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E_1935_Zeitung_Nr.028

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16 AUTÖMÖBTL-REVUE

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Heute veröffentlicht Alfons Paquet seinen «Fluggast über Europa» Ich greife wahllos eine Stelle heraus: «Der Herr im Gabardine^Mantel liest die Zeitung. Der Herr in Blau versucht zu schlafen. Die Dame hinter mir schaut in ein Spiegelchen, dann schaut sie verloren in all das Weisse hinab. Ich entfalte den Taschenflugplan der Lufthansa. Das gelbe Blatt ist bedeckt mit Kreisen, die einander dünne Strahlen zusenden; scharfe Linien laufen nebeneinander, kreuzen sich und bilden Ketten. Auf den Linien sind Namen und Zahlen eingetragen, schwarz und rot. Das Ganze erinnert an eine Wiese mit viel Löwenzahn. Am linken Rand, durch ein wahres Schienenfeld von Linien miteinander verbunden, stehen London, Brüssel, Paris. In den Ecken sind Leningrad, Istambul, Sofia und Barcelona. Von Barcelona weisen Pfeilspitzen über den Rand der Karte. Da stehen die Namen Casablanca, Madrid, Südamerika. Andere Pfeile weisen nach...» Oder: «Die geriffelte, leicht gewölbte Tragfläche unter uns ist hellgrau bemalt. Sie hat ein breites schwarzes Band und die dicken, schwarzen Buchstaben D 1089 gegen den Rand hin. Nah am Rumpf schwebt der Kühler, vorgestreckt wie ein eisernes Haupt. Man könnte auf ihm sitzen wie auf dem Rücken eines Delphins...» Und so geht es weiter, endlos, es will nicht aufhören. Es ist nicht erlebt, sondern nur geschaut, ganz einseitig nur mit den Augen aufgenommen. Kein Auge aber hat Ideen, es empfängt lediglich Eindrücke. Unwillkürlich erinnere ich mich der Forderungen von 1931. Hier sind sie nicht erfüllt. Hier sind nur Eindrücke aufgezählt: Bedeutendes, Minderwertiges, Fesseln- Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. II. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. 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JRendez-'vous vor und nach dem Kino. «Ja so ! » Das neue Dialektlustspiel der Präsensfilm A.-G. «Und das nennen Sie den Verkehr regeln?» «Das ist eine Erfindung von mir privat. Ich lasse alle Wagen halten, dann kommt den ganzen Tag über nicht ein einziger Zusammenstoss vor». «Wer von Euch Beiden hat nun reklamiert, dass der Braten zu zähe ßei?> des und Belangloses. Nur gegen Schluss folgen einige geistvolle' Gespräche mit seinen Reisebegegnungen in gewandter, formvollendeter Sprache, die erkennen lassen, wie fesselnd ein Flug über Europa sein muss, wenn die Fülle der Eindrücke durch Ideen geordnet, wenn wirklich im Auf und Ab der Impressionen der Mensch aus seiner geistigen Suprematie heraus über die Materie herrscht. Gerade im Flugzeug, da« uns über die Materie erhebt, müsste die Sehnsucht zu dieser ordnenden, beherrschenden Tätigkeit wach werden. 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28 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 1 A. C. S. SEKTION AARGAU. Im Monat April dieses Jahres jährt sich zum 25. Male der Gründungstag unserer Sektion. Trotz der Ungunst der Zeit möchten wir dieses Jubiläum doch mit einer bescheidenen Feier begehen und der Gründer und der um die Entwicklung unserer Sektion verdienten Männer gedenken. Das Programm ist wie folgt festgelegt worden: Samstag, den 6. April, 15 Uhr: Ordentl. Generalversammlung im Hotel Aarauerhof, Aarau, anschliessend Abendschoppen und Nachmittagstee für die Damen vom Club offeriert. 