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E_1935_Zeitung_Nr.013

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 1* "1 "** Das Chassis mit zwei Motoren. An der Berliner Automobilausstellung ist ein für den Verkehr auf den Reichsautobahnen bestimmter Riesenomnibus der Büssing-Werke zu sehen. Als Besonderheit weist das Chassis zwei Motoren von je 290 PS auf, wovon der eine am Chassisende (zuvorderst im Bild) montiert ist. Der Omnibus wird 120 Reisende befördern können und eine Reiflegeschwindijkeit TOH125 km/St, erreichen. Rückansicht des neuen Alfa-Romeo-Rennwagens mit unabhängig gefederten Vorder- und Hinterrädern. Die Hinterachse ist in der Mitte geteilt und als sog. Schwingachse durchgebildet, wobei das Wafengewicht durch eine untenliegen de Querfeder auf die Halbacheen übertragen wird. Grossbemessene, doppelte Stossdämpfer sorgen für ein rasches Abklingen von Chassisschwingungen. Die motorisierte Landstrassen- Pollzei. In Preussen ißt die motorisierte CCrassenpolizei wesentlich verstärkt worden. Sie besorgt nicht nur die technische Kontrolle der Motorfahrzeuge, sondern beaufsichtigt auch die Abwicklung des Verkehrs und die Innehaltung der wichtigsten Verkehrsregeln. Die Polizeiwagen weisen- eine sehr reichhaltige and zweckmässige Ausrüstung mf, die es erlaubt, bei Unglücksfällen, aller Art prompte erste Hilf« zu leisten, und Tatbestandaufnahmen zu machen. Der moderne Strassen-Express. Ein Omnibus der Mercedes-Benzwerke wie er an der Berliner Automobilauestellung als gutes Beispiel stromlinienförmiger Gestaltung der Grossfahrzeuge gezeigt wird. Der englische Bremsbelag] Elegant wie ein Flugzeug! ist führend Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS-WERK8TÄTTE Telephon 626 SCHWEISSANLAGEN die bevorzugt« Qualitätsmarke CONTINENTAL Kl «I n- An I «gen •peciell für Garagen and Reparatur • Werkstätten zu vorteilhaften Preisen. Verlangen Sii Kataloe Hr. 75 GONTINEHTAL - LICHT- UND APPARATEBAU6ESELLSCHAFT Dübendorf (Zürloh) Tel. 934.104 der nicht pfeift und rassig in der Brems-f Wirkung ist A.WUST-REBSAMEN RÜT I.Zürich TELEPHON 54 ORADED BRAKS UNINC LAN CIA-Occasions-Ersatzteile beziehen Sie vorteilhaft und preiswert in der GARAGE ELITE, Paul Lindt, BERN, Murtenstrasse. 17. Telephon 23.738, NASH CABRIOLET schnittig, - sehr gut erhalten, kontrollbereit. 11234 Fr. 1800.— Mercedes-Benz-Automobll A.-G., Zürich, Badenerstrasse 119. Tel. 51.693. ERSATZTEILE FORDSON- EPIS ATZTE ILE Grösste* Lager für alle Modelle Öccaslons-Teile Prompte Spedition Nachts offen Konr. Peter & Co., AG. Tourinr-Qaran 8O Telephon 1000 • Tel. 56^48 Unfall-Wagen werden prompt und fachgemass durch langjlhrlze Spezialisten zu zeitgemtssen Preisen repariert. Jos. Sehel will er, Autospenglerel Badenerstrasse 292, Z Ü R I O H 4 Autokoffer-Fabrikation L HUPMOBILE Sie sind Jetzt nicht mehrteurer als Imitationen, machen sich aber doppelt bezahlt. Sämtliche Teile für alte Typen ak Lager lieferbar. Baumberger & Forster A.-G. L.OTH URN ZÜRICH 1 T«l. 56.848 AUTO «i V.TÖGNAZZO Ankauf von alten und verunfallten Personen- und Lastautos. F erweriDnO ran Bestandteilen Grosse Ersatzteil laßer von über 200 verschied Marken. Kompl. Motoren. Cardane. Getriebe, etc. ZÜRICH- HOHGG Ein Meisterwerk sein eigen zu nennen, ist ein Vergnügen sondergleichen ! Beachten Sie die Anzeigen der neuen Studebaken935 mit der wunderbaren Abfederung. (Europäisches System) Autoabbruch Bern-Ostermundigen, Hans Zysset Grosses Lager in guten Occaalons- Personen» und Lastautos liefert Ihnen sofort gebrauchte Bestandteilt, wie« Motoren, Getriebe, Achsen, elektrische Apparate für alle Arten und Marken, Standmotoren für Landwirte, fertig mit Gestell und Rädern. 11377 Telepk. Aufruf Nr. 41.172 und Sie werden bedient Druck, .Clic&& und Tortes: HALLWAG A.-G, Hallersch» Buckdruckerei und Waenwaob« V« Birn.

