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E_1935_Zeitung_Nr.025

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hingewiesen werden, der

hingewiesen werden, der ihrer Zusammensetzung nfch der Charakter eines Sachverständigen-Ausschusses zukommt, dem der Gesetzgeber die Ausführung wichtiger Grundsätze, die Anwendung der Verkehrsteilung auf den einzelnen Fall, übertragen hat. Die Einrichtung eines solchen Spezialwirtschaftsrates auf dem Teilgebiet des Verkehrs ist bereits von England durch die sogenannten Traffic Commissions (vorerst für den Personenverkehr, neuerdings aber auch für den Güterverkehr) mit Erfolg versucht worden. Frankreich folgt unter deutlicher Beeinflussung durch das schweizerische Vorbild in den sogenannten regionalen Verkehrs- Pfkten dem gleichen Gedanken. Da die Verkehrsteilungskommission sich nicht nur aus Fachleuten zusammensetzt, die dem Lager der beiden Verkehrsmittel entnommen werden, sondern auch Vertreter der vier grossen Wirtschaftsverbände des Landes, die namentlich auch die Interessen der Verfrachter wahrnehmen werden, aufweist, kann man wohl gegen eine solche Kompetenzdelegatjon und -Verschiebung ernstlich keine Bedenken erheben. Welches sind nun aher die im Gesetz selbst niedergelegten Grundsätze? Sie lassen sich programmatisch wie folgt zusammenfassen: Die Schiene soll in erster Linie dem Fernverkehr, das Automobil dem Nahverkehr dienen. Um diese Aufgabenteilung zu verwirklichen, •wjrd der gewerbsmässige Automobilgütertransport vom Erfordernis einer Konzession abhängig gemacht. Keiner Konzession bedarf es für den Transport innerhalb der Gemeindegrenzen oder auf Entfernungen bis zu 10 Kilometer. Desgleichen ist dar sranze Werkverkehr, das ist der mit eigenen Wagen und eigenem Personal für das eigene Geschäft ausgeführte Transport eigener Waren, kon- «essiensfrei. Die Grenze zwischen dem Nahverkehr, für den eine Konzession erhältlich ist, und dem gänzjjch der Schiene verbleibenden Verkehr, ist im Durchschnitt bei 30 Kilometer zu finden. Die Grenze ist aber nicht starr aufzufassen, vielmehr soll auf die regionalen Verhältnisse in jedem einzelnen Fall abgestellt werden. Diese Grenze wurde gewählt, weil in unserem dichtbesiedelten Land die städtischen Zentren in der Regel nicht weiter als 30 km auseinanderliegen. Der grosse Vorzug des Gesetzes ist nun darin zu erblicken, dass es sich nicht mit Konzessionierung des Strassenverkehrs begnügt, sondern gleichzeitig auch für eine systematische Zusammenarbeit von Bahn und Auto sorgt. Das Gesetz tastet mit der Einführung dieser Neuerung aber nicht im Dunkeln, weil es dank der seit dem Jahre 1932 datierenden Versuche der Bundesbahnen möglich war, für das System der gemischten Betriebsweise wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die sogenannten Astoversuchsdienste (Aeto = Automohil-Stückgut-Transport-Organisation), die von der SESA im Auftrag der Bundesbahnen heute bereits auf mehr als einem Viertel des S.B.B.-Netzes eingeführt sind, können als gelungenes Experiment und als Schrittmacher für die neue Ordnung betrachtet werden. Die neue Ordnung strebt nämlich nicht mehr nnd nicht weniger an, als durch das Mittel einer planmässigen Zusammenarbeit der konzessionierten Autounternehmer mit den Bahnen dem Land eine so vollkommene Transportorganisation zu gehen, wje wir sie bereits für den Postpaketdienst besitzen. Die neue Ordnung will dem ganzen Land die Vorteile einer direkten Haus-Haus-Bedienung für den Güterverkehr verschaffen, wodurch mit einem Schlag über 4000 Ortschaften und Weiler faktisch alle Vorzüge des direkten Geleiseanschlusses; erhalten, i Vom Ausbau der Strassentransporte im Nahverkehr werden vor allem die Volkskreise ländlicher Gegenden Vorteile ziehen, im besonderen der Handels- und Gewerbestand, der auf regelmässige Zufuhr der von ihm benötigten Waren angewiesen ist. Andererseits wird für den Landwirt die rasche und häufige Abfuhr seiner Produkte nach den Verbrauebszentren geschaffen. Wie wird nun dieses grosse Ziel erreicht? Das geschieht einmal durch eine gewisse Rückbildung im Eisenbahnverkehr. An Stelle der 682 S.B.B.