18.30 Uhr: Offizielles Bankett und Jubiläumsfeier im städt. Saalbau in Aarau. Anschliessend grosser Ball. Es spielt das Tanz-Orchester Leo Sar aus Wien. Um Mitternacht: Tanzrevue «Ohne Geld um die Welt», getanzt vom gesamten Ballett des Zürcher Stadttheaters. Die Bankett- und numerierten Platzkarten •ind beim Sekretariate oder an der Abendkasse zu lösen. Der Anlass ist den Mitgliedern, Ehrengästen und andern durch die Mitglieder eingeführten Gästen reserviert. Das Programm bedarf keiner weitern Empfehlung und wird eicher seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Zum Ausklang der Jubiläumsfeier findet Sonntag, den 7. April, nachmittags im Kurhaus Schloss Brestenberg am Hall- Wilersee eine freie Zusammenkunft statt. SEKTION BERN. Generalvirsammlung. Mit der ordentlichen Generalversammlung, die vergangenen Samstag nachmittag in Muri unter dem Vorsitz von Oberst Marbach einen flotten Verlauf nahm, fand ein überaus arbeitsreiches Clubjahr seinen AbscMaiss. Davon zeugte auch der breit angelegte und umfangreiche getreues und detailliertes Spiegelbild von der Sektionstätigkeit gab. Der Club hat neuerdings einen erfreulichen Zuwachs zu verzeichnen und wird demnächst das tausendste Mitglied willkommen heissen können. Unter allen Sektionen des schweizerischen Clubs steht Bern an fünfter Stelle, dürfte aber bald noch weiter nach vorne rücken. Sämtliche Kommissionen haben eine sehr rege Tätigkeit entfaltet. Insbesondere der erweiterten Sportkommission war mit der Organisation des Grossen Preises, an welchem sie einen besonders aktiven Anteil nahm, eine Aufgabe zugefallen, welche den Einsatz aller Kräfte erforderte. Das erfreuliche Ergebnis hat alle diejenigen, welche in uneigennütziger Weise mithalfen, für alle Mühe und Arbeit entschädigen können. Von der Jahresrechnung hat der Finanzgewaltige ebenfalls nur Angenehmes zu berichten, indem die Konten, trotz vermehrter Inanspruchnahme der Mittel, mit einem weiteren Vermögensvorschlag abgeschlossen werden konnten. Das Budget, welches sich ganz im Rahmen der einstimmig genehmigten Rechnung für das abgelaufene Jahr bewegt, findet ebenfalls Zustimmung. Um eventuellen Ansprüchen gerecht zu werden, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Durchführung des Grossen Preises an die Mittel der Sektion gestellt werden könnten, wind auf Vorschlag des Vorstandes eine besondere Reserve von Fr. 6000.— bereitgestellt. Diese ist leicht zu beschaffen, da immer noch ein Gurnigelfonds in dieser Höhe besteht. Da kaum mehr ,mit,der Wiederholung dieses einst - so klassischen Rennens zu rechnen ist, so war es durchaus am Platze, die dabei herausgewirtschafteten Mittel neuerdings sportlichen Zwecken zuzuführen ... sofern dies notwendig sein sollte, denn die letztes Jahr für den nämlichen Zweck ausgeschiedene Reserve floss unangetastet wieder in die Sektionskasse zurück. Ueber die sportliche Tätigkeit in der kommenden Saison referierte der Sportpräsident. Ihm zufolge stehen nach der bereits erfolgten Durchführung einer Winterfahrt noch folgende Veranstaltungen in Aussicht: 5. Mai: Gymkhana. 26. Mai event. 2 Juni: Kombinierter Wettbewerb mit dem Aero-Qhib (voraussichtlich eine Ballonfuchsjagd). Juli: Teilnahme am Autoslalom in Interlaken. 24. August: Nationales Rundstreckenrennen für schweizerische Fahrer. Die Konkurren« wird aber nur ausgetragen, sofern sich genügend Nachwuchafahrer hiefür interessieren. 25. August: Grosser Preis der Schweiz. 