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E_1935_Zeitung_Nr.008

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N°8 -1935 AUTOMOBIL-REVUE — die begründete Aussicht auf den ersten Platz in der kleinen Klasse. Der Kotnfortswettbewerb. Am Samstag schloss sich der für die Sternfahrtswagen obligatorische Komfortswettbewerb an, dessen Ergebnisse allerdings das Sternfahrtsklassement nicht mehr beeinflussen konnten. Diese Konkurrenz bezieht sich auf die gesamte Ausrüstung der Sternfahrtswagen. Sie legt besonderen Wert auf die Bequemlichkeit der Fahrzeuge, auf die Inneneinrichtung und auf die im Kampf gegen Schnee und Eis und Dunkelheit mitgeführten Hilfsmittel. Im Verhältnis zu früheren Jahren war hier nicht mehr viel an originellen Neuerungen zu sehen, da der moderne Stand der Automobilindustrie einen solchen Grad erreicht hat, dass die Wagen von vornherein auch für Reisen im Winter gut ausgerüstet sind. Auch die Pneus wurden so vervollkommnet, dass die Gefahr des Steckenbleibens stark verringert ist. Nur noch wenige Fahrer führten besondere Schaufeln mit. Der Ehrenpreis fiel an den Talbot von Pascoe, der am besten den von der Jury gestellten Anforderungen entsprach. An die Spitze der Kategorie «offene Wagen, grosse Klasse» kam der englische SS von Brian Lewis; Zweifer wurde der De Lahaye des Ehepaares Schell. Bei den «offenen Wagen, kleine Klasse » siegte der Singer von Minshall. Erster der «geschlossenen Wagen, grosse Klasse » wurde der erwähnte Talbot und der « geschlossenen Wagen, kleine Klasse» der Fiat von Husem-Larsen. Der neue Internationale Sportkodex 1935. Die Sportkommission der A. I. A.C. R. gibt soeben den modifizierten internationalen Sportkodex 1935 mit dem Annex heraus. Diese neueste Ausgabe enthält bereits alle Beschlüsse, die von der internationalen Sportkommission während ihrer Herbsttagung in Paris beschlossen wurden. Wir sind in der Lage, sämtliche neuen Bestimmungen, die in den beiden umfangreichen Reglementen enthalten sind, genau wiederzugeben. Es handelt sich um die folgenden neu eingeschobenen Artikel: Art. 55. Vershobene oder abgesagte Sportveranstaltungen. — Ein Meeting oder eine im Hahmen eines Meetings geplante Sportveranstaltung darf nur verschoben oder abgesagt werden, wenn der Eventual-Fall der Verschiebung oder der Absage in dem besonderen Reglement für den Anlasg schon erwähnt ist. Im Falle der Absage müssen die Einschreibungsgelder zurückbezahlt werden. Art. 57. Beachtung der Gesetze und Reglements. —'Sportveranstaltungen dürfen sowohl auf der Strasse wie, auf der Bahn, oder auf beiden durchgeführt werden, doch darf der Nationale Automobilclub die Bewilligung zur Durchführung nur unter- der Bedingung erteilen, dass die Organisatoren im Besitze der Erlaubnis der Behörden sind, welche für das betreffende Territorium zuständig sind. Art. 71 (2. Absatz). Modifikationen im Programm und im Reglement. — Die Sportkommissäre einer Veranstaltung dürfen ausnahmsweise bestimmte Modifikationen, wie sie im Fall« der Artikel 138, 189, 140 und 144 vorgeeßhen sind, erlauben, ebenfalls aus Sicherheitsgründen oder im Falle höherer Gewalt. Die Konkurrenten sind jedoch innerhalb kürzester Frist von der getroffenen Aenderung in Kenntnis zu setzen. Art. 108. Recht der Abgab« von Uztnten. — Jeder Nationale Automobilclub hat das 'Recht, Lizenzen abzugeben: 1. An die nationalen Fahrer; 2. An die nationalen Fahrer der in der A.I.A. C.R. vertretenen Länder, dies Jedoch unter vorausgehender Erlaubnis des in Frage kommenden Nationalen Automobilclubg. Jeder Fahrer, der von seinem Nationalen Automobilclub die Erlaubnis erhalten hat, Lizenzen bei einem andern Nationalen Automobilclub zu verlangen, darf nicht Besitzer einer Lizenz «eine« Clubs für