Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.027

E_1935_Zeitung_Nr.027

der Mitte der Alpen muss

der Mitte der Alpen muss für den Verkehr von Nord nach Süd und umgekehrt ein grosses Tor genügen; dafür können wir die Wächter am Gotthard und seinen grossen, wichtigen Vorhof dazu, den Tessin, stellen. Damit sei abgeschlossen, was über den Bau von Strassen im Zusammenhang mit der Landesverteidigung in den Alpen an deren Südfront gesagt werden darf. IV. Hinter dem Nordalpenkamm besteht, ihm gleichlaufend, eine Längsverbindung vom unteren. Rhonetal bis zum Rheintal oberhalb des Bodensees. An ihren äusseren Enden verzweigt sie sich. Ungenügend am östlichen, wie es im ersten Abschnitt dieses Aufsatzes dargetan wurde, ungenügend auch im westlichen Teil, vom oberen Simmental aus über den Jaunpass und durchs Pays d'En-Haut über den Pillon. Den Jaunpass leistungsfähiger zu machen, davon ist nicht die Rede. Wohl aber besteht die Forderung, den Col de Pillon vom Simmental aus bis Aigle zweispurig auszubauen. Im Zwischenstück, vom Thuner- und vom Brienzersee weg zum Reusstal und zum Vierwaldstättersee sind die Strassen für Automobiltransport von Truppenmassen wenig leistungsfähig, ebenso nicht die Eisenbahnen. Also entspricht der geplante Ausbau der Brünigstrasse mit einer Fortsetzung längs dem Südufer des Vierwaldstättersees operativen Bedürfnissen der Landesverteidigung. Und eine Strasse über den Sustenpass gehört mit dazu; sie wird die Entfaltung der Transporte erleichtern und sie dient namentlich auch der St. Gotthardverteidigung beim Verschieben von Reserven aus den Tälern der Reuss und der oberen Aare. Sind alle diese Strassen vorhanden, so dass auf ihnen die langen Automobilkolonnen, wie sie nötig sind für Transporte grosser Truppenmengen, verkehren können, dann vermag unsere Armee innerhalb der Alpen zu operieren. Sie kann in ihnen mit grossen Teilen von einem Ende des Landes zum anderen verschoben werden, und längs den nach Norden ziehenden Tälern ins Mittelland und auf den bestehenden und neu zu bauenden Alpenstrassen gegen Süden vorstossen und an der West- und Ostfront gegliedert in wichtige Abschnitte einrücken. V. "Wird so aber unser Land für einen Durchmarsch fremder Armeen, in irgend einer Richtung, nicht noch geeigneter, als es jetzt schon ist? Diese Frage wurde schon beantwortet, als in den Jahren 1861 und 1862 der Bund den Kantonen Uri, Schwyz, Wallis, Graubünden Beiträge «für die Erstellung militärischer Verbindungsstrassen» bewilligte, der Furka-, Oberalpund Axenstrasse, sowie der Schyn-, Landwasser-, Flüela-, Unterengadin-, Bernina-, Münstertal- und Albulastrasse. Damals befürchtete eine Minderheit in der ständerätlichen Kommission, die Alpenstrasse führten den Feind ins Land. Der damalige Ständerat Welti, der spätere Bundesrat, entgegnete: « Die militärische Bedeutung der Schweizerischen Eidgenossenschaft und damit auch diejenige ihrer Neutralität wird durch die Strassenbauten nur erhöht.» Das ist auch jetzt noch so. Und die Gefahr eines kriegerischen Einbruches und Durch-, marsches hängt nicht in erster Linie von den Strassen ab, die durchs Land ziehen, sondern von allen Bürgern aller Klassen, die darin wohnen, und davon, ob diese einig sind, nicht nur Strassen zu bauen und zu unterhalten, um eine wirtschaftliche Notlage zu