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E_1935_Zeitung_Nr.005

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o AUTOMOBIL-REVUt

o AUTOMOBIL-REVUt 1935 - noch 0,2 betrug. Wenn auch nicht in so starkem Masse, so zeigte sich eine Verflachung der Reibungskurve mit steigender Geschwindigkeit auch bei den meisten anderen Strassenbelägen. Bei Beton und Kopfsteinpflaster zeigte der Reibungskoeffizient auf nasser und trockener Fahrbahn keine grossen Verschiedenheiten. Auch auf glattem Beton lag der Reibungskoeffizient durchschnittlich nur 0,1 niedriger als bei aufgerauhtem Beton. Sehr rrosse Unterschiede, bis 0,6, wurden dagegen im Verhalten der verschiedenen bituminösen Beläge festgestellt, sobald diese nass waren. Dagegen lag der Reibungskoeffizient durchschnittlich wieder um 0,3 günstiger, wenn nasse Hartguss-Asphaltstrassen und Teerstrassen mit Betonstrassen verglichen wurden, und zwar für die beiden erstgenannten Be- •lajrsarten. Die relativ beste Gleitsicherheit in nassem Zustand ergab ein aufgerauhter Hartgussasphalt Auf ihn folgte ein Teer- Makadambelag, dann ein als «asphaltigretread» bezeichneter Belag, dann geölter Kies, dann unbehandelter Kies, dann die Portland-Zementdecke, der Güssasphalt mit Oberflächensplittung, das Klinkerpflaster, die mit Kaltasphalt behandelte Decke,, die Walzschotterdecke mit Weichbelag, der Stampfasphalt, die Stahlfahrbahn, die Hartholzpflästerung, die verschmutzte Betonfahrbahn oder sonstwie harte Strasse und schliesslich die mit Schnee, Schlamm oder Eis bedeckte Fahrbahn. Eine Ausnahme von der eingangs angeführten Regel der Abnahme des Reibungskoeffizienten bei zunehmender Geschwindigkeit •war nur bei ausgesprochen weichen Fahrbahnen festzustellen, wie z. B. auf losem Kies, Sand-oder Schnee. Diese Erscheinung ist dadurch erklärlich, dass sich das gleitende Rad mit zunehmender Geschwindigkeit eine immer tiefere Furche gräbt. Ein schwaches Ansteigen des Reibungskoeffizienten mit zunehmender Geschwindigkeit war immerhin auch noch bei mit Schneeketten versehenen Rädern zu verzeichnen. Auf nassem, eisfreiem Schnee wurde ein Reibungskoeffizient des Rades ohne Schneekette von 0,3 bis 0,5 festgestellt, auf Eis ein solcher von 0,05 bis 0,2, auf Eis mit dem mit Kette bewehrtem Rad ein Reibungskoeffizient von 0,32 bei 30 km'St-Geschwindigkeit. Der Widerstand des Rades gegen Gleiten in der normalen Richtung ist auf nasser Oberfläche ungefähr 10 bis 20 Prozent geringer als gegen ein Seitwärtsgleiten auf derselben Oberfläche. Anderseits ergaben Niederdrucksreifen auf nasser Fahrbahn bei gleichem Gleitschutzmuster eine etwa 10 Prozent grössere Reibung als Ballonreifen, deren Berührungsfläche auf dem Boden 40 Prozent geringer war. Schliesslich ergab sich noch die interessante Feststellung, dass sich ein Reifen, der einen höheren Reibungskoeffizienten ergibt, gewöhnlich weniger erwärmt. —s. Neuschöpfungen der Autoindustrie Ein Zwöllzylinder Lincoln ? In Detroit geht das Gerücht, Ford werde ungefähr im März einen kleinen Zwölfzylinder-Lincoln-Wagen herausbringen. 50 % der Teile dieses Wagens soilen dabei gegen Teile des Ford-V- Achtzylinders auswechselbar sein. Der Ford-V-Achtzylinder wird am New Yorker Salon mit Verbesserungen an der Kupplung und den Bremsen erscheinen. Das diesjährige Produktionsprogramm von Ford umfasst ausserdem einen neuen grösseren und schwereren Lastwagen. -th- Nash 1935. Nash bringt im Laufe dieses Jahres wieder die drei Grundserien Advanced Six,. Advanced Eight und Ambassador Eight heraus, wie es aus den Bezeichnungen hervorgeht, einen Sechszylinder und zwei Achtzylinder. Die Motoren aller Wagen haben eine Leistungssteigerung erfahren. Die