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E_1935_Zeitung_Nr.009

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 9 I«»M. Eg.1. Im Gegensatz dazu muss jedoch jeder druck stärker durch Ueberladung als durch j Versuch, den mittleren Effektivdruck zu erhöhen, sei es durch Ueberladung oder durch hältnisses gesteigert werden, kann. Wenn Anwendung eines höheren Verdichtungsver- Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses, man weiter die Verbrennungshöchstdrücke von einer Zunahme der Klopfneigung und erhöhten Verbrennungsenddrücken begleitet macht, so zeigt die überladene Maschine zum Mass für die Zuverlässigkeit des Motors sein. Wenn wir im Augenblick die durch detonierende Verbrennung gesetzten Grenzen hochverdichteten, bezogen auf einen gege- einen beträchtlichen Vorteil gegenüber der vernachlässigen, ist es von Interesse, kurz einmal die Auswirkung erhöhter mittlerer Effektivdrücke zu untersuchen. Fig. 2 zeigt das prozentuale Anwachsen des mittleren Effektivdruckes, wie es zu erreichen ist a) durch Ueberladung, b) durch Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses. Daraus; ist ersichtlich, dass für einen gegebenen Brennstoff der mittlere Effektiv- benen mittleren Effektivdruck. Daher kann man für einen bestimmten Enddruck von einer vorverdichteten Maschine einen höheren mittleren Effektivdruck erhalten als von einer hochverdichteten Maschine, wie Fdg. 3 zeigt. Für das Gewicht der Motoranlage muss für ein Flugzeug mit gegebenem Aktionsradius das Gewicht des Motors plus dem für einen bestimmten Flugradius erforderlichen Brennstoff und Oel (einschliesslich eines gewissen Sicherheitszuschlages) plus dem Gewicht der Behälter für Brennstoff und Oel berücksichtigt werden. Auf die Weise hat der spezifische Brennstoffverbrauch für einen grösseren Flugzeugtyp einen erhöhten Einfluss auf das zu betrachtende Verhältnis von Leistung zu Gewichtseinheit der gesamten Motoranlage. Um genügende Wirtschaftlichkeit zu erzielen, werden für moderne Brennstoffe normalerweise Verdichtungsverhältnisse von 5 :1 bis 6 : 1 angewandt, wobei die Anwendung einer leichten Ueberladung zulässig ist, um die Leistung des Motors für den Augenblick des Startes zu erhöhen. Fig. 4 zeigt die prozentuale Verbesserung der Brennstoffausnutzung, die bei Verdichtungsverhältnissen über 5 :1 erreicht werden kann, während aus Fig. 5 erhellt, wie bei wachsendem Aktionsradius dies praktisch noch beträchtlich an Bedeutung gewinnt.'Die Anwendung von Ueberladung bei gleichzeitig hohem Verdichtungsverhältnis wird natürlich leichteste Bauart ermöglichen, jedoch sind hier Grenzen durch das Brennstoffklopfen gezogen. Die Anwendung von Tetraethylblei hat beträchtliche Fortschritte ermöglicht, aber die Forderung geht immer noch nach höherer Klopffestigkeit für die Naturbenzine, um grössere Einsparungen im Gewicht der Triebwerksanlage zu ermöglichen. Die Erdölindustrie hat während der letzten Jahre viel' getan, um der Forderung nach hochklopffesten Benzinen zu genügen, und teilweise glaubt man, bei den reinen Fliegerbenzinen mit Oktanzahl 77—78 (CFR-Motor- Methode) die Grenze für wirtschaftliche Herstellung erreicht zu haben. Neuere Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass man aus Erdöl Brennstoffe gleich hoher Klopffestigkeit wie Iso-Oktan