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E_1935_Zeitung_Nr.021

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - tf 21 Tedan* Rundschau Die Schmierung des Automobilmotors. Infolge der Kleinheit aller Teile und der schnellen Bewegungen ist es nicht möglich, jedes einzelne Lager und jede einzelne Reibfläche eines Automobilmotors mit einer eigenen Schmiervorrichtung zu versehen. Der Motor muss so ausgebildet werden, dass möglichst nur von einem einzigen Vorratsbehälter aus sämtliche Lager mit Schmieröl versorgt werden. Die Selbstschmierung aller Triebwerksteile durch ein im Kurbelgehäuse eingeschlossenes Oelbad wurde früher als Grundbedingung angesehen. Das Oel wurde bei den hohen Drehzahlen derart zerstäubt, dass es nebeiförmig bis in alle Ecken und Winkel des Kurbelgehäuses eindrang. Dieser Oelstaub reichte zwar für die Schmierung aller freiliegenden beweglichen Teile aus, die sich in dem Kurbelgehäuse befinden, die Kolbenbahnen bekamen jedoch meist zuviel Oel. Schwierigkeiten macht der Kolben- und Kurbelzapfen, der alles Oel infolge der starken Zentrifugalkraft stets von sich wegschleudert. Auch die langen Endgleitlager müssen besonders in dieser Hinsicht beachtet werden, da das Oel nur von einer Seite eindringen kann. Allerdings kam hier der Umstand zu Hilfe, dass im Kurbelgehäuse stets etwas Ueberdruck vorhanden ist, der das Oel durch die Lager nach aussen presst. Bedenklich bei der ganzen Einrichtung war, dass immer wieder das schon gebrauchte Oel zur Schmierung benutzt wurde, so dass kleine Metallteilchen oder sonstige Verunreinigungen zwischen die Lager gelangen könnten. Auch hatte man stets einerseits mit Ueberfluss des Schmiermittels (Kolbenbahnen), anderseits aber mit dessen Mangel (Kolben- und Kurbelzapfen) zu kämpfen. Man war auch stets auf eine bestimmte Oelstandshöhe im Kurbelgehäuse angewiesen, und die geringste Abweichung nach oben oder nach unten brachte Betriebsstörungen mit sich. Besondere Schwierigkeiten verursachte der Umstand, dass bei Bergfahrten die Kurbelwelle eine Schräglage einnahm, während der Oelspiegel waagerecht blieb. Infolgedessen trat in den hinteren Zylindern Ueberfluss, in den vorderen dagegen Mangel an Schmierung, oder umgekehrt ein. Man hat lange gezögert, bevor man den Grundsatz, die Schubstangenköpfe zu Trägern des Schmiermittels zu benutzen, als verfehlt erkannt hat. Lange Zeit hat man durch ver- schiedene Mittel die Nachteile der Veränderlichkeit der Oelspiegelhöhe zu beheben versucht. Man teilte das Kurbelgehäuse in einzelne voneinander unabhängige Kammern ein, man versuchte, selbsttätig jeder Kammer einen genauen Ersatz für das verbrauchte Schmiermittel zuzuführen usw. Die Förderung des Oeles innerhalb des Gehäuses wurde aber noch immer den Schubstangenköpfen überlassen. Die Ursache dafür war hauptsächlich darin zu suchen, dass die Schmierung der Sfeuerungsteile das Vorhandensein von Oelstaub erforderlich macht. Mit der Zeit ging man dazu über, neben der Zerstäubung des Oeles durch die Schubstangenköpfe eine Pumpe zur Förderung des Oeles, anfangs nur zu den