Serie Ambassador wird mit einem Schnellganggetriebe ausgerüstet, das bei Ueberschreiten einer gewissen Geschwindigkeit automatisch in Wirkung tritt. Alle Typen weisen eine noch weichere Abfederung auf, wobei die Schwingungszahl der Vorderwagenfederung annähernd derjenigen der Hinterwagenfederung entspricht. Alle Typen haben ausserdem hydrauliche Bremsen erhalten. Durch Vorverschiebung des Passagierraumes und Vorziehen der Motorhaube und des Kühlers beträchtlich über die Vorderachse hinaus, sowie durch starke Schrägstellung der Windschutzscheibe und starke Abschrägung der Wagenrückwand wurde den Karosserien ein ganz neues Aussehen verliehen. Sowohl auf dem Vordersitz wie im Fond haben bequem drei Personen nebeneinander Platz. Der durch die Vorverschiebung aller Sitze gewonnene Raum im hinteren Wagenteil ist zur Unterbringung der Reserveräder und der Gepäckkoffer ausgenützt. Durch die neue fliessende Linie der Karosserie soll der Leistungsbedarf bei hohen Geschwindigkeiten um 25 PS vermindert worden sein. Durch den allgemein niedrigeren Aufbau wurde der Wagenschwerpunkt so weit gesenkt, dass der Wagen seitlich bis 60 Grad gekippt werden kann, bevor er umfällt. Im übrigen weisen die Wagen eine Anzahl interessanter Details auf, so ein Ueber- und Unterdruckventil im Kühlsystem, durch das der Wasserverlust auf ein Minimum herabgesetzt wird, Einlagen zwischen den Federblättern, die den Federn eine grössere Eigendämpfung ergeben und zugleich Quietschgeräusche ausschliessen, Gummihüllen über den Federn, eine besonders leicht arbeitende Lenkung, eine Fussbedienung für die Scheinwerfer, und besonders Stahlbügel zur Versteifung der Ganzstahlkarosserie. Prakl vdU der arme Motor rettungslos — dann springt er überhaupt nicht mehr an. Was da'nn tun ? Eine Weile warten, dann nochmals den Anlasser in Tätigkeit setzen — aber ja nicht nochmals am Startknopf ziehen oder den Vergaser tupfen. Allzuviel ist ungesund : Das gilt eben auch für den Motor des Automobils. Ted* *•» '«edh 11. Antwort 9287. Petrolvergaser < Rotoviva». Zuschriften weitergeleitet. Red. Frag« 9300. Kunstleder-Konservierungsmittel. Bei meinem D. K. W -Wagen ist ausser der Motorhaube und den Kotflügeln die Karosserie aussen mit einem Lederüberzug versehen. Welches ist nun ein billiges und bewährtes Mittel, um den Glanz des Lederüberzuges zu erhalten und letzteren überdies Doch gegen Witterungseinflüsse zu schützen? P. K. in W. Frage 9301. Nachspannen eines Dynamoantriebsriemens. Der Gummikeilriemen, durch welchen der Dynamo und der Ventilator angetrieben werden, hat sich bei meinem Motor etwas ausgespannt. Mein Verdacht, dass er immer etwas gleitet, wird dadurch verstärkt, dass die Batterie häufig entladen ist, weil sie eben von dem Dynamo nicht mit genügend Strom versorgt wird. Kann man aus einem solchen endlosen Gummiriemen ein Stück herausschneiden, um ihn nachher stärker zu spannen? Oder wie ist sonst vorzugeben? W. W. in B. Antwort: Eine Verkürzung des Riemens durcl Herausschneiden eines Stückes ist wenn immer möglich zu vermeiden, da sonst nachher die Verbindungstellen sich besonders rasch abnützen, und die meisten Riemenschlösser beim Ueberlaufen der Riemenscheiben Lärm verursachen. Bei fast allen Motoren, die solche Riemenantriebe aufweisen, sind anderweitige Spannmöglicbkeiten vorgesehen. Meistens kann zum • Beispiel, wie in der beistehenden Skizze dargestellt, durch Verdrehen der Dynamo in ihrem Auflager eine erhöhte Riemenspannung herbeigeführt werden. Auch der Ventilator ist häufig zu demselben Zweck verstellbar. Eine dritte Anordnung ist die, bei welcher die So wird der Schmier wert verringert! Durch das Ziehen am Choke entsteht ein zu reiches