- Stationen mit eigener Güterabfertigung sollen inskünftig nur noch etwa 60 sogenannte Verkehrszentren mit Stückgüterzügen bedient werden. Das ermöglicht Einsparungen und Vereinfachungen im Bahnbetrieb, die sehr erheblich sind und es den Bahnen ermöglichen, einen Teil der Mehrkosten des Aütöniobilbetriebes zu übernehmen. Für den Verkehr zwischen den mit der Bahn bedienten Verkehrszentren, und zwar sowohl für die Bedienung der Stationen als auch aller in deren Einzugsgebiet liegenden bahnlosen Ortschaften und Weiler wird mittels der Konzessionäre ein Netz von Güterverkehrsdiensten geschaffen. Diese neue Transportorganisation soll spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten des Qesetzes über das ganze Land ausgedehnt sein. Allein im Gebiet der Bundesbahnen werden dahnzumal 400—500 Lastwagen und ebensoviele Anhänger mit einem Fahrpersonal von rund 800 Mann in diesen Schienen-Ersatz-Zubringer- und Verteilerdiensten beschäftigt sein. Die von den Konzessionären bei diesem Gemeinschaftsdienst ausgeführten Jahresleistungen werden auf etwa 12,000,000 Wagenkilometer veranschlagt. Die derart mit der Bahn zusammenarbeitenden Konzessionäre bleiben nach wie vor Privatunternehmer. Sie beschaffen das erforderliche Material selbst und unterhalten es auch. Zur Bedienung der Motorfahrzeuge stellen sie eigenes Personal. Indessen sieht das Gesetz den Zusammenschluss der Konzessionäre der Bahnverwaltungen und der Verfrachterkreise vor. Die Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft in Form einer Genossenschaft ist nötig, um den Verfrachtern bei geringsten Kosten die Annehmlichkeit zu gewähren, auch für gemischte Transporte sich nur an eine Stelle wenden zu müssen. In der Genossenschaft soll die SESA, die auf dem Gebiet der Strassen- und Bahntransporte wohl die grössten Erfahrungen besitzt, aufgehen. Sie wird nach dieser Umwandlung den bisherigen Gha-* rakter einer reinen Bahnschutzorganisation verlieren. Dass Bahn und Auto bei dieser gesetzlichen Neuordnung wechselseitig Opfer bringen müssen, dafür aber Vorteile eintauschen werden, ist offenkundig. Das Auto verzichtet auf gewerbsmässige Ferntransporte, mit einer wichtigen Ausnahme, auf die wir noch zu sprechen kommen. Dafür Wird es in der Nahzone von grundsätzlich 10 bis 30 ktn Hauptträger des Verkehrs. Die Transportleistungen der Lastautos werden nach festen Sätzen vergütet und stellen das Opfer der Bahnen dar, die dafür den Verzicht auf Autoferntransporte eintauschen. '- ! Der Verzicht auf gewerbsmässige Autotransporte über 30 km ist indessen kein absoluter; Das>6ef ' AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N" 25 setz sieht nämlich für die Beförderung von Umzugsgut, Möbel und andern Gütern, bei denen die Strassenbeförderung besondere transporttechnische Vorteile bietet, eine an keine Entfernungsgrenze gebundene Spezialkonzession vor. Auch hier erhält die Verkehrsteilungskommission wichtige Kompetenzen, um den Begriff «verkehrstechnische Vorteile» nach den praktischen Bedürfnissen auszugestalten. Vom weiteren Inhalt des Gesetzes ist für den Abstimmungsbürger noch von Bedeutung, dass die keine Konzession erhaltenden Unternehmer als entschädigungsberechtigt anerkannt werden- Wenn das auch eine Belastung der Bundeskasse mit sich bringen dürfte, so entspricht es doch der Billigkeit, den durch die Neuordnung verdienstlos gewordenen Unternehmer wie auch sein Personal angemessen zu entschädigen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gesetz die durch das Aufkommen des Automobils verlorene Verkehrseinheit wieder herstellt. Gleichzeitig erfährt der öffentliche Verkehrsapparat einen Auebau und eine Vervollkommnung, wie sie vom Ausland angestrebt, aber in diesem Umfang noch nirgends erreicht sind. Dies geschieht ohne Erweiterung der Staatsbetriebe; ja, das Gesetz überträgt im Gegenteil dem Güterautomobil wichtige Nahtransportaufgaben, die bis jetzt von der Schiene besorgt wurden. Es sucht dadurch die Gefahr allzu grosser Wertzerstörungen, wie sie durch den überreichen Ausbau des Schienen- und Strassenverkehrsapparates entstanden sind, zu mildern lind jenen Zustand herzustellen, wie er sich natürlicherweise herausgebildet hätte, wenn das Automobil in der Entwicklung vor der Eisenbahn gekommen wäre. Hoffen wir, dass das Schweizervolk erkenne, welche gewaltigen Vorteile dieses Gesetz seiner Wirtschaft gibt. Das gilt namentlich für die dünner besiedelten Gebiete, die von der Bahn noch zu wenig oder nicht erschlossen sind. Erhalten sie doch unter dem neuen