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E_1935_Zeitung_Nr.019

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die berühmte englische

die berühmte englische Firma stellt am Internationalen Automobil-Salon in Genf vom 15. bis 24. März nächsthin Stand No. 1, ihre neuen Modelle 1935, 4- und 6-ZyL von 6 bis 13 PS, von Fr. 3600 bis 9500 aus. MORRIS 6 PS, mit geräumiger, in der Schweiz hergestellter Cabriolet-Garrosserie, 4 Plätze, 4 Fenster, sofort in verschiedenen Farben lieferbar. AUTOMOBTL-BEVIJE 1935 - LUFTFAHR Interessante Versuche im Hinblick au! den alltäglichen Stratosphärenflug. Wie bekannt wird, hat das britische Handels-Luftfahrtministerium bei ersten englischen Flugzeugwerken zwei Stratosphärenflugzeuge in Auftrag gegeben, mit denen ein neuer Langstrecken- Weltrekord aufgestellt werden soll. Dass sie motortechnisch dazu geeignet sein werden, steht kaum in Frage, nachdem die bisherigen Höhenflüge in Regionen von 10 000 bis 11 000 Meter ü. M. eher günstige als ungünstige Einwirkungen auf den Gang des Motors und auf die Dynamik des Flugzeuges gezeigt haben. Was die Entwicklung des praktischen Stratosphärenflugs bis jetzt etwas hemmte, waren vielmehr die physiologischen Einflüsse und der Mangel an Erfahrung mit der Reaktion der Bordinstrumente unter den rasch wechselnden physikalischen Verhältnissen, doch sind die Studien in dieser Richtung seit den vereinzelten Kundschafterflügen um ein beträchtliches weitergediehen. Man verdankt das nicht zuletzt den mit Nachdruck betriebenen aktinometrischen, astronomischen, geophysischen und chronometrischen Forschungen der Observatorien; von ganz besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang aber auch eine Anlage, wie sie der Aeronautische Forschungsdienst in Paris nach dem System Sulzer erstellen lässt Zweck dieser Anlage ist, die atmosphärischen Temperatur- und Druckverhältnisse in gleicher Reihenfolge und Abstufung, wie sie bei einem Aufstieg bis 11000 Meter vorkommen, künstlich herzustellen und das Verhalten des in der geschlossenen Versuchskammer untergebrachten Piloten sowie der Bordinstrumente (Chronometer, Drehzahlmesser, Höhenmesser, Kompass, Sauerstoffmasken, Heizkörper etc.) in jeder Phase zu prüfen. Eis, i- Die Versuchskammer, die sich infolge des raschen Temperatur- und Druckwechsels durch grosse mechanische Widerstandsfähigkeit auszeichnen muss, ist gekennzeichnet durch ein eigens hierfür ausgearbeitetes Isoliersystem. In Abweichung zu der üblichen Umhüllung mit einer Isoliermasse, welche-?die Abkühlungszeit im Innern der Versuchskammer von den dicken Behälterwan- Aethylen-Kältemaschine zur Erreichung von tiefsten Temperaturen dienen; auf diese Weise wird eine Kaskaden-Anlage geschaffen, die bei solchen Temperaturen eine rasche Herbeiführung des gewünschten Beharrungszustandes ermöglicht. Für die erste Etappe ist eine Temperatur von —30 ° C im Innern der Versuchskammer angenommen, bei einem absoluten Luftdruck von 50 bis 60 mm Quecksilbersäule. Bemerkenswert ist, dass in der Atmosphäre bis zu 11 000 m Höhe die Temperatur stetig bis auf etwa —60 ° C abnimmt, während über diese Höhe hinaus, infolge der Luftverdünnung und der intensiveren Sonnenstrahlung wieder eine kleine Steigerung der Temperatur stattfindet Hand in Hand mit diesen Beobachtungen gehen die Forschungen des Observatoriums Teisserenc de Bort in Trappes auf dem Gebiete der Aktinometrie. Prüfobiekt sind eine Reihe von mit Galvanometern verbundenen Thermoelementen, bestehend aus einer weiss und einer schwarz angestrichenen Elektrode, so dass die eine Elektrode die Sonnenstrahlen möglichst zurückwirft, während die andere sie möglichst absorbiert Zur Prüfung dieser Apparate und zur fortlaufenden Eichung dient ein Bunsen-Kaloriemeter abgeänderter Bauart, das in einer auf konstanten Temperatur gehaltenen Atmosphäre aufgestellt ist Das Kaloriemeter besteht in seinem mittleren Teile aus einem doppelwandigen