Hauptlagern, später auch zu den Kurbelzapfen und schliesslich zu den Kolbenzapfen, zu benutzen. Ursprünglich wurden solche Pumpen ausserhalb des Motors angeordnet und förderten das frische Oel in geringen Mengen an die bezeichneten Schmierstellen, indem der Ueberfluss zur Erhaltung der konstanten Oelspiegelhöhe benutzt wurde. Eine solche Anordnung besass einige Nachteile. Der Antrieb der Oelpumpe konnte nur höchst mangelhaft ausgebildet werden und gab stets zu Störungen Anlass. Eine Anzahl langer, meist vielfach gebogener Rohre nebst ungesicherten Verschraubungen war erforderlich, um die Verbindung zwischen der Pumpe und den Schmäerstellen herzustellen. Und schliesslich war die Gefahr der zu reichlichen Schmierung der Kolbenbahnen immer in demselben Masse vorhanden, während ein Sinken des Oelspiegels eine fast gänzliche Einstellung der Oelzerstäubung zur Folge hatte. Schliesslich wurde die Oelpumpe in das Innere des Motors verlegt und das Kurbelgehäuse als Oelbehälter ausgebildet. Es entstand ein Oelkreislauf. Die Pumpe fördert das Oel aus dem Gehäuse an die Hauptlager und drückt es in Bohrungen der Kurbelwelle. Von innen erfolgt dann die Schmierung der Kurbelzapfen. Die Kontrolle des Kreislaufes kann gänzlich fortfallen. Dagegen muss ein Oelstandsanzeiger in einer möglichst vollkommenen und leicht übersichtlichen Weise die im Behälter vorhandene Oelmenge angeben. Die Schmierkontrolle kann entweder dadurch geschehen, dass das Vorhandensein des Druckes an einer bestimmten Stelle der Leitung mittels Manometers angezeigt wird, oder dadurch, dass man die Anwesenheit des Schmiermittels in den am höchsten gelegenen Teilen der Anlage feststellt. Geht man von dem Gesichtspunkte aus, dass jede Rohrleitung und jede Anschlußstelle den Betriebssicherheitsgrad der Anlage herabsetzt, so kann man zur Ansicht gelangen, dass die Kontrollapparate, welche meistenteils sehr lange Zuleitungsrohre bedingen, eher schädlich als nützlich sein müssen. . Eine empfehlenswerte Vorsichtsmassregel besteht dagegen darin, eine Vorrichtung zu schaffen, welche den Motor bei zu niedrigem Oelstand ausser Betrieb setzt. Der Gedanke anfertigen, indem man ein'kurzes Stück dün- Messingrohr A stramm passend über die liegt nahe, einen ähnlichen Apparat in dienes Druckleitung des Motors einzuschalten, welcher bei Abwesenheit des -Druckes den Be-schiebt, so dass es etwas 25 mm über die Aussenseite der Isolation des Kabels B trieb unterbricht. Natürlich sollte die Vorrichtung keine betriebsunsicheren Elemente, also keine Rohre, Anschlüsse, Federn oder dgl. enthalten. l»»al«ti*«h«-» «I«e* Den Auspufftopf reinigen. Ein Auspufftopf sollte jährlich oder alle zwei Jahre mindestens einmal gereinigt werden, denn die Abgase führen eine ganze Menge von Oel- und Kohlerückständen mit sich und lagern sie hauptsächlich im Schalldämpfer ab. Die Reinigung erfolgt am besten durch eine Ausspülung mit Petroleum oder einer heissen Lösung von'Soda und Holzasche, wobei man durch Abbürsten und Abkratzen nachhelfen kann, soweit das die Zerlegbarkeit des Schalldämpfers zulässt. Wenn ein Motor