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E_1935_Zeitung_Nr.016

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unterlassen, ein

unterlassen, ein Lackverdeck bei starker nur im Hinblick auf aie AntiklÖpfwirknng,* Kälte zu öffnen oder zu schliessen, der sondern auch mit Rücksicht auf das Festbacken der Kolbenringe und die Zylinder- spröde Lack würde sicher brüchig werden oder gar in kleinen Stücken abspringen, und temperatur vorgenommen- werden muss. -thdann ist es um das gute Aussehen des Verdecks geschehen. . ^-f Teefan. Dle Wasserpumpe tropft... Wenn man das Tropfen der Wasserpumpe nicht bemerkt, wird im Laufe der Zeit im Kühlsystem ein unzulässiger Wassermangel eintreten, der gefährlich werden kann. Mit geringer Mühe lässt sich diesem Uebel abhelfen, indem man die Verschlussschraube nachzieht, in der sich die Packung der Wasserpumpe befindet. Vielleicht wäre es gar nicht erst zum Tropfen gekommen, wenn man alle 1000 km der Pumpe eine Spritze Fett gegeben hätte. Und zwar muss das ein Fett sein, das durch heisses Wasser nicht gelöst wird,, das also nicht in die Kühlanlage verschleppt werden kann, die unbedingt sauber bleiben muss, wenn sie funktionieren soll. Helfen aber Nachziehen der Pumpenschraube und Fetten nicht, dann muss man eine neue Packung einlegen lassen, wodurch dann das Tropfen vermieden wird. Benzol verhindert das Festbacken der Kolbenringe, Öer englische Forscher und Konstrukteur Ricardo hat Versuche über den Einfluss von Brennstoff auf die Tendenz der Kolbenringe, sich in den Ringnuten festzubacken, angestellt. Ein luftgekühlter JAP- Motor wurde dabei zuerst mit gewöhnlichem Benzin und. hierauf mit Benzin-Benzol-Gemischen betrieben, deren Benzolanteil 50 %, 55 % und 60 % betrug. Beim Betrieb mit dem erstgenannten Benzin-Benzol-Gemisch waren bereits nach 2% Stunden die Kolbenringe gleich stark festgebacken, wie nach einem lOstündigen Betrieb mit Benzin allein. Die Zylinderradtemperatur betrug hierbei 285 Grad. Reduzierte man durch bessere Kühlung die Zylindertemperatur auf 280 Grad, so war nach 10 Stunden beim Betrieb mit Benzin noch kein Festsitzen der Kolbensringe festzustellen, beim 50prozentigen Benzin-Benzol-Gemisch erst nach 4 Stunden. Die stärkere Beigabe vom Benzol zum Gemisch hatte jedoch wieder eine deutliche Abnahme der Russbildung in den Ringnuten zur Folge. Beim Gemisch mit 65 % Benzolanteil und einer Zylindertemperatur von 280 Grad blieb die Verrussung der Kolbenringnuten fast vollständig aus. Der Versuche lehren, dass die Zusammensetzung des Benzin-Benzol-Gemisches nicht Gesucht faird in Gross-Garage tüchtiger, zuverlässiger Auto-Elektriker Spezialist auf Scintilla- und Bosch-Anlagen. Seriöser Bewerber mit Ia. Referenzen findet gutbezahlte Dauerstelle. — Offert, mit Zeugniskopien sende man unter Chiffre 14747 an die 11113 Automobil-Revue, Zürich. Gesucht auf 1. 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Eine weitere Sicherung der Niveauübergänge liesse sich gewiss dadurch erreichen, dass man die Barrieren mit einer waagrechten Linie dicht nebeneinander gesetzter Katzenaugen besser kenntlich machte. Vereinzelt sind zwar schon Barrieren mit Kataphoten anzutreffen, wobei diese jedoch nur den Rand des Signaldreieckes markieren. Und eine grosse Zahl von Uebergängen ist überhaupt nur durch einzelne, •womöglich noch "weisse Lampen markiert, die als Gefahrsignale viel zu wenig auffallen. E. W. in Z. Antwort: Gegen die Anwendung starker Lokomotivscheinwerfer sprechen gewichtige bahnbetriebstechnische Einwände. Selbst wenn man durch die Abwendbarkeit dieser