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E_1935_Zeitung_Nr.028

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Schneeberger und stellte

Schneeberger und stellte sie dann wieder auf den Ladentisch zurück. «Es ist doch nicht der richtige,» sagte ich schliesslich frech und entfloh eiligst nach dem Ausgange. Da ereignete sich etwas Äusgergewöhnliches. Der sanfte Samuel verlor den letzten'Rest seiner Würde, er sprang schnaubend hinter dem breiten Ladentisch hervor und stürzte mir nach auf die Gasse, mit fliegenden Rockschössen und klappernden Pantoffeln. « Der Sammetwedell Oha, der Sammetwedel! » schrien alle Jungen und rannten gassauf, gassab davon. Im Wettrennen brauchte keiner-von uns den Mann zu fürchten, auch ich hatte mich längst um die Hausecke gedrückt und fühlte mich gerettet, während der Wütende meinen Kameraden nachjagte, von denen er natürlich keinen erwischte. Und nun geschah das Merkwürdige: der Sammetwedel verlor im Rennen einen von seinen Pantoffeln — ich wie der Blitz hinterher, raffe den Pantoffel auf und verschwinde. Und der Sammetwedel hinkt halbstrümpfig ins Haus zurück. Es war eine vollständige Niederlage. tzwtdslose JCelinee als ausgefallene JCaMeehaasaäste Während es im allgemeinen der Wunsch eines Gasthausbesitzers ist, sein Lokal möglichst jeden Tag voll besetzt zu haben, hat der Besitzer des teuersten und elegantesten Belgrader Kaffeehauses versuchen müssen, sich mit Hilfe der Polizei gegen diesen Zustand zu schützen. Eines Tages nämlich rückten gegen drei Uhr nachmittags einfach, aber sauber gekleidete Männer und Frauen in das Kaffeehaus ein, und zwar in so nennenswerter Zahl, dass innerhalb weniger Minuten kein Platz mehr frei war. Das Haus war gewissermassen ausverkauft. Allerdings bestellten die Gäste sich durchwegs nur das allerbilligste Getränk, das auf der Karte zu finden war und benotigien für den Verzehr ausnahmslos so lange Zeit, dass,vor 10 Uhr abends keiner der Plätze mehr frei wurde. Die Folge war, dass all die wohlhabenden Gäste, die sonst zwischen 3 Uhr nachmittags und 10 Uhr abends das Lokal aufzusuchen pflegten, beim besten Willen keinen Platz mehr finden und also auch ihr Geld nicht zum Erwerb der teuren kleinen Kostbarkeiten ausgeben konnten, von deren Vertrieb der Wohlstand des Kaffeehausbesitzers hergeleitet wird. Der Eigentümer des Cafe"s brauchte nicht ganz zwei Tage, um zu entdecken, dass die Wasserkunden, die ihm während des wichtigsten Teils des Tages alle Stühle und Tische besetzten, erwerbslose Kellner mit ihren Frauen waren, die aus wohlüberlegtem Protest seine «Kunden» geworden waren. Die Gewerkschaft der Kellner hat nämlich schon seit langem vergeblich versucht, den Besitzer des Cafe"s zur Bezahlung anständiger Löhne zu veranlassen. Als es im Guten nicht ging, versuchte es die Gewerkschaft mit diesem Trick. Sie stattete eine genügende Anzahl erwerbsloser Kellner mit den Beträgen aus, die zum Kauf des billigsten Getränkes genügten und ersuchte sie, in solchen Massen die Gäste des geizigen Lokalbesitzers zu werden, dass für die übrigen Besucher kein Stuhl mehr übrig bliebe. Der so unter Druck gesetzte Lokalbesitzer wandte sich hilfesuchend an die Polizei. Seine Bitte, ihn von dem Kundensegen zu befreien, musste aber abgelehnt werden, weil die unerwünschten Gäste sich ruhig verhielten und ihr Getränk