26. Oktober: Autofuchsjagd. Auch die Touristikkommission kann mit einigen verlockenden Projekten aufwarten. Es soll eine 8—lOtägige Auslandsfahrt veranstaltet werden, wo-* für drei Projekte vorliegen, nämlich Fahrt an die Loire und in die Boungogne (worauf be«&ndera Weinkenner aufmerksam gemacht seien) oder eine Reise nach Bruxelles zur WeUa.Us«tplIunff u n d Aufenthalt in einem Meerbade, oder endlich Heilt durch die Dolomiten ins Salzkammer|ut, Dia, Mitglieder werden Gelegenheit erhalten, eich rötttfij« eines Fragebogens für den einen oder anderen Vorschlag zu entscheiden. Als rein schweizorische Angelegenheit wird dann die Picknickfahrt im schösse des Kantonalverbande» »ur wiederholten Zhirchführun« gelangen. Der letsrtjährlge Erfeig, der ihr beschieden war, sichert ihf heute *otiqn ein» erneute grosse Beteiligung. Nachdem aus dem Kreise der Mitglieder dem Vorstande und insbesondere dem Präsidenten der verdiente Dank für die umsichtige Geschäftsleitung ausgesprochen worden war und dieser noch eine Anregung auf Schaffung einer unabhängigen technischen Beratungsstelle entgegengenommen hatte, konnte der administrative Teil der Tagung geschlossen werden. Ihm folgte nach einem gelungenen gemeinsamen Abendessen ein fröhlicher bunter Abend, zu dem neben einer lüpfigen Ländlerkape'lle verschiedene originelle künstlerische Kräfte zugezogen worden waren. bi. SEKTION ZÜRICH. Die am 28. März unter der Leitung von Herrn H. Hürlimann, Zürich, im Hotel Waldhaus Dolder abgehaltene Frühjahrsgeheralversammlung behandelte vorerst den Jahresbericht pro 1934, der von einer erfreulichen Entwicklung der Sektion. Zeugnis ablegt. Der Vorsitzende ergänzte denselben durch einige interessante Mitteilungen über Automobilgesetzgebung und Verkehrsunfälle, über Strassenwesen iowie über den Werdegang des Sekretariates, das nun im Haus Du Pont- bedeutend erweiterte. Lokalitäten beziehen konnte. Er betonte die vorbildliche Ausgestaltung des kostenlosen touristischen, technischen und Rechtsdienstes und konstatierte die Bereitwilligkeit, mit allen Verkehrsverbänden loyal zusammenzuarbeiten. Jahresbericht und Jahresrechnung, über welche Hr. Häsler referierte und die von einer erfreulichen finanziellen Erstarkung der Sektion Zeugnis ablegt, wurden einstimmig genehmigt und den Organen Decharge erteilt. Die Wahl des Vorstandes bestätigte die bisherigen Mitglieder, die Herren H. Hürlimann, M. Gassmann, F. Frey, C. Diener, H. Häsler, F. Steinfels, J. Guallini, alle in Zürich; W. Honegger, Niederglatt; Dr. Hasler, Winterthur; Dr. Stadler, Uster; Dr. Diener, Regensdorf; E. Hoerni, Winterthur; A. Egolf, Horgen; A. Hulftegger, Stäfa, und neu die Herren Dr. Hoerni, Zürich-AItstetten; Egli-Hess, .Pfäffikon, und Hrch. Meyer, Zürich. Mit Akklamation wurde an Stelle des demissionierenden H. Hürlimann Hr. M. Gassmann-Hanimann, Zürich, zum Präsidenten ernannt. Als Rechnungsrevisoren beliebten die Herren B. Denzler und F. Schneebeli, als Ersatzmänner Dr. Tellenbach, Thalwil und M. Hintermann, Zürich, als Geschäftsprüfungsetelle die Schweiz. .Revisionsgesellschaft AG. Bei der Wahl der 22 Delegierten für die Delegiertenversammlungen des A.C.S. wurden an Stelle der zurückgetretenen Herren Walder und von Schulthess die Herren A. Hulftegger, Stäfa und E. Wächter, Winterthur, und als neue Ersatzmänner die Herren Dr. Hoerni, Zürich-Altstetten, Hrch. Meyer, Zürich und Dr. A. Bosshard, Winterthur, gewählt. Ferner wurden als Vertreter in den neuen Zentralrat des A.C.S. bestimmt die Herren M. Gaesmann, F. Frey, Dr. Hasler, F. Steinfels und als Ersatzmann H. Hasler. Nach dieser harmonischen Durchführung des ganzen Wahlaktes konnte der Vorsitzende die Ernennung folgender Mitglieder zu