Transportregime alle Vorteile des direkten Geleiseanschlusses mit Tarifen, die für jedermann gleich sind, und einer regelmässigen Bedienung, die auch die kleinsten Transportbedürfnisse befriedigt. Das sind Vorteile, die für die Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft ins Gewicht fallen. (Fortsetzung folgt.) Contra. Zum Verkehrs-«Teilungs»-Gesetr. Das Referendumskomitee gegen das Verkehrsteilungsgesetz schreibt unter diesem Titel: • Das Verkehrsteilungsgesetz, über das das Schweizervolk am 5. Mai zur Urne gerufen wird, bildet ein Schulbeispiel, wie verfahren wird, um das Mitspracherecht des Volkes in Verfassungs- und Gesetzgebungsfragen zu umgehen. Bisher durfte jeder Schweizerbürger, der Bauersmann wie der Gewerbetreibende oder Kaufmann, Waren und Güter für sich und für Dritte frei im Lande herum führen, wie es ihm beliebte. Nun soll das plötzlich anders werden, weil es angeblich die Staatsraison so verlangt. D^.s Gesetz führt nämlich das Transportmonopol ein, für die Bahn ab 30 km und für die eidgenössischen Konzessionsinhaber von ,10 bis 30 km. Ausgenommen davon ist nur der Werkverkehr, doch unter rigorosen Einschränkungen, die den Polizeischikanen Tür und Tor öffnen. Eine solche Regelung steht in offensichtlichem Widerspruch mit der Bundesverfassung. Das Postregal gibt in der Tat dem Bunde nur die Befugnis, die Beförderung von eigentlichen Postsrücken in monopolisieren, nämlich Briefe, Karten, Zeitungen, Mandate, Postpakete usw. Zweierlei Deutungen lässt der durch eine jahrhundertalte Praxis festgelegte Ausdruck in guten Treuen unmöglich zu. Nirgends in der Welt besorgt die Post auch den Transport von Grossvieh oder von Kohlen, Getreide und Eisenbalken in ganzen Wagen- oder Zugsladungen. Nur in der kleinen Schweiz will plötzlich der Staat für seine Zwecke das Postregal so unerhört weitherzig gefasst sehen. Zweck der Uebung war dabei der Wunsch, die neue Verkehrs-«Teilung> dem Volksentscheide zu entziehen. Nach bitteren Erfahrungen hat eben das Volk heute nichts mehr übrig für neue Staats- und Bundesmonoipole. Darum suchte man zuständigen Ortes nach Mitteln und Wegen, wie sich die gefährliche Klippe der obligatorischen Volksabstimmung umgehen Hesse. Zunächst wandten sich die Bundesbahnen an zwei angesehene Staatsrechtslehrer mit der Anfrage, ob sich denn dem Begriff Postregal nicht etwas Gewalt antun liesse durch die Auslegung, regalpflichtig seien bei uns nicht nur die eigentlichen Poststücke, sondern darüber hinaus ganz allgemein auch sämtliche Güter und Frachten bis zu den allerschwersten. Die beiden Professoren lehnten es ab, mit ihrem guten Namen zu solchen Auffassungen zu stehen. Für den Bundesrat ist somit heute das Postregal gleichbedeutend mit Transportmonopöl für Menschen, Tiere und Güter aller Art bis zu den schwersten Frachten. Falls das Gesetz vom Volke gutgeheissen wird, hätte damit der Bund das RechH sämtliche Transporte von Landwirtschaft, Handel und Gewerbe zugunsten der Bahnen und ihrer Konzessionäre zu beanspruchen, um sie zu den offiziellen Transporttaxen ausrühren zu lassen. Nur durch e.ine solche Vergewaltigung unserer Staatsverfassung konnte man eine Partialrevision und damit auch die obligatorische Volksabstimmung umgehen. Und nachdem das Gesetz angenommen worden war, blieben keine Mittel unversucht, um das Referendum zu vereiteln. Trotzdem würde es aber von einer Gruppe unabhängiger Bürger doch eingeleitet, wobei innert knapp fünf Wochen nicht weniger als 100.823 Unterschriften zusammenkamen. Diese neue Verfassungsritzung ist genau des gleichen Geistes Kind wie der mehr und mehr überhandnehmende Missbrauch der Dringlichkeitsklausel, durch die das Mitspracherecht des Volkes ausgeschaltet wird. Damit wird zwischen Volk und Behörden ein immer tieferer Graben gezogen — bis sich schliesslich die Landesbehörden überhaupt mit keiner Vorlage mehr vor das Volk getrauen, womit dann das Ende unserer schweizerischen Referendumsdemokratie besiegelt ist. Das Schweizervolk hängt aber mit Recht an seinen althergebrachten politischen Einrichtungen. Darum wird es am 5. Mai zum Rechten sehen und durch Verwerfung der Vorlage das Gesetz an seine Behörden zurückweisen mit dem Auftrage, eine andere, verfassungsmässige Vorlage einzubringen oder dann aber vorher dio Bundesverfassung entsprechend abzuändern. Gesucht