erzielen kann, das ja nach der Vergleichsmethode, wie man sie augenblicklich zur Bezeichnung der Klopffestigkeit anwendet, eine Oktanzahl von 100 ergibt. Die Hauptmerkmale reinen Iso-Oktans (2, 2, 4-Trimethylpentan) sind folgende: spezifisches Gewicht bei 15° 0,694 Siedepunkt 99,3 ° C Gefrierpunkt —100 ° C Moderne Vergasersysteme erfordern eine Abänderung, um diese Brennstoffe rein zu verarbeiten. Sehr wahrscheinlich werden die Mbtorenherstellerfirmen für den Fall, dass Iso-Oktan überhaupt wirtschaftlich verfügbar sein wird, Mittel finden, die seine Anwendung ohne Beimischung anderer, niedriger klopffester Brennstoffe ermöglichen. Es ist möglich, Mischungen bis zu 50 % Iso-Oktan mit einem normalen Fliegerbenzm. in modernen Vergasern, ohne besondere Einregulierung zu verwenden. Ohne Zweifel werden wahrscheinlich für eine beträchtliche Zeit die Herstellungskosten für diese hochklopffesten Mischungen über denen der normalen Fliegerbenzine liegen und ihr Gebrauch wird daher von den wirtschaftlicher. Voraussetzungen für ein bestimmtes Flugzeug und dessen Aktionsradius abhängen. Die Shell-Gruppe trifft jetzt Anstalten für die Herstellung von Iso-Oktan auf wirtschaftlicher Grundlage, und mittlerweile sind Fliegerbenzine dieser Marke mit verschiedenen Zusätzen von Iso-Oktan verfügbar. (Shell Aviation News.) Anhänger in allen Konstruktionen für sämtliche Gebrauchszwecke LEICHTMETALL- ANHANGER LEICHTMETALL- LASTWAGEN BRÜCKEN Einbau von pneumatischen Bremsen Umbauten — Reparaturen MAX FROSCH, ZOFINGEN Mech. Werkstätten Telephon 81.281 Zu verkaufen neuer Überland-Lastwagen für 5 Tonnen Nutzlast, Modell 1934, mit allen Schikanen ausgerüstet, 95-PS-Rohöl-Diesel-Motor, grosse Ladebrücke, Ballonpneus, zu sehr günstigem Preise. Offerten unter Chiffre Z 3191 an die 11725 Automobil-Revue, Bureau Zürich. Sämtliche Bestandteile von CHRYSLER 72, CITROEN B 14, HAT, OVER- LAND, DONNET-ZEDEL, UN IC sowie Lichtanlagen, Anlasser, Magnete, Vergaser, Räder, komplette Motoren liefert sofort zu vorteilhaften Preisen Gottfried Kyburz, Autoabbruch und Verwertung von Bestandteilen. Ober-Entfelden (Aargau). ,66113 Bollschweiler & Co. 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N" 9 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 UM d« l*4»x«a»l4C*e fi (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Direkte oder indirekte Motorfahrzeugbesteuerung? Gestatten-Sie mir auf Ihren Artikel in Nr. 94 Ihrer •werten Zeitung eine Erwiderung und Anregung. Dass das Motorfahrzeug im Verhältnis seines Anteiles an der Strassenbenützung und der Leistung taxiert werden soll, ist gerecht und würde einen grossen Fortschritt bedeuten. Dagegen finde ich im Benzin nicht das einwandfreie Mittel, um die Relation zu finden. Viel eher glaube ich, dass ein zuverlässiger, geeichter und plombierter Kilometerzähler die zuverlässigste Basis zur Taxermittelung bieten könnte. — Ob der zweite Faktor in der Berechnung das Wagängewicht, die Pferdestärken, das Ladegewicht oder die Sitzplätze bilden würde, möchte ich nicht erörtern, dagegen erlaube ich mir, Ihnen die Vorteile, die eine steuermässige Erfassung der Motorwagen auf Grund der gefahrenen Kilometer bieten würde, zu entwickeln. Die Vorteile, die Sie zugunsten der Benzinbesteuerung ausführen, treffen im allgemeinen auch für