Scheinwerfer die Blendgefahr für das Stationspersonal ausschliessen könnte, bliebe noch, ein gewichtiger Gegengrund: Je heller die Strecke vor der Lokomotive beleuchtet ist, desto weniger gut sind die Signale sichtbar. Bei Anwendung sehr starker Lokomotivscheinwerfer würden die Bahnsignale sogar fast vollständig überdeckt. Auch in Amerika ist man übrigens aus diesem Grund mehr oder weniger von der Anwendung nach vorn gerichteter Lokomotivscheinwerfer abgekommen. Statt dessen benützt man einen auf dem Kessel montierten, senkrecht nach oben gerichteten Scheinwerfer. In flachem Land lässt sich auch so noch eine auffällige Warnung erreichen. In unserem wenig übersichtlichen Gelände hätte dagegen wohl ein solcher Scheinwerfer keinen grossen Zweck. Durchaus einig gehen wir jedoch mit Ihnen im Punkt der besseren Markierung der Uebergänge selbst. Zweifellos entspricht es den modernen Erfordernissen in keiner Weise mehr, wenn eine geschlossene Barriere nur etwa durch den eine Laterne schwingenden Barrierenwärter oder eine Strassenlampe markiert wird, wie. es sehr oft noch an Uebergängen mit grossem Verkehr zu beobachten ist. Die Idee der Kenntlichmachung der Barriere durch eine Linie von Kataphoten' wäre bestimmt einer näheren Prüfung wert. Vielleicht würde es sich dabei empfehlen, die Kataphoten statt aus rotem Glas aus blauem oder grünem Glas zu wählen, um die Natur des Hindernisses besonders deutlich hervorzuheben. —at— Auto-Garage mit bekannter Auto-Vertretung sucht per' sofort tüchtigen, routinierten Automobil-Verkäufer Kaufmann mit einer Interessen-Einlage von 10—12 Mille. Keine Sanierung. — Offerten mit Bild und Zeugnissen unt. Chiffre 14735 an die .. 7623 Automobil-Revue. Bern. durchaus selbständiger «•» Auto- Mechaniker event. mit kleiner Interessen-Einlage. — Schriftl. Offerten mit Zeugnissen und Lohnansprüchen unt. Chiffre 66358 an die Automobil-Revue, Bern. Chauffeur zuverlässig, nicht unter 22 Jahren, Deutsch u. Französisch sprechend, findet Stelle auf Lastwagen in der Ziegelei le Mouret AG. (Freiburg). 66426 Frage 9331. Wann Vorzündung, wann Nachzündung? Muss die Einstellung der Zündung abhängig von der Fahrgeschwindigkeit getroffen werden? Man hat mich belehrt, dass immer nur dann eine Verstellung der Zündung stattzufinden habe, wenn man bergauf fahre. Anderseits habe ich aber .oft, beobachtet, wie Fahrer fast beständig mit der Zündung spielen. Welches ist die richtige Methode? F ? U. in S. Antwort: Beim Anlasseh des Motors gebe man nur wenig Vorzündung, damit" der Motor nicht zurückschlagen kann. Bei allzuviel Spätzündung gibt jedoch ein Magnet meist einen-schlechten Funken, wodurch, das Starten erschwert wird. Während der Fahrt muss bei schneilaufendem Motor entsprechend Frühzündung eingestellt werden. Je langsamer die Maschine läuft, um so mehr ist auf Spätzündung einzustellen. Man verwechsle nicht die Tourenzahl mit der Geschwindigkeit. Kletitert z. B. das Fahrzeug im ersten Gang mit-hohen Touren einen Berg auch nur langsam hinauf, so muss doch Frühzündung eingestellt werden. Fährt man anderseits im grossen Gang mit verhältnismässig langsam laufendem Motor in immerhin noch recht flottem Tempo eine schwache Steigung hinauf, so ist mehr Spätzündung zu geben. Viel wichtiger als die Fahrgeschwindigkeit ist also die Tourenzahl des Motors. Beim Beschleunigen gibt man immer zuerst Gas und folgt dann langsam entsprechend der immer grösser werdenden Tourenzahl mit dem Zündhebel nach Frühzündung hin. Allzuviel Frühzündung verursacht Klopfen des Motors und ist für diesen schädlich, da sie eine starke Beanspruchung