ordnungsgemäss bezahlten. Die Kellnergewerkschaft hat verlauten lassen, dass sie ihr Experiment fortsetzen werde, bis der gewünschte Erfolg eintritt. Ich trug den Pantoffel im Triumphe durch die abendliche Gasse, auf einen Stecken gestülpt, und wir johlten und sangen dazu. Es war ein schönes Stück, auf Stramin gestickt, mit einem üppigen Ornament von bläulichen Rosen. Die Mächtigen helfen einander, und Sammetwedel, den ich besiegt hatte, brachte mich auf dem Wege der Feigheit und der Diplomatie zu Falle. Ich habe für den Pantoffelraub zwei Trachten Prügel und drei Stunden Arrest bekommen, die eine Tracht zu Hause, die andere samt Arrest in der Schule. Unter meinen Kameraden aber war ich für lange Zeit zu einem bewunderten Stern geworden. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch erzählen, wie ich — von meinem Vater nach langem, zähem Trotz gezwungen — dem Sammetwedel seinen Pantoffel wieder hintragen und selber überreichen musste. Da alles nichts half, tat ich wenigstens vorher noch ein wenig Vogelleim in das Innere des Schuhes. Aber das weitere ist für mich gar so beschämend. deiZeit Lilian wieder zu Hause. Eine alte Dame, ein grosses Tulpenbukett im Arm, winkt strahlend dem schönen blonden Passagier an der Reling der im Hafen manövrierenden « Europa» zu. Mrs. Haryey holt ihre berühmte Tochter ab..Lilian ist von Hollywood zurück. Man hat ihr eine luxuriöse Zimmerflucht in einem der grossen Hotels herrichten lassen, aber sie will lieber bei ihrer Mutter und ihrem Bruder draussen in dem kleinen Häuschen in Edgware wohnen. Aber schon muss sie die Neugier des Publikums befriedigen : Ja, sie wird in London spielen. Sie ist für drei Filme engagiert. Der erste, « Invitation to the waltz», wird nach dem gleichnamigen Radiohörspiel gedreht, und der zweite Film soll « Es war einmal » heissen und Ideen aus Grimms Märchen verfilmen, über den dritten steht noch nichts fest. — «Darf ich fragen, Miss Harvey, Sie tragen doch auf dem dritten Finger Ihrer linken Hand einen Platinreif — der übliche englische Ehering — und darüber, was man für einen Verlobungsring halten könnte, einen Brillantring.» Die Filmdiva schüttelt energisch den Kopf. «Nein, ich bin weder verlobt, noch verheiratet. Und nach dem, was ich in Hollywood an Ehen gesehen habe, werde ich vorläufig überhaupt nicht heiraten. Dort hat man den Eindruck, die Leute heiraten, nachdem sie sich drei Tage kennen, und lassen sich wieder scheiden, nachdem'' sie zehn Tage zusammengelebt haben. Ich? werde es nach Möglichkeit zu vermeiden, suchen, zu heiraten, so lange ich noch mei-' nen Beruf ausübe, denn wenn ich einmal verheiratet bin, dann will ich nichts sein als nur Frau. Ich gehe eine Ehe ein, um sie zu bal-, ten, nicht um sie zu lösen. Seien Sie ganz" unbesorgt, diese Ringe sind nur Wahrzeichen der Freundschaft, und den «Ehering» habe ich zu Weihnachten in meinem Christmaspudding gefunden.» Der Schöpfer der Wolkenkratzer in einem Armenspital gestorben. In einem Krankenasyl in USA ist Frederik Philipp Dinkelberg, einst Amerikas berühmtester Architekt gestorben. Seine Karriere War echt amerikanisch. Aus bescheidenen Anfängen stieg dieser Selfmademan, der vor sechs Jahrzehnten als Schreiber eines Baumeisters seine Laufbahn begonnen hatte, zum Glanz der Macht und des Reichtums empor. Sein Name wurde ein Begriff