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E_1935_Zeitung_Nr.032

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AUTOMObIL-REVUE

AUTOMObIL-REVUE 1935 - N« 32 Das Stromlinien-Ehepaar: «Das ist deine Schuld!... Mit deiner ewigen Angewohnheit, vom Fliegen zu erzählen, während wir Auto fahren!> Frühling am Vierwaldstättersee; Blick auf Vitznau und Umgebung. massig grosser Mengen vollwertigen Eiweisses, weit mehr, als nach der einfachen Berechnung sich ergeben würde. Dreifache Schönheitskonkurrenz. Die diesjährige Saison in Nizza begann mit einer dreifachen, komplizierten Schönheitskonkurrenz im « Casino Municipale ». Die erste Prüfung beurteilte Büste (!), Kopf, Halsansatz und Schulterlinie. Die zweite Prüfung, die einige Tage später stattfand, galt nur dem Bein (Füsse, Fesseln, Waden und Knie). Die dritte Prüfung, die vielleicht die schwerste war, richtete sich auf den « sex appeal», den" allgemeinen Eindruck, den persönlichen Charme, die Eleganz und Wirkung in verschiedenen Kostümen (Abendtoilette, Strassen- und Strandkostüm). Obwohl die Bedingungen, wie man sieht, von den üblichen Schönheitsfconkurrenzen sehr abweichen, war die Beteiligung sehr gross. Blumen. Generalprobe von Strindbergs «Ostern >. Es kommt der erste Auftritt der Eleonore, da sie, gleich einer Somnambule, die symbolische Osterlilie tragend, vom Garten kommt. « Merkwürdig », flüstert der Intendant dem Regisseur zu, «welche grosse Rolle bei Strindberg gerade die Blumen spielen! » « Ja ! » wagt der Dramaturg einzuwerfen. < Und vor allem Neu-Rosen ! > Des abesslnlschen Kaisers neuer Palast. Der Kaiser von Abessinien hat einen neuen Palast bezogen, der völlig in englischem Stil errichtet ist. Der Palast kostete 250,000 Pfund. Der Kaiser hat die Ausstattung selbst ausgewählt. Die gesamten Möbel wurden in Es ist doch eigenartig, dass der Sportfex, der sich sonst nicht um. seine Umgebung kümmert, und mit gegen 100 «Sachen» durch die Landschaft braust — — plötzlich Sinn für die Strasse hat und die längste Zeit im ersten Gang gondeln kann! England gekauft, und es wurde genau darauf geachtet, dass jedes Detail stilecht sei. Jede Periode englischer Kunstgeschichte ist vertreten. Nur ein paar Fremdenzimmer des Hauses sind mit modernen Möbeln versehen. Für sich selbst hat der Kaiser ein Schlafzimmer aus handgeschnitztem Walnussholz ausgesucht. Die Kaiserin hat für ihre Privatgemächer blaue Schleiflackmöbel gewählt Der Palast hat ein eigenes Kino, ist mit elektrischem Licht und einer umfangreichen Haustelephonanlage ausgestattet. Natürlich ist auch ein modernes Bad eingebaut. Der einzige Raum, -der nicht im englischen^ Stil gehalten ist, ist der Ballsaal. Er trägt die Merkmale der Salomon-Dynastie. Seit Jahren kaufen Sie Spirituosen Liköre Weine Himbeersirup Orangeade im Vertrauenshause die ni

