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E_1935_Zeitung_Nr.019

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winnt beim Bau von

winnt beim Bau von Autostrassen erhöhte Bedeutung. Auch.eine Baumreihe in mehreren Metern Entfernung vom Fahrbahnrand ist gefährlich — schon bei der Landstrasse, in weit höherem Masse bei Autobahnen, auf denen ja mit erhöhter Geschwindigkeit gefahren werden wird. Man wird mit Rücksicht auf das erhöhte Autobahn-Geschwindigkeitsniveau alles vermeiden müssen, was die Unfallgefahr auf den Autosonderstrassen erhöht. Man kann selbstverständlich Böschungen und das Herantreten von Wandflächen an die Fahrbahn bei Ueber- oder Unterführungen unmöglich vermeiden, man kann aber den Fahrbahnrand durch einen Naturzaun sichern. Bei Notlandungen von Flugzeugen in jungen Nadelholzbeständen haben sich oft überraschend geringe Beschädigungen des doch sehr leicht verletzbaren Flugzeuges ergeben. Hecken aus dicht gepflanzten Buchen oder Fichten, durchsetzt mit Rankengewächsen, dürften das grösste Auffangsvermögen aufweisen. Man kann aus Vorkommnissen auf den schon bestehenden autobahnähnlichen Strassen lernen. Auf der Avus ereignete sich vor einiger Zeit ein Unfall, dessen Lehren beim Autostrassenbau verwertbar sind : Ein Fahrzeug geriet, vermutlich infolge plötzlicher Bewusstseinsstörung des Fahrers, mit dem rechten Kotflügel und Vorderrad an einen der etwa 20 cm vom Fahrbahnrand entfernten massiven Kilometersteine. Das Fahrzeuggesamtgewicht betrug rund 1000 kg. Die Geschwindigkeit kann bei. noch gedrosseltem Motor nur unwesentlich über 60 km/St, im Höchstfalle gelegen haben. Trotzdem war der Anprall an den aus Beton bestehenden Kilometerstein heftig genug, den Stein zu zerschmettern und das Fahrzeug lenkunfähig zu machen. Der Fahrer scheint in seiner Aufregung den Gashebel durchgetreten zu haben, statt auf die Bremse zu treten. Das nicht mehr lenkfähige Fahrzeug steuerte in eine hinter dem zerbrochenen Kilometerstein beginnende Heckenreihe, durchbrach diese und eine zweite etwas dünnere Strauchreihe, rollte über die Böschung und prallte auf einen etwa 20 m vom Kilometerstein und etwa 3% m vom Fahrbandrand entfernten dicken Lauhbaum derart auf, dass der Fahrer, trotzdem er angeschnallt war, mit der Stirn an der Umrahmung der Windschutzscheibe heftig aufstiess und in bewusstlosem Zustande aufgefunden wurde. Das Fahrzeug wurde : erheblich beschädigt. Diese schweren Unfallfol?en wären höchstwahrscheinlich vermieden worden, wenn der Auslauf des Fahrzeuges nicht gewaltsam beendet worden wäre, d. h. in der Böschung keine Bäume gestanden hätten. Die Lehren des Unfalles sind folgende : Keine massiven Steine und keine Pfähle nahe am Fahrbahnrand ! Wenn Hecken neben dem Fahrbahnrand angebracht werden sollen, dann solche, die nicht nur die Aussicht versperren, sondern auch erhebliches Auffangvermögen besitzen ! Keine Bäume nahe dem Fahrbahnrand und an den Böschungen ! Bei Autostrassen-Geschwindigkeiten muss der Aufprall eines Grossfahrzeuges oder eines Omnibusses mit 20 Fahrgästen vernichtende Folgen haben. Es sollten deshalb aller vermeidbaren Steigerungen der Unfallgefahr kategorisch vermieden werden. Dazu gehört auch die Bepflanzung der Autostrassen mit Baumreihen. Schweizerische Rundschau Die parlamentarischen Kommissionen für die Behandlung der Alpenstrasseninitiative sind bestellt. Die Kommission des Ständerates, dem die Priorität zusteht, setzt sich zusammen aus den Herren Malch (Präsident), Amstalden, Barmann, Bosset, de Coulon, Hauser, Klöti, Laely und Moser. Der Kommission des Nationalrates gehören die Herren Hardegger (Präsident), Maggini, Rochat, Schmidheiny, Vonmoos, Flück, Perrin, Gabriel, Petrig, Polar, Baumann, Tschumi und Gadient an. Reflektierende Verkehrsnägel. Ein neuer englischer Verkehrsnagel besitzt in seiner Kopfplatte ein reflektierendes Kristall, das bei Nacht das Licht der Autoscheinwerfer zurückwirft. Die Linie, die durch die Verkehrsnägel dargestellt ist, wird hierdurch beleuchtet erscheinen, und die Verkehrslinien können dann auch bei Nacht ihre verkehrssichernde Wirkung ausüben, die bisher nur auf die Tageszeiten beschränkt war. Wolle als Einlage