und lange Zeit war er der Schlachtruf eines neuen, echt amerikanischen Baustils. Als steinreicher Mann schied Dinkelberg noch vor zwei AUTOMOBIL-REVUE 1935 — 28 Jahrzehnten von der Stätte seines so erfolgreichen Wirkens. Eine schnellebige Zeit vergass alsbald den Mann der New Yorks erste Wahrzeichen ersonnen und errichtet hatte und der grosse Finanzkrach verschlang sein Riesenvermögen, das Dinkelberg einst erworben. Verbittert und enttäuscht, von einer Welt, die nicht mehr die seine war, starb nun der einstige Millionär nach schweren langen Leiden im Armenspital. -es. Sein einziger Liebesbrief. In der Gegend von Lancashire in England sind die Menschen einsilbig. Man führt eine Unterhaltung mit einem hingebrummten «Ja» und «Nein» für viele Stunden. Man beginnt eine Liebschaft mit einem fragenden Blick. Ein stummer Kuss besiegelt das Verlöbnis. Leonard Hütten, ein echter Sohn seiner Lancashire-Heimat, hat so, ohne dass je über Liebe geredet worden wäre, Alice erobert. Sie hatten geheiratet und sieben Jahre glücklich miteinander gelebt. Vor ein paar Wochen ist Alice ins Krankenhaus gekommen, ein Baby sollte geboren werden. Leonard blieb einsam zu Hause; nie war in all den sieben Jahren ein überflüssiges Wort gesprochen worden. Vielleicht zweifelte Alice daran, dass er sie liebe, vielleicht entbehrte sie ein liebes Wort von ihm. Und Leonard setzt sich an den Tisch, nimmt Papier und Feder, zerreisst ein Blatt nach dem andern, läuft auf und ab, und bringt doch schliesslich glücklich einen Brief zustande, den ersten Liebesbrief. Als er vom Briefkasten zurückkommt, ruft ihn die Nachbarsfrau zum Telephon. Wie er ist läuft er zum Krankenhaus. Ein Söhnchen ist tot geboren. Besinnungslos, mit einem müden Lächeln trifft er Alice. Sie erwacht nicht mehr. Steif und stumm sitzt Leonard viele Stunden neben der Toten. Da klopft es. Ein Brief für Alice Hutton... Leonard zerreisst ihn mit einem bösen Lachen und stopft die Papierfetzen in die Tasche, hundert kleine Schnitzelchen mit einem lieben Wort darauf, die ersten und die letzten, die er in seinem Leben gestammelt hat... Nach 4 Injektionen sagt jeder die Wahrbeit. Der gleiche amerikanische Erfinder. Leonard Keller, der vor einigen Jahren mit seinem Lügendetektor die Welt überraschte, bringt jetzt als Ergänzung gewissermassen ein «Wahrheitsserum» zur Kenntnis -der Oeffentlichkeit. Das Serum wird — nachdem man mit einem ähnlichen Präparat schon vor einem Jahr einmal arbeitete — dem zu Vernehmenden injiziert. In den schwersten Fällen genügen immerhin vier Injektionen, die an vier aufeinanderfolgenden Tagen gemacht werden, um auch den «härtesten Fall» weich zu machen. Während der Lügendetektor einfach ein Blutdruckmesser ist, der den erhöhten Energieaufwand verzeichnet, der zu einer,Lüge notwendig ist und so den Punkt zeigt, wo der zu Vernehmende schwirfdelt — handelt es sich bei dem Serum um ein Mittel zur Herabsetzung der Willenskraft. Wobei man freilich bei den Vorversuchen mehrfach feststellte, dass die Behandelten vollkommen hemmungslos wurden — und auch ihre Träume und ihre Gedanken als Taten gestanden. Was ein schwimmendes Hotel verbraucht. Meerluft macht Appetit. Jeder Schiffspassagier hat das an sich selbst staunend erlebt. Und wer etwa daran zweifeln sollte, wird durch Zahlen eines Besseren belehrt werden. Die «Ile de France », Frankreichs zur Zeit grösstes Schiff, führte auf einer der letzten Ueberfahrten von Le Havre nach New York folgende Lebensmittel an Bord mit: 6900Flaschen Weiss- und Rotwein, ferner 9300 Liter Wein für die Mannschaft — Wein wird auf den französischen Schiffen den Passagieren aller Klassen « ä discretion » kostenlos zur Verfügung gestellt — 5100 kg Rindfleisch, 1100 kg Kalbfleisch, 390 kg Schweinefleisch, 1700 kg Hammel- und 1400 kg Lammfleisch. Folgende Mengen von Geflügel wurden in fünf Tagen auf dem « grossen Teich » von. den Passagieren der « Ile de France > verzehrt: 2120 Hühner, 570 Tauben, 450 Enten, 310 Kücken, 220 Truthennen, dazu 230 Stück verschiedenen Wildes. 3800 kg frischer Fische dienten als zweiter Gang bei Dejeuner und Diner bzw. 400 kg Hummer und 170 kg Langusten. Für besondere Feinschmecker wurden 300 Froschschenkel gebraucht. Der Kaviar, der in der ersten Klasse zum Menü gehört, wird in der Statistik nicht aufgeführt. Wohl aber erfährt man die stattlichen Mengen an Gemüse und Früchten, die die Schiffspassagiere, auch wenn sie nicht Vegetarier sind, zu sich nehmen, etwa: 62,350 Orangen, Aepfel, Birnen, Grape-fruits und Zitronen, dazu 5073 kg Weintrauben, Pfirsiche, Aprikosen und frische Pflaumen, 1450 kg Tomaten, 1350 kg grüne Bohnen, 1300 kg Zwiebeln, 2850 Selleriewurzeln, 4800 Köpfe grüner Salat, 1500 Köpfe Chicoreesalat und 1200 Scarolesalat, 750 Pakete Spargel und 220 kg Champignons. 51,200 Eier, 1750 kg Butter, 2950 Liter Milch sowie 580 Liter Creme fraiche dienten zur Zubereitung der Speisen an Bord. In der Tat: das sind Zahlen, die nicht nur einer Hausfrau Respekt einflössen. SI. Eine Röntgen-Anektode. Wilhelm Konrad von Röntgen, der Nobelpreisträger für Physik und Entdecker der nach ihm benannten Röntgenstrahlen, hielt als junger ausserordentlicher Professor eine Experimentalvorführung, in der er auf die Elektrizität zu sprechen kam. Im Verlaufe dieser Vorlesung meinte er in Bezug auf eine grosse Leidener Flasche: « Meine Herren, Sie wissen, man kann mit derartigen Dingen nicht vorsichtig genug sein! Die Elektrizität ist eben imstande, den allergrössten Ochsen totzuschlagen...» Nach diesen Worten kommt er irgendwie einem Experimentalgerät zu nahe und man merkt ihm an, dass ihm die Berührung nicht gerade wohl getan hat. Aber Röntgen lässt sich seinen Schreck nicht merken, im Gegenteil, er will dies Geschehnis zur Beweisführung auswerten und fährt deshalb fort : «Nun, meine Herren, was habe ich Ihnen gesagt ? Sie sehen, was eine Unvorsichtigkeit nach sich ziehen kann... Aber, bitte, was folgern Sie daraus ? Was sagen Sie zu dem eben erhaltenen Beweis?» Und ein forsches, freches Studentlein der damaligen Zeit ruft : « Dass die Behauptung des Herrn Professors nicht ganz stimmt...» Er liest im Bett. Jane Harlow, die bekannte Erfinderin des Platinblond in Hollywood, erwartet ihre Scheidung von ihrem Gatten Hai Rosson. Er ist ihr dritter Mann. Vom ersten ist sie geschieden, der zweite ist gestorben. Als Scheidungsgrund hat sie «Grausamkeit» angegeben. Als eine Grausamkeit bezeichnet sie die Tatsache, dass Hai Rosson im Bett lese. Wenn Sie schlank sein wollen, dann nehmen Sie wenigstens nur ein unschädliches Mittel. Werden Sie schlank durch INDAN, d. Entfettungskur aus Pflanzensäften. Sie ist unschädlich - auch für das Herz - schmerzlos, wohlschmeckend und von Aerzten empfohlen. Dr. liobeck's Indan-Tabletten Fr. 5.