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E_1935_Zeitung_Nr.021

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N°21 Strassenemfassungen aus Stahl zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die rapide Entwicklung des amerikanischen Automobilismus hat naturgemäss eine ebenso starke Steigerung des Strassenverkehrs mit sich gebracht, und zwar nicht nur innerhalb oder in der nächsten. Umgebung der Städte, sondern auch auf den Ueberlandstrecken. Der vorzügliche Bauzustand des 3 Mill. Meilen umfassenden amerikanischen Strassennetz.es, von denen 1,500,000 km reine Autostrecken darstellen, erlaubt eine stets zunehmende Erhöhung der Fahrgeschwindigkeiten. Bekanntlich zeigt aber die Unfallstatistik, dass in gleichem Masse, wie die Geschwindigkeiten erhöht, auch die Verkehrsunfälle zugenommen haben. Im weitern ist nachgewiesen, dass in den Vereinigten Staaten auf 7 Strassenverkehrsunfälle ein solcher mit schwerem Ausgang entfällt. Ausserdem konnte festgestellt werden; dass sich die meisten Unfälle vor allem in ungeschützten Kurven, auf. Brücken und Zufahrtsrampen, wie auf den gradlinigen Strassenpartien am Rande von Schluchten ereignen. Die Warnungssignale, sofern solche vorhanden sind, stellen bekanntlich nicht überall, und auch nicht in Amerika, ausreichende Schutzmittel dar, und was die Holzpfähle und Barrieren anbetrifft, die man oft an gefährlichen Stellen zur grössern Sicherheit aufstellt, so wird nicht mit Unrecht darauf hingewiesen, dass diese dem Automobilisten eher den Eindruck einer täuschenden Sicherung vorspiegeln und nicht selten zu einer eigentlichen Gefahr werden können. Es sei nur an die Unfälle auf der Kornhaus- und Kirchenfeldbrücke in Bern oder auf der Basler Wettsteinbrücke erinnert, wo die gusseisernen Geländer wie Zunder durchschlagen wurden und obige Behauptung vollkommen rechtfertigen. Seit einigen Jahren hat man in den Vereinigten Staaten versucht, neue Schutzsysteme zu entwickeln, die von grosser Wirksamkeit und den höhern Geschwindigkeiten angepasst sein sollen. Es handelt sich hierbei um Strassensicherungen aus Stahl in den verschiedenen Formen. Eine erhöhte Verkehrssicherheit wird vor allem durch die Verwendung von Metalltauen, Metallgittern und Stahlblechbändern zu erzielen versucht. Die Sicherheitsvorrichtungen aus Tauen und Gittern zählen heute noch zu den gebräuchlichsten Massnahmen, da sich diese auch hinsichtlich der finanziellen Aufwendungen merklich unter den Kosten der Stahlblechlehnen halten. In letzter Zeit haben sich aber auch die letztern Sicherheitssysteme sehr stark zu entwickeln vermocht, haben sich doch nicht weniger als 25 Unternehmungen auf dieses Fabrikationsgebiet verlegt. Im Jahre 1933 sind in der Union an gefährlichen Strecken rund 710 km mit Sicherheitsbarrieren dieses Typs ausgerüstet worden, was einer Stahlverwendung von 4500 t entspricht, während man für 1934 mit einer weitern Ausrüstung von rund 350-^100 km rechnet. An den gefährlicheren Stellen der Automobilstrassen placiert, dienen die Sicherheitsbarrieren in erster Linie dazu, die Automobilisten auf die relative Gefährlichkeit des betr. Streckenabschnittes aufmerksam zu machen, weshalb sie die Forderung guter Sichtbarkeit erfüllen müssen. Um bei einem eventuellen Anprall einen Wagen auch aufhalten zu können, haben sich die Geländer ausserdem über genügenden Widerstand auszuweisen. Als weitere Bedingung wird das Verlangen nach