bezwingen, sondern jene auch zu verteidigen, mit kriegerischen Mitteln, wenn es sein muss, und durch Haushalten. Das Haushalten, soweit es durch den Bau neuer Strassen und den Unterhalt der bestehenden geschehen kann, ist doch wohl gelungen. Die in den Sechzigerjahren vom Bund unterstützte «Erstellung militärischer Enquirer», ein Innesbrook Blaty. «The Daily», ein illustriertes Innesbrook-Blatt, ging bei den Ständen wie warme Semmeln ab. Nahe am Columbus Circle stand das grosse achtundzwanzigstöckige Innesbrook-Bureauhaus. Innesbrook. Innesbrook. «Sind Sie verwandt mit — wie ist doch sein Name? Max Innesbrook — dem Max Innesbrook?» Martin gab das ganz kläglich zu. «Ja, er ist mein Onkel. Aber das ist auch alles, was er bis jetzt für mich getan hat. Dass ich mit ihm verwandt bin, ist der vorzügliche Grund, dass ich bei allen Tageszeitungen gearbeitet habe, mit Ausnahme jener, die zum Innesbrook-Konzern gehören. Es war unbedacht von meinem Vater, als Bruder des Max geboren worden zu sein. Was mein grösstes Aktivum zu sein schien, hat sich bis zu diesem Tage des Herrn als nichts anderes denn ein Passivum erwiesen. Wenn mein Onkel Max vierzehn Stellen zu vergeben hätte und ich zufällig als erster daherkäme, würde er bestimmt beim dreizehnten beginnen und nach hinten zählen.» Das war ungefähr die erste lange Rede in Auto Radio in lV-> Millionen Automobilen. Nach einer in amerikanischen Blättern veröffentlichten Statistik sind in den Vereinigten Staaten bereits über 1 % Millionen Automobile mit Radio ausgestattet. Allein im letzten Jahre wurden 750,000 Empfänger eingebaut. Aus diesen Ziffern geht hervor, dass in Amerika der Radio-Empfangsapparat fast schon zum standardmässigen Komfort gehört. Einige Automobilfabriken, die den serienmässigen Einbau pflegen, stellen die Radioapparate in der eigenen Fabrik her. < Nach günstigen Versuchen haben nunmehr zwei Pariser Taxiunternehmen sich entschlossen, in zunächst 300 Wagen Radioempfänger einzubauen. Die Bedienung des Geräts erfolgt durch den Fahrgast. Die Beschäftigungslage in der deutschen Autoindustrie. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter in Prozent der Arbeitsplatzkapazität stieg von 64,5 Prozent im Dezember 1934 auf 68,3 Prozent im Januar 1935. Allerdings ist die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit von 7,55 auf 737 Stunden zurückgegangen. Deutschlands Treibstoffverbrauch. Im Jahre 1934 wurden dem Treibstoffmarkt 1,660,000 (1,430,000) Tonnen leichte Treibstoffe zugeführt. Während der Gesamtabsatz eine Zunahme um 16 Prozent erfahren hat, ist derjenige inländischer Erzeugnisse um 25 Prozent gestiegen. An lnlandsbenzin wurden 220,000 (190,000) Tonnen und an Spiritus 170,000 (140,000) Tonnen abgesetzt. Der Gesamtabsatz an schweren Treibstoffen für den Betrieb von Diesellastwagen und Dieselflugzeugmotoren wird auf 100,000 Tonnen geschätzt. Wegweiser für Flugzeuge. In der Tschechoslowakei gibt es nun einige Wegweiser, die dem heimischen und internationalen Flugverkehr dienen. Leitmeritz Verbindungswege» hat in erster Linie