Mechaniker erste Kraft, mit gründl. Kenntnissen sämtl. Wagenmarken, befähigt, einem Atelier vorzustehen. Schriftliche Offerten mit Photo, Zeugnisabschriften und Lohnansprüchen unter Chiffre G. 1880 an die 66668 Revue Automobile. Genf. Junger, strebsamer und ehrlicher, verheirateter Automechaniker mit Ia. Zeugnissen, sucht gleichgesinnten Kollegen m. einigen 1000 Fr. zwecks Uebernahme einer Garage. Nur ebrl. gemeinte Offerten können berücksichtigt werden. — Offerten unter Chiffre 66589 an die Automobil-Revue, Bern. Zuverlässiger CHAUFFEUR mit neuem 6-Tonnen-Lastzug, D*"~ sucht auf Mitte April Ueberlandtransporte oder sonstige Fuhren zu billigster Berechnung. Offerten unter Chiffre 66812 an die Automobil-Revue, Bern. 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25 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 23 XII. Intern. Automobil- und Fahrrad- Ausstellung 1935 Samstag, 23. .März. 9 Uhr: Eröffnung. — Eintrittspreis Fr. 1.50. Sitzung des Direktions-Komitees und des Zentralkomitees des A.C.S. 14 Uhr: Ausserordentliche Versammlung der unlegierten des A.C.S. 20 Uhr: Nachtessen und Grosser Ball des Salons, veranstaltet durch die Sektion Genf des A.C.S. 23 Uhr: Torschluss. Sonnfag, 24. März. 9 Uhr: Eröffnung. — Eintrittspreis Fr. 1.50. Meisterschaft des Querfeldein für Fahrräder* veranstaltet durch die Union Cyciiste Suisse. 9.45 Uhr: Ankunft der Teilnehmer an der Meisterschaft des Querfeldein des Salons. 15 Uhr: Bekanntgabe der Resultate und Preisverteilung der Meisterschaft des Querfeldein für Fahrräder (Brasserje des Salons). 20 Uhr: Torscbluss. «dem L< (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Das bussenfreudige Basel. Vor zwei Jahren besuchte ich die Mustermesse mit meinem kleinen Zweiplätzer. Ein Freund begleitete mich. Ahnungslos fuhren wir über die Wettsteinbrücke. Vor uns ein Auto im Füssgängertempo, dem wir einige Zeit nachfuhren, um es dann, als ich den Eindruck bekam, beim vorfahrenden Wagen klappe etwas nicht, kurz vor Schluss der Brücke, aber noch auf der Brücke, zu überholen. Damit hatte ich mich, ohne es zu wissen, strafbar gemacht Ich erfuhr es einige Zeit später, als aus Basel ein « Strafbefebl > eintraf, •womit mir mitgeteilt •wurde, dass ich mich gegen die baselstädtischen Verkehrsvorschriften vergangen hätte und dafür in eine Strafe (nicht Busse) von Fr. 20. — (zwanzig Franken) verfallen wäre, bei Nichtbezahlung unwandelbar in soundsoviele Tage Gefängnis. Ich habe daraufhin an die zuständige Behörde in Basel geschrieben und ihr das Unabsichtliche des Vergehens dargestellt,- in der Meinung, eine Ordnungsbusse in der Höhe von Fr. 5. —, um dem Buchstaben des Gesetzes Genüge zu tun, hätte auch genügt. Ich übertrug die Sache unserer Sektion und wandte mich telephonisch an die Sektion Basel. Alles umsonst. Die Fr. 20. — mussten bezahlt werden. Die. baslerische Behörde hat auf mein Schreiben nie reagiert, sie hatte es offenbar nicht nötig im Gefühle ihrer Macht. Der Fall hat mich ausserordentlich verärgert, und als Folge davon habe ich mit mehr als einem Basler Geschäft die Beziehungen abgebrochen. Natürlich können die betreffenden Geschäfte nichts dafür, aber es wird so vielleicht erreicht, dass der geschädigte Handel mit der Zeit auf die Behörden einen Druck auszuüben vermag, damit sie auf das unverschämte Bussensystem verzichten. Ich erachte es als nützlich, wenn Sie in Ihrem Blatte eine Warnung aufnehmen unter Bezugnahme auf vorliegenden Fall. Wenn jeder Automobilist seine Konsequenzen daraus zieht, so dürfte das hei den massgebenden Stellen vielleicht doch nicht ohne Eindruck bleiben. L. in L. T. C. S. Angesichts der Generalversammlung. Der Ausschues beschliesst ausserdem, der Generalversammlung die Wahl von Herrn 0. Helmlin, Präsident der Sektion Waldstätte, Luzern, als ordentliches Mitglied des Verwaltungsrats schlagen. vorzu- Und die Rechnung! Der Schatzmeister, Herr Robert Marchand, bespricht die Finanzergebnisse des Jahres 1934. Der Verwaltungsrat konnte sich dabei Rechenschaft geben über den völlig normalen Stand der finanziellen Lage des T. C. S., trotz der Belastung durch das Reorganisations-Programm und durch die Schaffung immer neuer Vorteile für seine Mitglieder. Verwaltungsangelegenheiten. Ausführlicher Bericht über Fragen der Haftpflicht-Versicherung, deren Studium weiter