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E_1935_Zeitung_Nr.015

E_1935_Zeitung_Nr.015

Berliner Automobil- und

Berliner Automobil- und Lastwagenschau AÜTOMOBIL-REVÜE. 1935 — N» 15 Massenbesuch- in : der PersonenwagenTAusstellung. Ein, Blick in die Halle II, in welcher die Lastwagen untergebracht sind. Der hochinteressante neue 750-ccm-Dreizylinder- Zweitaktwagen der Motorradfabrik Imperia, als Zweiplätzer karossiert. Das nur rund 300 kg schwere Fahrzeug soll 140 km/St, erreichen« Die von den Technikern"'fiel bewunderte Hinterachs-Durchbildung des neuen 140-PS-Maybach- Wagens. Maat, beachte-auch die "Kombination von' Schraubenfedern mit- der Blattfeder. Ein Sattelschlepperanhänger für 30 Tonnen Nutzlast, der 15 Meter lang und mit vier steuerbaren Hinterrädern versehen ist. Das «Gesicht» dieses "Prägä-Wägens~bewekt r ~:däss atrch die gute Stromlinienform der Phantasiedes Konstrukteurs • noch viel Spielraum lässt. . Stuck mit dem stromlinienförmigen Auto-Union-Bennwagen • in voller Fahrt auf der Äutostrada Flojrenz-Viareggio, hei der er bekanntlich mit 320 km/St, einen neuen internationalen Rekord über, " Der ~Aüto-Uniön-Rennwagea" fährt'zu*- Start-zur Rekordfahrt. Ing. Walb (rechts vom Wagen) gibt die Meile aufstellte. "Stuck die letzten wichtigen- Anweisungen.

15 II. Blatt Bern, 22. Febr. 1935 15 II. Blatt Bern, 22. Febr. 1935 Tech Allgemeines über die Kühlung von Verbrennungsmotoren. Der Zweck der Kühlung von Verbrennungsmotoren ist der, denjenigen Teil der bei der Verbrennung frei werdenden Wärme abzuführen, welcher schädlich auf. den thermischen Wirkungsgrad des Motors und auf konstruktive Einzelteile einwirken würde. Es liegt die Gefahr nahe, dass sich an einzelnen Stellen Glühherde bilden, welche Spannungen im Guss und.infolgedessen .die Bildung von Rissen nach sich ziehen. Dies kann zum Beispiel bei Gussänhäufungen am Ansatz der Gaskanäle des Zylinders vorkommen. Derartige Stellen müssen daher zur Ableitung der schädlichen Wärme gut gekühlt werden. Eine andere Gefahr, welche in der ersten Zeit besonders bei leichten Verbrennungsmptoren von verhältnismässig grosser Bohrung viel Schwierigkeiten verursachte, ist die, dass sich bei einer ungenügenden Kühlung der Gleitbahn in der Mitte des Kolbenbodens ein Glühherd bildet. Ganz abgesehen von den dadurch entstehenden Selbstentzündungen, welche den Betrieb stören, liegt die Möglichkeit nahe, den Kolben bis an seine Gleitfläche zu stark zu erhitzen, so dass im Kolbenboden meist in radikaler Richtung Risse auftreten, deren Bildung von den Explosionen unterstützt wird. Gleichzeitig wird die Schmierung der Gleitbahn durch die zu starke Erwärmung illusorisch, was noch durch ein Festsetzen der Kolbenringe und ein damit verbundenes Durchschlagen von Verbrennungsgasen unterstützt wird. Es findet somit ein Fressen bzw. Sichfestsetzen des Kolbens t statt. Die vom "Zylinder abgeführte-Wärme bedeutet einen Verlust an Energie, sie muss daher so weit als angängig eingeschränkt werden. Um einen hohen thermischen Wirkungsgrad-zu erzielen, muss die dem Verdichtungsdruck entsprechende Temperatur möglichst hoch sein. Dem steht gegenüber, dass die Temperatur während des Saughubes, mit welcher das Gasgemisch in den Zylinder einströmt, möglichst niedrig sein muss, um eine gute Füllung, zu ermöglichen, da bei Zuführung einer kälteren Füllung ein der niedrigeren Temperatur entsprechendes grösseres Gewicht des Gases