No 18 II. Blatt BERN, 15. Febr. 1935 Automobil-Revue ITIotoi^Revirnion Immer mehr erhält das Auto den Charakter eines Werkzeuges, eines hochleistungsfähigen Hilfsmittels zur Beherrschung von Zeit und Raum. Umgekehrt proportional dazu, wie seine Verwendung als Luxusgegenstand in immer engere Grenzen verwiesen wird, steigen die an das Automobil gestellten Anforderungen ständig an. Der Amerikaner wechselt seinen Wagen schon wie ein Kleid, das weggeworfen oder verschenkt wird, wenn es nicht mehr schön oder modern ist. Auch bei uns hat sich die einstmalige Verbundenheit zwischen dem Fahrer und seinem Wagen schon stark gelockert. Bis ein Motorfahrzeug endlich auf dem Autofriedhof landet, wechselt es meist mehrmals seinen Besitzer, wobei Jeder von diesen bestrebt war, das Maximum an Leistung von ihm herauszuziehen. Natürlich ist es durchaus am Platz, dass man ein Auto, wie jede andere Arbeitsmaschine, so gut wie möglich ausnützt. Die «bestmögliche Ausnützung» ist jedoch niemals eine «rücksichtslose Ausnützung». Der Raubbau ist auf die Dauer immer unrentabel, gleichgültig auf welchen Gebieten. Die moderne Einstellung läuft aber Gefahr, die Rücksichtslosigkeit in der Ausnützung des Automobils zu fördern. Kein Wunder, wenn deshalb mancher Automobilist mit Sehnsucht nach den guten alten Zeiten zurückblickt, in welchen ein Wagen eine Lebensdauer von 10, ja vielleicht 20 Jahren erreichte. Wie oft wird-nicht heute über die Minderwertigkeit der modernen Erzeugnisse geklagt Dabei verfügen die Fabriken in Wirklichkeit über .weitaus besseres Material, über ungleich mehr Konstruktionserfahrungen, über besser geschulte Arbeitskräfte denn je. Wird der Wagen auch nur einigermassen verständig behandelt, so kann er an die 100 000 Kilometer ohne die geringste Störung zurücklegen, ©ine Leistung, die sich früher auch der erösste Optimist niemals hätte erträumen lassen. Die Leichtigkeit, mit der sich das Auto trotz seiner von Natur aus so empfindlichen Wärmekraftmaschine den verschiedensten Klimabedingungen anpasst, die geringen Kenntnisse, die es zu seinem Betrieb erfordert, wären eigentlich ständiger Bewunderung wert. Gerade das Minimum an Pflege, das es heute noch erfordert, führt aber vielfach zu gänzlicher Vernachlässigung jeder Wartung. Früher war es selbstverständlich, dass das Auto alle 20^-30 000 km seine Generalrevision erhielt. Heute legt mancher Wagen diese Strecke in einem Jahr zurück, absolviert sie Jahr für Jahr mit gleicher Regelmässigkeit und erlebt kaum eine einzige gründliche Gesamtüberprüfung. Die moderne Wagen-Instandhaltung beschränkt sich meistens auf die Instandsetzung oder den Ersatz einzelner defekter oder stark abgenützter Teile. Viele Autobesitzer halten selbst dieses Minimum an Wartung noch für zu viel und fordern Konstruktionen welche die Reparaturwerkstätten überhaupt überflüssig machen. Dass sie damit aber ganz Unmögliches verlangen, ist deutlich zu erkennen, wenn man sich auch nur einigermassen in die einzelnen Arbeitsvorgänge hineindenkt. Unsere heutigen Motoren arbeiten nicht selten mit 3000 bis 3500 Touren pro Minute. Umgerechnet heisst das, dass ihre Kolben sich in der Sekunde 50 bis 75mal auf- und abwärts bewegen, dass die Kolbengeschwindigkeit 10—15 Meter pro Sekunde beträgt, dass in der gleichen kurzen Zeitspanne 150 bis 300 Zündungen auftreten müssen, dass den Ventilen nur Hundertstelssekunden zum Oeffnen und Schliessen zur Verfügung stehen, dass die Kurbelwelle jährlich etwa 60 Millionen Umdrehungen macht, dass bei jedem Arbeitshub ein Druck auf dem Kolben, den Pleuellagern und den Kurbelwellenlagern lastet, der in die 1000 kg gehen kann. Dass solche phantastische Vorgänge auf die Dauer nicht ganz ohne äussere Folgeerscheinungen bleiben können, muss auch einem Laien einleuchten. Vor allem die Arbeit der Kolben grenzt ans Wunderbare, besonders wenn man bedenkt, unter welchen Betriebsbedingungen sie