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E_1935_Zeitung_Nr.001

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hier naive und «echte»

hier naive und «echte» Besucher mit Professionnels vermischt waren, die nachts um zwei oder drei die Apachenmütze mit einem gutbürgerlichen Chapeau Melon vertauschen. In den letzten Wochen waren in der Rue de Lappe, wie in den Strassen um Vilette und Place Pigalle grosse Polizeirazzien vorgenommen worden, die nicht immer in völliger Ruhe vor sich gingen. Mehrmals war es vorgekommen, dass bei dem mysteriösen Warnungsruf «Vingtdeux», der «Polizei» bedeutet, die Glühlampen zerschossen wurden, damit die einsetzende Dunkelheit und die Panik Gelegenheit zur Flucht böten. Die Razzien und ihre Ursachen wurden auf das heftigste kommentiert, die abenteuerlichsten Vermutungen ausgesprochen, darunter jene, dass die Razzien bestellt gewesen seien, um in diesem Viertel den Fremdenverkehr zu heben. Denn die blasierten Touristen gäben sich mit friedlichen Abenden, gewöhnlichen Raufereien nicht zufrieden, sondern benötigten die Sensation eines bewaffneten Ueberfalls und der Gefahr. Vor wenigen Tagen ist in einem jener Dancings, die die Sehnsucht der jungen Arbeiterinnen der Umgebung und die Neugier der Zugereisten bilden, eine Frau tot aufgefunden worden mit breiten, dunkeln Strangulationsfurchen am Hals. Von wem und warum das Verbrechen begangen wurde, ist noch nicht bekannt. Durch zwei Tage war das Lokal geschlossen, weil die Polizei ihre Untersuchungen ungestört führen wollte — dann aber, am ersten Tag der Wiedereröffnung, fanden sich Besucher in so grosser Anzahl ein, dass die Strasse abgeriegelt und die Gäste nur einer nach dem andern und nach Vorweisung der Legitimationspapiere vorgelassen werden konnten. Die Rue de Lappe hat das Interesse des Publikums wiedergefunden. Es bedurfte nicht weniger als eines Verbrechens, um die Echtheit des Milieus zu beweisen. JCteine tcke des Ztuttiats Die Köchin. Herr Huber kommt auf den Stellennachweis, Abteilung für weibliches Personal. «Fräulein, waren Sie das, die mir vor 14 Tagen eine neue Köchin vermittelt hat?» «Jawohl, mein Herr.» «So, so — ich möchte Sie nämlich mal beute zum Mittagessen einladen!» Tun Sie soWen No. 1^1 IPANSTAIT iMOm.ü.M Abgetragenes Zeug. Frau: «Dem Mann habe ich deinen blauen Frau: «Heute morgen war ein armer Mann Anzug gegeben, den du seit Jahren trägst, mit seiner Frau hier. Sie taten mir so leid, und der Frau gab ich das grüne Kleid von und da habe ich ihnen etwas altes, abgetra- mir, das ich vor zwei Monaten gekauft genes Zeug von uns gegeben.» hatte.» Mann : « Ganz recht, was gabst du ? » lagen auf eine dreissigjährige Tätigkeit im Dienste des neuen Verkehrsmittels zurück. Schon lange zum voraus plante die Schweiz auszusprechen ! Wir lesen darüber in der ersten Nummer der « A.-R.» folgendes: «Herr Edmond Chaix, Präsident der Touristenkommission, hielt ein Referat über die den Automo- Redaktion, bei dieser Gelegenheit in denhilisten gesperrten bzw nicht zugänglichen Strassen. ersten Bänden unseres Blattes Umschau zu Seine höchst interessanten Ausführungen führten zu kühnen Fahrer...» halten, und in der Zitierung bestimmter dem Schluss, dass dreierlei Beweggründe den per Automobil reisenden Touristen vom Befahren gewisser Strassen abhalten, nämlich: 1. Der oft schlechte 1905 total 153 Personenautomobile, 46 Lastautomo- Die Autos im Kanton Zürich. Nachrichten, Ereignissen und Ideen aus jener Zeit die ungeheure Entwicklungsspanne «Im Kanton Zürich standen mit Ende des Jahres 2/ustand der Strassen. 