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E_1935_Zeitung_Nr.012

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1« AUTOMOBIL-REVUE

1« AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N°12 ten so heisses Wasser, wie Hand oder Fuss vertragen kann, darauf 5 Minuten kaltes Wasser, danach wieder 5 Minuten heisses Wasser, und so weiter. Am richtigsten ist es, diese Wechselbäder jeden Abend vor dem Schlafengehen vorzunehmen und sich richtig Zeit dabei zu lassen. Sie helfen besser als Salben und sonstige Behandlungsweisen, und sind anzuraten, weil sie vorbeugen, und das ist das Allerbeste, was man bei Krankheitserscheinungen jeder Art tun kann. JxMusmus (Reise aas lade dm V>di Auto-Winterfahrt über den Polarkreis hinaus. Von Karl Lütge. Das « Ende der Welt» wies man mir gefällig im höchsten Norden Lapplands, beim einsamen Kirchlein zu 'Jukkasjärvi. Eine Holztafel kündet, dass im Jahre 1681 drei Franzosen unter unsäglichen Beschwerden bis dorthin, ans Ende der Welt, vorgedrungen waren, nachdem sie zuvor die ganze übrige Welt durchstreift und aus allen Flüssen getrunken hatten. Ein halbes Menschenalter später, 1715, liess der französische Historiker M. de la Montreay diese Holztafel mit ihren lateinischen Hexametern in der von ihm gestifteten Kirche aufhängen und neben die Tafel seiner Landsleute eine andere mit einem Spottvers anbringen; denn er sei noch 60 Meilen weiter nördlich vorgedrungen und habe das Ende der Welt nicht gesehen 1 , Von Kiruna nach Jukkasjärvi fährt ein « Bus » (auf einer der nördlichsten Autolinien der Welt) ins lappisch-finnische Land. Der « Bus » verkehrt Dach festem, gedrucktem Fahrplan dreimal im Tag in beiden Richtungen über die etwa 12—15 km lange Strecke. Das nordschwedische Dorf Kiruna wuchs im amerikanischen Eiltempo, seit (von 1909 an) die hier lagernden gewaltigen Eisenerze mit den modernsten Hilfsmitteln abgebaut werden. Der Ort zählt im Augenblick etwa 12000 Einwohner; er hat elektrische Strassenbahn, zwei grosse Kinos, Kaffeehäuser, viele Geschäfte und eine im lappischen Stil erbaute grosse Kirche. Die Bahnlinie Stockholm- bzw. Luleo-Narvick ist ausschliesslieh wegen der beiden ungeheuer ergiebigen Eisenlager Kirunas gebaut worden; die Bahnhofanlagen in Kiruna sind fast 5 Kilometer lang, die grössten in Skandinavien. Als Startplatz der Autolinie dient der Hof der « Gross-Garage » in Kiruna. Es besteht da oben im nördlichsten Zipfel Norrlands unverkennbar Hausse in Autos. Das Geld rollte geschwind in diesem Erzdorf. Die Arbeiter verdienen 180—200 Kronen pro Woche bei ihrer schweren Arbeit in 30—40 Grad Kälte. Motorradfahren ist bei dem 8 Monate währenden Winter nicht ergötzlich; das Auto erweist sich als zuverlässiger und lohnender. Um aus dem Bereich dieses völlig europäischen Erzdorfes in beklemmende Norrland-Ursprünglichkeit zu gelangen, sind 10—15 Minuten Fahrt mit dem Auto nötig. Die Strasse findet sich anfangs durch den beachtlichen Autoverkehr in gutem Zustand. Sie ist im 8-Monate-Winter tief ausgepflügt; Schneewälle türmen sich zu Seiten der breiten Fahrbahn. Wir können ungehindert, ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, selbst einer störrischen Kuh, der die Fahrbahn nicht breit genug ist, ausweichen. Diese Kuh in der kargen Landschaft wirkt aufreizend. Nirgends ist ein behäbiges Gehöft oder überhaupt nur die Spur einer Ansiedlung zu sehen. Soweit das Auge reicht: Schnee, wüstenweite Weisse, mit vereinzelt stehenden, kümmerlichen Zwergbäumen, Fichten und Birken, vielhundertjährigen. Die Baumgrenze liegt weiter südlich, etwa am Polarkreis. Hier sind wir über 200 Kilometer nördlicher. Das Auto schiesst mit komisch wedelndem Schweif — dem Gepäckschlitten — über die weisse Strasse, unter einem unendlich flachgewölbten Dämmerhimmel hin. Es ist das Land des Nordlichts, der grossen Einsamkeit, Schneestürme, Wölfe und Lappen. Um eine Lappenschule zu besuchen, fahre ich nach Jukkasjärvi. « Da drüben liegt Jukkasjärvi,» ruft mir aus dem Menschenknäuel im Autobus mein schwedischer Freund zu. Ich weiss nicht, warum er * drüben > sagt. Unversehens sind wir von der Landstrasse abgebogen, auf einen grässlichen. schmalen Nebenweg. Als ich höre, dass es gar kein Weg, sondern der 800 m breite, zugefrorene Tornefluss ist, einer der reissenden Ströme Skandinaviens, da scheint das lebensgefährliche Schaukeln des Bus voll unerhörtem Reiz und gewinnt den Anschein eines Abenteuers. Unversehens hält das Auto. Wir entrinnen eilig «ler Enge und stehend trampelnd, mit kalten Füssen, auf frischgefallenem, knirschendem Schnee. Der Wagen hält, wie es scheint, am Ufer. Der Wagenlenker kassiert 1,25 Kronen pro Kopf. Wir klimmen die Uferböschung hinan und traben zur Lappenschule Regellos stehen da und dort die von der finnisch-lappischen Grenzbevölkerung bewohnten schiefen, ärmlichen Holzhütten. Die Schulanlage dagegen ist proper; sie überrascht Die einstöckigen roten Holzhäuser sind Schulgebäude und gleichzeitig Wohnhäuser für die Lehrerinnen. Die