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E_1935_Zeitung_Nr.008

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N" 8 Zylinderköpfe aus Leichtmetall haben weitere Verbreitung gefunden. Bereits zeigt sich eine Tendenz, das. Leichtmetall nochmals durch das noch besser wärmeleitende Kupier zu ersetzen und so das Kompressionsverhältnis und die Leistung des Motors weiter zu steigern. Bessere •Wärmeabiubr. Auch die. Kühlung, weist; noch Einzelverbesserungen auf. Der Thermostat wirkt vielfach nicht mehr drosselnd auf den Kühlwasserumlauf ein, sondern setzt nur eine Nebenschlussleitung zum Kühler in Betrieb, so dass die Wasserzirkulation durch den Zylinderblock von Anfang an gewährleistet ist. Auf die spezielle Ventilsitzkühlung wurde bereits oben hingewiesen. Die Notwendigkeit einer häufigen Wartung der Wasserpumpe suchen einzelne Konstrukteure dadurch zu umgehen, dass sie die Wasserpumpenwelle mit Nadellagern versehen, andere lagern die Welle in besonderen ölhaltigen Lagermetallen. Die Vergaser zeigen diesmal keine wesentlichen Abweichungen oder Neuerungen mehr. Es handelt sich fast immer um Fallstromvergaser, in Doppelausführung bei Achtzylindermotoren. Die Zündspule wird häufiger als bisher statt an der Spritzwand am Motor befestigt,, da die Hochspannungsleitungen dadurch kürzer werden und Radiostörungen im Wagen leichter auszuschliessen sind. Die Leistung der Lichtmaschinen zeigt mit Rücksicht auf das vermehrte elektrische Zubehör, vor allem mit Rücksicht auf den Einbau von Radioempfängern, eine starke Erhöhung. Der Ladestrom beträgt bis 30 Ampere. Trotzdem sind die Lichtmaschinen im allgemeinen weder schwerer noch umfangreicher geworden. Sie haben lediglich ein mit der Antriebsriemenscheibe zusammengegossenes Flügelrad erhalten, das für eine starke Ventilation der Wicklungen sorgt; Um der Gefahr vorzubeugen, dass die hochleistungsfähige Leichtmaschine bei schwachem Stromverbrauch die Batterie überlädt, sind verschiedene Konstrukteure erneut zur Anwendung von Relaisund Spannungsreglern geschritten. Uebertragungs- Vervollkommnungen. Im Hinblick auf die erhöhten Motorleistungen wurden verschiedentlich auch die Kupplungen Abänderungen unterworfen. Bei einer Neukonstruktion hat man die Zentrifugalkraft von Fliehgewichten zur Unterstützung der Kupplungsfeder herangezogen. Da auf "diese Art die Feder verhältnismassig schwach'gewählt werden könnte, erfordert Schneeketten ganz aus Edelstahl Orlglnal-Hetz ueiterausführung. Prima Qualität. für Personenwagen: 715X115 Fr. 39.— 4.00X17 * 30.— . 4.00X18 ;> 32.— 4.50X18 ••> 36.— 4.50X20 ••> 39.— 4.50X17 » 31— 5.00X17 » SO.— 5.00X18 » 42.— 5.00X20 » 46.— 7.00X17 » 60.— Ausnahmepreise 7.50X17 franko Zürich,. ..' » 62.— Zwischenverkauf Hans Zysset, Autoabbrucii und Verwertung von Bestandteilen, Ostermundigen - Bern. 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Als absolute Neuerung auf dem Gebiet der Uebertragung ist nur die pneumatische Schaltung eines Detroiter Konzerns zu registrieren. Die Bewegung der Schaltstange im Getriebe wird hier statt durch den Schalthebel durch zwei Servokolben vollzogen, die durch ein kleines Schalthebelchen auf dem Lenkrad gesteuert, d.h. in geeigneter Kombination der Einwirkung des Saugrohrunterdruckes ausgesetzt werden. Neue Anhänger gefunden hat das Schnellgangvorgelege, das meist bei Ueberschreiten einer gewissen Geschwindigkeit automatisch in Tätigkeit tritt. Dagegen haben einige führende Konzerne den Ereilauf aufgegeben. Hydraulische Bremsen setzen sich durch. Die Verbreitung der hydraulischen Bremsen nimmt immer noch zu. Von den verschiedenen Servobrems-Systemen zeigt vor allem die Vacuumbremse eine Zunahme. Von einem bekannten mechanischen Servobremssystem wird als besonderer Vorzug hervorgehoben, dass der Weg des Bremspedals nur wenige Zentimeter beträgt. Die mechanischen Bremsen ohne Servowirkuig zeigen ebenfalls wieder Detailverbesserungen. Um ein gleichmassiges Anziehen aller vier Bremsen sicherzustellen, werden entweder neue Ausgleichsvorrichtungen angewandt oder doch die Deformationen der Uebertragungsteile besser berücksichtigt. Ganz allgemein ist es interessant, zu verfolgen, wie sich das Interesse des Publikums immer wieder vom einen auf einen andern Teil des Wagens verschiebt. Eine Zeitlang interessierte man sich vor allem auch für den Motor. Im Jahr 1928 waren es die Getriebeverbesserungen, .• welche die Hauptaufmerksamkeit auf sich zogen, und im letzten Jahr stand die unabhängige Radabfederung : ihj Brennpunkt des .Interesses. Der Wagen jM

