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E_1935_Zeitung_Nr.012

E_1935_Zeitung_Nr.012

BERN, Dienstag, 12. Februar 1935 Nummer 20 Rp. 31.Jahrgang - N° 12 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Ausgabe A (ohne Versicherung) halbjährlich Fr. 5.-, jährlieh Fr. 10.— Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlich abonniert Ausgabe B (mit gew. Unfallversich.) vierteljahrlich Fr. 7.50 Ausgabe C (mit Insassenversieherung) vierteljährlich Fr. 7.50 Erscheint jeden Dienstag und Freitag INSERTIONS-PREIS: Wöchentliche Beilage „Antler-Felerabend". 6—S mal jährlich „Gelhe Liste" Die aehtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Rp. REDAKTION u. ADMINISTRATION! Breltenrainstr. 97, Bern Grössere Inserate nach Spezialtarif. Telephon 28.222 - Postcheck III414 - Telegramm-Adresse: Autorevue, Bern Inscratenscblnss 4 Tage vor Erscheinen der Nummern Aus der Mappe des Technikers Wird die Einspritzpumpe den Vergaser verdrängen? Der Vergaser des Automobilmotors ist ein. Begriff, unter dem fast jeder heute etwas sich vorstellt, nämlich die Einrichtung, die das flüssige Treibmittel in den gasförmigen Zustand überführt. Selbst der Automobilist denkt sich den Vorgang folgendermassen: Der aus dem Schwimmergehäuse durch den Unterdruck im Ansaugkanal angesaugte Brennstoff verdunstet beim Austritt aus der Düse und vermischt sich mit der gleichzeitig angesaugten Luft zum Brennstoffgemisch, das unter gleichmässiger Verteilung auf die Zylinder seine Verbrennungswärme in den Zylindern in Bewegungsenergie verwandeln lässt Ganz so glatt und gerecht geht es allerdings im Vergaser nicht zu. Davon könnte man sich leicht überzeugen, wenn man in den Vergaser hineinsehen könnte. Verschiedentlich hat man auch zu Versuchszwecken Ansaugrohre und Vergaser aus Glas ausgeführt, die, in normale Motoren eingebaut, eine vorzügliche Beobachtung all dieser Vorgänge erlauben. Diese Beobachtung deckt Sich nun durchaus mit dem, was man schon vorher von den Vorgängen im Vergaser vermutete, nämlich dass von einer richtigen Vergasung im Vergaser gar keine Rede sein kann, sondern höchstens von einer Zerstäubung. Vergast wird erst allmählich hinterher im Saugrohr und hauptsächlich im Zylinder. Der Vergaser hat von jeher seinen Namen zu Unrecht getragen; er ist nur ein Zerstäuber. Es gab einmal eine Zeit, da war ein Vergaser wirklich ein Vergaser, d.h. da wurde Benzin in ihm < vergast». Die Luft strich über eine grosse Benzinfläche und sättigte sich mit Brennstoffdampf, ehe sie. in den Motor gelangte. Aber das war im vorigen Jahrhundert und die so gespeisten Motoren konnten weder schnell laufen noch vermochten sie — und das ist für den heutigen Verkehr das Wichtigste — plötzlichen Bela- , stungsänderungen zu entsprechen. Dann kam die grosse Zeit der Vergaser- « Theoretiker ». Man hatte bereits gefunden, dass man hohe Drehzahlen nur dann erreichen konnte, wenn man den Verdampfungsprozess aus dem Vergaser in den Zylinder verlegte. Die Wärme, die von der letzten Explosion in den Zylinderwänden steckt, und die Temperaturerhöhung, die während des F E U I L L E T O N Unser neuer Roman. Der in dieser Nummer unseres Blattes beginnend« neue Roman «Mannequin» von Fannie Hurst steht in jeder Hinsicht dem letzten Werk gegensätzlich gefenüber. In der «Magd des Jürgen Doskocil» gaben wir bewusst einem