Kinder wohnen, je 16 mit einer Zeltmutter, in zeltartigen Hütten; sie schlafen auf kargem Birkenreisig, eng zusammen, auf dem Erdboden, so ähnlich etwa, wie sie später (und im kurzen Sommer) mit ihren Eltern ihr Zelt- und Lagerleben führen müssen. Der Verweichlichung der Kinder ist dadurch vorgebeugt. Die « Mutter » streckt sich vor dem grossen Ofen in der Mitte des engen Raumes aus. Im Zelt oder der Basenhütte der Lappen brennt statt des Ofens natürlich offenes Feuer. Die lappischen Kinder sind zwerghaft klein, von asiatischem Typus und auffallend folgsam und lerneifrig. Sie singen, um mich zu ehren, mit dünnen, monotonen Stimmen zwei Lieder, zugleich als Dank für das Interesse, das ich ihren Schreibkünsten entgegenbrachte und sie machen dabei kleine, stille, seltsam ergreifende Bewegungen. Das Bild dieser singenden Nomadenkinder werde ich nie los; es ist BUCHFÜHRUNG UND GESCHÄFTSFÜHRUNG FÜR AUTOGARAGEN. Einführungskurs in Buchführung, Werbekunde, Korrespondenz u. allg. Bureauarbeiten tagsüber und abends. Damen separat. — Handelsschule Gademann, Zürich. Gessnerallee 32 Telephon 6J.416 wie eine Klare an daa unerbittliche Leben dieser Gegend. Den Schlüssel zur Kirche kann man im Hotel ausleihen. Aber Hotel ist eine groteske Uebertreibung! Selbst Gasthof oder Herberge muss als eitle Schmeichelei für das ärmliche, wiewohl behäbige einstöckige Haus gelten, dessen drei Räume jeweils Schlafzimmer und im einzelnen noch Küche, Schankraum, Speisezimmer, Postamt, Festsaal usw. darzustellen haben. Das Kirchlein erhebt sich weiter weg, tiefgeduckt in die weite Sohneelandschaft, ein schlichter, anspruchsloser roter Holzbau, mit abseits stehendem, nicht allzu hohem Glockenturm. Es ist kalt in dem Gottesraum. Der bereits erwähnte französische Geschichtsschreiber liess das Gotteshaus im Jahre 1715 hier oben, am 68. Breitengrad, für die zum Christentum bekehrten Lappen errichten. Wir lesen die beiden Tafeln mit ihrem ergötzlichen Text Der schwedische Freund, der mich begleitet, weist sie mir mit viel Vergnügen. Ich muss mich dann mit klammen Fingern in das < Besucherbuch » eintragen. Es ist umfänglich und zeugt für den überraschend fleissigen Besuch durch Fremde — Schweden, Deutsche, Engländer, Schweizer und selbst Japaner — die durch die Autolinie Kiruna-Jukkasjärvi sozusagen mühelos bis ans «Ende der Welt» vorzudringen sich erkühnten. Nach Kiruna zurückgekehrt, führt uns der Weg in geheimnisvolle Scharwerke am riesenhaften Eisenwunder des Kirunavara, jenem phantastischen, ehemals 750 m hohen, 4 km langen Eisenberg, der 1 Milliarde Tonnen des höchstprozentigen Eisens der Welt birgt. T0P8ENSPRECHSAAL Frage 971. Ein Neuling will in die Vogesen. Ich möchte kommenden Frühling eine Fahrt in die Vogesen machen und gestatte mir, als Neuling in Auslandfahrten mit einigen Fragen an Sie zu gelangen: 1. Ist es gleichgültig, wo und zn -welcher Tages- und Nachtzeit man die Grenze überschreitet? 2. Welche Route empfehlen Sie mir punkto gute Strassen und Sehenswürdigkeiten von Mün- eine Aufenthaltssteuer zahlen, wenn in Frankreich verweile? A. W. in M. : 1. Die Grenze können Sie auf Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntat nachmittags 3 Uhr. Di. abend 12. Feb. 7 Uhr: Vorstellung für Mittelschulen: Die Räuber (gesp. v. Ensemble d. Schauspielhauses). ML abend 13. Feb. 714 T^,. Boris cdunow, Oper von Mussorgsky (B-Ab. 11). DO. abend 14. Feb. Volksvorstellg.: Die Fledermaus. Fr. 3bend 15. Feb. 7K Uhr: Boris Godunow (B-Ab. 11). Sa. nachm. 16. Feb. 2 Uhr: Wilhelm Teil, Vorstellung für Landschulen. Sa. abend 16. Feb. Gröezi, Operetten-Revue v. Stolz. SO. nachm. 17. Feb. Carmen, mit Sigrid Onegin, Oper von B. Bizet So. abend 17. Feb. sissy. Schauspielhaus Abenas ?* 1 tag nachm. 3H Uhr Di. abend 12. Feb. Gastspiel Players: Stirling's The soul The of Nichoias English Snyders, by Jerome K. Jerome. Ui. abend 13. Feb. Eine anständige Frau, Komödie von Paul Geraldy. 00. abend 14. Feb. i Uhr: König Lear, von Shakespeare (mit Carl Ebert). Fr. abend 15. Feb. Eine anständige Frau. Sa. abend 16. Feb. Premiere: Die Schule für Steuerzahler, Komödie von Louis Verneuil und Georges Berr. SO. nachm. 17. Feb. 3K Uhr: Prof. Mannheim. So. abend 17. Feb. Eine anständige Frau. ^sz. Das Fähnlein der sieben Aufrechten, mit Karin Hardt b. Bellevueplatz Die drei Stimmungskanonen: Bunan — Maiersky. Bekanntes Familienhaus geg. d. Theater am See. Massige Preise bei bester Verpflegung. Seefeldstrass« 4. Tel. 26 748. Frau A. Hawelska. Tango-Club jeden Mittwoch -20 Uhr Tanz-Abende: Samstag u. Sonntag 20 Uhr. Tanzvorführungen Wiener-Cafe Bristol Peiikanstrasst Das musikfreie Grosscafe mit seinen vielen Zeitungen. Parking: Annag.