Veteranen vornehmen: 0. .Haller, A. Hofmann, H. Jägli-Corti, H, Sax und A. Spoerry. Im Hinblick auf die am 7. April stattfindende Abstimmung über das neue Gesetz betreffend das Gerichtswesen wurde nach einem Referat von Hrn. W. Badertscher einstimmig und mit besonderem Nachdruck folgender Resolution zugestimmt: < Die Generalversammlung der Sektion Zürich hat von der am 7. April 1935 zur Abstimmung gelangenden Vorlage über die Abänderung des Gesetzes betreffend das Gerichtswesen im allgemei- Jahresbericht, der ein nen Stellung genommen. Im Gegensatz zu der bisherigen Gerichtsorganisation sieht das neue Gerichtsverfassungsgesetz vor, dass Anklagen über fahrlässige Tötungen in Zukunft nicht mehr durch dae Schwurgericht, sondern durch das Bezirksgericht mit Berufungsmöglichkeit an das Obergericht abgeurteilt werden sollten. Die Ueberlastung der Bezirksgerichte und insbesondere der Strafkammer des Obergerichtes als Berufungsinstanz, die durch die Vorlage nicht vormindert wird, bietet nicht die nötige Gewähr für die wünschenswerte, einwandfreie Abklärung des Tatbestandes. Dieser Aktenprozess bringt es auch mit sich, dass aus mangelndem persönlichen Kontakt mit dem Angeklagten die bedingte Verurteilung in der Regel aus generalpräventiven Gründen verweigert wird. Wenn schon der vorsätzliche Rechtebrecher, der unter Umständen wiederholt vorbestraft ist, einen Anspruch darauf hat, erst nach einem sorgfältigen schwurgerichtlichen Verfahren abgeurteilt zu werden, muss dieses Recht umso eher dem fahrlässigen Täter zugeständen werden. Die Generalversammlung des A. C. S. beschliesst dehalb, allen Verkehrsinteressenten die Verwerfung der Vorlage über die Abänderung de« Gesetzes betreffend das Gerichtswesen im allgemeinen zu empfehlen. » ' Die mit dieser Resolution verbundene Diskussion zeitigte deutlich, dass die Zürcher A.C.S.isten gewillt sind, der Tendenz, für die Automobilisten -zweierlei -Recht zu-schaffen, zu-opponieren. -- r .- Jr Auf erfolgte Anfrage hin gab der Vorsitzende bekannt, dass die städtischen Behörden den Schritten für Lärmbekämpfung im Strassenverkehr sympathisch gegenüberstehen und dass die Verkehrsliga beabsichtige, die Verkehrswoche Ende Mai 1935. durchzuführen. Am anschliessenden Nachteseen dankte Hr. Gassmann für die ehrenvolle Wahl zürn Sektionspräsidenten, während Hr. H. Wunderly dem abtretenden den verdienten Dank für seine ausgezeichnete Geschäftsführung in den letzten 5 Jahren aussprach. Hr. Hürlimann wird auch weiterhin dem Vorstand angehören. Mit dem nachfolgenden Lichtbildervortrag über «Eine Autoreise nach Schweden, Norwegen und Dänemark» machte Herr Dr. Weisbrod, Zürich, seinen Clubkollegen grösste Freude. Das war mal ein Lichtbildervortrag wie man ihn wünscht, ohne grosses Zutun, ohne jede Aufbauscherei, ohne unnützen Ballast, dagegen wohlgespickt mit einer reichsten Fülle persönlicher interessanter und amüsanter Reiseerlebnisse, waren doch die beiden Fahrer ausgezogen ohne Plan, quasi aufs Geratewohl, um viel zu sehen und zu kosten. V T. C. S. Eins Impflhlunu. Der T. C, S. ersucht die Automobilist«», dl» beabsichtigen, anläßlich der Osterfolertaie eine Auslandsreise zu machen, ajch schon jltüt dtVPn (U überzeugen, ob ihre Triptyks bzw. Qr«n»p»«ei»r«ch?inhefte zu dles«m Zeitpunkt noch ifUtif «ein Wirden. Allenfalli sollten diese Zolldokument» BOG!) vor der Karwochs bei den Geschäftsstellen des T. C. S. erneuert werden. Zu Ostern: Fermanenzdianst beim T, Ö, % Anlässlich der Osterftlertage wird der T, C. 8. am Karfreitag, Osterionn. und Montag am Zentral« sitz in Genf einen Permanenzdienst einrichten. Fernsprecher 43.344, Telegrammadresse: Touringsuisse. Jeder Automobilist muss bei Auslandsreisen mit folgenden Dokumenten versehen sein. 1. Schweizer-Freipass. 