für Strassendecken. Die gewaltigen Mengen von Wolle, die in Australien, einem der grössten Wollproduktionsländer, infolge der Wirtschaftskrise unverkäuflich geblieben sind, haben zu dem originellen Gedanken geführt, Wolle in Mischung mit Sand zur Herstellung von Strassendecken zu verwenden. Durch dieses Verfahren, das bereits in erheblichem Umfange praktiziert wird, sollen sich Strassendecken von hoher Widerstandsfähigkeit und Gleitsicherheit ergeben. lOOprozentige Motorisierung. Der kleine Ort BilUngs bei Detroit kann für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, lOOprozentig «motorisiert» zu sein. BilUngs weist nämliche insgesamt 452 Einwohner auf, während sich sein Motorfahrzeugbestand 453 Autos beläuft. Amerikas Automobilproduktion. Im Februar wurden nach vorläufigen Schätzungen 340,000 (306,000) Automobile hergestellt. Für den Monat März rechnet man mit einer zwischen 415 und 425,000 liegenden Produktionsmenge, so dass das 1. Quartal mit einer Gesamtfabrikation von ca. 1,07 Millionen Personen- und Lastwagen abschliessen dürfte. Aehnliche Produktionsergebnisse hat die amerikanisch-kanadische Automobilindustrie seither nur noch im t. Quartal 1926 und 1929 aufgewiesen. Paris schränkt die Benützung akustischer Signale ein. Bereits besteht in Paris ein Verbot für die Verwendung akustischer Signale in der Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens. Das Verbot soll nun erweitert werden, indem es schon ab 22 Uhr in Kraft tritt. Im übrigen studieren die Verkehrsbehörden der französischen Metropole die Möglichkeit eines den Glarus und die Wallensee-Talstrasse. In den jüngsten Verhandlungen des glarnerischen Landrates über den Ausbau der Kantonsstrassen ist u. a. auch die Frage der Wallensee-Thalstrasse eingehend behandelt worden. Nachdem der Kanton Glarus unter erheblichen Kosten den grössten Teil der Kerenzerbergstrasse ausgebaut hat, ist es begreiflich, dass man im Lande Fridolins der von verschiedenen Verbänden verlangten Erstellung der linksufrigen Wallenseestrasse besonderes Interesse beimisst. Bekanntlich ist zum weitern Ausbau verschiedener Strecken von der Regierung ein Kredit in der Höhe von 3 Mill. Fr. verlangt worden. Im Landrat hob der Präsident der Strassenbaukommission im besondern her- AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N» 19 auf istischer vollständigen Hupverbotes. Um die Fahrzeugführer hierauf besonders vorzubereiten, hat die Polizeipräfektur eine Empfehlung an die Fahrzeugführer erlassen, in welcher diese ersucht werden, auch während des Tages die akustischen Warnungssignale nurmehr im äussersten Notfalle anzuwenden. Leuchtgas-Tankstelle für Lastwagen. In der Stadt Hannover wird demnächst die erste deutsche Tankstelle für Leuchtgas eröffnet, um den auf Gasbetrieb umgestellten Wagen die Nachfassung von Betriebsstoff zu erleichtern. Bei den auf Leuchtgas umgebauten Wagen werden Benzintank und Vergaser nicht beseitigt, so dass die Maschine, wenn notwendig, leicht auf Benzinbetrieb wieder umgestellt werden kann. Amerikas Autoexporte. Die gesamten Automobil- und Zubehörexporte machen 1934 eine Summe von 190,2 Millionen aus gegenüber nur 90,6 Millionen im Vorjahre. An Personenwagen wurden Kanadas Automobilbestand. In den 10 kanadischen Provinzen wurden im Jahre 1934 im gesamten 946,012 (911$27) Benz zeigen Wagen, bei welchen auch -die Personenwagen und 173,019 (171,330) Last-Vorderrädewagen gezählt, zusammen also 1,119,031besitzt eine Tragfähigkeit von 6,5 Tonnen angetrieben sind. Der Büssing (1,082,957) Einheiten. Die Bestandzunahme und wird durch einen Sechszylinder-Diesel innert des letzten Jahres stellte sich auf von 13,5 Liter Hubraum angetrieben. 