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E_1935_Zeitung_Nr.016

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8 AUTOMOBIL-REVUB

8 AUTOMOBIL-REVUB 1935 - N" 16 Der Polizist als Verkehrs- Pädagoge Bild links: Was man vom Automobil wissen nun. Der Verkehrspolizist gibt an Hand des Objektes den Schülern Aufschjuss über die Funktionen des Motorfahrzeuges. Dabei werden ihnen die wichtigsten Erkenntnisse über Geschwinäigkeiten, Beschleunigung, Bremsvermögen etc. vermittelt. -Wie soff man fahren • (Siehe aneh Leitartikel in dieser Nummer) * Heus— Baume Der Schüler wird Verkehrsfachmann. Die im Anschauungsunterricht gesammelten Erfahrungen wurden vom Lehrer nachträglich in verschiedenen Unterrichtsfächern verwertet. In der Zeichenstunde erstellten die Schüler einen Situationsplan, in welchem die wichtigsten Fahr- und Verkehreregeln eingetragen, wurden. Links nebenstehend: Der praktische Unterricht auf dem Dorfplatz. Auf dem Dorfplatz wird ein Verkehr organisiert, über dessen Ablauf und Regelung der Verkehrsfachmann Aufklärung gibt Ganz besonders eingehend wird hier die Rolle des Fussgängers erörtert und durchgespielt Man ersieht aus dem Bilde, dase es der Folizeibeamte mit einem recht aufmerksamen Auditorium zu tun hat. 250 km/St, im Stillstand! Ein grosser Auto-Service-Betrieb in Los Angeles hat sich einen Rollprüfstand bauen lassen, auf welchem selbst die schnell» sten Rennwagen auf, Herz und Nieren geprüft werden können. Statt auf die Bahn überträgt sich die Motorleistung durch die Hinterräder auf zwei grosse Trommeln, die mit einer Dynamo gekuppelt sind. Aus der von der Dynamo abgegebenen elektrischen Energie lässt sich die Motorleistung bei allen Tau-, Tenzahlen ermitteln. Das Bild zeigt' die Anlage in Betrieb. Man beachte speziell den vor dem Kühler aufgestellten grossen Ventilator zur Erzeugung eines künstlichen Fahrtwindes. Die Erbauer der Anlage hoffen gleiche Rollprüfstände nach und nach in andern amerikanischen Service-Stationen einführen zu können, während bisher nur Fabriken über solche verfügten. Motorkipper für Lastwagen, Traktoren, Anhänger Anhänger für jeden Zweck liefern Ihnen billigst DOZIER & Co. Konstruktionswerkstätte - ZOLLBRÜCK (Bern) OCCASION! LASTWAGEN von 2, 3, 4 und 5 Tonnen enm Teil mit Kipper, nridlort. Bit Garantie, «n rünttifitn Bedingung!* zu verkaufen Anfragen unter Chiffre 11108 an die 10990 Autamobll-Revue. Bern. Preiswürdig zu verkaufen CHEVROLET Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagmersohe Verlassanstalt, Bern. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Der Heckmotorwagen der Amerikaner Hoppe und Streut, dem als besondere Vorteile nachgerühmt werden, dass er weder Trittbretter noch Schutzstangen hat, und dass vertikale Flossen am Hinterende der Karosserie ein Umstürzen des Fahrzeuges verunmöglichen. Der 5 Meter lange und 2 Meter breite Wagen soll mit Leichtigkeit Platz für fünf Personen bieten. Nicht ganz so leicht dürfte aber offenbar diesen Personen das Ein- und Aussteigen werden. 10.—17. März 1935 Wiener Internationale Messe Mod. 1934, in der Ausführung eines Standard Coach, schwarz, mit Koffer und Airwheel-Bereifung. Anfragen erbeten an: Grd. Garage Weissenstein, E. Kupferschmid & Cle., Solothurn. Telephon 1442- Das Neueste auf allen Gebieten, Sonderausstellungen, grosse Fahrpreisermässigungen! Kein Visum! Auskünfte und Messeausweise bei der Offiziellen Vertretung: Oesterreichische Handelskammer in der Schweiz, Zürich, Tel. 47.4SS, Stamptenbachstrasse 52, ferner der Oesterreichischen Verkehrswerbung, Zürich, Bahrihofstr. 7, und den bedeutenderen Schweizer Reisebureaux.

