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E_1935_Zeitung_Nr.031

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Lehren aus einem Unfall.

Lehren aus einem Unfall. Der entsetzliche Unfall, der sich am letzten Sonntag beim Bergrennen von Chateau-Thierry ereignete, hat erneut gezeigt, dass die Sicherung der Zuschauer bei Automobilrennen immer wieder krass vernachlässigt wird. Sogar ein begeisterter Autosportler kann nach einer solchen Katastrophe dazu kommen, die Existenzberechtigung der Rennen zu bezweifeln. Die Veranstaltung von Chateau-Thierry führt bekanntlich über einen Kilometer und wird mit stehendem Start ausgetragen. Das Reglement verlangt jedoch, dass der Wagen auch am Ziel angehalten werden muss. Die Bremsen spielen also eine grosse Rolle und der Zweck des Rennens liegt eigentlich darin, die Aufmerksamkeit der Konstrukteure speziell auf dieses Gebiet zu lenken. Doch was es für eine Gefahr bedeutet, bei einer Geschwindigkeit von über 150 km/St, plötzlich abzustoppen, weiss ein jeder Automobilist. Mit Leichtigkeit kommt der Wagen ins Schleudern. Aus diesem Grunde müssen die Organisatoren eines Rennens dafür besorgt sein, dass solch gefährliche Punkte gar nicht betreten werden können. Man muss allerdings zugeben, dass es immer noch Zuschauer gibt, die sich bewusst mit besonderer Freude da aufstellen, wo es am gefährlichsten ist. Die Sicherheit der Zuschauer muss heute bei der Anlage der Rennpiste zuallererst berücksichtigt werden. Katastrophen, wie die von Chateau-Thierry dürfen nicht mehr vorkommen, wenn sich der Autorennsport nicht schwer schaden will. Die Zuschauer müssen vor Gefahren geschützt werden, und zwar ohne Rücksicht auf dadurch entstehende Mehrkosten oder Mehrarbeit. Glücklicherweise werden in unserem Lande die Vorsichtsmassregeln strenger gehandhabt als in Frankreich, das in dieser Beziehung nie ein Vorbild war. Die Lehren des furchtbaren Unglücks dürfen allerdings überall beherzigt werden. -es Internationale Prüfungsfahrt Paris-Nice. Für die am nächsten Samstag beginnende Prüfungsfahrt Paris-Nice sind insgesamt 53 Meidungen eingegangen. Die wichtigsten unter ihnen sind : In der Klasse 750—1100 cetn, Mlle Luca (Singer); in der Klasse Rouault (Delahaye), Florimond (Hotchkiss), Trevoux (Hotchkiss), Mlle Lamberjack (Ford). In der Kategorie Lastwagen starten Whitechurch (Saurer) und Lamberjack (Saurer). Viele unter den Gemeldeten, deren Wagen mit einem Radioempfänger ausgerüstet sind, beteiligen sich an der mit der Prüfungsfahrt verbundenen speziellen Radiokonkurrenz. Nuvolari fährt mit dem zweimotorigen Alfa Romeo 340 km/St. In Anwesenheit von einigen Mitarbeitern und Technikern unternahm Nuvolari am letzten" Mittwoch auf der Autostrasse Brescia-Bergamo mehrere Versuchsfahrten mit dem neuen zweimotorigen Alfa Romeo. Mit Leichtigkeit erreichte der Motor seine höchste Tourenzahl von 5500 Umdrehungen in der Minute, was bei einer Dimension der Hinterradreifen von 19X6,5 und einem Uebersetzungsverhältnis von 20/22 einer Geschwindigkeit von 341 km/St, entspricht. Um dieses überraschende Resultat zu kontrollieren, Hess Nuvolari seinen Wagen nachträglich mit 4500 Touren laufen, was eine theoretische Geschwindigkeit von 279 km/St, ergeben sollte. Nachmessungen mit Chronometern