N° 27 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE a Sportnachrichten In 3 Wochen: Mille Miglia. Die IX. Mille Miglia wird am 14. April die internationale Rennsaison dieses Jahres einleiten, nachdem der Grosse Preis von Pau im Februar mehr den Charakter eines ersten Vorlaufes vor den eigentlichen Grossereignissen besass. Das berühmte italienische Langstreckenrennen, das in seiner Art immer noch unübertroffen ist, hat durch den Ausfall der Italien-Rundfahrt wieder stark an Bedeutung gewonnen. Die Mille Miglia ist nun wieder, wie früher, in Italien ohne Konkurrenz. Letztes Jahr überschattete die riesenhafte «Giro d'Italia» das Tausend- Meilen-Rennen in ungerechtfertigt grossem Masse. Sie erwies sich dann finanziell als ein zu grosses Risiko und scheint auch vom sportlichen Standpunkt aus nicht ganz befriedigt zu haben. Um so grösser ist jetzt in Italien die Vorerwartung auf die Mille Miglia hin, die dieses Jahr glanzvoller denn je erstehen soll. Die Organisatoren erwarten einen neuen Melderekord. Trotzdem noch bis zum 30. März Einschreibungen entgegengenommen werden, sollen sich schon überraschend viele Fahrer eingetragen haben. Auch im Ausland ist das Interesse für die Mille Miglia dieses Jahr ganz gewaltig. Besonders England und Deutschland werden in erfreulicher Stärke vertreten sein, so dasses wieder zu einem Kampf der Nationen kommen dürfte und nicht, wie es in den letzten Jahre einige Male der Fall war, ausschliesslich zu einer Auseinandersetzung unter italienischen Piloten. Wir haben seinerzeit schon die Meldung von Varzi bekanntgegeben, der mit einer besonderen Maserati-2600- ccm-Maschrne startet, die ihm von der Scuderia Subalpina zur Verfügung gestellt wurde. Leider wird man dafür Nuvolari dieses Jahr kaum an der Mille Miglia sehen. Die Scuderia Ferrari ist mit der Vorbereitung der Rennwagen für die Grossen Preise so in Anspruch genommen, dass sie wahrscheinlich nicht die Wagen von der notwendigen Stärke bereitstellen kann. Sie lässt deshalb dieses Jahr lieber die Hände davon, als sich dann im Kampf mit der scharfen Konkurrenz bloss die Zähne auszubeissen. Pintacuda wird voraussichtlich allein für die Scuderia Ferrari in der grossen Klasse fahren, unter Umständen setzt der Rennstall auch noch drei Alfa Romeo-Wagen des Typs Pescara ein, die- dann von Severi, Cortese und Comotti gelenkt werden. Die « Scuderia Subalpina > hat Indessen ihre Mannschaft bereits aufgestellt. Es werden teilnehmen: VarzJ mit einem Maserati Sechszylinder 3750 ccm; Scarfiotti mit einem' Maserati 1500 ccm, und Strazza mit einem Maserati 1100 ccm. Das neue Reglement der Mille Miglia weist gegenüber den frühern Jahren keine grosse Aenderungen auf. Die 1640 km lange Strecke führt von Brescia aus über Bologna, Rom, Ancona, Bologna, Padua, Venedig, Verona und zurück nach Brescia. Die Sportwagen sind in 5 Klassen untergeteilt; für jede Gruppe sind bestimmte Minimalgeschwindigkeiten vorgeschrieben, die von 65 bis zu 85 km/St, reichen. Zu dem Rennen ist auch eine besondere Gebrauchswagenklasse zugelassen, gewissermassen als Ersatz für die ausgefallene Italien-Rundfahrt. Verbesserungen am Circuit von Monaco. Der Grand Prix von Monaco ist bekanntlich auf Ostermontag den 22. April festgelegt. Um den Circuit noch schneller zu machen, sind nun verschiedene grössere Arbeiten ausgeführt worden. Die Strassen befinden sich jetzt in ausgezeichnetem Zustand und die nach aussen abfallenden Kurven, die oft beanstandet wurden, sind ausgeebnet worden. Man darf so ruhig erwarten, dass sämtliche Rekorde geschlagen werden, umso