2. Fahrverbote. 3. Feindseliges Verhalten der Behörden und der Bevölkerung wagen würden, in einem Zug vereinigt, imstande ermessen zu lassen, die innerhalb dreissig bile und 174 Motorvelos im Verkehr. Die 46 Last- Jahren durchschritten wurde. dem Automobilisten gegenüber. Als Erläuterung zu sein, eine Last von ca. 115,000 kg fortzubewegen. Die Was die damalige automobilistische Welt Punkt 1 und 3 folgt eine Aufzählung der verschiedenen Länder Europas unter Berücksichtigung des Zu- Tragkraft der einzelnen Lastwagen schwankt zwischen 250 und 6000 kg.» in allem Ernste bewegte, löst heute teilweise standes und Unterhaltes ihrer Strassen. An der Kopfschütteln, ja fast ein Lächeln aus. Spitze stehen natürlich Frankreich und Deutschland, Automobil und Schule. Kaum auf einem andern Gebiete hat diedann wird über die Schweiz gesagt:. Technik innerhalb eines halben Menschenalters eine solche gewaltige Entwicklung durchlaufen. Wenn man in den alten — in Heftform erschienenen — und übrigens ausgezeichnet redigierten Blättern der «Automobil-Revue» nachliest, ahnt man den Kampf, der damals gegen Ignoranz und Verhetzung geführt werden musste. So veraltet viele technische Errungenschaften jener Zeit auch sind, so aktuell sind anderseits auch heute noch eine ganze Anzahl Forderungen, die in weitschauender Art schon damals aufgestellt wurden. Die Sammelrubrik interessanter charakteristischer Notizen aus alten «Automobil- Revue»-Bänden soll in Zukunft im «Autler- Feierabend» ständig erscheinen. Ein Automobilboykott gegen die Schweiz. Gleich die erste Nummer der «Automobil- Revue », die vom Januar 1906 datiert, musste sich mit einer für die Schweiz sehr blamablen Angelegenheit befassen, die in Kreisen der ersten schweizerischen Automobilisten keiner geringen Erbitterung gegen die damalige Einstellung unserer Behörden rief. Die internationale Vereinigung der Automobilclubs beschloss nämlich im Dezember 1905 in Paris, einen Automobilboykott gegen die AUTOMOBIL-REVUE 1935 - 1W diei&sig- Jxttvvm. Die «Automobil-Revue» blickt in diesen Aus alten Bänden der « Automobil-Revue: «Obwohl die Strassen relativ gut sind und einen recht angenehmen Verkehr gestatten würden, ist das Vorgehen der Schweizer Behörden derart, dass es zu einer völligen Ausschliessung der Schweiz vom Touristenverkehr führen wird.» Zu Punkt 2 heisst es: »Strassenverbote bestehen nur in der Schweiz und im Tirol in ganz untergeordnetem Masse auf Strassen, die nicht durchgehendem Verkehr dienen. Solche Verbote erscheinen demjenigen) der es mit angesehen hat, wie sich auf den französischen Bergstrassen Pferde, Maulesel und Automobile gut vertragen, geradezu als widersinnig.» Der Vortrag endet mit der Resolution: «Der Kongress spricht den Wunsch aus: 1. dass der Zustand der Strassen eine allgemeine Verbesserung erfahren möge, 2. dass verbotene .Bergstrassen dem Verkehr geöffnet werden, und 3. dass die Automobilisten, mit Rücksicht auf die Unannehmlichkeiten, denen sie in der Schweiz ausgesetzt sind, sich bis auf weiteres enthalten, Touren auf den Schweizer Strassen zu unternehmen.» Die schweizerischen Delegierten erhoben gegen diesen Beschluss feierlichen Protest, worauf der Kongress einstimmig beschloss, vorläufig noch einmal von einer Boykottierung der Schweiz abzusehen. Der Bericht DENNLER Bitter Zürcher-Wochenprogramm in der « A.