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E_1935_Zeitung_Nr.019

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Nutzfahrzeuge auf der

Nutzfahrzeuge auf der Berliner Automobil-Ausstellung Fortsetzung von Seite 2. In vielen Belangen ähnelt dieses von Büssing- NAG. gebaute riesige Fahrgestell den bei Bahnen benützten Triebwagen. An beiden Enden des ausserordentlich niedrigen Fahrgestelles befindet sich je ein stehend eingebauter Dieselmotor, Sechszylindermotoren von je 13,5 Liter Hubraum und einer Bremsleistung von zusammen 290 PS. An die beiden Motoren ist in Blockkonstruktion je eine Kupplung und je ein' fünfstufiges Schaltgetriebe sowie ein Freilauf angebaut Die Betätigung der Kupplungen sowie das Schalten der Gänge erfolgt durch Druckluft, natürlich gleichzeitig. Der vordere Motor treibt über eine Gelenkwelle die hintere Achse, der hintere Motor die vordere Hinterachse. Die Stromlinie. Es liegt auf der Hand, dass bei Fahrzeugen, die die Hundertkilometergrenze überschreiten, alle äusseren Unebenheiten im Interesse der Verminderung des Luftwiderstandes, der bei solchen Geschwindigkeiten schon eine bedeutende Rolle spielt, beseitigt werden müssen. Darüber hinaus muss die aerodynamisch günstigste Form gesucht werden. Dies ist eine wichtige Frage der Wirtschaftlichkeit. So haben denn auch alle Omnibusse, soweit sie für grössere Geschwindigkeiten bestimmt sind, sehr windschnittige Formen aufgewiesen. Die diesbezüglich beste äussere Karosseriefonn zeigte ein Stromlinien-Omnibus von Mercedes-Benz für 24 Personen. Er war der einzige Wagen, bei welchem die Motorhaube nicht gesondert in Erscheinung trat, sondern vollkommen überbaut ist. Auf der einen Seite des Motors sitzt der Wagenführer, auf der andern Seite ein Mitfahrer. Gegen den Passagierraum besteht eine Glaswand mit zwei Türen, so dass alle Motorgerüche von dem Fahrgastraum ferngehalten werden. Das gewölbte Glas der Vorderwand, die glatten äusseren Formen und die raffinierte Raumausnützung geben diesem Wagen das besondere Gepräge. Nachdem man dieses Fahrzeug gesehen hatte, konnten die anderen Lösungen mit einer Einknickung zwischen Motorhaube und eigentlicher Karosserie nicht mehr recht gefallen. Sicherlich handelt es sich da um die Form der Zukunft. Die Möglichkeit, innerhalb des abgeschlossenen, gut beleuchteten Wagenraumes am Motor hantieren zu können, ist übrigens auch fahrpraktisch nicht zu unterschätzen. Der Radstand. Bei Schnellreiseomnibussen, die für die neuen Reichsautobahnen bestimmt sind, kann man natürlich auf eine gute Wendigkeit verzichten. Die Reichsautobahnen weisen selbst einen kleinsten Krümmungshalbmesser von 1 km auf, während auch an den Kreuzungsund Einmündestellen so grosse Plattformen vorgesehen sind, dass selbst Riesengefährte ungehindert und in einem Zuge fahren kön- AXJBXJRN Die neuen 1935er Modelle am Lager! BZyl. 18/80 PS. Luxus-Sedans 5/6 Plätze DUAL-RA TIO Hinterachs-Getriebe macht den Aiibum zum sparsamsten Wagen. Mit DUAL-RATIO fahren Sie grosse Reise-Durchschnitts-Geschwindigkeiten bei kleiner Drehzahl des Motors. Sehr geringer Benzin- und Oelverbrauch! Motorabnützung fast Null. Der AUBURN Sedan, 6 Zyl, geht mit fünf Personen belastet im direkten Gang von Linthal auf die Klausenpasshöhe. 