-Pelikanstrasse. Kistler-Bigler, Mitglied des A. C. S. Praktisches Signal, nm zeitungslesende Fussgänger auf das Trottoir zu befördern. Die Schwärmerin. «Verzeihung, gnädige Frau — sind gnädige Frau mit dem Mond schon fertig?» (Prager Tagblatt) (wie der von Delle) m. jeder Zeit passieren 2. Ich rate Ihnen für Ihre Reise zu folgendem singen aus über Delle nach dem Hartmannsweilerköpf und von da weiter nach Tete de Faux? Itinerar: 3. Ist der Tete de Faux mit dem Auto fahrbar 1. Tag: Münsingen, Bern. Lyss, Biel, Sonceund von wo aus? Moutier, , Delemont, Les Rangiere, Porrentruy, . Ist es lohnend, auf den Grossen. Beleben ro rjeiie, G^andvillars, d Beifort. Beifort, Pont-d'Aspaeh. Pont-d'Aspaeh, CCernaT, fahren? * I.. . . ^ v , T^ , . Hartmannsweilerkopf. Grand Ballon de Guebwiller 5. Dürfen Touristenkocher und Proviant mitge- (Be]chen) Markstein, Route des Cretes, Col de la nommen werden, damit man etwas billiger rei- Schlucht, Tete de Faux, Le Bonhomme, 264 km. werden sen kann (Photoapparat) oder muss an ? der Grenze alles verzollt n e b e rnächten im Hotel Poste. 2. Tag : Le Bonhomme, Kaysersberg, Ammer- 6. Wie hoch belaufen eich ungefähr die Kosten schwihr, Ingershelm, Blotzheim, Basel. Pratteln, pro Person im Tag, wenn man sich auf das aliernotwendigste beschränkt? lothurn. Bätterkinden, Fraubrunnen, Zollikofen, Liestal, Waidenburg, Langenbruck, Oensingen, So- 7. Kann man in jeder Zollstation Geld nmr Bern, Münsingen, 208 km. wechseln oder erledigt man das besser schon in 3. Die Route des Cretes ist ungefähr auf gleicher Höhe wie der Tete de Faux und führt neben Bern? diesem vorbei. ich 8. Muss ich nur 3 Tage Antwort 4. Beim Grossen Belchen kommen Sie gemäss obigem Tourenprogramm am ersten Tag vorbei. Zürcher-Wochenprogramm Cinema Apollo Odeon Ce Caba Attraktionen. TEL 28 222 BERN Dicker — Stampfenbachplatz Pension Seequal SfSS?" •" An tra Hotel Sternen - Zürich-Oerlikon Franklinstrasse 1 Schöne Zimmer mit fliess. Wasser. Gutgef. Küche. Bescheid. Preise. Garage. Tel. 68.065. Bes. P. Wflger. Diätrestaurant A. Gleich, vegetarisch-alkoholfrei, Holbeinstrasse 25- Ecke Seefeldstrasse 19. — Telephon 23.185. Wolf Lfmmatquai 132, b. Central F. Winisdörfer Erstklassige Menüs 1.70. Kuchenspezialitäten. Orchester Schorbert u. seine Solisten Roter Ochsen weinpiatz Parkplatz — ButterkOche. Propr H Broder-Huwrler. Rest. Wetterwarte Zähringerstrasse Farn. Sigrist. Teleph. 24.358. Spezial-Sternbräu, hell und dunkel. Gepflegte Weine, Küche erstklassig. Bescheidene v Preise. Restaurant Urania uraniastr. 9 Die beliebte Unterhaltungsstätte. Konzert und Variete. Anerkannt gute Küche. am Paradeplatz Eine Sehenswürdigkeit. Küche und Keller berühmt. Familie Biedermann-Sutter. zum Apgro ins Bistro gut essen Im Restaurant zur Unterhaltung Ins Danetnt zum Abschluss in die Mascotte-Bar Theaterstr. 10 Telephon 45.154 TrnmViolf • BMta.nia Nr 3 4 n 1D Druck, Cliches und. Verlag: HALL WAG A.-G., Hallerscho Buchdruckerei und Wagnerscae Verlassanstalt. Bern. ugh alias Im neueröffneten 5. Touristenkocher und Proviant können JSOB— frei mitgenommen werden. 6. 151 Franken ist das Minimum, . was pro Mann und Tag an Auslagen gerechnet werden muss. 7. Geld kann man an den meisten Zollstaüo- nen umwechseln. 8. Aufenthaltsgebühren sind keine zu bezahlen Frankreich. 3i» dreissig Jahren (Aus der «Automobil-Revue» 1906.) Das Reglement zum Grand Prix 1906. (Auszug aus eineT ausführlichen Besprechung des Reglementes.) «Das Rennen wird auf der Rundstrecie Ton La Sarthe in Frankreich an zwei aufeinanderfolgenden Renntagen und über eine Entfernung von rund 600 km pro Tag gefahren. Jede Fabrik hat das Recht, maximal drei Wagen zu nennen... Das Leergewicht der Fahrzeuge darf 1000 kg nicht überschreiten, mit einer Toleranz von 7 kg für diejenigen Fahrer, welche eine durch den Motor angetriebene Stromquelle (Magnetzündung) besitzen, Kotflügel, Hupe. Werkzeugbehälter, welche nicht als Sitze ausgebildet sind und keinen wichtigen Teil der Karosserie bilden, Laternen und ihre Träger und Kissen werden beim Wiegen nicht in Anrechnung gebracht Die am Grand Prix teilnehmenden Fahrzeuge müssen mit einem waagrechten, nach hinten gerichteten Auspuff versehen sein, dessen Mündung hoch genug liegt, um da« Aufwirbeln von Staub zu vermeiden. Sämtliche Wagen müssen offiziell mit zwei nebeneinandersitzenden Leuten besetzt sein, deren Durchschnittsgewicht miniestens 60 kg pro Kopf beträgt Jede am Rennen teilnehmende Fabrik darf rwei Etappenposten an ihr vorher bezeichneten Stellen der Rennstrecke einrichten. Diese Etappe und die Lage werden ausgelost. Ein Arbeiter darf sich sonst nicht auf der Strecke befinden. Die Etappenposten können am Rande der Strasse eingerichtet werden, dürfen aber nur von der Wagenbesatzung selbst in Anspruch genommen und benutzt werden. Ergänzungen auf Pneumatiks, Luftschläuchen, Wasser, Benzin, Oel usw. dürfen nur auf den festgelegten und im voraus bestimmten Etappenposten stattfinden. Wagen, die am ersten Tage vier Stunden mehr als der Erste für das Zurücklegen der Strecke gebraucht haben, scheiden aus. Die Zeit für den Abbruch des Rennens wird durch die vorgesetzte Zivilbehörde bestimmt. Das Nennseid beträgt pro Wagen 5000 Franken. Die Vorbereitungen zum Grand Prix des französischen Automobilclubs sind im besten Gange, und