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E_1935_Zeitung_Nr.020

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AÜTOMQBlKiREVUE N»20 Siw ITI^I«:«»lm eil f£mtmw>t 4 iv^u^ Weltv^lMkval^! Das Renn-Ungetüm in voller Fahrt auf dem Strande von Daytona, Der Weltrekordmann, der seine eigenen Bestleistungen überbietet. Campbell ^aim Steuer _s#{n0s «Blauen Vogels», dem Super-Rennwagen, mit welchem die neuen Weltrekorde erzielt würoin. 1 * '" Die Ankunft der Teilnehmerinnen an der Damen touren-Prüfungsfahrt Ton Paris nach StRaphael -am ZieL *36--Konkurreiitinrien-erreichten den Bestimmungsort, wovon 33 straftmnktfrei. AUTO-SALON STAND 273 Sämtliche MODELLE 1935 SIND AUSGESTELLT IN DER CITY-GARAGE, GENF SERVETTE 15 Besichtigen Sie das neue, prächtige Modell 1935 »»PEGASUS" 21t., 140Sdtkm. PALLAS Akt.-Ges. R. & E. HUBER, Pfäffikon (Zeh,) AMILCAQ stellt am Automobil-Salon nicht aus Besuchen Sie uns deshalb und überzeugen Sie sich selbst von den Vorzügen unserer 1935er Modelle. Druck, Qichcs und Verlas: HALL WAG A-G, Hällertdhe Buohdruckerei und Wacnersche VerlagsanstmK, Bern.

N" 20 II. Blatt BERN, 12. März 1935 No 20 II. Blatt BERN, 12. März 1935 Metalle im Automobilbau. Trotz des konstruktiven Erfolges des Motoren- und Chassisbaues darf man nicht übersehen, dass diese Erfolge nur dadurch ermöglicht wurden, dass geeignete Metalle zur Verfügung stehen, um alle die Aufgaben zu erfüllten. Der hohe Stand, den der Autobau heute erreicht hat, ist zu einem erheblichen Teil dem Umstand zuzuschreiben, dass die modernen Metalle und Legierungen Gütezahlen aufweisen, die bisher unerreicht waren und welche die Lebensdauer des Automobils auch bei angestrengtem Dauerbetrieb wesentlich verlängern. Bei den im Autobau verwandten metallischen Werkstoffen ist zu unterscheiden zwischen Eisen und Stahl einerseits und den Nichteisenmetallen anderseits. Weitaus der grösste Teil der im Autobau verwandten Metalle entfällt auf die Eisenund Stahlgruppe. Diese Werkstoffe werden verwandt in Form von Gusseisen, Stahl, Blech, Schmiedestücken, Stahlguss, Temperguss. Durch den Wettbewerb aller Werkstoffe miteinander hat man die Eigenschaften der Metalle beträchtlich zu steigern vermocht. Vom hochwertigen Gusseisen für ZylinderguSs verlangt man einen hohen Verschleisswiderstand bei erheblicher Härte und guter Bearbeitbarkeit. Schwierigkeiten ergeben sich durch die Eigenschaft des Gusseisens, das bei verschiedenen Wandstärken auch verschiedene Abkühlungsgeschwindigkeiten aufweist. Diese Eigenschaft führt zu einem entsprechenden Gefügeaufbau, der seinerseits 'die Eigenschaften des Gusses beeinflusst. Mit Hilfe der Metallographie konnte man Einblick in das Gefüge der Metalle bekommen und so den Einfluss des inneren Aufbaues von Zy- Iinderguss erkennen. Dabei konnte das Ziel festgesetzt werden, das die Erzielung bester Eigenschaften sichert. Ein besonderes Lob verdient Perlitguss, ein Gusseisen, bei dem es darauf ankommt, durch Regelung des Kohlenstoffgehaltes und des Siliziumgehaltes •im Verhältnis zur Wandstärke ein feines perlitisches Gefüge zu erzeugen. Dieser Perlitguss für den Motorenbau zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit und Zähigkeit, seinen hohen Widerstand gegen Afanutzung, eine ge- ringe Neigung zur Lunkerbildung und durch seine Gefügebeständigkeit auch in der Wärme aus. Dazu kommt noch der wichtige Umstand, dass dieser Guss vollkommen treffsicher erzeugt wird, sq dass der Abnehmer stets mit derselben Güte des Gusseisens rechnen kann* Zylinder, Kolbenringe; Zylinderdeckel, Ventilführungen, Bremsscheiben, Schneckenräder, Zahnräder, Nockenbündel und neuerdings sogar Nockenwellen sind Teile,, die mit Erfolg mit diesem Gusseisen hergestellt werden. Veredeltes Gusseiseti. Eine andere