16 II. Blatt BERN, 26. Febr. 1935 Automobil-Revue 16 II. Blatt BERN, 26. Febr. 1935 Tedin. Rundsckau Anlass-Obenschmterung mit Oel aus dem Kurbelgehäuse. Man kann als erwiesen annehmen, dass die relativ rasche Abnützung der Zylinder von Automotoren zur Häuptsache eine Korrosionserscheinung darstellt. Bei jedem Stillstand des Motors bilden sich auf den Zylinderoberflächen Oxyde: das Eisen verwandelt sich in Rost, wenn auch nur in ganz geringer Schichtstärke, und wird dann bei der nächsten Inbetriebsetzung des Motors durch die Kolbenringe weggeschabt. Der Materialverschleiss muss u. a. um so grösser ausfallen, je mangelhafter bei der Inbetriebsetzung die Schmierung wirkt. Gerade diese Tatsache bildet eines der Hauptargumente für die Wünschbarkeit der Obenschmierung. Durch eine sinnreiche Zusatzvorrichtung lässt sich nun eine verstärkte Schmierung der oberen Zylinderpartien beim Anlassen des Motors auch mit dem Kurbelgehäuseöl vornehmen. Die Vorrichtung wirkt dabei so, dass eine bestimmte Menge Kurbelgehäuseöl bei jedem Anlassen nach längerem Stillstand des Motors direkt in das Saugrohr eingeführt wird. Sie besteht zur Hauptsache aus einem am Kurbelgehäuse-Unterteil anzubauenden kleinen Zylinder. Dieser Zylinder ist einerseits durch eine Leitung mit dem Saugrohr und anderseits mit einer Druckleitung der Motorschmierung in Verbindung. Steht der Motor still, so drückt eine Feder im Zylinder der Vorrichtung den Kolben nach der einen Seite hinüber. Durch einen engen Verbindungskanal füllt sich dann der Zylinder vom Kurbelgehäuse aus nach und nach mit Oel. Setzt man nun den Motor in Betrieb, so wird der Kolben in der Vorrichtung durch den ansteigenden Druck des Motorschmiersystems entgegen dem Druck der Feder nach der andern Seite des Zylinders hinübergetrieben. Er fördert dabei seinerseits den Oelinhalt des Zylinders in das Saugrohr hinauf, von wo aus sich das Oel in die einzelnen Zylinder verteilt. Aus der Skizze ist ersichtlich, dass der Kolben gleich zu Beginn seiner Bewegung den Verbindungskanal zum Kurbelgehäuse abschliesst. Da er am Schluss seiner Bewe- Eine interessante Vorrichtung zur automatischen Obenschmierung des Motors nach längeren Betriebspausen. gung mit einer Ventilnadel auch noch die Verbindungsleitung zum Saugrohr absperrt, kann ausser in den Momenten nach der Inbetriebsetzung kein Oel tnelir in die Saugleitung gelangen, wodurch einem unnützen Mehrverbrauch an Oel vorgebeugt ist. Die sinnreiche Durchbildung der Vorrichtung lässt auch dann nur einen kleinen Mehrverbrauch zu, wenn der Motor nur kurzzeitig abgestellt wird, die Motorzylinder also noch nicht stärker anrosten können. Bevor sich nämlich der Zylinder der Vorrichtung wieder mit einem Quantum Oel zur Obenschmierung füllen kann, muss sein Kolben in die Ausgangsstellung zurückgekehrt sein, was einige Zeit erfordert. Auch wenn sich der Kolben in der Ausgangsstellung befindet, kann nur langsam Oel durch den engen Verbindungskanal nachströmen. Die Füllung des Zylinders der Vorrichtung in der Zeiteinheit lässt sich übrigens noch durch eine Drosselschraube über dem Verbindungskanal genau einregulieren. • -s- Elektrolytisches Verfahren zur Reinigung von Blech. Die Fachschrift «Automotive Industries » berichtet über ein neues anlässlich det letzten: Versammlung der Society of Automotive Engineers bekanntgegebenes Verfahren zum Blankmachen lackierter oder korrodierter Metallbleche. Statt dass die Metalloberfläche auf mechanischem Weg durch Abkratzen oder Abreiben freigelegt werden muss, hängt man den zu behandelnden Gegenstand in ein alkalisches Bad und beschickt ihn abwechslungsweise in Intervallen von 10 Sekunden mit positivem und negativem Gleichstrom. Im Zeitraum von 5—20 Minuten erhalten dann auch die mehrfach lackierten Metallgegenstände eine metallblanke Oberfläche