geführt wird, wurde dem Verwaltungsrate vorgelegt. Weiter befasste sich dieser mit einer administrativen Frage: der Schaffung eines Fürsorgefonds für das Personal des T.C. S. Die Revu« des T.CS. In Anbetracht des Umstandes, dass das offizielle Publikations-Organ des T. C. S. in seiner gegenwärtigen Form der Bedeutung des Clubs, den berechtigten Ansprüchen der Mitglieder und den Anforderungen des .modernen Tourismus wie ,des Automobilismus nicht gerecht zu werden vermag, genehmigte der Verwaltungsrat das vom Ausschusse vorgelegte Reformprojekt. Das offizielle Organ des T. C. S. wird künftig in praktischerer und interessanterer Form erscheinen, um den gegenwärtigen Anforderungen des Auskunftsdienstes weitgehend zu entsprechen. Das gewohnte Esson fand abends im Hotel Metropole statt. Die Herren Dr. Henneberg, Genf und A. Ba,umgartner, Bern, hielten Ansprachen, in welchen sie die guten Beziehungen zwischen den deutschen und welschen Mitgliedern des T.C.S., zwischen Zentralsitz und Sektionen priesen. Herr Hausamman» trug als geistreicher Stegreifdichter zum unterhaltenden Teile bei. Der Abend fand in einer Kabarett-Darbietung von Ruy-Blag und oinieer seiner Kollegen seinen Abschluss. Autosektion St. Gallen-Appenzell ORTSGRUPPE WIL UND UMGEBUNG. Gefahren und Unfallverhütung auf der Strasse. • Freitagnachmittag, den lö. März haben wir durch Herrn Polizeihauptmann Grüninger aus St. Gallen der gesamten Schuljugend, ca. 1100 Kindern, samt ihren Lehrern einen Lichtbildervortrag halten lassen über die Gefahren auf der Strasse und deren Verhütung. In dem vollgepfropften Tonhallesaal lauschte die gesamte Schuljugend den Worten des kompetenten Polizeioffiziers. Es war eine Freude, zu beobachten, wie aufmerksam die Kinder waren und mit welchem Interesse sie den Lichtbildern folgten. Im Saal herrschte eine absolute Ruhe. Hoffen wir, dass dieser Anfang gute Früchte tragen wird. Wir beabsichtigen, hier noch -weiter zu gehen, und es haben diesbezüglich bereits Vorbesprechungen stattgefunden. Am Abend gleichen Tages wurde ein ähnlicher Vortrag, aufgebaut und zusammengestellt für Erwachsene,, vom gleichen Referenten gehalten vor einer Zuhörerschaft von ca. 400 Personen. Das Jriteresse war ebenfalls sehr gross, und es hat der Applaus bewiesen, dass wir auch damit einen guten Griff getan haben. Hoffen wir, dass durch diesen Vortrag auf der Strasöe sich^, einige Besserungen in der Verkehrsdisziplin bemerkbar machen; aber auch wir Automobilisten müssen uns in unserer Fahr- Der. Verwaltungsrat hat sich in Genf versammelt. Gemäss dem bestehenden Gebrauche hat derweise noch besser den Regeln anpassen, nicht nur dq.s, auch als Fussgänger sollten "wir auf der Strasse in erster Linie mit gutem Beispiel vorangehen. Verwaltungsrat des T. C. S. am 16. März, anlässlich des Automobil-Salons in Genf unter dem Vorsitze von Herrn Dr. Henneberg seine Sitzung abgehalten. Zahlreiche Beteiligung. Neben Herrn Dr. Henneberg haben wir dJ9 Herren Dr. A. Patry, Oberst de Meuron und Hans Fehr, Vizepräsidenten, sowie Herrn Robert Marchand, Schatzmeister, vermerkt, welcher der ersten Verwaltungsratssitzung des Jahres trotz seiner Beanspruchung als Ehren-Präsident des Salons nie fernbleibt Bei diesem Anlasse erstattet er über die finanziellen Ergebnisse des Jahres Bericht. Als weitere Anwesende vermerken wir, das rangälteste Verwaltungsratsmitglied Herrn Charles Perrin, Neuenburg; die Mitglieder des Ausschusses, Herren Nationalrat A. Lachenal, Jules Neher, R. Stamm, W. Baumgartner, A. Bussy, E. Quartier, A. Baumgartner und weiter die Herren H. Lehner, Lenzburg; A. Leiser, Lyss; 0. Fierz, St. Gallen; H. Fleutet, Genf; Regierungsrat Louis Casa'i, Genf; Dr. Jules Frei, Basel; C. Brenner, Solothurn; E. Tscholl, Schaffhausen; Dr. A. Biichi, Glarus; J. Jakober, Glarus; A. Junod, Zürich; L. Daguet, Freiburg; A. Marro, Freiburg; E. Hausammann, Romanshorn; G. Perrot, Genf; L. Droz, La Cbäux-de-Fonds; H. Farron, Delsberg; Nationalrat C. Crittin, Martigny; Dr. Stirnimann, Luzern; A. de Courten, Sitten; E. Gafner, Lausanne; F. Firmenich, Genf; Dr. A. Jentzer, Genf; A. Vassalli, Genf; E. Delaquis und J. Quinclet. Nachdem Herr Dr. Henneberg des am 18. Januar 1935 verschiedenen Herrn Lucien Deseft in bewegten Worten gedacht hat, tritt die Versammlung in die Tagesordnung ein: Wiederwahl des