grosser Haltbarkeit gestellt. Wenn ein Automobil seitlich an die Barriere auffährt, so soll die Schutzeinrichtung einen solchen Elastizitätsgrad aufweisen, dass der Wagen abgelenkt und erneut auf die Strasse zurückbefördert wird. Das Automobil darf aber nicht zurückprallen oder zu stark abgebremst werden, da in diesem Falle der Schaden oft grosser wäre, als wenn das Fahrzeug die Böschung hinunterfahren würde. Die senkrechte Stahlschwelle der Barriere muss deshalb eine entsprechend grosse und ebene Oberfläche aufweisen, damit ein auffahrender Wagen gut abgefangen wird bei einem Minimum an dadurch entstehendem Schaden. Voraussetzung ist weiter, dass die Stuhlbänder in richtiger Höhe angeordnet werden, da sich sonst Stoßstangen oder Kühler an den Stahlbändern oder Pfählen der Barriere verfangen könnten. Würde die Oberkante des Sicherheitsbandes hingegen zu niedrig angeordnet, so bestünde Gefahr, dass die Fahrzeuge die Barriere überfahren könnten. Besonders die Pfahlträger müssen gut sichtbar sein und über eine ausreichende Widerstandskraft verfügen. Die Befestigungsart des Geländers an den Pfählen muss elastisch und dehnbar genug sein, damit eine genügend grosse Geländerlänge beansprucht wird, sobald sich der Anprall an einem bestimmten Punkt ereignet. Bezüglich Unterhalt wird die Anforderung gestellt, dass das Geländer nach erfolgtem Zusammenstoss leicht wieder herzustellen ist und nach einem leichten Anprall sich sogar von selbst wieder aufrichtet. Als weitere Bedingung an die Sicherheitsbarrieren wird die Vermeidung von Schneeansammlungen auf der Strasse gestellt. Was die verschiedenen Typen dieser Sicherheitseinrichtungen anbetrifft, so handelt es sich, wie wir auszugsweise einer sehr interessanten Abhandlung der «L'Ossature Metalligue» entnehmen, bei den ersten auf den Markt gekommenen Modellen um Stahlgeländerstücke, die mit ihren Enden in horizontaler Gelenkverbindung an einer beidseitig zylindrischen Feder am Pfahl fixiert sind. Auf diese Art und Weise werden die Stahlgeländer unter Spannung gehalten (Abb. 1). Abb. 1. Abb. 2. Nach einem anderen Typus wird eine Blattfeder am senkrechten Pfosten verbolzt, wobei die angrenzenden Enden der beiden Geländerteile an den Federenden festgemacht sind, so dass sie sich im Fixationspunkte verschieben lassen (Abb. 2). Ein dritter Typus besteht aus einem an den Pfosten verbolzten Stahlzylinder, an welchen das horizontale Geländerband mit Hilfe einer Klammer, deren Enden über die Ränder des Bandes und des Zylinders zurückgebogen sind, festgemacht ist (Abb. 3). Abb. 3. Abb. 4. Abb. 5. Bei der Mehrzahl der besprochenen Modelle sichern grossdimensionierte Schraubenfedern an den Endpfählen die unter Spannunghaltung des Geländers auf seiner ganzen Länge. Zur Befestigung des horizontalen Bandes hat man neben der Verwendung von Zwischenpfählen auch Schraubenfedern angebracht (Abb. 4). Ein weiterer, erst seit kurzem angewendeter Typus von Sicherheitsbarrieren besteht aus zwei Stahltauen, welche längs der Pfähle gespannt und an deren Enden solid festgemacht sind. An diesen beiden Stahltauen sind V-förmige Träger angebracht, welche ihrerseits als Träger des Stahlbandes funktionieren (Abb. 5). Weiterhin hat man einen Sicherheitstyp entwickelt, auf dessen T-förmigen Pfählen Abb. 6. Abb. 6a. aus Eisen das Stahlband wiederum durch ein aufgeschraubtes T-Stück gehalten wird. Der notwendige Spielraum für das aufgeschraubte Stahlband