das laufende Jahr sein. Anderseits darf er keine neuen Lizenzen seines eigenen Landes .beziehen, ohne Zustimmung des zuständigen nationalen Automobilclubs, dem er zuerst die gültigen Lizenzen des laufenden, Jahres abzuliefern hat. Ein Nationaler Automohilclub darf eine Lizenz auch einem Ausländer abgehen, dessen Land in der A.I.A.C.R. nicht vertreten ist, doch muss dieser Club sofort die A.I.A.C.R. von seinem Vorhaben orientieren. Dje A.I.A.C.R. wird dann sofort Stellung dazu nehmen, ob die Lizenz ausgefolgt werden darf oder nicht. Der Nationale Automobilclub muss die A.I.A.C.R. von jeder Rückweisung eine« Gesuches dieser Art benachrichtigen. Art. 127. Liste der Offiziellen. — Als Offizielle sind folgende Persönlichkeiten bezeichnet, denen auch Adjunkte heigegeben werden können: Die Sportkommissare; der Direktor des Rennens; der Rennsekretär; die Chronometreure; die technischen Kommissäre; rtie Ahnabmekommissäre; die Zielrichter; • die Streckenkommissäre; die, Handicapkommissäre. Art. 128. Recht der Ueberwachung. — Jeder nationale Automobilclub hat das Recht, äusser den In Art. 127 vorgesehenen Offiziellen auch weiteren Mitgliedern der Sportkommiseion oder besonders geeigneten Persönlichkeiten die Einzelerlaubnis zur Ueberwachung der sportlichen Veranstaltungen innerhalb der Landesgrenzen zu geben. Art. 135. Aufgaben der Sportkommfssire. — Di« Sportkommlssäre haben im allgemeinen keinerlei Verantwortung für die Organisation der Veranstaltung und dürfen Im Rahmen der Manifestation keine Mitarbeiter-Funktionen besitzen. Sie tragen deshalb in Ausübung ihrer Funk» tionen gegen niemanden eine Verantwortung, ausser gegenüber der nationalen Sportbehörde, der„9ie angehören. Nur ausnahmsweise und in dem Fall, wo «ine Veranstaltung direkt von einem Nationalen Automobilclub durchgeführt wird, dürfen die von diesem Nationalen Automobilclub bezeichneten Sportkommissäre auch noch organisatorische Funktionen ausüben. Art. 136. Sie verfügen über die absolute Autorität zur Respektierung des Sportkodexes, des nationalen und des besonderen Reglementes, sowie des Programmes. Art. 138. Sie dürfen verhindern, dass ein Fahrer (oder ein Wagen) der ihnen als eine Gefahrenquelle erscheint, oder auf den sie vom Direktor des Rennens aufmerksam gemacht wurden, starten kann. Art. 139. Sie dürfen jeden Fahrer oder Konkurrenten, den sie selber als* nichtqualifiaiert für die Konkurrenz erachten oder wegen schlechten Betragene und betrügerischen Verhaltens verurteilen, oder auf den sie auch vom Renndirektor aufmerksam gemacht wurden, von einer bestimmten Sportveranstaltung oder für die Dauer eines ganzen Meetings ausschlieassen; zudem können sie im Falle, dass der Betreffende den Anweisungen eines verantwortlichen Offiziellen nicht nachkommt, diesen vom Gebiete.der Rennstrecke oder des ganzen Renngeländes wegweisen. Art 140. Im Falle höherer Gewalt können sie eine Sportveranstaltung verschieben. Sie können sie ebenfalls verschieben, wenn der Direktor des Rennens oder die Organisatoren sie aus dringenden Sicherheitsgründen darum ersuchen. Art. 141. Sie können am Programm Aenderungen, was die Start- oder Ankunftslinien oder auch andere Fragen betrifft und die vom Direktor des Rennens oder der Organisatoren zur Verstärkung der Sicherheit der Konkurrenten und des Publikuma verlangt werden, anbringen. Art. 145. Aufgaben des Direktors des Rennens. — Der Direktor des Rennens ist für die Durchführung der Veranstaltung, entsprechend dem offiziellen Programm, verantwortlich. Art. 146. Er hat in Gemeinschaft mit den in Frage kommenden Zivil- und Militärbehörden, die zur Ueberwachung der öffentlichen Sicherheit bestimmt sind, für strikte Ordnung auf dem ganzen Renngebiet zu sorgen. Art. 153. Er hat den Sportkommissären alle Vorschläge zur Abänderung des Programmes, zur Behebung von Fehlern, Uebertretungen und Reklamationen eines Konkurrenten vorzulegen. Art. 196. Zurückziehung der Lizenz. — a) Nationale Suspendierung. — Jeder Fahrer oder Konkurrent, der national suspendiert ißt, hat seine "Lizenz seinem Nationalen Automohilclub vorzulegen, der auf der Lizenz die deutliche Bezeichnung anbringt: «Ungültig für...» (folgt der Name des Landes). Nach Ablauf der Friet, für welche die nationale Suspendierung galt, wird diese Lizenz gegen eine neue ausgewechselt. 