bestätigten die Richtigkeit der theoretischen Geschwindigkeit, die von der praktischen nur zirka zwei Kilometer abwich. Die Bremsleistung des neuen Wagens beträgt 540 PS. Der Benzinzollsegen. Alljährlich um die die Kantone Uri, Nidwalden, Schaffhausen, Osterzeit herum fällt der Bundesbehörde die Appenzell J. Rh. und Genf kleinere Beträge angenehme Aufgabe zu, einen Teil der ge-ausbezahlwaltigen Einnahmen, die der Bund aus der erhalten, während alle übrigen enormen Belastung des Benzins flüssig zu machen versteht, an die Kantone zu verteilen. Ohne diese Subventionen wären die einzelnen Stände und unter diesen vor allem die Hüter unserer Gebirgsstrassen niemals in der Lage, die an sie gestellten strassenbautechnischen Aufgaben auch nur einigermassen erfüllen zu können. Laut Gesetz erhalten die Kantone vom Benzinzollviertel des Bundes zwei Drittel auf Grund ihres 1500—2000 cem, Ogez (Alfa Romeo); in der prozentualen Anteils an den kantonalen Klasse 2000—3000 cem, Legre (Panhard), Strassenbauausgaben der letzten drei Jahre Mme Dubuc-Taine (X), Sommer (Alfa Romeo), Siko (Bugatti), und endlich in dersennetzes. Nachdem der Bundesrat mit Be- und ein Drittel nach der Länge ihres Stras- Klasse 3000—5000 cem, Mähe (Bugatti), schluss vom 1. März den Verteilungsschlüssel für diesen Drittel auf die Dauer von 5 Mme Schell (Delahaye), Schell Delahaye), Trintignant (Hudson), Battu (Hudson), Descollas (Bugatti), Mme Marinovitch (Ford), Packard 22 PS, mit 2 Seiten- und 1 Hintec-Doppeltüre, Stromlinienform, Ia. Zustand, umständehalber nur 3200 Fr. Offerten an Th. Hirzel, Wiesenstrasse 1, Dietikon (Zürich). 67105 BUICK Modell 67/1935, 4türiger Sedan, noch nicht vollständig eingefahren, sehr sorgfältig gepflegt. Nähere Auskunft durch Telephon 23.718 Zürich oder unter Chiffre Z 3275 an die 67104 Gunstige Gelegenheit! 2 1 --T.-Europäer-Lastwagen Modell 1930, 16 PS, mit Blachenverdeck, in einwandfreiem Zustande (nur 40000 km gefahren), wegen Nichtgebrauch sofort zu verkaufen. 67111 3^- Preis sehr günstig! '•C Anfragen unter Chiffre Z 3278 an die • Automobil-Revue, Bureau Zürich. Schweizerische Rundschau Jahren, d.h. von 1934—1938 neu festgesetzt hatte, genehmigte er in einer der jüngsten Ankauf von alten und verunfallten Personen- und Lastautos. Verwerfung von Bestandteilen Grosse Ersatzteil lager von über 200 verschied Marken. Kompl. Motoren, Cardane. Getriebe, etc. ÄUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 31 Sitzungen den Verteilungsplan für den Benzinzollviertel. Pro 1934 gelangen bei einem Benzinzollertrag von total 47,9 Mill. insgesamt 11,980,882 Fr. zur Verteilung gegenüber 10,921,302 im Vorjahre, was einem Mehrertrag von 1,059,580 Fr. entspricht, während im Vergleich von 1933 zu 1932 ein Minderertrag von 533,914 Fr. resultierte. Was die Gesamtanteile der einzelnen Kantone anbetrifft, so gehen diese aus nachstehender Zusammenstellung hervor: 1934 1933 Zürich Fr. 1.203.876 1.113.877 Bern 1.599.927 1.437.153 Luzern 437.997 348.925 TJri 136.467 196.823 Schwyz 243.617 243.766 Obwalden 98.507 142.521 Nidwalden 67.827 86.804 Glarus 252.993 193.336 Zug 173.296 146.915 Freiburg 443.058 398.039 Solothurn 420.908 337.130 Baselstadt 495.558 357.695 Baselland 296.199 243.112 Sohaffhausen 96.216 97.231 Appenzell A.