die Erfassung nach dem gefahrenen Kilometer zu. Sie sind so gross, dass sie volle Beachtung verdienen. Komplizierter wird allerdings der Steueret nzug. Dagegen halte ich dafür, dass ganz besonders, die Entwertung der älteren Wagen, die meist mehr Benzin brauchen als neue Modelle, gerade durch eine Benzinsteuer erhöht wird, während sie nach meinem Vorschlag nicht tangiert würde. Einen weiteren Vorteil möchte ich noch beifügen: Für die Kalkulation aller Automobilunternehmer würde sich ein neuer sicherer Faktor bilden, der meines Erachtens an der Gesundung des Gewerbes beitragen könnte. Das Argument, das bei Unterbietungen oft gehört wird und besonders bei Ueberlandfahrten als Füllarbeit viel in Frage kommt- < der Wagen muss auch ohne Arbeit versteuert werden », fiele weg. Ich nehme ohne weiteres an, dass nicht nur Benzin, sondern auch Gasöl und Petroleum erfasst werden. 1. Neben Motorfahrzeugen werden mit Benzin, Petrol und Gasöl eine grosse Anzahl von gewerblichen und industriellen Motoren angetrieben (Baugeschäfte für Betonmischer und Kompressoren, Landwirtschaft, Sägereien, Industrie als Reserven usw.). Ein grosser Teil der Motoreabesitzer sind gleichzeitig auch Inhaber von Motorwagen. — Die Ausscheidung, was für stationäre Anlagen und was für mobile Motoren gebraucht wird, könnte sicherlich ohne Härten nicht vorgenommen werden. — Würde aber die Ausscheidung überhaupt nicht getroffen, so würde das Gewerbe stark mit neuen Abgaben belastet. 2. Neben den obenerwähnten Triebstoffen scheint dem Holzgas in der Zukunft grosse Bedeutung zuzukommen. Die Forstwirtschaft und die Landesverteidigung sind daran interessiert und werden für die Verbreitung sorgen. — Es wird aber niemals möglich sein, Gasometerholz in die Steuenberechnung einzubeziehen. Hierfür fehlt jede KontrollmÖglichkeit. 3. Dauernd treten neue benzinsparende Vorrichtungen, neue Motorentypen mit sehr geringem Verbrauch auf den Markt; umwälzende Erfindungen auf diesem Gebiete sind nicht ausgeschlossen: Wagen älteren Typs, die noch allgemein gute, Fahreigenschaften haben, brauchen mehr Benzin als neue Modelle; dem lokalen Verkehr dienende Wagen mit vielen Halten brauchen mehr Benzin als Wagen, die auf grossen Strecken laufen. Das Mittelland hat andere Verbräuchsziffem. als Berggegenden. Ueberall wird hier rdie- gerechte .Erfassung .auf Grund des Benzinverbrauches unmöglich; lediglich der gefahrene km ergibt einen zuverlässigen Wertmesser der Leistung. — 4. Da der Kilometerzähler vom tfmfansre der Rider abhängig ist, werden die Pneus und besondere auch die Hohlraumräder der schweren Lastwagen weniger abgefahren. — Nützt jemand seine Bereifungen übermässig aus, schadet er wohl dem Strassennetz, er bezahlt dafür aber auch eine höhere Taxe. 5. Die Besteuerung nach dem gefahrenen km kann individueller erfolgen, als jene auf Grund des Benzinverbrauches. Es. beisteht die Möglichkeit, dass für die Landesverteidigung interessante Typen nach einer besonderen Steuerformel berechnet werden; dadurch wird deren Anschaffung-erleichtert, ohne rfass Subventionen ausgerichtet werden müssen. Für volkswirtschaftliche Belange bietet sich reichlich Spielraum. 