der Lager zur Folge hat. Anderseits verursacht Spätzündung eine schlechte Verbrennung und übermässige Erwärmung der Maschine und bedingt einen anormal hohen Betriebsstoffverbrauch. ys. Anfrage 491. KontrollgebGhren. Wir erhalten vom Expertenbureau des Strassenverkehrsamtes des Kantons Bern folgende gedruckte Postkarte: « Gestützt auf Art. 8, Abs. 1, der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr und auf die Verfügung der kantonalen Polizeidirektion vom 29. Dezember 1033 werden Sie hiermit eingeladen, Ihr obenbezeichnetes Automobil zur technischen Kontrolle (insbesondere Lichtkontrolle) bis Ende November in Bern vorzuführen. Die Prüfungen werden im Monat Novemlber jeweils Montag und Freitag durchgeführt. Die genaue Zeit der Kontrolle ist mit dem Espertenbureau (Speichergasse 8, Tel. 27.115) zu vereinbaren. Wenn das Fahrzeug in allen Teilen den Vorschriften entsprechend befunden wird, so erhalten Sie die Kontrollmarke der Experten. «Nichtbefolgung der Einladung hat Nichterneuerung des Fahrzeugausweises zur Folge. (Kontrollgebühr Fr. 6. —.) Mit Hochachtung Strassenverkehrsamt des Kts. Bern. > Art. 8, Absatz 1, der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr bestimmt; « Die Motorfahrzeuge können jederzeit auf ihre Eignung zum Verkehr nachgeprüft werden; nach Verkehrsunfällen sind sie stets nachzuprüfen.» Während wir der Einladung des Verkehrsamtes zur Vorführung unseres Automobils zur technischen Prüfung, laut Gesetz, Folge zu leisten haben, ist es uns unbegreiflich, dass das genannte Amt hierfür eine Gebühr von Fr. 6.— einzieht (der Betrag war der Karte beigedruckt), um so weniger, als unser Wagen bisher keinen Anlass zu Beanstandungen Verheir., 30jähr., selbst. Chauffeur- Mechaniker der auch Gartenarbeit versteht, wünscht seine Stelle zu wechseln. Beste Zeugnisse und Referenzen 66438 Offerten unter Chiffre Z 3225 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Junger, tüchtiger Chauffeur sucht Stelle auf Last-, Lieferungs- od. Personenwagen. Offerten unter G. c. 3004 Y. an s» «dvscaal Entbehrlich geworden... An die fünf Jahre hatte der Wagen getreulich gedient, war aber nach und nach entbehrlich geworden. Was tat der Besitzer, um Interessenten ausfindig zu machen? Er schrieb ihn in der „Automobil-Revue* zum Verkauf aus und konnte uns bald nachher berichten» „.. , dass ich meinen Wagen verkauft habe und somit ein weiteres Inserat nicht mehr notwendig ist... Ich habe durch Ihr Inserat sehr viele Anfragen erhal* Jen und werde Sie später wieder einmal berücksichtigen." Cine Kleine Anzeige*in der 'ftiitnmobil vReliue* lohnt* «ieli> gab. Wir bemerken noch, dass Herr W. Badertscher, Rechtsanwalt, in seinem Kommentar zu obigem Artikel folgendes schreibt: c Die Erhebung besonderer Gebühren ist für solche Kontrollen nicht zulässig, besonders dann nicht, wenn sie nicht Anlass zu Beanstandungen gab. » : Bezüglich der « Verfügung der kant. Polizeidirektion vom 29. Dezember 1933 », auf welche die Einladung des Strassenverkehrsamtes sich beruft, haben wir bei der genannten Direktion angefragt und die Antwort erhalten, dass diese Verfügung eine interne Sache sei und nicht publiziert wurde. Im übrigen seien sie berechtigt, alte Karren von Zeit zu Zeit zur Prüfung, einzuverlangen. Wir Ibitten um Mitteilung, wie es sich mit dieser Gebühr verhält, ob das Strassenverkehrsamt berechtigt ist, eine Kontrollgebühr von Fr. 6.