in seiner Leistung nachlässt, so bildet häufig ein verstopfter Auspufftopf die Ursache, at. Magnetischer Schraubenzieher. Oft ist es vorteilhaft, wenn ein Schraubenzieher etwas magnetisch ist. Das Einsetzen kleiner Schrauben an unzugänglichen Stellen wird dadurch erleichtert. Magnetisch machen kann man den Schraubenzieher sehr einfach dadurch, dass man ihn mit einem Magneten ein paar dutzendmal bastreicht. Das Schaltschema gehört in den Wagen ! Ein «ausgekochter» Fahrer braucht wohl kaum jemals die kleine Broschüre, die dem Wagen von der Fabrik beigegeben wird, um den Fahrer über die Konstruktionseinzelheiten des Fahrzeugs zu unterrichten. Aber das Schaltschema, das die elektrische Einrichtung zeigt, kann auch dem « ältesten Hasen » von Nutzen sein, wenn- der sehr seltene Fall eintritt, dass das «Elektrizitätswerk des Wagens » von einer Panne betroffen wird. Wenn man dann das Schaltschema nicht zur Hand hat, ist es oft schwer, manchmal sogar unmöglich, den Fehler zu finden, während man sonst meist in wenigen Minuten die Panne beheben kann. Gerade jetzt, wo man auf die elektrische Einrichtung des Fahrzeuges besonders angewiesen ist, sollte man diesen Hinweis beachten.. cpr. Herstellung eines Kabelschuhes. Einen guten Kabelschuh kann man sich selbst leicht Isolation hervorragt. Dabei muss der Kupferdraht über das Messingrohr noch etwas hinausragen. Man schlägt nun mit einem Hammer das freie Ende des Messingrohres ganz flach, so dass es den Kupferdraht gut umgibt, und bohrt zuletzt das Loch Q für die Mittelelektrode der Kerze. Dies ist dann ein ausgezeichneter Kabelschuh, welcher zu keinen Störungen Veranlassung gibt. Handhabung von Isolierband. Als Motorfahrer kommt man gelegentlich in den Fall, irgend einen Teil mit Isolierband umwickeln zu sollen, so z. B., um damit zu verhindern, dass eine Mutter sich infolge der ständigen Vibrationen lösen und verloren gehen kann. Manchmal ist aber die betreffende Stelle mit der Isolierbandrolle nicht zugänglich. Anstatt dass man nun ein Stück Isolierband abschneidet und so um den betreffenden Teil herumzuwickeln sucht, wickelt man es vorteilhafterweise zuerst auf ein Zündholz auf. Mit dem Zündholz kommt man dann auch an engen Stellen leicht durch, und zudem wird dadurch das lästige Zusammenkleben und Sich-Verdrehen des Bandes vermieden, at. Ihre Automobil-Versicherung bei der Waadtländischen auf Gegenseitigkeit! »IG VCl SICnBlL alle ihre Mitglieder zu den gleichen Bedingungen unter Anrechnung des Minimaltarifs von ACS und TCS. Sie bezahlt und verte It zudem alle 3 Jahre die tanfgemässe Rückvergütung von 15°/ 0 für schadenfreie Jahre • den jährlichen Gewinn dieser Versicherungsbranche unter die versicherten Automobilisten. 