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E_1935_Zeitung_Nr.021

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L»J AUTOMOBIL-REVUE

L»J AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N» 21 Neuartiger Omnibus. In Florida wird der abgebildete Omnibus für regelmässige Kursfahrten eingesetzt. Es handelt sich um einen geräumigen An bänger, der von einem Personenautomobil gezogen wird. Motorlsts: Le Sepey-LeySin im Winter fahrbar! Dank einer regelmässigen Schneeräumung ist es nun möglich, Leysin auch im Winter per Automobil zu erreichen, eine Verkehrsmöglichkeit, die von zahlreichen nach Leysin fahrenden Patienten oder deren Besucher sehr geschätzt wird. See Switzerland by car In 1935 Do you know tha thrllls oJ Alpina motoringt Das moderne schweizerische Verkehrsflugzeug. Eine der vier neuen Douglas-Maschinen, welche ab 1. April in Dienst genommen wurden. Das untere Bild zeigt die sehr komfortable Passagierkabine, welehe 14 Gästen bequem Platz bietet. (Siehe den ausführlichen techn, Artikel über die Douglas- Flugzeuge in No, 20 der cA.-R,».) Your car will open up for you all the scenic grandeur of Switzerland in its ever-changing variety. You can see it all on cheap fuel and roads that are marvels of engineering construction. Die Schweiz wirbt in England. Die Schweizerische Verkehrszentrale wirbt mit dem nebenstehenden eindrucksvollen Plakat für das Beisen im Automo~ bil durch unser Land. Angesichts der geplanten Benzinzollerhöhung muss allerdings der an und für sich sehr geschickt gewählte Text, der den Engländern sagt, dass .sie all die alpinen Schönheiten auf prächtigen Strässen ;ünd mit billigem Benzin besuchen können, wie ein schlechter Witz anmuten. Die Verkehrswerbung im Auslande wird durch eine Verteuerung der Autobetriebskosten um eines ihrer zugkräftigsten Argumente kommen. Schliesslich hat ja die Schweiz die Bergwelt nicht alleingepachtet und die übrigen Alpenländer haben prachtvolle Hochstrassen im Bau, die zum Teil schon diesen Sommer den Autotouristen zur Verfügung stehen werden, ohne dass sie deswegen besteuert "würden, wie man dies bei uns vorhat! -Schmierappar ate REIN HD tn und die hpchwertägen Sc;hniieri[ette',. Installation für Spezial- Schi^ieuing mit 3 Fetten vereinigen die hervorragendsten Eigen- .-; .' •'• •>:'• • •. • , ' . . . • . " > . " : ;'-.•••-.•'•'•• ~:y±