6. Der internationale Automobilverkehr wird erleichtert. Während mit der Benzinsteiter jeder Ausländerwagen beim Uebertritt an der Grenze, b»w. beim ersten Tanken steuerpflichtig wird, besteht die Möglichkeit, dass er erst vom 90. Tage a» km-steuerpfliehtig erklärt werden kann. Andererseits kann auf den Sohweizerwagen beim Grenz. übertritt der Kilometerzählerstand auf dem Triptyk vorgemerkt und seinerzeit verrechnet werden. Dje Frage der Doppelbesteuerung ist geregelt. 7. Die Berechnung der Kilometertaxen bleibt S*ehe der Kantone. Darin finde ich einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Benzinnteuer. Eine Verfassungsänderung hat nicht zu erfolgen, den Kantonen ist der Ausbau des Strassennetzes. gewährleistet. Der Einführung der Kilometer-Steuer karin entgegengehalten werden: 1. Der Einzug der Autotaxen auf Grund der abgefahrenen Kilometer ist schwierig. Gewiss, er wird Mehrarbeit erfordern. Dabei möchte ich aber daran erinnern, dass die SUVAL, wie auch verschiedene Haftpflichtversicherungen, die Elektrizitätswerke usw.^ ihre Prämien und Guthaben eben» falls auf Grund ausbezahlter Löhne, verbrauchter Kraft usw. verrechnen mfiKson. Auch haben alle kantonalen Behörden Mittel in den Händen, ohne dass der Apparat stark vergrössert wird, diose Arbeit zu übernehmen und zu überwachen. Welcher Weg eingeschlagen wird, ob Vorausprämien nötig «ind. Kautionen Bestellt werden müssen, ob periodisch abgerechnet wird, oder ob verschiedene Arten miteinander verbunden werden, ist eine Sache, die ich hier nicht untersuchen möchte. 2. Sehr viele Kilometerzähler funktionieren schlecht oder *ar nicht. Dies mag gegenwärtig stimmen. Ich zweifle aber nicht, dass es der schweizerischen Ührenindustrle leicht Rellngen wird, einen Zähler tu konstruieren, def einwandfrei arbeitet, «ie verfertigt weit kompliziertere Measteräte. und dass die häufigen technischen Kontrollen, die durch die Organe der Polizei heute schon vorgenommen werden, sehr bald Wandlung schaffen würden. — Bei Bahnen und Strassenbahnen sind registrierende Kilometerzähler eingebaut, die sogar als - Beweismittel bei Unfällen dienen müssen. Heute werden gute Bremsen, richtige Beleuchtung und einwandfreies Arbeiten der SiRnalvorrichtungen verlangt, künftig müssle dieses Bekehren auch auf die Kilometerzähler ausgedehnt werden. 3. Ein Kilometerzähler'kann leicht ausser Funktion gesetzt werden. Jedem Bewohner stellt die Gemeinde einen Elektro-, Wasser- und Gasmesser zur Verfügung, sie lässt ihn plombieren und vertraut den gemachten Ablesungen; werden Veränderungen festgestellt, und dies ist auch hier möglich, wird bestraft Ich glaube denn doch, dass man dieses Zutrauen auch einem Automobilisten, dem man schlimmstenfalls sogar das Fahrzeug wegnehmen kann, schenken und ihm so viel Ehrlichkeit zugemutet werden darf. 4. Die Besteuerung der Anhänger wird erschwert. Gegr värtig werden diese mit einer besonderen Steuer belastet. Der Modus könnte bestehen bleiben. Es wäre aber auch möglich, dass diese mit einem einfachen Zähler ausgerüstet und analog behandelt würden. Bis heute habe ich noch nie ernstlich von dieser Besteuerungsart gehört, es wird mich daher freuen, wenn sich weitere Leser zum Wort melden. C. Rietmann. SEKTION BERN. Autotechnische Kontrollen in Thun. Die von der Ortsgruppe Langenthai eingeführten Kollektiv-Kontrollen machen Schule. In enger Zusammenarbeit mit dem kant. Expertenbureau führen die grossen Verkehrsverbände