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21 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 13 BeviK Verkehrsunfälle in der Stadt Bern im Jahre 1934. Im Jahre 1934 wurden im ganzen 923 Verkehrsunfälle, gegenüber 894 im Vorjahre und 575 im Jahre 1932, im stadtbernischen Strassenverkehr gemeldet. Von den 923 Strassenverkehrsunfallen waren 560 oder 60,6% Zusammenstösse zwischen Fahrzeugen. Bei 176 oder 19,1% Unfällen wurden Fussgänger von Fahrzeugen überfahren, in 176 oder 19,1% handelt es sich um Anprall oder Sturz aus Fahrzeugen und in 11 Fällen schliesslich um An- oder Ueberfahren von Tieren usw. Am häufigsten ereigneten sich Zusammenstösse zwischen Autos (I91mal) und Autos mit Fahrrädern (I78mal). In 59 Fällen stiess ein Auto mit einem Motorrad und in 43 ein Auto mit der Strassenbahn zusammen. Die bei den 176 Fussgängerunfällen sowie bei den 37 Unfällen zufolge Absprungs oder Sturzes beteiligten Fahrzeuge sind in der nachfolgenden Zusammenstellung ausgewiesen: Überfahren von Absprung od. Sturz Fahrzeug Fußgängern von Personen aus Fahrzeugen 1934 1934 absolut % absolut % Eisenbahn — — — — Strassenbahn 7 4,0 11 29,7 Autobus — — 2 5,4 Personenautos 69 39,2 — — Lastautos 15 8,5 2 5,4 Motorrad 31 17,6 4 10,8 Kundgebungs- Versammlung Lastwagenbesitzer aus Handel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft! Kommt am nächsten Sonntag alle nach Zürich, um Eure feste Entschlossenheit zum Ausdruck zu bringen, den freien Lastwagenverkehr mit allen Mitteln zu wahren und zu verteidigen gegen weitere Einschränkungen und Monopoltcndcnzcn, deren praktische Auswirkung nur zu leicht abzusehen ist. Das Gesetz bringt eine neue und flagrante Verletzung der Bundesverfassung: Nie und nimmer ermächtigt das Postregal, auf das es sich stützt, den Bund, auch den gesamten Güterverkehr bis zu den Schwerfrachten zu monopolisieren und für konzessionspflichtig zu erklären. Die Vorlage steht ferner in schroffem Widerspruch mit den wiederholten Zusicherungen des Bundesrates: Kein Sou der SBB vor durchgeführter Sanierung! Den Bahnen wird das Gesetz, wenn es loyal zur Anwendung kommt, keine wirkliche Hilfe bringen. Im andern Falle aber wird es für sämtliche Handels-, Gewerbe-, Industrie- und auch Landwirtschaftsbetriebe endlose Plackereien und Polizeischikanen im Gefolge haben, die uns nur noch mehr vom Verkehrsfrieden abbringen. für 18/20 Sitzplätze, auf SAURER-Chassis 3BNP. Zahlungserleichterungen. 10990 Auskunft unter Chiffre Z 3217 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. mie auf dem Gebiete Fahrrad 53 30,1 17 46,0 fi 7ISA II Vn II Ü ?5 2 2 der «foeren v ° r °*te *us den Pferdegespann 1 0,6 1 2,7 6 Zufall gkeiten 33 3,0 23 2,2 15 2,2 z m fü lg34 ausgesehieden werden. Handwagen usw. — — — — 7. Unbestimmte , T , , . _ , .„„. ... ,, , „. Zusammen 176 100,0 100,0 100,0 Ursachen 14 13 9 09 14 20 Nachdem im Jahre 1933, unmittelbar nach Einzusammen 1087 100,0 1043 100,0 700 100^0 fuh rung des Bundesgesetzes über den Motorfahr- An den 923 Unfällen waren 185 Fussgänger und 1552 Fahrzeuge sowie 4 Reiter und zusammen 1087 100,0 1043 100,0 700 100,0 Ansteigen der Unfallhäufigkeit erstmals zum Stillr Ursachen zeug- und Fahxradverkehr, das ununterbrochene 45 Tiere beteiligt. Unfälle überhaupt 923 . 894 . 