8 Zgl. Modelle auch mit Kompressoren-Motor lieferbar. Stundengeschwindigkeit 165 km. nen. So kann man denn an fast allen Fahrzeugen, die für die Zukunft bestimmt sind, eine beträchtliche Vergrösserung des Radstandes feststellen. Dadurch werden auch günstigere Fahreigenschaften erzielt, besonders im Zusammenhang mit der dreiachsigen Ausführung. * Die Kühlung der Motoren. Die Wasserkühlung herrscht — abgesehen von den Kiemlieferwagen mit luftgekühlten Motoren — allgemein vor. Es fehlt aber auch nicht an würdigen Vertretern der Luftkühlung. So haben sich die Krupp-Motoren mit liegenden Zylindern und Gebläsluftkühlung ganz ausserordentlich bewährt. Krupp baut luftgekühlte Vergasermotoren dieser Art zu 75 PS sowie luftgekühlte Dieselmotoren, ebenfalls mit liegenden Zylindern, zu 60 PS; diese Dieselmotoren arbeiten nach dem Viertakterprinzip. Die Phänomen-Werke G. Hiller A.-G., Zittau, «teilten vierzylindrige Reihenmotoren zm 2,5 und 8 Liter Hubraum zur Schau, die ebenfalls luftgekühlt sind. Anderseits ist man bemüht, besonders bei Geländefahrzeugen, die Wasserkühlung durch die Anordnung eines eigenen Gebläses, das die Luft zwangsläufig durch den Kühler presst, zu verbessern. Der Sattelschlepper. Diese Fahrgattung vereinigt ungefähr die Vorzüge des Traktors mit jenem des gewöhnlichen Lastwagens. Da der Anhängewagen mit dem Vorderteil auf dem Sattel des Schleppers aufliegt, ergibt sich ein guter Achsdruck für die Triebachsen, so dass der Schlepper selbst leicht ausgeführt werden kann. Darin liegt ein wesentlicher Vorzug gegenüber dem gewöhnlichen Traktor. Andererseits können in Verbindung mit einem einzigen Sattelschlepper mehrere Anhänger benützt werden, so dass das Motorfahrzeug während der Ein- und Ausladezeiten anderweitig ausgenützt werden kann. Aussefdem können Anhänger verschiedener Art verwendet werden. Ein besonderer Vorzug des Sattelschlepperzuges ist die Wendigkeit, da er in sich, gelenkig ist. Auf der Ausstellung konnte man fünfachsige Ausführungen von wahrhaft hervorragender technischer Durchbildung sehen. Daneben gab es auch kleine Sattelschlepper. Holzgas-Generatoren. Mehrfach waren Nutzfahrzeuge mit Holzgasgeneratoren ausgerüstet. Uebrigens gab es auch einen Personenwagen, bei welchem der Holzgasgenerator in das kofferartige Heck in vollendeter Linienführung eingebaut» AUTOMOBIL-REVUE Der englische Bremsbelag der nicht pfeift und rassig in der Brems-f Wirkung ist A. 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Es macht den Eindxuok, als würde dieser Zweig in Deutschland noch nicht jene Entwicklung erreicht haben, als dies in einigen anderen Ländern tatsächlich schon der Fall ist Wahrscheinlich liegt die Ursache darin, dass Deutschland selbst grosse Mengen Holz importiert und daher an dem Holzgasbetrieb nur für Sonderfälle interessiert ist Büssing-NAG. zeigte einen Holzgas-Spezialmotor, der den besonderen Anforderungen des Holzzasbetriebes durch höhere Kompression und durch einen Hilfsvergaser angepaest ist Der Motor besitzt einen' Hubraum von 13 Liter und leistet 120 PS, also relativ — im. Vergleich zum Benzinbetrieb — wenig. Krupp zeigte einen Tankwagen mit einem Sechszylindermotor zu 7,5 Liter Hubraum mit einem Deutz-Fahizeuggaserzeuger. Besonders gut vertreten war auch der bekannte Imbert-Generator. Der Pressgas-Betdeb. Neben dem Einbau eines eigenen Gasgenerators kommt auch