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E_1935_Zeitung_Nr.025

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1935 _ jjo 25 De» Salon Im B.ld Berna. Der Stand der Oltener Lastwagenfabrik gibt eine vorzügliche Uebersicht von der Leistungsfähigkeit unserer einheimischen Lastwagenindustrie. Offizieller Rundgang. Unmittelbar hinter dem malerischen Genfer Gendarme folgt Bundesrat Dr. Baumann. Hinter ihm ist Mr. Marchand, der Ehrenpräsident des Salons, sichtbar. Neben diesem Nationlratspräsident Schüpbach. Im weiteren Gefolge sind noch Oberstkorps-Kommandant GuisaD, Mr. Goy vom Salonkomitee, Dr. Mende und Nationalrat Dr. Pfister erkennbar. Karosserie Worblaufen. Die Firma ist mit einer Beihe der verschiedensten Cabriolets vertreten, wel- '/•

II. Blatt BERN, 22. März 1935 Durch die Stände des Genfer Salons * Tschechoslowakei .Offiziell vertreten ist die Tschechoslowakei durch die Marken Tatra und Praga am Genfer-Salon zum erstenmal,. Inoffiziell, durch die Lizenzkonstruktion Röhr, ist allerdings der Techniker- schon vor Jahren mit tschechischem Schaffen bekannt geworden. Die nun ausgestellten Wagenmarken machen der Industrie ihres Herkunftslandes wieder alle Ehre. Sie bestätigen deutlich das, was man auch sonst immer von unserer grossen, aufstrebenden Schwesterrepublik zu hören und zu sehen bekommt. Alte hochkultivierte Tradition im Maschinenbau ist hier mit modernem fortschrittlichem Geist innig verbündet. Ebenfalls die Tatsache, dass die tschechische Automobilindustrie immer mehr auch die Auslandsmärkte gewinnt, nachdem sie sich im' Inland schon praktisch eine Monopolstellung geschaffen hat, liefert den Beweis für die Güte der Erzeugnisse. Tatra. Der grosse Tatra-Personenwagen bildet durch seine Eigenart unbestreitbar die Sensation des diesjährigen Salons. Wenn sich auch nicht alle Besucher, die ihn staunend umringen, von seiner konsequent durchgeführten Stromlinienform befriedigt erklären können, so herrscht doch schon allgemein • der Eindruck, dass man es hier mit der Form der Zukunft zu tun hat. Auch der mechanische Teil ist ungemein fortschrittlich gebaut und jedes Organ trägt den individuellen Steinpel Ledwinkas, eines der genialsten Konstrukteure der Gegenwart. Als Rückgrat des Fahrwerkes dient ein Zentralrohr, an das die Vorderräder mit Querfedern und die Hinterräder mit Schwingachsen angelenkt sind, und das hinten den ganzen Triebblock, einen luftgekühlten 3 Liter-V-Achtzylinder- Motor mit Synchrongetriebe und Differential, trägt. Ein separat zur Schau gestelltes Exemplar dieses Antriebsaggregates lässt die hochinteressante Konstruktion in allen Details erkennen. Die Kühlung arbeitet mit zwei.grossen .Zentrifugalgebläsen, von denen * Vergleiche auch No. 22, 23 und 24 der «A.-R.*. jedes die Luft durch eine der beiden Zylinderreihen drückt. Zwei spezielle Oelküh'ler, die vom Fahrtwind durchspült werden, sorgen für eine zusätzliche Kühlung des Motors von innen heraus. Alle Teile sind ideal zugänglich. Der durch eine einfache Kastenklappe auf verschiedene Wärmezustände einstellbare Vergaser liegt wie auf einem Präsentierteller vor dem Betrachter. Auch ein Skeptiker kann von einer Probefahrt nur begeistert sein. Die stark geneigte Windschutzscheibe und der kurze niedrige Wagenvorbau gestatten eine unvergleichliche Sicht. Durch den Heckeinbau des Motors