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E_1935_Zeitung_Nr.030

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Lippen bewegen sich

Lippen bewegen sich nicht): Mutter, ist es möglich? Du wirst das Martyrium nie begreifen, das du uns bereitet hast Jesus hat aus heldischem Willen die Marter erduldet, wir aber mussten länger leiden und ohne die Waffe des Mute. Wir sahen uns einem Ungeheuer gegenüber, der Verlassenheit, dem Hunger. Wir hatten niemanden zur Seite, der unsere Tränen trocknete, uns in Liebe anblickte. Als •wir unter dem Kreuz zusammenbrachen, da starrten uns nur die vier Wände einer Kellerwohnung an. Kein Laut drang zu uns. Unser verzweifeltes Rufen blieb ungehört. Ich kratzte meine Finger wund an der Tür. Nun kann ich nicht länger. Was treiben die Menschen wohl jetzt? Sie haben andere Sorgen. Sie kümmern sich um Politik, nicht ein einziger des Millionenvolkes weiss jetzt von uns. Du echläfst jetzt mit deinem zwanzigjährigen Geliebten, kannst du schlafen? Könnte ich dir durch alle von dir versperrten Türen die von Frost erstarrten, von Hunger verdorrten Finger zum Abschied hinhalten —! Du weisst gar nicht, Mutter, wie dein Fall, unser Fall bedeutsam ist für diese Zeit! Erinnerst du dich an den Massenmörder Haarmann? Der Name Jünemann verdient das gleiche Schaudern. Es sind Namen dieses elenden Jahrhunderts. An der Pforte des Todes. Mutter, alles Leben begreifend, weiss ich: wir vier waren ins Leben geschickt, um der Menschheit den Spiegel vorzuhalten! Leb' wohl —> Das Kind ruft es mit reglosen Lippen durch die Vision. Da schlägt ein Mann, Frau Jünemanna Schwager, das Fenster ein und kriecht in die Wohnung. Bernhard Jünetnann, der 200 Stunden ohne Essen war, ohne Wärme, der tagelang mit zwei toten Geschwistern hauste und gegen vier Wände und eine Tür anrannte, wankt ihm entgegen. Er ist nur mehr ein Knochengerüst. Sein Kopf ist mit einer weissen Haut überzogen, die Augen liegen tief im Kopfe, wie ein kleiner Totenschädel ist es... Der Junge kann nur noch mit eingeknickten Knien gehen und nur, indem er sich an Möbelstücken festhält. Inge liegt mit glasigen Augen. Der eineinhalbjährige Wolfgang inuss einen entsetzlichen Todeskampf erlitten haben, denn er hat sich anscheinend vor dem Tode noch einmal aufzurichten versucht, dann sank der Oberkörper auf den Unterkörper, so dass der Kopf auf den Beinen liegt... «— und nach dem Obduktionsbefund wog Inge 3*S kg, Wolfgang 7 kg, Bernhard 10 kg. Der Säugling hatte eine eitrige Bronchitis, Wolfgang einen Mittelohrkatarrh, Bernhard eine schwere Lungenentzündung. Diese Krankheiten aber hätten nur das Leiden vermehrt, der Tod sei nur durch Hunger und Durst herbeigeführt worden. Die Körper waren vollkommen ausgetrocknet, wie dies bei Verschmachtungstoten typisch ist» — Der Mann trägt Bernhard ins Krankenhaus. Die Hausbewohner schreien laut auf vor Entsetzen, als eie den Knochenknaben sehen ... Man flösst ihm Milch ein. Mit versagender Stimme wimmert der Junge: «noch mehr Milch.» Man reicht ihm noch Milch — noch also erfährt das armselige Kind eine menschliche Liebkosung, ehe die schaurige Vision mit dem Tod des völlig entkräfteten Lebewesens abbricht, nur um morgen und allnächtlich und immer wieder ein verstocktes Herz aus dem Schlafe zu stören... Der nächste «Autler-Feierabend» erscheint als stark erweiterte Oster-Sondernummer. &ttt utopische SBetcachtunq. JCeiti üüenzin mefvt... Ueber 30 Millionen Automobile