2. Triptyk oder Grenzpassierscheinheft. 3. Internationale Fahrausweise (Italien, Deutschland und Oesterreich verzichten auf diese Dokumente; in allen anderen Ländern und insbesondere in Frankreich müssen diese beiden Ausweise vorgewiesen werden). 4. Reisepass (für jeden Insassen). Jedes Kraftfahrzeug muss sein Nationalitätszeichen führen; schweizerische Wagen demnach die beiden Buchstaben CH, die entweder schwarz auf weissem Grund an die Karosserie gemalt sein oder in Form einer ovalen Tafel befestigt werden können. Autosektion Aargau AUTOSEKTION GLARUS. Einladung zur 8. Hauptversammlung Samstag, den 6. April 1935, 20.30 Uhr, im Clublokal, Hotel Schweizerhof, Glarus. Traktanden: 1. Protokoll der 7. Hauptversammlung; 2. Jahresbericht des Präsidenten; 3. Abnahme der Jahresrechnung, Bericht der Revisoren; 4. Festsetzung des Jahresbeitrages pro 1936; 5. Wahl des Vorstandes; 6. Publikationsorgan; 7. Beiträge an Verkehrsverein und Pro Klausen; 8. Arbeitsprogramm: a) Frühlingsfahrt, b) Schwesternfahrt, c) Sommerabendausfahrt, d) event. Besuch der Pneufabrik Pallas, Pfäffikon, e) Unterhaltungsabend; 9. Verschiedenes. Nach Schluss der Verhandlungen offeriert die Sektionskasse einen Imbiss, Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell Die Sport- und Vergnügungskommission hat bezüglich der Reiseziele für die diesjährigen Sommerausfahrten noch keine definitiven Entschlüsse gefasst. Für eine Auslandsfahrt käme die Weltausstellung in Brüssel (Bahnfahrt) oder Süddeutschland (Autofahrt) und für eine Schweizerfahrt das Jungfraujoch in Frage. Es ist sehr schwer, sich für das eine oder andere Projekt zu entschliessen, wenn man die Wünsche der event. teilnehmenden Mitglieder nicht kennt. Aus diesem Grunde soll diesbezüglich anlässlich der Generalversammlung unserer Sektion, we'fche Sonntag, den 7. April, nachmittags 3 Uhr, im Restaurant Hof in Wil stattfindet, diskutiert werden. Wir möchten Interessenten für unsere Ausfahrten bitten, an der Generalversammlung in Wil teilzunehmen. Autosektion Waldstätte Fz. Generalversammlung. Die ordentliche Generalversammlung vom Sonntag, den 31. März, vereinigte im Saale des Hotel Monopol-Metropol einen engern Kreis besonders aktiver Clubmitglieder. Der Präsident, Verwalter Helmlin, begrüsste die Anwesenden aufs herzlichste. Diskussionslos wurde das Protokoll der letzten Generalversammlung genehmigt, worauf der Vorsitzende den umfangreichen Jahresbericht pro 1934 verlas, der nochmals das ganz bedeutende Tätigkeitsprogramm der Sektion aufrollte, das sich u, a. aus gemeinsamen Clubfahrten, gesellschaftlichen Veranstaltungen und dem T. C. S.-Hilfsdienst zusammensetzt. Nach Ausführungen des Präsidenten soll die Verlegung des beweglichen Hilfsdienstes von den im Winter weniger frequentierten Hauptstrassen auf die Zufahrtsstrasse zum Wintersportgebiet Engelberg allgemeines Lob gefunden haben. Der Jahresbericht, in dem auch eine Vergrösserung der Sektion um 81 Mitglieder konstatiert wurde, fand allgemeine Zustimmung. Ebenso hatten die Rechnungsrevisoren die Jahresrechnung gutgeheissen und den verantwortlichen Vermögensverwaltern Döcharge erteilt. Der Bericht über das Office und Sekretariat werden erst mit dem Jahresbericht erscheinen. Im Hinblick auf die organisatorischen Veränderungen durch Bezug und Ausrüstung der neuen Bureaux wurde das Budget pro 1935 lebhaft besprochen, doch hatte die Diskussion vornehmlich informatorischen Charakter, so dass dasselbe in seiner ursprünglichen Form genehmigt wurde. Regem Interesse begegneten die Anträge über die Höhe des Sektionsbeitrages pro 1936. Die vorgeschlagene Erhöhung um Fr. 1.