3.3 Prozent. Der Mercedes-Benz-Wagen mit Sechsradantrieb I vor, dass gründliche Arbeit am billigsten sei und wies vor allem den Vorwurf des zu luxuriösen Bauens zurück. Von Fachmännern wird die Lebensdauer der im Kanton Glarus ausgebauten Strassen auf 40 Jahre geschätzt, während im Gegensatz dazu die schwyzerischen Strassen kaum mehr als 10 Jahre halten dürften. Verschiedene Ratsmitglieder übten an der bisherigen Baupolitik Kritik, indem einerseits verlangt wurde, die Strassenbauprojekte entsprechend dem Eingang der Anteile aus dem Benzinzoll zu verwirklichen, während anderseits für Millionenprojekte nicht auf das Urteil eines einzigen Fachmannes (Kantonsingenieur) abgestellt werden sollte. Diesen Einwendungen gegenüber konnte Landammann Hefti mit Fug und Recht darauf hinweisen, dass, wenn sich der Kanton nach dem Benzinzoll gerichtet hätte, damit in erster Linie den Arbeitslosen nicht gedient gewesen wäre. Unhaltbar ist auch der Vorwurf, womit der Maßstab verloren gegangen sei. Im Gegenteil habe sich die gründliche Arbeit, die geleistet wurde, gelohnt. Der Landammann konnte den in Strassenfach- und Automobilkreisen geschätzten Kantonsingenieur mit dem Hinweis in Schutz nehmen, dass der Kenner des Geländes im allgemeinen das bessere Projekt liefert, als ein Fachmann, der es nicht kennt. Eine längere Debatte entspann sich um das Wallenseestrassenproiekt. Im Zusammenhang mit den Kreditgewährungsgesuchen hat das Problem in dem Sinn eine vorläufige Klärung erfahren, als die Regierung sich gegen den Bau einer Wallensee-Thalstrasse bekannte, indem sie vor allem die Ausgaben für den Ausbau der Kerenzerbergstrasse ins Feld führte, wie auch das grosse Interesse des Kantons an der Prageistrasse. Weiterhin ist die Ansicht vertreten worden, dass eine Wallenseestrasse das Glarnerland vom Verkehr erst recht abschneide. Dass die Einstellung des Unterlandes sich mit derjenigen der Regierung nicht deckt, blieb zu erwarten, indem ein Bürger von Niederurnen das wesentliche Interesse des untern Kantonsteiles an der Wallenseestrasse besonders hervorhob, wobei auf die Anstrengungen hingewie^ sen wurde, die gemacht werden mussten, um die Linienführung auf dem linksseitigen Wallenseeufer durchzudrücken. Anderseits argumentiert man im Glarnerland auch so, dass 145,157 Stück im Werte von 78,2 Millionendie St. Galler eigentlich froh gewesen seien, Dollars exportiert gegenüber 64JM Einheiten im Werte von 32,1 Millionen Dollars im jekt versteiften, da das nordseitige noch als sich die Glarner auf das südseitige Pro- Jahre 1933. Das Lastwagen- und Omnibus- teurer und für den unter der Stickereikrise Exportgeschäft vereinigte 92,732 Einheiten besonders schwer leidenden Kanton St Gallen unerschwinglich geworden wäre. (43,616) auf sich, die einen Wert von 44,2 (20,1) Millionen Dollars repräsentierten. Ein Antrag, weitere Kredite für den Aus^ Rückstrahler für Menschen obligatorisch. bau der Kerenzerbergstrasse erst dann zu Zur Bekämpfung von nächtlichen Automobilunfällen auf der Landstrasse hat die Re- an diese Durchgangsstrasse zu leisten ge- bewilligen, wenn feststeht, wieviel der Bund gierung des amerikanischen Staates Kentucky ein Gesetz erlassen, das die Einfüh- unveränderten Annahme des Beschlusseswillt sei, wurde abgelehnt zu Gunsten der rung von Rückstrahlern für Menschen vorschreibt. Jeder Fussgänger, der sich nach nen Projekte jeweils dem Landrat zur Geentwurfes, in der Meinung, dass die einzel- Einbruch her Dunkelheit auf einer Strasse nehmigung unterbreitet werden müssen. ausserhalb eines geschlossenen Ortsteils aufhält, ist verpflichtet, einen kleinen Spiegel vorn und hinten an seiner Kleidung zu befestigen, damit die Autofahrer schon auf weitere Entfernungen die Fussgänger erkennen und rechtzeitig ausweichen können. Nutzfahrzeuge auf der Berliner Automobil-Ausstellung. III. *) Der Allradantrieb. Sowohl Büssing-N.A.G. als auch Mercedes- wurde hinsichtlich der neuartigen Radführung bereits besprochen. Für die Kraftübertragung sind nicht weniger als fünf Ausgleichsgetriebe vorgesehen. Hinter dem Motor liegt das Getriebe und ein Differential, das den Ausgleich zwischen den beiden Vorderrädern und den vier Hinterrädern, herstellt. Von diesem Differential führt unter dem Motor eine Antriebswelle zu den Vorderrädern, zwischen denen ein weiteres Differential liegt, von dem Gelenkwellen zu den Vorderrädern führen. Weiter führt von dem ersterwähnten Differential eine AntriebsweMe zu den vier Hinterrädern, wo vorerst ein Ausgleich zwischen dem vorderen -und dem hinteren Radpaar erfolgt Weiter ist'je ein Ausgleichsgetriebe zwischen den beiden vorderen und zwischen den beiden hinteren Rädern vorgesehen. Der zweimotorige Schnellreiseomnibus. Eines der meistbewunderten Objekte war das Fahrgestell eines Schnellreise-Omnibusses, der mit zwei Motoren ausgerüstet ist. Das ganze Fahrgestell lag offen vor dem Beschauer, der Wagenaufbau war durch ein mit Neonröhren besetztes Gerippe angedeutet, so dass man auch die schöne Stromlinie, die beide Motoren übersohliesst, erkennen konnte. Fortsetzung Seite 4. *) Vergleiche No. 17 und 18 der «A.