zirkulieren auf unserer Welt. Sie alle leben aus Benzin und Oel, den beiden Brennstoffen, die im Grunde genommen aus derselben Quelle herauszischen; sie alle fahren täglich uneingeschränkt, nach Lust und Laune des Besitzers, und verwandeln ihre Triebstoffe in Arbeit und Wärme. Da der grösste Teil der Automobile aus des U.S.A. stammt, wo weder Klein- »och Kleinstwagen gebaut werden, dürfen wir mit gutem Gewissen annehmen, dass die durchschnittliche Leistung eines Wagens zirka 50 PS erreicht. Also existieren über 30 Millionen Autos mit einer mittleren Leistung von 50 PS. Wollen wir die Multiplikation wagen? 50 mal 30 Millionen... Lieber nicht, denn unter der enormen Anzahl von PS, die wir erhalten würden, könnte sich doch niemand ein richtiges Bild machen, und nebenbei spielt es ja auch gar keine Rolle, welches, die Gesamtleistung aller' Automobile zusammen sein mag, solange wir noch über Benzin und Oel... verfügen. Doch wenn mal die Petroleumquellen ausgesprudelt haben ? Wenn sie nur noch tropfweise ihr köstliches Nass von sich geben? Was dann? Nun, dann bleibt uns noch die Kohle. Gewiss, doch wenn auch diese bis zum letzten Broschen ausgebeutet ist? Ja, dann fahren wir halt mit Elektrizität. Diese geht nie aus, wenigstens nicht, solange wir über Wasserkräfte verfügen. Richtig. Aber genügen diese Wasserkräfte? Genügen sie, dass ein jeder Automobilist täglich fahren kann, solange es ihm gerade angenehm ist? Nein, auch die gesamten Wasserkräfte der Welt vermögen nicht eine dauernde Leistung von 50 mal 30 Millionen PS abzugeben. Folglich wird das Autofahren eingeschränkt werden müssen. Wie wir während des Krieges Brot- und Zuckerkarten erhielten, so werden unsere Nachkommen mit Automobiltreibstoffkarten beschert werden. Wenn wir im Wagen bequem dahinsausen, denken wir hie und da daran, was uns unsere liebe, gute Erde alles geschenkt hat; der ganze Wagen stammt von ihr; nicht nur das Eisen und das Holz hat sie uns gegeben, damit wir Autos bauen körinen, nein, auch noch den Betriebsstoff dazu. Aber sie hat nur einige Generationen ausgewählt, denen sie diese Güter zur Verfügung stellt, und zu diesen Generationen dürfen wir uns zählen. Zufall, kann man sagen, aber solche Zufälle soll man schätzen. -es. AUTOMOBIL-REVUB 1935 — JN2 30 Bewerber wurden von einer ärztlichen Kommission, die aus nicht weniger als 35 Kapazitäten der Medizin bestand, hinsichtlich ihrer Gesundheit wirklich auf Herz und Nieren geprüft. Unter mehr als 11,000 Bewerbern ging, wie englische Blätter melden, der sech- Morgan umgeht die Erbschaftssteuer. John Pierpont Morgan, einst Bankier derWelt, macht Bilanz. Die letzte Bilanz, sein Testament. Der 68jährige Finanzmagnat, trotz zehnjährige Leland Monasmith als Sieger seiner enormen, durch die Wirtschaftskrise hervor, der von dem ärztlichen Kollegium bedingten Verluste noch immer einer der als der gesündeste Junge Amerikas bezeich-« reichsten Krösusse der Welt, will sich nunmehr endgültig aus der Oeffentlichkeit zu- Technikerlehrling, hat jedenfalls auf Grund net wurde. Leland Monasmith, ein junger rückziehen und seinen Lebensabend in ruhiger Beschaulichkeit, fern von dem fieberhaf- nächsten Jahre ausgesorgt. Denn ausserdem seines Sieges in diesem Wettbewerb für die ten Treiben der Millionenstadt, als Privatmann ausgesetzten Siegespreis von 5000 Dollar verbringen. Bevor er jedoch Amerika verlässt, müssen noch zahlreiche geschäftliche von einer Reklamegesellschaft