die Mitnahme des Antriebsgases in komprimiertem Zustande, in Stahlfläsohen, in Betracht So zeigte Büesing-NAG. einen Doppelmotor von zweimal sechs Zylindern mit 23 Liter Hubraum für den Antrieb mit Butangas, Faun stellte «inen Sprengwagen aus mit einem kleinen Anderthalb-Liter-Motor, der mit Methangas angetrieben wird, und bei Krupp konnte man luftgekühlte Motoren sehen, die mit Ruhrgasol angetrieben werden. Ein Dampfwagen. Die Firma Henschel, die bekanntlich auch-Lokomotiven baut, zeigte ihren Dampfwagen. Die Dampferzeugung erfolgt in einem ölgeheiiten Kessel, der im Heck des Wagens untergebracht ist Die Heizung ist vollautomatisch geregelt: Die eigentliche Dampfmaschine ist liegend zwischen den Rahmenlängsträgern, angeordnet, und zwar unmittelbar vor der Hinterachse. Die Pleuelstangen wirken direkt auf die Hinterachse, wie auch die Steuerschieber von dieser Achse betätigt werden. Die Fahrtregelung erfolgt durch die Regelung des Dampfventiles und die Verstellung des Kulissensteines. Der TTebergang zwischen den einzelnen Geschwindigkeit erfolgt natürlich vollkommen stufenlos und as gibt beim Anfahren ebensowenig wie bei der Beschleunigung harte Stösse. für 18/20 Sitzplätze, auf SAURER-Chassis 3BNP. Zahlungserleichterungen. 10990 Auskunft unter Chiffre Z 3217 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Ein diesel-elektrisches Fahrzeug. Recht bemerkenswert war auch ein dieselelektrischer Doppeldeckomnibus, der ebenfalls von der AEG. auegestellt wurde. Er weist einen Dieselmotor von 120 PS Leistung auf. an den die Dynamomaschine direkt gekuppelt ist. Die Elektromotoren dieses Fahrzeuges liegen nicht in den Rädern, sondern es ist nur ein einziger Motor vorgesehen, der unmittelbar hinter der Dynamo in den Sofort abzugeben: 1 moderner Car Alpin Rahmen eingebaut ist Daher müssen zum Antrieb der Hinterräder Antriebswellen d«r gewöhnlichen Art vorhanden sein. Der Vorteil dieser Anordnung liegt gegenüber dem Fahrzeug mit direktem, mechanischem Hinterachsantrieb in der Elastizität der elektrischen Kraftübertragung, in der stufenlosen Beschleunigung und in dem Wegfall eines Zahnradgetriebes. Der Dieselmotor wird natürlich vollautomatisch reguliert, so dass der Fahrer nur den elektrischen Kontroller zu bedienen hat. Reiten. Dass der Riesenluftreifen bei den Nutzfahrzeugen, besonders bei den Omnibussen, vorherrscht, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit Besondere Erwähnung verdient aber, dass nun auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge in steigendem Masse der Luftreifen angewendet wird. So konnte man mehrere Ackerschlepper sehen, die mit den neuen «Niederdruck - Ackerluftreifen» ausgerüstet sind, Hochstollenreifen von ganz besonderer Griffigkeit Bremsen. Die riesigen Massen, die auf den neuen Strassen in bisher für unmöglich gehaltene Geschwindigkeiten gebracht werden, erfordern ganz besondere Bremsanlagen. Vor allem ist ein vollkommener Ausgleich der Bremswirkung zwischen den einzelnen Rädern von ausschlaggebender Bedeutung. Dieser Anforderung kann die mechanische Bremse kaum entsprechen. Sie kommt daher immer mehr in den Hintergrund. Die bekannte Knorrbremse beherrscht das Feld. Sie arbeitet mit Druckluft, wird vom Führer ganz ohne Mühewaltung bedient und ermöglicht eine ideale Abstufung der Bremswirkung. Bei