Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.032

E_1935_Zeitung_Nr.032

Oskar Näf ist zwar

Oskar Näf ist zwar früher ein wenig steif und hochmütig gewesen. Das sei ihm verziehen! «Die Hübscheste von allen», hat er gesagt... Schade, dass man schaffen muss an so einem Tag. Ins Blaue hineinlaufen! Keinem Menschen ein Sterbenswörtlein verraten von dem, was nicht verraten werden darf! — II. Nachmittag. Der Frühling ist auf den hohen Buchberg gestiegen. Er hat das tun müssen, um ein wenig Abstand zu gewinnen und nicht von jeder Kreatur gleich mit du angeredet zu werden. Das Kirchdorf im Tal mit seinem klotzigen Käsbissenturm, die verstreuten Weiler und Höfe, die fettgrünen Roggensaaten, die sanftmütigen Wiesenmulden, alle blicken sie jetzt herztrunken zu ihm auf als zu einem König, der seinem langbedrängten Reiche huldvoll die grosse Zeit bringen will. 0, auch das Winterschloss auf dem Känelwald mit seinen schwarzen Verliessmauern ist auseinandergeflossen, es sind nur ein paar dicke weisse Wolkenballen davon übriggeblieben, die nicht recht wissen, was sie mit sich selber anfangen sollen. Die vier Konfirmandinnen von Känehvang gehen aus der letzten Unterweisungsstunde heim. Auf der untern Hälfte des Weges sind sie ernsthaft und einsilbig. Der Pfarrer Lerch hat der ihm zur Vorbereitung anvertrauten Schar ja in seiner gütigen Weise allerlei von den Freundlichkeiten des lieben Lebens erzählt; er hat aber dann nachher dem Ernst und der treubesorgten Mahnung noch ausgiebiger das Wort gelassen. Die Mädchen haben fast alle geweint, und von den Knaben hat einzig der steckenhaarige Werner Kläusli verstohlen die Nase gerümpft und nachher auf der Strasse sogar einen faulen Witz gerissen. Während die halbflüggen Menschenkinder jetzt in das Krähenwäldchen einbiegen, an dessen Rand die zarten Anemonen zu Tausenden festlich und mit allerlei süssen Wunderahnungen beisammen stehen, hält Lies Fenner unversehens den Schritt an und sagt trocken und ernsthaft: «Ich für mich bleibe halt einfach bei dem Glauben, dass man sich nicht fürchten soll. Wenn wir es doch einmal recht meinen! Mannequin. Roman von Fannie Hurst. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Martin konnte mit diesen seinen weiblichen Verwandten reden. Er konnte ausgestreckt auf dem Rasen liegen, der überschäumende junge Egoist, den ganzen Samstagnachmittag, nach einer Tennispartie mit einem der Mädel oder nach einem Spaziergang mit seiner Tante, bei dem er über die Unüberwindlichkeit seines Onkels sprach, von seinen Träumen erzählte, von seinen Windmühlenkämpfen. Wenn die graue mittelalterlich aussehende Säule Max Innesbrook auf der Bildfläche auftauchte, liess etwas Martin in seinem Redefluss stocken, als wären seine Adern plötzlich eingefrorene Röhren. Nicht, dass sein Onkel jemals auf irgend einer Bildfläche auftauchte. Er gehörte zu jenen Menschen, die immer verborgen zu sein scheinen. Im Bureau. In einer Konferenz. In seiner Bibliothek. In seiner verglasten Veranda, die er sein Arbeitszimmer nannte. Verborgen unter einem Kranz von Gestalten in einem Vorraum, die eine Unterredung mit ihm erwarteten. Und die Tastknöpfe. Die Reihe von Tastknöpfen, auf denen er unausgesetzt spielte, als ob sie eine Klaviatur wären. Die steinerne Macht Max Innesbrooks. Er war durch sie argwöhnisch. Er sah den jungen Innesbrook nie anders als mit diesem argwöhnischen Blinzeln an. Sogar wenn sie sich an den Weekends bei Tische oder in der Turnhalle trafen, wo Max Innesbrook seine Uebungen auf einem Standzweirad machte, das in eine elektrische Heissluftkammer