— drang bei der Abstimmung nicht durch. In der Ersatzwahl für den verdienten und zum Ehrenmitglied ernannten Dr. Real wurde als neues Vorstandsmitglied Gemeindepräsident von Reding- Falck gewählt. Die Zusammensetzung des Vorstandes hat sich auch dadurch verändert, dass der bewährte Organisator der grossen» Clubfahrten, Herr Ing. Schumacher, einstimmig in das Vorstandskollegium befördert wurde. Eine sehr "angeregte Debatte entwickelte sich über das Programm für das nächste Vereinsjahr. In der Präge der Auslandsfahrt einigten sich die Votanten, die mehrheitlich aber unverbindlich das Projekt einer Dolömitenfahrt guthiessen, dahin, dem Vorstande idje Kompetenz zum weitern Entscheide über Burchführung oder Abänderung zu überlassen. •-^"fn der anschliessenden Diskussion wurde u.a. die Initiative zum Versuch einer Selbstversicherung der Sektion ergriffen, die vom Vorstande mit einiger Skepsis an die Hand genommen wurde. — Die Verhandlung über den Ausbau des Cluborganes brachte der « Automobil-Revue» ein sehr lobendes Wort ein. — Eine kurze Anfrage betr. den Benzinzoll gab dem Präsidenten die Gelegenheit, die Stellung des T.C.S., als Gegner jeder, Erhöhung, zu bekräftigen. StusB «l«»m Yerbänclen CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Monafsvtrsammlung: Mittwoch, den 8. April 1935 findet im Du Pont, 1. Stock, 20.15 Uhr, die nächste Zusammenkunft statt. Alle Aktivmitglieder sind ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Vorgängig der Traktandenbehandlung eine Vorführung mit Erklärungen der Generalvertretung des Ueberholungs-Signal «Transvox». Im Interesse der Sache erwarten wir einen pünktlichen und zahlreichen Besuch. Auch unsere verehrten Ehren-, Frei- und Passivmitglieder sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen, sowie noch aussenstehende, gleichgesinnte Berufskollegen. Unter den zu behandelnden Geschäften folgt eine Bekanntmachung über eine Spende und deren Zweckbestimmung. Laut Antrag zur Wiedererstehung der Vereinsmusik, ersuchen wir alle musikalisch begabten Mitglieder und Freunde, sich umgehend anzumelden. Besucht regelmässig den Donnerstagabend-Stamm (20 Uhr) im Zeughauskeller, wo sich Jeder Über. die laufenden Vereinsangelegenheiten orientieren kann und yrp jeweils jede gewünschte Auskunft erteilt w|r4, Vorstand und Referent. Der Schweizerisch« Autostrassen-Verein (S.A.V.) hielt am 30. März unter dem Vorsitz von Herrn Regierungsrat Wenk (Basel) in Aarau seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. In seinem Eröffnungswort erinnerte der Vorsitzende an den mustergültigen Ausbau der Gotthardstrasse auf der Südseite und an die Bedeutung der ganzjährigen Offenhaltung des Julier und Maloja, wobei er der besonderen Verdienste der Herren Kantonsingenieur Sutter (Chur) und Oberkursinspektor Endtner (Bern) gedachte. In bezug auf die Alpenstrasseninitiative hob er hervor, dass darin für den S.A.V. eine Kardinalfrage der Passus bildet, der den Ausbau nicht auf die Alpenstrassen beschränkt, sondern auch die Zufahrtsstrassen einbezieht, da nur auf diese Weise die Möglichkeit der Verwirklichung der Fernverkehrsstrassenprojekte geschaffen wird. Nach' Genehmigung von Jahresbericht, Jahresrechnung und Budget für 1935 wurde eine