der Stillen, Grossen im Lande das Wort, der die besinnlicher Lektüre zugänglichen Leser in ein zauberhaftes Reich der Seele entführte. Was wir seinerzeit einleitend b&tonten, ist uns von verschiedenen Seiten "bestätigt worden; dem tiefen Beiz der stillen Dichtung konnte man sich schwerlich entziehen, auch nicht bei dieser Form der Veröffentlichung, die im allgemeinen Werken dieser Art weniger zuträglich ist. Wir rmlssten uns bei der letzten Wahl denn auoh von vorneherein klar darüber sein, dass mit diesem Werk Wiecherts eine einmalige Ausnahme geschaffen wurde, und es erschien uns als eine Selbstverständlichkeit, den neuen Roman aus einem «anz entgegengesetzten Stoffbereich auszuwählen. Das ist geschehen, und wir glauben auch, mit dem neuen Werke gerade auch die Zustimmung jener Leserkreise zu erhalten, die in erster Linie von einem Zeitungsroman Unterhaltung und Spannung verlangen. An diesen beiden Eigenschaften fehlt es dem neuen Roman nicht, von dem man mit Recht behaupten darf, dass er geradezu hinreissend geschrieben und imstande ist, die Nerven aufs Höchste zu spannen. Aus der abseitigen Welt des Jürgen Doskocil, in der nur der breite Fluss und die Bäume der gros- «en Wälder mit geheimnisvoller Bedeutung rauschen, führt dieser Roman hinaus ins fieberndste, drängendite Leben der Gegenwart, in die überzivilisierten, modernen Wohnkolonien New Yorks, in die rationalisierte Welt der Wolkenkratzer und des «'Time is money», in der die Jagd und die Hast zum obersten Lebensprinzip erhoben wurden. Der europäische Fortechritt sinkt vor dieser Schabionisierung alles Lebens su einer Illusion, zusammen; man darf wohl sagen: Verdichtungshubes entsteht, lieferten die nötwendige Verdampfungsenergie für jede Drehzahl in ausreichender Menge. Die Verlegung des Verdampfungsprozesses wurde auch notwendig, weil der Brennstoff durch die Verwendung auch der hochsiedenden Bestandteile seine frühere homogene Struktur verändert hatte. Kurzum, aus dem «Vergaser» wurde ein c Vernebler ». In dieser Zeit bemühten sich die Vergaserfachleute hauptsächlich um die Lösung von zwei Aufgaben: 1. den aus der Düse austretenden Brennstoffstrahl in allerfeinste Teilchen zu zerreissen. und 2. das Mischungsverhältnis von Benzin zu Luft bei jeder Drehzahl und bei jeder Belastung auf genau gleichem und möglichst richtigem Verhältnis zu halten. Unendlich komplizierte Konstruktionen wurden dafür erdacht. Das ist noch gar nicht so lange her. Aber alle Mühe blieb vergebens. In der Praxis halfen die kompliziertesten Vergaser nichts und, wie immer, wenn Praxis und Theorie absolut nicht miteinander übereinstimmen wollen, stellte sich mit der Zeit heraus, dass die Theorie fälsch war. ' Heute sehen wir einen Vergaser als das an, was er wirklich ist, als einen «Dosierungsapparat » für den Brennstoff, und zwar als einen Dosierüngsapparat so primitiver Natur, dass wir ihn am liebsten in die Ecke werfen würden, wenn... wir etwas Besseres für ihn hätten. Jedenfalls., .wissen wir, dass der Brennstoffverbrauch eines Motors (vernünftige Vergasereinstellung natürlich vor'- ausgesetzt) nicht von der Konstruktion' des Vergasers, sondern von der Konstruktion des Motors, und zwar von der Form des Verbrennungsraumes, von der Grosse^- Lage und den Zeiten der Ventile, von der Zündkerze, und sehr viel von Form und Anbringung des