eingebaut war. Und dann standen einem näheren Kontakt mit diesem merkwürdigen stillen Mann, der hinter dem Bollwerk von Tastern verschanzt war, immer verschiedene Hindernisse im Wege, wie zum Beispiel Besuche von norwegischen Forschern, englischen Romanciers, ausländischen Gesandten, hervorragenden Wissenschaftlern, Dichtern, Komponisten und Kapitalisten. Man konnte ihn nie allein erreichen, ausser manchmal in der Turnhalle über der Garage, wenn der grosse Mann, den Kopf in ein türkisches Handtuch eingewickelt, aus der Badezelle heraustrat, die das lächerliche Schauspiel knochiger Beine, die ein Zweirad nach nirgendwohin traten, enthüllte. Max Innesbrook hasste körperliche Uebungen. Sie langweilten ihn und es gab immer Bücher, Magazine, Zeitungen, Bilanzen, Reisebeschreibungen und Berichte auf der Decke der Heissluftzelle, die er las, während « Ueber das hab' ich nun auch die längste Zeit nachgedacht», lässt sich Gritli Hubmann vom Mosboden gelassen vernehmen. «Ich glaube, der Liebgott hätte es nicht einmal gern, wenn wir immer den Kopf hangen Hessen. Meine Mutter hat selber einmal gesagt, es gebe so viel Glück auf der Welt, dass ganze Bündel davon unaufgelesen am Wege liegen bleiben.» Nun ist der Bann gebrochen. Die kurzgewachsene Näni Bächler mit den Kirschenaugen und den fast knallroten Pausbacken macht gleich einer Erlösten einen sehr drolligen Luftsprung. «Ich bekomme denn also ein Rad auf Pfingsten! Der Vater hat es mir jetzt bestimmt versprochen. Ein richtiges, nagelneues Velo mit einem Freilauf! Dann fahren wir, die Olga Schär und ich, im Sommer, wenn das grosse Turnfest ist, an den See hinüber. Der Stucki-Robert und der Jakob Sulger machen beim Schwingen mit; da wollen wir dann sehen, was sie zuweg bringen. Der Robert hat schon zweimal Glück gehabt, der wird es den Kerlissen schon zeigen. Hoi!» . «Wenn halt nur der Konfirmationstag gut vorbeigeht und keinem von uns etwas Dummes widerfährt», meint Elise Wernli, die mit ihrem steifen Bein etwas hintendrein geht. «Wie ist es meiner Verwandten, der Brigitte Stöhr in Kehrsteig drüben, vor vier Jahren ergangen? Das dumme Ding ist in der Aufregung zu früh vom Taufstein weggelaufen. Jetzt, wie sie merkt, dass die andern nicht nachkommen, kehrt sie wieder um. Ganz verdreht und verdattert strauchelt sie zum Ueberfluss noch am obersten Tritt und fällt der Länge nach hin. Das Haar ist ihr heruntergefallen, sie hat gepfnuselt zum Erbarmen, bis es ihr am Ende übel geworden und sie vom Mesner und vom Zudiener hat hinausgetragen werden müssen. Das haben die meisten Leute sehr bös ausgelegt. Die Brigitte ist eine Zeitlang so scheel angesehen worden, dass sie bald zu spinnen angefangen hätte. Nachher ist sie freilich übereins auf den Glückshubel gekommen. Ich würde all Stund mit ihr tauschen, wenn's anginge, sie ist jetzt mit dem Lehrer Reutemann von Balgern verlobt.» Den letzten Teil des Heimweges muss Lies Fenner allein machen. Der Frühlingstag er die Pedale trat. Martin hatte seit langem erkannt, dass die beste Gelegenheit, seinem» Onkel um den Bart zu streichen, beim Turnen in der Halle wäre. Tatsächlich fanden die einzigen Gespräche zwischen ihnen dort statt. Max Innesbrook, mit einem türkischen Handtuch, das er, wie ein römischer Senator, als Toga um sich geworfen hatte, blinzelte hat inzwischen ein zierliches Flatterlüftlein freigelassen, mit dem ein paar gelbe Schmetterlinge feldein gaukeln, fast zum Haschen nah an Liesens gelben Zöpfen vorbei. Sie dreht sich um und sieht den Glücksvögeln eine Weile nach, wie sie von ihr weg steil aufwärts in den blauen Himmel hineinfliegen. Es muss wohl etwas, daran sein, denkt sie : es gibt so viel Glück auf der Welt, dass ganze Bündel davon unaufgelesen am Wege liegen bleiben.