Bern, Dienstag, 29. Janaar 1935 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 8 titi qutet Olatsditaq.: Schmücke Dem tBivia! Kürzlich ging ich mit einem Bekannten spazieren. So durch die Stadt. Wir plauderten über Nebensächlichkeiten. Plötzlich unterbrach er das belanglose Gespräch und machte mit dem Kopf eine kurze Bewegung nach einer Fensterfront; ziemlich missmutig erklärte er,, da oben sei seine Arbeitsstätte. «Warum sagen Sie es so... so hoffnungslos», fragte ich, einigermassen verwundert, denn ich kannte ihn als tüchtigen Kerl, dem die Arbeit eigentlich Spass machen müsste. Er zuckte die Achseln. — Das Gespräch sikkerte weiter, wir kamen auf Wohnungen zu sprechen, neue Sachlichkeit, ihr Wenn und Aber, und an dieser Stelle hakte er ein: Man predige von Hygiene, Wohnfreude, Raumkultur, Zeitschriften würden gegründet, die sich eigens mit diesen Fragen beschäftigen, aber an eines dächte niemand: an den Arbeitsraum. Natürlich, was die Einrichtung anbetrifft, schon, und moderne Firmen werden auch keine Drehsessel mehr vor alpine Pulte stellen, aber... «... ich meine etwas anderes. Den Raum selbst, besser noch: seinen Schmuck, seine Ausstattung.» Nun war es heraus. Das also meinte er wohl auch vorhin. Der Gedanke, so einfach und naheliegend er sein mochte, erschien mir merkwürdig ungeläufig. Arbeitsraum und — Schmuck. Hm ... Schmücke dein Heim — ja. Schmücke dein Büro — klingt zunächst ein wenig merkwürdig. Auf dem Rückweg bot sich Gelegenheit, *;n Büroraum der Firma R. zu besichtigen. Mein Bekannter erwartete eilige Geschäftspost und schleifte mich mit hinauf.) Ich sah mich um: Aktenschränke mit entsprechendem Inhalt, blau eingeheftet, über zwei Meter aufwärts verstaubt. Die Aktenmerkmale hingen wie vertrocknete Zungen heraus. Von den Wänden grüssten Reklametafeln von Firmen,- die sich mit Papier-, Feder-, Bleistift und Tintenherstellung befassten, eine «Polizeiverordnung» und eine «Erste Hilfe bei Unglücksfällen». Auch zwei Versicherungsgesellschaften wiesen auf diese erbauliche Art ihre Daseinsberechtigung nach. Was müssen hier für vorsintflutliche Leute tonangebend sein, dachte ich bei mir und war erstaunt, eine kurze Weile später den Chef als verhältnismässig jungen Mann kennen zu lernen, geschmackvoll gekleidet, gewandt, liebenswürdig, einer von jener Sorte Vorgesetzter, die durchaus nicht in überalterten Ansichten stecken geblieben waren, sondern, \ie es schien, jeden nach seiner Facon selig werden Hess. Unübertrieben: ich erhielt den besten Eindruck von ihm. Und nun ging es an ein Rätselraten. Wie konnte sich solch ein Mensch in so unheimlicher Umgebung wohlfühlen? Ich sann hin und her, und wie immer bei einfachen Dingen lag das Resultat nicht fern: er zog eben zwischen privat und Geschäft einen dicken Strich. Schön, das hat seine sehr guten Seiten. Ob aber der Strich so dick gezogen werden muss, erschien mir zum mindestens untersuchungswert. Jedenfalls musste ich bei dem Gedanken lächeln, dass das Heim des jungen Dr. Sowieso oder eines seiner Angestellten auch nur im entferntesten dem Raum gleicht, in dem sie einen nicht unbeträchtlichen Teil des, ach, so kurzen Daseins bei erspriessjicher Arbeit verbrachten. Und ich kam geradewegs zu der Folgerung, es müsse doch möglich sein, den Arbeitsraum zu einer p -£ U | L I* E T O N G edan ken, die wie Blasen aus dunklem Was- B^i^^^iM^HH^^Mi^^HM^ ser stiegen, legte den Balken vor die Tür und nip Manri