Saugkanals und ausserdem von der Güte des Brennstoffes abhängt. Selbstverständlich kann man durch Verkleinerung der Düsen, durch Einbau von Luftzusatzventilen, durch Zwischenschaltung von den luftstromauifhaltenden Wirbelvorrichtungen den Brennstoffverbrauch verringern, aber immer nur auf Kosten der Spitzenleistung oder der Elastizität. Ein Vergaser geht mit den guten Absichten der Motorenkonstrukteure so roh um, dass der Wille, ihn so schnell wie möglich ganz zu beseitigen, verständlich ist. Er liefert den Brennstoff nicht etwa fein verteilt, sondern als einen festen Strom, der fontänengleich aus der Düse herausschiesst und gegen (Fortsetzung Seite 2.) glücklicherweise! Und doch: selbst die durchgreifendste Taylorisierung des Alltags, die bis zur Gleichheit des Mittagstisches und der Einrichtungen der Wohnung geht, vermag letzten Endes doch nicht das innere Wesen der Menschen und ihre Beziehungen zueinander zu vereinheitlichen. In der Dreizimmerwohnung eines dieser Riesenhäuser beginnt der Roman zu spielen, in der sorgsam gehüteten Welt eines jungen Juristen, dessen täglicher Kampf mit den Forderungen des Alltags mit geradezu brennender Hei!« beleuchtet wird. Die photographische Deutlichkeit, mit der sich die Verfasserin bemüht, die sozialen Bedingungen des modernen Amerikas zu schildern, machen überhaupt einen Hauptwert der Erzählung aus. Das gilt insbesondere auch von dem Teil, der hinter die Kulissen grosser Modegeschäfte blicken lässt, und die hohle, armselige Welt der Mannequins zeichnet, die ein Leben des Scheins zu führen verurteilt sind. Man darf auch, ohne Gefahr die Spannung zum voraus zu vermindern, weiter noch erwähnen, dass der Roman mit einem grossen, zu einer Angelegenheit des ganzen Volkes werdenden Kriminalprozess endet, in den die Hauptfiguren der Handlung in ganz eigenartiger Weise hineingezogen werden. Auch hier bildet das moderne Amerika, mit journalistischer Treue geschildert, den Hintergrund zu dem erregenden, dramatischen, ungemein reichen Geschehen, das den Leser keinen Augenblick zur Ruhe kommen lässt. Trotzdem ist dieser Roman, der in Amerika preisgekrönt wurde, alles andere als ein billiger Reisser. Er hat in führenden literarischen Zeitschriften grösste Beachtung gefunden; die bekannte Berliner Zeitschrift «Literatur» bezeichnet ihn als seltenes, unerhört geschriebenes Werk. Die Verfasserin, Fannie Hurst, wird in Amerika sehr viel gelesen, und hat nun auch in Europa Eingang gefunden. Der Stil ist in seiner Kürze und Prägnanz sehr eigenwilig und reizvoll, selbst bis in die Schreibaxt hinein verspürt man den raschen, hämmernden Takt des amerikanischen Lebens, von dem dieser Roman in so hinreissender. Weise zu erzählen weiss. Wir hoffen, mit dem Werk unserer Leserschaft eine gut» Unterhaltung vermitteln zu können. 1. Schweiz. Winterprüfungsfahrt Engelberg, 10. Februar. Zum Prinzip. Die-Zeit entschwindet glücklicherweise immer mehr, da das Automobilfahren eine ausgesprochene Schönwetterangelegenheit war, zumindest aber auf die Zeit zwischen Frühling und Herbst begrenzt blieb. Hand in Hand mit den Bemühungen der Automobilfabriken, das Auto zu einem wirklichen Allwetterfahrzeug zu machen, das dem Fahrer im Winter die nämlichen Dienste bei gleichbleibenden Aufwendungen leistet wie im Sommer, und den Anstrengungen der Zubehörindustrie, zuverlässige