- In der «Automobil-Revue> erschien vor einiger Zeit unter dem Titel «Vom Binnen-Kanal zur Reichsautobahn » folgende Notiz : « Der Ende der dreissiger und anfange der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts unter Ludwig I. erbaute Donau-Main-Kanal, welcher später durch den Main-Donau-Großschiffahrtsweg ersetzt wurde, eo dass er seither unbenutzt brach lag, soll für die Linienführung einer Reichsautobahnstrecke Verwendung finden. Der vorläufig in Betracht kommende Teil beträgt 22 km. Vermutlich werden noch weitere Teile des insgesamt 178 km langen Donau-Jdain-Kanals für die Zwecke des modernen Straßenverkehrs verwendet.» Eine schweizerische Mitarbeiterin, deren Jugenderinnerungen mit diesem Kanal verbunden sind, wurde von dieser Meldung zu einer hübschen Skizze angeregt. Die Red. Die Zweige der Weide streicheln mit leisem Zittern über die Mauer des Friedhofes* An der Stätte der Toten vorbei zieht das dunkle Wasser seine Bahn. Gleich einem träumenden, feuchten Auge schaut es in langer Fahrt zum Himmel — Mond, Sterne, trübe und lachende Wolken gleichmässig in tiefer Ruhe in sich aufnehmend. Von den Türmen der • nahen Stadt schlagen die Stunden, eilend rollen die Schnellzüge mit Getöse ins Weite. Lieder der Menschen wehen vorbei. Doch über dem Wasser liegt Stille und Bewegungslosigkeit. Hin und wieder zieht ein Fisch seine Kreise; unheimlich giftig schimmern die Wurzeln des Wasserschierlings. Nur das Schilf rauscht saftig grün und herbstlich reif von Menschen, welche den schmalen Weg der beidseitigen Ufer beschreiten. Brücken führen hinüber und herüber — Wege der Sehnsucht. Junge Menschen, die in der Stadt sich vergebens gesucht, wandern ein jeder am andern Ufer. Tröstend grüsst seinen Neffen an, der in beneidenswerter Jugendlichkeit auf einem Turnpferd mit gespreizten Beinen sass. Egoist! Junger, von sich eingenommener Einfaltspinsel. Wankelmütig wie sein Vater. Dünkelhafter junger Laffe. Ueberheblicher als aufrichtig. Abhandlungen voll Wortschwall. Ich begann bei der Konkurrenz, als mein Vater die beste Zeitung in Keokuk be- Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagner« CH Touring. Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. O. 8. MÄNNEDORF AM ZÜRICHSEE Bcndez-vous der Automobilisten Prächtig gelegenes Ausflugsziel mit grosser Terrasse am See, wo Sie zu massigen Preisen erstklassig bedient werden. — Jeden Sonntag-Nachmittag KONZERT. TELEPHON 929.005. - GARAGEN. - BOXEN. I. Haus am Platz. Schönster Garten direkt am See. Heimelige Lokalitäten. — Spezialitäten in Küche und Keller. Massige Preise. — Bequemer Parkplatz. — Telephon 910.435. E. Muster. Küchenchef. AUTOMOBIL-REVUE 1935 -No 32 A.C.S.HotelWildenmanmes. ERLENBACH-Zch. Restaurant Schön au T.C.S. Neuhausen am Rheinfall AUTOFAHRE Meilen-Horsen Horgen ab 6.15, 6.30 usw. jede halb« Stunde bis 21.45 Meilen ab 6.30, 7.00 usw. jede halbe Stunde bis 21.30, 22.15 Preis pro Personen-Auto (inkl. Fahrer) Pr. 2.