-, Tee Fr. 3.-. Bellevueapotheke, Theaterstr. 14u, Zürich 1. IjHi^BHMHBBHHMHIiHaaHHBailiMMMiMIBHiHBHBMaBHHBBHHHMMMHI MAI L A N D Piazzale Fiume (Alter Bahnhofplatz) IIA—•>. mi | IAn n Ruhigste Lage. 100 Zimmer mit fliess. Warm- und Kalt-Wasser. ISO Bet- HllTr I Uli NllRn ten - Pnv.-Bäder. Prima Küche und Keller. Garten-Restaurant. Von Schwei- IIU | LL UU llUllU zern bevorzugt. Zimmer mit 1 Bett von 18 lit. an, mit 2 Betten von 25 lit. an. 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W 28 - 1935 Was die Tttade 7hue& hingt Modebericht der Grands Magasins Jelmoll S. A. Kleiderstoffe. Anfangs März haben die Grands Magasins Jelmoli S. A., Zürich, in 16 Schaufenstern Kleiderstoffe, Seide und Kunstseide für die Frühjahrssaison gezeigt. Diese Ausstellung hat mit vollem Recht beim Publikum rege Beachtung gefunden, denn die neuen Kollektionen wurden mit grosser Sorgfalt zusammengestellt und zeichnen sich durch modischen Geschmack, hohe Qualität und bemerkenswerte Preiswürdigkeit aus. Stoffe der ersten Pariser Modehäuser wie Rodier und Meyer sowie von Sweetinburgh 'in London waren in diesen Sortimenten in reicher Auswahl vertreten. Für Complets und Ensembles sind als markanteste Modestoffe Corde-laine, Crepe Tournette, Georgette melange, Vigoureux und Vigoureux Perle zu nennen, die wegen ihres weichen Falls sehr beliebt eind. Für den rassigen Sport- und Reisemantel verwendet man kräftig aufgeworfene Gewebe mit wilden Noppeneffekten wie Shetland NoppS, Boutonne Sport. Büro Sauvage und Melange flamme. Für Kostüme und Complete bevorzugt man feine Melange Deux-tons, immer noch viel Angora- und Stichelhaareffekte. Die Merkmale der neuen Stoffe kann man kurz wie folgt charakterisieren: Cloque 1 - und Matelasse- Rffekte, starke Rippen, Diagonal- und Reliefwirkung, Noppeneffekte, Cr&pebindungen, Spiral- und Boucle'gewebe. In den Farben dominieren fneben viel grau und beige meliert, die sich speziell für Complets. Mäntel und Tailleurs eisnen) für Kleider reseda bis giftgrün, ziegelrot bis rost. bleu bis bleu nuit und sehr viel marine. Dip vielfältigste Anwendung für Kostüme findet in dieser Saison Leinen. Paris lanciert in der Hauptsache grobfädiges Leinen, vorwiegend naturel mit Noppeneffekten, aber auch viel bleu ciel und rose sowie die neuen Farben citron und ziegelrot. Seide und Kunstseide. Für diese Saison steht eine ganz grosse Druckmode bevor, und zwar Druck auf Seide und Kunstseid«, vorwiegend jedoch auf reiner Seide, auf unbeschwertem Crepe de Chine und Crepon envers Satin. Die Ausmusterung dieser Gewebe ist überaus vielseitig. Für das einfachere Nachmittagskleid werden sehr lebhafte, kleine Blumenranken auf dunklem Grund, vorwiegend schwarz, bevorzugt. Für das elesante Nachmittagskleid und auch für das Abendkleid finden sich in unserer Kollektion sehr aparte, grossgeblumte Dessins auf schwarzem Grund oder auch auf woiss und sonstigen Lichtfarben. Es sind dies Dessins in schönster Ausführung, exaktestem Fanddruck, die Blumen mannigfaltig abschattiert, künstlerisch geschaffen, hergestellt für die Pariser Haute Couture in den ersten Lyoner Seidenstoffdruckereien. In Kunstseide, d. h. auf Crepe-Gewebe verschiedenster Art, verfügt das grosse Zürcher Haus ebenfalls über eine sehr grosse Auswahl, jedoch