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E_1935_Zeitung_Nr.010

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10 Brennstoffmessungen

10 Brennstoffmessungen sehr wichtig, die Fahrgeschwindigkeit zu kennen, und zwar nicht 15 fypSh die mittlere, sondern die tätsächliche, weil die Erzielung mittlerer Fahrgeschwindigkeiten ", durch T Aneinanderreihung A "." lllc . lcl ,»«"•»'«.«»»•«.*«.- von Strecken «Kein Kühlwasser». Lässt man beim Ga- ^6ft2 „ - ' 3 2 0 T 3 „ , ' ° . f l hoher durc und . h niedriger Aneinanderreihung Geschwindigkeiten von Strecken den d w Kühlwasser ab.um r , 0 B-.'' 300 ' RBrennstoffverbrauch Tt K g \ f stark 0 es = hw erhöhen ' n^gkeiten muss. den ein Einfrieren des Motors zu verhüten, so • ^ B r e n n s t o f f v e Für r b das r a gewählte u c h Beispiel stark erhohen ergibt muss. sich dabei r eine das auffallend * ewählte niedrige Beispiel ergibt günstigste sich Ge- da-täfeichen mit der Aufschrift c Kein Kühlk 9/tookm *-•** y ' t e i schwindigkeit eine auffallend Es liegt niedrige dies günstigste darin, dass Oe-wasser > an den Kühlerstutzen, Selbst Auto- Mnge man vorsichtshalber immer ein Papp . . ..-*•' , 2 Ö 0 F ü « '*-•-*.._. l— "f b.^ 260sehwindigkeit neuere Motoren Es auch liegt,dies bei starker darin, Drosselung dassmobilisten, die felsenfest daran glauben, dass ^ n e u e r noch e verhältnismässig Motoren auch bei gute starker Wirkungsgrade Drosselungkeine fremde Hand ihren Wagen in Betrieb gr/PSh^.*-- ergeben. Erst wenn der Anteil des Luftwiderstandes an Erst dem wenn Gesamtwiderstand Anteil des Luftwider-TJeberraschungen so weit schützen Gar nicht so sel- E 4 0 n o c h verhältnismässig gute Wirkungsgrade se tzt, können sich dadurch vor unliebsamen ./-" BMergeben. o J \ [ | I 2 3 0 • gesunken Standes an ist, dem dass Gesamtwiderstand weitere Verminderung so weitten der kommt es nämlich vor, dass einmal in o (soo) (1000) ntso) • v : Standversuchen gleicherweise zweckmässig gemessen wurde, für die kann Verhältnisse des Fahrbetriebes zweckmässig umgerechnet für die Verhält-Zylinder werden. und Kolben nicht noch zu ver- indecken. Um die spärliche Schmierung der jeder der vier Fahrgeschwindigkeiten gehö- Die letztere Kurve zeigt, dass der Brenn-gleicherweise rige Fahrwiderstandsleistung ist nach der stoffverbrauch ein ausgesprochenesMinimum,nisse Erst diese des Fahrbetriebes Form gibt ein umgerechnet massgebliches werden,schlechtem, Bild soll beim Warmlaufen des Mo- Formel (1) berechnet, wobei für a der Wert ungefähr bei 25 km/St, hat, das zwar bisErst von ihrem diese Einfluss. Form gibt ein massgebliches O. Sr Bildtors die Gemischanreicherungsvorrichtung des 53, für b der Wert 0,3 eingesetzt wurde. Da- 35 km/St, nur massig, dann aber sehr rasch von ihrem Einfluss. 0. SrVergasers nur so sparsam wie möglich bedurch werden die durch Nullenkreise gekenn- steigt. Es ist' deshalb für den Vergleich vorf tätigt werden. -at- aBBBBBBBBBBBlIflBBBBBBBBBBB Das Büchlein vom AUTO Das Fahrenkönnen allein machte noch nicht. Die •olle Freude an Ihrem Wagen und die höchste Leistungsfähig' keit erzielen Sie erst dann, wenn Sie ihn wie einen guten Freund durch und durch kennen lernen. Den Takt des Motors müssen Sie wie Ihren Herzschlag fühlen und den ganzen Mechanismus wie die eigenen Muskeln und Gelenke beherrschen. So können Sie alles aus Ihrem Wagen heraufholen und dennoch seine Lebensdauer erhöhen. Solches Fahren bedingt, dass man den Aufbau und die treibende Kraft des Wagens in seinen Grundzügen wirklich kennt und versteht. Technische Fragen zu studieren ist aber nicht jedermann! Sache. Beschaffen Sie sich darum jetzt das „Büchlein vom Auto" von Carl Hess, zum reduzierten Preis von nur Fr. 1,50. Es wird Omen das absolut Wissenswerte auf so leicht?assliche und interessante Weise vermitteln, dass Sie das kleine Werk wie ein-Zeitungs-Feuilleton auf einen Zug durchlesen. Bestellzettel. Senden Sie mir sofort per Nachnahme: Exempl. „Das Büchlein v. 