wurde an Passagierraum in Hülle und Fülle gewonnen und die Strassenhaltung und allgemeinen Fahreigenschaften sind über alles Lob erhaben. Praga. Seit 40 Jahren erzeugen die Praga-Werke in Prag Automobile, Flugmotore, Turbinen, Lokomotiven usw., die sich dank ihrer ganz hervorragenden Qualität und Präzision Weltruhm verschafften und sogar überseeisch immer mehr Verbreitung finden. Mit den jahrzehntelangen Erfahrungen im Bau grosser und mittelschwerer 4-, 6- und 8-Zylinderwagen hat sich die Firma im Jahre 1933 auch auf Kleinwagen eingestellt. Die glückliche Lösung der neuen Praga-Baby-Type hat sich in der Tschechoslowakei als wahrer Volkswagen eingebürgert. Der Wagen besitzt schwingende Halbachsen vorn und hinten. Die zweite und dritte Uebersetzung sind synchronisiert. Der Motor ist elastisch auf Gummi gelagert, so dass keinerlei Erschütterungen auf das Chassis übertragen werden. Der Wagen wurde den stärksten Zerreissproben in der Ebene sowie im Gebirge unterworfen.. Er erreicht eine ganz erstaunliche Geschwindigkeit, bis 100 km/St. Dank seiner vorzüglichen Strassenhaltung, seinem hohen Beschleunigungsvermögen und seiner Bergfreudigkeit kann auch ein respektabler'Reisedurchschnitt erreicht werden. •% Das Chassis hat an Stelle des traditionellen Rahmens einen mittleren Stahlblech-Kastenträger, der praktisch verbindungssteif ist, und deshalb die Karosserie vor den sonst unvermeidlichen Torsions-Beanspruchungen verschont, während er gleichzeitig zur Verminderung des Totgewichtes beiträgt. Die Schubkräfte der Räder werden grösstenteils nicht durch die Querfedern,- sondern durch" aus Stahlblech gepresste Führungsteile aufgenommen. Der Motor hat 0,995 Liter Zylinderinhalt, seitlich angeordnete Ventile und" 22 Brems-PS. Das Chassisgewicht beträgt 560 kg. Das auffallendste Merkmal der ausgestellten Karosseriemodelle ist Geräumigkeit. Mit Rücksicht auf den für die Wagen geforderten Preis muss aber auch* die Ausführung der Karosserien als ungewöhnlich gediegen bezeichnet werden. ., Cawosserien . '"' HL Gräber. Der Stand würde ebenso'gut der Olympia Show oder dem Pariser Grand Palais anstehen. Er bestätigt den vorzüglichen Eindruck, den ein Rundgang bei den schweizerischen Vertretern des Karosseriebaues vermittelt und der den Vergleich mit ähnlichen Schaustellungen des Auslandes füglich aushalten kann. H. Graber hat sein ganzes Können " dem Cabriolet zugewandt und ist durch seine Spezialisierung zu einem wirklichen Meister seines Faches geworden. Davon zeugen nicht nur die unter dem eigenen Firmenschild präsentierten Wagen, sondern auch die, verschiedenen Modelle, welchen der Salonbesucher auf einzelnen Markenständen begegnet. Linienführung und Farbenkombination bestätigen eine zum Qualitätsbegriff gewordene Tradition. Aber damit gibt sich das Unternehmen nicht zufrieden'und ist ständig bestrebt, durch diese / oder jene Detailvervollkommnung mit der Zeit Schritt zu halten. So wird der künftige Besitzer eines Graber- Cabriolets die neue Anordnung des zurückgeklappten Verdeckes begrüssen, das durch eine geschickte Raumausnützung grösstenteils versenkt wird, wodurch, ganz abgesehen von der flüssigen Linie, das Dach besser gegen Staub und Sonne geschützt ist und dementsprechend von längerer Dauer bleibt. Besonders interessant.ist der Abschluss des Daches gegen die Scheibe zu, der so gehalten