—, jede weitere Person 50 Rappen. - Abonnemente für Autos und Personen. sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabend Schönste Aussichtsterrassen auf den Rheinfall. Fbchkuche. Forellen. Zimmer mit fl. Wasser. Bäder. Eigene Garage und Parkplatz. Tel. 548. *• Widmer, Bes. Schaff hausen 2)e* steifende JCancd Automobilisten ACS HotelBellevuei.es. A.C.S. Restaurant Schloss Laufen T.CS. Direkt am Rheinfall mit Zugang zu Känzeli u. Fischez. Erstklassige, bekannte Spezialitätenküche, ForeUen und Bouillabaisse, Aftcrnoon-Tea mit hausgemachtem Gebäck. Tel. 10.74. H. trubacher-tlinnthaltr. K'chef. Am Qca&e Von Josef MUhlberger. Die Flamme verlosch, die Schale ist leer, das Oel verbrannt, Ratlos stehst du am Grab, von Schmerz übermannt. Bedecke die Augen. Fernes kommt nah and Wundes wird gut —/ Du hast eine Handvoll des Dunkels, darin der Tote ruht. ein Steg — Hände finden sich, Blütenbäume rieseln ihre weissen Sterne zur Erde nieder. Verlassen in heisser Sommersonne liegen die Uferwege. Libellen, gross und von ferner Bläue, spielen tanzend über schlafendem Wasser; Eidechsen, grün wie das Ufergras, huschen auf und ab. Nächtlich streift der silberne Mondschein Schilf und Wasser, darin ein krankes, müdes Herz zu tief versinkt. Alte Freunde finden sich bei der Brücke, wandern gemeinsam dem Ufer entlang. «Siehe, nun ist es Herbst,» spricht der Eine. Die Blätter der Bäume sind rot und gelb gegeworden. Das Schilf raschelt, herbstlich kühler Wind und Duft weht von dem nahen Acker, und über allem steht ein blassblauer Himmel. Im Erinnern und in kurzer Schau in die Zukunft neigen die Blicke der alten Menschen sich verstehend zum stillen Wasser nieder. Ist Ruhe nicht Weisheit des Alters ? Nicht immer ist der Weg am Wasser so friedlich. Es gibt Schleusen und hohe Mauern, darinnen es tief eingebettet Hegt. Einst zogen Frachtkähne und Schiffe, beladen mit Holz und Kohlen, von der Donau in langsamem Gleiten den Kanal daher. Die Schleuse wurde geöffnet. Mit Brausen ergoss sich das Wasser in die Tiefe, langsam kam das Schiff zwischen den düsteren Mauern hindurch wieder in stilleres Gelände hin bis zum Main. — Nun blickt das Kanaldenkmal, von Thorwaldsen erbaut, trotzig den «Ludwig-Donau-Main-Kanal» hinauf und hinab, selten zeigt sich ein Schiff. Schon spricht man dem Kanal das Todesurteil. Wie lange — so werden in seiner Bahn, auf glatter Fläche die modernen Automobile dahinjagen. A. Sidler. sass, kam in die Höhe durch meinen eigenen Mutterwitz. Er soll mir seinen zeigen! An dem Morgen, an dem Martin in Innesbrook mit einem Artikel «Das tadellose Geschlecht» und dem Anfang eines zweiten in seiner Aktentasche ankam, begrüsste er zuerst seine Tante und die Gattin eines zu Besuch weilenden spanischen Malers, zog die Photographien hervor, die er bei den Hortensien, wo der Garten an den tiefer gelegenen des Richters stiess, aufgenommen hatte, und machte dann einen Abstecher in die Turnhalle. «Morgen, Onkel. Dein Lieblingsneffe und Unglücksjournalist begrüsst dich!» «Uh! Sag' diesem schwarzen Nigger, er möge ein paar dieser Lampen abdrehen. Es ist ein Lärm da unten beim Pedal, als ob ich briete.» «Du hast die richtige Ansicht über diesen Fall McClasky. Nun, meine Ansicht über die Gewalt eines Leitartikels wie deines heute morgens...» «Wird die Welt nicht in Brand setzen. Ein paar Lampen habe ich gesagt, George. Nicht alle. Himmelkreuzdonnerwetter, nicht alle! Dreh die obere Reihe über meiner Hüfte wieder an. Da kann ich ein bisschen konzentrierte Elektrizität noch vertragen.» «Tatsächlich, Onkel, glaube ich, dass diejenigen, die an der Quelle sitzen, wohl wissen, dass die ganze Entscheidung in dem Fall McClasky sich auf dich stützte.» «Uh! Himmelkreuzdonnerwetter, hab' ich nicht gesagt, alle diese Lampen! Was zum Teufel dreht er da herum! Will er ein Krematorium aus der Zelle machen? Uh! Das ist besser, Drück auf den dritten Knopf, zweite Reihe! Warum, zum Teufel, antwortet der Kerl Halsey auf einen Anruf nicht? Halsey, telephonieren