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E_1935_Zeitung_Nr.006

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AUTOMOBIL-REVUE

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NO 6 - 1935 Rechtspvethun^ Ein scharfes, aber gerechtes Urteil. Im vergangenen Herbst verunglückte auf der Strasse nach Bözingen ein 61jähriger Familienvater, indem er auf seinem Fahrrad von einem mit übersetzter Geschwindigkeit daherkommenden Automobilisten überfahren wurde, was im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung den Tod des Verunfallten Zur Folge hatte. Ganze 44 m von der Unglücksstelle entfernt kam das Automobil an einer Telegraphenstange zum Anhalten, wo es sogar noch umkippte. Die polizeilichen Erhebungen zeitigten nun, dass weder der Motorfahrzeugführer noch sein Begleiter im Besitze eines Fahrausweises waren und zudem stammte noch das Automobil aus dritter Hand. Der Mitfahrer hatte den Wagen zum Führen seinem Freunde übergeben, obwohl er genau wusste, dass derselbe ebenfalls nicht im Besitze der notwendigen Ausweise war. Eine erst zwei Stunden nach dem Unfall vorgenommene Blutprobe ergab beim Automobilisten einen Alkoholgenuss, der wenigstens einen angeheiterten Zustand hervorgerufen haben müsse. Das den Fall zuerst zu beurteilende Amtsgericht Biel sprach für den Wagenführer eine Strafe von 8 Monaten Korrektionshäus aus, nebst Leistung einer Entschädigung an die Witwe des Opfers, während der Mitfahrer mit 20 Tagen Gefängnis davonkam. Mit diesem Urteil waren jedoch die beiden sonderbaren Automobilisten nicht zufrieden und appellierten an die Strafkammer des bernischen Obergerichts, indem sie geltend machten, von einem kreuzenden Lastwagen geblendet worden zu sein. Unter Berücksichtigung einiger mildernder Umstände verurteilte das Gericht den Führer zu 5 Monaten Korrektionshaus wegen fahrlässiger Tötung sowie wegen Widerhandlung gegen das eidgen. Motorfahrzeuggesetz, ausgehend von der Ueberlegung, dass in Anbetracht der sich stets häufenden Strassenunfälle durch unverantwortliche Motorfahrzeugführer mit aller Strenge gegen solche Piraten der Landstrasse vorgegangen werden müsse. Wir teilen vollkommen diese Praxis, hätten aber auch die 8monatige Bestrafung als angemessen erachtet, namentlich als festgestellt worden war, dass der verantwortliche Fahrer überhaupt total unfähig sei, ein Motorfahrzeug zu lenken. Besonders im Zeichen der zunehmenden Motorisierung kann nicht scharf genug gegen derartige Verkehrssünder eingeschritten werden, da diese in hohem Masse dem Ansehen des gesamten Automobilismus schädlich sind. Die für den Mitfahrer von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe wurde dagegen in ihrem vollen Umfange bestätigt und zudem den beiden Rekurrenten solidarisch die Kosten des Verfahrens auferlegt. »dhi«»* Not Besprechung Zürcher Strassenfr&gen. Der Vor* stand des Bauamtes I der Stadt Zürich, Stadtrat Baumann, hatte letzte Woche die Vertreter der Strassenverkehrsverbände zu sieh geladen, um ihnen Gelegenheit zur Einsichtnahme in die neuen Projekte für den Umbau des Stampfenbach- und Walcheplatzes, den Ausbau des Heimplatzes und der Hottingerstrassö, den Ausbau der Obern Zürichbergstrasse unterhalb des Zoologischen Gartens und der Verbesserung des Klusplatzes zu geben. Die von Herrn Arch. Hippenmeyer und Polizeiädjunkt Hartmann erläuterten Projekte fanden die vollständige Zustimmung der Verkehrsinteressenten, indem ohne Ausnahme festgestellt Werden konnte, dass aus den gegebenen Verhältnissen die bestmögliche