Ausschusses. Die aus dem Ausschuss ausscheidenden und sofort wiederwählbaren Mitglieder Dr. Henneberg, Dr. A. Patry, Oberst-Divisionär De Meuron, Ä. Vassalli und 0. Helmlin werden in ihrem Amte bestätigt. Wahl neuer Mitglieder des Ausschusses. Der Verwaltungsrat bestimmt als Nachfolger des verstorbenen Herrn Lucien Desert Herrn H. Fleutet, Präsident der Sektion Genf, und ernennt als weiteres Mitglied Herrn 0. Fierz, Sekretär der Sektion St. Gallen-Appenzell, um der Ostscljweiz eine Vertretung einzuräumen. Ernennung eines Vizepräsidenten. Unter Beifallsbezeugungen wird Herr Emil Quartier, Präsident der Sektion Neuenburg, eines der ältesten Mitglieder des Verwaltungerates, zum Vize-Präsidenten ernannt. Der Verwaltungsrat hat damit Herrn Quartier für seine langjährige Tätigkeit im Dienste des Tourismus seine Anerkennung zum Ausdruck bringen wollen. Der Aussehuss des Verwaltungsrates setzt sich somit für 1935 wie folgt zusammen: Präsident: Herr Dr. H. Henneberg. Vizepräsidenten: die Herren Dr. A, Patry, Oberst- Divisionär de Meuron, Hans Fehr, Emil Quartier. Tresorier: Herr Robert Marchand. Beisitzer: die Herren A. Baumgartner, W. Baumgartner, A. Bussy, 0. Fierz, H. Fleutet, 0. Helmlin, A. Lachenal, J. Neher, R. Stamm, A. Vassalli. A. C. S. Ausserordentliche Delegiertenversammlung in Genf. Morgen Samstage den 23. März, findet um 15 Uhr im Hotel de la Paix die bereits anlässlich der ordentlichen Delegiertenversamnilung in Aussicht genommene ausserordentliche Tagung statt. Einziges, aber um so wichtigeres Traktandum ist die seit längerer Zeit im Studium begriffene Statutenrevision. Vorgängig findet eine Sitzung des Zentralkomitees in den Räumlichkeiten der Sektion Genf statt. Heute Freitag versammelt Sich übrigens noch die Touristikkommission unter dem Vorsitze ihres Präsidenten, M. Faillettaz. SEKTION BERN. Autofahrten in Java und Bali. Weitgesteckt können heute autotouristische Ziele sein. Fernstes Indien wird zum Reiseland, erschliesst sich mit tausend Wundern und kaum geahnter Farbenpracht und kann heute ganz und auch in kurzer Zeit erlebt werden, dank dem Auto. Java und Bali waren diesmal die auserwählten Länder, die man in Wort und Bild und Musik erlebte und die uns Herr Oberst Sulzer aus Winterthur in einem ausserordentlich vielseitigen Vortrage nahebrachte. Während zwei Stunden wähnte man selber all das zu erleben und zu sehen, was der Vortragende an Ort und Stelle in meisterhafter Weise im Film festgehalten hat. Von Hongkong über Singapore führte die Reise per Schiff nach Java, und hier ermöglichte das Auto weite Fahrten durch diese reiche Insel. Prachtvolle Strassen durchziehen das ganze Land, oft begleitet von Palmen- und Eukalyptus-Alleen. Mächtige Vulkane zeichnen ihre Silhouetten in den Himmel, als Charakteristikum der javanischen Landschaft. Dicht bebaut ist das ganze Land. Kaum ein Fleckchen Erde, das nicht ausgenützt wurde, was verständlich wird, wenn man an die dichte Bevölkerung von über 250 Menschen pro qkm denkt. Teefabriken sah man im Film, dann Zuckerplantagen, und eingehend wurde der Reisbau in ausgezeichneten Bildern vorgeführt. Fruchtbar ist das Land, das drei Reisernten pro Jahr gestattet. Primitiv ist teilweise die Transportart, denn trotz den vorzüglichen Strassen werden die meisten Lasten noch an langen Stangen auf der Schulter getragen. Daneben begegnet man Ochsenkarren und Pferdewagen und Autos. Die Karren sind zum Teil bunt bemalt und fahren auif grössen Rädern, wobei diese Räder in Gebieten mit schlechteren Strassenverhältnissen immer grösser werden. Ueberall und in allem herrscht peinlichste Sauberkeit und Ordnung. Einzigartig waren die Bilder der vielen Tempel und Götzen, wie z. B. von Borobudur, diesem fantastischen Buddhatempel aus dem 8. Jahrhundert, der einmal aus Furcht, er könne zerstört werden, von den Eingeborenen ganz mit Erde eingedeckt wurde und heute zum grössten Teil wieder freigelegt ist. Villorl STRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB DER SCHWEIZ Welten Auskünfte durdi T.CS. OHtcet Gent Tal. 49344 ZOrMi Tal. 32846 Schön ist Java, aber noch schöner Bali, dieses kleine Inselreich unmittelbar östlich von Java. Bali ist das Land der Götter und Dämonen. Das.rVolk lebt ganz in ihrem Bann und ; hat sein Leben vollständig auf sie eingestellt. Schön sind die Menschen mit ihrem