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* Bern, Dienstag, 5. Februar 1935 ///. Blatt der „Automobil-Revue" No. 10 des A&etuUattdes? Cut fflaan nimmt Abschied uait de* tOdt Vor ungefähr sechs Monaten standen ein Dutzend Reporter und Photographen ungeduldig auf dem Pariser Nordbahnhof und erwarteten einen Reisenden, der folgendermassen signalisiert worden war: Mittelgross, braungebrannt, graues Haar, grauer Schnurrbart, weicher grauer Hut. Wird von einer Frau in Krankenpflegerinnentracht begleitet... Und vor ein paar Tagen, auf dem Gare de Lyon, standen abermals ein paar Dutzend Reporter im Frühlicht, der sonderbare Reisende ist da, hat den gleichen grauen Hut auf, der inzwischen an Frische eingebüsst hat, wie die Sonnenbräune der Wangen, und ihm zur Seite steht die Frau in Krankenpflegerinnentracht und hält ein Taschentuch vor die Augen. Denn diesmal geht es nicht ums Wiedersehen, sondern um Abschied... Cha,rles-Benjamin U11 m o, nach dem Kapitän Dreyfus der berühmteste Bewohner der Teufelsinsel, ehemals Linienschiffsleutnant und des Verrats militärischer Geheimnisse schuldig erkannt, zu lebenslänglicher Verbannung verurteilt und nach einem Vierteljahrhundert Einsamkeit begnadigt — er war vor 6 Monaten nach Europa gekommen, um als Fünfziger ein neues Leben zu beginnen. Damals hatte er, der fünfundzwanzig Jahre lang nichts gesehen hatte als Riffe und Meer, Leben und Gemeinschaft neu erlernen müssen wie ein Kind, und die Welt, von der «r nur durch spärliche Zeitungsnachrichten gehört hatte, war ihm wie eine kochende Retorte vorgekommen, in der es unmöglich schien, sich zurechtzufinden. Mit einer begreiflichen Gier hatte er von all den Wundern gekostet, den Fortschritten der Technik, Kino, Flugzeug, Automobil, und hatte Paris, das er zu einer Zeit verlassen hatte, in der gemächliche Fiaker über die Champs-Elysees rollten und die Pferdeomnibusse über das holprige Pflaster der Boulevards ratterten, wie etwas Unfassbares angestaunt, denn die einzige grössere Stadt, die er auf seiner Reise zu sehen bekommen hatte, war Le Havre gewesen, wo er von einem Bahnhof zum andern fuhr. Sechs Monate hat Ullmo in Paris verbracht, unter Freunden, ehemaligen Bekannten, denn niemand fiel es ein, dem gealterten Mann seine Jugendsünde vorzuwerfen, und dort, wo vielleicht noch Ablehnung verankert war, zeigte es sich, dass die Neugier iärker war als alle Prinzipien. Es ist zu vermuten, dass Ullmo auf Freundlichkeit und guten Willen stiess, dass niemand versuchte, ihm seine Vergangenheit nachzurechnen. Um Die Magd des Jürgen Doskocil. Roman von Ernst Wiechert (Fortsetzung aus dem Hauptblatt) Das Schwurgericht war noch im Oktober, und die Verhandlung dauerte nicht länger als eine Stunde. Marte wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und wollte nicht, dass man ein Gnadengesuch für sie einreiche. «Ich habe getötet, um ein Kind zu haben», sagte sie. «Das ist meine Gnade, und eine andere will ich nicht» Aber Jürgen bat um eine Gnade. Er stand von seiner Bank auf und trat vor den Tisch des Gerichts. Sein Gesicht war grau, wie aus der Welt gegangen, und seine Arme hingen wie Fremde an ihm herab, aber er sah dem Vorsitzenden furchtlos ins Gesicht und sagte laut, dass er um die Gnade bitte, seine Frau und das Kind, das sie trage, auf seinen Armen bis in ihre Zelle tragen zu dürfen, wie er sie aus dem Wasser in den Frieden getragen habe. Denn.auch er möchte etwas zu dem tun, was sie ihm abgenommen hatte. Einen Augenblick war ein verlegenes und unsicheres Schweigen, weil unter