und zweckmässigste, wie auch verkehresicherste Lösung herausgeholt worden ist. Dankend anerkannt wurde auch das Bestreben nach Reduktion der vorgesehenen Schutzinseln und vermehrte Anlage von Parkierungsmöglichkeiten auf den drei erstgenannten Plätzen. Beim Zoologischen Garten wird die vorgesehene Parkfläche für 150 Wagen dem bisherigen Notstand dortselbst 'abhelfen. Herr Stadtrat Baumann gab anschliessend bekannt, dass für 1935 noch folgende' Strassenbauten vorgesehen sind: Ausbau der Witikonerstrasse oberhalb der Kapfstrasse, Verlängerung der Bellerivestrasse vom Zürichhorn bis Tiefenbrunnen,, wodurch die rechtsufrige Zürichseestrasse eine wesentlich bessere und verkehrssichere Einführung in die Stadt erhält, die Verbreiterung der Uraniastrasse, der Ausbau der Sihltalstrasse von der Höcklerbrücke talaufwärts bis zur Stadtgrenze beim Bahnhof Leimb&ch, wobei neben der 9 m breiten Fahrbahn je ein Radfahrer» und Fussgängerstreifen beidseits angelegt werden. Herr Kantonsrat Gassmann dankte zum Schlüsse Herrn Stadtrat Baumann, der ab 15. Januar die Leitung der industriellen Betriebe der Stadt Zürich übernommen hat, für das grosse Entgegenkommen, das er den Verkehrsinteressenten stets dadurch bezeugt hat, dass er ihnen alle wichtigem Strassenprojekte zur Prüfung und Einreichung von Verbesserungsvorschlägen vorzeigte und so eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Strassenbenützern ermöglichte. V V«*»l*€»h» AUfOMOBIL-REVUE Welche Anforderungen stellt der Motorfahrzeugführer an die Strasse? Um diese Wünsche genau kennen zu lernen, wurde die letztjährige 2000-km- Fahrt durch Deutschland, an der sich weit über 1000 Konkurrenten beteiligten, in den Dienst dieser Erhebungen gestellt. Die Teilnehmer wurden vor dem Start genau auf die verschiedenen Fragen aufmerksam gemacht, die es zu beantworten galt. Eine Reihe von Versuchsstrecken in verschiedener Ausführung waren auf ihre Eignung zu beurteilen. Nunmehr sind die Ergebnisse dieser Rundfrage veröffentlicht worden und ergaben z. T recht interessante Fingerzeige für die Strassenbauer. U. a. galt es ein Werturteil über verschiedene Beleuchtungesysteme abzugeben. Dabei schnitt die Natrium- Dampflampe weitaus am besten ab. 17% der Beobachter erklärten die Strecke ohne eigene Scneinwerferbeleuchtung mit unverminderter Geschwindigkeit befahren zu haben. 27% bezeichneten das Natrium-Licht als die beste Beleuchtung, 20% qualifizierten sie als sehr gut und 29% als gut. Was die Fahribahndecken anbetrifft, so gaben 33,5% der Fahrer der Betonstrasse den Vorzug. 8,1% äusserten sich zu Gunsten von Kleinsteinpflaster und 29,7% erklärten beide .Beläge als gleich gut. Eine Anzahl Nebenfragen, die noch zu beantworten waren, wie die Markierung der Wehrsteine, in welcher Distanz sie aufgestellt werden sollen etc. können weniger Allgemeininteresse beanspruchen. Die eingegangenen Antworten dürften aber für den Strassenfachmann recht instruktiv sein. Die Rundfrage erfolgte auf Anregung des Generalinspektors für das deutsche Strassenwesen durch den DDAG, bei dessen Geschäftsstellen woh! alles nähere über die Ergabnisse der Erhebungen in Erfahrung gebracht werden kann. Geheizte Stände für die Verkehrspolizei sind ein durchaus berechtigtes Postulat der Polizeimannschaft, welche als Verkehrsplantons Dienst tun. In verschiedenen Städten, so in Zürich, wo der Polizist von erhöhtem Podium aus seiner Aufgabe nachkommt, wird ihm durch elektrische Beheizung des «Kommandopostens» der Dienst im Winter doch etwas erleichtert. Berns