A.G.S. und T.C.S. in der Zeit vom 1. bis 6. Februar analoge Kontrollen durch. Geprüft werden «amtliche durch das M.F.G. Und die V.V. vorgeschriebenen technischen Einzelheiten, eo insbesondere die Bremswirkung und die Lichtstärke. Die Lichtstärke wird tagsüber in der verdunkelten Geschützhalle der Kaserne Thun unter Zuhilfenahme des Rectoluxapparates ermittelt Diese Methode hat den unbestrittenen Vorteil einer wissenschaftlichen Schätzung ..voraua und lässt über die Leuchtwirkung keine Zweifel mehr übrig. Den im Oberland wohnhaften Mitgliedern ist vorläufig der Mittwochvormittag, 6. Februar 1935 eingeräumt worden. In dringenden Fällen stehen ausserdem die Tage des 1., 2. und 4. Februars zur Verfügung. Anmeldungen sind möglichst umgehend, spätestens aber bis Montag, den 4. Februar 1935 an das Sekretariat der Sektion Bern erbeten. Die Kontrolle liegt im Interesse 'jedes Automobilisten. Zur Deckung der beträchtlichen Unkosten wird eine bescheiden« Gebühr erhoben, die aber bedeutend unter dem Ansatz der normalen Abnahmebühren liegt und den Angemeldeten , zudem die Fahrt nach Bern und zurück erspart. b. SEKTION tUZERN. Goldrausch. Die Sektion hatte ihre Mitglieder und Freunde auf Samstag, den 26. Januar 1935 zum alljährlichen Club-Ball eingeladen, der unter dem Motto «Goldrausch» in den Sälen des Hotel Schweizerhof durchgeführt wurde. Sinn und Ausarbeitung des Mottos waren wiederum geistiges Eigentum der Gattin unseres Präsidenten, Fran Dr. Hüb«cher, geschickt aufgefaßt und ausgeführt von der Firma Suter-Kretz, Söhne. Gold, Gold nnd nichts als Gold, das stetä von so vieles begehrte Edelmetall, schimmerte den Besuchern beim Betreten des Tanzsaales in allen Formen und Schattierungen entgegen. Man fühlte sich tatsächlich ins Gold-Paradies versetzt Schon zu Ballbeginn herrschte beste Stimmung. Die Besucherzahl stellte eine-Rekoriziffer dar in bezug auf all© bisher vom A, C. S. organisierten Bälle, mit Ausnahm« des Jubiläums-Anlasses vom Jahre 1933. Drei Kapellen sorgten für lebhaften Betrieb: die Kapelle Rieser, Mr. Bluff, and hia Girls und dann die wirkliche Bluff-Band, bis Masters Voice. Der rührige Vefgnügunt«pVisident, Herr Inspektor Josef Bucher, der für die AnlSsse des' A. C. S. immer eine Fülle von Zerstreuungen und Uefoerraechungen bereit hält, bat auch diesmal wieder für äusserst reiche Abwechslung und Unterhaltung gesorgt Ein spezielles Amuaement brachte der neuartite Kissentanz, der nur für die jungen geschmeidigen Muskeln, bestimmt war und äusserst vergnügte Situationen schaffte. 'Die Stimmung hielt ohne Unteriaea durch bis zur Tageshelle. Wenn erst gegen 4 Uhr die ersten Teilnehmer sich entschlossen, die heimischen Penaten aufzusuchen, um sich für den sonntäglichen Wintersport bereit zu machen, eo beweist diese Tatsache, wie hoch das Vergnügungskomitee und die Clubleitun? den Ballerfolg und die Anerkennung der Mitglieder biefür einsetzen dürfen. Dieser ideelle Gegenwert muss das VergnüfUngakomitee und die Clubleitung veranlassen, auch weiterhin ihren Mitgliedern solch' vollwertige Veranstaltungen vorzubereiten. erwarten wir den nächst- In diesem Sinne jährigen Ball. A.C.S. T. C. S. Der Ausschuss des Verwaltungsrates hat getagt. Die erste Sitzung des Ausschusses des Verwaltungsrates im Jahre 1935 fand am 28. Januar unter