575 . stand gekommen war, ist im Berichtjahre die Zahl der Von den Verletzten waren in allen drei An zweiter Stelle kommt als Unfallgrund Unfälle überhaupt erneut »m 22 Prozent in Jahren rund V B Frauen und ^ Männer. Folgende Zahlen zeigen, in welchem Umfange die Unvorsichtigkeit eines Fussgangers in reren Vnmle mit p ers onenverletzung verhältnis- ,. IT . ... . ., rj .. . die Hohe gegangen. Dabei ist die Zahl der schwebei den Verkehrsunfällen Fahrzeuginsassen Frage, nämlich 1934 60 und 1933 78 mal. massig etwas stärker gestiegen als die der Unund Fussgänger heimgesucht wurden: Vergleicht man abschliessend die Zahl der fälle mit blassem Sachschaden. Schienen die Er- Verkehrsunfälle im Strassenverkehr Berns eebnisse für 1933 eine günstige Auswirkung des Von den Getöteten 1934 1933 1932 • waren: j TU tniA J Km -± J« *n~~~~ genannten Bundesgesetzes zu versprechen, so hader Jahre 1934 und 1933 mit den entspre- ben die ZaWen für s 1934 , diese Hoffnung zu schan- Fahrzeuginsassen 5 33,3 6 50,0 4 66,7 Fussgänger 10- 66,7 6 50,0 2 33.3 chenden Zahlen früherer Jahre, so ergibt den gemacht. Zusammen 15 100,0 12 100,0 6 100,0sich folgende Bilanz der Unfallstatistik : Bei den insgesamt 4435 Unfällen, die eich im Von den Verletzten 1 waren: Fahrzeuginsassen 361 67,4 320 67,8 250 71,8 Fussgänger 175 32,6 152 32,2 98 28,2 ... Zusammen 536 100,0 472 100,0 348 100.0 Die Fahrzeuglenker gefährden somit, wenigstens was die Verletzungen anbetrifft, vor Mögen alle am Strassenverkehr Beteiligten, allem sich selbst und die Mitfahrer! Fahrer und Fussgänger, aus den durch die Die folgende Zusammenstellung zeigt, dass Unfallstatistik gebotenen Zahlen die nötigen weitaus am häufigsten auf der Verkehrs- Lehren ziehen und unsere Verkehrspolizei in unfallkarte als Ursache ,jf,rem unablässigen Bestreben, die Verkehrs- Verstösse gegen die Verkehrsordnung Unfälle herabzumindern und damit Leben angegeben sind, wobei unvorsichtiges oder und Unversehrtheit aller Strassenbenützer zu schnelles Fahren weit überwiegt. Unvor- zu sichern, mehr als bisher unterstützen, sichtiges oder zu schnelles Fahren ist auf den Dr. H. F. Verkehrsunfallkarten im Jahre 1934 684mal, ZSivchei 1 N«>#fiat«>B» d. h. in 62,9%, und im Jahre 1933 646mal, .nMMM^MHBMHi d. h. in 61,9%, aller Strassenverkehrsunfälle Zürcher strassenverkehrsuniälle im Jahre 1934. REFERENDUMSK OMITEE GEGEN DAS VERKEHRSTEILUNGSGESETZ Modell 1935, mit grosser Ladebrücke, zu sehr vorteilhaftem Preise. Offerten unter Chiffre Z 3237 an die Cabriolet 4 Pl. Modell 1934 noch im Neuzustande, am 1. Dezember 1934 in Verkehr gesetzt, umständehalber m. voller Garantie äusserst günstig abzugeben. H. Kessler-Maag, Zürich 8, Feldeggstr. Nr. 88. Tel. 28.122, ausser Geschäftszeit Nr. 25.492. Zufällig sind einige ganz wenig gebrauchte von selten schöner Linienführung, Limousinen und Cabriolets: CADILLAC CHRYSLER FORD BU1CK NASH CORD PACKARD etc. etc. sofort zu Spottpreisen abzugeben. Besichtig, b. J. Hauser, Kreuz - Garage, Zürich 8, Zollikerstrasse 9. im Zustand wie neu, komplett ausgerüst., mit neuer Bereifung und Wirz-Dreiseiten-Kipper, Motor 20 Steuer-HP und 70 Brems- HP. Wird vorteilhaft abgegeben, ev. mit Zahlungserleichterungen. An Teilzahlung würden auch eine Partie Tannen-, Buchen- u. Eschenbretter