Brennsloffgemfsch, das nicht restlos verbrennen kann. Seine Reste fliessen an den Kolben und Zylinderwänden entlang in den Carter, verbinden sich dort mit dem Oel und verdünnen es. Hinzu kommt, daß im Winter durch große Temperatur-Differenzen Kondenswasser entsteht, das sich mit dem Oel vermengt - die Gefahren einer übergroßen Schnüeroel-Verdünnung sind demnach im Winter größer als im Sommer. - Deshalb muß das Oel im Winter regelmäßiger, am besten nach 1500 bis 2000km, gewechselt werden. Natürlich auch für die neue Füllung ein kältebeständiges Oel - das ist Essolube S. A. E. 20 oder 30. -^

N° 5 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 9 Kenlenweite einer der Riemenscheiben verändert werden kann. Dadurch, dass man die Kehlenweite vermindert, zwingt man den Keilriemen, auf einem grösseren Durchmesser der Riemenscheibe zu laufen, was wiederum seine stärkere Anspannung zur Folge hat. -at- Frage 9302. Fallschirmberechnungen. Unter welchen Gesichtspunkten wird ein Fallschirm für Paketabwurf aus geringer Höhe berechnet? Ist geeignete Literatur für Fallschirmberechnungen vorhanden? A. Z. in S. Antwort: Bei einem Lastenfallschirm muss man mit 1 bis 2 Quadratmeter Fallschirmfläche pro Kilo Last rechnen. Die kleinere Zahl gilt für unempfindlichere Lasten, welche eine grössere Auftreffgeschwindigkeit aushalten können. Die Auftreffgeschwindigkeit verringert sich bei Verdoppelung des Schirmdurchmessers oder bei Verringerung der Last auf einen Viertel ungefähr auf den halben Wert. Anderseits werden leicht belastete Schirme wegen ihrer langem Fallzeit vom Winde weiter abgetrieben. Eine gute üebersicht über den Fallschirm gibt das Büchlein von H. Steiner «Der Fallschirm», R. G. Schmidt & Co., Berlin, 1931. Weitere Literatur: Airplane parachutes. By Mazer. 33 fgs., 47 p. Techn. Memorandums and Notes of the U. S. National Advisory Committee for Aeronautics, no. 322, August 1925. Fallschirme für Luftfahrzeuge. Von Waldemar Müller. 12 Fig., 4 Zahlentaf., Z. Flugtechn. Motorluftsch., 28. Oktober 1927, S. 470—481. Diagrammi dinamometrici dello spiegamento dei paracadute. Par A. Guglielmetti e A. R. Tripoli. 14 Fig., Notiziario Teenico de Aeronautica, Maggio 1928, p. 15—22. Fallhastigheten av en i Lüften Fritt fallande manniska och fallskarmsproblemet. By I. Malmer. 1 Fig., Teknisk Tidskrift, vol. 58, no. 20, May 19, 1928, p. 209—212. Parachutes for aircraft. By W. Müller, 12 figs., 43 p. Techn. Memorandums and Notes of the U. S. National Advisory Committee Aeronautics, no. 450, February 1928. Fallschirme für Flugzeuge. Von Everling. 12 Fig., Verkehrstechn. Woche, 24. Avril 1929, S. 245 bis 250. Parachute Performance. By F. Smith. Aviation Eng., vol. 7, no. 3, September 1932, p. 17—19. Parachutes for airway passengers. By G. M. Ball. 4 p. Advance Paper Amer. Soc. Mech. Engr., June 6—8, 1932. Determination des caracteristique d'ouverture et de descente des parachutes. Par P. Leglise ei H. von Stryk. 15 figs., Aeronautique, janvier 1933, p. 1—5. Contributions ä l'etude et ä l'essai des parachutes. Par R. Alkan. 13 figs., Aeronautique, avril 1934, p. 37—43. (Ohne Verantwortlichkeit dtr Redaktion.) Ursache des Vergaserknallens. Ich erlaube mir, Ihnen hier einen Beitrag zum Thema des «Vergas«rknallens» zu übermitteln. Mein «Fiat 501»-Wagen, der mir sonst durch seine Zuverlässigkeit nur Freude macht, bescherte mich letzthin mit diesem Uebel. Anfänglich war nur hie und da ein Schuss zum Vergaser hinaus zu bemerken. Schliesslich wurde aber die gegenFPOST absolut sicherer Kuhlerschutz mit fixfertig zum Einfüllen bereit. 