dem Vorsitze des Herrn Dr. Henneberg statt Wir berichten kurz über einige der Fragen, die zur Behandlung kamen. Zu Beginn der Sitzung gedachte Hr. Dr. Henneberg eines der eifrigsten und rührigsten Mitglieder des Ausschusses, des nach kurzem, schweren Leiden am 18. Januar frühzeitig verschiedenen Herrn Lucien Desert Nach Würdigung der hervorragenden Eigenschaften des Verblichenen und seiner innerhalb des T. C. S. entfalteten Tätigkeit, forderte der Präsident die Versammlung auf, »ich zu erheben und dp» Entschwundenen ehrend zu gedenken. Herrn Emile Quartier aus Neuenburg sprach der Präsident namens des gesamten Ausschusses das innigste Beileid für den schweren Verlust aus, den er jüngst durch das Hinscheiden seiner Mutter erlitt. Organisierung des Schneekettendienstes. Bin Bericht über die Massnahmen zur Einrichtung' von Schneekettenposten an den Bergstrasssn, die den Winter über dem Automobilverkehr geöffnet bleiben, brachte zur Kenntnis, dass an der Mehrzahl der Pässe, von denen wir in «iner der letzten Nummern gesprochen haben, nunmehr Sehneekettenposten bestehen, die allerorts von den Automobilisten mit Freuden begrüsst wurden. Soeben hat die Sektion TeSäin beschlossen. Solche Posten auf dem StGotthard, Lukmanier und eventuell auch auf dem Kleinen St. Bernhard einzurichten. Diese Posten werden Ihre Tätigkeit erst im kommenden Frühjahr aufnehmen, da die betreffen« den Stressen erst zu diesem- Zeitpunkt für Automobile-befahrbar werden. - Desgleichen hat die Sektion « Waldstätte » in Luzern einen atitomobllistischen Strassenhilfsdienst geschaffen, der während der Wintermonate am Samstag und Sonntag den Dienst auf der Strasse Luzern- Engelberg versieht. Dieser Hilfsdienst wird durch den T. G. S.-Strassenagenten Hotz, der im Sommer die, Strecke Luzern-Zug-Zürich befährt, mit einem Automobil durchgeführt. Das Fahrzeug ist mit dem wichtigsten Reparaturwerkzeug versehen und führt auch eine Sanitätskiste mit sich. Der Strassenagent befasst sich auch mit dem Anlegen, von Schneeketten. Diese Einrichtung kann als besonders gelungen bezeichnet werden. Die Sektion Bern befasst sich augenblicklich mit der Organisierung .eines Hilfsdienstes auf der Strasse nach Grindelwald. Wenn wir richtig informiert wurden, so wird diese Strecke zur Stunde bereits vom T. C. S. befahren, da die Organisatoren die Absicht hatten, den Dienst anlässlich der Ski- Meisterschaften von Grindelwald aufzunehmen. In Anbetracht des Interesses, das diese winterlichen Dienstleistungen den Automobilisten bieten, beabsichtigt der T. C. S. dieselben auch weiterhin auszubauen und zu vervollkommnen. Für 1935 hat der Ausschuss Beiträge an gewisse Vereinigungen ausgeworfen, deren Tätigkeit der Entwicklung von Tourismus oder Automobilismus dient;' wir nennen z. B. den Schweizerischen Fremdenverkehrsverband, den Schweizerischen Autostrassenverein, die Schweizerische Vereinigung zur Erhaltung der Burgen und Ruinen nsw. * Anderseits beschloss der Ansschuss, dem Verband der schweizerischen Studentenschaften, der vom Internationalen Studentenbund beauftragt ist, die diesjährigen akademischen Winterspiele in St. Moritz zu organisieren, einen Beitrag zu gewähren. Das Interesse unseres grössten Automobilistenverbandes att einer Veranstaltung, die berufen ist, im -Ausland- für die Schweiz