wird durch eine sich verschiebende Befestigungseinrichtung erreicht (Abb. 6 und 6a). Als Bänder werden Stahlbleche von 25 bis 30 cm Breite und einer Dicke bis zu 6,3 mm verwendet. Zwecks Kontrolle der Wirksamkeit dieser Sicherheitseinrichtungen, wie auch zur Verdrängung der Drahtseil- und Eisengitterbarrieren, sind von den amerikanischen Konstrukteuren eingehende Laboratoriumsund praktische Zerstörungsversuche vorgenommen worden. In den Laboratorien wurden Widerstandskraft und Elastizität der Blechbandverbindungen bei Zwischen- und Endpfählen untersucht, wie auch die Wider- Ihren Chauffeur! Lim"« 5 " 1 Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, bei empfindlichen Personen sogar Erbrechen, kommen bei längerer Fahrt bei allen geschlossenen Wagen vor. Durch wissenschaftliche Untersuchungen der Luft im Wageninnern wurde schon nach kurzem Betrieb des Motors ein Gehalt von 150—240 com CO-Gase auf einen m 3 Luft festgestellt. Diese sind, sofern nicht gleichzeitig Oeldämpfe eindringen, färb- und geruchlos und deshalb unwahrnehmbar. Schläfrigkeit, Ermüdung usw. sind die ersten Anzeichen der Limousinen-Krankheit; sie mahnen zum sofortigen Anhalten und Aussteigen, um frische Luft einzuatmen und die narkosenähnliohe Wirkung der Giftgase zu beheben. Damit wird jedoch nur eine vorübergehende Besserung - des Uebels erreicht, ohne Beseitigung -seiner Ursache. Die restlose Behebung Der englische Bremsbelag! besorgt allein der seit Jahren bewährte und patentierte KUPP- Abgasverwerter; er saugt die aus dem Carter ausströmenden Giftgase und Oeldämpfe ab und führt sie wieder den Zylindern zur Verwertung zu. Ausser einer vorzüglichen Obenschmierung, kann ORADED BRAKE LININC fc durch den Einbau eines KUPP-Abgasverwerters eine Brennstoffersparnis bis zu 20% erzielt werden, so dass er nicht nur sehr der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist wirtschaftlich ist, sondern insbesondere in gesundheitlicher Hinsicht das Autofahren viel angenehmer und genussreicher gestaltet. A. WUST-REBSAMEN R U T I - Zürich TELEPHON 54 xo**°* „ARAP" (Eingetragene Schutzmarke) PP, Unentbehrlich für jede Garage J . * U " > Drehscheiben für Garagen S.A. des Ateliers Andreani, Genf ' 13, Rue Prevost-Martin Der Diagrammstreif«n des registrierenden Geschwindigkeitsmassars «TEL» ist die unentbehrliche Unterlage für die Verbesserung Ihres Lastwagendienstes. 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21 AUTOMOBIL-REVUE 15 Standskräfte der Befestigungsvorrichtung des Bandes und der Pfähle. Im weitern wurden die Sicherheitsvorrichtungen noch allerhand andern Beanspruchungen unterworfen. Interessant sind aber vor allem die praktischen, im Gelände vorgenommenen Experimente. Auf einem abfallenden Terrain wurde eine Bretterrollbahn erstellt, an deren Ende eine Sicherheitsbarriere aus einem Stahlblechband als Versuchsobjekt montiert worden war. Da der Angriffswinkel des Fahrzeuges auf die Barriere genau bestimmt werden konnte, Hessen sich die einzelnen Festigkeitsbeanspruchungen ermitteln. Diese Versuche wurden durchgeführt bei einer Wagengeschwindigkeit von 24 bis 40 km/St, und einem Auftreffwinkel von 20°. Die Barriere bestand aus 5 Jochen, wobei das eine Ende des Stossfängers das Blechband in der Mitte des mittleren Joches traf. Zum Versuch wurden Fahrzeuge von 1450—7400 kg Leergewicht verwendet. Nach erfolgtem Anprall wurden die Längs- und Querveränderungen des Pfahles