bekommen, die hat er sofort einen mehrjährigen Vertrag Verbindungen liquidiert, sehr bedeutende Immobilien in Geld verwandelt werden. Bei hohe Monatsrente zur ausschliesslichen Be- ihm sein Bild und seinen Namen gegen eine dieser Finanzoperation hat der alte Herr auch nutzung abgemietet hat. Es werden daher sein© Erben nicht vergessen. schon in Kürze wahrscheinlich die verschiedenartigsten amerikanischen Nahrungsmittelfabriken ihre Erzeugnisse nur mehr in gros- John Pierpont Morgan hat beschlossen, einen Teil der Riesenbeträge, die er seinen sen Plakaten ankünden, auf denen zu lesen Nachkommen hinterlassen will, diesen schon ist: Der gesündeste Junge Amerikas isst nur jetzt auszubezahlen. Zu diesem Schritt hat X-Y-Haferflocken oder Z-Marmelade. den Exkönig der Bankiers eine praktische Erwägung bestimmt Die Gesetzgebung der U. S. A. schreibt eine sehr hohe Besteuerung Wahrer Heroismus. grosser Erbschaften vor. Für derartige Millionenbeträge, wie sie hier in Betracht kom- Beteiligten gelingen konnte, wird aus einer Eine Rettung, die nur durch Hingabe aller men, ist nicht weniger als ein Drittel der abgelegenen Ortschaft in Jämtland gemeldet Gesamtsumme als Erbschaftssteuer vorgesehen. Da Morgans Barvermögen, seine Be- Männer in fast ununterbrochener Arbeit, eine Drei Tage und drei Nächte lang versuchten teiligung an verschiedenen Industrieunternehmungen, der Wert seiner zahlreichen nächste Stadtkrankenhaus zu bringen, wo die lebensgefährlich erkrankte Frau in das Häuser und Kunstschätze auf einen Betrag Kranke operiert werden sollte. Die Gegend von über 300 Millionen Dollar • geschätzt war völlig eingeschneit, riesige Schneemauern türmten sich auf den Wegen auf. Das wird, würde der Staat mehr als 100 Millionen an Erbschaftssteuern behalten und denherbeigerufene Sanitätsflugzeug konnte da- Erben «bloss» eine Summe von 200 Millionen Dollar ausbezahlt werden. John Pierpont Morgan baut nun vor. Der Staat wird seine 100 Millionen Dollar nicht zur Gänze bekommen, da Morgan den Erlös seiner Häuser, seiner Güter und seiner Kunstschätze schon jetzt, zu Lebzeiten, seinen Kindern und Enkelkindern zum fürstlichen Geschenk macht. her nicht in der Nähe des Hauses landen, sondern musste auf einem zugefrorenen See eine Meile von dem Ort entfernt niederge- < hen. Der Mann der Kranken fuhr auf Skiern zu einem Nachbarn, viele Kilometer weit, im Schneesturm, um ein Pferd zu leihen. Als er dort ankam, war das einzige Pferd an einen anderen Besitzer verborgt. Daraufhin transportierte man die Kranke auf einem Schlitten, den ein Pony und der Mann zogen. Nach unsäglichen Schwierigkeiten erreichte Der gesündeste Junge Amerikas. man auch das Flugzeug. Jetzt aber konnte Die Wettbewerbsmanie in den Vereinigten die Maschine nicht starten, weil der See dicht Staaten nimmt immer groteskere Formen an. mit Schnee verweht war. Es wurde ein ebenfalls weit entfernt wohnender Arzt alarmiert, Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht auf irgendeinem Gebiet der schönste, beste der sofort mit Schneeschuhen aufbrach und oder, klügste Mensch gesucht wird. unterwegs noch Waldarbeiter aufrief, die So hat in den letzten Tagen ganz Amerika auch mitfuhren um zu helfen, das Flugzeug ein Wettbewerb in Aufregung versetzt, bei flott zu machen. Stundenlang arbeiteten alle dem der gesündeste Junge der U. S. A. gesutht wurde. Die Wettbewerbsbedingungen an der Freischauflung des Apparates. Endlich, nach 72 Stunden, konnte das Flugzeug waren verhältoismässig streng. Beteiligen aufsteigen und die schon bewusstlose Fraa ins Krankenhaus bringen, wo die sofort vorgenommene Operation glückte. durften; sich nur amerikanische Jungen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, und alle : Dr. Ernst Richters Alle techn. Neuerungen. Besserer Empfang als im Hause. Preis excl. Montage Fr.495.