manchen Fahrzeugen wird die Druckluftbremse mit einer Oeldruckübertragung kombiniert Schlussbetrachtungen. Die Nutzwagenhallen der Berliner Automobilausstellung haben in diesem Jahr grundlegend neue Konstruktionen erkennen lassen. Die Auswirkungen lassen sich noch nicht völlig übersehen, weil hiezu teilweise die Voraussetzungen fehlen. Die praktische Erprobung dessen, was hier an Neuem gezeigt wurde, wird erst in einem Jahr, vielleicht auch erst später möglich sein. Trotzdem ergibt eine nähere technische Prüfung dessen, was in Berlin gezeigt worden ist, dass es sich nicht um Ergebnisse von Experimenten handelt, sondern durchwegs um weitgehend ausgereifte Neukonstruktionen. Dass hier wirklich wertvolle, schrittmacherische Konstruktionsarbeit geleistet worden ist, steht ausser jedem Zweifel. K.M. * SALON DE I/AUTOMOBILE CENEVE Glänzender Ausweis der wirtschaftlichen Bedeutung der mechanischen Beförderungsmittel 1935 — No 19 15« bis 24« März 1935 Das Cabriolet mit versenkbarem Verdeck Der rassige Sportwagen für den Sonntag Der Geschäftswagen für die Woche Die interessante Neuheit am Genfer Automobil-Salon müssen Sie sehen Stand Nr. 81 Blaser & Burkhardt, ÄÄJ" Burgdorf Besichtigen Sie bitte unsere Ausstellung an der Theaterstr. 12, beim Corso A.G. 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19 -1935 AUTOMOBIL-REVUE Touviimus Autotourismus im Monat Januar 193S. Im Januar haben im gesamten 6627 Motorfahrzeuge, gegenüber 5551 in der entsprechenden Periode des Vorjahres, unsere verschiedenen Grenzstellen passiert. Davon entfallen 420 Motorfahrzeuge auf den Grenzverkehr, 5868 auf den Touristen- und 160 auf den Güterverkehr. Mit provisorischen Karten sind 4259 (3688), mit Freipass 670 (483), mit Triptyks 287 (1382) und mit Zollpassagierscheinheft 1319 Fahrzeuge in unser Land eingefahren. Weitere 92 Fahrzeuge bedienten sich des Kontrollscheines als Ausweismittel. Aus diesen Zusammenstellungen geht hervor, dass auch im laufenden Jahr der internationale Motorfahrzeugverkehr weiterhin in aufsteigender Entwicklung begriffen ist, obschondie Aufwärtsbewegung nicht mehr in derart forschem Tempo wie früher vor sich geht, was hinsichtlich der internationalen Wirtschaftslage und den dem Motorfahrzeugverkehr auferlegten finanziellen Lasten auch gar nicht verwunderlich ist. Automobllistischer Auslandsbesuch. Wie einer offiziellen Mitteilung des Reale Automobile Club d'Italia entnommen werden kann, erhält der Kanton Tessin am 15. und 16. August den Besuch des Automobilclub von Pavia, der den Tessiner Aufenthalt mit einer Zuverlässigkeitsfahrt verbinden will. Man wird sich bei dieser Gelegenheit fragen dürfen, ob es $en schweizerischen Automobilistenverbänden nicht möglich wäre, in vermehrtem Masse Auslandsclubs zu Tourenfahrten nach der Schweiz zu ermuntern, wie dies noch vor wenigen Jahren der Fall war. Nachdem die schweizerischen Clubs zur Pflege der internationalen Beziehungen kleinere und grössere Auslandsfahrten durchführen, wäre es zu begrüssen, wenn diese Besuche von der Gegenseite die wünschenswerte Erwiderung finden würden. Für dieses Jahr kann nun wenigstens registriert werden, dass nach dem A.C. von Marseille, der im Engadin weilte, nun auch ein italienischer A.C. den Weg in die Schweiz nimmt V Sfrassen Teilfahrverbot für Motorfahrzeuge auf