ermittelt sowie die genaue Geschwindigkeit des Fahrzeuges im Moment der Kollision. Als Pfähle verwendete man solche aus Fichtenholz von 150X250 mm Durchmesser und 2,15 m Länge, bei einer Bodentiefe von 1,10—1,40 m. Anlässlich dieses Experimentes wurde festgestellt, dass die Pfahlköpfe das Band nur um das notwendige Minimum überragen dürfen, andernfalls diese das Fahrzeug bei einem Entlanggleiten am Stahlband beschädigen würden, umgekehrt aber auch die Pfahlköpfe Schaden erleiden könnten. Weiter müssen die die Bänder tragenden Bolzen bei Holzpfählen mindestens 15 cm unterhalb des Pfahlkopfes angebracht werden, ansonst sich der Pfahl spalten könnte. Zudem muss das Band widerstandsfähig genug sein, um den Anprall aushalten und ihn auf die benachbarten Pfähle übertragen zu können. Nur dann ist ein solches Stahlband in der Lage, einen Wagen wiederum auf den richtigen Weg zu bringen, wenn mehrere Pfähle gleichzeitig beansprucht werden. Weiterhin haben die Versuche gezeigt, dass es möglich ist, sowohl den am Fahrzeug wie am Band entstehenden Schaden zu reduzieren, wenn man genügend •überhängende Band - Befestigungsvorrichtungen an den Pfählen anbringt. Solche Verbindungen haben als Stossdämpfer zwischen Pfahl und Fahrzeug zu dienen und ein Hängenbleiben des Automobils am Pfahle zu verhindern. Starre Befestigungsvorrichtungen mit Ecken und starken Winkeln beschädigen sowohl Fahrzeug wie Band. Die Versuche haben weiterhin gezeigt, dass der Bandwiderstand in der Längsrichtung mindestens 20,400 kg bei den Mittelverbindungen und 13,600 kg :bei den Endpfählen betragen muss. Weiterhin wird verlangt, dass das Band dauernd unter Zug gehalten wird, und zwar bei einer Beanspruchung von 900 bis 1360 kg bei jeder Temperatur, wozu man Federn in den Verbindungsstellen oder im Bande selbst verwendet. -my- Autosektion Aargau. Vortragsabend im Bären in Suhr. Wir laden die Mitglieder, Freunde und Gönner unseres Clubs auf Montag, den 18. März, abends 8 Uhr, zu einem Vortrag von Dr. Tilgenk&mp in den Bären nach Suhr ein. Dr. Tilgenkamp wird referieren über: «Im Freiballon von Warschau nach Leningrad und Erlebnisse in Russland». Der Vortragende hat bereits in Zürich in mehreren Versammlungen die Hörer mit seinen interessanten Ausführungen zu fesseln verstanden. Der tüchtige Referent wird zweifellos auch für uns viel Neues und Interessantes erzählen. Wir erwarten daher bestimmt, dass unsere Mitglieder zu diesem ersten Clubanlass für 1935 recht zahlreich erscheinen werden! Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell. Wir möchten heute schon unsere Mitglieder dar- i auf aufmerksam machen, dass die diesjährige or- I dentliche Generalversammlung Sonntag, den 7. April 1935, nachmittags 3 Uhr, im Rest. «Hof>, Hof platz, W i 1, stattfindet. Wir bitten unsere Mitglieder, diesen Nachmittag für den T. C. S. zu reservieren. Sekretariat. ORTSGRUPPE APPENZELL A.-Rh. Wir machen unsern werten Mitgliedern bekannt, dass die Hauptversammlung der Gruppe Appenzell A.-Rh. Samstag, den 30. März, im Hotel Vögelinsegg, Speicher, abends punkt 7.30 Uhr, stattfindet Wir bitten Sie jetzt schon, diesen Abend für diese Hauptversammlung zu reservieren, indem wichtige Traktanden zur Sprache kommen werden. Allfällige Wünsche oder Anträge aus Mitgliederkreisen bitten wir bis spätestens den 23. März an unsern Präsidenten, Herrn Dr. D. D. S. H. Fisch, in Herisau, richten zu wollen. Jene Mitglieder, die den Wagen im ersten Quartal noch nicht gelöst haben, dies aber auf April zu tun gedenken, sei bekannt gemacht, dass ihre Fahrzeuge schon in der Zeit vom 25.