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Automobilist und Polizist Inliegend erhalten Sie eine Kopie meines heutigen Schreibens an den Herrn Polizeigerichtspräsidenten des Kantons Basel-Stadt. Wie Sie daraus ersehen, wurde ich deswegen mit Fr. 5.— gebüsst, weil ich mit ca. 45—50 km über den Birsigviadukt gefahren bin. Eine Warnungstafel habe ich keine gesehen, ansonst ich mich bestimmt darnach gerichtet hätte. Als kleinen Beweis hierfür möchte ich erwähnen, dass ich Seit 1. Juli 1928 total 130 000 km gefahren bin und mit Ausnahme obiger eine einzige Busse erhalten habe, und zwar vor ca. 4 Jahren von der Stadt Zürich wegen falschen Parkierens Fr. 3.7—. Antwort: Nach Art. 3, Absatz 2, des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugverkehr können die Kantone für bestimmte Strassenstrecken beschränkende Massnahmen treffen. Sie dürfen dies allerdings nur dann tun, wenn die Sicherheit des Verkehrs oder die Anlage der Strasse die Beschränkung erfordern. Im Hinblick auf die oben angeführte Bestimmung ist nicht zu zweifeln, dass der Kanton Basel- Stadt befugt ist, für den Birsigviadukt besondere Geschwindigkeitsregeln aufzustellen. Wenn er das aber tut, so hat er dafür zu sorgen, dass entsprechende Signale die Automobilisten auf die Sonderbestimmung aufmerksam machen. Nach der Verordnung über die Strassensignalisation ist ein bestimmtes Signal vorgesehen, eine runde Scheibe mit rotem Rund, die im Innern die Zahl der zus lässigen Höchstgeschwindigkeit trägt. Dieses Signal ist an deutlich sichtbarer Stelle anzubringen, denn man kann besonders von auswärtigen Lenkern nicht erwarten, dass sie solche lokale Spezialvorschriftcn kennen. ' Wenn am Birsigviadukt entweder kein Signal angebracht oder aber dasselbe nicht leicht zu erkennen ist, so kann unseres Erachtens ein auswärtiger Fahrer nicht bestraft werden, wenn er die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschreitet. Zwar gilt im allgemeinen der Satz, dass man sich nicht mit mangelnder Kenntnis rechtlicher Vorschriften entschuldigen, kann. Allein es wäre denn doch übertrieben, wenn man den Automobilisten zumuten wollte, alle lokalen Verkehrsvorschriften in der ganzen Schweiz zu kennen. Es ist nun allerdings denkbar, dass Sie gar nicht 'wegen Uebertretung einer besondern Höchstgeschwindigkeitsvorschrift, als vielmehr wegen Uebertretung von Art. 25 M.F.G. verurteilt wurden, der bestimmt, dass die Geschwindigkeit stets den gegebenen Strassenanlagen und dem Verkehr angepasst werden muss. Nach Art. 25 M.F.G. kann unter Umständen (z. B. in einer Kreuzung oder einer engen Strasse) schon eine Geschwindigkeit von 45 bis 50 Stundenkilometer übersetzt sein. Wir wissen 10 PS MERCEDES- BENZ Vollschwingachs-Cabriolet, 4plätzig, Lederpolster, Luxusausführung, 6 Zylind., Schnellgang, ; Zentralchassisschmierung, Oeldruckbremsen, Fr. 6900.—, mit Fabrikgarantie. 11234 Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Badenerstrasse 119. Zürich. Telephon 51.693. ÖLDRUCK- o. VORDERRAD- Bremsen J. GOOD, Trabbach. 8t. Gallen Zu verkaufen 3-4 Tonnen Saurer frisch revid., in Ia. Zustand. An Zahlung würden Bretter od. Schreinerarbeit genommen werden. Simon Imbach, Autotransporte, Wolhusen. Telephon 65.236. 