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E_1935_Zeitung_Nr.016

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - NO 16 WAS MAN TRÄGT: HUMOR Dunkelblauer Wollstoff und gekreuzter Fuchs, Lederknöpfe-J'ilzhut und Ledertasche. Die Verkehrsregelung, wie sie sich gewisse Leute vorstellen! ter und Bälle, der Regatten und Reumons überdrüssig geworden ist und sich künftighin zwar nicht von Heuschrecken und wildem Honig, aber von den Bananen und Ananas, den Schildkröten und Muscheln der Tropeninsel nähren will? Hofft sie, vielleicht heimlich, dass ein schöner Farbiger — die Ureinwohner der Bahamainseln sind wegen ihrer Schönheit berühmt — sie über die Treulosigkeit ihres weissen Freundes trösten werde ? Oder ist Miss Bett ein Snob, sind ihre Nerven ausser Rand und Band ? Ist sie so exzentrisch, dass sie die Weltstadt mit der Einsamkeit einer westindischen Insel vertauschen will, um sich vor ihren Freundinnen und Verehrern interessant zu machen ? Nach dem Berichte englischer Zeitungen hat ihre Uebersiedlung auf die Bahamainseln einen viel prosaischeren Hintergrund. Miss Betty Carstaire ist eines der reichsten jungen Mädchen Englands. Ihr Jahreseinkommen erreicht astronomische Ziffern. Nun ist die junge Dame der Ansicht, dass der Fiskus ihrem Vermögen ein allzu lebhaftes Interesse entgegenbringe. Sie findet, sie werde zu hoch besteuert. Da sich der Fiskus als so ungalant erweist, so schlägt ihm die resolute Betty ein Schwippchen. Sie entflieht ihm auf die andere Hemisphäre. Aber wird sie sich auch wirklich vor ihm in Sicherheit zu bringen vermögen ? «Und glaubt sie fliehend zu entspringen, geflügelt ist er da, die Schlingen ihr werfend um den flüchtigen Fuss, dass sie zu Boden fallen muss.» Es wird nämlich nicht gemeldet, wie sich das Fräulein die praktische Verwirklichung ihrer Steuerflucht vorstellt. Wie will sie ihr Vermögen der Umklammerung des Fiskus entziehen, wie will sie es ausser Landes bringen ? Lauter Probleme, um die sich die junge Dame, die sich bereits auf hoher See befindet, offenbar den Kopf nicht zerbrochen hat. Sie überlässt die Regelung ihrer finanziellen Angelegenheiten einem Bevollmächtigten. Ein zweites Problem: Selbst wenn es durch geschickte Transaktionen gelänge, das Riesenvermögen der Miss Betty Carstaire auf den Bahamaarchipel hinüberzubringen — was will sie in der Einsamkeit der kleinen Tropeninsel, für die sich entschieden hat, mit den Pfunden anfangen ? Dieses Paradies ist so reich, dass es ihres Reichtums nicht bedarf. pdreissig Jahren (Aus der «Automobil-Revue» 1906.) Die vierte Konferenz der Kantone des Automobil- und Velokonkordates. «Unter dem Vorsitz von Bundesrat Ruchet fand am 23. April 1906 im Bundeshause in Bern die 4. Konferenz der Kantone des Automobil- und Velokonkordates statt. Aufiser den Regierungen der Konkordatskantone waren vom eidgenössischen Departement des Innern der schweizerische Automobil-Club, der Touring-Club und der schweizerische Velozipedistenbund eingeladen worden, sich durch Absendung von Delegierten an der Konferenz vertreten zu lassen. Die Abgeordneten dieser Vereinigungen, welch letztere sich früher schon um das Zustandekommen des Konkordats Verdienste erworben hatten, nahmen denn auch regen Anteil an den Verhandlungen. Ihre hauptsächlichste Aufgabe war dabei, einerseits durch praktische Anregungen die Tätigkeit der Konferenz zu fördern, anderseits die besonderen Interessen der Automobilfahrer geltend zu machen ... Auf Vorschlag des eidgenössischen Departements des Innern wurde der Gebrauch eines einheitlichen Signals zum Anhalten von Motorfahrzeugen durch die Polizeiorgane als wünschenswert erklärt. Nach den verschiedenartigen Vorschlägen einigte man sich auf die Einführung des weissen Stabes, wie ein solcher in den Städten Paris und London bereits zu diesem Zwecke angewendet werden soll. Mit Rücksicht auf ausländische Fahrer wurde vereinbart, an denjenigen Stellen, wo kantonale oder lokale Behörden eine verminderte Fahrgeschwindigkeit von den Automobilisten verlangen, Aufschrifttafeln in blauer Farbe aufzustellen und Strassen, die für den Automobilverkehr ganz gesperrt sind, durch Aufschrifttafeln in gelber Farbe zu bezeichnen. Dabei wurde aber ausdrücklich bemerkt, dass der Artikel 9 des Konkordates, der den Fahrern in der Wahl der Geschwindigkeiten die Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse gebietet, vorbehalten bleibe. Die Frage über die obligatorische Einführung von Geschwindigkeitsmessern erschien noch nicht afa spruchreif; es sollten zuerst die Ergebnisse der nächsten Konkurrenz dieser Apparate abgewartet werden. Dagegen dürfte es in Automobilistenkreisen , angenehm berühren, dass die Konferenz beschloss, die Kantone einzuladen, den mit der Verkehrsaufsicht betrauten Beamten die Grundbegriffe über die Funktion und die Handhabung der Motorwagen bei- Y zubringen. *— - v

"16 - , sowie der Handel in Autos und Motorrädern. Die beiden-Gesellschafter zeichnen kollektive Personelles. «Rimba», R. J. Jecker, Mineralöl und Benzin A.-G., Zürich. Die Unterschrift von H, Schmid ist erloschen. .,. ,-..,.., Bredag, Brems- und Dichtungsmaterial A.-G w Zürich. Die Einzelprokura von L. Lysy ist erloschen. Ernst Ruckstuhl, Autoreparalur-Werkstätte, Zürich. Die Firma erteilt' Einzelprökura. an P. Hofmann. Autometro A.-G., Automobilzubehör, Zürich. P. T. Heydel. ist aus dem Verwaltungsrat .ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. A« Bachmann führt nunmehr als einziges Mitglied des Verwaltungsrates Einzelunterschrift. , . Ad. Walder, Garage, Wefzikon. Inhaber der Firma ist Adolf Walder in Wetzikon, Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: -Usterstrasse. - Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Botllg«r. Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295,