—30. März zur Dreivierteljahrstaxe gelöst werden können, sofern die Haftpflichtversicherung in Ordnung ist. Es muss' jedenfalls mit einem starken Andrang über Quartalsschluss gerechnet werden, so dass wir die Automobilisetn höflich ersuchen, nicht bis zum letzten Momente zu warten. Die Sektionshauptversammlung findet am 7. April, nachmittags 3 Uhr, in der Brauerei Hof, Wil, statt, und ersuchen wir unsere Mitglieder, sich dort recht zahlreich einzufinden. In der letzten Kommissionssitzung wurde beschlossen, einen lehrreichen Film vorzuführen. Derselbe wird schon in allernächster Zeit im Kino Kapitol, Herisau, abgerollt werden. Genaue Angaben hierüber werden wir Ihnen seinerzeit bekannt geben. Die Labiko-Wegweiser marschieren nun auch in unserm Kanton. Im Laufe dieses Jahres werden in den verschiedenen Gemeinden wieder etwa 7 Stück aufgestellt. Der Vorstand ist unablässig bemüht, für das Wohl und Wehe der Automobilisten zu sorgen und erwarten wir, dass sie unsere Bemühungen mit einem recht zahlreichen Aufmarsch an die Hauptversammlung unterstützen. Der Vollvorstand wird sich eine Stunde früher zu einer Sitzung zusammenfinden. E. Aiu* den Vetbänden Versammlung des Verwaltungsrates der Alliance Internationale de Tourisme in Stockholm. Der Verwaltungsrat der Alliance Internationale de Tourisme hat sich kürzlich in Stockholm unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Henneberg, Präsident des Touring-Club der Schweiz und Präsident der Alliance Internationale de Tourisme, versammelt. Trotz der Entfernung und der ungünstigen Jahreszeit waren 14 Länder durch ihre Delegierten vertreten: Die Schweiz: durch die Herren Dr. Henneberg und Adrien Lachenal; Belgien: durch Herrn Paul Duchaine, Generalsekretär der A.I.T., Herrn Leconte und Herrn Schoeters; England: durch Sir Stenson Cooke, Generalsekretär der Automobile-Association von Gross-Britannien, begleitet von Herrn Allen; Italien: durch Herrn Italo Bonardi; Holland: durch die Herren van Meeteren und van Baien; Dänemark: durch die Herren Kyhl und Scheel; Deutschland; durch die Herren von Egloffstein und Diesel; Oesterreich: durch die Herren Maculan und von Knapitsch; Norwegen: durch Herrn Mejlaender; Ungarn: durch Herrn Kirchknopf; Die Tschechoslowakei: durch Herrn Hrasee; Schweden: durch die Delegierten des Touring-Club von Schweden. In der Diskussion wurden die verschiedensten Punkte berührt, insbesondere die Zollbeziehungen zwischen den baltischen Ländern und den der A.I.T. angegliederten Clubs; die Organisation der Zollgarantie für die Einfuhr von Automobilen in Spanien; die Angliederung von Hotels, sowohl im Ausland als im Innern des Landes. Die allgemeine Lage des internationalen Tourismus war der Gegenstand einer eingehenden Prüfung. Der Verwaltungsrat hat den Beschluss gefasst, die allgemeine Organisation der Alliance Internationale de Tourisme insofern abzuändern, als er ein Direktionskomitee ernannt hat, das aus dem Präsidenten und dem Generalsekretär der Alliance Internationale de Tourisme und den Vertretern des Touring-Club de France, des Deutschen Automobil- Club, des Touring-Club Italiano und der Automobile-Association von Gross-Britannien besteht. Die Vertreter dieser vier Verbände sind ständige Mitglieder. Sie werden durch einen Delegierten