verrichtet wird. Fast ununterbrochen ist der Kolben der Verbrennungstemperatur von 1100 bis 1650 Grad ausgesetzt. Seine Gleitflächen sind nur schlecht geschmiert, denn immer wieder wird der Oelfilm durch die Verbrennung teilweise zerstört. Mit jeder Gemischladung wird von neuem Strässenstaub in den Zylinder angesaugt, der sich mit den spärlichen Oelmengen vermischt und dessen Qüarzkriställe selbst den härtesten Stahl angreifen würden. Bei jeder einzelnen Kurbelzapfenumdrehung wechselt der Kolben an der Zylinderfläche mehrmals seine Anlage, wobei er immer, je nach dem Spiel, einen mehr oder weniger schweren Schlag erhält. Sind die Kolbenringe einmal etwas undicht, so schiessen beständig heisse Stichflammen und Gase dem Kolbenmantel entlang, können den Kolben bis zum Schmelzen erhitzen und setzen die Schmierung noch weiter herab. Und trotzdem soll auch hier der Kolben seine 50 bis 100 Millionen Auf- und Abwärtsbewegungen aushalten, bevor man ihn ersetzt Die Ventile haben es nicht viel besser, ja an Schlägen erhalten sie über alles Erdenkliche hinaus. Das sanfte Sichsetzen der Ventile bei langsamem Motorlauf wird zu einem II. Blatt BERN, 15. Febr. 1935 Niederknallen, wenn der Motor einmal höhere Tourenzahlen erreicht, das sanfte Sichöffnen zu einem Hochgeschlagenwerden. Dabei befinden sich die Auslassventile sehr oft in dunkelrot-glühendem Zustand, in einem Zustand salso, in welchem die Widerstandsfähigkeit; des Materials schon stark abgenommen hat Jedermann weiss, dass ein Metall durch rasch aufeinanderfolgende starke Erhitzung und Abkühlung reissen kann. Ein Ventil darf nicht reissen, denn sonst könnte ein in die Zylinder fallender Bruchteil die Zerstörung des ganzen Motors herbeiführen. Es darf sich nicht einmal messbar deformieren, denn sofort ist es sonst undicht und sein Zylinder mehr oder weniger wirkungslos. Vermehrte Beispiele bedarf es wohl nicht, um darzulegen, dass die Beherrschung der Arbeitsvorgänge im Motor doch so einfach nicht ist. Dafür wollen wir uns etwas näher mit den Folgen befassen, welche die Vernachlässigung der Mindestwartung nach sich zieht. Gewöhnlich macht sich ein schlechter Wagenzustand zuerst im Abfall der Motorleistung und im Ansteigen des Benzin- und Oelverbrauches bemerkbar.' Beide Erscheinungen stehen dabei sehr eng miteinander im Zusammenhange : Die Benzin- und Oelverluste sind nicht nur an sich grösser, der Mehrverbrauch entsteht auch dadurch, dass der Fahrer den Motor ständig stärker beanspruchen muss, um den Leistungsabfall auszugleichen. Bei nicht allzu alten Wagen spielt > der Zustand des Fahrwerks und der Ubertra-, gung dagegen nur eine kleine Rolle. Erst nach . 100 000 Fahrkilometern zeigen sich gewöhn- Lassen Sie in Ihrem Motor Diamantbüchsen - Floquet einbauen, die nicht nur den Lauf der Kolben erleichtern und ruhiger gestalten, sondern auch die Abnützung wesentlich vermindern, dem Wagen seine maximale Leistungsfähigkeit verbessern und den Brennstoff- und Oelverbrauch äusserst niedrig halten. - Verlangen Sie aufklärende Broschüre. Ausserdem besorgen wir auch: Zylinder - Ausschleifen Einsetzen von Diatherm- Kolben Einbau von Ventilsitzen aus hoch - hitzebeständigen Spezialisierungen Schweiz. Metallurgische Gesellschaft Muttenz Zylinder- „„ d Kurbelwellen- Schleiferei St. Gallen Maschinenfabrik Burgstr. 106 a - Tel. 37.17 MOTOREN LAGERN AUSBÜCHSEN VON GERISSENEN BOHRUNGEN AB LAGER LIEFERE ICH: KOLBEN, KOLBENRINGE, VENTILE usw. „Kellenberger" - Spezialmaschinen für Automobil instandstell ungswerkstätten: Zylinder-Feinbohrwerk Nr. 40 Hydraulische Honingmaschine Nr. 27 Hydraulische Zylinder-Schleifmaschine Nr. 20 Bohr- und Honingmaschine Nr. 26 B Zylinder-Schleifmaschine Nr. 15 Kurbelwellenschleifmaschine Nr. 35 ' Universal Rund-, Innen-, Flächen- und Werkzeug-Schleifmaschine Nr. 50 : Universal Werkzeugschleifmaschine No.55 L. KELLENBERGER & CCX Werkzeügmaschinenfabrik ST. GALLEN