Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.005

E_1935_Zeitung_Nr.005

AirrOMOBIL-REVUE

AirrOMOBIL-REVUE 1935 - No 5 Besonders bemerkenswerte Flugzeugtypen des Jahres 1934 Das de Havilland-Flugzeug «Comet», mit dem die Engländer Scott und Black das England-Australien-Rennen in- der Rekordzeit von rund 71 Flugstunden gewannen. Das 3000-PS-Macehi-Castoldi-Fiat-Flugzeug, mit dem Agello auf dem Gardasee die-absolute Weltrekordgeschwindigkeit von 709 km/St, aufgestellt hat. Das Douglas-Verkehrsflugzeug, mit dem die Holländer Parmentier und Moll sich im England-Ausfralien-Rennen an zweiter Stelle klassierten. Mit vier solcher Flugzeuge wird die Swissair in der kommenden Saison ihre Auslandstrecken betreiben. Das Caudron-Renault-Flugzeug, mit dem Arnoux das Rennen um die Coupe Deutsch de la Meurthe gewann und mit welchem nach dem Einbau eines stärkeren Motors und der Einrichtung eines einziehbaren Fahrgestells Delmotte den Weltrekord für Landflugzeuge auf 505,848 km/St, erhöhte. ^?sä&t Das 32plätzige Fokker-Verkehrsflugzeug F XXXVI der Indienstrecke Amsterdam-iBatavia der K. L. M. Vier Cyclone-Motoren ä 700 PS, 33 Meter Flügelspannweite, 260 km/St. Reisegeschwindigkeit, 2S0 km/St. Maximalgeschwindigkeit, 35 Tonnen Fluggewicht. Das 320 km/St. Reisegeschwindigkeit entwickelnde Heinkel-Flugzeug He 70, das auf dem Teilstück Berlin-Sevilla der Südamerika-Poststrecke der Deutschen Luftr-Hansa den Postverkehr besorgt. Amerikas schnellstes Passagierflugzeug: «Vultee V-IA» mit 700-P3-Cyclohe-Motor. ein 8-Plätzer mit 345 km/St. Reisegeschwindigkeit und 380 km/St. Maximalgeschwindigkeit Das Sikorsky-Flugboot S 42, mit dem die Pan American Airways im Laufe des kommenden Jahres versuchsweise den Flugverkehr, über den Nordatlantik aufnehmen wollen. Eine eingehende Be- : Schreibung der Maschine wurde erst, kürzlich in der «A.-R.» veröffentlicht. Das grösste Landflugzeug der Welt: Das Sowjet-Flugzeug «Maxim Gorki», das eine Flügelspannweite von 63 m. ein Fluggewicht von 40 Tonnen und 8 Motoren von je 800 PS hat und' zu dessen Ausrüstung u. a. eine Schnellpresse gehört, mit der laufend Propagandaschriften gedruckt und abgeworfen weiden können, Der schnellste Jagdeinsitzer der Welt, die Hawker-Super-Fury-Maschine der englischen Luftflotte, die schon--vorher über 400-km/St- • Ma-xim-argeschwindigkejt— erreichte," • ward« --durch- den Einbau-- eines neuen dampfgekühlten Rolls-Royce-Motors-hoch leistungsfähiger gestaltet.