zwar in so umfassender Weise, wie sie wohl selten einer Wettfahrt vorausgegangen sein dürften. Bezüglich der Rekognoszierung der Fahrstrecke, sowie der Aufklärung und Belehrung der Bevölkerung werden von Seiten des A. C. F. bedeutende Anstrengungen gemacht Um der Bevölkerung jener Gegenden, durch welche der Circuit von La Sarthe führt, das Wesen de« Automobils verständlich zu machen, und ihr klarzulegen, dass die Fortentwicklung des Automobils auch für alle industriellen und kommerziellen Gebiete von nioht zu unterschätzender Bedeutung ist. werden sogenannte Wandervorträge abgehalten. AUsonntä-slich fahren die berufenen Verteidiger und Vorkämpfer des Sports in die verschiedenen Ortschaften, das gesamte Material zu kinematographischen Vorstellungen mit, sich führend. Im Sitzungssaal -des Gemeinderats, in einer Scheune, oder gar unter freiem Himmel werden vor einem aufmerksamen Auditorium solche aufklärende Vorträge gehalten.» Raucht die altbewährten Stumpen Gelbes Päckli 70 Gts Rotes „ 80 „ Havanna gepresst and rund Fr. 1.— ALLWAG-

N» 12 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE T«~dh s» Frage 9318. Zwelfadenlampen. Weichte Zweck hat da« bei manchen Zweifadenlampen angewandte Blechschäuf eichen unter dem einen der beiden Glühfäden? F. I. in B. Antwort: Das erwähnte Schäufelehen hat den Zweck einer Blende, die einen vorderen Abblend-Glühfaden ausgestrahlten Lichtes, und zwar die nach unten gerichteten Strahlen aufhält und reflektiert Wie in der beistehenden Skizze durch die voll ausgezogenen Linien dargestellt, •verlassen dann den Reflektor des Scheinwerfers nur Bach unten gegen die Fahrbahn gerichtete. Strahlen. (Die punktierten Linien verbildlichen den Strahlenfang des Hauptlicht-Glühfa/dens.) Auch mit Zweifaden-Glühlampen ohne das Schftufelcben' kann ausser dem konzentrierten Fernlicht ein diffuses Abblendlicht erzeugt werden. Die Lichtausbeute ist dabei jedoch geringer, weil ein Teil der vom Abblend-Glühfaden ausgehenden Strahlen an Steilen der Fahrbahn und der Umgebung gerichtet wird, der Beleuchtung zwecklos ist. -at- Frage 9319. Bestandteile eines ausgebrannten Wagens. Ich möchte ein altes Auto (Personenwagen Renault 11 PS) in einen LandwirtschafIstraktor umbauen. Zu diesem Zweck würde mir die Hinterachse eines 4-Tonnenlastwagens (Schneider) zur Verfügung stehen, ebenso das Wechselgetriebe, das zwecks Reduktion der Geschwindigkeit eingebaut werden müsste. Genannter Lastwagen ist aber kürzlich auf offener Strecke ausgebrannt, was vermuten lässt, dass Differential. Achsen und Wechselgetrieberäder durch die Hitze zerstört wurden oder doch gelitten haben. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, ob ich den Umbau in obigem Sinn dennoch wagen darf. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass die, Hinterachse lange nicht die gleiche Kraft auszuhaken hat wie vorher im Lastwagen. T. S. in Seh. Antwort: Wagenbrände können in ihrer Wirkung sehr unterschiedlich sein. Besonders im vorliegenden Fall sollte man die nähern Umstände kennen. Verbrannte nur die lpere Karosserie, so werden natürlich die Chassisteile bedeutend weniger in Mitleidenschaft gezogen worden sein, als wenn auch noch eine brennende Ladung zur Hitzentwicklung beitrug. Im übrigen kommt es stark darauf an, aus welchem Material die für die Wiederverwendung vorgesehenen Chassisteile bestehen. Besteht zum Beispiel das Getriebegehäuse aus Leichtmetallguss, so wird es meist schon bei relativ geringer Hitzentwicklung Schäden davontragen. Umgekehrt kann die äussere Unversehrtheit eines solchen Getriebekastens als Anhaltspunkt dafür dienen, dass'die inneren Getriebeorgane nicht gelitten haben. Die Hinterachsbrücke mit ihren grosseh Metallmassen ist meist gegenüber den Hitzeinwirkungen von Wagenbränden ziemlich unempfindlich. Am ehesten würden noch ihre Kugel- oder Rollenlager . ersatzbodürftig, was jedoch keine zu grosseh Kosten verursacht. •Weisen die zur Wiederverwendung vorgesehenen Teile äusserlich keine grossen Beschädigungen auf, so werden Sie den Umbau wohl wagen dürfen, um so eher, als die Teile ja in ihrer neuen Anwendungsart nur noch schwach beansprucht werden. -at- Frage 932a Literatur Ober Holzgasgeneratoren för Autos. Ich interessiere mich für diesbezügliche Angaben. H. M. in A. Antwort Bücher: Zur Frage des Betriebes von Aütomobilmotoren mit Sauggas. Von P. Schläp- .fer und H. Drotschmann. 27 Fig., 92 S. Bericht der Schweizerischen Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe Nr. 2, Bern 1933. Zeitschriften: The Parker gas producer. 6 fgs., Motor Transp., voL 45, no. 1164, 1927, p. 19—20. Le concours militaire de camions a gazogene. ! Pär A. Theodor, ß figs., Poids lourd, no. 38, 1927, p. 33—35. Die neuzeitliche Entwicklung der Sauggas-Kraftfahrzeuge. 2 Fig., Autotechnik, Bd. 16, Nr. 10, 1927, S. 8—9. Le concours militaire de camions ä gazogene. Par M. Griveau. 