N°21 II. Blatt BERN, 15. März 1935 Automobil N»21 II. Blatt BERN, 15. März 1935 REVOLUTION IM AUTOMOBILBAU (Fortsetzung von Seite 1.) Die Zeit der Imponier-Motorhauben, unter der man oft den Motor fast mit einer Wünschelrute suchen musste, ist ja schon überwunden. Immer mehr noch wird man sich jedoch in Zukunft bei der Unterbringung des Motors von Zweckmässigkeitsgründen leiten lassen. Beim Kleinwagen spricht vieles für den Heckeinbau, beim Omnibus für den Abb. 3. Einbau im Wageninnern oder unter dem Wagenboden. Auf all das wird die Karosserie immer weniger Rücksicht nehmen, sondern sich so entwickeln, wie es für die Transportleistungsfähigkeit des Wagens, die Bequemlichkeit der Wageninsassen und die Wartung des Fahrzeuges am günstigsten ist. In den beistehenden Skizzen haben wir die zwangsläufige, unaufhaltsame Entwicklung der Karosserie zu praktischeren, «leistungsfähigeren» Formen in verschiedenen Stadien festgehalten. Wir betonen, dass die Ausführbarkeit dieser Formen vielfach erst heute möglich ist, nachdem entsprechende Bearbeitungs - Maschinen entstanden sind. Hemmend in der Entwicklung hat aber auch die langsame Anpassungsfähigkeit des Publikumsgeschmackes gewirkt. Die Wandlung des Automobil-«Gesichtes» in den letzten Jahren ist frappant. Noch vor 5, 6 Jahren waren die Ausführungen, wie in Abbildung 1 und 2 dargestellt, die Regel. Die Kotflügel umschlossen die Vorderräder nach vorn nur ganz wenig und gaben die immer schmutzigen Federn, die Achsen, die Rahmen-Enden und ihre eigene Unterseite schamlos allen Blicken preis, während ihre Kotschutzwirkung selbst noch sehr zu wünschen übrig Hess. Die Abstammung der Kotflügel von den Schutzblechen der Pferdekutsche war hier deutlich zu erkennen. Immer mehr haben sich jedoch seither die Kotflügel dem übrigen Organismus des Automobils eingefügt. Zuerst wurden sie, um ihre Wirkung zu erhöhen und das mechanische «Gekröse» Abb. 6. terung der Motorhaube zu beseitigen. Man näherte sich damit gleichzeitig der Stromlinienform, wie sie Jaray und Cheriard und Walker schon viele Jahre vorher vorgeschlagen hatten. Eine andere Kompromisslösung stellt die Auffüllung der Lücken mit nach hinten verlängerten Scheinwerfergehäusen dar, wie in Abbildung 7 skizziert. Der Entwicklungsmöglichkeit aller dieser Formen kam die Vorverschiebung des Motors und Kühlers zugute. Vielfach war es auch gerade die Vorverschiebung des Motors, die zu den neuen Formen zwang. Bei allen modernen Karosserien sind jedenfalls die Kotflügel irgendwie fest' mit der Motorhaube oder dem Chassis verwachsen und nicht mehr wegzudenken. Selbst dort, wo sie gleichsam zum Protest ohne nähere Verbindung mit der Motorhaube ausgeführt wurden, bilden sie mit dem Chassis ein organisches'Ganzes. Ob schliesslich die extrem breit oder die extrem schmal ausgeführte Motorhaube gewinnen wird, lässt sich heute noch nicht sicher überblicken. Der über die ganze Wagenbreite ausgebaute Vorderteil Abb. 8. hat den Vorsprung, dass sich auch der Passagierraum zwanglos für drei Sitze nebeneinander ausbilden lässt. Das gefühlsmässige Argument, solche Wagen sähen plump aus, wird immer mehr an Schlagkraft verlieren, Abb. 4 Abb. 5. der Vorderwagens zu verdecken, vorn stärker herabgezogen. Immer mehr begann sich hierauf die Schlucht zwischen dem Kotflügel und der Motorhaube aufzufüllen, ein Vorgang, der nicht nur im Interesse der leichten Reinigungsmöglichkeit liegt, sondern auch Materialersparnis mit sich bringt. Eine nochmalige Verbreiterung der Kotflügel musste zu Formen führen, wie sie in den Abbildungen 5 und 6 skizziert sind, Indessen war es auch möglich, die Schlucht durch Verbrei- Abb. 7. Abb. 9. lANCIA stellt am Salon in Genf seine nenen Modelle 1935 aus 7 und 10 PS 4 Zylinder 15 und 20 PS 8 Zylinder Vorderräder mit Einzelabfederung 4 Gänge Unerreichte Strassenhaltung Automatische Schmierung 4plätziges Cabriolet auf 7 FS Chassis Vertreter: Garaffe Antonio A.-G., Bern, Län^gaßstrasse 21 Fredy Blaettler, Fasel, Pt Albaimnla^ 24 Bauuijüer o er & Forster A.-G., Zürich, Löwenstrasse 17 Garage M. Schweizer, Lausanne, v arülUi « 6 12uad-14,-Rue.Jean.Jaquet . W. KAMSEIER, GENF Telephon 26.330