II. Blatt BERN, 18. Jan. 1935 Automobil-Revue II. Blatt BERN, 18. Jan. 1935 Te«k Die zweite internationale Alpenwertungsfahrt für Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen, mit deren Organisation die F.I.T.CA. die Aspa beauftragt hat, wird sich über' maximal 12 Tage erstrecken und in der ersten Hälfte des Septembers 1935 zum Austrag gelangen. Der Verlauf der Fahrt wird grösstenteils über Schweizergebiet führen und durch den A. C. S. kontrolliert werden. Als Startort ist Zürich, als Endpunkt Bern vorgesehen. Während 3 Tagen wird Andermatt das Ausgangszentrum für Rundfahrten über die verschiedenen Bergpässe und für eine Anzahl Spezialversuche sein. Im übrigen wird die Fahrt wahrscheinlich auch über die Jurapässe führen. -y- Prüfungsfahrt mit heimischen Brennstoffen in Deutschland. Auch in Deutschland beginnt man sich erneut stark für das Problem der Ersatzbrennstoffe zu interessieren. Im Reichsverkehrsministerium wurde kürzlich die Durchführung einer längeren technischen Prüfungsfahrt mit heimischen Brennstoffen beschlossen. Mit der Organisation und betrieblichen Durchführung dieser Prüfungsfahrt wurde die automobil- und flugtechnische Gesellschaft im Verein deutscher Ingenieure beauftragt. Die Fahrt soll im Februar beginnen und etwa 6 Wochen dauern, so dass 20.000—30,000 km Fahrstrecke erreicht werden. Der leichteren Durchführung wegen soll sie sich um einen Sammelpunkt bewegen und auf der Avus, au.f anliegenden Uberlandstrecken und im Stadtgebiet durchgeführt werden. Zur Teilnahme an der Prüfung sind vorgesehen : Fahrzeuge mit festen Treibstoffen (Holz-und Holzkohle) und Fahrzeuge mit Diesel- und Dampfbetrieb, sofern ^sie mit heimischen Brennstoffen betrieben 'erden. -th- Ein Rennwagen-Chassisrahmen mit 37 kg Gewicht wurde von den Budd-Stahlwerken für den 3,3-Liter-Maserati-Rennwagen geliefert. Normalerweise wiegt ein gleich starker Rahmen 97 kg. Die grosse Oewichtsersparnis wurde im vorliegenden Falle dadurch erreicht, dass nichtrostendes Stahlblech als Baumaterial diente, dass 1 weitgehend ein neues elektrisches Punktschweissverfahren Anwendung fand, und dass die Längsträger aus Doppelholmen von speziellem Profil durchgebildet wurden. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige internationale Rennformel, die 750 kg ohne Pneus und Betriebsstoffe als Maximalgewicht vorsieht, sind jedwede Einsparungen an totem Gewicht von grösster Bedeutung, erlauben sie doch den Einbau grösserer und stärkerer Motoren, ganz abgesehen davon, dass durch die Gewichtseinsparung das Beschleunigungsvermögen auch schon bei gleicher Motorleistung erhöht wird. -y- Windschutzscheibenreinigung mit Wasserspülung. Jeder Automobilist weiss, dass auch der beste Scheibenwischer manchmal nicht ausreicht, um die Windschutzscheibe durchsichtig zu halten. Der Scheibenwischer nützt nur zur Beseitigung der Regentropfen und bestenfalls zum Wegwischen von Schnee; will man mit ihm aber einen Schmutzbelag auf der Scheibe beseitigen, wie er durch vornfahrende andere Wagen nur zu oft sich einstellt, so macht man damit das Uebel in den meisten Fällen nur viel schlimmer. Auf der Scheibe entsteht dann ein Geschmier, das ,die Durchsicht erst recht erschwert und einen schließlich fast immer zum Anhalten zwingt. Eine bekannte Zubehörfirma hat nun eine Vorrichtung geschaffen, die auch während der Fahrt eine Reinigung der Scheibe ermöglicht. Die Vorrichtung besteht aus einem Der Einbau der neuen Vorrichtung, die durch Bespritzen der Windschutzscheibe mit Wasser das Wegspülen von Schmutz und Staub von der Scheibenoberfjäche ermöglicht. unter der Windschutzscheibe eingebauten Wasserbehälter, einer kleinen, in Griffnähe befestigten Pumpe und einem Düsenkopf, der an passender Stelle vor der Windschutzscheibe eingesetzt wird. Betätigt man den Knopf der Pumpe, so werden aus mehreren feinen Oeffnungen des Düsenkopfes