Bern, Mittwoch, 17. April 1935 IV. Blatt der „Automobil-Revue" No. 32 T)ie Jianfiwuwdiauea Osterskizze von Alfred Huggenberger. Wenn ich ein Maler wäre, so würde ich jetzt dieses Bild malen: einen blaublauen Himmel mit einer Wolkenburg darin, deren schwärzlich geballte Hinterhältigkeit frühlingshaft gläubig übersonnt ist. Die Burg müsste auf einer Tannenwand stehen, vor der sich ein frischbegrünter Wiesenbuckel faul und behaglich rundet, wenig oder nichts von der Welt wissend, obschon ihn diese heut so recht eigentlich in ihre Mitte genommen hat und den allervergnügtesten Frühlingstag rein zu seinen Ehren und Freuden feiern will. Schade, ich muss alles ungemalt lassen, weil ich kein Maler bin. Dafür will ich euch nun dies und das von dem blondzopfigen Mägdlein erzählen, das auf besagtem Wiesenbuckel in der Mitte der Welt Stroh ausrecht und sich hin und wieder nach einem Gänseblümchen bückt, um es nachher in das Gürtelband seiner blauen Schürze zu stecken. Ist es denn wirklich notwendig, dass einige dieser beherzten Frühlingskinder, kaum dass sie mit etwas Furcht, aber auch mit innigem Hoffen ihren Kelchen entschlüpft sind, abgepflückt und in ein Qürtelband gesteckt werden? Lasst das Kind! Denn erstlich gibt es Gänseblumen die Menge, und zum andern begeht Lies Fenner die kleine Sünde fast ohne ihr Wissen. Sie hat viel, viel zu studieren heute; sie muss oft mit Schaffen innehalten und sich umsehen, jedesmal aufs neue verwundert. Kein Traum — es ist wirklich so weit gekommen: fast über Nacht hat sich der Frühling eingestellt! Aber es ist nicht der altvertraute, zahme Kinderfrühling, er hat ein Rätselgesicht, er ist so, wie nie ein Frühling war. Unerhört Neues will mit ihm kommen, es steht vielleicht schon vor der Tür und hat die Klinke in der Hand!... Kein Traum — übermorgen ist der Konfirmationstag. Das schöne schwarze Kleid, von der schweigsamen Kessler-Regine tadellos nach dem Muster in der Kleiderzeitung geschaffen, hängt schon seit drei Wochen zum Anziehen fertig daheim in ihrem eintürigen Kasten. — Ja gewiss: ihren eigenen Die Erde hat angezogen Ihr grünes Mädchenkleid, Mit Ranken und mit Reben, SternblumenüberschneiU Der blaue Himmel droben. Er lächelt tief entzückt: Du hast dich, kleine Erde, So wunderbar geschmückt. ^CimmduHd&cdeimJMihCutg) (Phot Feuerstein, Schuls.) Von Emmy Hennings. Auch du bist schön, Geliebter, ••• Ein Traum der Frühlingsnacht. ^ . Uns hat wohl eine Sonne '." " Aus..Liebe sich erdacht. Die.Sonne steht am HimmeL Sie wärmt die Erde still. Sie kann ihr Licht nur geben, Weites die Liebe will. Kasten hat sie nun auch bekommen. Damit hat der Vater eigentlich viel zugegeben. Zwei kurze Tage noch, und sie wird von allen Leuten als ein erwachsenes Mädchen angesehen werden. Bald wird sie nun auch allerlei geheimnisumwobene Dinge in ihrem verschlossenen Kastenfach aufbewahren, wie ihre ältere Schwester Marie, die sich auf Ostern mit dem Rudolf Qloor von Balm verloben soll; Bildkarten mit lustigen Sprüchen und Orakelbuchstaben, Ohrgehänge, Seidenlappen als kleine Festandenken, Briefe sogar, richtige Briefe mit ihrer Anschrift darauf. Alle diese Sachen und Sächlein wird sie von Zeit zu Zeit verstohlen herausnehmen und betrachten; nicht zuletzt das graue Sparkassenbüchlein, dessen Zahlenreihen, soweit sie auf der richtigen Seite stehen, einen wie heimliche Verbündete ansehen könnten. Und wenn sie übers Jahr in den Gemischten Chor eintritt, darf sie vielleicht einmal im Ochsensaal zu Unterbuchen Theater spielen. Nicht auszudenken, so etwas! Was hat die Hermine Grossenbacher vergangenen Winter als Gräfin von Spangenberg für ein wundervolles blaues Samtkleid mit geschlitzten Puffärmeln angehabt! Wie eine Königin ist sie auf der Bühne hin und her geschritten und hat ihren Mägden Befehle erteilt. Kein Wunder, dass sich Hermine von dem Kleid einfach nicht mehr trennen wollte und nachher manchmal beim Geschirrabwaschen in der Küche überlaut herausgeheult hat. Es ist eigentlich doch ausdermassen kurzweilig auf der Welt! Oskar Näf vom Grundstein, der in der Stadt die Kaufmannslehre macht und bereits einen gelben Ueberzieher trägt, ist ihr vorgestern, als sie die Grossmutter in Kehrsteig besuchen ging, unterhalb des Krähenhölzleins begegnet und hat sie gestellt: «Soso — du bist jetzt also auch schon so weit? Das kann gut werden! Das kann fein werden, wenn auf jedem Fussweg ein hübsches Mädchen daherkommt, mit dem man noch in die Schule gegangen ist! Aber die Hübscheste von allen bist halt doch du. Wieviel würde ein Kuäs kosten?» Dabei hat er, sich verstohlen umgesehen; aber Bauhofers Knechtlein Erhard hat am Waldrand Holz aufgehackt. Sie ist dann etwas erschrocken ihrer Wege gegangen; fast als ob das Unerhörte wirklich geschehen wäre. Unterhaltung, wohin die Reise auch geht! Bemerkenswerte Vorzüge des Philips „Octoden Super"«Autotnobllempf Sngers: Lang- und Mittelweflenempfang Einknopfbedienung Weitgeheade Batlerieschontmg Patentrechtlich geschütztes, sinnreiches Phl- - (Ips-Entstörangssystem Wirksame automatische LantstSrfceregelung Hochgradige, regelbare Empfindlichkeit AenSerste Trennschärfe Zweistufige Klangfarbenregelung Volislcht-Leuchtskala Einfache Bedienung föachata JEtn ungekrönter König der Orient-Teppiche... Ich habe eine wunderschöne Kollektion dieser feingeknüpften, edlen Bochara- Teppiche am Lager. 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