zurück. Die ganze Arbeit lässt sich sehr leicht automatisieren, indem z. B. die Gegenstände mit Conveyor- Ketten. durch das alkalische Bad hindurchgeführt werden. Die Behandlungskosten sind viel niedriger als beim mechanischen Verfahren und betragen etwa 1—2 Cents pro 100 Oua'dratfuss Oberfläche. -at- Elektrische Betätigung der Blendschutz- Store im Wagen-Rückfenster. Es gibt immer noch Golumbus-Eier. Jährelang musste man die Betätigung der Blendschutzstore im Wagenrückfenster einem hilfreichen mehr oder wehiger sachverständigen Passagier überlassen^ wenn ein nachfahrender Automobilist einen mit seinen Scheinwerfern allzusehr belästigte. Eines Tages machte dann ein Praktikus die kleine, aber doch sehr wertvolle Entdeckung, dass man die Store durch einen einfachen Schnurzug auch vom Führersitz:- aus bedienbar machen kann. Die heute vorliegende, praktisch zweifellos noch bedeutungsvollere Erfindung besteht in der Anwendung eines kleinen elektrischen Bedienungsmotors. Nach dem entsprechenden Patent arbeitet dieser Motor, der einem der bei Der Einbau des kleinen Elektromotors zur Betäti* gung d«r Blend«chutzstore vom Führersitz aus. CUdtcria HQUWOQ elektrischen Windschutzscheibenwischern, verwendeten Motor gleicht, auf eine endlose' Kette, an welcher wiederum der Schnurzug der Blendschutzstore befestigt ist. Die ganze einfache Apparatur ist hinter der Rücklehne der Fondsitze eingebaut. Statt nach einer Schnur oder einem Ring zu angeln, braucht nun der Führer lediglich einen am Instrumentenbrett oder sonstwo gut zugänglich angeordneten Druckknopf zu betätigen, wenn er die Store öffnen oder schliessen will. -s. Pvakt Sparsam autofahren. Die grossetl Unterschiede im Brennstoffverbrauch lassen sich weder durch Vergaser- noch Zündungseinstellung oder Brennstoffwahl erklären. Sie ergeben sich aus der Fahrweise. Man denke daran, dass bei jedem Abstoppen des Wagens die gesamte aus Brennstoff erzeugte Wagenwucht restlos zu Wärme umgesetzt wird und dass beim erneuten Anfahren das Beschleunigen unter Neuaufwendung von Brennstoff wieder erzeugt werden muss. Einen rasch fahrenden Personenwagen zum Halten bezw. wieder auf rasche Fahrt zn bringen, kostet jedesmal eine Teetasse voll Benzin über den normalen Verbrauch hinaus. Je gleichmässiger man fährt, je seltener- und weicher man beschleunigt, und abstoppt, um so sparsamer fährt man. Pflege des Lackverdecks im Winter. Neben den heute meist verwendeten Verdecken aus Gummituch gibt es u. a. auch gelegentlich Verdecke aus Lackleder. So schön und vornehm sie wirken — sie sind doch in einem Punkte ausserordentlich empfindlich: Sie können Kälte nicht ertragen. Der glückliche •Besitzer solch eines Lacklederverdeks, dem daran liegt, das kostbare Ding recht lange in einwandfreiem Zustande zu erhalten, wird gut tun, diesem Umstand Rechnung zu tragen. Wenn est draussen kalt ist, soll er nicht unmittelbar aus der warmen Garage herausfahren, er handelt klug, wenn er zunächst die Garagentür für eine Weile öffnet, so dass ein allmählicher Temperaturausgleich stattfindet. Nach kurzer Zeit schon kann er dann ohne Sorge um sein Verdeck die Fahrt antreten. Ganz unbedingt aber sollte. GENF sdie W^nke HOTEL DE L'ECU Haus ersten Ranges, ruhige Lage am See, mit allem mod. Komfort. Einzelzimmer von Fr. 5.—, mit Bad von Fr. 8.— an. In nächster Nähe des Auto-Salons. Propr. P. Haako. in denfy/ageto... an die m&Miae ä/ätmel Was kOmmorn Sie Schneestürme und Frostwetter. Jetzt kfinnen Sie jederzeit in einem angenehm geheizten Wagen fahren, ohne Gasvergiftungen oder sonstige Nachteile früherer Heizungen befürchten su müssen. Meine HEISSWASSER- HEIZUNG Ist fn direkter Verbindung mit dem Motor. Sie besitzt sämtliche Vorteile einer Haus-Zentralheizung. Geringer Anschaffungspreis. 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