-R.». Mühe wert, John Lester so seine Lektion zu erteilen. Um ihm einen Begriff zu geben, von dem aufreibenden, bis ins kleinste vorbestimmten Trott des Haushaltes und der Pflege des Babys, was er doch alles leicht genommen hatte. Ueberlass es nur John Lester, wiederholte Selene sich in ihrer Besorgnis immer wieder; und Annie, mit ihrer anbetenden, aber armseligen und schwerfälligen Art, würde schon helfen. Ihre wirkliche Sorge war nur, dass John Lester und Annie miteinander das Kind durch zu grosse Sorgfalt vielleicht krank machen könnten. Was aber geschah, wenn — wenn Joan in Zugluft lag, oder aus dem Bett fiel, oder Annie vergass, das elektrische Bügeleisen auszuschalten, oder John sein Badewasser überlaufen Hess, oder — diese vielen « Was aber, wenn * ! In allen drei Tagen ihres Exils trieben sie Selene zum Wahnsinn. Es war schwer, dem Weh im Herzen nach Gatten und Kind standzuhalten. So schwer, dass am dritten Tag und bei dem Schwirren der «Was aber, wenn» ihr ganzer Stolz plötzlich wie eine Lampe erlosch. Selene sehnte sich nach John Lester. Sehnte sich danach, ihre Wange gegen seinen rauhen Rock zu legen. Sehnte sich danach, all die quälenden Gewissensbisse, die ihr Stolz zurückgehalten hatte, bei ihm wegzuweinen. Und Selene sehnte sich auch nach ihrem Kinde. Als Selene an diesem Abend ihre Wohnung betrat, stand John Lester in der Küche, in einem Durcheinander von Tellern und Eierschalen, starrte durch das Fenster über das Dächermeer und nagte an seiner Unterlippe, wie er es immer tat, wenn er nervös war. Was immer John Lester bei ihrer Rückkunft hätte tun können, gerade der Anblick, ihn, nervös an der Unterlippe nagend, eine ihrer Hausschürzen lächerlich um seine Hüften gebunden, zu sehen, war mehr, als sie ertragen konnte. In dem befreienden Gefühl wieder zu Hause zu sein, sprang Selene auf ihn zu und weinte lange schluchzend, immer fürchtend, dass Joan, die wahrscheinlich schlief, aufgeweckt werden könnte, und doch nicht imstande, sich zu beherrschen. «Mein Liebstes», sagte John Lester, presste sie "an sich und küsste ihr Haar und ihre Augen, wie wenn nichts, als sie immer wieder zu küssen, ihn beruhige. « Mein Liebstes », war alles, was John zu sagen vermochte, indem er sie küsste, sie hielt und umarmte, als wollte er sie niemals loslassen. « Mein Liebstes. Mein Liebstes.» Auch sie liebte es, seine Augen zu küssen, weil sie nass waren. Sie liebte diese Nässe. «John. John. John. Was auch kommen mag, nicht kann unser Leben ändern. Niemals. Niemals. Niemals.» «Nichts, mein Liebstes. Nichts. Niemals. Niemals. Niemals. Mein Liebstes. Dass du nur schon zu Hause bist.» Beide standen atemlos und schluchzend da. Wie Kinder und doch ihrer Kindlichkeit so unbewusst «Ich werde dich nie wieder verlassen, John. Nicht für einen Augenblick.» «Ich war ein Schwein, dass ich nicht früher zu dir gekommen bin. Ich war gerade dabei, meine Sachen zu packen. Du bist die Grössere von uns beiden, Liebste.» «Ich bin nicht wert, die Spitze deines Schuhs zu küssen, John.» «Sag' das nicht, Liebling, es beschämt mich. Und wo ist...» «Und nun. wo ist mein Kind ? War es schwer, Liebling? War sie brav, schläft sie ?» «Wieso.-» «Ich hoffe, du erlaubst nicht, dass Annie so lange mit ihr im Park ist!» «Wieso, Selene? Was meinst du damit? Joan ist...» «John! Mein Kind! Es ist doch alles in Ordnung?» «Warum — warum...» «Schau mich nicht so an. Ich halte es nicht aus. Wo ist Joan?» «Aber Selene — ich verstehe das nicht. Guter Gott! Du hast sie doch mit in Peekskill gehabt! Selene, wo ist Joan?» «Ich ertrage es nicht — sag' mir rasch — — wo?» «Ich dachte, du hattest sie mit.» «Ich hab* sie hier gelassen — bei dir — um — um dir eine Lektion zu geben. Hat Annie sie an jenem Tag — nicht nach Hause gebracht, John? John!» «Etwas Schreckliches ist geschehen. Ich — habe sie nicht gesehen, seit ich — ich habe bestimmt geglaubt, dass sie mit dir — Selene, wo ist Joan?» Da geschah es, dass Selene mit einem Schrei, der in die Stille sprang, auf ihr Gesicht vornüber stürzte und mit der Stirn an den Küchenherd schlug, als sie in Ohnmacht fiel. (Fortsetzung folgt.) Am 11. März erscheint die Katalog-Nummer der «Illustrierten Automobil-Revue» Das starke Heft ist hervorragend ausgestattet und enthält wieder die schematische Darstellung aller in der Schweiz vertretenen Automobilmarken.