-Rh. 172.716 153.150 Appenzell I.-Rh. 36.475 40.278 St. Gallen 732888 664.096 Graubünden 978.634 852.940 Aargau 808.553 727.648 Thurgau 465.703 434.429 Tessin 825.545 719.714 Waadt 1.065.560 1.000.086 Wallis 455.629 477.574 Neuenburg 356.721 342.920 Genf 116.312 165.140 Mehrertrag pro 1934: 1.059.580. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, haben entsprechend den grösseren Strassenaufwendungen höhere Subventionen erhielten, wogegen der Kanton Schwyz sich mit beinahe dem gleichen Betrag zufrieden geben muss. Neben diesen Beitragsleistungen steht noch eine feste Summe, ein sogenannter Ausgleichsfonds von Fr. 250,000 zur Verfügung, der folgendermassen verteilt wurde: 1934 1933 Uri *V. 80.000 75.000 Schwyz 15.000 15.000 Obwalden 50.000 45.000 Nidwalden 25.000 25.000 Appenzell A.-Rh. 10.000 — Appenzell I.-Rh. 10.000 10.000 Tessin 25.000 25.000 Wallis 35.000 35.000 Baselland 1 — 10.000 Zug — 10.000 Dieser Ausgleichsfonds, welcher hauptsächlich den finanziell weniger kräftigen Gebirgskantonen zwecks Ausbau und Unterhalt ihrer Gebirgsstrassen zu Hilfe kommen soll, hat im Vergleich mit dem Jahre 1933 in dem Sinne eine Verschiebung erfahren, als der Kanton Appenzell A. Rh. erstmals Franken 10,000 erhielt, der Kanton Uri und Obwalden je 5000 Fr. mehr als im Vorjahre, wogegen die beiden Stände Zug und Baselland diesmal leer ausgehen. o Die internationalen Fahrausweise für Frank, reich nicht mehr nötig. Nach einer Verfügung des französischen Innenministers werden ab 15. April für die Angehörigen folgender Länder die internationalen Fahrausweise (internationaler Führerschein und internationaler Zulassungsschein) nicht mehr verlangt: Schweiz, Grossbritannien, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Italien, Spanien. Irland, Oesterreich, Ungarn, Portugal, Niederlande, Tschechoslowakei. Die in erwähnten Ländern immatrikulierten Personenwagen und Motorräder können sich allein auf Grund der nationalen Verkehrsbewilligungen nach Frankreich begeben. Diese Erleichterung gilt nur für Tourenwagen und Motorräder, nicht a(ber für Miet- und Gesellschaftswagen, Camions, Campingwagen und Anhänger. Obige Verfügung ist hauptsächlich zur Förderung des internationalen Autoverkehrs in Frankreich erlassen worden und wird sich in dieser Hinsicht bestimmt günstig auswirken. Die Schweiz hat ja bekanntlich schon seit längerer Zeit ihren Nachbarländern gegenüber auf die internationalen Fahrausweise verzichtet und sich mit der Kontrolle der nationalen Ausweise begnügt. Alle Länder ausser Frankreich haben der Schweiz Gegenrecht gewährt. Um dieses auch von Frankreich zu erlangen, haben unsere interessierten Verbände schon zu wiederholten Malen bei den zuständigen Stellen Schritte unternommen, ohne jedoch Erfolg zu haben, bis es nun den fortgesetzten Bemühungen endlich doch gelungen ist, für unsere Autofahrer Gegenrecht zu erhalten. 1z. Im übrigen hat die französische General- Zolldirektion beschlossen, auch die bisher auf 1000 kg festgesetzte Gewichtsbeschränkung für Tourenwagenanhänger fallen zu lassen. Inskünftig müssen dafür nur noch die Vorschriften des « Code de la route » in Bezug auf Breite, Länge und Höhe eingehalten werden. Der Meister vollkommener Fahrsicherheit 120 Std/km abgestoppt leicht erreichbar! Restlose Ausnützung der Motorleistung auch auf schlechten und kurvenreichen Strassen ohne Risiko stets gewährleistet! Steyr 120 Super 6 Zyl. 10/50 PS. Steyr 430 6 Zyl. 11/45 PS. Steyr 100 4 Zyl. 7/32 PS. 