Hilfsmittel für den Winterbetrieb zu liefern, gehen die Anstrengungen der Strassenbehörden. Man will wenigstens die Hauptdurchgangsstrassen auch zur Winterszeit dem Strassenverkehr offenhalten, ja, es besteht die löbliche Absicht, durch steten Schneebruch und Beaufsichtigung der Fahrbahn sogar Alpenstrassen ganzjährig fahrbar zu machen und auf diese Weise den internationalen Autotourismus auch in der bisherigen Saison morte aufzuziehen. Der Julier ist für die Schweiz das erste und recht vielversprechende Beispiel. Nun hat zu allen Zeiten die einschlägige Industrie ihre wertvollsten Anregungen aus den Ergebnissen von Höchstleistungen gezogen< wie sie eben nur Rennyeranstaltungen und ..besondere sportliche Anlässe liefern. Eine Reihe technischer Fortschritte sind aus der Rennpraxis heraus entstanden, auf alle Fälle aber an solchen Wettbewerben wiederum zuerst erprobt worden, um dann für den Bau der Serienfahrzeuge übernommen und ausgewertet zu werden. Die Durchschnittsfahrer, d. h. die grosse Masse der Käufer, die ein wirtschaftliches Nutzfahrzeug und zuverlässiges Verkehrsmittel benötigen, sind ihrerseits durch die Ergebnisse solcher Hochleistungsprüfungen von der Zweckmässigkeit und Wirkungsweise mancherlei technischer Neuerungen überzeugt worden. Es war nun durchaus gegeben, den Sport und seine technischen Auswirkungen auch in den Dienst des winterlichen Automobilbetriebes zu stellen. Einmal wurde auf diese Weise sportliches Neuland erschlossen und anderseits die Industrie auf manche Notwendigkeit in der Ergänzung der Wagenausrüstung und deren Anordnung aufmerksam gemacht. Es ist bezeichnend, dass gerade in Deutschland, dessen Automobilindustrie in den letzten Jahren einen- ganz besonders beachtlichen Auf-' Mannequin. Roman von Fannie Hurst. Copyright bei Paul Zsolnay-Verlag. Berlin-Wien- Zürich. Erstes Buch. I. Sogar eine Orchidee wuchs in Selene Herricks Fensterbeet. Ein zartes Ding, das zwischen die robusten Geranien, Ranunkeln und Feuerblumen gesetzt worden war, ohne dass man gehofft hätte, es werde länger als über seine erste Blüte leben. Und nun lebte sie und hob ihr Köpfchen hartnäckig dem Lichte der Stadt entgegen. Ein Köpfchen wie schmutzigroter Sonnenuntergang. Selene hütete diese Blume mit Fingerspitzen, die so zart waren wie das Fleisch der Blütenblätter. Sie glich ihnen. In ihrer Fähigkeit, unendliche Schmerzen um schmeichelnder Schönheit willen zu ertragen. Schon im ersten Jahr, da John Lester Herrick mit ihr verheiratet war, musste er dies erfahren. Aber, sonderbar genug, mit ein wenig Bitternis. Manchmal schien es John Lester, der sie liebte, als entrisse sie ihm ein schneller Strom von Dingen und Dingen und Dingen. Ein Strom von jenen Dingen, die Selene liebte. Italienische Triptychen. Orchideen mit. malvenfarbenem Fleisch. Spanische Samte, die aus dem Rot brennender Altar r Iampen gewebt schienen. Zarte Wäsche, Babykleider, die sanfte Nonnenhände genäht schwung zu verzeichnen hat, die winterlichen Autoveranstaltungen aller Art zuerst und auf sehr breiter Basis in Schwung kamen. Zuverlässigkeitsfahrten, Fahrbarkeitswettbewerbe aller Art, Rennen auf dem Eise usw. haben den nationalen und teilweise bereits den internationalen Kalender so bereichert, dass nur mehr in den wenigen Wochen zwischen dem Ende der eigentlichen Rennsaison und Jahresanfang eine