Möglichkeit, das Gusseisen zu verbessern, ist das Hinzulegieren von andern Metallen, insbesondere von Nickel und Chrom. Dem Nickel kommt dabei die Aufgabe zu, das Gefüge des Gusseisens zu verfeinern unjä die Festigkeit zu erhöhen, während Chroni 3 ausser einer Verbesserung der Festigkeit auch die Härte erhöht. Die Anteile an Nickel und Chrom im Gusseisen sind niedrig; so kaiin z, B. eine Gusseisenzusammensetzung etwa 1,3 % Nickel und 0,4 % Chrom enthalten. Trotz dieser verhältnismässig niedrigen Anteile wird eine weitgehende Verbesserung der Gusseigenschaften erzielt. Nickellegiertes Gusseisen kann in Betracht kommen für Zylinder und Zylinderteile, Zylinderköpfe, Kolben, Kolbenringe, Brennstofftrommelri, Kupplungscheiben, Auspuffrohre, Schieberbüchsen usw. Ein Gusseisen besonderer Art ist das Nitriergusseisen, aus dem u. a. Zylinderlaufbüchsen von grosser Verschleissfestigkeit erzeugt werden. Dieses Gusseisen wird dadurch gewonnen, dass man Ammoniakgas bei 510 Grad über das Gusseisen leitet und dadurch eine ausserordentliche Härte hervorruft. Auch Temperguss findet im Automöbilbau erfolgreiche Verwendung. Dies ist eine Gusseisenart, die durch einen besonderen Glühvorgang hohe Festigkeitszahlen bei gutem Verschieisswiderstand erreicht. Auch Temperguss legiert man neuerdings vorteilhaft, z. B. mit Nickel, Chrom, Molybdän. Die grösste Bedeutung kommt dem Stahl zu, und zwar spielen hier die legierten Stähle eine überragende Rolle. Während man vor einigen Jahren vielfach die hochlegierten und schwerer bearbeitbaren Nickel- und Chrom-Nickel*- Stähle wählte, versucht man jetzt,, diese durch Jeicht bearbeitbare. niedrig- qäer rm'ttellegierte Stähle zu ersetzen. Durch Glühen, Härten oder durch Vergüten kann man diesen Werkstoffen Eigenschaften verleihen, wie sie gerade für den beabsichtigten Verwendungszweck am geeignetsten erscheinen. In der Warmverarbeitung, z. B. beim Schmieden, und bei der Wärmebehandlung, beim Glühen, Härten usw., zeigen sie sich weniger empfindlich. Die Gehalte an Nickel betragen dabei 1,5 bis 4,5%, die an Chrom 0,2 bis 1,3%. Es gibt dann unter anderm ausser den Nickelund Chrom-Nickel-Stählen auch z. B. bei Krupp erzeugte Chrom-Molybdän-Stähle für Kurbelwellen und Achsen hochbeanspruchter Wagen, für Getriebe- und Schalträder, dann Nitrierstähle für Kurbelwellen, Zylinderbüchseny Tellerräder, Schneckenwellen, Oel- und Wässerpumpen-Antriebswellen, Kolbenbolzen, weitet : SiJiziufn-Chrom-Stähle, von guter Wärmfestigkeit für Ventilkegel, verschiedene Federstähle, wie Mangan- und Mangan-Silizium^Stähle, Chrom-Mangan-Stähle, Chrom- Vanadin-Stähle usw. Tiefziehbleche. Bleche werden ebenfalls in grossen Mengen im Automobilbau verwandt. Die Anforderungen an diese Bleche sind ständig gewachsen, und zwar verlangt man besonders eine fehlerfreie Spritzlackierfähigkeit und eine besonders gute Tiefziehfähigkeit, d. h. die Bleche müssen sich unter dem Einfluss des Pressestempels auf der Presse gut verförmen lassen, ohne rissig zu werden. Die wichtigsten aus Blechen hergestellten Karosserieteile sind die Seitenteile, die Türen, der Kühlerrahmen, die Hauben, Fensterrahmen und Kotflügel. Für diese Zwecke kommen vorwiegend Feinbleche in Betracht, d. h. Bleche unter 3 Millimeter Dicke. Stahlguss. Weiter verwendet man auch Stahlguss mit Erfolg, der ebenfalls aus der Legierungskunst Nutzen gezogen hat, zumal sich die Stahlgiesser bemüht haben, auch verwickelte Stücke verschiedener Wandstärken zu giessen. Stahlguss wird u. a. verwandt für Getriebe, Hinterachsgehäuse mit z.B. 2% Nickel. Neben Walz- und Gusserzeugnissen finden auch gepresste Stücke Verwendung, und zwar für Stücke von grosser Widerstandsfähigkeit, wie für KuppIungsflansche.'Federböcke, Pleuel- ^%SSQ» iiXtii%%#&schenkei , für schwere