HPC liirnpn rincknril ging dann zum Bett> das im Schatten stand - uie wiaga aes Jürgen UOSKOCII. ßn weisser streifen des Mondlichts lag zwi. Roman von Ernst Wiechert. sch en ihm und dem Bett, und wieder sah er (Fortsetzuni aus dem Hauptblatt) auf seine Füsse, als er ihn durchschritt. Sehr Er hielt in-der Bewegung des Auskleidens weiss waren Mac Leans Füsse gewesen. Als inne und beugte sich ein wenig vor, um bes- passten sie nicht zu ihm und als müssten sie ser hören zu können, aber ihr Atem war ganz eigentlich braun gewesen sein, oder noch ruhig, und ihre braunen Arme lagen still dunkler, so wie sein Mantel, nebeneinander auf dem weissen Kissen. «Du Marte rückte ein wenig zur Seite. Sie lag sollst nicht mehr am Strom sitzen», sagte auf dem Rücken,, die Arme noch immer neer, «das Wasser ist zu kalt und man kann beneinander auf den Kissen. Es war wie dich sehen, wenn der Mond scheint.» sonst, aber als er sich bedeckt hatte und still «Der Hund war da», erwiderte sie mit der lag, hörte er plötzlich ihr Herz schlagen. Er gleichen Stimme, «komm zu mir.» hob den Kopf vorsichtig und lauschte. Zuerst Wieder ging die Stimme kühl und seltsam war es nur sein Blut, aber dann 'hörte er durch ihn hindurch, und plötzlich erschien deutlich, wie ihr Herz schlug. Er legte sich ihm alles anders: die Stube, in der Licht und auf die linke Seite und schob den Arm unter Schatten einander ablösten, seine blossen ihren Kopf, aber bevor er etwas sagen konnte, Füsse auf den beschienenen Dielen, der Stuhl, legte sie den Kopf auf seine Brust und sagte auf dem Martes Kleider sauber und ordent- leise: «Das Kind». lieh lagen, die Schuhe davor, die Strümpfe Er fühlte, wie sie zitterte, unaufhörlich, über der Lehne, die Bibel auf dem gestreiften aber dann betäubte die Frage ihn. Alles, was Rock; Es waren ihre Sonntagskleider, und am Tage gewesen war, stürzte in einen Struwieder verwunderte er sich. del, und alles andere, ihre Stimme, ihr Herz- «War jemand da?» schlag, ihr Zittern, war nun klar und ohne «Nein, niemand war da.» Geheimnis. Das Kind wollte sie haben... Er faltete die Stirn in schweren, langsamen nichts verstanden hatte er, das Waschen im scfiwuttetnde Saue (Photo Zimmeimann, - Adelheiden.) Stätte zu machen, deren äusserer Eindruck der Freude zum Schaffen nicht gerade hohnlächelnd gegenübersteht. Jawohl, ich vernehme den Einwand: Blätter und Blüten, Bilder und andere überflüssige Dinge gehören nicht in einen Büroraum. Darauf wäre zunächst zu entgegnen: vergilbte Reklameplakate und Anpreisungen von Feuerversicherungsgesellschaften auch nicht. Aber lenkt denn ein leichter, geschmackvoller Aufbau mit Blumen, ein hübsches Landschaftsbild, eine gute Radierung, lenken denn diese an sich schon bejahenswerten Dinge die Aufmerksamkeit so ab, dass die Arbeit dar- zunehmenden Mond, ihre Stimme, das «Komm zu mir!» Nie wird er etwas verstehen, bis man es ihm sagt, so, über seiner Brust: «Das Kind will ich haben, Jürgen.» Und er legte seine grossen Hände auf ihren Scheitel und küsste sie auf die Schläfe, die feucht war wie von einem kühlen Tau. Jürgen weiss nicht, wie lange er geschlafen hat. Der Mond ist gewandert. Er liegt jetzt auf seinem Gesicht und schüttet das weisse Licht in seine geöffneten Augen. Zuerst glaubt er, das er auf dem Strom ist und dass zu seiner Rechten das Schilf sich flüsternd bewegt. Aber dann spricht es zu seiner Rechten, eine bekannte aber weit, weit entfernte Stimme, die vom See herkommt und kühl wie ein Wind durch ihn hindurchgeht. «Du musst aufstehen, Herr», sagt die Stimme. «Zur Stadt müssen wir gehen.» Er schliesst noch einmal die Augen, aber das Rascheln bleibt, und er hört, dass es Marte ist, die ihre Kleider anzieht. Dann steht er auf den Dielen, ganz wach, und sieht sie an. «Was ist, Marte? Weshalb schläfst du nicht?» Aber noch während er fragt, sieht er ihr Gesicht, ein weisses, erstarrtes, ganz steinernes Gesicht. Die Form ist dieselbe geblieben, aber dahinter steht ein anderer Mensch, von dem er nichts