Hermandad erwartete daher, dass auch der Verkehrs-«Turm» am Bubehberg im Winter etwas wohnlicher eingerichtet werde. Nun ist die Heizung glücklich in- Eisenbahnzug von 100 bis 200 Tonnen Gewicht wirklich nicht am Platze ist. Statt sich gegenseitig zu stalliert. Schön nimmt sich die Anlage mit der bekämpfen, was mit hohen Kosten verbunden ist, Oberleitung zwar nicht aus, aber sohliesslioh spendet sie doch die gewünschte Wärme. Es geht die sei es richtiger, dass die beiden Verkehrsmittel zu Vereinbarungen kommen, die den Verkehr nach Mär, dass beim Bau des Podiums die Beheizung richtigen Gesichtspunkten auf jedes von ihnen verteilen. durch unterirdische Kabel vorgesehen war, dass deren Installation aber dann durch Mr. le bureau Bereits sind Abkommen zustande gekommen, z. B. glücklich vergessen wurde! Der Posten soll übrigens noch weiter verbessert werden, indem dieser Zusammenarbeiten zwischen Eisenbahn und Kraft- im Bezirk Seine-Inf6rieure, die ein planmässiges noch mit einem Dach geschützt und mit Telephon verkehr zum Ziel hat, und das bemerkenswerte ist, ausgerüstet wird. dass sie auf freiwilliger Einigung beruhen, dass also Im weiteren sollte noch für die Verkehrsposten die Entscheidung des Ministers nicht eingeholt zu gesorgt werden, die auf ebener Erde ihren Dienst werden brauchte. Dieso Abkommen zwischen Staatsbahn und Kraftverkehr sind deshalb von Bedeutung, versehen. Deren Standort könnte gewiss auch mit irgendeiner geheizten Fussplatte versehen werden. weil sie die ersten ihrer Art sind und daher von In verschiedenen Städten sollen derartige Anlagen ihnen erwartet werden kann, dass sie für die weitere Entwicklung richtungweisend sein werden. Es bereits bestehen und gute Dienste leisten. Die Ausgaben hiefür dürften sich schon durch die Ersparnisse bei der Krankenkasse bezahlt machen, ganz kommt ihnen aber auch.deshalb besondere Bedeutung zu, weil sie den Verkehr der drei wichtigen abgesehen davon, dass nichts unterlassen werden Häfen Rouen, Le Havre und Dieppe erfassen. Im soll, um den Verkehrspolizisten bei guter Gesundheit und Laune zu bewahren! ff Bah Wirtschaftlichere Betriebsführung im französischen Transportwesen. Eine bemerkenswerte Verordnung, die nun Gesetzeskraft besitzt, ist in Frankreich erlassen worden: Es ist den französischen Eisenbahnen gestattet, den Betrieb auf einer Eisenbahnstrecke still zu legen, wenn die Bedienung des Verkehrs durch ein anderes Verkehrsmittel gewährleistet ist, und überhaupt ihre Anlagen zu schliessen. Diese bedeutsame Bestimmung hat den Zweck, den französischen Eisenbahnen dazu zu verhelfen, durch Vereinfachung des Betriebes und die damit verbundenen Ersparnisse das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herzustellen. Es wird zugegeben, dass schon der Ersatz der Lokomotivzüge auf den in Frage kommenden Strekken, bei denen der Verkehr die Betriebskosten nicht zu docken vermag, durch Triebwagen erhebliche Ersparnisse zur Folge haben würde. Dabei müssten aber immer noch die Bahnhöfe besetzt bleiben, die Strassenübergänge müssten bewacht werden, die Geleise müssten in einem Zustand erhalten werden, der hohe Fahrgeschwindigkeiten ermöglicht. Die Ersparnisse sind also' viel grösser, wenn man den Personenverkehr auf die Strasse verweist, wobei die genannten Kosten im wesentlichen wegfallen, auch wenn auf dan so für den Personenverkehr stillgelegten Strecken langsam fahrende Güterzüge verkehren. Es gibt in Frankreich — übrigens auch bei uns — Strecken, auf denen ein Zug etwa 20 Reisende befördert, und