Lastwagen, die im Gesenk auf Spindelpressen hergestellt werden. Leichtmetalle. Von den Nichteisenmetallen sind es besonders die Leichtmetalle, wie vor allem die Aluminiumlegierungen, die ein grosses und berechtigtes Interesse für den Automobilbau beanspruchen. Massgebend für diese Interesse dürfte wohl an erster Stelle das leichte Gewicht dieser Metalle sein, zumal man es durch die allgemeinen Fortschritte in der Legierungs- und Veredlungskunst verstanden hat, den Leichtmetallen hohe Eigenschaften zu verleihen. Eine der ältesten Legierungen, die man im Automobilbau verwandte, ist das Duralumin, eine Aluminiumlegierung mit Anteilen an Kupfer, Magnesium, Mangan, Eisen und Silizium, um deren Entwicklung sich besonders die Dürener Metallwerke verdient gemacht haben. Dem Duralumin werden stahlähnliche Eigenschaften nachgerühmt. Dieser Werkstoff lässt sich zu Blechen, Stangen, Drähten, Schmiedestücken, Pressteilen usw. verarbeiten; er kann auch geschweisst und gelötet werden. Im Motorenbau kommt das Duralumin in Frage für Pleuelstangen und Kolben von schnellaufenden Motoren, für Ventilstössel, Zylinderköpfe,. Kurbelgehäuse, für Wagengestelle, Wagenrahmen, Träger. Durch Aufbauten von Lieferwagen aller Art, für Omnibusse tritt das Duralumin mit dem Stahlblech stark in Wettbewerb. Durch Einbau von Duralumin kann man unter Beibehaltung der Nutzlast die Fahrgeschwindigkeit vergrössern, oder den Kraftbedarf verringern oder unter Beibehaltung der Motorleistung die Nutzkräft vergrössern. Während das Duralumin keine ausgesprochene Gusslegierung, sondern mehr eine Walz- und Schmiedelegierung ist, eignet sich das Silumin besonders für die Herstellung von Gußstücken. Diese Legierung enthält 87% Aluminium und 13 % Silizium. Sie wird in der Elektrolyse hergestellt, und zwar aus reinsten Rohstoffen, und füllt beim Giessen die verwickeltsten und schwierigsten Formen aus. Aus dem gewöhnlichen Silumin entstanden neue Sonderlegierungen, wie ein Sondersilumin mit einigen Kupfer- und Mangaanteilen, das eine höhere Härte und Schwingungsfestigkeit besitzt, dann das Silumingamma, das auf Grund einer besonderen Wärmebehandlung Ein Studebaker-Champion 1935 passiert mit voller Geschwindig' keit und stoss frei die nackten Querbalken einer Eisenbahnbrücke Zürich: Basel: Bern: Langenthai: Qrenchen: Aarau: Blnelli &. Ehrsam A. G., Stampfenbachplatz 48 Kraehenbuehl & Cie., Hardstrasse 21 Automo A. Q., Länggaßstrasse 21 Moser & Cie., Automobile Garage Fischer Garonne &. Obrist, Garar« AKER 1935 Lugano: Chur: Ohaux-de-Fonds: Lausanne: Diese gänzlich neue Abfederungsart mif einzelabgefederten Vorderräder darf nicht verwechselt werden >mit den bereits bestehenden Systemen der Einzelabfederung. Sie stellt in der Automobil industrie den grössten Fortschritt dieses Jahres dar. Die neue Lenkung wirkt durch nur zwei Kugelgelenke direkt auf die Räder. Mit kleinstem Spielraum. Die hydraulischen Bremsen mit selbsttägigem Ausgleich reagieren schon auf den schwächsten Fussdruck, oh nein stärkstem Masse irgendwie zu blockieren. Elegante Linienführung Grösster Komfort In Jeder Beziehung Grösste Befriedigung Probieren Sie unverzüglich den neuen STUDEBAKER 1935 SPARAG A. G. GENF und ZÜRICH Genf: MIT DER WUNDER- BAREN ABFEDERUNG H.Morel, Via Lavizzari 2 Desch & Meyer, Grand Garage, Chur C.Peter & Cie. S. AM rue de la Serre 102 Garage et Ateliers des Jordils S.A., Les Jordils Garage A. Montant, rue Terassifere 57-58 100000 km 150000 km sollte das Polster durchhalten - kann es aber nur in den seltensten Fällen. Darum: Schutz durdi Ueberzüge! Wir haben die Anfertigung solcher - aussdiliesslich nach Mass - «irrt Griff», so dass wir Ihren Wagen nur für kurze Zeit benötigen! ' MÜLLER 'S) MAR T I Autosattlerei, Eigerplatz Telephon 28.299 BERN