des Touring-Club der Niederlande und Herrn Kirchknopf, Generalsekretär des Magyar Touring- Club ergänzt werden. Hierdurch wird der ständige Ausschuss, der Alliance Internationale de Tourisme aufgehoben. STRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB DER SCHWEIZ enk * Leukerbad Crans eriaken Weitere Auskünfte durch T.C.S. Oltlces Genf Tel. 43344 Zürich Tel. 32 646 Dieser Beschluss ist in der Erwägung gefasst worden, dass der Verwaltungsrat der Alliance Internationale de Tourisme ein zu schwerfälliges Organ geworden ist und dass es schwer ist, ihn so oft, als es die Bedürfnisse des internationalen Tourismus verlangen, zu versammeln. Dieser Beschluss des Verwaltungsrates wird an der Generalversammlung der Alliance Internationale de Tourisme in Budapest mitgeteilt werden. Die Herren Lachenal und Duchaine sind beauftragt worden, die Statuten durchzusehen und abzuändern, um sie mit dem gefassten Beschluss in Uebereinstimmung zu bringen. Anlässlich des 50. Jahrestages "def Gründung des Schwedischen Touring-Club haben die schwedischen Verbände den Mitgliedern des Verwaltungsrates der A.I.T. ein Essen gegeben. Die Delegierten wurden •ausserdem zu einem glänzenden Empfang eingeladen, der in dem grossen Amphitheater der Universität Upsala stattfand und von einem Gala-Essen gefolgt war, das im Thronsaal des Schlosses Üpsala gegeben wurde und an dem S.K.H., der Kronprinz von Schweden, teilnahm. Ein zweitägiger Automobil-Ausflug fand sodann in die Umgegend von Stockholm statt. Bei dieser Gelegenheit wurden die Delegierten der A.I.T. durch den Gouverneur der Provinz Väst-Manland, Murray, auf dem Schloss Västeras zu einem Diner empfangen. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN. Ausserordentliche Generalversammlung vom 7. Märzs1935( im Hotel;! Löwen. Vorsitzender Aug. Bühler weist in seiner Ansprache darauf hin, dass das erste Mal seit Bestehen des Vereins eine a. o. Generalversammlung einberufen werden musste, wozu sich der Vorstand durch dringende Geschäfte veranlagst sah. Pas Protokoll der letzten Generalversammlung wurde genehmigt;;und bestens verdankt,"Unter-Mutation war die Aufnahme von Fuchs Alfred als Passivmitflied und zwei Austritte (Walder Heinrich und Zepf Hans) zu verzeichnen. Der Austritt von Kamerad Walder veranlasste die Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes. Als solches beliebte einstimmig Ernst Künzle. Der bisherige Vorstand wurde ebenfalls einstimmig bestätigt. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass der Vorstand beschlossen habe, eine Verghügungs-Kommission zu gründen, in welche drei Mitglieder gewählt wurden, und zwar Bühler August, Müller Jakob und Küng Erwin. Für die flotte Abrechnung vom Familienabend,.welche einen schönen Ueber'schuss aufweist, wurde einstimmig Decharge erteilt. Der Vorsitzende spricht Herrn Scheibenstoek sowie allen Mithelfern bei diesem wohlgelungenen'Abend für all die Müh und Arbeit den besten Dank aus. Laut Beschluss. der letzten Generalversammlung vom 5. Januar 1935 wurde zur Schaffung ..einer neuen Sterbekasse eine Kommission gewählt. Diese legte einen Entwurf der neuen Kassastatuten vor, die sich nun Hilfskassa für Sterbefälle nennt. Der Entwurf wurde einstimmig angenommen. Unter Traktandum Verkehrsfragen wurden Anträge gestellt betr. Warnsignale an Strassenkreuzungen. Zum Schluss verdankte der Vorsitzende die von Kamerad Ging angefertigte Ständarte,' welche'er dem Ch.