-R. » endet dann folgendermassen: «Zwei Tage nach Schluss des Kongresses fand die jährliche internationale Delegiertenversammlung der Automobil-Clubs statt, bei welcher 10 Staaten vertreten waren. Nach anderen Traktanden kam der Boykott der Schweiz zur Sprache, und es wurde, trotz Einsprache der Schweizer Delegierten, der Beschluss gefasst: «Die hier vereinigten Delegierten der Automobil-Clubs voa Deutschland, Amerika, Oesterreich, Belgien, Spanien, England, Portugal, Ungarn und Frankreich erteilen, bei Anerkennung der guten Absichten der Schweizer Delegierten, in Anbetracht der vielfachen Unannehmlichkeiten, welchen die in der Schweiz reisenden Automobilfahrer ausgesetzt sind, allen Automobilbesitzern den Rat, die Durchreise durch die Schweiz, die ihnen nur zum Aerger gereichen kann, zu meiden.» Ein neuer Weltrekord J Der berühmte französische Fachjournalist Charles Faroux berichtet in der gleichen Nummer folgende Neuigkeit: «Der Fahrer Hemery hat auf einem 200pferdigen Achtzylinder-Darracq die verblüffende Geschwindigkeit von 175 km/St, erzielt, die bis jetzt von keinem Automobil erreicht wurde. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 50 m in der Sekunde! Angesichts einer solchen Leistung ist jeder Kommentar überflüssig. Höchstes Lob dem Konstrukteur und dem «Aus Wiesbaden wird über eine zeitgemässe Verfügung berichtet, die die königliche Regierung erlassen hat. Es wurde nämlich angeordnet, dass die Lehrer und Lehrerinnen die Schulkinder darauf aufmerksam machen sollen, wie lebensgefährlich es ist, kurz vor dem Herannahen eines Automobils noch über die Strasse zu laufen. Das Beispiel verdient gewiss allgemeine Nachahmung.» Die Geburt des Omnibusses. «Der Amerikaner liebt es, gleich ins Grosse zu gehen, und so hat man denn begonnen, dort Automobile zu bauen, die wahre Giganten sind und die 40 bis 50 Personen zu fassen vermögen. Sie dienen dazu, Fremde in den Grossstädten herumzuführen, um ihnen deren Sehenswürdigkeiten zu zeigen, und ein solches Automobil mit seinen terrassenförmig übereinander aufgebauten Sitzen gleicht in der Tat einem kleinen fahrbaren Amphitheafer. Seine Höhe ist oft die eines halben Hauses, und nur mit einer besonders konstruierten Treppe kann es erklommen werden. Grosse Schnelligkeitsrekorde lassen sich damit, trotz der mächtigen Sechszylinder-Motoren, die als Antrieb dienen, natürlich nicht erreichen, und das ist ja auch nicht beabsichtigt. Der Passagier soll vielmehr in aller Ruhe die Aussicht geniessen.» Zürich ca. 250 m vom H bahnhof N°i Einheitspreis TAtAnh In «Smtl /Immaffl 5" Aussteuer uns nur Freude schafft, Wenn sie ist wirklich dauerhaft, Weshalb auch jede kluge Braut Auf W & S den Ehstand baut. W & S Leinen für Aussteuern sind in Detailgeschäften erhältlich WAFFEN Mnnition für Jag Sport und Verteidigung; Lö-wenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial-Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen I (JubiläumskataJog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen gee. Pr. 1.- in Marken) w&s Fabrikanten: Worb & Soheitlin A. Q., Burgdorf W. 