findet man hier meist kleinere Dessins, ebenfalls in lebhaftem buntem Druck, darunter in der Schweiz hergestellte knitterfreie Qualitäten. Die bunte Mode erstreckt «ich auch noch auf Taffet gestreif, jedoch noch mehr auf Carreaux. In Uni-Geweben werden CloguSs bevorzugt in einfacher bis zur elegantesten Ausführung, einund zweifarbig und einige bedruckt. In Uni gibt es ferner Taffetas und sogenannte Mischgewebe aus Kunstseide und Wolle oder reiner Kunstseide, der Ersatz für das leichte Wollstoffkleid. * Für den Sommer zeigt das H\us eine grosse Auswahl in Vistrageweben und Leinenimitaten, letztere zum Teil ebenfalls knitterfrei. Kleider und Mäntel. Versucht man die Mode für Frühjahr und Sommer 1935 mit wenigen Worten zu charakterisieren, so muss man vor allem auf die scheinbar gesetzlose Vielfalt hinweisen. Jedes Pariser' Modellhaus hat eine besondere Note herausgebracht. Am Tage dominiert die sportlich betonte praktische Kleidung. An der Spitze steht das Complet, entweder Kleid mit Paletot oder das dreiteilige Complet, Jupe, Bluse und Paletot, letzterer meist dreiviertellang, weit im Rücken und bochschliessend. Aber auch kurze und halb-lange Jacken sowie Pelerinen sind sehr viel vertreten. Als Material stehen hierfür leichte Wollstoffe, Melangen, Vigoureux, Angoras und Jerseys im Vordergrund. Für den Sommer zeigt Paris sehr viel Leinengewebe, meist grobfädig und in Naturfarbe mit Noppen und Knoteneffekten. Sehr viel wird jetzt_ knitterfreies Leinen gebracht, weshalb es auch viel mehr Liebhaber findet als früher. Neben der Complet-Mode behauptet sich aber nach wie vor auch noch der klassische Tailleur. In dieser Saison sind die Jacken etwas länger, meist eng anliegend, aus kammgarnartigen Herrenstoffen; ferner sieht man Phantasie-Tailleurs ohne Kragen mit Gürtel und sportlichen Taschen aus melierten Phantasie- und Noppenstoffen. Die eleganten Nachmittagskleider sind in der Länge gleich geblieben, die Röcke sind teilweise sehr weit, vorne gezogen und hinten glatt; dagegen gibt es auch glatte Röcke, geschlitzt und mit seitlichen Falten. Fernerhin bleibt der sehräg geschnittene Rock in Glocken fallend noch sehr in der Mode. Die neuen, kurzen Aermel haben grosse Weiten und sind sehr kompliziert geschnitten, teilweise bis AUTOMOBIL-REVUE 15 über die Ellenbogen geschlitzt. Der lange Aermel ist bis zum Ellenbogen eng, nach vorne sehr weit und fällt schräg geschnitten als Puff am Handgelenk wieder eng zusammen. Abwechslungsreich und phantasievoll sind die Oberteile und Achselpartien, sehr viel wird die Smockarbeit angewandt sowie Passen und Boleroeffekte. Die komplettierenden Jäckchen, Capes oder die halblangen Mäntelchen zeigen meist die beliebte, im Rücken weit fallende Form. Die fassonierten Stoffe nehmen, neben den Unis,' immer grösseren Raum ein. Eine ganz besondere Beachtung gebührt den Cloque's, deren Variationen unerschöpflich sind. Grosse und kleine Dessins sowie Streifen und Carreaux und entzückende Phantasiedessins wechseln miteinander ab. Taffet bleibt auch eine willkommene Bereicherung im Material, sowohl in Uni wie in Carreaux, besonders aber sind getupfte Tafte beliebt. Das ImprimGkleid wird in grosser Mannigfaltigkeit herausgebracht und die Vielfältigkeit der Dessins ist nicht zu beschreiben. Der Erfolg der Druckstoffe ist unbestritten. Noch stärker als bisher