zur Wirkung kommt als bei Zuführung desselben Volumens unter demselben Druck bei einer' höheren Temperatur. Aus diesem Grunde ist, es von Vorteil, wenn bei Motoren für leichte Brennstoffe nur eine geringe Vorwärmung angewandt wird.. , ... Um die Wärmeabführung vom Verbrennungsraum in möglichst niedrigen Grenzen zu halten, d. h. um die Leistungsfähigkeit des Motors unter sparsamem Brennstoffverbrauch zu erhöhen, werden z. B. bei Rennwagen die mit den heissen Betriebsgasen in Berührung, kommenden Flächen des Verbrennungsraumes spiegelblank poliert. Es wird hierbei von? folgender Ueberlegung ausgegangen: Bei der chemischen Vereinigung von Wasserstoff und Kohlenstoff mit Sauerstoff wird intensive Wärme frei. Die vibrierenden. Gasteilchen erzeugen im umgebenden Aether Wärmewellen. Diese Wellenenergie ist der vierten Potenz der absoluten Temperatur des Gases proportional und hat das Bestreben, in allen Richtungen von den Gasteilchen auszustrahlen.. Sie wird danti, von den Zylinderwandungen , aufgenommen. Diese Wellenenergie wird nun durch spiegelnde Begrenzungswände zurückgestrahlt und wieder von den Gasen dm Verbrennungsraum aufgenommen, denen dadurch ihre Energie wiedergegeben wird. Da gasförmige Verbrennungsprodukte, welche Wärme ausstrahlen, durch Rückstrahlung dieser Wärme wieder erhitzt werden können, so kann mittels der Spiegelflächen die adiabatische Volumenänderung der Treibgase ermöglicht und dadurch die vollkommene Umsetzung der Wärme in Arbeit begünstigt werden. Durch eine allzu geringe Wärmeabführung wird allerdings bei Schnelläufern eine zu hohe Erhitzung der Ventile, des~,Kolbens und somit auch der Gleitbahn verursacht werden. Ausserdem sinkt voraussichtlich infolge zu starker Erwärmung der volumetrische Wirkungsgrad. Betrachten wir die Energieverluste bei einem Automobilmotor an Hand des Energiediagramms, so sehen wir, dass ungefähr 35 bis 40 Prozent Energieverluste auf die Kühlung entfallen. Da bei Motorfahrzeugen der Motor unter wechselnder Belastung arbeitet, wird ein verhältnismässig ; ungünstiger thermischer Wirkungsgrad erreicht. > Beim Flugmotor liegen die Verhältnisse vorteilhafter. Betrachten wir die abzuleitende Wärmemenge Qw, so ergibt sich ungünstig gerechnet Qw = 0,40 . 0,330 . 10 500 . Ne WE/Std. Qw ~ 1400 . Ne WE/Std. Es ist hierin der Brennstoffverbrauch für eine:PS/St. = 0,330 kg und der Verlust = 40 Prozent' gesetzt. Ne bedeutet die Anzahl der PSe des Motors und 10500 ist der Heizwert eines kg Benzins in WE. Es sind hierbei ungünstige Verhältnisse angenommen. Die Abführung der Wärme geschieht auf verschiedene Weise. Bei ortsfesten Anlagen und Bootsmotoren ist die Kühlung verhält- nismässig einfach, da man zu diesem Zwecke Frischwasser um die Zylinder strömen lassen kann. Die günstigste Menge, d. h. diejenige -Menge des vorbeifliessenden Frischwassers, welche die beste Leistung des Motors ergibt, kann durch einen Hahn geregelt werden. Bei beweglichen Motoren, also bei Fahrzeug- und Flugzeugmotoren (ausser bei Booten) und bei ortsfesten Anlagen, bei denen keine Wasserleitung zur Verfügung steht, muss stets eine Rückkühlanlage oder Luftkühlung Verwendung finden. Die Rückkühlung ist im Grunde genommen auch nur, allerdings mittelbare, Luftkühlung, bei der man durch die Kühlflüssigkeit die Wärme von den Zylindern abführt, um sie in einem geeigneten Kühlgefäss an die Luft abzugeben. Die Ausdrücke «Luftkühlung» für die unmittelbare