genommen. Offerten unter Chiffre 14760 an die 1136 1 " Automobil-Revue, Bern. Der älteste, englische Wagen mit der modernsten, vollautomatischen Kraftübertragung ' Zürich: Emil Frey, Limmatstr.210/214 einen Vergleich mit früher die Unfälle auf dem Gebiete der bisherigen Vororte und die mit blossem Sachsohaden von weniger als zehn Franken ausgeschieden werden. Verletzte Personen Jahr Wir laden Sie ein, deren überraschend einfache Konstruktion und Bedienung anlässlich des Genfer Salons kennen zu lernen leicht schwer tödlich Total Schaden in 1000 Fr. 1933 663 422 20 1105 821,1 1934 719 624 24 1367 873,2 Die Zunahme in der Zahl der verletzten Personen beträgt 24 Prozent, während sich der Sachschaden nur um 6 Prozent erhöht hat. Bedenklich ist, dass die Zahl der schwerverletzten Personen bedeutend stärker zugenommen hat — nämlich fast um die Hälfte — als die der Leichtverletzten. Besonderes Interesse kommt der Zahl der an den Unfällen beteiligten Fahrzeuge und Fussgän- angeführt. . Trotz den von den Behörden getroffenen Verkehrs- Fälle massnahmen und den immer wieder an alle Stras- Unfallursache 19341933 1932 senbenützer gerichteten Aufforderungen zu strenabsolut % gerer Verkehrsdisziplin ist es bisher nicht gelun- Urteil darüber gestattet, durch welche Verkehrsger zu, weil sie in einem gewissen Umfange ein mittel die Sicherheit auf der Strasse besonders gefährdet wird. l.beim Fahrzeug 5 0,5 4 0,4 10 1,4 gen, die Strassenverkehrsunfälle einzudämmen 2. beim Führer _„. 952 87,6 910 87,2 579 82,7 Insgesamt wurden 1934 in der Stadt Zürich 4435 a) Unzweckmässige Unfälle gemeldet, davon 2982 nur mit Sachschaden Benützung 28 2,6 38 3,6 14 2,0 und 1453 — also rund ein Drittel — mit Personenb) Unvorsichtiges Verletzung. Entsprechend der jahresseitliehen Zuoder zu schnei- 4 nähme des Verkehrs stieg die monatliche Zahl der les Fahren 684 62,9 646 61,9 460 65,7 Umfalle von 251 im Januar auf ein Maximum von c) Linksfahren 42 3,9 37 3,6 23 3,3 479 im Oktober und fiel in den beiden letzten Modi Schneiden der naten des Jahres wieder auf rund 375. — Das» Kurven 38 3,5 50 4,8 16 2,3 die Strassen und Plätze mit dem stärksten Vere) Falsches oder kehr auch die meisten Unfälle aufweisen, versteht unzulässiges sich von selbst. Demgemäss fanden auch 1286 Un- Ueberholen 68 6,3 69 6,6 31 4,4 fälle, d. h. mehr als ein Viertel, im ersten Kreise f) Unterlassung statt, und zwar 1012 ohne und 274 mit Personender Signale 33 3,0 22 2,1 14 2,0 Verletzung. g) Nichtbeachten Der Vergleich der Unfallhäufigkeit mit früheren der Signale 20 1,8 12 1,1 — — Jahren wird dadurch gestört, dass einmal die Einh) Betrunkenheit 39 3,6 35 3,4 19 2,7 g eme i n dung der acht Vororte vom 1. Januar 1934 i) Gebrechen oder „„das Stadtgebiet beträchtlich erweiterte und zum o v, § eis {i? e fMangel — — 1 0,1 2 0,3 andern big Ende 1933 Unfölle mit nur Sachst. ha . 