zu werben, wird in den akademischen Kreisen sicherlich nach Gebühr gefürdlgt werden. „-.., ,= '• • •:••• : -S;, Die Fruhjahrssltzung des Verwaltungsratts wurde ubungsgemäss auf den Monat .März. anlässlich des Genfer Automobil-Salons anberaumt .. Der Ausschuss hat mit Genugtuung 'zur Kennt* nis genommen, welch grosse.:Dienste die Strassen- "ssüskunfts-Karfe, die allwöchentlich in den pressen Tageszeitungen der Schweiz und-ü. a. auch" In der Freitag-Nummer der « Automobil-Revue » erscheint, den Automobilisten während der Wintennonate leistet Zur Zeit wird geprüft, ob die. Auf nähme der Schneekettenposten und der winterlichen Strassenhilfsdienste des T. C. S. in die Karte möglich ist. Autosektion St. Gailen-Appenzelt. . An der letzten Hauptversammlung in Appen- «ell wurde von verschiedenen Seiten angeregt, man möchte in Zukunft die Hauptversammlung statt wie bis anhin im Januar wegen den Schneeverhältnissen einerseits und anderseits, weil verschiedene Mitglieder ihre Wagen für das erste Quartal nicht lösen, jeweils im April abhalten. Als nächster Versammlungsort wurde Wil bestimmt, woselbst die Hauptversammlung voraussichtlich In der ersten Hälfte April stattfinden wird. Das genaue Datum wird demnächst bekanntgegeben. ' Fz. ALu9t «!«©•» STRASSENAUSKUNFTSDIENST DESTOURING-CLUB DERSCHWEIZ CHAUFFEURVEREIN ZÜRICH. 9, Generalversammlung 1935. Sonntagnachmittag, den 3. Februar 1935, lautet die Paroli sämtlicher Mitglieder: « Auf zur Generalversammlung ins «Du Pont t. Die speziellen Zirkulare sind an alle Mitglieder versandt worden, so dass wegen Nichtzu- Stellung keine Entschuldigungen angenommen werden können. Diejenigen Mitglieder, welche in 'letz* 'f er. Zeit kein Vereinsorgnn erhilten, verweisen wir auf die Spezialeinladung. Näheres über .Wiederzusendung- erfolgt an der Generalversammlung. Die Versammlung wird Beschlüsse zu fassen haben, wie z. B. über das 10jährige Jubiläum. Wir werden dieses Ereignis gebührend und im Rahmen der Zeit entsprechend durchführen. Im besondern verspricht das Frühjahrsprogramm interessante und abwechslungsreiche Darbietungen, die nur der Chauffeur-Verein Zürich bis jetzt fertiggebracht hat. Mitglieder, beachtet die grosse Arbeit der Vereinsleitunit und ehrt dieses durch lückenlosen und pünktlichen Generalversaramlungsbesuch. Jedes Mitglied bringe einen neuen Rleiehgesinnten Berufskollogen mit Einführung gestattet Der Vorstand. *•• nd Der Automobil Salon in Qerif (15.—24. Märt 1935). Auch dieses Jahr hat die Generaldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen dem Gesuch'de« Organisationskomitees entsprochen, indem sie den Besuchern der 12. Internationalen Autömobll-Ausstellunt die Möglichkeit bietet, die Reise nach Genf und zurück mittels eine« einfachen Billett* zu bewerkstelligen, vorausgesetzt, dass die betreffende Fahrkarte im Salon abgestempelt worden ist- Diese Erleichterung gilt für Billetts, die zwischen dem 13, und 14. März-genommen worden sind und für die Rückfahrt nicht vor dem 15 März benutzt werden. Die Gültigkeitsdauer dieser Billetts erstreckt Nur mit Ketttn ttlthrbtf £i*tnbthnvrltdt-Sut!oa * sich auf 6 Tage mit Einschränkung, dass die am 22., 23. und 24. März genommenen Billette nicht über den 26. März hinaus Gültigkeit besitzen. Die Fahrkarten einfacher Fahrt müssen im Bureau der