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- 1935 AUTOMOBIL-REVUE 15 Scham 3& Herrliche Pelzmäntel gibt es in dieser Saison in den grossen Werkstätten, und angesichts dieser Herrlichkeiten ist es durchaus verständlich, wenn jedes Frauenherz höher schlägt! Die Pelzmode ist diesmal besonders fesselnd, da man mit der alten Gepflogenheit, nur ausgefahrene Wege einzuschlagen, endlich gebrochen hat und viele Modelle bringt, die der neuesten Moderichtung Rechnung tragen. Nichtsdestoweniger wird man darauf bedacht sein, sich unter keinen Umständen einer Machart zu verschreiben, die ebenso rasch wieder unmodern werden könnte, wie sie in Mode kam, weil ja eine Pelzumhülle viel zu kostbar ist, als dass man daran denken dürfte, ihr alljährlich eine neue Form zu geben, um so mehr, als ja das Fell selbst bei sorgfältigster Behandlung bei einer Umformung sicherlich leidet. Es werden heuer zwei wichtige Typen unterschieden, und zwar: der schlanke, gerade Pelzmantel, der nur im Schluss ein wenig eingeschweift ist, und die lose, halblange Jacke, die sich immer mehr einzubürgern scheint. Ist schon die Machart interessant, so tun die zur Verarbeitung gelangenden Pelzsorten ein übriges. Man bindet sich heuer — was sicherlich begrüssenswert ist — weder an bestimmte Farben, noch auch an bestimmte Fellsorten und unterwirft sich keiner modischen Diktatur. Der gebräuchlichste Pelz ist der Persianermantel, dessen Haltbarkeit erprobt ist und der den grossen Vorteil bietet, sowohl für den Tag als auch für den Abend brauchbar zu sein, also eine «Allerweltsumhülle» darzustellen, deren Besitz die Trägerin vor manchen Modesorgen bewahrt. Den immerhin beträchtlichen Anschaffungskosten eines Persianermantels ist die ausserordentliche Dauerhaftigkeit des Fells entgegenzuhalten. Die neuen Persianerumhüllen werden mit sehr schönen Kragenpartien versehen, die oft in schalartige Enden auslaufen, wie wir dies bei unserem Modell (zweites von links) sehen können. Ei ist nicht gesagt, dass Schlanksein immer erstrebenswert ist. Wenn es aber sein soll, dann nehmen Sie wenigstens nur ein unschädliches Mittel. Werden Sie schlank durch INDAN, d. E ntfettungskur aus Pflanzen3äftea. Sie ist unschädlich - auch für das Herz schmerzlos, wohlschmeckend und von Aerzten empfohlen. Dr. Lobeck's Indan-Tabletten Fr. 5., Tee Fr. 3.-. Bellevueapotheke. Theaterstr. 14u, Zürich !• STILLE! STILLE! Jemand schläft, aber es stört nicht, denn die neue Erika schreibt leise, fast geräuschlos. Eine einwandfreie Schreibmaschine für persönlichen Gebrauch, solidester, genial gelöster Konstruktion, aus denkbar bestem Material, das ist das Richtige! Wird in elegantem Koffer mit Zubehör in speziellen Schriftarten and wunderbaren Farben geliefert. 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Auch ein Muff aus gleichem Fell sieht sehr gut aus, müsste aber gross genug sein, um der Handtasche Raum zu bieten. Zu den strapazfähigsten Alltagsmänteln gehört die Umhülle aus braunem Fohlenfell, die — doppelreihig geknöpft — sehr flott aussieht und für schön und Regen das Richtige ist. Falls die Aufschläge und Manschetten mit langhaarigem Pelzwerk (Fuchs oder Opossum) belegt werden, steigert sich die Wirkung eines solchen Stückes ganz erheblich (links aussen). Wenn wir früher von «langen Jacken» sprachen, so meinten wir damit die neue Form des Paletots, wie wir sie als vorletzte Figurine vor Augen führen. In diesem Zusammenhang muss Ozeloth als grosse Neuheit angeführt werden; wenngleich dieses Fell schon im vergangenen Jahre hin und