seinen einfachen Worten das Recht, so milde es gehandhabt worden war, sich vom Unrecht nicht mehr unterscheiden zu lassen schien und der Obmann der Geschworenen, ein grosser Fischereipächter und lebenssicherer Mann, aufstand und an das Fenster trat, als wolle er dies alles nicht mehr sehen. Aber dann durfte Jürgen tun, worum er gebeten hatte, und er nahm Marte behutsam in seine Arme und trug Von Klageweibern, Tabakschmeckern, « Guten Rufmachern », den « Herren Dr. Störer, Vorgebrauch, Nachgebrauch » und andern modernen Berufsmenschen. Die fortschreitende Technisierung der sie weinen, Welt hat es notwendigerweise mit sich gebracht, dass neue Berufe entstanden. Allein durch die letzten grossen Erfindungen des Radios und Tonfilms sind Berufe geschaffen worden, an deren Möglichkeit vor zehn Jahren noch niemand geglaubt hätte. Die Weltkrise mit ihrer unsagbaren Not und Arbeitslosigkeit, mit den Folgeerscheinungen des allgemeinen Abbaus, der Stellungslosigkeit usw. hat das ihrige getan, teilweise die brachliegenden Kräfte und Energien in neue, bisher ungekannte und ungewohnte Bahnen zu lenken. So kurios oft diese neuentstandenen Berufe sind, so werden sie meist noch von anderen übertroffen, von denen die Allgemeinheit nicht viel weiss. So gibt es z. B. in Oesterreich «Klageweiber», alte, arme Mütterchen, die man bei Beerdigungen mieten kann, «damit's a schöne Leich gibt». Diese Frauen begleiten den Sarg bis zur Grabstätte, sie aus dem Saal, als seien keine Menschen um ihn, sondern ein schweigender Wald, zwischen dessen Stämmen er vorsichtig hindurchging, damit ihre müden Füsse nicht an ihre Rinde streiften. Und sie hielt die Augen geschlossen wie ein behütetes Kind. Um die Mittagszeit kommt Jürgen aus der Stadt zurück. Es ist ein stiller, grauer Tag, und der Ruf der Wildgänse ist weit zu hören. Die Wälder sind wie aus grünem Glas, und Jürgen ist leise mit seinen Rudern, weil bei jedem Laut die welken Blätter an den Uferbäumen zu fallen scheinen. Aber es ist nicht kalt. Nur still und zusammengerückt ist alles, und das kleine Torffeuer auf dem Moor ist nicht wie ein Feuer in der Landschaft, sondern wie auf einem Herd zwischen stillen Wänden. Jürgen denkt, dass er Blumen pflanzen muss im Frühjahr, damit im nächsten Herbst, wenn sie wiederkommen, Marte und das Kind, etwas Buntes und Frohes um das Haus ist. Für ihn ist es gut so, das Graue und Stille, aber für sie muss etwas da sein, woran sie ihre müde Seele hängen können. Wie ein Nagel für ein Wanderkleid. An Malven denkt er und an Astern. Und ausserdem wird er das Haus streichen, weiss, und die Balken wird er grün absetzen. Und eine kleine Mühle wird er schnitzen und sie auf den Zaun setzen, damit der Wind mit ihr spiele, auch wenn sonst alles still ist. Aber zwischen allen diesen Gedanken, die langsam und hell über sein Gesicht gehen, kommen wieder die andern Bilder, der Korridor, die Treppen, die Türen. Und der graue, enge Raum, den er nie gesehen hat, aber in dem sie nun leben wird, ihr schmales Gesicht, Tollhaus. Und sie erfinden jeden Tag etwas Neues, das sie noch verrückter macht Ich will nicht teil haben an dem sogenannten Fortschritt. Ich gehe wieder nach Guyana zurüok... Ob die Menschen dort besser sind ? Ruhiger sicherlich. Es ist nicht die Peitsche der Hast hinter ihnen. Wenn das . . ,. so weiter geht, mit all dem Wahnsinn, der so erstaunlicher ist es also, dass der Ver- Hasti dem Sinken des ethi S chen Niveaus, bannte der Teufelsinsel es unmöglich fand, dem verlöschen des Geistes — dann geht sich zu akklimatisieren und dass er nach die Welt oder mindestens Europa mit furcht- Guyana zurückkehrt. harer Schrecklichkeit ihrem Ende entgegen. Heute, da Ullmo die alte Heimat verlasst Was ich unter Ende meine? Den