weiss, unter leidet? Das wird mancher zwar behaupten, aber niemand beweisen wollen. Im Gegenteil, dem Raum ist auf höchst einfache und zudem billige Weise eine Nüchternheit genommen, die sich sonst vielleicht durch wer weiss wie kostspielige Umwandlungen knapp erreichen Hesse. Die Menschen aber, die dort arbeiten, finden in der gemeinsamen, anspruchslosen Pflege oder Beobachtung dieser kleinen Schönheiten eine gewisse Genugtuung, jedenfalls ein Moment, das die Arbeit besser fördert als stumpfe Unbehaglichkeit. Gerade Blumen spenden oft mehr Helle als es die Sonne auf ihrem bisweilen nur kurzen Tagesbesuch vermag. Natürlich wird es Fälle geben — man denke nur an Maschinensäle, Tischlereien oder ähnliche lärmerfüllte Werkstätten —, in denen eine praktische Umwertung dieser Anregung nicht in Frage kommt; aber wo es möglich ist, sollte man sie nicht achtlos übergehen. Natürlich wird es sich kaum empfehlen, die Venus von Milo in einem Kassenraum aufzustellen, in dem junge Leute mit Geldzählen beschäftigt sind, oder gar Bilder von feschen .Filmdiven in Büros aufzuhängen, wo in Ehren ergraute Steuerbeamte sitzen; doch es wird sich wohl da eine geschmacklich haltbare Uebereinkunft schmuckfreudiger Geister treffen lassen. Hoffentlich zeigt man in zehn, zwanzig Jahren die berüchtigten Amtszimmer von Behörden, die in ihrer erschütternden Anspruchslosigkeit einzig dastehen, gegen mäs* siges Eintrittsgeld in Museen. Unsere Kinder werden dann fragen: Wie konnten damals die Leute überhaupt arbeiten, in einem Konglomerat von Aktendeckeln, angeschlagenen Wasserflaschen, tintenbeklexten Pulten, auf schiefgesessenen Dreibeinen hockend! Aus Büroräumen und dergleichen sollen nun keine Gemäldegalerien werden, aber vielleicht besinnt sich der eine oder andere, schimpft erst eine Weile über blöde Neuerungen und — macht es dann ebenso, wie es moderne Menschen jetzt schon tun: sie krempeln die trockene Arbeitshöhle ein wenig um. Keinem tut es weh; man trennt sich nur von einer nicht einmal liebgewordenen Gewohnheit. Schliesslich bleibt die Hauptsache: es fliesst die Arbeit munter fort. Auf dieses sachliche Ergebnis nämlich kommt es nicht zuletzt an. Wir schreiben 1935! O.F.Hl Groteske von Lindy. WiJliam Stetson — alleiniger Inhaber von Stetson & Walker, Rechtsberatung in schwierigen Fällen, Crazytown, Ohio, U. S. A. — nahm die Füsse vom Schreibtisch und rief: «Herein!» Sollte das etwa ein Klient sein... nein, es war nur Tobias, der Bureauvorsteher des Hauses! Grau und zerknittert wie seine Akten und verstaubt wie die ganze der ihn aus fremden Augen ansieht und immer nur wiederholt: «Zur Stadt müssen wir gehen ... lass mich nicht allein gehen, Herr... dort werde ich es sagen... frage nicht... lieber Herr, frage nicht...» Ein zerbrochener Klang ist in der Stimme, so zerbrochen, dass Jürgen schnell in seine Kleider fährt. Aber er wirft sie wieder fort" und nimmt den Sonntagsanzug, dep hinter dem Vorhang hängt. Sie ist vor ihm fertig' und sitzt Wartend auf dem Stuhl,,mit Schuhen und Strümpfen, wie bei ihrer Trauung, und die Bibel hält sie auf dem Schoss mit gefalteten Händen, neben dem Bündel, das sie aus einem roten Kopftuch geknotet hat. Sie fährt dem Hund über den Kopf, sagt ihm, das er dableiben solle und lässt die Tür hinter sich offen. Und dann gehen sie vom Hof. Sie will nicht über das Wasser fahren, sie will gehen, denselben Weg, den sie damals gekommen ist, und dann hinter dem Moor durch die Wälder. Es sind vier Stunden, aber' da sie es will, so sagt Jürgen nichts dagegen. Der Mond steht schon tief, Nebel liegen über' den Gründen, aber noch ruft kein Vogel über dem Moor. Die Luft ist warm und still, und im Eichenwald klopfen die frühreifen Früchte durch das welkende Laub au! den Boden. (Fortsetzung folet) Internat. Offiz.-Hürdenrennen um die Ehrenpreise des Eidg. u. Kant. Militärdepartementes Siöeepstake-Colterie Flachrennen, Trabrennen, Ski-kjöring —Jotalisator — ZaMengauklex, Internat. Pferderennen aufdem St.Moritzersee