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N° 31 - 1935 'AUTOMOBIL-REVUE Luftfahrt Das Flugzeug des kleinen Mannes. An der Tagung der Internationalen Studienkommission für den motorlosen Flug (Istus), die in Berlin stattfand, wurde ein vom Deutschen Forschungsinstitut für Segelflug, Darmstadt, entwickelter Motorsegler «Maikäfer» vorgeführt. Mit diesem Flugzeug, kommt eine Entwicklung zu einem vorläufigen Abschluss,, die sich über etwa 10 Jahre erstreckt, und die nach manchen Irrungen und Wirrungen nun endlich den richtigen Weg gefunden zu haben scheint. Aeusserlich wurde das vom Internationalen Segelfliegerkongress dadurch anerkannt, dass die Istus an die Föderation ASronautique Internationale (F-A\L). die oberste internationale Luftsportbehörde, den Antrag richtete, in ihre Rekordbestimmungen auch die Kategorie der Motorsegler mit aufzunehmen und internationale Rekorde für die neue Flugzeugklasse zu notieren. In der Definition für die neue Flugzeugklasse werden die Qrundforderungeh aufgestellt : ein Leergewicht bis zu 350 kg, eine Flächenbelastung nicht unter 20 kg/qm und eine Startprüfung, bei der nach 250 m vom Start 8 m Höhe erreicht sein müssen. Grundsätzlich wird von den Fliegern von Motorseglern die vorherige Ablegung der B-Prüfung im Segelflug gefordert, allerdings genügt diese nur für Flüge im Bereich von Flugplätzen, für Ueberlandflüge muss der Pilot die C-Prüfung besitzen. Der erste Motorsegler, der in Deutschland herausgebracht wurde, war das motorisierte « Qrunau-Baby » mit dem vor allem Hanna Reitsch eine Reihe aufsehenerregender Flüge durchführte, ein Flugzeug, mit dem man ohne Motorkraft segeln konnte, genau so wie es seinen Führer zuverlässig mit Motorkraft weite Strecken über Land trug. Der «Maikäfer » besitzt die beiden geforderten Eigenschaften in noch höherem Masse. Mit dem 19-PS-Köller-Motor erreicht er eine Geschwindigkeit von 120 km/St. Die Entwick'ung der Motorsegler ist natürlich noch nicht abgeschlossen. Vieles ist noch zu verbessern. Man denkt z.B. daran, den Motor in den Rumpf versenkbar zu machen, um bei Nichtbedarf jeden sonst durch ihn und den Propeller erzeugten Luftwiderstand zu vermeiden. Dazu gehören u. a. Anlassvorrichtungen, di© während des Fluges zu betätigen sind. Der Savoia-Marchetti-Typ S. 74, der mit seinen Schwestertypen S. 73 und: S. 79 zu den leistungsfähigsten Verkehrsflugzeugen der Gegenwart gehört. Unser Bild zeigt das Flugzeug, das auf der Strecke Rom - Marseille - Paris - London eingesetzt wird, nach seiner ersten Landung in Rom, wo es von Mailand her mit 90 Minuten Flugzeit eintraf. Savoia-Marchetti S.73, S.74 und S.79. Die italienische Firma Savoia-Marchetti hat, in den letzten Monaten drei höchst bemerkenswerte Verkehrsfugzeug-Typen herausgebracht, von denen der grösste oben im Bild wiedergegeben ist. Gemeinsame Baumerkmale aller drei Maschinen sind die freitragende dreiholmige Tragfläche mit Holzholmen und Sperrholzbeplankung, wie sie schon das Savoia-Marchetti-Flugboot des Balbo- Transozean-Geschwaders aufwies, der