— zu erheben für die technische Kontrolle eines Automobils, das, notabene, nie Anlass zu Beanstandungen gab. Nach einer weiteren vom Strassenverkehrsamt erhaltenen Antwort geht hervor, dass die Erhebung einer Kontrollgebühr von der kantonalen Polizeidirektion verfügt worden ist. Antwort: Wir bezweifeln, dass die von Badertscher vertretene Auffassung richtig ist. Gewiss verbietet Art 4 der Bundesverfassung den Kantonen, willkürliche Massnahmen zu treffen. Allein die Erhebung einer Gebühr für die Prüfung der Automobile ist unseres Erachtens nicht -willkürlich, sondern sachlich durchaus begründet. Die Prüfungen sind nicht zuletzt im Interesse der Automobilisten selber angeordnet worden, und da erscheint es nicht ungerechtfertigt, wenn die Kosten derselben nicht aus der allgemeinen Staatskasse bestritten, sondern dem Automobilisten in Form einer Gebühr auferlegt werden. Auch ist die Gebühr so niedrig bemessen, dasa sie die effektiven Kosten der Prüfungen kaum deckt. Es kann also hier von einer versteckten Besteuerung der Automobilhalter nicht die Rede sein. Nach Burckhardt bedürfen obligatoirsche Abgaben, im Gegensatz zu den Gebühren, die für eine freiwillig beanspruchte staatliche Leistung erhöhen werden, einer gesetzlichen Grundlage. Es ist nun, in der Tat fraglich, ob für die Verfügung der Polizeidirektion eine solche gesetzliche Grundlage besteht § 1 des Dekretes vom 18. November 1920 bestimmt zwar, dass die Kosten der vorgeschriebenen Prüfungen dem Besitzer des Wagens auferlegt werden sollen. Allein diese Vorschrift bezieht sich nur auf die Prüfungen, die bei der ersten Abnahme des Wagens vorgenommen werden, und es ist zweifelhaft, ab sie auch auf spätere Prüfungen analog angewandt werden darf. Immerhin scheint uns die Frage nach der gesetzlichen Grundlage von geringer praktischer Bedeutung. Nach Art. 8 der VV zum MFG sind die Kantone verpflichtet, wenn nötig die im Verkehr befindlichen Motorfahrzeuge von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Da es nun nahe liegt, die Kosten dieser Prüfungen nicht der Allgemeinheit, sondern den Automobilisten aufzuerlegen, so müsste für die Erhebung der Gebühr die nötige gesetzliche Grundlage geschaffen werden, wenn sie, wie wir glauben, heute noch nicht vorhanden ist. Dazu brauchte e3 unseres Erachtens kein Gesetz, ein Dekret, ja vielleicht sogar eine regierungsrätliche Verordnung würde genügen. * Für unsere SPOR TREDAKTI suchen wir einen Redaktionsvolontär oder ständigen Mitarbeiter Gründliche Sprachkenntnisse und flussiger Stil sind unbedingte Voraussetzungen. Etwelche motorsportliche Erfahrungen erwünscht. Bewerber wollen mit der Offerte auch Stilproben einsenden. — Offerten erbeten an die Chefredaktion der AUTOMOBIL - REVUE, BERN. Gesucht ein Automechaniker zur Uebemahme in aufblühender Ortschaft einer AUTOGARAGE mit Werkzeug, Auto-, Benzin-Service und samt Wohnung. Prima Existenz; konkurrenzlos. Kaufpreis 38 000 Fr. — Auskunft erteilt d. Vertreter: H. Bolzhauser, Wiesentalstrasse Nr. 24, St Gallen 0. 66353 Gut aussehende Dame sucht Auto-Vertretung mit event. Verpflichtung an Autorennen oder Autofahrschule. Auch vorübergehende Tätigkeit am Automobil-Salon, perfekt Französ. u. Deutsch. 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Bern, Dienstag, 26. Februar 1935 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 16 Atkateuettiches Amsterdam W.M. — Amsterdam tut auf dem Bahnhof so, als sei es eine Stadt, die nur zum Weiterreisen da ist. Man kommt an und steht einem Zug gegenüber, dessen Türen von Schaffnern mit einladendem Lächeln offengehalten werden: Nach Paris! Auf dem gleichen Bahnsteig lockt ein anderer Zug nach London über Hoek van Holland, Rotterdam und Antwerpen bitten um einen kurzen Besuch. Da die Billette aus dem