-V. Seh. geschenkt hat. Jirano LEGENDE: Geschlossene Strassen Nur mit Ketten befahrbar Eisenbahnverlade-Statioo Kotian.nion** T f? .*> A CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsversammlung v. 9. März 1935. Der Präsident eröffnete die schwach besuchte Versammlung um 20.30 Uhr. Das Protokoll konnte wegen Abwesenheit des Protokollführers nicht verlesen werden. Unter Mutationen waren zwei Austritte zu verzeichnen, und zwar derjenige von Kollege Zeder, der vom Aktiv- zum Passivmitglied übergetreten ist. Franz Fellegger musste vom Club ausgeschlossen werden. Sodann wurde einstimmig beschlossen, unsern Familienabend im November in den prächtigen Sälen des Kunst- und Konzerthauses abzuhalten. In Sachen Herzig, Eigensatz wurden die beiden Kollegen gebeten, die Sache persönlich zu erledigen. Schluss der Versammlung um 22 Uhr. A. E. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Besichtigung der Löwenbrauerei Zürich. Es kam nicht von ungefähr, dass dieser Veranstaltung ein so grosses Interesse entgegengebracht wurde, sind doch unsere Kollegen fast alles echte Bierfreunde, welche die Gelegenheit, die Herstellung des Bieres kennen zu lernen, nicht versäumen wollten. Unter bierfachmännischer Leitung besichtigte man zuerst die Nebengebäude der Brauerei, wobei besonders die Dampfmaschinen und Generatoranlagen interessierten. Die eigentliche Bierfabrikation, von den hochgezüchteten Urprodukten Gerste, Hopfen und Malz bis zum geniessbaren Endprodukt, konnte in genauer Reihenfolge verfolgt werden. Bezeichnend für diese Branche ist, mit welch äusserster "Exaktheit und Sauberkeit in allen Abteilungen gearbeitet wird, wobei allerdings auch alle Einrichtungen in hygienisch grösster Vollkommenheit vorhanden sind. Dass zum guten Abschluss von der Direktion in freundl. Weise noch einige Kostproben dieses hochgeschätzten Getränkes t samt einer unendlich langen Wurst gespendet wurde, Hess die gute Stimmung noch erheblich vergrössern. Verband der Gesellschaftswagenbesitzer der Zentralund Westschweiz. Die ordentliche Generalversammlung, verbunden mit dem 10jährigen Jubiläum des Verbandes, fand Sonntag, den 10. März 1935 im Hotel Metrtpol in Bern statt. Unter dem Vorsitz des Präsidenten E. Rössel konnte die reichhaltige Traktandenliste in drei Stunden durchberaten werden. In seinem Eröffnungswort schilderte der Vorsitzende die in den abgelaufenen zehn Jahren geleistete Arbeit des Verbandes. Das Protokoll der letzten Generalversammlung und der Jahresbericht, abgelegt von Sekretär Dr. Kleinert, wurden einstimmig genehmigt, ebenso der von Herrn Kassier G u r t n e r abgelegte Kassabericht. Eingehend wurde der neue Entwurf betr. Postkonzession B diskutiert und ebenso scharf kritisiert. Er enthält Bestimmungen, die für das freie "Gewerbe unannehmbar sind. Die Versammlung fasste im fernem den Beschluss, so rasch wie möglich die Organisation auszubauen und zur Gründung eines schweizerischen Verbandes zu schreiten. Die ersten Vorarbeiten sind bereits geleistet. Ejn einfaches Nachtessen schloss sich der inhaltsreichen Tagung an. (Korr.) Achtung Automobilisten! Sie sparen 60 bis 70 % durch den Einbau des einzigartigen ROHÖL-GASGENERATORS W und H, System „MEHRLE" Für jeden Benzinmotor durch Erfahrung bewährt. Re- ferenzen von Weltfirmen. Der einzige Rohölgasgenerator der Welt, der dieses grosse Problem gelöst hat. 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