4 figs., Poids lourd, no. 35, 1927, p. 47—48. Anplieation des gazogenes & !a traction automobile. Le traveau francais, vol. 37, no. 6, 1927, p. 45. Motorwagen, welche mit aus Holz oder Holzkohle erzeugtem Gas angetrieben werden. Von A. Rönning. (Norweg) 2 Fig., Teknisk Ukeblad, Oslo, Jg. 75, Nr. .46, 1928, S. 456—460. Gasogenfahrzeuge in England und Frankreich. Von L. Betz. 3 Fig., Lastauto. Bd. 5, Nr. 43, 1928, S. 8—10. Mittels Holzkohle betriebene Lastkraftwagen. Von A.. Hallbäck. (Schwed.) 11 Fig., 8 Tab., Ingeniörsvetenskaps Akademien, Stockholm, Mitt 90, 1928, S. 3—24. Progress with charcoal producer gas. 8 figs., Motor Transp., vol. 46, no. 1192, 1928, p 77—79. The Parker producer gas plant for agricultural tractors. 2 figs., Impl. & Mach. Rev., vol. 54, no. 638, 1928, p. 185—186. The Tulloch-reading gas producer for motor vehicie8. 9 figs., 1 tab., Engineering, vol. 127, no. 3306, 1929, p. 641—644. Erfahrungen mit Kleingasgeneratoren im Fahr- «eugbetrieb. Von F. W. Freise. 5 Tab., Feuerungstechnik. BcL 17, Nr. 19—20. 1929, S. 217—219. Wettbewerb für Motorfahrzeuge mit Kraftgasbetrieb. Von S. de Capitani. 10 Fig., 2 Tab., Z. VDI., Bd. 74, Nr. 47, 1930, S. 1617—1619. Motorenantrieb durch Kraftgas aus Holz oder Torfkohle. Von Hölzermann. 7 Fig., 1 Tab., Automobiltechn. Z., Jg. 33, Nr 3, 1930, S. 66—69. The application of producer gas to motor vehicles. By E J. C. Rennie. 10 figs., 2 tab., Trans. Inst. Engs., Australia, Sydney, vol. 2, no. 4, 1930, r v. 101—109. Le Probleme de camion i gazogene. Par J. Auclair. 9 figs.. 9 tab., Chaleur et Ind., tome 11, no. spec, 1930, p. 151—158. -Kraftfahrzeugbetrieb Und Generatorgas. Von K. Dehn. 5 Fig., Brennstoff-Chemie, Bd. 12, Nr. 1, 1931. S. 4—7. Fortschritte im Bau von Sauggasmotoren für den Antrieb von Kraftfahrzeugen. B Fig., Autoinobiltechn. Z., Bd. 34, Nr. 16, 1931, S. 406—407. Le gazogene a bois et son application aus vdhicules industriels. Par Cezanne. Usine, Paris, no. 44, 1931, p. 31—33. Der Holzeaskraftwagen im praktischen Fahrbetrieb. Von H. Meuth. Techn. in der Landwirtsch., Dezember 1932, S. 253—254. Untersuchungen an Holzgaserzeugern. Von G. Kühne, E. Fischer und F. Koch. 26 Fig., 7 Zahlentafeln, Techn. in d. Landwirtsch., November und Dezember 1932, Januar 1933, S. 229—233, 247—252 und 6—8. Zur Frage des Betriebes von Automobilmotoren mit Sauggas. Von Schläpfer und H. Drotschmann. Teil des vomMotorlastwagen, Nr. 16, 17, 22 und 24, 1932, Nr. 4, 1933, S. 315—319, 336—340, 442—447, 476—481 und 72—76. . Wood-gas generators for automotive vehicles. By G. Leunig. 8 figs., Engng. Progress, Berl., February 1933, p. 21—25. Holzgasgeneratoren für Kraftfahrzeuge. Von Georg Kühne. 14 Fig., Automobiltechn. Z., 25. Mai 1933, S. 265—269. Untersuchungen an zwei Holzgaserzeugern und einem Kompressor der Kromag A.-G. Von G. Kühne und F. Koch. 14 Fig., 5 Zahlentaf., Techn. in der Landwirtsch., Juli und August 1933, S. 154—157 und 175—178. Fahrzeugmotorenbetrieb mit karburiertem Holzkohlen-Generatorgas. Von Erwin Wawrziniol. 8 Fig., Automobiltechn. Z., 10. November 1933, S. 546-^549. El carbono como carburante. Par J. A. Oria. 4 fig., Rev. Ing. ind. Madr., no. 34, 1933, p. 76—84. Motorfahrzeuge mit Generatorgasantrieb. Von E. Hubendick. 33 Fig., 8 Tab., Tras. Wld. Power Conf. Scandinavia 1933, vol. 6, S. 733—760. Stockholm 1934. Erfahrungen mit Holzgas als Automobiltreibstoff. Von H. Kvrklnjid. 19 Fig.. Trans. Wld. Power Conf. Scandinavia 1933, vol. S. 6,623—639. Stockholm 1934. The high-speed gas producer. 1 fig., Engineering, May 4, 1934, p. 512—514. Holzgaserzeuger für Lastkraftwagen mit keramischem Feuerkorb. 1 Fig., Kerara. Rdsch., Jg. 42, Nr. 33, 1934, S. 410—411. E. T. H. Frage 9321. Ueberdruck Im Kollisystem. Welchen Ueberdruck hat das Kühlsystem eines Automobilmotors etwa auszuhalten? Welcher Ueberdruck ist zur Dichtigkeitsprüfung anzuwenden? E. S. in B. Antwort: Unter normalen Betriebsumständen tritt im Kühlsystem kein praktisch in Betracht kommender Ueberdruck auf. Die Wasserzirkulation erfordert nur ganz geringe Druckunterschiede. Anders verhält es sich jedoch, wenn das Kühlwasser ins Sieden gerät. Selbst bei reichlich bemessenem Ueberlaufrohr können sich hier Ueberdrücke von 1—3 at. einstellen und bei verstopftem Ueberlaufrohr kann der Kühler mit Leichtigkeit gestrengt werden. Zur Vornahme von Dichtigkeitsprüfungen wird gewöhnlich ein. Ueberdruck von etwa 1 atü angewandt. -at- ßücB.orf Oas BQchlein vom Auto. Von Carl Hess, Verlag Automobil-Revue, Bern. Viele Wege führen nach Rom, und zahlreich sind die Möglichkeiten, um aus einem Laien ein gewiegter Automobilist zu werden. Der eine wird's mit angeborenem technischem Gefühl, der andere durch praktische Erfahrung, der dritte lässt sich durch Worte belehren, der vierte hält sich an Bücher. Immer kommt es darauf hinaus, sich ein gewisses Minimum an Spezialkenntnissen anzueignen, einen Stock an Fachwissen, auf den man im,Bedarfsfall zurückgreifen kann. . „ Einerseits wird zwar das Auto immer anspruchsloser und. zuverlässiger. Anderseits setzt aber gerade sein immer raffinierterer Aufbau, setzen