der Sernftalstrasse. Im glarnerischen Landrat ist der unlängst eingereichte Memorialantrag auf teilweises Fahrverbot für Motorfahrzeuge auf der Sernftalstrasse zur Behandlung gekommen. Um die Betriebsverhältnisse und die finanzielle Lage der Sernftalbahn, zu verbessern, hat bekanntlich ein Bürger den Antrag gestellt, dass Lastwagen mit über 2 t Ladegewicht oder mit Anhänger, sowie Kraftfahrzeuge mit mehr als 6 Plätzen vom Verkehr auf der Sernftalstrasse auszuschliessen seien. Wie die «Glarner Nachrichten» melden, hat die Regierung einen ablehnenden Standpunkt gegenüber dem Antrag eingenommen, in der Meinung, dass sie für die Verkehrsregelung auf der Sernftalstrasse zuständig bleibe. In der Eingabe an den Landrat wird die Existenz der Sernftalbahn für bedroht angesehen, falls nicht eine Regelung getroffen wird oder der Kanton dem Bahnunternehmen noch stärker unter die Arme greift Nach Ausführung von Landammann Hefti zahlt der Kanton für den Unterhalt der Strasse der Bahn jährlich 20 000 Fr., an die Kosten des Schneebruches und der Behebung anderer Wetterschäden die Hälfte der Auslagen. Persönlich ist der Vertreter der Regierung der Auffassung, dass früher oder später eine Einschränkung des Motorfahrzeugverkehrs auf der Sernftalstrasse erfolgen muss. Es stehe aber der Regierung das Recht zu, hierüber Beschluss zu fassen. Auf jeden Fall wird der Kanton der Talschaft helfen müssen, sei es durch Unterstützung der Bahn, sei es, wenn diese der Entwicklung weichen müsse, durch Verbreiterung der Strasse. Heute bestehe allerdings noch die Hoffnung, dass sich die Bahn zu halten wisse. In Uebereinstimmung mit der Regierung empfiehlt ein anderer Bürger Ablehnung der Eingabe, wobei weiterhin darauf verwiesen wurde, dass die Memorialeingabe in Anbetracht der an der Landsgemeinde 1933 im Gesetz über den Motorfahrzeug- und Fährradverkehr getroffenen Regelung als zur Zeit unzulässig bezeichnet werden muss, womit sich der Rat einverstanden erklärte. Gesetzgebung Das Zürcher Verkehrsgesetz. Der «Handel mit Kompromissen» zwischen den einzelnen politischen Parteien geht weiter. Aus den politischen Fraktionen heraus, wurde nun die weitere Diskussion in die kantonsrätliche Kommission, die unter dem Vorsitz von Herrn Polizeivorstand Büchi, Winterthur, eteht, verlegt. und sportfreundliche kehrsfeindliche Interessen werden gegeneinander ausgespielt; das Resultat: Kompromisse, indem auf der einen Seite nachgegeben, auf der andern festgehalten wird. Das erste Resultat dieses in den Parlamenten stets sehr beliebten Kompromisspieles ist zwar ein erfreuliches: In der kantonsrätlichen Kommission ist das totale Rennverbot für Motorfahrzeuge gefallen. Der regierungsrätliche Vorschlag, der dieses Recht nur den Radfahrern zugestehen wollte, Der Berichterstattung über den Genfer während der Automobilausstellung in Gent. wurde gegen die Stimmen der Bauern in dem Sinne erweitert, dass auch Motorfahrzeugrennen grundsätzlich gestattet werden. An die Durchführung von Reinen ist die Einholung der regierungsrätlichen Bewilligung gebunden, ferner das Erfordernis einer genügenden Haftpflichtversicherung der Veranstalter und gewisse bauliche Sicherheitseinrichtungen. Stimmt der Kantonsrat diesem Vorschlag seiner Kommission zu, so verschwindet der schwarze Fleck Zürichs auf der Automobilsportkarte