Sie nach Cleveland und sagen Sie, dass MacGowen die Angelegenheit dieser neuen Schnellpressen im Detroit-Bureau aufnehmen wird. Telephonieren Sie MacGowen und sagen Sie ihm, dass er noch heute abend den Express nach Detroit nehmen soll. Das ist alles.» «Onkel, wenn ich deine Macht hätte...» «Müssige Spekulation.» «Keineswegs. Der Grund, warum du mich nicht als deinen Unglücksneffen betrachtest, Onkel, ist, weil gerade ein gewöhnliches Ueberdurchschnittsgehirn wie meines dir nichts bedeutet. Du umgibst dich mit solchen von 'fünfzigtausend Ampere Spannung. Du kaufst Gehirne. Ausgewählte, wie das meine; ausser, wenn sie gerade in der Familje sind. Bis hieher habe ich dir reichlich von der üblichen fünfzigtausend Dollar-Sorte klaren Denkens angeboten. Dessen dürfen sich wohl alle meine Artikel, die du gelesen hast, schmeicheln. Klares Denken.» (Fortsetzune folgt)

N° 32 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 25 JUeiite modische ^JuiMings- Jjiä&udim Heute weiss man schon genau, wie unendlich vielfältig in Farbe, Fasson und Aufputz die neue Mode sich gestalten wird. Viel ganz neues Material, ganz eigenartige Farbenmischungen, Variationen besonderer Art, sie leiten den Modefrühling ein. Die Modelinie und Silhouette zeigen, wie phantasiereich die Modeschöpfer ihre neuen Kunstwerke, denn von solchen kann gesprochen werden, ausgestalten. Man sieht bei Kostümen und Ensembles kurze, fast nur bis zur Taille reichende Jäckchen, die man einfach für Boleros nehmen könnte, andere wieder, die reichlich bis an die Hüften gehen. Und zwar gilt das letztere in der Hauptsache von den für den Nachmittag bestimmten Kostümen, während die kurzgehaltenen Jäckchen als Laufkleider für den Vormittag dienen. Die Kostüm- und Kleiderröcke dieser Ensembles sind ziemlich weit, Ostern Von Gertrad Bürgi. Helles Geläut über den Landen. Gottes blauer Mantel weht sanft über die Träume der Wiesen hin. Stehen die Wolken jetzt still über der Wonne der Zeit? Läuft nicht rascher dein Herz, jetzt, da es nicht weint und sich sorgt? Jetzt, wo es weiss: Etwas Neues beginnt ja zu leben, zu sein, Ohne Schwere und Dunkel, voll nur von Lust und von Blüh'n — ? zeigen Bortenbesatz und Aufputz von fremdem Material. Sehr beliebt ist es, auf Wollstoff Blenden von Taffet aufzusetzen. Die Taillenlinie bleibt in natürlicher Höhe, die Halspartie bevorzugt weiche Drapierungen, vor allem der Vorderteile, die dann Die neuen Kleider. gerne von schönen Clips abgeschlossen werden. Seltsamerweise bringt Paris gezogene Vorderbahnen und wieder glockig geschnittene Röcke. Behält auch die Lackgürtel als Abschluss bei, die im ganzen ziemlich hoch, im Rücken sogar ganz breit erscheinen. Wollstoffe, Kunstseide, Crepe und geblümte Tafte stehen im Vordergrunde. An Farben vor allem ein helles, sanftes Grau, Sandfarbe, Orange, Blau und natürlich Schwarz. Die Abendkleider bevorzugen Taft, Organdy und Spitzen mit gemässigtem Dekollete und interessanten, durch Seidenschnüre gebildeten Achselträgern. Als Abendumhüllen trägt man weite, lange Mäntel aus ciriertem MatellassS. Sehr schön erweisen sich für den Abend handgemalte oder mit Pailletten besäte Imprimis. Die Röcke sind von diesem Material besonders weit geschnitten, wirken sehr dekorativ, ebenso die dazu meist gerafften Corsagen mit tiefem Ausschnitt. Die Vorbilder dieser Modelle lehnen sich ausnahmslos an den Stil des Jahrhundertendes an — so um die neunziger Jahre herum tummelten sich die Frauen in sehr ähnlichen Kleidern. Neue Wege der Hutmode. Individuelle Behandlung von Material und Formen kennzeichnen