Bundesbahnen, das sich im Innern der Ausstellung befinden wird, abgestempelt werden. Das Bureau wird den Reisenden für allfällige Auskünfte gerne zur Verfügung stehen. Die Privatbahnen haben ebenfalls beschlossen, den Besuchern der Ausstellung die Gratisrückfahrt zu gewähren. Bttdbo»fi*«l» Vorbeugen ist bessert Der Automobil-Club der Schweiz gibt soeben unter obigem Titel eine recht interessante Broschre heraus, die eindringlich für grössere Verkehrssicherheit auf der Strasse wirbt. Gestützt auf Art. 1 der A.C.S.-Statuten, wonach dieser Verband die Ausschreitungen im Fahrverkehr bekämpft, wird in dem 16 Seiten umfassenden Heft allen Strassenbenützern eingehämmert, wie der herrschenden Verkehrsunsicherheit Einhalt geboten werden kann. Sowohl der Fussgänger wie der Radfahrer, der Fuhrmann wie der Motorradfahrer, der Autormobilist als auch der Lastwagenebauffeur kommen in dieser Broschüre zur Sprach«, resp. es wird allen diesen verschiedenen Verkehrsinteressenten von autoritärer Seite nachgewiesen, welche Verkehrsvorschriften man heute beachten soll. Mit eindringlichen statistischen Unterlagen wird den Verkehrssündern gezeigt, welche Unfälle sie auf dam Kerbholz haben, wobei stets mit ausländischen Verhältnissen verglichen wird. Mahnend erhebt der 1 Automobil-Club seinen Finger und stellt im Hinblick auf die mustergültige Verkehrsregelung: -jn Italien oder in Frankreich, in Deutschland oder, sogar in Algerien fest, dass es auch in der Seh weit«'möglich sein sollte, einen andern Weg- zu" besehreiten. Die Eidgenossenschaft und die Kantone dürfen die Fahrräder und Motorfahrzeuge nicht mehr einzig und allein als ausgiebige Steuerobjekte betrachten; ihr Verkehr schafft für die Obrigkeit Verpflichtungen, die nicht mehr verkannt werden dürfen. «nob : Personelles: Anna Sennhausar «Senta», Vertrieb von Autoölen, Zürich. Inhaberin der Firma ist Anna Sennhauser in Zürich. Zwischen ihr und ihrem Ehemann besteht Gütertrennung. Vertrieb von Autoölen und deren Nebenprodukten. Domizil: Löwenstrasse. i Albert C. J. Walch, Automobilvertretungen, Genf. Inhaber der Firma ist Albert Walch, von Genf. Vertretungen von Automobilen, insbesondere der Marke B.M.W., Domizil: Rue Dubois-Melly.. x. Charles Ugazio, Autoreparaturwerkstätte, Blei. Inhaber der Firma ist Charles Usazio, italienischer Staatsangehöriger, in Biel. Betrieb einer Autoreparäturwerkstätte und' Garage. Domizil!' Bözingenstrasse. Walter Speck, Automobilhandel, Abtwil. Inhaber der Firma ist Walter Speck in Abtwil., Automobilhandel. Domizil: Hauptstraese. Geschiftserweiterung. Emile Moser, Automobilhandel, Fribourg. Dieso Firma, welche bisher -eine Immohilienasrentur betrieb, hat als neuen Geschäftszweig den Autompbilhandel aufgenommen. • Firmenändtruno. - t. • H. Schmidt t Cie.. Automobile, Bern. Ans der Kommanditgesellschaft ist der Kommanditär A. Lierow ausgeschieden und seine Komtriandite von Fr. 60000.—i erloschen. Die Firma'wird unverändert weitergeführt durch Hch. Schmidt als nnheschränkt haftender Gesellschafter und "Louise Schmidt-Staub als Kommänditärin. Firmenlöschung. Meyer & Liebt, Autogarage, Steffisburg. Diese Kollektiv-Gesellschaft hat «ich aufgelöst, die Liquidation ist durchgeführt und die Firma erloschen Briefkasten der Redaktion Die A.-R. als Förderer des Automobilismus. Di