N» 19 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Interview mit Caracciola. Von Rudolf Caracciola, dem hervorragenden deutschen Rennfahrer, der seit einem Jahr für Mercedes-Benz fährt, hörte man in den letzten Monaten fast gar nichts mehr. Ein deutscher Fachjournalist hat den zurückgezogen lebenden Fahrer kürzlich aufgesucht; in dem Gespräch, das sich entwikkelte, gab Caracciola seine persönlichen Auffassungen über den Rennsport im allgemeinen und dessen gegenwärtige Situation im besonderen bekannt. Caracciola führte u. a. aus : c Mir ist es persönlich am allerliebsten, wenn in der Oeffentlichkeit nicht viel Aufhebens von mir gemacht wird. Ich kann den Personenkult, das Starwesen und die Heldenverehrung der Rennfahrer nicht ausstehen, und nichts ist mir mehr zu- ' wider als Mister Craek und Herr Kanone. Meine Ansichten hierüber haben sich im Lauf der Jahre trotz meiner Erfolge nicht geändert Ein Rennfahrer ist ein Mann, der einen sehr ernsten und gefährlichen Beruf auszuüben hat und bei den heutigen Geschwindigkeiten vor jedem Start auch mit der letzten Konsequenz rechnen muss. Es geziemt ihm daher, dass er still und bescheiden hinter die grosse Sache zurücktritt, der er dient, und es genügt vollkommen, wenn er seine Erfolge für sich sprechen lässt Aus dieser Betrachtungsweise heraus ist mein persönliches Reklamebedürfnis auch ziemlich auf dem Nullpunkt angelangt. Ein Rennfahrer ist kein Filmstar, und der Starkult, der in letzter Zeit im Automobilsport grassiert, ist das Unsportlichste, was ich mir vorstellen kann. Rennfahrer, und zwar schon der jüngste Nachwuchs, müssen zu sportlicher Bescheidenheit erzogen werden und dürfen nur durch ihre Leistungen hervortreten. Wenn man seine Schuldigkeit in einem Rennen getan hat, dann ist es am besten, man verschwindet in einem kleinen Gebirgsnest und sammelt Kraft, Ruhe und Energie, um für neuen Kampf gerüstet zu sein. Wer es anders macht, schadet -der Sache des Automobilsports. Er ist kein Rennfahrer, sondern ein Grack und wird erst umlernen, wenn ihm bei 320 km/St, ein Reifen platzt, so dass er nur so durch Zufall um die 1/100 Sekunde herum am Sensenmann, der ja immer hinter uns steht, vorbeigehuscht ist... Die Rennsaison beginnt für uns am 22. April mit dem Grossen Preis von Monaco, der bekanntlich in den Strassen von Monte-Carlo ausgetragen wird. Bie Strecke bildet das tolle Karussell, auf dem ich vor einigen Jahren gestürzt bin. Ich persönlich halte ein Rennen auf. einer solchen Strecke mit den schnellen Rennwagen für Blödsinn. Aber wir müssen hingehen, weil die ausländische Konkurrenz auch hingeht, und zwar werden mein Stallkamerad Fagioli und ich für Mercedes-Benz starten, während die Auto-Union Varzi und Stuck schickt. Es wird ein sehr heisser Kampf werden, bei dem wir vor allem mit den Italienern zu rechnen haben, - Der neue Alfa Romeo der Scuderia Ferrari mit dem auf 4,5 Liter vergrösserten Kompressormotor und hinteren Schwingachsen ist, wie ich weiss, sehr schnell geworden und als zuverlässig und ausdauernd bekannt. Nuvolari, Chiron, Dreyfus und Brivio werden alles daran setzen, uns die Hölle heiss zu machen. Es wird in diesem Jahr nicht ganz so leicht sein, die Italiener abzufertigen, denn aus den Niederlagen des letzten Jahres haben diese sehr viel gelernt Vor den Franzosen ist mir, offen gestanden, nicht bange. Diese Nation ist im internationalen Rennsport ins Hintertreffen geraten und wird lange zu arbeiten haben, bis sie unseren klaren Vorsprung einholt. Ganz gefährlich wird es im Sommer werden, wenn die Italiener mit dem neuen Alfa- Romeo-Zwölfzylinder antreten, der ein