- Wir montieren Ihnen Innert weniger Stunden einen AUTO- RADIO erprobtet Modelle wie ATWATER-KENT oder PHILIPS, die den erhöhten Anforderungen, die der Empfang im fahrendem Wagen stellt, voll entsprechen. Wir verfügen über mehrj. Erfahrung. Vorführung im fahrenden Wagen bereitwilligst. Telephon 21.633 zuverlässig, angenehm, unschädlich 4« Packung Fr. 2.-, 10 er Packung Fr. 4.50. Verkauf in allen Apotheken. Prospekt-Versand gratis und diskret durch die Generalvertretung für die Schweiz: Hempel — Zürich 25 — Tel. 72.627 lioscnenen BAHNHOF BÜFFET Umladest eile füi die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. 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-1935 AUTOMOBIL-REVUE 15 %)ie Aus$tug&zeU (beginnt und damit entstehen auch wieder neue zu verschiedenen Kombinationszwecken herangezogen werden, also noch immer eine Modesorgen. Natürlich ist es nicht notwendig und auch nicht üblich, bei einem Ausfluge modisch « brillieren > zu wollen; trotzsten einfarbigen Stoffen dürften wohl die gewisse Rolle spielen. Zu den erfolgreichdem aber bereitet jeder Frau das Gefühl, Kamelhaargewebe gezählt werden, die für auch in diesem Falle vorteilhaft auszusehen, sportliche und Reisemäntel vielfach Verarbeitung finden und insbesondere in Form der grosse Freude und bietet ihr überdies auch eine gewisse Genugtuung. (Die Genugtuung, losen, langen Jacken grössten Beifall ernten. trotz äusserster Sparsamkeit das Kunststück Wir zeigen in unserer Zeichnung ganz erlernt zu haben, mit kleinen Mitteln eine aussen rechts einen Dreiviertel-Raglan aus reizvolle Aufmachung zusammenzustellen.) Kamelhaar mit einem Bindekragen aus gleichem Material und lenken damit auch die Bei der Ausflugskleidung ist' praktische Verwendbarkeit das Wichtigste; das heisst Aufmerksamkeit auf die heuer sehr beliebte mit andern Worten, dass das Modische immer in den Hintergrund treten muss, wenn dell ihre Wirkung verfehlt! Stepparbeit, die bei keinem sportlichen Mo- es sich um «Zweckdienlichkeit» handelt. Klein-karierte Stoffe eignen sich insbesondere für die Jackenkleider, die man seit je- Gerade in der richtigen Verbindung dieser beiden Faktoren aber vermag sich die Begabung des Modekünstlers und der Geschmack man natürlich auch in der Stadt trägt). her für Ausflüge gerne heranzieht (und die der Frau zu bewähren. Durch einen breiten Gürtel und durch aufgelegte Seitentaschen erhalten solche an Natürlich soll, wenn die neue Ausflugstind Wochenendausstattung zusammengestellt sich sehr schlichte Modelle eine nette Bereicherung. Der gerade Rock bringt in wird, vor allen Dingen auf Verarbeitung der widerstandsfähigen Materiales Bedacht genommen werden, denn ein Stoff, der durch starke Inanspruchnahme oder durch Feuchtigkeit Schaden nimmt, könnte niemals das Richtige sein. Die Mehrausgabe, die sich hier als notwendig erweist und die man sonst zu vermeiden bemüht ist, wird sich gerade in diesem Falle bezahlt machen, denn dauerhaftes Material (das überdies noch den Vorteil besitzt, der Mode nicht allzusehr unterworfen zu sein) wird sich