65973 MINTEX Sf» '4B«h nun nicht, ob Gründe vorliegen, um eine Geschwinligkeit von 45—-50 Stundenkilometer auf dem Birsigviadukt als zu hoch erscheinen zu lassen. Sollte dies aber der Fall sein, so ist gegen die Verurteilung nichts einzuwenden. Nach Art. 25 M.F.G. muss jeder Fahrer sich selber überlegen, welche Geschwindigkeit angemessen ist, und wer (im Sinne von Alt. 25 M.F.G.) zu schnell fährt, kann sich nicht darauf berufen, es bestehe kein Verbot, mit der von ihm innegehaltenen Geschwindigkeit zu fahren. Ob es sich rechtfertigt, statt einer Verwarnung, gleich eine Busse auszusprechen, ist eine andere Frage, aber nicht eine Frage rechtlicher Natur, sondern eine Frage des Taktes. . * Konservativismus in der Wegbeleuchtung. Eine der auffallendsten Erscheinungsformen des Konservativismus im Automobilverkehr äussert sich in der Ansicht über den Verkehr während der Dunkelheit. Einerlei, welches' Land man auch nimmt, ; immer ist die einschlägige Gesetzgebung tatsächlich iauf den Zustand des Tageslichtes zugeschnitten, und ;|nur einige zusätzliche Bestimmungen befassen sich mit der Verwendung des künstlichen Lichtes. Berücksichtigt man, dass sich der gesamte Motorfahrzeugverkehr zu mindestens 40% in der Dunkelheit abspielt, so.ist diese Tatsache, gelinde gesagt, verwuaderlich. Es ist gelungen, internationale Vereinbarungen über eine ganze Reihe von Signalen zu treffen. Aber wie diese Signale während 40% der Verkehrszeit, nämlich in der Dunkelheit, sichtbar werden sollen, ist eine Frage, auf die man gar nicht eingeht. Jedes Auto ist mit zwei grossen Schein-werferh ausgerüstet. Mit starrem Konservativismus hält man an dieser Lösung fest. Man weiss, dass die Scheinworfer jeden Gegenfahrer blenden, man weiss, dass infolgedessen das Fahren bei regem Verkehr lebensgefährlich, wenn nicht ganz unmöglich wird, und dennoch behilft man sich nach wie vor mit dieser unzulänglichen Ausführung der Wegbeleuchtung. : Wir haben in unseren Wohnungen, in den Cafes und Restaurants, in Krankenhäusern und in Kinos die Wohltat des elektrischen Kunstlichtes kennengelernt. Und die neuzeitlichen Grosskraftwerke — an denen gerade unser Land so reich ist — haben dafür gesorgt, dass dieses Kunstlicht nicht etwa ein teurer Luxus mehr ist, sondern ein für jedermann erschwingliches Gemeingut. Aber die Wege draussen hat man einfach dunkel gelassen. Im Hause leben wir schon im Jahre 1935, aber 5 km von Bern oder Zürich oder sonst irgendeiner Stadt leben wir im Mittelalter: Das alles hatte vielleicht seine Berechtigung zu einer Zeit, wo die Kosten einer Wegbeleuchtung im Vergleich zu ihrer Bedeutung und auch zu den anderen Kosten, die man für den Weg im Interesse des Verkehrs auf sich nimmt, noch unverhältnismässig hoch waren. Aber diese Verhältnisse haben sich seither immerhin ziemlich eingreifend geändert. Das Interesse des Verkehrs an einem brauchbaren Wege ist jetzt offenbar so gross, dass von Seiten der Behörden Millionen und Millionen für die Verbesserung des Weges ausgegeben werden. Und die Kosten einer Wegbeleuchtung . .. sind inzwischen sprunghaft gesunken, weil neue Möglichkeiten einer technischen Ausführung als ebenso viele Ueberraschungen in den letzten Jahren plötzlich zum Vorschein gekommen 66 % Ersparnis Versehen Sie Ihren Lastwagen mit dem R o h öI-Vergaser pat. System PICKER welcher bis heute die besten Resultate gezeitigt hat. J»- Garantiertes Funktionieren. **C Besuchen Sie uns in Ihrem eigenen Interesse. Devise und Auskünfte durch: Grand Garage E. Maurer, Genf 50, Boulevard des Tranchees. Telephon 41.200. CHEVROLET 1931 «>i Wegen Aufgabe d. Reisefahrten: 1 modern. Car u. Lastwagen kombinierbar, 22-Plätz., 3% Tonnen, neueres Modell, ev. mit modernster " Aufzugsvorrichtung. 1 Spezial- 8—9-Plätzer Modell 1931, 16 St.-PS, , mit Rollverdeck u. allem Komfort; beide Wagen zu annehmbarem Preise. 1 BUICK- Limousine Gelegenheit! Lieferwagen 8 PS Modell Coach, 4/5 PL, garantiert prima Zustand, Fr. 1700.-. 