ganz modernes Rennfahrzeug ist Es ist gar nicht ausgeschlossen, dass wir gegen Ende der Saison Geschwindigkeiten bis zu 360 km/St, erreichen, womit die Rennen natürlich nicht ungefährlicher werden, als sie es heute schon sind. Varzi wird auf dem Rennwagen der Auto-Union in der kommenden Saison zweifellos einer der gefährlichsten Konkurrenten. Ebenso auch mein Stallkamerad Fagioli. Beide sind hervorragende Fahrer und ausgezeichnete Sportkameraden, mit denen ich sehr gern die Kräfte zu messen bereit bin. Unsere Mercedes-Benz-Rennwagen werden bestimmt auch in diesem Jahr ein ernstes Wort mitsprechen, und wir Fahrer werden auch alles daran setzen, um den- Sieg zu erkämpfen. Es wird aber, das muss sich die Sportwelt vor Augen halten, in diesem Jahr schwerer sein als im vorigen, denn der Gegner hat inzwischen ganz bestimmt "nicht geschlafen. In Tunis treffen wir uns unter der heissen afrikanischen Sonne dann 14 Tage später und im gleichen Zeitabstand dann auch zum Grossen Preis von Tripolis. Beides sehr gefährliche und schnelle Rennen, die uns vor schwere Aufgaben stellen, da wir nicht an das Klima gewöhnt sind. Ende Mai starten wir dann auf der Avus, und ich kann schon hente sagen, dass dort Geschwindigkeiten gefahren •werden, die bisher noch in keinem Rennen der Welt erreicht wurden. Es ist sehr schade, dass unser Nachwuchs noch nicht weit genug vorgeschritten ist, um jetzt einzuspringen. Man sollte den Bau von kleinen, schnellen Sportwagen bis zu 1,5 Liter Zylinderinhalt stärker noch als bisher forcieren und jedem grossen Rennen ein Sportwagenrennen vorangehen lassen. Das wäre die beste Methode, den Nachwuchs heranzubilden, denn nur aus der Jugend können wir einen in jeder Hinsicht vollwertigen Nachwuchs erhalten. Das Verfahren, die vorhandenen Rennfahrer auf den neuen Rennwagen auszuprobieren, halte ich für verfehlt. Wir alle mussten mit kleineren Fahrzeugen anfangen -und konnten uns nur in jahrelanger zäher Ausbildungsarbeit nach vorn schieben...» Wieder erfolglose Rekordversuche Camp» bells. Anfangs dieser Woche hat Sir Malcolm Campbell auf dem Strande von Daytona neue Rekordversuche mit seinem t Blauen Vogel» unternommen. Sein Vorhaben war erneut von keinem Erfolg gekrönt, da der Sand immer noch zu feucht ist und rolle Geschwindigkeiten ohne grösste Gefahren nicht erlaubt. Immerhin ist Campbell wisserordentlieh nahe an seinen frühern Rekord herangekommen. Er erreichte nämlich maximal für die fliegende Meile die Zeit von 13 Sek. 31/100, was einem Stundendurchschnitt von 435,1 km/St, entspricht. Der Versuch war ausserordentlich gewagt, und Campbell hatte sehr kritische Sekunden zu überstehen. Der Wagen raste in grossen Sprüngen über den Strand und war nur mit grösster Mühe zu meistern. Nach Campbells Erklärungen wird es möglich sein, neue Rekordzeiten zu erzielen, sobald sich der Sand in besserem Zustand befindet. Den Rekordversuchen wohnten über 100,00 Zuschauer bei. Der englische Fahrer erzielte die folgenden genauen Zeiten: 1 km: 8 Sek. 30/100 (Mittel 433,8 km/St.). 1 Meile: 13 Sek. 31/100 (Mittel 435,192 km/St). 5 km: 43 Sek. 57/100 (Mittel 413,0 km/St.). 5 Meilen: 1 Min. 4 Sek. 96/100 (Mittel 386,3 km/St). Neue Rekordversuche in Montlhery. Die Rennfahrer Sommer, Chinetti und Pesato werden den bereits letzten Herbst geplanten Angriff gegen den 48-Stunden-Weltrekord, der zurzeit im Besitze von Delahaye ist, in nächster Zeit ausführen. Sie werden den in Montlhery stattfindenden Versuch mit einem Alfa Romeo-Wagen durchführen, Weiter wollen auch die Fahrer^ Maillard-Brune und Druck auf einem M.G.'in Montlhery Angriffe gegen den 48-Stunden-Rekord der Klasse 1100 ccm, sowie gegen verschiedene andere Rekorde unternehmen. Der Sefac-Motor auf dem Prüfstand. Der von einer französischen Interessengemeinschaft gebaute Sefac-Wagen, der in diesem Jahre an den internationalen Rennen eingesetzt werden soll, geht rasch seiner Fertigstellung entgegen. Der Motor befand sich letzte Woche zum erstenmal auf dem Prüfstand, dabei wurden überaus befriedigende Resultate erzielt. Die Versuche werden zurzeit noch fortgesetzt, und in absehbarer Frist wird dann der Motor in das Chassis eingebaut. Der Wagen soll auf jeden