unter allen Umständen bewähren und wird einem viel mehr Freude bereiten, als ein Gewebe, das vielleicht im ersten Augenblick durch seine nette Wirkung besticht, nach längerem Tragen aber zu einer schlimmen Enttäuschung führen muss. Im allgemeinen zieht man für sportliche Zwecke gemustertes Material dem einfarbigen vor, das viel empfindlicher und daher auch unpraktischer ist. Karierte, gestreifte und in-sich-gemusterte, also gesprenkelte Stoffe sind daher in der Sportmode vorherrschend, ob zwar auch einfarbige Materialien steht beispielsweise eine Umhülle, wie WIT sie im zweiten Bilde von rechts darstellen. -Mit Ausnahme der neuartigen « Spangenverschlüsse», der hellen Aufschläge und Landsknechtstulpen (die man hin und wieder aus dem sehr strapazfähigen, seltsam genarbten Schweinsleder herstellt, aus dem auch moderne Sporthandschuhe verfertigt erscheinen) wird auf jede weitere Garnierung verzichtet, so dass die Wirkung lediglich aus dem schönen Frühjahrsmateriale und aus dem vorteilhaften Schnitt geholt wird. Es kann nicht oft genug erwähnt werden, dass es sehr wichtig ist, bei Strapazkleidungsstücken auf jeden erlässlichen Effekt zu verzichten, weil ja nur dann eine Ausstattung entstehen kann, die — von allem Krimskrams befreit — sportliche Eleganz verrät Ein viel zu selten behandeltes Kapitel w die Beschuhung, die wir in diesem Zusammenhange nicht vergessen wollen: Gerade im Frühjahr, wenn die Strassen aufgeweicht und die Wege geradezu grundlos werden, braucht man einen verlässlichwasserdichten Schuh, ohne den der Ausflug kein Vergnügen, sondern eine Qual ist! Es gibt heuer sehr nette, zwar sportlich-derb gehaltene, aber doch keineswegs plump wirkende Ausflugsschuhe, die sich einer guten Sportaufmachung in vorteilhaftester Weise anpassen. R. H. Ulodischc MeiaigMten per < Schmetterlings-Kragen » Ist eine der reizvollsten Garnierungen, die jedem Stoff- oder Seidenkleide einen frühlingshaften Anstrich zu geben vermag, was gerade jetzt, wenn es gilt, die «alten Bestände aufzufrischen », ausserordentlich wichtig erscheint. Man sieht in unserm Bilde ganz deutlich, wie durch eine einfache «Welle» aus dem die verschiedenen Handtaschen zur Verwendung gelangender Tierfiguren. Wie entzückend ist z. B. eine dunkle Handtasche mit abschliessender Metallvorderen Mitte eine Knopfleiste, die beim Wandern geöffnet werden muss, um das freie Ausschreiten nicht zu behindern (Fig. links aussen). Wenn wir früher die Zusammenstellung einfarbiger und gemusterter Materialien erörterten, meinten wir damit eine Kombination in der Art unseres zweiten Bildes von links, das sich als Vereinigung eines dunkelbraunen Stoffrockes mit einer gleichfarbigen Flanellbluse darstellt, wobei dieses Blusenkleid mit einem kräftigkarierten, mit grossen Knöpfen verschlossenen Jäckchens in Verbindung gebracht wird, das mit hellem, bei den Aufschlägen sichtbar werdenden Materials, eingefüttert ist. Wer auf Kontraste Wert legt und sich von der Kleidsamkeit dieser Mode überzeugt hat, wird sich mit diesem Gedanken gewiss gerne beifreunden. Die modernen gestreiften Stoffe lassen selbst bei einfachster Machart eine sehr nette Wirkung erreichen, besonders wenn es sich um ein diagonal-gemustertes Material handelt. Mit Hilfe solcher Gewebe entwiss nicht nur den Kragen, sondern auch die Aermel verändern wollen und könnte anstatt der langen Form eine geschweifte, dreiviertellange Type wählen, die — wie dies im Bilde angedeutet