der Schweiz und es besteht wieder die Möglichkeit, im Gebiet des Kantons Zürich offene, nationale Rennen durchzuführen. Die von den Städten Zürich und Winterthur geforderte Befreiung der Autobuskunse von der Verkehrssteuer will die kantonsrätliche Kommission bewilligen, der Kompromjss besteht dann aber auf der Gegenseite darin, dass die Verkehrssteuern nur für Strassen 1. Klasse Verwendung finden dürfen, während die beiden Städte den Ausbau von Strassen 2. Klasse und Verkehrsplätzen miteinbezogen haben möchten. Dieser Gesetzesparagraph dürfte in der Beratung durch den Kantonsrat noch weidlich zu reden geben. Dass der Schicksalsparagraph betr. Beitragsleistung von Grundbesitzern für die Schaffung neuer Parkplätze von der Kommission aus der Vorlage entfernt wurde, darüber wird niemand Tränen vergiessen, handelte es sich doch um eine unhaltbare, rechtlich sehr anfechtbare Gesetzesbestimmung, die der Opposition aller Grundbesitzer gerufen hätte. Die kantonsrätliche Kommission hat nun ihre Arbeit vollendet. Sie hat, wie dies auch der Regierungsrat getan, fast alle von der Strassenverkehrsliga geltend gemachten Verlangen unberücksichtigt gelassen. Gewiss, der Finanzhaushalt des Kantons Zürich sieht heute nicht darnach aus, als ob er namhafte Rückgänge auf den Motorfahrzeugverkehrssteuereinnahmen und damit eine generelle Reduktion dieser Steueransätze zu ertragen vermöchte. Aber der Kantonsrat wird sich doch fragen müssen, ob es nicht zweckdienlicher wäre, einige Erleichterungen zu gewähren, um zu vermeiden, dass dieses und die nächsten Jahre weitere Hunderte und Tausende von Wagen und Motorrädern ausser Betrieb gesetzt werden, Dass es dem Kantonsrat bei dieser grossen Verantwortung nicht wohl ist, ergibt sich daraus, dass man im Zürcher Parlament zu einem grossen Teil der Auffassung ist, der jetzige Kantonsrat sollte die Gesetzesvorlaee nicht mehr fertig beraten, sondern diese harte Nuss dem im April neuzuwählenden zum Knacken geben. Veikehr Parlament V Im Zeichen der automatischen Verkehrsregulierung. In Genf, wo sich bei den dortigen kompli- Stadt gegen Land, verkehrs- gegen bäuerliche und ver-zierten Verkehrsverhältnissen das Fehlen einer genügenden Anzahl von Verkehrspolizisten besonders fühlbar macht, gelangt ein neues System der automatischen Strasseneignalisierung zur Anwendung, das zunächst dazu bestimmt ist, den Verkehr an i dem belebten Kreuzungspunkte Boulevard James Fazy-Place des XXII cantons zu regulieren. Die Erscheinungsweise der A. R. Salon werden voraussichtlich sieben Nummern dienen, deren Erscheinen vorläufig wie folgt vorgesehen ist: Dienstag, den 12. März Freitag, den 15. März Samstag, den 16. März Montag, den 18. März Dienstag, den 19. März Donnerstag, den 21- März Freitag, den 22. März. Wir bitten Mitarbeiter und Inserenten von diesen Daten Vormerk nehmen zu wollen. Der Verlag. Anlage stellt eine schweizerische Erfindung dar. Sie gründet sich auf das wechselnde Erscheinen der drei international festgesetzten Farben: Rot für das Stop-Signal, Gelb für die Vorbereitung und Grün für die freie Fahrt Diese Einrichtung findet sich in einor Art dreiteiliger Laterne auf einer Säule in der geringen und daher auch bei niedriger Karosserie leicht sichtbaren Höhe von 2% Meter angebracht. Eine Neuerung stellt dabei der Umstand