Krieg. Vordefinitiv verlässt, ist er gesprächiger als da- läuf}? irgend einen Krieg Und er wird nicht mals, als er landete. Er versteckt sich nicht, der Ausdruck des Hasses gegen ein Volk, weicht den Fragen nicht aus und lässt es n!cht die FoIge einer ^tischen Spannung sich sogar gefallen, dass der Photograph se[n> sondern die selbstverständliche Explosich nähert s\ m der bösen Kräfte, die anzusammeln Ihr Auf das überstürzte « Warum >, das ihm bemüht seid.» » aus so vielen Kehlen entgegnet, zuckt er die F 'Z , _„.,. „ . Achse.» Dan„ sa*. er . a « ..I* habe T ^ , * ^ ^" genug. Jeder Tag, den ich weiter hier verbringen möchte, wäre ein Tag zu viel... Nein, es sind keine persönlichen Gründe, wenn Sie damit Gründe meinen, die sich an t * stimmt es, dass Sie sich der neugebilde- einzelne Menschen knüpfen. Es ist das ten Hellsarmeegruppe anschliessen werden, dle seit Ganze. Jetzt, da ich meine Heimat verlasse, kurzem in Guyana tätig ist?» kann ich es sagen : Ich bin namenlos ent- «Nein. Ich werde allein sein. Ich habe getäuscht... In meiner Einsamkeit hörte ich nug von menschlicher Gemeinschaft.» von der gewaltigen Wandlung, die die Welt Das Abfahrtssignal schrillt. Ullmo wendet durchgemacht hatte, von wunderbaren Erfin- sich der Dame in Krankenpflegertracht zu, düngen, neuen Möglichkeiten. Alles, was ich umarmt sie und steigt ein. Die Frau, die zusah, ist, dass man statt mit Zwanzigkilo- rückbleibt, war vor 25 Jahren seine Braut metergeschwindigkeit mit Hundertkilometer- und hat ein Vierteljahrhundert auf seine geschwindigkeit einem höchst zweifelhaften Rückkehr gewartet Jetzt trägt ihn der Zug Ziele zurast Die Menschen leben in einem davon.- Jfoxtde den seufzen und klagen: «So a guter .Mensch, so a herziger Mensch...> und alles 'istfgerührt; nachträglich heimst der Tote Ehren und Anteilnahme ein, die ihm das Leben oft versagte. Es gibt Schrifsteller, die nicht sonderlich produktiv sind, aber aus irgendwelchen Gründen stets mit neuen Arbeiten hervortreten müssen. Sie halten-sich Neger (Unbekannte, die im Dunkeln leben), die ihnen Ideen, Einfälle liefern oder irgendwelche Sachen bearbeiten und zurechtstutzen. In besseren Zeiten wurden diese «Neger», arme, oftmals notleidende Berufsgenossen, sehr gesucht. «Teeprüfer-», die von früh bis spät Hunderte von Teesorten auf Geschmack, Aroma, Preiswürdiglieit prüfen müssen, sind nicht ganz unbekannt, ebenso die Tabakschmecker, die Schokoladenkoster und Blumenriecher, die dank ihres besonders feinen Riechorgans nach der Stärke des Duftes die Marktpreise ihre festen, braunen; Hände und das, worauf sie sie legen wird, in der Nacht, wenn niemand da ist, der ihr zusehen könnte. Und als er den Kahn festgemacht hat und zum Hause hinaufgeht, ist er wie ein grauer Wolf, der durch einen leeren Wald schleicht. Auf der Schwelle sitzt Heini. «Ich dachte, dass wir heute pflügen müssen», sagte er, «ich habe alles fertig gemacht. Die Haferstoppel liegt noch immer, und es ist Zeit, dass der Roggen unter die Erde kommt.» Zuerst sieht Jürgen an ihm vorbei, mit leeren Augen» in die alles spurlos hineinfällt, der Verwachsene, das Haus, das Feld. Aber dann nickt er und geht in die Stube, um sich umzuziehen. Er tritt so leise auf, als schlafe dort jemand in dem grossen Bett, und er sieht von der Seite auf den Herd. Aber es sitzt niemand da. Und dann pflügen sie. Der Verwachsene geht hinter dem Pfluge her, und Jürgen beugt sich unter dem breiten Gurt. Der Hund scharrt in den Mäuselöchern und steckt die Nase in jede Wildfährte. Der Wald ist düster und still, und nur das Rauschen der Schollen geht als ein leiser Ton mit ihnen mit Wenn sie den Pflug zu einer neuen Furche gewendet haben, ruhen sie ein wenig aus. Dann hören sie, wie die letzten Eicheln auf den Hofplatz