Zürcher Reisebureau vorläufig nur bis hierher gehen, wird man besser erst einmal aussteigen — und dann weitersehen. Die Ueberraschungen beginnen sofort. Man erfährt, dass die Taxi mit Einheitspreisen fahren. Ein kleiner Mann mit grossem Gepäck kann für vierzig Cents, das sind etwa 90 Rappen, durch die ganze Stadt fahren bis zu seiner Pension draussen in «Zuid- West», die mit «Futter und Stallung» bil- -liger kommt als eines der grossen Hotels an der « Station », wie sich der Bahnhof titulieren lässt. Man hält die Holländer aus irgendeinem ; überkommenen Grunde für langsame, verschlafene und allzu bedächtige Burschen. Das mag für die Majorität der «Eingeborenen» der Niederlande ja auch stimmen. Aber vor den Taxichauffeuren Amsterdams muss man entschieden den Hut ziehen, sollte man dazu überhaupt noch Zeit haben. Allerhand, wie diese Leute um die Ecken brausen! Das geht immer haarscharf an kleinen Kindern, taumeligen Strassenbahnen und selten einmal an dem mit dem kleinen Finger winkenden Polizisten vorbei. Halt' dich fest, stemm' die Beine gegen den Vordersitz, sonst landest du beim nächsten Notar, um über den Inhalt des Koffers ein Testament zu machen, in dem du hoffentlich aus Fairness deinem Führer für seinen Sportgeist dankst! Die Lichtreklamen sind sämtlich mit ein bisschen gutem Willen und etwas Kombinationsgeist zu entziffern. Mystisch ist die Reklame fremder Länder eigentlich nie. Es sind überall die gleichen banalen Dinge, die, ihre stumme und bunte Sprache reden. Das Carlton-Hotel, auf das man sehr stolz ist, weil es ebenso gross wie neu ist, sieht innen nicht anders als jedes Hotel. Aber es hat eine prächtige Fassade. Es wächst leicht und ein wenig unruhig aus einem modernen Säulengang neben der Hauptstrasse über die faul dahinfliessenden Grachten. Kinos, Hotels, Läden, Strassenbahnen —* alles wie überall. Nur andere Aufschriften, die nur selten rätselhaft bleiben. Wie in Lon- "don am Leicester Square stehen die Leute schon am Nachmittag Schlange nach den Eintrittskarten für die Kinos. Eskortiert von Polizisten und prächtigen,' dickbäuchigen und rotbäckigen Portiers, die den unseren bis auf die Bartspitze ähneln, wartet man geduldig. Langeweile dürfte in diesem Lande niemals der Grund zu Selbstmord sein! Vor den Theatern bilden sich übrigens keine Schlangen. Die Schauspielerei in ihnen ist zu schlecht. Der Holländer fährt lieber des öftern ins Ausland, um dort Bühnenkunst zu bewundern. F E U I L L E T O N Mannequin. Roman von Fannie Hurst. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Wo ist Amsterdam? Es liegt zunächst einmal in der Luft. Schnüffle ein wenig in die Seitenstrassen, falle in eine dunklere Gasse, stolpere über eine hochgebogene Brücke und starre in das schwarze, teerdickschillernde Wasser. Venedig an der Nordsee! Da spürt man Amsterdam, das eine Amsterdam: Alt, müde, satt und träge. Weite Bäuche haben die Schiffe, die hier an den Strassen liegen wie anderswo Hunde vor der Türe. Vielerlei Gerüche bedrücken die Nase, Feuchtigkeit dringt in die Lunge. Der Morgen zeigt eine andere Stadt, bunt, bewegt, schillernd und laut vor Handel und vielfachem Reichtum. Viel Lärm um viel Geschäft. Auf den Märkten werden Berge von frischem Obst angeboten, Tulpen wuchern über die Zeltplanen, Fleisch häuft sich auf den Tischen, die Kähne liegen tief von schweren Frachten neben den Ständen im fauligen Wasser. Die Dampfer husten mit mächtigen Organen und stossen schwere Wolken aus fetter Kohle in die Luft Man treibt Handel, Ich möchte die Geschichte meines Freundes Peter Schwarz erzählen, der die Liebe