zwanzigprozentige Herabsetzung des Mitgliederbeitrages für solche Kantone und Gemeinden gutgeheissen, die nicht schon von der vorjährigen Reduktion betroffen wurden. Sodann beantragte Stadtpräsident Lindt (Bern), es sei vom S. A. V. an die Kosten der Projektierung einer Umgehungsstrasse von Bern ein Beitrag zu leisten. Auf Wunsch von Dr. Lüthy (Brugg) wurde der Beschluss in der Weise erweitert, dass der Arbeitsausschuss die Studien auch zu andern Strassenbauten angemessen subventionieren kann, sofern es sich dabei um Fernverkehrsstrassen handelt. An Stelle des verhinderten Kantonsingenieurs Zoppi (Bellinzona) gab Kantonsingenieur Keller /Zürich) an Hand,-ausführlicher Pläne eine Uebersicht über die bereits geleisteten und noch bevorstehenden Ausbauarbeiten auf der Südrampe des Gotthard. Weiterhin referierte Dr. Gubler (Basel) über das Projekt der Studienfahrt 1935 für Mitglieder des S. A. V., die drei Tage (Samstag bis Montag) umfassen und von Luzern nach Lugano zur Besichtigung der Gotthardstrasse, des Monte Ceneri und der neuen Gandriastrasse führen soll, während die Rückfährt durchs Centovalli, Simplon, Grimsel und Brünig nach Luzern vorgesehen ist. Sodann hielt Dr. Heller (Luzern) einen mit grossem Beifall aufgenommenen Filmvortrag über die letztjährige Studienfahrt des S. A. V. nach Belgien, Holland und den deutschen Reichsautobahnen. Der Vorsitzende schloss die Mitgliederversammlung mit dem Wunsch, dass sich ebenso wie 1934 auch an der diesjährigen Studienfahrt Strassenbehörden, Strassenbauer und Strassenbenützer zu gegenseitigem Verstehen zahlreich zusammenfinden möchten. Q Ersatzbrennstoffe im Fahrzeugbetrieb. Am letzten Donnerstag sprach in Bern auf Einladung der Ortssektion Bern des Schweizerischen Techniker- Verbandes Professor Dr. Schläpfer, Vizedirektor der E. T. H., über Ersatzbrennstoffe im Fahrzeugbetrieb. Wie man weiss, hat der Referent als Leiter der Versuche der Schweizerischen Gesellschaft zum Studium der Ersatzbrennstoffe der Förderung dieser Spezial-Wissenschaft grosse Dienste geleistet. Seine Kompetenz zur Behandlung einer der wichtigsten gegenwärtigen Fragen des Motorfahrzeugbetriebes und des interessanten Thema an sich versammelten denn auch die ungewöhnlich grosse Zahl von etwa 100 Zuhörern im grossen Saal des Bürgerhauses. Einleitend machte der Referent darauf aufmerksam, dass die Frage der Verwendung von Ersatzbrennstoffen bis heute noch nicht restlos abgeklärt ist. und dass die Zukunftsentwicklung noch offen steht. Der Vortrag musste sich deshalb darauf beschränken, einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der einschlägigen Technik zu geben. Die Verwendbarkeit eines Ersatzbrennstoffes hängt von zahlreichen Faktoren ab. Grösste Bedeutung haben vor allem der Energieinhalt und der Ablauf der Verbrennung. Eine grosse Rolle spielen weiter die Bequemlichkeits-Anforderungen, und schliesslich muss in allen Fällen die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden. Es ist zu unterscheiden zwischen Ersatzbrennstoffen, die nur im Notfall brauchbar sein sollen, und solchen, die dem Benzin ebenbürtig sind. Wichtig ist ausserdem, ob der Brennstoff in einem speziell angepassten Motor oder in einer schon bestehenden, nur oberflächlich abgeänderten Maschine verbraucht werden muss. Zieht man nur Brennstoffe in Betracht, die im Notfall im Inland gewonnen werden könnten, so interessieren vor allen das Holz und der A1 - k o h o 1. Alkohol hat von vornherein eine sehr grosse Eignung. Der Wärmeinhalt des Alkohol-Luftgemisches ist