Kühlung der Zylinder durch Luft und ; «Wasserkühlung» für die mittelbare Luftkühlung haben sich in der Praxis derart eingebürgert, dass man sich ihrer wohl auch weiter bedienen darf. Eine gewisse Berechtigung für den Ausdruck Wasserkühlung bei einer Rückkühlanlage besteht übrigens ; insofern, dass die unmittelbare Abfuhr der Wärme von den Zylindern durch Wasser geschieht. Bei verschiedenen Motoren, so z. B. bei Glühkopfmotoren von ungefähr 15 PS an aufwärts, findet man verschiedentlich eine, zusätzliche innere Kühlung, welche durch, Einspritzen von Wasser in den Verbren^ nungsraum bewirkt wird. Es wird hierbei" durch das verdampfende Wasser ein Teil der' Wärme im Verbrennungsraum gebunden. ' Die Verwendung von ,Öel als Kühlmittel erwies sich namentlich bei Kolben wenigerwirksam als Wasserkühlung. Die Ursache. liegt in.der geringeren spezifischen Wärme, des Oeles. Es wären grössere Oelmengen. erforderlich, und diese müssten mit erheb-r lichem Ueberdruck durch die Kühlräume, gefördert werden, schon deshalb, um, ein Anhaften des Oeles und Verkrusten an. den, heissen Wandungen zu vermeiden- , .."i Warum haben Rennreifen kein Gleitschutzprofil ? Manchen Lesern mag es schon aufgefallen sein, dass auf Photographien von' Bahn-Rennwagen die Pneus dieser Fahrzeuge: eine ganz glatte Lauffläche haben. St» wird/ auch z. B. der Weltrekord-Rennwagen Cairipbells immer mit glatten Pneus abgebildet. Nicht selten trifft man auf die Meinung, es handle sich eben um abgefahrene Reifen. Wenn auch allgemein bekannt ist, dass sich die Reifen von Bahn-Rennwagen ausserordentlich rasch abnützen, so trifft das indessen doch nicht zu. Die Reifen des «Blue Bird» und anderer Bahn-Rennwagen sind von Anfang an glatt. Da der Laufstreifen nur wenige Millimeter Dicke hat, können sie auch gar nicht anders ausgeführt werden. Die Räder des Weltrekord-Rennwagens « Blue Bird » erreichen maximal annähernd 3000 Touren. Das Drahtseil in den Wülsten der Pneus wird dabei durch die Zentrifugalkraft mit acht Tonnen Zug beansprucht Auf jeden Zentimeter des Umfanges versucht die Zentrifugalkraft die Reifenwandurig mit etwa 300 kg vom Wulst abzureissen. Je schwerer die Gummiauflage des Reifens wird, um so grösser würden natürlich auch diese Kräfte. Ausserdem Hesse sich eine dicke Gummiauflage durch Vulkanisation bei weitem- nie so stark mit der Leinwandunterlage verbinden, wie es für die Haltbarkeit der Verbindung erforderlich wäre. Die Auflage würde bei höheren, Tourenzahlen sofort losgerissen, eine Wegen Räumung verkaufen wir das oben abgebildete MINERVA-CABRIOLET, 4/5 PL, 8 ZYL. erstklassige schweizerische Spezialkarosserie, Modell 1934, vollständig fabrikneu, zu einem aussergewöhnlich günstigen Preis. Offerten unter Chiffre 14737 an die Automobil- Revue, Bern. I 1. Größere Breitenstreuung des Abblendlichtes 2. Höhere Beleuchtungsstärke beim Abblendlicht 3. Ausgeglichene Lichtverteilung (Riffelkolben) 4. Bessere Sicht bei Nebel (schwarze Kuppe) 5. Erhöhte Stoßfestigkeit (Leuchfdrahrrräger aus neuer Metallegierung,- verstärkte Befestigung) : "" ' •' "•-'••""''•'' i 'y l '"'-•''"-"• -J | ' u ' ••*' -' • • • « ] Brennabor- Ersatzteile Grossgarage Sihlhölzli, Zürich Schöntalstrasse 3 Telephon 36.696 LANCIA ARTENA modele 1933, limousine, 4 pl., 2 prises directes, 11 HP, roule 18 000 km. — Reelle occasion. Garage « Economique », 14, rue du Village-Suisse, Gencve. 11309 Jöggi + Wüthrich » c O—12 JM«4H4 \