mehr, da die neuen Maschinen auch bedeutend schneller sind. Der Circuit von Monaco erlaubt bekanntlich keine Höchstgeschwindigkeiten, so dass die schnellsten Wagen hier nicht ohne weiteres favorisiert sind. Das Rennen von Monaco stellt dafür ein ausgezeichnetes Prüfungsfeld für die Getriebe, die Bremsen und die Lenkbarkeit der Wagen dar. es. F. Dixon bereitet sich für Rekordversuche vor. Der bekannte «Silber-Pfeil», der schon vor einigen Jahren gebaut wurde, hat einige Verbesserungen erfahren und wird für neue Rekordversuche unter der Führung von F. Dixon vorbereitet. Der neue Motor, der in den Super-Rennwagen eingebaut wurde, kommt auf eine maximale Bremsleistung von 3000 PS. Bis Ende Juli hofft Dixon mit dem Wagen fit zu sein, und er wird sich dann mit seiner Maschine nach dem Salzsee des Staates Utah in U. S. A. begeben, um dort den Rekord von Malcolm Campbell anzugreifen. Dixon ist bereits wieder auf dem Wege der Genesung. Bekanntlich hatte er vor ca. 6 Wochen einen schweren Flugzeugunfall erlitten. -ss. Neue Kleinwagenrekorde auf der Avus. Die Berliner Avus war anfangs dieser Woche wieder Schauplatz sehr bemerkenswerter Rekordfahrten, die vier neue internationale Bestzeiten ergaben. Die deutschen Langstreckenfahrer Schweder, Hasse und Jaddatz vermochten es, mit einem 1 Liter Kleinwagen der Adler-Werke, dem «Trumpf-Junior- Sport», Durchschnittsgeschwindigkeiten von 110 km/Sdt. zu erreichen und dabei 4 internationale Rekorde der Klasse bis 1100 ccm zu überbieten. Als ersten Rekord schlugen die Deutschen die Bestzeit über 4000 km, die die Engländer Eldridge und Eyston auf Riley seit dem Jahre 1930 mit dem Mittel von 104,36 km/St, hielten. Die Deutschen kamen auf eine Höhe von 110,06 km/St. 7 Stunden später fiel auch der internationale Klassenrekord über 3000 Meilen, den die Engländer mit 103,71 km/St, besassen, und der nun auf 109,99 verbessert wurde. .Mit der 256. Avusrunde war auch die 5000-km/Grenze mit einer neuen Bestzeit erreicht. Die Engländer erzielten für diese Strecke 103,62 km/St., die Leistung wurde nun auf 110/02 km/St, gebracht. Schliesslich eroberten sie auch noch den 48 Stunden Rekord mit 110,08 km/St, den die gleichen Engländer auf Riley in Montlhery 1933 auf 103,58 km/St, gebracht hatten. Das Wetter war für die Veranstaltung nicht sehr günstig; während der zweiten Nacht herrschte Sturmwetter, so dass der Wagen nur mit Mühe auf der Bahn gehalten werden konnte, auch gingen mehrere Regenschauer nieder. Die Fahrt wurde mit der Absicht, auch die 72 Stunden-Bestzeit anzugreifen, fortgesetzt. Die neuen Bestleistungen: 4000 km: 36 Std. 20 Min. 43 Sek. (Mittel 110,06 km/St.). 3000 Meilen: 43 Std. 53 Min. 34 Sek. (109,99 km/St.). 5000 km: 45 Std, 26 Min. 37 Sek. (110,02 km/St.). 48 Stunden: 5283,94 km" (Std.-Mittel 110,08 km/St.). Russland baut Rennwagen? Aus Russland kommt die Nachricht vom Bau von Rennwagen, mit denen sich die Sowjet- Union an den grossen, internationalen Rennen 1936 beteiligen würde. Wenn dies vom sportlichen Standpunkt aus auch zu begrüssen wäre, da die kommenden Rennen nur interessanter gestaltet werden könnten, so müssen wir diese» Nachricht doch bezweifeln. Immerhin darf man nicht vergessen, dass Russland auf gewissen technischen Gebieten auf einer Stufe steht, die beachtenswert ist. Auto-Union-Wagen auf