Fall zum Beginn der grossen Saison bereitstehen. Als erster Fahrer für diese neue Maschine, der man mit grösstem Interesse entgegensieht, wurde bekanntlich Lehoux bestimmt Grosser Preis von Monaco. Der Grosse Preis von Monaco, mit dem am 22. April die internationale Rennsaison eröffnet wird, bringt bekanntlich den ersten Start aller Die Resultate unseres Wettbewerbes liegen vor. Die 38 Gewinner sind ermittelt. Wir haben ihnen zusammen mit unserer Gratulation ihre Betreffnisse Übermacht. Hier die Namen der Glücklichen: E. & O. Pfenninger, Rapperswil. Kupferschmid & Co., Solothurn. P. Hunziker, Basel. L. Honegger, Zürich 11. E. Friedrich, Bülach. E. Ryffel, Glarus. W. Trachsel fc Co., Luzern. H. Hürlimann, Wil. E. Borrer, Zürich 9. H. Bottini, Basel. Klein-Auto-A.-G., Zürich. Mercedes-Benz-Automobil A.-G., P. Schönholzer, Zürich 4. Zürich. W. Schmid, Brugg. G. Raths & Co., Wetzikon. Kessler & Co., Zürich 8. grossen Firmen. Das Reglement für die Veranstaltung ist soeben erschienen. Es weist gegenüber früher keine nennenswerten Aenderungen auf. Das Rennen führt wieder über 100 Runden der 3180 m langen Rundstrecke, demnach total über 318 km. Es sind nur Wagen * zugelassen, die der gegenwärtig gültigen internationalen Rennformel entsprechen. Total sind an Preisen 170,000 französische Franken ausgeschrieben, dabei erhält der Sieger 40,000, der Zweite 20,000, der Dritte 10,000 französische Franken usw. Für die beste Rundenzeit sind weitere 3000 Franken ausgesetzt, ferner erhält der Spitzenführer von 10 zu 10 Runden weitere 1000 Franken Prämien. Die Einschreibungen werden bis zum 31. März vom Internationalen Sporting-Club in Monte Carlo entgegengenommen. Die Ausscheidungslaufe für das Bol d'Or- Rennen. Am letzten Sonntag fanden in Montlhery die Ausscheidungsläufe für das Bol d'Or-Rennen statt. 32 Fahrer hatten sich dazu gemeldet, doch ergaben sich wegen Maschinendefekten und andern Gründen zahlreiche Forfaits, so dass nur 16 Fahrer zum Starte antraten. Das Rennen führte über 8 Stunden und litt ziemlich unter den ungünstigen Witterungsverhältnissen. Am Morgen lag auf der Ebene von St-Eutrope sin so dichter Nebel, dass der Start um eine Stunde verschoben werden musste. Debille auf Salmson beherrschte das Feld in überlegener Weise und konnte den Sieg an sich reissen. Er verbesserte den letztjährigen Rekord um volle 71 km. Ausgezeichnet hielten sich auch Devaud auf Amilcar, Manuel auf B.N.C. und Levito auf Amilcar. Die Hälfte der Fahrer musste wegen Maschinendefekt aufgeben. Die Resultate: 1. Debille (Salmson), 721,9 km (Stundenmittel: 90,2 km/St.); 2. Devaud (Amilcar), 714,8 km (Stundenmittel:- 89,3 km/St.); 3. Manuel (B.N.C), 695 km; 4. Levito (Amilcar), 668 km; 5. Jam (Derby), 651 km. Das Ende der Damentourenprühingsfahrt nach St-Raphael. Die Damentourenprüfungsfahrt von Paris nach St-Raphael ging letzten Sonntag mit einer abschliessenden Brems-, Beschleunigungs- und Geschmeidigkeitsprüfung in St. Raphael zu Ende. 36 Fahrerinnen erreichten von 41 gestarteten das Ziel an der Riviera. Drei Fahrerinnen wurden bei der Schlussprüfung noch bestraft, so dass zum Schluss 33 strafpunktfrei blieben. An die Spitze des Gesamtklassements kam die Französin vMme Olga Thibault (Peugeot) mit 2487 1. Preis Fr. 1000.—: E. W. Bodenmann, St. Gallen. 2. Preis Je Fr. 500.—: 5. Preis Je Fr. 50.—: 3. Preis Je Fr. 200.—: 4. Preis Je Fr. 100.—: F. Willi, St Gallen. F. Wild, Basel. Fr. 5000.— Total Amag Automobil- und Motoren A.-G., H. Hurter, Basel. Zürich. E. Siaubli, Zürich. Stalder & Co. A.-G„ Batet A. Vogel, Zürich 5. A. Schüren, Brugg. E. H. Thommen, Bern. H. C. Stüber, Zürich 8. T. Junod, Vevey. H. Schill, Basel. W. H. Widler, Pi. Gallen. Dr. A. Hagnauer, Zürich. L. Vauchez, Genf. O. Schweizer, Zürich 11. E. Vogel, Zürich. J. Willi, St. Gallen. B. Scheiwiller, Wil. T. Diebold, Sion. J. von Rohr, Solothurn. AUTO CREDITBANKS Zürich 70.030 Genf 44.267 Campbell fährt neuen Weltrekord! 