Ruhepause eintritt, in welcher der Autosport wirklich aussetzt. Dieser Antrieb durch eine eigene blühende Personenwagenindustrie fehlte in der Schweiz, weswegen bei uns der Gedanke an solche winterliche Sportanlässe zwar seit einigen Jahren besteht und aufgegriffen, bisher aber nie in die Tat umgesetzt wurde. Der Sektion Luzern des A. C. S. blieb es vorbehalten, hier den entscheidenden Schritt zu unternehmen. Die Initiative ihrer leitenden Persönlichkeiten verdiente eine Anerkennung, und sie wurde ihnen am vergangenen Samstag und Sonntag durch einen überaus beachtlichen Erstlingserfolg auf dem Gebiete des winterlichen Autosportes auch zuteil. Die Schwierigkeiten, die es zu überwinden galrt, um den Stein ins Rollen zu bringen, waren vielleicht grösser, als es die Organisatoren selbst erwarteten oder als es Aussenstehende zu beurteilen vermögen. Vorerst war es nicht so einfach, ein geeignetes Programm für die Veranstaltung zu schaffen, das in seiner Vielseitigkeit nicht nur die alten Kämpen und Spezialisten in den verschiedenen Sportdisziplinen zu. interessieren vermochte und das vor allem auch dem wirklichen Amateur gute Chancen bot. Ferner, musste natürlich die Wetterregie klappen, da die Zusammenstellung der Aufgaben doch, unter ganz bestimmten Voraussetzungen erfolgte. Im weiteren galt es, die landläufigen Bedenken über die Risiken für Mann und Wagen bei Winterfahrten zu zerstreuen. Gerade die Startprüfung, die das Parkieren des Automobils während einer ganzen Nacht im. Freien bedingte, mochte doch bei zahlreichen Besitzern schwere Bedenken heraufbeschworen haben, nachdem ihnen bisher immer eingehämmert worden war, ja nichts zu unterlassen, um die Maschine vor Frost zu bewahren. Wie der Sektionspräsident am offiziellen Bankett treffend ausführte, hofften die Organisatoren auf die Unterstützung der unternehmungslustigen und sportfreudigen Jüngern Generation unter den Automobilisten. Diese folgte auch zuerst und spontan dem Appell. Ihr kommt daher auch ein schöner (Fortsetzung Seite 5.) hatten. Brokate. Kredenzen mit feierlichen, Kirchentoren ähnlichen Türflügeln, in die Gestalten von Aposteln geschnitzt waren, wie man sie im siebzehnten Jahrhundert zu bauen liebte. Feines Linnen. Gelbes Wedgwood. Handarbeiten, auf deren unrechte Seite man auch stolz sein konnte. Florentinische Buchdecken. Edles Geschirr. Tiffanygläser. Fayencepokale. Ein Frauenbildnis in Mezzotinto. Aussenansichten von Windsor Castle. Zwei eingelegte Kommoden, die zwar die Füsse, aber nicht ihre Vornehmheit verloren hatten. Es war ein Traum, oder eher ein Alpdruck, der sich manchmal bis in die Wirklichkeit von John Lesters Alltag eindrängte. Dinge. Dinge. Dinge, Cloisonne. Intarsien.. Kannelierungen aus Mahagoni und Etageren aus Nussholz. Und Selene, auf diesem Strom: von Dingen treibend, die sie liebte. Dabei wäre sie die erste gewesen, die darüber gelacht und diese Schreckbilder ihrem Gatten aus der müden Stirne gestreichelt hätte. Wenn Selene diese Dinge liebte, war es zum Teil der Drang, den Gesichtskreis ihres ernsten, vollkommen unkünstlerischen Gefährten zu erweitern; denn sie glaubte, dass er, trotz seines geringen Kunstverständnisses, das weit über die Gleichgültigkeit gegen diese materielle Welt von Kredenzen und bällegeschmückten Kinderwagen hinausragte, für einen ganz hohen Posten bestimmt ei.