auch die erhöhten Anforderungen ein Mindestmass an Verständnis unbedingt voraus. Nur derjenige Fahrer wird seinen Wagen richtig auszunützen verstehen, der über eine gewisse automobilistische Kinderstube verfügt Das in unserem Verlag erschienene «Büchlein vom Auto » vermittelt speziell die Grundbegriffe der automobilistischen Bildung. Es richtet sich vor allem an jene Fahrer, die zum erstenmal mit dem Automobil in Berührung kommen und sich einen Begriff über Wesen und Arbeitsweise des Motorfahrzeuges machen wollen. Carl Hess, sein Verfasser, hat es dabei in ausgezeichneter Weise verstanden, knapp und präzis, aber doch wieder leicht verständlich, die ganze Materie in einem engen Rahmen zusammenzufassen. Besonders all denjenigen, die weder über genügend Zeit noch Geduld verfügen, um sich durch dicke Wälzer durchzuschlagen, dem Arzt, dem Geschäftsmann, wurde damit ein Lehrmittel von seltenem Wert in die Hand gegeben. Selbst der routinierte Autler wird aber dem frisch geschriebenen Werklein noch manche interessante Anregung entnehmen können. Zur Förderung des Verständnisses sind dem Text zahlreiche Abbildungen beigegeben. Am C« S» sdi SEKTION BERN. Autotechnische Kontrollen In Thun. Der Kontrolltag vom 6. Februar, welcher den im Oberland ansässigen Mitgliedern der Sektion Bern eingeräumt war, wurde von 47 Automobilisten besucht. Im grossen ganzen war der Kontrollbefund ein recht guter, so dass die Mehrzahl der vorgeführten Wagen als «gesetzmässig» anerkannt werden konnten. Im ganzen wurden 42 Kontrollmarken abgegeben, dae sind 89% aller vorgeführten Wagen. Die Thuner Kontrollen haben, wie schon jene in Langenthai und Bern, deutlich gezeigt, dasa die" Cluibmitglieder ernstlich bestrebt sind, den technischen Vorschriften des M.F.G. und der V.V. nachzuleben und dass wirklich verkehrsgefährliche Vehikel, von welchen die Autogegner stets soviel Aufhebens machen, sehr selten anzutreffen sind. Winterfahrt nach Schlegwegbad. Die erste sportliche Veranstaltung der Sektion Bern findet kommenden Sonntag, den 17. Februar im Rahmen einer Regelmässigkeitsprüfung nach Schlegwegbad statt. Die Zufahrt Oberdiessbach, Linden, Jassbach, Schlegwegbad, welche den ganzen Winter hindurch vom Postauto befahren wird und wo der originelle Regelmässigkeitstest zur Austragung! kommt, liegt nun endlich unter Schnee, so dass das Mitführen von Ketten oder das Montieren von Sehneepneus angezeigt ist Wenn das Wetter bis Sonntag nicht umfällt, so dürfte die Winterfahrt ihrem Namen gerecht werden und den Wintersportfreund«n Gelegenheit zur Betätigung geben. Fehlt hingegen der Schnee, so ist ein SonntSsrsausflug in das sonnige Voralpen-Gelände zwischen Emme und Aare auch zu empfehlen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Regelmässigkeitsfahrt Im Abschnitt Oppligen- Schlegwegbad nur zwischen 10 30 und 11.SO Uhr stattfinden kann und dass hierfür schriftliche oder telephonische Anmeldung bis Samstas, 16. Februar an das Sektionssekretariat notwendig ist Auch Anmeldungen für das Mittagessen sind an die gleiche Adresse erbeten. Für Tafel- und Tanzmusik ist Sorge getroffen. h. SEKTION ZÜRICH. Den Mitgliedern steht am 28. Januar ein grosses Ereignis bevor. E« ist dem Vorstand gelungen. Herrn Dr. ing. Todt, den Generalinspektor für das deutsche Strasaenwesen, Berlin, den Initianten und Realisator der neuen Automobilstrassen Deutschlands, zu einem Vortragsabend in Zürich zu gewinnen. Herr Dr. Todt wird an Hand von Lichtbildern über den Bau und die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Autobahnen und auf speziellen Wunsch der Sektion über die gegenwärtig im Bau befindliche Hochalpenstrasse Bodensee-Garmisch-Berchtesgaden referieren. Da dieser Vortrag über dis mächtige Autostrassen werk, das zum grossen Teil als Notstandsarbeit realisiert wird, weiteste Kreise interessieren wird, zumalen Dr. Todt neben dem Italiener Puricelli wohl als eine der ersten Autoritäten auf dem Gebiete modernen Autostrassenbaues angesprochen werden darf, hat die Sektion auch die in der Ostschweiz wohnenden Mitglieder des Schweiz. Ingenieur- und Architekten-Vereins, der Vereinigung Schweiz. Strassenfachmänner und des Schweiz. Autostrassenvereins zu dieser Tagung eingeladen, ebenso anch alle interessierten kantonalen und städtischen Behörden. Weitere Interessenten mögen sich für Eintrittskarten an das Sektionssekretariat wenden. Es wird eine grossaufgezogene Strassenverkehrstagung werden. Der Vorstand hat das diesjährige Touitnfahrtenprogramm wie folgt festgelegt: Eine eintägige Bluestfahrt ins Baeelbiet im Mai. Eine viertägige Herbstfahrt an die oberitalienischen Seen Ende August Eine 12- bis Htägige Auslandsfahrt, und zwar entweder eine Fahrt an die französische Riviera und nach Korsika, Ende April, oder eine Fahrt nach den Loireschlössern im Juni. Von den letztern zwei Fahrten soll nur eine, das heisst diejenige zur Durchführung gelangen, für welche eich von seilen der Mitglieder das grösste Interesse geltend macht ' T. C. S. - Verkehrsregelung. Das so überaus wichtige Problem der Erziehung aller Strassenbenützer für den modernen geregelten Verkehr fand seitens der grössten Automobilisten-Vereinigung unseres Landes, des Touring-Club der Schweiz, der heute über 50000 Mitglieder umfasst, und neben grossen Kontingenten von Strassenbenützern aller Art rund 70% aller schweizerischen Automobilfahrer zusammenschliesst, von jeher eine ganz spezielle Aufmerksamkeit In diesem Zusammenhang seien die grosse Plakatkampagne «Bist du immer vorsichtig» aus dem Jahre 1932, die, alle Elementarschulen unseres Landes umfassende Jugend-Aktion von 1933, sowie die im letzten Jahr den Automobilisten zugestellten Transparente «Fahre vorsichtig» erwähnt In logischer Fortsetzung seiner ständigen Bemühungen zur Verbesserung und Hebung der Strassenverkehrs-Disziplin, hat der T. C. S. auf Anregung seiner Zürcher Sektion beschlossen, in diesem Jahre unter der Mitwirkung der zuständigen Behörde im ganzen Schweizer Lande auf breiter Basis T. C. S.-Verkehrser2iehungs-Tage durchzuführen. Das weitläufige und bis in alle Details fertig vorliegende, von den Behörden sanktionierte Programm sieht u. a. vor: Oeffentliche Vorträge und lokale Ausstellungen, Lichtbilder und Filmverführungen, Aufklärungen der Allgemeinheit durch Presse und Radio, spezielle '^Unterrichtsstunden in den Schulen an Hand geeigneten und ausgesuchten Materials, Lärmbekämpfung durch Ansetzung sog. «lautloser Vorkehrstage», (Praktische Demonstrationen auf Strassen und -Plätzen, Erleichterung des schweren Verkehrsregelungs-Dienstes der Polizei durch besondere Massnahmen, aufklärende Schaufenster-Propaganda etc. etc. Neben der durch dies© Massnahmen zu erwirkenden Einfühlung aller Strassenbenützer an die Erfordernisse des modernen Verkehrs, sollen zudem an Hand der praktischen Auswirkungen, diejenigen Einrichtungen und Wege ermittelt werden, die später als ständige Institution der Sache zu dienen geeignet sind. Den Auftakt werden die T. C. S.-Verkehrserziehungs-Tage in Zürich und anschüessend in Winterthur bilden. Die Veranstaltung steht unter dem Protektorate vom Polizeidirektor des Kantons Zürich, Herrn RegieTungsrat PHster, dem Stadtpräsidenten, Herrn Ständerat Dr. Klöti, sowie des Verkehrsvereins der Stadt Zürich. Als Zeitpunkt ist der Monat April in Aussicht genommen. Autosektion Waldstätte. Hiermit bringen wir den Mitgliedern der Sektion zur Kenntnis, dass ca. am 15. Februar 1935 die Nachnahmen für den Jahresbeitrag 1935 zum Versand gelangen werden. Wir bitten die verehrten Mitglieder höflich, den Nachnahmen einen guten Empfang zu bereiten, um uns sowie dem Generalsekretariat unnütze Spesen und Arbeit zu vermeiden. Für Ihr Entgegenkommen sprechen wir schon jetzt unseren verbind« Iichsten Dank aus. Der Beitrag beträgt für Automobilsten Fr. 17.— und für Motorradfahrer Fr. 12.50. Denkt daran, dass Ihnen der T. C. S. grosse Vorteile bietet und deren immer wieder neue studiert und ausarbeiten wird. Auf der Strecke Luzern-Engelberg funktioniert jeden Samstag und Sonntag ein Strassenhilfsdienst, der allen Automobilisten und Strassenbenützern gratis zur Verfügung steht. Der Wagen ist mit einem Plakat kenntlich gemacht Das Sekretariat. SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, Sektion Bern. Am 1. Februar 1935 hielt die Sektion ihre 6. Generalversammlung im Hotel Schweizerhof ab. Der Vorstand wurde wie folgt gewählt: Präsidentin: Frl. Messerli (bisher), Vizepräsidentin: Frau A. Glaser (bish.), 1. Sekretärin; Frau A. Büchi (bish.), 2. Sekretärin: Frau Heiniger (bish.), 1. Kassiererin: Frau Keller (bish.), 2. Kassiererin: Frau Walter (ibish.), Beisitzende: Frau Zeier (bish.), Frau Roth (bish.), Frau Flury (neu), Rechnungsrevisorinnen: Frau Zimmermann (biah.), Frau Zeier (bish.). Im Jahresprojramm sind vorgesehen: Februar: Reiseplaudertl Über Amerika, von Frau Dr. Döbrit. März: Vortrag von Herrn Moret, mit praktischen Vorführungen. April: Fahrt ins Blau«. Basiehtigung der Töpferei Desa in Steffisburg. Mai: Fuchsjagd: Blueatfahrt oder Fahrt in die Narzissen. — Ende Mai: Auslandreise. Juni: Besichtigung der Glasbläserei St PrÄ. Picknick und Strandbadleben in Leissigen. Juli: Fahrt in den Jura. August: Ausflug auf die Gnmsel. September: Ausfahrt mit einem Altersheim. < Oktober: Fahrt ins Blaue. J November: Familienabend. Dezember: Weihnachtsabend. *u CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH An unsere Mitglieder! Die nächste Monatsversammlung findet am Mittwoch, den 6. März, im Vereinslokal Du Pont statt, und zwar um 20.15 Uhr präzis. Wir ersuchen unsere Aktivmitglieder, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Die Besichtigung der Löwenbrauerei Zürich findet Samstag, den 23. Februar, nachmittags 14.30 Uhr, statt. Die Teilnehmer sind ersucht, sich punkt 14.15 Uhr vor der Brauerei, Limmatstrasse, einzufinden, um den Bon in Empfang zu nehmen. Nachzügler werden nicht berücksichtigt; der Besuch bleibt auf die Männer beschränkt. Betreff der Generalversammlung 