445,497 km/St. (Telegramm.) Der englische Weifrekordfahrer Sir Malcolin Campbell hat am Donnerstag auf dem Strand von Daytona mit seinem «Blauen Vogel» einen Deuen absoluten Geschwindigkeitsrekord über die Meile mit dem Mittel von 445,497 km/St aufgestellt Er erreichte bei der Hinfahrt 438,817 km/ St und bei der Rückfahrt 452,177 km/St. Punkten vor Mme Rouault auf Delahaye und Mme Schell auf Delahaye. Wir nennen im folgenden die Resultate des Gesamtklassements : 1. Mlle Olga Thibault (Peugeot), 2.487 Pkt.; 2. Mme Rouault (Delahaye), 2.483 Pkt.; 3. Mme Schell (Delahaye), 2.196 Pkt.; 4. Mme Dubuc-Taine (Fiat), 2.158; 5. Mlle Luca (Singer); 6. Mlle de« Forest (Lancia); 7. Mme Savoye (Renault); 8. Mm« Conche (Salmson), 9. Miss Ridell (M. G.); 10. Mlle TMgnal (Peugeot). ^ Erstes Rundstreckenrennen von Bergamo. Der italienische Sportkalender 1935 enthält bekanntlich eine ganze Reihe von neuen Rundstreckenrennen. Darunter befindet sich auch der Circuit von Bergamo, der auf den 19. Mai angesetzt ist, und zu einem grossen sportlichen Anlass zu werden verspricht. Für das Rennen wurde ein Circuit von einer Länge von 2800 m gewählt. Internationale österreichische Höhenstrassenfahrt. Die auf Anfang Juni angesetzte grosse internationale österreichische Höhenstrassenfahrt stellt eine Erweiterung der bis jetzt bekannten «internationalen Fahrt durch die österreichischen Alpen» dar. Im Rahmen dieser neuen Konkurrenz ist eine Pflichtstreoke vorgesehen, die folgenden Verlauf hat: Wien-Gloggnitz-Niederalpl-Kapfenberg- Leoben - Prebichl-^Mitterndorf-Pötschenpass- Gollingpass- - Turnpass - Kitzbühl-Innsbruck- Arlberg - Flexenpass-Fernpass-Innsbruck-Zell a. See - Radstadt - Katschberg - Wurzenpass- Villach-Klagenfurt-Loibl-Völkermarkt-Bruck- Semmering-Wien. Im fernem sind eine ganze Reihe von Pässen als sogenannte Umkehrpässe vorgesehen. Zu der Veranstaltung sind Sportwagen und Tourenwagen zugelassen^Die zurückzulegenden Distanzen sind je nach der Wagenklasse verschieden gross und setzen sich aus der Pflichtstrecke und den Entfernungen der Umkehrpässe zusammen. Die grossen Sportwagen müssen 2080 km zurücklegen, die kleinen 2000 und die Tourenwagen 1840 km. Für die gesamte Konkurrenz stehen den Fahrern 37 bis 40 Stunden zur Verfügung. Gewertet wird das Einhalten der Fahrzeit, das Befahren der Umkehrpässe, das Ergebnis einer Anfahrtprüfung im letzten Teil der Strecke und der Konditionsprüfung. Sieger wird der Fahrer mit der grössten Punktzahl jeder Wertungsgruppe. Auskünfte jeder Art erteilt das Sekretariat des österreichischen Automobil-Clubs, Wien I, Kärntnerrine 10. &*»€»*# fin d«»» Schweiz Die Sternfahrt nach Genf. Die Organisatoren der Sternfahrt nach Genf haben in entgegenkommender Weise die ursprünglich auf den 9. März angesetzte Meldefrist mit dem einfachen Nenngeld auf den 13. März, 18 Uhr, verschoben, so dass sich Interessenten bis zu diesem Datum noch zum einfachen Betrag von 20 Fr. einschreiben können. Zur Beantwortung zahlreicher Anfragen sei noch erwähnt, dass die Neutralisationsstunde von 12—13 Uhr unter Umständen auch zur Weiterfahrt benutzt werden kann, nur darf während dieser Zeit natürlich keine Kontrolle passiert werden. Wie bereits gemeldet, sind zum ursprünglichen Streckenplan als Startorte noch neu hinzugekommen: Schaffhausen, St. Gallen, Frauenfeld und Glarus; ferner als Start- und Durchfahrtsort Martigny. In Ergänzung der in der letzten Nummer gemeldeten ersten Teilnehmerliste seien die folgenden neu eingeschriebenen Fahrer erwähnt : Auguste Hennouä (Lancia), Genf W. Bär und H. Schwab (Plymouth), Zürich Arthur May (Delage), Zürich Albert Springer (Steyr), Zürich Gerhard Ulzer (Steyr), Zürich Georg Baumann (Bugatti), Zu-rlch. Ernst Stirnemann (Buick), Aargau Dr. Karl Napp (Buick), Basel Josef Senn (Auburn), St. Gallen Rene Bloch (Fiat), La Chaux-de-Fonds Dr. Josef Forbrich (X), Luzern. Wie die Organisatoren ferner mitteilen, hat die Sektion Wallis ein Minimum von 6 Fahrern angemeldet, deren Namen allerdings noch nicht bekannt sind. Auch aus Bern werden verschiedene Konkurrenten aufbrechen Das KHometerrennen von Grand-Saconnex. Wie wir erfahren, wird der letztjährige Sieger von Grand-Saconnex, Armand Hug, mit seinem Bugatti am 17. März in der Rennwagenklasse wieder zum Start antreten. Dei junge Fahrer verunglückte bekanntlich letzten Sommer beim Training zum Bergrennen Develier-Les Rangiers und startet nun am 17. März zum erstenmal wieder.