im Trubel des Karnevals kennenlernte und der an ihr zugrundeging. Sein Ende freilich blieb in Dunkel gehüllt, es könnte ein zufälliges sein, ich lasse mir aber die Vermutung nicht nehmen, dass es mit den Ereignissen eng zusammenhing... Peter Schwarz lebte meist in Italien. Er besuchte seine nordische Vaterstadt nur selten. Eines Tages jedoch überkam ihn der Wunsch, wieder einmal mit den Freunden seiner Jugendzeit zusammenzusein, zudem war es Karnevalszeit, und er erinnerte sich noch aus seinen Bubenjahren sehr wohl an diese interessanten und aufregenden Tage. Am Morgen des ersten Fastnachtstages traf Peter Schwarz in X. ein. Er hatte mit seinen Freunden vereinbart, sich an einem der grössten Maskenbälle der Stadt zu treffen, um alte Freundschaften bei Wein und Geselligkeit neu zu besiegeln. Wie er sich jedoch des Abends in den Gesellschaftsanzug stürzen wollte, da überfielen ihn die Zweifel. Waren es denn wirklich seine Kameraden von damals, die er sehen wollte? Was hatte er denn noch mit ihnen gemeinsam. Sie würden von der Jugend sprechen, die nun einmal endgültig vorbei war, und dahinter lag dann eine grosse Kluft, das Leben, das jeder allein geführt hatte und von dem die andern nichts wussten, vielleicht auch nichts wissen wollten. Kurz, Peter Schwarz mochte nicht mehr recht. Er packte seinen Smoking erst gar nicht aus und verliess das Hotel, das ihn beherbergte.. Unschlüssig, was er mit dem Abend anfangen sollte, bummelte er durch die Strassea Er fühlte sich wohltuend fremd Warum nur? Der Richter, ein über sechzig Jahre alter Herr, konnte nett und liebenswürdig sein und, als der Wein ein wenig zu Kopfe stieg, sogar ein bisschen laut. In seiner Art schien er doppelt jugendlicher als Herrick. Und Wing, um nichts gescheiter als John, war um vieles gesprächiger. Nun, das Dinner war, wenigstens von ihr aus gesehen, doch ein Erfolg. Sie hatte eine Kellnerin für den Abend gemietet. Der Truthahn kam herein; Schnitten seines Fleisches, mit einer Creme zu Rollen gedreht, lagen höchst appetitanregend zu beiden Seiten des Vogels. Ueber die Garnierung mit Zitronen und Wallnüssen wurde des breiten gesprochen. Der Richter zerbiss die Sellerie krachend und schwelgte in deren Mürbheit. Kartoffeln, süss durch einen Trick Selenes, sahen wie Bananen aus, und das Dessert erwuchs grossartig zu seinem Gipfel aus Schlagrahm. Wing, der in einem noblen alten Haus im Gramercy Park wohnte, bewunderte mit milder wohlerzogener Ueberraschung Selenes wirklich gute Stücke. Ihre geschnitzte Kredenz. Einen schmalen Streifen spanischen Samtes. Ein modernes, aber recht gutes Triptychon im Stil" des>dreizehnten Jahrhunderts. Er bewunderte ein paar vielfarbiger Leuchter, versprach, ihr seinen Katalog des Palazzo Davanzati in Florenz zu senden. Und, mehr als alles das; er beglückwünschte sie in Lesters Gegenwart zu dem flämischen Gobelin, zu dem Geschmack und' der Gewähltheit ihres kleinen Heims im allgemeinen. Das war der Hintergrund, gegen den man John stellen müsste, um ihn zu seinem Vorteil vor diesen beiden Mähnern erscheinen zu lassen, die an ihn glaubten. Seine wichtigsten Kollegen. Kollegen, die zu John Lesters endlichen grossen Erfolgen beitragen könnten, wenn sie wollten. Und um halb neun, ganz so wie sie es vorgesehen hatte, kam Annie herein, tadellos in ihrer Tracht, und trug in der Mitte eines grossen Spitzenpolsters die kleine Joan. Die liebliche kreischende Joan stiess mit den nackten kleinen rosigen Füssen herum, um vom Polster loszukommen und sich auf die gefährliche Reise durch den Raum begeben zu können; und durch das