StaWrohrrumpf und die in der Flügelnase eingebauten Seitenmotoren mit Verstellpropellern. ''•Der Typ S.73, von dem sich kürzlich die belgische « Sabena » für ihren Europa-Afrika- Dienst drei Exemplare angeschafft hat, ist ein Tiefdecker mit drei 750 PS Gnome- Rhöne-Motoren, 18plätziger Kabine, "325 km/ St. Maximalgeschwindigkeit, 290 km/St. Reisegeschwindigkeit, 92 km/St. Landegeschwindigkeit und Landeklappen. Auf Wunsch wird diese Maschine auch mit einziehbarem Fahrgestell geliefert. Die oben abgebildete S.74 ist als Hochdecker ausgeführt. Sie hat 4 Piaggo-Stella- Motoren von je 700 PS, Landeklappen, eine 27plätzige Kabine, 325 km/St. Maximalgeschwindigkeit und 290 km/St. Reisegeschwindigkeit und wird in der kommenden Saison den Schnellverkehr auf der Strecke Rom- Marseille-Paris-London besorgen. Die Savoia-Marchetti S.79, ein Tiefdecker mit 3 Piaggo-Stella-Motoren von je 610 PS, erreicht sogar 400 km/St. Maximalgeschwindigkeit auf 4000 m Höhe, 355 km/St, auf Meereshöhe, 350 km/St. Reisegeschwindigkeit auf 4000 m Höhe und 330 km/St, bei 60prozentiger Ausnützung der Motorleistung. Sie steigt in 10 Minuten auf 2000 m und in 32y 2 Minuten auf 6000 m, hat eine Gipfelhöhe von 7100 m, einen Aktionsradius von 1500 m und eine Landegeschwindigkeit von 105 km/St. Die Kabine ist 8plätzig ausgeführt. Eine nur durch dünne. Streben unterbrochene Fensterreihe erlaubt den Passagieren, wie im Typ S.74; aussergewöhnlich gute Sicht. Die Flügelspannweite beträgt 21,2 m, der Flächeninhalt" 60 m 2 und die Zuladung 3000 kg. Das Fahrgestell ist einziehbar, und ausser den- Landeklappen- sind Handley-Page-Spaltflügel angewandt. -s. Ein zweiter neuer « Zeppelin ». Das gegenwärtig im Bau befindliche Zeppelin-Luftschiff LZ 129 nähert sich.seiner Vollendung. Mail rechnet, dass es die Halle Ende Mai verlassen und anfangs Juni die ersten Probeflüge ausführen kann. Wie der «Graf Zeppelin», der nun seit 7 Jahren in Betrieb steht und dabei über eine Million Kilometer zurückgelegt hat, soll das Luftschiff LZ 129 auf die Europa-Südamerika-Strecke eingesetzt werden. Seine erste Südamerikäfahrt ist noch in diesem Herbst vorgesehen. Noch in diesem Frühling soll ein zweites Luftschiff vom gleichen Typ in Bau genommen werden. Die Konstruktionspläne sind bereits bereinigt. Wie das Luftschiff «LZ- 129» wird «LZ-130» vier Daimler-Benz- Rohölmotoren von total 3600 PS Normalleistung und 5500 PS Maximalleistung erhalten, die ihm eine Reisegeschwindigkeit von 130 km/St, erteilen und die gegenwärtig von stellen. Nach Fertigstellung des LZ-130 beabsichtigt man, den « Graf Zeppelin» aus dem Transatlantikverkehr zurückzuziehen. Buck^Bvtlsck Dr. E. Tilgenkamp. Flieger am Werk. Die Geschichte unserer Luftfahrt. 144 Seiten Text, 96 Seiten mit 161 Bildern. 4 Vierfarbendrucke. Leinen Fr. 6.