Glaskolben, dessen Innenwand mit einer Eisschicht bedeckt ist, während der übrige Raum mit dem Schmelzwasser des Eises aufgefüllt ist so dass die dort herrschende Temperatur derjenigen des schmelzenden Eises sehr nahe kommt. Das Eis ist aus destilliertem, chemisch reinem und luftfreiem Wasser erzeugt; auf diese Weise werden die Schmelzverzögerung und die dadurch verursachten Fehler in der Ablesung vermieden. Die Messung der Sonnenbestrahlung wird so ausgeführt, dass in das Innere des Kalorimeters mittelst eines mit Heliostat versehenen optischen Systems ein Bündel Sonnenstrahlen hineingeleitet wird. Die so eingeführte Wärme schmelzt eine gewisse Menge wodurch das Totalvolumen Eis plus Wasser sich verändert. Diese Aenderung wird gemessen mit Hilfe eines mit Quecksilber gefüllten Kapillarrohrs, aus dem eine bestimmte Anzahl unter sich gleicher Quecksilbertropfen austreten, deren Grosse einzig von der Form der Austrittsöffnung abhängt. Dadurch lassen sich mit dem Apparat sehr kleine Wärmemengen messen (3,5 Grammkalorien pro Tropfen), und zwar mit MORRIS 10 PS, 6-Zyl., 4 Gänge; Coupe; Spezial-Carrosserie, 4 Plätze. Hauptsächlichste Vertretungen in der Schweiz: Basel: Fredy Blaettler, Touring-Garage, St. Albananlage 24 Bern : City-Garage A.-G., Hr. Paris, Direktor, Seilerstrasse 3 Genf: Grand Garage Place Ed. Claparede S. A., Ch. Nigg, Administrator Gland: Grand Garage de Gland S. A. Lausanne : Garage H. Terrier, Aldo Hoffmann, Villamont 1 Solothurn: J. Gloor, Garage Hafner Sursee : Franz Wyder's Erben, Beim untern Tor Zürich: Jon..Hauser, Kreuz-Garage, Zollikerstrasse 9 Planskizzen und Flügeldetailkonstruktion eines neuen zwölfplätzigen BlackbuTne-Verlcenrsflngzenges mit zwei 305-PS-Napier-Motoren, das sich gegenwärtig im Bau befindet und das eine Maximalgeseh windigkeit von 330 km/St bei einer Reisegeschwindigkeit von 280 km/St, erreichen soll. Besonders interessant ist die Tragflügeldurchbildung. Als einziger Holm dient ein Blechrohr von der- Dicke des Flügelprofils, das grosse Festigkeit mit geringem Gewicht verbindet und das eich in einzelnen Abschnitten auch als Brennstoffbehälter ausnützen lässt. Die Druckpartien dieses Rohrholmes sind noch durch die in der Skizze erkennbaren Profilstäbe versteift Die Einzelteile des Hohnes sind lediglich durch Flanschen miteinander verbunden. düngen abhängig macht, wurde hier eine innere Verkleidung aus sehr lockerer Isoliermasse vorgesehen. Als geeignetsten Isolator fand man eine Kapokschicht von 150 mm Dicke; diese Masse ist vom Feuchtigkeitsgrad der im Apparat befindlichen Luft unabhängig und gegen Temperaturänderungen unempfindlich, so dass sich unter normalen Verhältnissen die Temperatur in der Veruchskammer in 40 Minuten auf —30° C, bei geringer Intensivierung sogar auf —42 ° Z bringen lässt. Die Temperatur des Petroeums, welches mit Hilfe eines einfachwirkenden Sulzer - Ammoniak - Kompoundkompressors gekühlt wird und als zirkulierende Kühlflüssigkeit verwendet wird, beträgt für. die erwähnte Leistung —45 ° C, der absolute Luftdruck ungefähr 100 mm Quecksilberäule; die Verdampfung des Ammoniaks findet dabei mit —50° C statt Als wesentlicher Bestandteil der Versuchsanlage ist die Kältemaschine anzusprechen; in Verbindung mit ihr steht eine in der Versuchskammer aufgestellte Kühlbatterie. In der zweiten Etappe soll der Kälteträger ausser zur Vorkühlung der Versuchskammer auch zur Kühlung des Kondensators einer sehr grosser Genauigkeit. Der Raum, in dem die Messapparate aufgestellt sind, wird mit Thermostaten auf elektrischem Wege in konstant kühler Temperatur gehalten und die Luft darin fortwährend kräftig durchmischt Vom meteorologischen Observatorium in Trappes werden gleichzeitig mittelst Versuchsballons atmosphärische Sondierungen vorgenommen; die Eichung der mitgeführten selbstregistrierenden Apparate findet im Observatorium statt. In Verbindung mit den Forschungen, die das Observatorium in Besancon auf dem Gebiete der Astronomie, Geophysik und Chronometrie in letzter Zeit im Interesse der Stratosphären-Luftfahrt mit Nachdruck betreibt, reihen sich die Ar» beiten zu einer Versuchskette, die der Einrichtung des alltäglichen Stratosphärenfluges ausserordentlich förderlich sein wird. -sl-