3. beim Mitfahrer 11 1,0 7 0,7 8 1,1 den vfm weni alg zehn Franken nicht in 4ie 4. beim Fussgänger 60 5,5 78 7,5 46 6,6 Statistik einbezogen wurden. Zu Vergleichszwecken ö. zustanü der müssen daher diese Bagatellunfälle sowie die Un- Referendum gegen das Verkehrsteilungsgesetz für die Wahrung des freien Lastwagenverkehrs Sonntag, den 17. März 1935, punkt 2V 2 Uhr Limmathaus (Limmatplatz) ZÜRICH Sofort abzugeben: 1 moderner Car Alpin Jahr Verkehrs- Verletzte Getötete Berichtsjahre im heutigen Stadtgebiet ereigneten, Unfälle Personen Personen wurden 1615 Personen verletzt, und zwar 826 1926 504 260 19 leicht, 757 schwer und 32 tödlich. Unter den Ver- 1927 577 358 4 letzten befanden sich 552 Fussgänger. Der Sach- 1928 739 393 13 schaden bezifferte sich auf 1029 000 Franken. Bei 1929 635 413 8 Betrachtung dieser Summe ist zu berücksichtigen, 1930 666 429 15 dass die Angaben über die Höhe des Sachschadens 1931 561 349 11 auf Schätzungen beruhen, die jeweils am Ort des 1932 575 348 6 Unfalls von den Polizeiorganen vorgenommen 1933 894 472 12 werden Plymouth und daher keinen Anspruch auf absolute 1934 923 536 15 Genauigkeit erheben können. Wieder müssen für Automobil-Revue, Bureau Zürich. OCCASION Zu verkaufen neuer 5-Tonnen- Diesel-Lastwagen 8-Zylinder- AUTOS Kipper 3v 2 Tonnen Früheres Stadt- Voll- Beteiligte gebiet und ohne ständige Bagatellunfälle Zahlen Private Personenautomobile 2451 2865 3249 Andere Automobile 1069 1056 1231 Motorräder 356433 531 Fahrräder 988 1416 17}5 Strassenbahnwagen 287 389 466 Andere Fahrzeuge 134146 180 Fahrzeuge überhaupt 5285 6305 7372 Fussgänger 445 539 622 Zusammen 5730 6844 7994 Unter den 7372 an Unfällen beteiligten Fahrzeugen nehmen die Privatautompbile mit 44,1 Prozent den ersten Platz ein; an zweiter Stelle folgen die Fahrräder mit 23,3 Prozent. Die Fussgänger zählen nur 7,8 Prozent aller Unfallbeteiligten überhaupt. Bei durchschnittlich zwei Beteiligten pro Unfall werden somit in rund einem Sechstel aller Unfälle Fussgänger in Mitleidenschaft gezogen. Gegenüber 1933 hat die Zahl der Unfallbeteiligten um rund ein Fünftel zugenommen. Besonders stark war die Zunahme bei den Fahrrädern und den Strassenbahnwagen. Bei letzteren war 1933 die Unfallhäufigkeit allerdings besonders niedrig und selbst die Zahl der an Unfällen beteiligten Strassenbahnwagen im Jahre 1934 bleibt hinter früheren Jahren merklich zurück (Maximum 1927: 480). Auffallend ist, dass die Gruppe cAndere Automobile» sogar einen kleinen Rückgang am Unfallbeteiligten zu verzeichnen hat. Bei weiterer Unterteilung dieser Zahlan ergibt sich, dass insbesondere weniger Taxameter in Unfälle verwikkelt waren. Es braucht kaum gesagt zu werden, dass die Unfallhäufigkeit mit von der Verkehrsdichte abhänet. Ein guter Teil der Zunahme der Verkehrsunfälle seit 1926 ist durch das Wachsen des Motorfahrzeugverkehrs bedingt. Die Gefahr, dass bei dem noch ständig zunehmenden Verkehr die Zahl der Unfälle noch weiter steigen wird, macht die Bekämpfung der Unfälle zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu einem immer brennenderen Problem. (Mitg. vom Statistischen Amt.) Stand Nr. 40 IMPORTATION AUTOMOBILES S.A., BERN Basel: O.Hoffmann-Sarasjn, Schönaustr.80 BREMS- und KUPPLUNGSBELÄGE Hauptlager für die Schweiz: HUGO BREITSCHMID, WOHLEN (Aargau) Telephon 2.18