wieder zu bemerken war, konnte es doch nicht jenen durchschlagenden Erfolg erringen, der ihm nun beschieden ist! Durch Zusammenstellung mit dunkelbraunem, einfarbigem Fell kommt die schöne Tigerzeichnung noch besser zur Geltung. Die Ozeloth-Raglan-Jacke unserer Bildgruppe ist mit ihrem Nutriakragen und mit ihren Nutriataschen eine sehr beifällig aufgenommene Anregung (zweites Bild von rechts). Wer sich weder für einen Mantel, noch auch für eine halblange Umhülle entscheiden kann, wird sicherlich zu einem der netten, kurzen Jäckchen greifen, die — über einem Kleide in lebhafter Farbe (grün, lila oder weinrot) getragen — sehr flott aussehen. Man verwendet für diesen Zweck am liebsten graues oder braunes rasiertes Lammfell und verbrämt Schössel und Kragen mit langhaarigem Pelzwerk, etwa mit Fuchs oder mit einem entsprechenden Ersatzfell (rechts aussen). Die Pelzmode ist also auf der modischen Leiter viele Stufen emporgeklettert und steht nun auf ganz beträchtlicher Höhe, so dass die Frage des « neuen Pelzes » gewiss gerne GfHÜa^SjChtO&Q das Mittel gegen jedes Kopfweh mit prompter Wirkung ohne Magenschädigung:. in allen Apotheken erhältlich. 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Auf Bequemlichkeit der Ausstattung wird ebenso viel Wert gelegt wie auf Eleganz, da der Selbstfahrerwagen mit seiner äusseren Erscheinung das bereits erzielte sportliche Aussehen überbieten will. Leuchtende komfortable Stahlmöbel, die auch bei vielstündiger Fahrt nicht müde machen, ein Toilettennecessaire, das, einer Diva zum Making up für Bühne und Konzerpodium verhelfen könnte, werden in den Damenwagen eingebaut. Die Malerin findet Platz für ihre Arbeitsutensilien, sie sind versteckt und sicher untergebracht. Eine Reisemaschine im Roadster oder im Innenlenker gehört schon ebenso zu den Requisiten wie Aschenschale, Zigarettenanzünder und Handschreibmöglichkeiten. Es hat fast den Anschein, als würde die Farbe des Autos den Toilettenrequisiten angepasst. Bisher galt die umgekehrte Ordnung. Die Dame bestellte den Nagellack in der Farbe des Autos, sie kaufte die Poudriere und die Zigarettendose in der Tönung der Polstersitze ihres Wagens. Heute begegnet man lippenstiftroten Sportautos oder auch nur einer lippenkrayonfarbigen ledernen Ausstattung des grauen oder beige Modells. Das Picknickset — auch Ton in Ton — ist ein Kapitel für sich, aber durchaus kein kleines, unwichtiges. Die neuen Wagentypen nehmen auf das grosse Gepäck der modernen eleganten Frau Rücksicht. Es gibt nicht mehr die lästige Teilung der Ausstattung zwischen Auto- und Bahnkoffer und den zeit- und geldraubenden Transport des mit der Bahn angelangten Gepäcks zum Hotel. 4?Außh der Picknickkoffer mit den ThermosbeMltern ist «eingebaut»; ein Fach für Hüte macht f den Autogepäcksraum beinahe so praktisch, wie den nach Wunsch konstruierten Schrankkoffer. Mit den Gesprächen über die neuen Autos, beim Spaziergang auf den hübschen Wegen des Hydeparks, vorbei an den Schaufenstern mit den tausend lokkenden Neuigkeiten, erwachen kapriziöse Wünsche. Neue Farbenverbindungen werden erwogen. «iMandelgrün mit Weiss» — oder «Scharlachrot mit Ghampignonbraun.» «Blitzblau mit Nilgrün.» Luftschlösser werden aufgebaut. Auch wenn sie nicht Erfüllung bringen, diese Wünsche nach dem neuen Frühlingswagen — einem Abendkleid wird die neue Farbenbindung doch jedenfalls zugute kommen. Wie schön