der Montlhery- Bahn. Fahrer und Mechaniker der Auto- Union werden in einigen Tagen, spätestens zu Anfang des Monats April, in Montlhery eintreffen, um sich für den Grossen Preis von Frankreich vorzubereiten, der im Juni auf dieser Bahn stattfindet. Angriff gegen den 24-Stundenrekord der Klasse 1500 ccm. Die Fahrer Veyron, Labric und Villeneuve haben die Absicht, den internationalen Rekord über 24 Stunden der Klasse 1500 ccm mit einem Bugattiwagen anzugreifen. Sie haben bereits Versuchsfahrten unternommen und hoffen, noch Ende dieser Woche offiziell starten zu können. « Tour de France» für Motorfahrzeuge. Die « Tour de France ». für Automobile und Motorräder findet nach einem Jahr Unterbruch in dieser Saison doch noch statt. Die Veranstaltung erfreut sich bekanntlich in Frankreich grosser Beliebtheit und hat wirtschaftlich erhebliche Bedeutung. Die Fahrt wird vom J, bis zum 12. Mai dauern und setzt sich aus relativ langen Etappen zusammen, die mit einem Mittel von 50 Stundenkilometern erledigt werden müssen. Am 11. Mai werden die Konkurrenten auf der Montlherybahn ankommen, auf der ein Teil der Wagen während zirka 6 Stunden mit einem beachtenswerten Durchschnitt zu 'kreisen hat. Am folgenden Tag soll nochmals eine Prüfungsfahrt gleicher Art veranstaltet werden, dabei wird es nicht auf die absolute Geschwindigkeit ankommen, sondern auf die grösste Regelmässigkeit. Sportliche Verbote in Deutschland. Der oberste Führer des deutschen Kraftfahrsportes, Hühnlein, hat soeben zwei Verfügungen erlassen, wonach Vergleichsrennen zwischen Automobilen und Flugzeugen, sowie die sog. * Motorrad-Fussballspiele» untersagt sind. Man will damit der Gefahr, dass der Sport zum Zirkus ausartet, begegnen. MUSTERMESS BASEL Halle VI Stand 1007 PALLAS°E(Ü1E Akt-Ges. R. & E. HUBER, Pfäffikon (Zeh.) \P. Die Pläne Farinas. Der bekannte italienische Rennfahrer Farina wird in dieser Saison sehr stark engagiert sein. Als erstes Rennen bestreitet er den G.P. von Monaco, an welchem er mit einem Sechszylinder Maserati teilnehmen wird. Mit demselben Wagen starte! er auch an der International Trophy in Brooklands. Den G.P. von Tripolis fährt er mit einem Achtzylinder Maserati 2500 ccm, den er auch für das Madonierennen benützen wird. An der Mille Miglia wird er wahrscheinlich mit Graf Lurani zusammen starten. -ss. Ein Rennstall Hug? Zwei Schweizer Rennfahrer werden auch dieses Jahr am internationalen Programm aktiv teilnehmen: nämlich Ruesch, welcher über einen neuen Maserati-Wagen verfügt und die Mille Miglia mitfahren wird, und Armand Hug, der im Besitze eines neuen Bugatti «Grand Prix »-Modells ist. Letzterer beabsichtigt, wie wir vernehmen, an den meisten grössern internationalen Rennen teilzunehmen, und wird wahrscheinlich mit zwei andern Rennfahrern zusammen einen Rennstall bilden, -es. Eine, Sternfahrt an den Grossen Preis von Frankreich. Die Stadt Paris versucht mit allen Mitteln, aus dem Automobilismus Nutzen zu ziehen und mit einer grossen motorsportlichen Veranstaltung den darniederliegenddn Fremdenverkehr vorübergehend ankurbeln zu können. Nachdem das phantastische Projekt der Verlegung des Grossen Preises von Frankreich in die Strassen von Paris gescheitert ist, und auch das darnach aufgetauchte Projekt eines Rennens in der Nacht von vorneherein keine Aussicht auf