—. ^ Wenn wir heute tagtäglich die grossen Verkehrsflugzeuge über uns bei Wind und Wetter ihre Kurse ziehen sehen, oder den Sport- und Militärfliegern, die eich gleich Vögeln in der Luft tummeln, bewundernd nachschauen, denken wir kaum daran, dass es noch keine drei Dezennien her sind, dass der motorische Menschenflug noch als eine Utopie galt. Die beispiellose Entwicklung der Luftfahrt war keine Massenbewegung, sondern die kühne Tat Einzelner, die, begeistert für ein Ideal, Geld und Gut, ja ihr Leben hergaben, um sich gegen eine Welt voll Vorurteilen und Unverständnis durchzusetzen. Jene Tage der Romantik sind vorbei, dae Luftfahrzeug ist eine Selbstverständlichkeit geworden, und aus den lächerlichen Drahtkommoden von einst, wurden fliegende Schiffe, auf deren Flügeln der Mensch die Pole und Ozeane, die Wüsten und Urwälder bezwingt. Es ist ein Verdienst des Verfassers, die Überaue reiche Geschichte unserer Luftfahrt von den ersten Tastversuchen bis zur Gegenwart übersichtlich und flüssig zusammengefasst zu haben. Wir erleben in dem prächtigen Buche noch einmal die märchenhafte Verwirklichung des alten Menschentraumes. Da wirken sie, die Pioniere von einst: Rech, Grandjean, Audemars, Kunkler, unser unvergesslicher Oskar Bider, Bianchi Taddeoli und wie sie alle heissen. Die kühnen Ballonfahrten über Alpen und Meere unseres Spelterini, Th. Schaeck, E. Messner, Victor de Beauclair, etc. leben noch einmal auf. Wir hören den Jubel, der unser Land durchbrauste, als der erste Zeppelin die Schweiz überflog, und bewundern ehrfuchtsvoll den Grafen, der den Kelch der Bitternis bis zur Neige trinken musste. Die Glanztage unsereT Luftfahrt: das Gordon-Bennett- Wettfliegen von Zürich, die ersten Flugtage in Dübendorf, die grossen internationalen Meetings, Prof. Piccards Aufstiege, das Segelfluglager auf dem Jungfraujoch, zeigen, wie es, trotz schwerer Rückschläge und bitterer Opfer immer wieder vorwärts ging. Das Ringen der Segelflieger um Erfolg und Anerkennung, der Kampf unserer Motorpiloten um ein praktisches Wirkungsfeld, die Entstehung unserer Ballon- und Fliegertruppe, das Werden des Luftverkehrs, die grossen Flüge unserer Landsleute Mittelholzer, Käser, Imhoff, Robert Fretz, Farner etc., alles ist berücksichtigt. 165 auserlesene und zum grossen Teil noch unbekannte Bilder führen dem Leser die grosse Entwicklung plastisch vor Augen. So ist dieses Buch, das der TÜhrige Flugverlag der Schweizer Aero-Revue im Auftrage des Aero- Glubs, Sektion Zürich, anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Sektion herausgab, ein wertvolles Dokument, das mithilft, Liebes und Schönes, Tragisches und Heiteres aus unserer Luftfahrt der Vereangenheit zu entreissen. Bevor Sie Ihre Osterreisen antreten, «Graf Zeppelin > eingehaltene Reisedauer, der nur über 2200 PS verfügt, um einen halben Tag zu verkürzen gestattet. Beide neuen Luftschiffe erhalten Kabinen mit 50 Schlafbedenken Sie, wie unbeständig die atmosphärischen Verhältnisse gegenwärtig sind. Seien Sie deshalb vorsichtig. Fahren Sie nicht planlos weg, sondern sehen Sie sich im Gegenteil rechtzeitig vor, indem Sie Ihren Garagisten heute noch veranlassen, Ihren Motor mit einem Ausführung In Antlcorodal, Eigengewicht 1000 kg, Nutzlast 4000 kg] J.MERK, Anhängerfabrik FRAUENFELD - Telephon 137 Karosserie Waönerei Schlosserei Sanierei Spendieret OMVSTERER 2&K/CH, T£l£PHO/V' 2&7/6 Auto-Heber für Personen- und Lastwagen 1—10 Tonnen Tragkraft Wasser-, Luft- und Oelbetrieb sind erstklassiges Schweizer-Fabrikat Konrad PETER &Cie.,A.-G., Liestal Maschinenfabrik Telephon 575 Vergaser mit Starter (Typ BF) auszurüsten.. , Sie werden sich von seinen Fähigkeiten sofort überzeugen können. 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