dar, dass zur Verstärkung der Wirkung des roten Stop-Lichtes im gleichen Moment auch noch an einem Arm die bekannte rot-weisse Kreisscheibe erscheint, welche die Verkehrssperrun» anzeigt, und die wieder verschwindet, sobald die Farbe wechselt. Zur selbsttätigen Regulierung des Verkehrs an Kreuzungspunkten, die also die Anwesenheit eines Verkehrspolizisten nicht mehr nötig macht, sind vier solcher Säulen erforderlich, von denen je zwei in jeder Richtung dem Automobilisten sichtbar sind. Das Ganze funktioniert aber auch gleichzeitig für den Fussgängerverkehr, indem sowohl am Rande des Trottoirs als auch an dem betreffenden Uebergangspunkt auf der Strasse selbst leuchtende Bänder angebracht sind. Beim Erscheinen des roten Lichtes am Strassenrand ist der Durchgang gesperrt, beim Aufleuchten des gelben auf der Strasse kann diese ohne Gefahr in jener Richtung überschritten werden. Die gesamte Anlage wird gleichzeitig durch ein elektrisches System betrieben, dessen Rhythmus automatisch der Verkehrsintensität der verschiedenen Tagesstunden angepasst ist. B. Eine schweizerische Verkehrswoche. Die Vertreter der Verkehrsverbände U.M.S., S.R.B., A.C.S. und Aspa (leider war der T.C.S. nicht vertreten), kamen vergangene Woche in Bern zusammen unl besprachen die Möglichkeit der Durchführung einer Verkehrswoche auf nationaler Basis. Die Veranstaltung, welche unter dem Schlagwort «weniger Lärm und mehr Sicherheit» stattfinden soll, ist für die Zeit vom 26. Mai bis 2. Juni vorgesehen. Die Organisation wird von regionalen Komitees, wobei in den meisten Fällen die kantonalen Verkehrsligen in Frage kommen dürften, an Hand genommen. Von den Motorfahrzeugführern wird verlangt, dass sie in dieser Zeit keine akustischen Warnsignale abgeben. Die genauen Richtlinien über die schweizerische Verkehrswoche werden später folgen. Die grössten Fortschritte im Jahre 1935 Die elektromechanische Schaltung des AIGLE 8 mit den geräuschlosen 4 Vor- und Rückwärtsgängen, die das Einund Auskuppeln vom Steuerrad aus entbehrlich macht. CHENARD & WALCKER ,Automobil-Salon, Stand 37 Garage A. Montant, Terrassiere 67, GENF Die hydraulische Presse Fabrikat Peter DIE ANHALTENDEN SCHNEEFALLE der letzten Tage deuten darauf hin, dass die warme Jahreszeit noch nicht so schnell wiederkehren wird. Eine grosse Anzahl von Automobilisten, die sich bis heute noch nicht zur Modernisierung ihres Motors entschliessen konnten, werden darum auch weiterhin beim Inbetriebsetzen des Motors Unannehmlichkeiten haben. Ihre Batterien werden vorzeitig erschöpft, sie mühen sich unnötigerweise mit der Handkurbel ab und können erst anfahren, nachdem sie den Kühler mit Warmwasser aufgefüllt haben, manchmal sogar erst nach einem kostspieligen Abschleppen. Von Ihnen hängt es also nur noch ab, diese unangenehmen, längst veralteten Hilfsmittel zu vermeiden. Dank dem neuen neu (ohne Kabine), kann auf jedes Chassis ange- passt werden, Blechausführung, Schiebefenster, abnehmbar, 18/20plätzig, Ledersitze, Länge 4,93 m, gut unterhalten, in tadellosem, fahrbereitem Zustand. 13 PS, Modell 1931, Innenlenker, 6 Plätze, 4 Türen, Breite 2 m. Preis Fr. 2250.-. — Sich gefl. wenden an Preis Fr. 3000.-. — Sich gefl. wenden an Mme. Carrossirie Richard, 45, Rue Navigation, Geneve. J. 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