ist, No 25 II. Blatt BERN, 22. März 1935 dass ein ganz schmaler Rahmen als Scheibenfassung vollständig genügt. Auf diese Weise wird ein kaum zu übertreffendes Gesichtsfeld geschaffen, das weder durch dicke Fettsterpfosten -s— diese fallen bei der viertürigen Ausführung weg — noch durch breite Schutzscheibenrahmen irgendwie beeinträchtigt ist. Sehr sinnreich und besonders auch mit Rücksicht auf die Damenfahrerin entworfen ist der neue Verschluss, mit welchem das Dach an den Rahmenpfeilern fixiert wird. Wenige einfache Handgriffe, die keinerlei Kraftauf* wendung erfordern, sichern das Verdeck. Mitfels besonderen Gummiprofilen, die über* haupt weitgehende Verwendung finden, wird das Verdeck so abgedichtet, dass auch bei orkanartigem Regen kein Tropfen Nass ins Wageninnere zu dringen vermöchte. Die gep zeigten Modelle stammen aus den verschie-- densteri" Wagenpreisklassen und illustrieren deutlich die Vielseitigkeit? des .Wagenbauers, dessen- Kunst sich nicht auf das eigentlich^ Luxusgefährt beschränkt. Das Cabriolet ist damit in den Bereich auch der bescheideneren Börse gerückt worden. ; Gebr. Tüscher & Co. Das Unternehmen ist von einer bescheidenen Werkstatt zu einem richtigen Grossbetrieb geworden, der an der Peripherie von Zürich ein weites Areal beansprucht. Aber die guten handwerklichen „Grundsätze sind die nämlichen geblieben, und jedes Werkstück wird mit individueller Sorgfalt und Aufmerksamkeit gefertigt. Die Serienfabrikation am laufenden Band hat hier keine Heimstätte und wird nie eine finden. Davon zeugen auch die ausgestellten Karosserien, die den Stempel des Persönlichen tragen, ob es sich nun um einen Car alpin oder ein Personenautomobil handle. Die Firma hat frühzeitig ein Hauptaugenmerk auf die Gewichtsbeschränkung gerichtet und' ist führend in der Verwendung von Leichtstahl vorangegangen. Sie darf auch heute noch als Protagonist der Stahlkonstruktion bezeichnet werden. Die weitgehende Ersetzung des Holzes durch den Stahl hat die Solidität und Widerstandsfähigkeit des Oberbaues ganz bedeutend erhöht, ohne dass damit eine nachteilige Gewichtsvermehrung verbunden gewesen wäre. Der gezeigte Omnibus, ist ein Muster eines grossen Reisewagens, der jedem einze'nen Fahrgast c'en nämH^hen INTERNATIONAL SCHÖNHEIT, DIB MEHR IST, ALS NUR EIN SCHÖNER ANSTRICH chönheit des Lastwagens fordern auch Sie, S denn sie ist wichtig für das Prestige Ihres Unternehmens. Betrachten Sie aber seine äussere Schönheit nicht als Hauptsache, es würde sich bitter rächen.-Oberzeugen, Sie sich vor dem Kauf eines Lastwagens vielmehr davon,ob die Schönheit und Harmonie seiner Konstruktion seinem SchönenÄussernebenbürtigist.INTERNATIONAl ladet Sie ein, irgend eines ihrer Modelle einer denkbar rigorosen äussern und innern Untersuchung zu unterwerfen.Vertrauen Sie Ihrem eigenen Schönheitssinn und überzeugen Sie sich auch selbst von dem klarsichtbaren Beweis für die jedem INTERNATIONAL eigene robuste Kraft und vollkommene': Zweckmässigkeit. Sie verstehen dann, warum jeder, INTERNATIONAL so zuverlässig und so wirtschaftlich ist. Und um |hre Examination vollständig zu machen, probieren Sie das für Ihre Verhältnisse passende Model) unter den schwierigsten Arbeitsbedingungen Ihres eigenen Betriebes. Qu&litätivergleiche führen Sie bestimmt immer zu INTERNATIONAL INTERNATIONAL HA Telephone 35.760 - 761"