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Dieser EnergieaufwaUd entspricht der Leistung, die erforderlich ist, um ein Wohnzimmer einen Abend äang zu heizen. Lässt man die Beleuchtung die ganze Nacht ununterbrochen brennen, das sind rund 4000 Stunden im Jahre, so verbraucht sie 4000 X 4= 16,000 KWh. Die heuzeitlichen Kraftwerke der Schweiz können diese Energie bestimmt zu einem Kilowattstundenpreis von ca. 10 Rappen liefern. Daraus ergibt sich, dass eine Wegstrecke von 1 km ein ganzes Jahr lang abends und nachts für einen Stromverbrauch von 1600 Pranken beleuchtet ist Ein einziger Zusammenstoss kostet schon mehr. Und was kostet nicht die VVegvenbreiterung auf einer Strecke von nur 1 m,- um diese selbe Frequenz zu ermöglichen? Ein Vielfaches des Betrages von 1600 Franken pro km. Diese Möglichkeiten der billigen Beleuchtung von Autostrassen sind durch die Entstehung der Gasentladungslampen gegeben. Hafteten diesen neuartigen Lampen zur Zeit ihres Erscheinens vor etwa zwei Jahren noch allerlei Unzulänglichkeiten an (ziemlich komplizierte Ausführung der Anlage, Einschränkung der Anwendungsmöglichkeit durch die Notwendigkeit des Gleichstrombetriebes, eine Lichtquelle in einer einzigen Ausführung, daher keine Abwechslungsmöglichkeit), so sind jetzt die «Philora»-Natriumdampflampen von allen solchen Mängeln endgültig befreit. Sie gestatten die Benutzung des normalen Wechselstromes in Serien- oder Parallelschaltung, je nach den Erfordernissen des Projektes, und ergeben daher weitgehende Anpassungsfähigkeit der Installation; sie sind in Einheiten von 2300 bis 16,000 I/Lumea erhältlich. Die gelbe kontrastreiche Farbe des Natriums eignet sich vorzüglich für die Landstrasse, die grünblaue Farbe des Quecksilbers für den BoulevaTd in der Stadt. Das Erkennen der auf dem Wege befindliehen Hindernisse setzt die Möglichkeit voraus, Gegenstände vor ihrem Hintergrund wahrzunehmen. Dieser Hintergrund besteht für die Landstrasse zur Hauptsache aus der Wegdecke und ihren Begrenzungen. Nun ist das durchschnittliche Objekt dunkler als die durchschnittliche Wegdeoke. Bei künstlicher Beleuchtung müssen wir mithin diesen Umstand ausnutzen; wir müssen das Objekt selbst dunkel lassen und die Wegdecke beleuchten, d. h. wir müssen die senkrechte Fläche dunkel lassen und die waagrechte beleuchten, wenn wir eine gute Sichtbarkeit schaffen wollen. Die Scheinwerfer unserer Automobile ergeben, ganz abgesehen von ihrer Blendung, gerade die entgegengesetzte Wirkung. Eine Wegbeleuchtung durch Lampen am Fahrzeug ist daher grundsätzlich falsch. Bei einem vereinzelten Automobil auf dem Wege mag dieses falsche Prinzip vielleicht noch brauchbar sein, es offenbart seine Mangelhaftigkeit aber desto deutlicher, je höher die Verkehrsfrequen'*- steigt. Und die heutige Verkehrsfrequenz ist so hoch, dass die Anwendung dieses falschen Grundsatzes beinahe als Fahrlässigkeit anmutet. Und ebenso grundfalsch ist eine Wegbeleuchtung auf Pfählen von 1 m Höhe längs des Weges, ein Wegbeleuchtungssystem, das in den letzten 10 Jahren mit ergötzlicher Beharrr lichkeit alljährlich mindestens zweimal von neuem erfunden wird. Die Tagesbeleuchtung, auf der sämtliche Verkehrsregeln beruhen, auf der sich die Konstruktion unserer Wege gründet, strahlt vom Himmel auf uns herab. Wir wollen in dieser Hinsicht ruhig konservativ sein und dieses Vorbild nicht ausser acht lassen. We. Immer mehr Firmen bevorzugen die schweizerische HERMES 4 ... weil Sie trotz des vorteilhafteren Preises ausländischen Erzeugnissen gleicher Klasse mindestens ebenbürtig ist. Jetzt ist die Anschaffung einer•bessern Schreibmaschine besonders angezeigt. Alte Marken unM Modelle werden dvarch neuere Maschinen entwertet. Je schneller Sie zur „Hermes" übergehen, umso vorteilhafter für Sie. Verlangen Sie heute noch die Uebernahmebedingungen Ihrer alten-Maschine beim Kauf einer „Hermes 4" 6 Zyl., Limous. 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