hoch, die Gemischbildung einfach. In entwässertem Zustand lässt sich der Alkohol auch ohne weiteres mit Benzin oder Benzol zusammen verwenden. Die anfänglichen Schwierigkeiten seiner Entwässerung sind heute praktisch überwunden. Durch moderne Apparaturen ist es möglich, einen 99,7prozentigen Alkohol in einem Arbeitsgang herzustellen. Für den Alkohol sprechen die grossen in der Schweiz verfügbaren Mengen, die den Vorrat an Benzin noch bedeutend übersteigen, spricht die Einfachheit der Abänderung der Motoren, die praktisch aus dem Auswechseln der Düsen und des Lüfttrichters im Vergaser besteht. Alles in allem hat man im Alkohol einen vorzüglichen Ersatzbrennstoff zur Hand. Technisch ist das Problem vollständig gelöst, und durch Mitwirkung des Staates, wie es in Frankreich, Deutschland und Oesterreich geschieht, ist auch die Wirtschaftlichkeit der Betriebsart erträglich. Aehnliches gilt vom Betrieb mit gasförmigen Brennstoffen, wie Leuchtgas, Butan, Propan usw Nimmt man das Gewicht der Stahlflaschen in Kauf, in denen die Gase komprimiert mitgeführt werden müssen, so steht in technischer Hinsicht einem einwandfreien Betrieb nichts im Weg. Allerdings fehlen heute noch die nötigen Tankstellen. Von den festen Brennstoffen kann für unsere Verhältnisse als Ersatzbrennstof nur Holz in Betracht kommen. Mit Rücksicht auf unsere grossen Waldbestände ist die Idee des Holzgasbetriebes bestechend. Schon theoretische Ueberlegungen zeigen jedoch, dass hier mit grösseren Schwierigkeiten gerechnet werden muss. Der Gemischheizwert des Holzgases liegt auch im günstigsten Fall bedeutend niedriger als derjenige der anderen Brennstoffe. Selbst wenn man das Holzgas in besonders hochkomprimierenden Motoren verwendet, was dank seiner hohen Kompressionsfestigkeit ohne weiteres möglich und auch angezeigt ist, kann ein Leistungsabfall nicht vermieden werden. Schwierigkeiten macht ausserdem die Erzeugung eines genügend gleichmässigen Gasgemisches. Die grossen notwendigen Zusatz-Luftmengen erschweren die Regelung. Wird dem Betrieb nicht das nötige Verständnis entgegengebracht und die Apparatur nicht sehr sorgfältig gepflegt, so sind grosse Leistungsverluste und empfindliche Störungen unvermeidlich. Bei einem nicht überdimensionierten Motor, wie er normalerweise für Holzgasbetrieb benützt werden sollte, kann dann das Fahrzeug auch einfach stecken bleiben. Als ungünstig hat sich vor allem nasses Holz und Holz von sehr verschiedener Korngrösse herausgestellt. Durch mangelhafte "Anlage oder Wartung der Reiniger oder durch falsche Behandlung des Generators können grössere Mengen Flugasche in den Motor geraten, welche die Schmierung schädigen, die Ventile am Schliessen hindern und die Gaskanäle verstopfen. Ein weiteres Problem bildet die Gestaltung und Unterbringung des Generators und der' Reiniger Die beste, weil auch anpassungsfähigste Vergasung ergibt bis jetzt der Imbert-Generator. Eines der Kernprobleme des Generatorbaues besteht darin, einen Verbrennungskorb zu finden, der genügend feuerfest und zudem leicht auswechselbar ist. Je enger der Korb, um so besser die Vergasung,,um so grosser aber auch die Korbbeanspruchung. Die Bestrebungen der Zukunft werden darauf gerichtet sein müssen, die Amortisationszeit der Generatoren zu verlängern und, wenn möglich, den Holzpreis, der gegenwärtig durchschnittlich 5 Rp. pro Kilogramm beträgt, noch weiter herabzusetzen. -s* Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. (im Militärdienst abwesend.) W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.