Wasserstrahlen gegen die Scheibe gespritzt, die bei gleichzeitiger Betätigung des Scheibenwischers den Schmutz sicher entfernen, -s. Neue automatische Notbremse. Nicht etwa deshalb, weil wir sie als besonders aussichtsreich halten, sondern mehr als Kuriosum beschreiben wir nachfolgend eine Vorrichtung, Einzelheiten der neuen Bremsvorrichtung, die automatisch bei Zusammenstössen in Reaktion tritt. C = Kontakte, F = Bremsfeder, L = Kupferlitzen, K = Klinke, P = Bremspedal, S •= Solenoid. die den Wagen automatisch zum Stillstand bringt, sobald er mit der vordem oder hintern Pufferstange ein Hindernis berührt. Die Pufferstangen tragen Gummischläuche, in welchen sich zwei, normalerweise voneinander getrennte Küpferlitzen befinden. Bei einem Zusammenstoss oder auch nur starkem Zusammenpressen des Gummischlauches kommen die beiden Kupferlitzen L miteinander zur Berührung, schliessen dadurch einen Stromkreis und bewirken, dass das Solenoid S seinen Eisenkern anzieht. Der Eisenkern ist wiederum durch ein Bowdenkabel mit einer Sperrklinke verbunden, die, wenn betätigt, eine starke Feder auslöst. Die Feder sucht sich zu entspannen, muss dabei aber das geteilt durchgebildete Bremspedal niederdrükken und so die Bremse anziehen. Durch ein zweites, mit dem Eisenkern verbundenes Bowdenkabel wird erreicht, dass durch Schliessung eines Kontaktes gleichzeitig die Zündung abgeschaltet und somit der Motor stillgesetzt wird. In unserer Skizze ist, die automatische Bremsvorrichtung in ausgelöstem Zustand dargestellt. Die Feder hat den Pedalarm bereits niedergedrückt, die Bremse also angezogen. Infolge der geteilten Ausführung des Bremspedals ist die Pedalplatte dabei jedoch in ihrer Ruhestellung geblieben. Um die Bremswirkung wieder aufzuheben genügt es, wenn die Pedalplatte voll durchgetreten und wieder zurückgezogen wird. -y- Die Reibung zwischen dem Automobilrad und der Strasse. Zur Ermittlung der Reibungsverhältnisse zwischen dem gummibereiften Automobilrad und der Strasse wurden kürzlich von der Iowa Engineering Experiment Station neue Versuche angestellt. Hier interessieren uns dabei vor allem die Reibungskoeffizienten, wie sie bei verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten und bei verschiede-, nem . Fahrbahnzustand auftreten. Der Reibungskoeffizient gibt bekanntlich an, welcher, Bruchteil der von einem Körper auf die Unterlage ausgeübten Kraft notwendig ist, um diesen Körper fortzubewegen. Drückt z. B. ein Automobilrad mit 400 Kilo auf die Fahrbahn und sind 200 Kilo zum Fortbewegen des blockierten Rades, erforderlich, so beträgt der Reibungskoeffizient 2:4, d.h. 0,5. Die von dem erwähnten Institut ermittelten Werte wurden in einem umfassenden Bericht niedergelegt. Im folgenden geben wir einen Auszug. Interessant ist vor allem die Bestätigung der Erfahrungstatsache, dass der zwischen dem Automobilrad und der festgefügten Strassenoberfläche wirksame Reibungskoeffizient abnimmt, wenn die Geschwindigkeit steigt. Auf einer Walzschofterstrasse mit abgedichteter, etwas klebriger Decke war beispielsweise bei 5 km/St-Fahrgeschwindigkeit der sehr hohe Reibungskoeffizient von 0,9 festzustellen, während bei 64 km/St-Fahrgeschwindigkeit der entsprechende Wert nur Wir liefern für alle MARTINI Touren u. Lastwagen sämtliche MARTINI-Original-Ersatzteile und fuhren in unseren Werken in ÖLTEN alle MARTINI-Reparaturen aus bei billigster Berechnung nach Kostenvoranschlag. MOTORWAGENFABRIK BERNA A.-G., ÖLTEN PALLAS-CORD Wi nterreifen für Personen- und Lastwagen Automobilisten! Motorradfahrer! Preisreduktion auf den Batterien IMMER DAS MAXIMUM an Sicherheit, Lebensdauer und Stromabgabe beim Anlassen. Akkumulatorenfabrik A.-G. Schweizer ^l t Orient (Val de Gleitsicheres Schneeprofil, hervorragender Schleuderschutz AKTIENGESELLSCHAFT R.&E.HUBER, PFÄFFIKON-ZÜRICH SCHWEIZ. KABEL-, DRAHT- UND GUMMIWERKE TELEPHON S75.301