wäre ein Abendkleid, scharlachroter Gürtel auf champignonbraunen Spitzen, mandelgrüne Seide mit weissem Hermelin, ein nilgrünes Kleid aus mattem Wollseidenkrepp mit einem Mantel aus blitzblauem Taft. Ein Kleid ist ja nicht nur für eine Saison bestimmt — auch im Sommer wird es schön sein — wenn man dann im eigenen Auto, das so ganz mit dem Tanzkleid harmoniert, eine Mondscheinpartie unternimmt. Frauenträume kennen keine Grenzen. Und vergessen gern die unerbittliche Gegenwart. Dafür sind es eben Träume. Die 5000 Mädchen von Brisbane. 5000 Mädchen von Brisbane sind der Aufforderung des Erzbiscbofs nachgekommen und haben das Gelübde abgelegt, bis zu ihrem 25. Geburtstag nicht zu rauchen und keine Spirituosen zu sich zu nehmen. Dieser Fall ist das Gespräch ganz Englands. z-Restaurant Roxy-Bar Rebgasse-Müllerstrasse Zürich 4 Da& gediegene Restaurant Weinspeziaiitäten, Grill-Küche Die rfAR mit bescheidenen Preisen Cliches Hallwag sind erstklassig A&sdWussuttsecec UnseTe auf Weihnachten 1934 hm durchgeführte neue Hilfsaktion für notleidende Bergbauern ist dieser Tage abgeschlossen worden. Wir können zusammenfassend mit Genugtuung feststellen, dass der Erfolg der diesjährigen Aktion wiederum unsern schönsten Erwartungen entsprach. Viele der Leser, die eich schon letztes Jahr an unserer Aktion beteiligten, sind uns auch diesmal treu geblieben. Zu ihnen kam eine grosse Zahl von neuen Hilfeleistenden. Entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Lage trafen dieses Jahr bedeutend mehr Bittbriefe als 1933 ein; vor allem hatten wir eine Anzahl sehr schwerer Fälle zu erledigen, wo die Not wirklich in besonders krasser Weise zutage trat. Wir haben zwei eigene Büros während der ganzen Zeit für die Aktion reserviert gehalten und besondere fachkundige Hilfskräfte besorgten unter strenger Ueberwachung durch die Redaktion die Verteilung und Versendung der Gaben. Jc'on Tag liefen bei uns Pakete ein, und am Abend gingen wieder ganze Stöese von Kleidern, Schuhen und Lebensmitteln in alle Teile des Landes hinaus. Die gesamte Aktion verursachte uns selbstverständlich eine gewaltige Arbeit, doch können wir abschliessend zu unserer Freude feststellen, dass alle Bittbriefe in Berücksichtigung gezogen werden konnten. Wir möchten abschliessend allen Gebern, die in irgend einer Weise an unserem Werk mitarbeiteten, den allerherzlichsten Dank aussprechen. Wie begeistert sich die beschenkten iBergbauernfamilien in ihren Zuschriften äusserten, sollen noch einige untenstehende Beispiele beweisen. In kurzen Zügen noch ein Ueberblick über die gesamte Aktion! Auf unserer Redaktion liefen insgesamt-nicht weniger als 160 Pakete ein. Das ist gewiss ein ausserordentlich erfreuliches Ergebnis. Mit diesem Material konnten wir unsererseits 90 Pakete fertigstellen, die ausser den Erwachsenen der verschiedensten Altersstufen auch rund 700 Bergkinder berücksichtigten: Das ist eine respektable Schar. Da die meisten Familien 8—10 Kinder besitzen und wir prinzipiell darauf sahen, dass jedes Familienglied etwas erhielt, reduzierte sich die Zahl der von uns versandten Pakete naturgemäss gegenüber den bei uns eingegangenen, die gelegentlich nur wenige Gegenstände enthielten. Zudem befinden sich unter den 90 Paketen einige riesige Packungen, die direkt an Pfarrer von Berggempinden gingen, welche ihrerseits die Verteilung übernahmen. Im weiteren haben wir auch Bittbriefe an unsere Leser vermittelt, die dann ihrerseits direkt den notleidenden Familien Spenden zukommen Hessen. Es sind 30 Familien. die direkt beschenkt wurden. Ferner haben wir an Geldspenden Fr. 500.