wird das Modebild durch farbenfreudige Dessins beeinflusst. Bunte Blumen, Blätter und Blüten stehen im Vordergrund. Daneben sind sehr beliebt Punkte und Tupfen in allen Grossen. Neben den bekannten Crep mat, Flamenga und Marocains wird nun auch Crepe Cloque bedruckt herausgebracht. Feine Organdis und Spitzengarnituren sowie' reiche Rüschen geben den bunten Kleidern ein duftiges Gepräge. Die Abendkleider sind sehr lang und sehr weit, immer noch vielfach vorne hochgeschlossen und im Rücken dekolletiert. Das Stilkleid hat eine grosse Bedeutung, fast alle neuen Formen sind demselben angelehnt. Als Material hat Taffet den Vorzug, und zwar meist Taffet-Chine, Carreaux und Tupfen, Taffet-Changeant; auch reinseidene Crgpe-Qualitäten mit reichem Druck wirken phantasievoll. Buntbedruckte Tülle, in der Schweiz hergestellt, sind für reiche Abendkleider sehr wirkungsvoll. Als Garnituren für Abendkleider stehen Blumen und Buketts im Vordergrund. Sportliche Mäntel werden auch dreiviertel- und siebenachtellang gezeigt, meistens in Sliponform und weit im Rücken. Sie bieten für Reise und Sport Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit. Aber auch der wenig taillierte Kammgarn- und Shetland-Mantel, der die normale Länge hat, ist für den praktischen Gebrauch nicht zu verdrängen. Elegante Mäntel in Schwarz und Dunkelblau aus Georgette und Reliefgeweben sind mehr garniert, ganz speziell mit Taffet am Kragen; Aermel, Schleifen, gesteppte Revers geben den Mänteln eine neue Note. Elegante Mäntel sind vielfach auch mit Taffet gefüttert. Die Farben für den Sommer sind wieder lebendiger. Als Modefarben speziell caramel, zimt, grün und bleu sowie grau und beige. An Stelle von schwarz wird wieder viel marine bevorzugt. Viel Kombinationen sieht man von marine mit weiss, bleu oder rosa, ferner sehr viel braun mit beige' oder grau mit marine. Hüte. Mit den ersten Frühlingsblumen erwachen auch die Wünsche unserer Damenwelt nach neuen Hüten, und das mit Recht, denn nach den langen Wintermonaten hat man das doppelte Bedürfnis, sich für «ihn » wieder hübsch zu machen und sich im neuen Gewand und neu c behütet» zu zeigen. Für jeden Geschmack hat Frau Mode gesorgt: Abbruch zu tun. kleine reizende Toques aus grobem Stroh mit kokettem Schleierchen, der feine Canotier, in vielen Modische Kleinigkeiten. Variationen zum Tailleur und Mantel passend, ferner mittelgrosse und ganz grosse Glocken mit flachen Köpfen und Bandbarett als Untergarnitur und als vielleicht vorübergehende extravagante Mode die Biedermeierschute, eine Erinnerung aus der guten alten Zeit, hübsch mit Spitzen und Blumen garniert. Sehr viel sieht man auch den Hut ä la Stromlinie, weit nach vorn vorschiessend, mit schmalem Band und kleinen Blüten garniert, sehr kleidsam und schick. An Farben bringt die Mode sehr viel marine, schwarz, beige, etwas braun und als neue Farben ombre von Patou, ein sattes Grün und Mais. Das Material: als grosse Neuheit, auch,in Paris bei ersten Modistinnen verweadet, das Röhrlistroh, ein Fabrikat aus dem Aargau, dazu sämtliche feine Exoten von Panama bis Baku. Schuhe. Das weiche Chamoisleder und das sportlichere Briar-proof haben ihre dominierende Stellung auch in der Frühjahrsmode eingenommen. Bequem und schmiegsam schliessen sie sich um den Fuss, und in unzähligen Modellen in Nachmittagsschuben, Trotteurs und Sportschuhen werden wir diesen Ledersorten, die so ausgezeichnet zu der Stoffmode passen,' zusammen mit weichem Chevreaux begegnen. 