Verwirklichung hatte, plant man nun die Organisation einer grossen Sternfahrt nach Paris, die anlässlich des Grossen Preises von Frankreich am 23. Juni durchgeführt werden soll. In dem bescheidenen Anmeldegeld für die Konkurrenz, die auf breitester Basis organisiert werden soll, sind zwei gute Plätze auf dem Autodrom von Montlhery inbegriffen, wo sich der Grand Prix bekanntlich abwickeln wird. Bis zum Augenblick sind über die Sternfahrt noch keine weitern Einzelheiten bekannt geworden. Nuvolari, von Dreyfus gesehen. Dreyfus, der neue Scuderia-Ferrarifahrer, veröffentlichte kürzlich in einer französischen Zeitung einen Beitrag über Nuvolari. Darin schreibt er u. a.: «Dieser kleine trockene Mann mit dem energischen Gesichtsausdruck, dem römischen Profil und seinen 4 weissglühenden Augen, kann nicht an einem vorbeigehen, ohne bemerkt zu werden. In den Rennen, wie auch seine Position sein mag, unterscheidet er sich von den andern Piloten durch seine Lebhaftigkeit; es scheint, als ob er seine Energie dem Wagen aufzwingen wollte, und aus ihm strömt so viel Kraft, dass man nicht an eine Niederlage Tazios glauben kann. Seine Korrektheit in den Rennen ist geradezu legendär, und wenn er auch mein Chef ist, so schätze ich in ihm noch etwas höheres : Seinen Kameradschaftsgeist. Die Journalisten schreiben oft, Nuvolari sei ein Phänomen. Nichts ist unrichtiger als das, und Nuvolari lächelt bescheiden über diese Einschätzung. Er ist ein Künstler, der seine Kunst im Grunde genommen nur deswegen beherrscht, weil er sich physisch und moralisch auf der Höhe hält. Und nichts kann ihn von seinem eingeschlagenen Weg abbringen. Nuvolari ist von einer Bescheidenheit, die auch bei den grössten Triumphen keine Eitelkeit kennt. Er teilt seine Freude über den Erfolg mit seiner Mannschaft, seinen Mechanikern und seinen Mitarbeitern. Auch im Privatleben bleibt Tazio der einfache Mensch. Er ist kein Phänomen, wie oft behauptet wird, aber zur Zeit der grösste Champion im Automobilsport. » ss. Circuit von Turin. Das Rundstreckenrennen von Turin ist nun gesichert. Der R.A. C.I. von Turin hat bereits mit den Organisationsarbeiten begonnen. Das Rennen wird auf der Rundstrecke von Valentine ausgetragen, die über eine Strecke von 4125 m führt. Internationaler Sportkalender. April. 13.—18. Frankreich: XIV. Tourenprüfungsfahrt Paris-Nizza. 14. Italien: IX. Tausend-Meilen-Rennen. 15.—16. Frankreich: Rennen in Nizza. 18. Frankreich: XXI. Turbta-Bergrennen. 22. Monaco; Grosser Preis von Monaco. 22. England: Rennen in Brooklands. 24.—11. Mai. Frankreich: Sternfahrt nach Marokko. 28. Italien: Madonie-Rundstreckenrennen und Targa Siciliana. \us den Verbänden BUGATTI-CLUB SUISSE. Unter diesem Namen wurde am 24. Februar 1935 in Zürich eine gesellschaftliche Vereinigung der in der Schweiz wohnhaften Bugatti-Besitzer gegründet Der Club bezweckt den Austausch von technischen Erfahrungen und Ratschlägen, den gemeinsamen Besuch automobil-sportlicher und -touristischer Veranstaltungen etc. Vorstandsmitglieder sind: Dr. med. H. J. Kalberer, Zürich, Präsident; M. Baumgartner, Lausanne, Vizepräsident; Dr. med. dent. H. Zwimpfer, Aarau und J. G. Godeffroy-Faerber, Muri (Bern) als Beisitzer; C. Sträub, Zürich, Quästor-Aktuar. Aufnahmegesuche sind zu richten an das Sekretariat Bahnhofstrasse 71, Zürich.