fallen. Sie sprechen kein Wort und pflügen bis in die Dämmerung. Es ist nur ein kleines Feld, und als das Abendrot über dem Moor steht, sind sie fertig. Der Acker liegt dunkel und feucht da, und ein dünner Nebel steht über der frischen Erde. Jürgen nickt nur, und die Gestalt des Verwachsenen taucht langsam in den Feldern unter. S&vtast im Qe&vtqe Von Hermann Hesse. Am hohen Hang zur Fahrt bereit, Half ich am Stab für Augenblicke Rast Und seh' geblendet weit und breit Die Welt in blau und weissem Glast. Seh' oben schweigend Grat an Grat Die Gipfel einsam und erfroren. Hinabwärts ganz in Glanz verloren Durch Tal um Tal stürzt der geahnte Pfad. Betroffen halt' ich eine Weile, Von Einsamkeit und Stille übermannt — Und gleite abwärts an der schrägen Wand Den Tälern zu in atemloser Eile. besserer BlumenaTten festsetzen oder wenigstens mitbestimmen. Eine grosse Berliner Tageszeitung erfand einen «notwendigem Beruf: Die Redakteure, die immer und ewig mit Arbeit überlastet sind, von der sich Aussenstehende kaum eine Vorstellung machen, haben einen verborgenen Druckknopf am Schreibtisch, mittels dessen sie der Sekretärin ein Zeichen geben können. Sind nun lästige Besucher, die sich nicht abwimmeln lassen oder die man aus besonderen Gründen nicht einfach verabschieden kann, nicht zum Gehen zu bewegen, so tritt nach dem vereinbarten Zeichen die Sekretärin herein und meldet: «Herr Dr. Störer!*, worauf der Redakteur aufspringt: «Mein Gott, über unsere nette Unterhaltung habe ich ganz die Konferenz mit Dr. Störer vergessen. Mann aus dem Ministerium!» wird noch geflüstert und der Gast ist schon verabschiedet und trägt das erhebende Bewusstsein mit nach Hause, dass seinetwegen sogar ein ministerähnliches Wesen hat warten müssen. Besonders raffinierte Geschäftsleute haben einen «Guten-Ruf-Macher*. Sitzt der Herr Direktor X. in einer fremden Stadt in seinem Hotelzimmer, so kommt ein gut aussehender Herr (eben der Gute-Ruf-Macher) zum Portier 1 : «Kann ich Herrn Direktor X. sprechen? Oder ist der Minister noch bei ihm?» Die Neugier des Portiers (und alle Portiers sind neugierig) ist geweckt, auf seine scheinbar gleichgültige Gegenfrage fällt prompt die Antwort: «Ja, wissen Sie denn nicht, dass der Direktor X. wegen der Anleihe mit der Regierung verhandelt? Wussten Sie nicht, dass er der Schwiegersohn vom Autokönig P. P. ist? Nein? Na, dann will ich nichts ge- Luzern Schiller Hotel Garni Alle Zimmer mit fliess. Wasser o. Bad u.Tel. Zimmer v. Fr. 4.50 an. Pens. Fr. 12.-. Autoboxen. Ed. Laimgruber, Bes. Der Hund steht wartend an der Waldecke, aber Jürgen geht noch nicht. Er hat den Gurt noch immer um die Schultern und eine Hand auf dem Griff des Pfluges. Er sieht in das Abendrot, aber nur der rote Schein ist in seinen Augen, nicht seine Bedeutung. Er fühlt an der Luft und an dem grossen Schweigen, dass er allein ist, aber er fühlt auch die frische Erde an seinen blossen Füssen. Und dass ihre Kühle in ihnen emporsteigt, wie in einem Baum. Er steht ganz still, als ob er wachsen wolle, und er spürt, dass es immer weiter steigt, immer höher, ein starker und demütiger Saft, der zu seinem Herzen will. Und er sieht ein Feld mit grünen Halmen, die gelb werden und sich unter Aehren neigen. Und er sieht ein Kind, das unter diesen Halmen liegt und schläft, indes ein Mann und eine Frau das Korn schneiden und binden und die Garben aufstellen. So steht er, bis der dünne Nebel über der frischen Erde immer höher steigt und ihn immer dichter einhüllt. Und zuletzt ist er wie ein Baum, der die Feuchtigkeit der Nächte lautlos trinkt. Ende. «Ein unerhörtes Werk, eine Dichtung ganz seltener grosser Kunst.» So urteilt die bekannte Zeitschrift «Die Literatur > über unsern neuen Roman Mannequin. Von Fanny Hurst.