'Sind es zu Beginn des Frühjahrs noch die dunklen Töne in Braun und Schwarz, die vorherrschen, so wird mit der fortschreitenden Sonnenwärme die Farbenskala heller und luftiger werden. Die besonders bevorzugten Pumps, teilweise mit grosser Fächerlasche, Lamballes mit Seidengarni- !hüh£ing. im TJlcdexeicfi Grosskampfzeit — Mode gegen Geldbeutel, Wunsch gegen- Wollen, Frau gegen Mann, man kann den lustigen Krieg nennen, wie man will. Der Sieger steht von vornherein fest, der Mann, das Wollen, der Geldbeutel unterliegen und müssen alle Bedingungen anerkennen. Alsbald setzt der Wettlauf der Siegerin mit dem Frühling ein. Nähmaschinen surren, Nadeln fliegen, Fäden werden zusehends kürzer und kürzer... . Häkelnadeln zaubern aus Schleifen, Oesen und Knoten tatsächlich vernünftige Kleidungsstücke, Stricknadeln klappern wie ein verstimmtes Storchenpaar, und Sticknadeln machen aus blassblauem Liniengewirr farbenfreudige Dekorationen. Aber Männer verstehen vielleicht nichts vom Werden eines Kleidungsstückes. Wenn so ein Kleid, Jumper, Pullover, oder was es gerade sein mag, endlich fertig ist, sieht es doch allemal wunderhübsch aus und sie finden, das so schmerzlich geleistete Opfer habe sich schliesslich doch noch gelohnt. turen und Bindeschuhe, werden leichter und durchbrochener, je mehr wir uns dem Sommer nähern, wo dann die ausgesprochene Sandalette ein fanz grosse Rolle spielen wird. Der Trolteurabsatz wird sehr beliebt werden, ohne jedoch dem Louis XV.- Absatz, der den Nacbmittagsschub so elegant macht, Kragen zu jedem Kleid heisst die Devise. Kaum ist der Königin Christine-Kragen verschwunden, beginnt ein neuer Triumphzug des Stils < Van Dyek >. Am Hals anliegend, in strenger oder duftiger Form, aus Satin oder Glasbatist mit Tollfalten, wirkt er sehr vornehm für das Strassenkleid. Eine weitere Neuheit sind die halbsteifen Bubikragen in halbrunder oder auch spitz auslaufender Form, die besonders in Verbindung mit Manschetten sehr kleidsam sind und jugendlich wirken. Dazu werden Schleifen oder Bridge-Krawatten aus Taft oder Moire" in verschiedenen Farbkombinationen getragen, wobei die Farben schwarz/weiss sowie marine/weiss in den Vordergrund treten. Spitzenkragen sind ebenfalls wieder grosse Mode. Den echten Spitzen wie Venise, Duchesse oder Bruges täuschend ähnlich, finden wir sie in prachtvollen Imitationen und aparten Formen, Als grosse Nouveaute ist der Stuartkragen zu nennen, hinten am Halse hochstehend; ebenfalls aus Spitzen geschaffen, verdient er durch seine Schönheit besondere Aufmerksamkeit. Dreieck-Schals sind nach wie vor modern und ein zierliches Kleidungsstück geblieben. Bevorzugt werden Punktdessins in allen Variationen. Hauptfarben sind marine/weiss, schwarz/weiss, braun/ weiss, rot/weiss, ebenso zweifarbige Punkte. Kleine Jabottücher in Batikdruck sind eine grosse Neuheit; sie werden an den Kleidern mit schmucken Clip« befestigt. Viereck-Schals aus reinseidenem Chiffon oder CrSpe de Chine in modischen Farbstellungen eind sehr beliebt. REISE-SCHECKS Sicherheit gegen Verlust und Diebstahl ' Vorteilhafte Kurse REGISTERMARK DOLLAR PFUND UNGAR. PENGÖ AMERICAN EXPRESS CO. 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