ein solcher Verkehr könnte allerdings mit dem Triebwagen bedient werden* was zwar die Ausgaben vermindern, die Einnahmen aber nicht erhöhen und immer noch unwirtschaftlich bleiben würde. Da soll nun der Omnibus einspringen, der für einen schwachen Verkehr auf kurze Entfernung so viele Vorzüge bietet, die es rechtfertigen, dass der Lokomotivzug nicht durch den Triebwagen, sondern durch den Omnibus ersetzt wird. Die Fahrgäste werden eich nicht zu beklagen haben; sie werden besser bedient, die Zahl der Fahrten wird vermehrt. Der Generaldirektor der französischen Staatsbahnen, Dautry, hat sich dahin ausgesprochen, dass, um 30 Fahrgäste 50 km weit zu befördern, ein Personenverkehr wird der Betrieb auf Seitenstrecken der Eisenbahn — rund 500 km — so gut wie vollständig eingestellt. Bei allen diesen letztgenannten Strecken schliesst der Betrieb mit Fehlbeträgen ab, die Kraftverkehrsunternehmen sind aber in der Lage, mit ihrem Fahrzeugpark den Verkehr zu übernehmen, ja, ihn sogar auf Orte auszudehnen, die jetzt weder Bahnanschluss haben, noch von einem regehnässigen Strassenverkehr erreicht werden. Die neue Betriebsform bedeutet für die Staatsbahnen, so schätzt man, eine jährliche Ersparnis von 20 Millionen Franken. Sie wird aber erst recht zur Geltung kommen, wenn die Neuerungen auf weitere Strecken und schliesslich auf ganz Frankreich ausgedehnt sind. W. Bekanntmachung Wir geben unseren geschätzten Kunden sowie einem weiteren Publikum bekannt, dass Herr August Lierow, Bern Ensingerstrasse 35 per 31. Dezember 1934 als Kommanditär aus unserer Firma ausgetreten ist. Aktiven und Passiven sind von der in unveränderter Art weitergeführten Firma H. Schmidt & Co., Automobile Belpstrasse 30b übernommen worden. BERN Wir haben uns entschlossen, die Alleinvertretung für Bern und die benachbarten Gebiete von Buirk — Cadillac — La Salle Hupmobile weiterzuführen. Nebstdem haben wir die direkte Fabrikvertretung des bestbekannten Amerikanerwagens Von der letztgenannten Marke verfügen wir über ein gut assortiertes Ersatzteillager und empfehlen wir Ihnen gleichzeitig unsere besteingerichtete Reparaturwerkstätte. H. Schmidt & Co. Sicherheit nur Harmonie der STRASSEN- Die Strassenhaltung des neuen Hotchkiss 1935 ist unübertroffen bis In die H A LT U N G geringsten Details. FEDERUNG durch die GESAMT-KONSTRUKTION SICHERHEIT t w DIE NEUEN MODELLE Die Hotchkisswagen 1935 zeichnen sieh durch eine in jeder Be- Ziehung vollkommene Federung aus. Noch nie hat ein Wagen diese so wichtige Forderung erfüllt wie der neu« Hotchkiss 1935. Sicherheit ohne Widerstandsfähigkeit ist nur ein leeres Wort; Widerstandsfähigkeit ihrerseits ergibt sich nur aus der Harmonie der Gesamt-Konstrnktion. Und nur mit dieser Harmonie der Gesamt-Konstruktion können Sie ruhig au! 100, 120 oder 140 km heraufgehen, nur sie vermag dem Wagen die unbedingte Stabilität unter allen Umständen zu geben. Die Konstruktionen von Hotchkiss beweisen ihre UÜberlegenheit . -durch die unerreichten Erfolge bei sportlichen Veranstaltungen, * ö wie BaJIy von Monte Carlo 1932-33-34, Paris-Nizza, bei den Rekordtehrten et«. Verl.Sie den illustr. Katalog u. die Preisliste durch den Genera Ivertr. f. die Schweiz: GRAND GARAGE E. MAURER, Boulevard des Tranchees 50, GENF Vertr.f. Zürich, St Gallen u.Thurgau: Bine'li u. Ehrsam A.-G., Stampfenbachpl.48, Vertreter für BASEL: Paul Staehli, Hardstrasse 62, Basel (Zürich Vertreter für BERN: Andr6 Zumstein, Effingerstrasse 93, Bern Vertreter-fOr NEUENBURG: Garage Patthey, rue du Seyon, Neuenburg