wird — ebenfalls durch eine kleine « Schmetterlingsmasche» abgeschlossen erscheint. In Uebereinstimmung mit dieser Garnitur könnte auch der Gürtel In weiss gearbeitet sein und — ebenso wie die Kragenpartie — mit Metallmotiven verschlossen werden. h. Handtaschen mit Tiermotiven. Seit langer Zeit schon spielen Tierembleme in der Mode eine sehr wichtige Rolle, gleichviel, ob sie als Hutschmuck, als Klips oder als-beliebtes Anhängerchen am «Bettelarmband » verwendet werden, oder gelegentlich sogar als gesticktes Emblem ein Stoffkleid zieren. Zu den fesselnden Erscheinungen der Frühjahrsmode gehören die für Kragen eine geschmackvolle «Schmetterlingsmasche» entsteht. Gelegentlich der Neugarnieruntr dimk'er KMder wird man geschiene, der ein aus Ebenholz geschnitzte^ «Dackel» als Handgriff dient. ...oder das gesteppte SeidenmodeH mit seiner « Schmetterlings-Schliesse »„. eine Anregung, die wir zum Frühjahr gerne aufgreifen wollen! ...und schliesslich die fa sportlicher Art gesteppten Handtaschen mit dem aus glänzendem Metall hergestellten « Katermotiv »* die den Beweis dafür erbringen, wie wichtig selbst bei einfachen Entwürfen ein lebhafter Akzent sei! Wir haben alle diese in Modekreisen eingehend erörterten Neuheiten im Bilde fest» gehalten. H. Qie sdüanke £inie d&t, passieaiextea Wie wird man sein Uebergewicht los? Wie erreicht man die vielbegehrte schlanke Linie? Die Mitglieder einer Londoner Tanzgruppe, die in einer Reihe von Kabaretten Gastspiele absolvierten, geben in einem Londoner Blatt darüber Auskünfte. Es handelt sich um Mädchen zwischen fünfzehn und äreiundzwanzig Jahren, hochgewachsene, schlanke Geschöpfe, biegsam und geschmeidig, voll bezaubernder Grazie. Miss Babs Bartram, eine entzückende blauäugige Blondine, verneinte die Frage, ob sie einer bestimmten Diät huldige, und erklärte: «Ich lasse es mir ausgezeichnet schmecken. Ich glaube, ich verdanke meine Schlankheit dem Umstand, dass ich eine passionierte Fussgängerin bin. Autobus, Untergrundbahn oder Taxi existieren für mich nicht. Ich lege grundsätzlich jeden Weg zu Fuss zurück, was bei den riesigen Londoner Entfernungen viel besagen will. Sogar nach der Vorstellung fahre ich keineswegs im Taxi oder «on the top of a bus» nach Hause, wie viele meiner Kolleginnen, sondern marschiere stramm, und ich bin gar nicht böse, wenn mir ab und zu ein Herr — vorausgesetzt, dass er nett und nicht gar zu zudringlich ist — versichert, ich sei bildhübsch und er würde mich gern begleiten. Diese Wanderungen kreuz und quer durch London sind für meine schlanke Linie wichtiger als.Tennis, Fechten und alle die anderen Sporte, die uns von Hygienikern so nachdrücklich empfohlen werden. Was mir aber die Hauptsache ist: die ausgedehnten Fussmärsche entheben mich von der Notwendigkeit, beständig die Speisekarte studieren und mir den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, wie viel Kalorien ich mir bewilligen dürfe. Ich esse, was mir schmeckt und bleibe dabei schlank. Noch stärker als meinen Londoner Spaziergängen bin ich selbstverständlich meinen Gebirgswanderungen und meinen Schwimmwochen während des Urlaubes zu Dank verpflichtet. In dieser Zeit werde ich von jedem entbehrlichen Dekagramm befreit.» Immerhin so ganz tief wird PRIVATKOCH SCHULE VON ELISABETH FÜLSCHER PtATTENSTRASSE 86 ZÜRICH 7 TELEFON 24.4BI KURS 3. Juni Koch-Buch. III. Auflage, neu ersch., Fr. 12.- 24. 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