Nachthemdchen klug und besonnen und berechnend, wie Ingenieure Maschinen antreiben, wie Rennfahrer den Motor anziehen lassen: Immer vorwärts, immer weiter, immer höher und mehr — aber stets mit dem Blick auf die Kontrollnadel. Das spielt sich ab zwischen einer Fülle von Idyllen, die alle aufgebaut zu sein scheinen für entzückte Maleraugen, für leikabewaffnete Bildreporter. Bunte, alte und hochgieblige Häuser wachsen schief aus dem Pflaster, das holperig neben den eingedämmten Wassern glauben machen möchte, hier sei die Zeit vorübergegangen, ohne den Gross- Stadtverkehr durch die Gassen zu jagen. Geflickte Wäsche aller Farben hängt wie in den steilen Gassen oberitalienischer Städte von Haus zu Haus, die unter dem Himmel näherrücken, so dass die Sonne nur in schmalen, windigen Streifen über das fahle Rot der zerbröckelnden Steine wandern kann. Und den Durchblick durch ein altes Tor mit Laternen, deren Zier schon lange verrostet ist, füllt plötzlich der bauschige Sack eines rostroten Segels, das einen dunkelgrünen Kahn langsam zur nächsten Brücke treibt. Männer stehen darauf mit braunen, bärtigen Gesichtern, wie einem Bilderbuch der Hansezeit entnommen. &eim Jiameual Eine Erzählung von Alfred Graber. hier, es zog ihn zu keiner Geselligkeit, zu keinen Menschen, er war sich selbst genug. Es schien ihm, als hätte er die Freiheit des Herzens bewahrt vor den Zugriffen der Menschen. Er liebte diese innere Abgeschlossenheit und litt zugleich an ihr. Sie hinderte ihn so oft, den Weg zu finden zum anderen Menschen. Schwerfällig lastete das Nachtdunkel auf den verödeten Aussenviertelstrassen. Aus der Innern Stadt hörte man hie und da einen schwachen Lärm, der vom Fastnachtsgetriebe herrühren musste. Blasse Sterne flimmerten in unendlicher Weltweite. Eine fremde Gewalt bemächtigte sich langsam des einsamen Menschen. Ein lauer Frühlingswind riss verborgene Wünsche aus ihrer Tiefe empor. Mit hastigen Schritten strebte Peter Schwarz der inneren Stadt zu. Er freute sich auf das Maskentreiben, das ihn erwartete, in dem er untergehen konnte. Es war ihm wie eine "Erlösung, dass er plötzlich diesen Weg ins Freie und zu dieser Welt gefunden hatte. Es war, wie wenn er aus uferlosem Ozeane auftauchend, plötzlich Land gesichtet hätte. Er griff nach den Häusern und war verwundert, dass sie so hart und sicher dastanden. Immer mehr Menschen drängten sich durch die Strassen. Peter Schwarz wurde mitgerissen. Aufgewühlter Staub von Tausenden machte die Luft schwer und dunstig. Dunkel versanken die Sterne in schweigende Himmel. Einen kleinen Augenblick nur stand er vor dem Ballhause still, in dem ihn seine Freunde und Bekannten erwarteten. Dann ging er vorüber. Beglückender waren diese Gassen schimmerte zart und blühend der kleine vollkommene Körper, auf den Selene heimlich so stolz war. Ein grosses kreischendes entzückendes Mädel, das schon recht gut gehen konnte und zu erwachsen war, um leicht in jemandes Armen, ausser in Annies stolzer und inniger Umarmung, zu bleiben. Es war entzückend, wie der alte Richter lange komische Töne von sich gab und mit seinem Zeigefinger die kleine weiche Joatt kitzelte, was die hellste Heiterkeit auslöste» Und Joan, emsig tätig, aus ihrem Polster unbedingt herauszukommen, machte mit ausgestreckten Armen die angestrengtesten Bewegungen gegen Wing und bemühte sich, immer die gleichen Worte lallend, die Spitzenhalskräüsen der kleinen alten Mrs. Rhincoop zu erforschen und die baumelnden langen Jadeohrringe Greta Wings zu erreichen, die immer ein wirkungsvoller Teil ihrer Aufmachung waren. Alles in allem fühlte sich