'b) Internationale Suspendierung. — Jeder Konkurrent öder Fahrer, der international suspendiert ist, hat seine Lizenz seinem Nationalen Automobilclub zu übergeben, der sie ihm frühestens nach Ablauf der Suspendierungsfrist wieder aushändigen wird. Jede Verspätung in der Rückgabe der Lizenz an den Nationalen Automobilclub wirkt sich in der Verlängerung, .der Suspendierung aus. Der Annex zum internationalen Sportkodex 1935 enthält. die folgenden neuen Bestimmungen: • Art. 245. Placierung der Fahrzeuge. — In allen Fahrzeugen, die an einer sportlichen Veranstaltung teilnehmen, muss zwischen dem Motor und dem Fabrerraunt eine wirkungsvolle Schutzwand angebracht sein, die im Falle eines Brandes das Vordringen der Flammen in den Vorderteil des Wagens verhindert. Art. 277. Respektierung des Sportkaltnders — Nota 1. Die im Vorhergehenden ausgesprochene Regel (sie betrifft das Verbot der Kumulierung von internationalen Veranstaltungen am gleichen Tag. Die Red.) kann einen Nationalen Autom&bilclub nicht daran hindern, an einem Tag, der bereite mit einem internationalen Rennen belegt ist, ein« reservierte Veranstaltung für seine Lizenzinhaber durchzuführen, d. h. für die Konkurrenten oder Fahrer, die Besitzer der von diesem Nationalen ^Automobilclub abgegebenen Lizenzen sind. Nota 4. Die Konkurrenten, die an den klassischen grossen Veranstaltungen mit Wagen ihrer Nationalität teilzunehmen beabsichtigen, dürfen dies nur unter Zustimmung von eeiten ihres Nationalen Automobilclubs tun. Art. 280. Nationale Farben der Fahrzeug«, die an den Internationalen Veranstaltungen teilnehmen: Brasilien; Karosserie und Haube; helles Gelb; Chassis und Räder: grün; Nummer: schwarz, ho. Der Grosse Preis von Frankreich 1935. Die Sportkommission des Automobilclubs von Frankreich hat dieser Tage in einer Sitzung das Reglement für den nächsten Grossen Preis von Frankreich aufgestellt. Dieses klassische Rennen wird am 23. Juni über 40 Runden des Strassencircuits von Montlhery zur Austragung kommen und insgesamt über 500 km führen. Für das Rennen gilt die gegegenwärtige internationale Formel. Der Anlass ist wiederum ausschliesslieh für Konstrukteure oder für die von diesen autorisierten Rennställe reserviert. Jede Marke kann höchstens mit vier Fahrzeugen vertreten sein. Es werden keine Nenngelder verlangt, doch muss für jeden Wagen eine Kaution von' 10,000 Franken einbezahlt werden, die beim tatsächlichen Start wieder zurückerstattet wird, im andern Falle bleibt das Qeld in den Händen der Organisatoren. Die Einschreibungen werden bis zum 15. März entgegengenommen. Der Sieger des Rennens erhält 100,000 französische Franken, der Zweite 50,000 und der Dritte 20,000 französisch« Franken usw. Alle Fahrer, die nicht unter den vier Erstklassierten rangieren und minimal 10 und maximal 30 Runden mit einem Stundenmittel von über 105 km/St, zurücklegten, erhalten Prämien im Betrage von 1000 bis 5000 französischen Franken. Mit den bewährten Bernalast-. wagen können Sie laut Gesetz folgende Nutzlasten befördern: 7 t Nutzlast mit Berna-Kipper, 6 t Nutzlast mit Berna-Lastwagen, 10 t Nutzlast mit Bßrna-l astrun Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten