Fussgänger etwas wachsamer verfolgen würde und zwar in deren ureigenstem Interesse. Als Beispiel möchten wir folgenden, am 30. Dezember 1934 auf der Strasse Thun-Bern ereigneten Fall erwähnen. Zwischen Heimberg und Steffisburg lagen stellenweise Nebelschwaden über der Strasse, die den Automobilisten zu vorsichtiger Fahrt mahnten. Plötzlich tauchte im abgeblendeten Scheinwerferlicht ein neben dem Velo einhertorkelnder Fussgänger auf. Obschon der Wagen auf der rechten Strassenseite, zirka 5 m vor dem Manne, stillstand, bewegte sich derselbe trotz Signal ruhig auf das Automobil zu, bis er auf dem rechten Kotflügel landete. Obwohl kaum in der Lage, auf drei ;zählen zu können, lautete die erste Bemerkung des Betrunkenen, er hätte die richtige ^trassenseite innegehalten ! W£»#*rf*fi»fil dies Kampf den hohen Benzinabgaben. Nicht nur in Europa beginnt sich der Widerstand gegen die vielfach übersteigerten Benzinsteuern zu verstärken, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo auf jeden fünften Einwohner ein Automobil entfällt, gewinnt die Opposition gegen ein allzustarkes Anziehen der Benzinsteuerschraube an Boden. Nach einer Mitteilung des American Petroleum Instituts hat die Unzufriedenheit über die ungerecht erachtete Ueberspannung der Treibstoffbelastung und vor allem wegen der zweckfremden Verwendung von Einnahmen aus der Automobilbesteuerung, erstmalig auch in den Programmen der politischen Parteien während den jüngsten fierbstwahlen in den einzelnen Gliedstaaten ihren Niederschlag gefunden. Die beiden führenden Parteien Amerikas haben sich nicht nur gegen jede weitere Erhöhung der Steuersätze ausgesprochen, sondern fordern zugleich eine sofortige Senkung, in denjenigen Staaten, wo die Steueransätze als zu hoch und den tatsächlichen Verhältnissen nicht mehr als angemessen betrachtet werden. Mit grosser Entschiedenheit wird dagegen Front gemacht, dass die ausschliesslich vom motorisierten Strassenverkehr zu tragenden Steuern andern als Strassenbau- und Unterhaltszwecken zugeführt werden. Speziell in der Schweiz, wie auch in andern europäischen Staaten, dürfte die Einstellung des Amerikaners auf dem Gebiete der Benzinsteuerbelastung von grossem Interesse sein, besonders im Hinblick darauf, dass die ungerechte Besteuerung des Strassenverkehrs und die zu beobachtende Tendenz zu anderweitiger Verwendung der dem Motorfahrzeugverkehr auferlegten Steuern, -zum erstenmal als politischer Faktor in Rechnung gesetzt worden -ist. Damit werden automobilistische Probleme zu einer Angelegenheit des Volksganzen gestempelt, und wenn sich diese Entwicklung bei der Popularität des Automobils in Amerika und der grundlegenden Bedeutung der Automobilindustrie für die amerikanische Binnenkonjunktur fast als selbstverständlich versteht, dürfte dieses Beispiel auch anderwärts Nachahmung finden. Speziell sollte das amerikanische Beispiel unsern Parlamentariern vor Augen geführt werden, sind doch neuer- -• - • - if"t dings Bestrebungen im Gange, die wiederum auf dem Rücken der Automobilisten chronische Staatsdefizite zu decken versuchen. -my- (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Erhöhte Prämien für unvorsichtige Fahrer. Das jetzige Versicherungsabkommen zwischen den offiziellen Versicherungsgesellschaften und den Automobilverbänden ermöglicht durch die Rückvergütung nach dreijähriger, unfallfreier Fahrpraxis eine gewisse Differenzierung der Fahrer. Immerhin scheint mir diese noch nicht weitgehend genug zu sein. Ich frage mich daher, ob es nicht im Interesse sowohl der Versicherungsgesellschaften als auch der verantwortungsbewußten und vorsichtigen Fahrzeugführer liege, wenn Fahrer, die bereits mehr als einen Unfall mit eigenem Verschulden verursacht haben, nurmehr dio Haftpflichtversicherung mit einem ganz empfindlichen Aufschlag abschliessen könnten. Diese Mehrbelastung, welche sich doch bei den meisten fühlbar machen müsstp würde, gewiss auch ein erzieherisches Moment darstellen. Andererseits kämen die Versicherungsgesellschaften bei höherer Belastung der als unvorsichtig bekannten Fahrer eher auf ihre Rechnung, wobei vielleicht die Möglichkeit besteht, die allgemeine Prämie auf diese Weise etwas zu entlasten Es würde mich interessieren zu erfahren, ob eine solche Differenzierung in der Prämienberechnung möglich ist, und ob sie nicht mit Vorteil in der Schweiz angewendet werden könnte. H. H. in G. Antwort* Der Vorschlag, bei fahrlässigen Motorfahrzeugfahrern aus erzieherischen und andern Gründen die Prämie der Haftpflichtversicherung zu erhöhen, ist gut. Dieser Gedanke ist schon früher von anderer Seite geäussert worden und gab Veranlassung, diesen Punkt in den Verträgen zwischen den offiziellen Gesellschaften und Clubs zu ordnen, und zwar durch die Art. 3 und 14. Darnach sind die Gesellschaften nicht an die Abkommen sbedingungon gebunden, sofern es sich um Versicherungsnehmer handelt, die häufig Schadenfälle haben, für die ihnen die Haftpflicht obliegt, bzw. welche die Verkehrsvorschriften grobfahrlässig verletzten oder das Fahrzeug in angetrunkenem Zustand führten. In solchen Fällen sind die Gesellschaften berechtigt, die Entrichtung einer höheren Prämie zu verlangen. Wie wir in Erfahrun? bringen konnten, haben die Gesellschaften in Fällen, wo es sich nachweisbar um grobfahrlässige Fahrer handelte, von diesem Recht Gebrauch gemacht. Auch wurde schon die Einführung des gesetzlichen Selbstbehaltes von Fr. 100.— bei Sachschäden verlangt, wo solche überaus häufig vorkamen und auf das grobfahrlässige Verhalten des Versicherungsnehmers zurückzuführen waren. Nach dem Abkommen erlangt der Versicherungsnehmer aber wieder Anspruch auf den Vorzugstarif der Clubs, wenn sich während mindestens 3 aufeinanderfolgender Jahre kein Schadenfall ereignet hat, für den eine Entschädigung geleistet werden musste. Um ferner 'den Versicherungsnehmer nicht der Willkür der Gesellschaften auszu- hefern, wurde in den oben erwähnten Vertrag in Art. 14 vereinbart, dass der Versicherte das Recht hat, eine Schiedskommission anzurufen, wenn er sich der Prämienerhöhung nicht unterwerfen will oder die Police aus den oben beschriebenen Gründen gekündigt worden ist. Die Schiedskommission wird in einem solchen Falle gebildet: 1. aus einem Vertreter des Clubs; 2. aus einem. Vertreter der Gesellschaft; 3. aus einem dritten vom Club und der Gesellschaft gemeinsam zu bestimmenden Schiedsrichter oder, in Ermangelung eines solchen, durch den Gerichtspräsidenten erster Instanz des Ortes, wo sich der Unfall ereignet hat. Diese Schiedskommission, die jeweils an dem durch den dritten Schiedsrichter gewählten Orte tagen wird, entscheidet den Streitfall zwischen dem Versicherten und der Gesellschaft unumschränkt und ohne Appellation und bestimmt von wem und in weichem Umfang die Kosten des Verfahrens zu tragen sind. Lausbuben belästigen Automobilisten. Bisher stand das hübsche Worb in der näheren Umgebung der Bundesstadt dank seiner vielen Ausflugsmöglichkeiten und vorzüglichen Gaststätten im Rufe ausgesprochener Autofreundlichkeit. Seit einiger Zeit jedoch passierte es mitunter, dass Automobilisten innerorts von halbwüchsigem Jungvolk belästigt wurden, indem diese aus dem Hinterhalt mit Steinen und Wasser auf die vorüberfahrenden Automobilisten warfen und manchmal recht gefährliche Situationen schafften. Ein anderer Trick ihres übrigens sehr reichhaltigen Repertoires bestand darin, dass sie als Velofahrer die Fahrbahn im letzten Moment überquerten und durch absichtliches Langsamfahren blockierten. Man kennt diese flegelhaften Manieren aus der Erstlingszeit dos Automobilismus und aus den Jahren übler Staubplage. Wenn sie heute im gastfreundlichen Worb wieder aufgetaucht sind, so können die Uebeltäter sicherlich nicht ihre Abneigung gegen lärmende Vehikel und staulbige Strassen zu Gute führen. Lärmende Fahrzeuge sind ja vom Strassenverkehr ausgeschlossen, und auf ihren staubfreien Strassenbelag sind die Worber zum Neid vieler Stadtberner besonders stolz. Also kann es sich nur um ausgezeichneten Vandalisrous handeln. Aber der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Fuhr da kürzlich an einem dicknebligen Dezemberabend ein Berner Automobilist in einem bedingten Schneckentempo um die Kurve beim Gasthof «Sternen» dorfaufwärts, als ihm plötzlich ein wohlgezielter starker Wasserstrahl an die Windschutzscheibe die Sicht benahm. Stoppen, aussteigen und den Uebeltäter zur Rede stellen, war für den besonnenen Automobilisten das Werk eines Augenblickes. Und der Fang lohnte sich, denn es waren ihrer 4—5 Burschen im schulpflichtigen Alter und darüber, die schon Tyochenlang ihre faulen Spässe trieben und, mit Leichtigkeit eruiert werden konnten. Nun werden sie ihre Streiche unterlassen müssen, denn der Automobilist erstattete in richtiger Erkenntnis der Sachlage Strafanzeige, und der Jugendrichter wird' sich mit den abwegigen Sprösslingen zu befassen haben. Wer inskünftig wieder den Weg nach Worb nimmt, braucht nicht mehr die Dunkelheit zu fürchten, die jugendliche Liga der Anti-Automobilisten hat ausgespielt. — < Aussteigen und zupacken > heisst die Moral der Geschichte. H. in B. Wie wär's wenn Sie uns bei nächster Gelegenheit einmal besuchen wütden, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie unser Service funktioniert? Es wird — wir sorgen bestimmt dafür — zu Ihrem eigenen Nutzen sein. Filial-Eröff nun in Bern Wir fabrizieren auf jeden Wagen das , passende Kühler netz I Neuestes Hochleistungs-Element I D. 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