JN" 19 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE «fil dies Welt-Erdölproduktion. Die . ununterbrochene Motorisierung des Land-; Wasser- und Luftverkehrs muss sich naturgemäss in den Erdöl-Förderziffern der Welt widerspiegeln. Obschon in einzelnen Ländern, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, die Fördermenge diejenige des Absatzes übersteigt, so zeichnet sich das abgelaufene Jahr dennoch durch eine gesteigerte Bohrtätigkeit in beinahe allen Ödländern aus, bedingt durch den jrrösseren Weltbedarf. Nach den bisherigen publizierten Statistiken über die Welt-Erdölproduktion 1934 kann die Gesamterzeugung des letzten Jahres auf 207 Mill. Tonnen, gegenüber 196,1 Mill. Tonnen im Jahre 1933, geschätzt werden, was einer Zunahme um 10,94 Mill. Tonnen oder 5,6% entspricht. Damit wäre die Rekordziffer des Jahres 1929 von 211 Mill. t nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten worden, sofern man die in Amerika gewonnenen illegalen Produktionsmengen von rund 5 Mill. t berücksichtigt. Wie sich die Erdöl-Weltproduktion in den letzten Jahren in den hauptsächlichsten Produktionsstaaten entwickelt hat, geht aus nachstehender Zusammenstellung hervor: Japans AutomoblHndustrie. Der japanische Wagen, der vor allem wegen seinem billigen Preis von sich sprechen macht, scheint vorläufig für das Exportgeschäft noch keine so Krosse Gefahr darzustellen, wie man da und dort vermutet Zurzeit sind in Japan sieben Werke damit beschäftigt, die Automobilproduktion auszubauen. Vorwiegend ist aber die gesamte japanische Automobilindustrie auf die Fabrikation von Heereslieferungen eingestellt. Von den drei Personenwagenfabriken wurden im Jahre 1933 nur 746 Automobile für den allgemeinen Markt hergestellt, von den 4 Lastwagenfirmen 1052 Stück, total also 1798 Autos." Als kleinstes Model kommt der 3/4-Liter-Dasun auf den Markt, der in konstruktiver Hinsicht völlig dem kleinen Austin gleicht. Sein Inlandspreis schwankt zwischen 1775—1975 Yen, was ungefähr 1575 bis 1750 Schweizerfranken ausmachen dürfte, doch sollen die Exportpreise ca. 40 % unter diesen Ansätzen liegen. Der japanische Automobilbestand zeichne 1 sich durch die hohe Zahl von Lastwagen aus 1933 wurden an Omnibussen und Lastwagen 44,927 (39,522) Einheiten gezählt bei einem Personenwagenbestand von 79,363 (64,282) Stück. Im Land der aufgehenden Sonne hat sich aber auch der Dreiradlieferwagen durchzusetzen verstanden, indem während eines Jahres, d.h. von 1932 bis 1933 der Bestand von 9074 auf 19,132 gewachsen ist Aber auch der Motorradbestand steht in den letzten Jahren im Zeichen starken Anstieges. Während im Jahre 1931 erst 14,003 Motorvelos gezählt wurden, die sich bis 1932 auf 15,040 vermehrten, erhöhte sich der Bestand bis 1033 auf 25.108 Stück. ErdÖl-Weltproduktion in 1000 i 1913 1920 1928 1931 1932 1933 1934 Vereinigte Staaten 34 030 62122 124 586 110 317 106 653^ 121428 122 325 Russland 8 808 3 830 11509 22 334 21396 21440 24000 Venezuela — 70 15 839 '17 303 17 085 17 293 '20300 Rumänien 1848 1109 4 269 6 658 7 350 7 387 8 500 Persien 248 1669 5 588 5 842 6 446 7 087 7 537 Niederl.-Indien 1526 2 365 4076 4520 5 093 5 527 5 765 Mexiko 3 838 24 409 7 653 5 043 4 907 5 076 5 535 Kolumbien — — 2 843 2537 2 343 1848 .2448 Argentinien 19 243 1326 1705 1892 1987 2 049 Peru 276 373 1579 1365 1338 1782 1998 Trinidad- — — — 1491 1468 1388 1507 Britisch-Indien 1151 1216 1206 1131 1165 1085 1216 Irak — — — — 115 115 1000 Sarawak — — — 535 527 623 670 Polen 114 765 743 630 557 551 530 Deutschland — — — — 230 233 313 Equador — — — — 216 222' 232 Aegypten — — .— 284 ,•• 265 232 , 215 Japan — —