1935 verdanken wir noch allen Mitgliedern den schönen Besuch und die grosse Teilnahme auch im gemütlichen Teil. Es sei auch unsern lieben Angehörigen der herzliche Dank ausgesprochen. Jeden Donnerstagabend ab 20 Uhr finden wir uns wieder regelmässig am Stamm im Zeughauskeller, wo jede gewünschte Auskunft erteilt und.auch Neu-Anmeldungen entgegen genommen werden. Jedes Mitglied erhält die sfihr interessante und lehrreiche Automobil-Revue - als unser Vereins-Organ auf Kosten des Vereins zugeschickt 'Mitglieder, die aue irgend einem Grund kein Vereins-Organ erhalten, verweisen wir auf unser Jnhresprogramm und Vorstandsverzeichnis. — Der Vorstand. Veranstaltungen. Automobil-Salon Genf (15. bis 24. März 1935). Dank einer neuen Einteilung im Innern haben die Veranstalter des Automobilsalons 1935 einer grösseren Zahl von Anmeldungen Rücksicht tragen können. Aber jedes Jahr stossen sie auf die gleichen Schwierigkeiten, da sich das Äusstellungsgebäude immer mehr als ungenügend erweist und das Komitee sich veranlasst gesehen hat, eine gewisse Anzahl von Platzgesuchen zurückzuweisen, die nach, dem , An« meldungsschluss eingetroffen sind. Die Aussteller, deren Gesamtzahl nicht weit von 200 entfernt ist, verteilen sich in folgender Weise: Der grosso Vorbau der Eintrittshalle wird die Schwergewichte und die entsprechenden Karosserien beherbergen, das Erdgeschoss die Tourenautomobile, die Karosseriefabrikanten, und die Abteilung, der Wassermotorfahrzetige; die Galerien wenden die Fahrräder, Motorräder, Zubehöre und Bestandteile, Werkzeuge, Gummireifen, Oele und Benzine, usw. enthalten. Stände, die als Empfangsr&ume dienen, besitzen der Automobil-Club der Schweiz, der Touring-Club der Schweiz, die Union Motocycliste Suisse, Union Cycliste Sutese, der Auto-Camping- Club der Schwei« im ersten Stock, der auch einen Teeraum aufweist. Eine besonders interessante Abteilung, die eine Art «Concours Leplne» darstellt, hat das Komitee im Souterrain für alle die vorgesehen, deren unfreiwillige Müsse ihnen Anlass zum Studium von neuen Erfindungen gibt Diese Sektion steht allen Erfindern offen, die seit mindestens 6 Monaten in der Schweiz wohnen. Gegen eine bescheidene Einschreibegebühr finden alle die, welche das Ergebnis ihrer Forschungen vorzeigen möchten, hier eine einzigartige Gelegenheit mit dem Publikum in Fühlung zu treten. Der durch das Organisationskomitee herausgegebene Ausstellungskatalog erscheint diesmal in völlig veränderter Gestalt. Neben den Namen und Adressen aller Aussteller, den Vertretern und Unter- Agenten der wichtigsten in der Schweiz verkauften Marken, enthält er eine allgemeine Beschreibung und die hauptsächlichsten technischen Merkmale aller ausgestellten Fährzeuge. Er stellt damit wirklich den vollkommenen FühTer für den Käufer und gleichzeitig das «Vademecum» des Technikers über alle Einzelheiten der Welt-Automobil-Produktion von 1935 dar, Den anderen Ausstellun.ssgruopen: Karosserien, Motorräder, Fahrräder. Wasser-Motorfahrzeuge. Zubehör, Gummireifen, Werkzeuge, usw. ist ebenfall« ein ganz besonderer Platz im Katalog iriit der vollständigen Beschreibung der einzelnen gezeigten Produkte eingeräumt. (Mitg.) Amtliche Mitteilungen Eidg. Amt für Verkehr. Zufolge der engen Verflochtenheit des Verkehrswesens mit den übrigen Zweigen der nationalen Wirtschaft haben die von der Eisenbahnabteilung des eidg. Post- und Eisehbahndepartements zu behandelnden Fragen an Um* fang stark zugenommen und sind in erheblichem Masse über den Eisenbahnbereich hinausgewachsen. Die Bezeichnung als Eisenbahnabteilung trifft deshalb tatsächlich nur noch für einen Teil des Tätigkeitsgebietes der Abteilung zu. Um diesen Verhälthissen Rechnung zu tragen, hat der Bundesrat beschlossen, die bisherige Eisenbahnabteilung in ein «Eidg. Amt für Verkehr» umzuwandeln. Dieses Amt wird wie bisher seine Aufgabe als Aufsichtsbehörde über die Eisenbahn-, Schiffahrts- und Luftseilbahnunternehmungen erfüllen; daneben wird ihm ausser den auf eine Zusammenarbeit der verschiedenen Beförderungsmittel hinzielenden Verkehrsfragen allgemeiner Natur im besondern die Behandlung der aus dem Wettbewerbsverhältnis zwischen Eisenbahn und Automobil erwachsenden Geschäfte zueewiesen und die Führung mit Betug auf die Fragen des Fremdenverkehrs übertragen. Der gegenwärtige Direktor der "Eisenbahnabteilung, Herr Hunziker, bleibt an der Spitze de» neuen Amtes. Briefkasten der Redaftfion Die «A.-R.» Im Urteil ihrer Leser. Herr F. S. in G.< schreibt: «Als eifriger Leser von Automobil- Literatur, besonders aber der technischen Seite Ihres Blattes, mach« ich Ihnen mein Kompliment, für die Herausgabe der wirklich interessanten und lehrreichen Zeltung und vorzüglichen Verfechterin der Interess«n unserer Automobilisten-Gemeinde.» Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Bucht. Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. - M. mg«' Telephon der Redaktion 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. 11 den Verbänden