Selene, als sie ihre müden Augen schloss, nachdem der letzte Teller abgewischt und der letzte Becher getrocknet auf seinem Sims stand, der süssen Genugtuung des Erfolges würdig, wäre sie nicht zu müde gewesen, selbst dafür wach zu bleiben. Annies Begierde. Wie ein See brandete 2)e* AuUx=JUü^qe in Vexsen Unsicherheit zunächst vermeid', Drum prüf das Hörn zur rechten Zeit. Versuch auch vorher zu ergründen, Ob du genügend Licht wirst finden. Dann prüf die Bremsen sehr exakt Und schau sie nach, ob sie intakt! Jetzt steigst du ein in dein Gefährt Und öffnest den Benzinhahn schleunigst, Denn dies ist dem Motor von Wert Weil- sonst du ihn vergeblich peinigst. Nachdem der Schlüssel für die Zündung Gab dem Gefährt Kontakt-Empfindung, Trittst du « der Kiste auf den Kopf», Das heisst: Du drückst den Anlassknopf! Schon spürest du des Motors Brummen, Gibst leicht du Gas, schwillt an das Brummen. Jetzt fährst du. — Und bist mächtig stolz! — Schau gradeaus! — Sonst gibt's Kleinholz! — Das Auto dient der Fortbewegung, Drum bänd'ge der Erotik Regung! — Vermeid' die Lockung des Geschlechts — j Schau gradeaus! — Nicht links und rechts! — Wenn du mal vorher willst dran denken, Wie schwer oft in der Stadt das Le n k e n» Tu deiner Fahrkunst was zuliebe: Rückwärts- und Bogenfahren übe! Die Hupe schafft .dir oft Pläsir, Doch ist sie nicht gemacht dafür, Dass sie, weil's dich so amüsiert. Der Menschheit Nerven ruiniert Auch lerne eisern und geduldig, Was Autler dem Gesetze schuldig. Fahr so, dass nichts geschehen kann! Nur dann bist du ein kluger Mann. — für ihn als ein hellerleuchteter Saal mit auserlesenen, schönen Frauen. Wie sich die Menschen freuten, wie fessellos sie waren! Wie wenn sie sich alle seit langem kennen würden. Der zynische Verstand des Peter Schwarz verstummte, sein Herz sprach von der Freude dieser Stunde. Er spürte es: In einem gewissen Sinne ist es sicherlich eine Untergangsepoche in der wir leben, und all die gesteigerte Festsucht mag ein Beweis dafür sein. Aber in dieser Nacht lernte er die Menschen trotzdem lieben, weil sie so erschreckend unbekümmert dahinleben und den drohenden Dingen entgegentreiben, lachend, tanzend, sich freuend wie Kinder, die nicht wissen, was die Wirklichkeit bedeutet. Durch das tolle Getümmel von Menschen drängte sich ein Pärchen, eine schwarzgekleidete Pierrette am Arme eines Mannes. Das Mädchen drehte sich nach Schwarz urrt und winkte. Peter Schwarz nahm das als ein Zeichen der Sympathie und eilte hinter den Zweien her. Er erreichte das Pärchen sie an ihr empor. Drohte sie zu verschlingen. Und John Lester und Selene beherbergten diese Gier, ohne sie zu erkennen. Wurden von ihr umzingelt. Durch sie bedroht. Während John Lester und Selene sich am Gute-Nacht-Tummeln mit Joan ergötzten, sass Annie verzehrt in ihrem kleinen Loch, als nage etwas #ah ihrem Herzen. Verzehrt von ihrer Begierde. Der Begierde, über die sie keine Gewalt- hatte. Der Begierde, die sie verbrauchte. Der Begierde nach Klein Joan. Manchmal schien es Annie, als könne sie diesen Schmerz einfach nicht ertragen. Selene Herrick hatte alles, Annie hatte nichts und sass in ihrem kleinen Zimmer, die leeren Arme in den Schoss gelegt. Leer, ohne Joan. Sie musste ihren ganzen Willen aufbieten, um abends in das Vorderzimmer gehen zu können und Klein Joan zu ihren Eltern zu bringen. Manchmal musste sie sich recht zusammenreissen, um einem Wunsch, der sie erschreckend beherrschte, zu widerstehen und und die Räder von Joans Kinderwagen, dem Befehle der Hausfrau entsprechend, punkt fünf Uhr heimwärts zu lenken. (Fortsetzung folgt)