stolzen Gang, schön vor allem die Mädchen und Frauen, deren aufrechtes Schreiten verwundert, da sie vor allem die schweren Arbeiten tun müssen, während sich die Männer leichteren Beschäftigungen zuwenden. Alle Lasten, auch die schwersten, werden von den Frauen auf dem Kopf getragen. Wie in Java-fällt auch in Bali die überall herrschende Sauberkeit auf. Drei- bis viermal täglich baden die Einwohner an jedem Fluss und jeder Quelle, die sie treffen. Aeusserst selten waren die Aufnahmen, die der Vortragende aus dem Volksleben zeigte. Belebte Märkte und Dorfstrassen zogen vorüber, und Volkstänze, die der Reisende nur selten sieht, gelang es Herrn Sulzer mit dem Kurbelkasten festzuhalten. Prachtvolle Kostüme, Kopfbedeckungen und Masken werden bei diesen Tänzen getragen. Merkwürdig ist manches, so, wenn z. B. die Frauen im Alltag nur mit dem Sarong bekleidet und nacktem Oberkörper gehen, beim Tanze aber sich in alle möglichen bunten Hüllen bis aum Halse einwickeln und auch bei gewöhnlichen Festlichkeiten ein weisses Jäckchen tragen. Ganz seltene Aufnahmen sah man Von der Kremation eines hochgestellten Eingeborenen, wobei der Eindruck einer traurigen .Zeremonie gar nicht aufkommt, sondern man eher -glaubt; einem grossen Volksfest beizuwohnen. Die 'Musik' der- Balinesen vermittelte der Vortragende durch ein paar eigenartige, aber klangvolle Grammophonplatten. Der reiche 1 Beifall der grossen Zuhörerschaft mag dem Referenten gezeigt haben, wie dankbar seine Worte und Bilder aufgenommen wurden. Offiziell verdankte der Sektionspräsident, Herr Oberst Marbach, in warmen Worten das -Dargebotenp. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL, Generalversammlung, 6. April, St. Gallen. Die diesjährige ordentliche- Generalversammlung der Sektion ä Sfi. Gällen-Appenzell des A.C.S. ist auf den ; 6. April, 18.30 Uhr ins Hotel Hecht," St; Gallen, einberufen worden. Den statutarischen Geschäften folgt ein gemeinsames Nachtessen mit Unterhaltung. Es wird unter anderm ein Lichtbildervortrag: «Im Auto durch die Wüste Sahara» geboten, den .eines der ältesten und vielgereisten Mitglieder unserer Sektion, Herr J. Hofstetter, St. Gallen, zum Besten geben wird. Aku« de>n YevbäntJen CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug der letzten Monatsversammluna. Das Protokoll der Generalversammlung vom 3. Februar a. c. wurde verlesen und ohne Einwendungen genehmigt. Unter • Mutationen waren zu verzeichnen: ein Eintritt und drei Austritte; ferner wurde der Ausschluss von Ernst Schmid und Jakob Dietrich infolge statutenwidrigen Verhaltens einstimmig bestätigt. Die im vergangenen Geschäftsjahre erteilten. Stundungen, sind nun erloschen und müssen, solche, wenn neuerdings erwünscht, durch schriftliches Gesuch dem Vorstande bekanntgegeben werden. Betreffs der vorgesehenen Vereins-Photo werden ! die Mitglieder in nächster Zeit an noch zu bestimmenden Sonntagen zur Aufnahme durch Zirkular eingeladen. Die auf den 1. Mai a. c. vorgesehene Monatsversnmmlung wird neuerdings auf den 8. Mai a. c. datiert. Ueber die Exkursion am 31. März 1935, zwecks Besichtigung der Pallas-Cordwerke in .Pfäffikon, werden die Mitglieder durch Zirkular orientiert. Behufs Aufstellung des diesjährigen 10. Jubiläumsprogrammes sind bis spätestens 1. Juni a. c. Anregungen erwünscht. Dem Antrage, wiederum eine Vereinsmusik ins Leben zu rufen, wurde einstimmig zugebilliet. , H.G. Ba.heM.sdi Amerikanische Erfinder, von' E. Eichenberger. Mit vielen Kunstdrucktafeln. Kommissionsverlag Hallwag, Bern. Preis: geb.- Fr. 3.50. Drei grosSe Amerikaner führt uns dieses ,Buch vor Augen: Morse, den Vater des Telegraphen, Bell, den Schöpfer des Telephons, und Edison, den Erfinder des Phonographen,, der Glühlampe und so vieler anderer Vorrichtungen, die unsere Lebensführung entscheidend beeinflusst haben. Fesselnd, anschaulich und in jedermann verständlicher, einfacher Sprache schildert der Verfasser den Lebenslang der drei Erfinder, die Verhältnisse, in denen sie aufwuchsen, und die Schwierigkeiten und Hemmnisse, denen sie-in zähem Ringen und nim- I mermüder Arbeit zu begegnen wussten. Schaff LEGENDE: Geschlossen» Straaten -mm Nur mit Ketten befahrbar Elsenbahnverlada-Statlon * Ketten-Dienst T.CS. - * A Das Werk enthält, ohne sich in technische Einzelheiten zu verlieren, eine auch dem- Laien