— erhalten. Da wir über ausserordentlich wenig Kinderwäsche verfügten, entschlossen wir uns, hier vor allem einzugreifen, und sorgten so dafür, dass die Kinder vor allem zu warmen Unterkleidern kamen. Wir nehmen an, dass die liebenswürdigen Spender sich damit einverstanden erklären können. Im folgenden möchten wir noch einige wahllos herausgesriffene Dankbriefe in ihrer ganzen rührenden Hilflosigkeit zitieren. : Ein beschenkter Bergbauer aus dem Engelbergertal schreibt uns: «Hiermit wollen wir Ihnen den herzlichsten Dank aussprechen für das herrliche Weihnachtspaket, das Sie uns gütigst zukommen Hessen. Es hat uns so sehr gefreut, dass die Automobilisten so ein gutes Herz für notleidende Bergbauern haben. Wenn wir die Adressen von den Gebern zu wissen bekämen, würden wir auch denen danken. Der liebe Gott möge allen Gebern mehrfachen Segen dafür geben, dass sie einer so kinderreichen Familie grosse Freude bereitet haben. In diesen Zeiten ist es leider nicht möglich, jedem etwas zu schenken. Die Sachen gehen alle sehr gut, was dem einen nicht passt, geht dem andern. Da ist keine Gefahr, dass es nicht gebraucht wird! Also nochmals herzinnigen Dank für alles; allen Gebern und allen, die Mühe und Auslagen hatten. Sie hätten die Freude bei unsern Kindern sehen sollen. Wir wünschen allen ein von Gott gesegnetes neues Jahr .. » Die Frau eines armen Bergbäuerleins, das sehr abgelegen im Schweiz. Mittelland wohnt, schreibt: «Wir, die ganze Familie, danken Ihnen herzlich für Ihr schönes Paket. Wir können alles sehr gut brauchen. Einige Sachen tragen wir schon. Sie hätten die Freude und den Jubel sehen sollen, als das Paket aufgemacht wurde. Jedes rief, das ist mein, das ist mir recht! Es wurde probiert, angezogen und ausgezogen, mehr als eine Stunde, bis jedes seine Sachen hatte. Auch mein Mann lässt Ihnen herzlich danken für die Kleider. Er hat den Anzug heute schon getragen. Jetzt ist bei uns wieder manches Loch ausgefüllt worden.» Aus dem Kanton Luzern erhielten wir folgenden Dankbrief: « Wir sind im Besitz Ihres Paketes und sprechen Ihnen den innigsten Dank aus. Die Sachen können wir alle gut brauchen. Ihr könnt Euch den Jubel der Kinderschar nicht vorstellen. Auch wir Erwachsene freuten uns von Herzen, als das grosse Paket eintraf. Es freut einem wirklich, wenn man sieht, dass es doch noch gute Menschen gibt. Ich sage Euch nochmals ein herzliches Vergelts Gott für alles und wünsche viel Glück im kommenden neuen Jahre. » Aus dem Solothurnischen wird uns folgendermassen gedankt: « Gerade habe ich Ihre zwei Pakete erhalten. Ich bin vor lauter Freude ganz närrisch. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie MAGENSCHMERZEN sind äusserst unangenehm Dieselben verschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von „COLUMBA"-Magenpulver unscbädliPbee Mittel gegen Verdauungsstörungen Geaen Appetitlosickei'. Magenschmerzen Maeenkrimpf. Tebplkpit. Erbrechen Magendrücken Sodbrennen Blähungen Aulstospen übelriechenden Atem Preis pro Schachtel Fr 3.—. Machen Sie einen Versuch and Sie werden von dessen Güte wie schon Hunderte anderer Kunden überzeugt sein. Einzig erhältlich bei Apotheke zur Taube, Schaffhausen