verständliche, knappe Darstellung der von Morse, Bell und namentlich von Edison gemachten Erfindungen. Im Vordergrund steht durchaus das Biographische. Dem Verfasser, der aus dem Lehrerstand hervorgegangen ist und der seit 12 Jahren ' mit Auszeichnung die «Technischen Mitteilungen der schweizerischen Telegraphen- und Te'lephonverwaltung» als Redakteur betreut, ist es gelungen, Werdegang, Wesen und Charakter der drei Männer packend und lebensvoll vor Augen zu führen. Ein früherer Mitarbeiter und Freund Edisons hat ihn zu seinem Werk bereits beglückwünscht. Die Bilder verdienen besondere Erwähnung: Dank der Zuvorkommenheit des Automobilkönigs Henri Ford ist es dem Verfasser möglich gewesen, sich eine Reihe ziemlich seltener Originalphotog*aphien aus Amerika zu verschaffen. Die heutige Welt braucht Vorbilder, sagt der Verfasser im Vorwort. Er hat sich von den besten ausgesucht. Möge daher das Wenk vor alllem auch in Eltern- und Lehrerkreisen gute Aufnahme finden! Es eignet sich vorzüglich als Konfirmandengabe. Mit Genuss und innerm Gewinn wird die Jugend das Buch lesen; aber auch Erwachsene werden es gerne ihr eigen nennen. Veranstaltungen. Vom Genfer Automobil-Salon. Als weiteres Zeichen des Erfolges für den 12. Salon muss auch die Anwesenheit zahlreicher internationaler Persönlichkeiten der Automobilwelt betrachtet werden. So wurde heute Dienstag das Ausstellungsgebäude im besonderen besucht durch Seine königliche Hoheit den Herzog von Spoleto, den Präsidenten des «Reale Automobile Club d'Italia», Exzellenz Minister Santos, den portugiesischen Gesandten in Bern, ferner den Direktor der Fabrik Saurer in Suresnes bei Paris, Bonnet, den Direktor der Stoewer-Werke in Stettin, Möhring, den Chef der technischen Abteilung des eidg. Militärdepartementes, Oberst Fierz, den Genfer Staatsrat Picot u. a. Verkehrsmittel und Transportmittel an der Schweizer .Mustermesse 1935. Eines der sichtbarsten Zeichen des raschen technischen Fortschrittes ist die stete Vervollkommnung der Verkehrsmittel. Namentlich in den Motorfahrzeugen werden jährlich Verbesserungen und Neukonstruktionen geschaffen. Die Abteilung für Verkehrs- und Transportmittel an der diesjährigen Schweizer Mustermesse ist eine besonders günstige Gelegenheit, sich in den neuesten Schöpfungen zu orientieren. Da ist beispielsweise die weltbekannte Lastwagenindustrie vertreten mit Chassis und Motorlastwägen verschiedener Art, dann die nicht weniger bekannten Motorfahrzeuge verschiedener Modelle, Motorräder mit Gummilagerung der Maschine, Motorräder mit Seitenwagen, dann Motorboote, Ruderboote mit Außenbordmotor, eine grosse Auswahl in Fahrrädern, Fahrräder aus Leichtmetall, Kinderfahnzeuge; Kleinräder mit Kugellager und abnehmbaren Gummireifen für alle Transportkarren; Elektrofahrzeuge verschiedener Art, Elektrokarren mit 3 Seiten-hydr.-Kippbrücke, verschiedene Aufzüge, Sack-! und .Kistenkarren, PJattformwagen; Photographien moderner Karosserien, Leichtmetall- Karosserie, Verdeckkonstruktion, Starter-Batterien für Automobile und Lastwagen, Apparat Autowunder mit Armaturen u. a. Die Transport- und Verkehrsmittel an der Schweizer Mustermesse bürgen für absolute Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit. Wer" Bedarf hat a.n Transportmitteln, an Motorrädern oder Fahrrädern, der wird das Angebot an der Musterschau in Basel zu seinem eigenen Vorteil' beachten. —Die diesjährige Massenveranstaltung findet vom 30. März bis 9. April statt, Sie wird zum grossen Sammelpunkt der verschiedenen Wirtschafts- und Berufskreise werden. ... (Mitg.) Amtliche Mitteilungen Erneuerung der Ausweist im Kanton Luzern. Das Militär- und Polizeidepartement hat in Rücksicht, dass der letzte Tag des ersten Kalenderquartals auf Sonntag, den 31. März fällt, das Amt für Automobilwesen und Handelspolizei ermächtigt, die Fahrzeugausweise für das zweite Kalenderquartal schon ab Freitag, den 29. März zu erneuern. Die Ausweise und Kontrollschilder werden jedoch vorzeitig nur abgegeben, wenn die Versicherungsbestätigungen das entsprechende Datum als Gültigkeitsbeginn vorsehen. Verantwortliche Redaktion: Jim» Dr. A. BDchl, Chefredaktion. , ~- W. Malhys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Boltlnr. Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag) Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295.