die neuen Früjahrsmodelle. Man sieht — ein ganz neuer Ausdruck, den die Gegenwartsmode sich auch bei den Kleidern zu eigen gemacht hat — passierte Kartoffeln, 220 g Mehl, V 8 Liter milden Rahm (Sahne) und 20 g in etwas Stromlinienmodelle, Alt Wiener Schuten, Milch aufgegangene Hefe nebst dem nötigen Girardihüte und kleine Boleros, aber auch Salz dazu. Der Teig wird gut durchgearbei- muss dann aufgehen. Auf bemehltem grosse, überaus malerische Hüte aus Exo-tettenstroh und Cellophan. Man sieht aufgeschlagene Formen, andere wieder, die einen mit gehacktem Schinken belegen, je zwei Brett ausrollen, runde Platten ausstechen, etwas strengeren, englischen Stil bevorzugen. Die augenblickliche Mode verlangt, dass in heissem Fett schwimmend backen. Entwe- und zwei Platten gut zusammendrücken und sich der Hut dem Stil des Kleides in der der mit Pilzsauce oder feinem Gemüsesalat Form, aber auch in der Farbe anzupassen servieren. Auch zu Spinat, grünen Bohnen sucht. Ein Gebot, das sehr viel für sich hat, oder Zuckererbsen als Auflage ausgezeichet. denn die schlecht gewählte Hutform oder Krapfen frisch reichen — sollen nicht lange Farbenzusammenstellung beeinträchtigt natürlich den Gesamteindruck und die Wirkung der Toilette. Alles in allem war die Hutmode schon lange nicht mehr so reichhaltig, anmutig und elegant wie in diesem Frühjahr und hat uns die Qual der Wahl schon lange nicht so schwer gemacht. Mit einem oder zwei Hüten wird es diesmal kaum zu machen sein — fast sollte man zu jedem Kleide einen besitzen! Ostexpieuden in den, JCüche Einfack glasierte Eier sind köstlich zu jedem Salat. Die Eier werden hart gekocht, an der Breitseite ein Plättchen abgeschnitten, die Dotter vorsichtig herausgenommen, passiert, mit Senf, Essig, Oel, gehackten Kapern mit Zwiebel, etwas zerdrückten Sardellen und Rahm dicklich verrührt, wieder in das Eiweiss eingefüllt und darüber nun eine dicke Mayonnaise gegeben. Entweder naturfarben oder mit etwas Senf zugabe lichtbräunlich, durch einen Löffel Tomatenmark lichtrosa — immer aber köstlich. Gehackte Petersilie oder Schnittlauch obenauf gestreut erhöhen den frühlingsmässigen Anstrich! Ostersalat: Aus Ananas Streifen schneiden, eine ganze Scheibe vorbereiten, die man auf die Mitte der Salatschüssel gibt und kreisförmig mit Salatblättern und den Streifen umlegt. Aus Gervais oder anderem weissen Weichkäse formt man kleine Eier, die man mit Paprika sprenkelt oder mit Schnittlauch bestreut, in die Salatblätter legt. Man serviert zu diesem Salat Mayonnaise extra. Lammskoteletten im « Schlafrock »: Man brät die vorgerichteten Koteletten leicht an, stellt sie kalt, löst sie von den Rippen und umhüllt sie mit ganz dünn ausgerollem Butterteig, um sie im Bratrohr recht schön braun zu braten. Man verrührt den Bratensaft mit etwas Suppe, feingeschnittenen, in Butter gedämpften Champignons, etwas Tomatenmark und abgeriebener Zitronenschale und serviert ihn zu den Koteletten, die man mit Zuckererbsen garniert. Schinkenkrapfen: Man rührt 50 g Butter mit 2 Eidottern gut durch, gibt 50g gekochte,* stehen. Osterpinze: Man verarbeitet auf dem Brett 30 g aufgegangene Hefe mit 2 ganzen Eiern, 30 g Zuckerund 1200 g Mehl nebst etwas Salz und lässt es an warmer Stelle aufgehen. Dann verknetet man diesen Vorteig mit 1200 Gramm Mehl, 300 g Butter, 80 g zergangener Butter (also in einer Schüssel verarbeiten), 4 Dottern, abgeriebener Schale und Saft einer halben Zitrone. Man formt runde Kugeln, legt sie auf ein gebuttertes Blech und lässt sie gut aufgehen. Dann macht man mit einem Messer auf drei Seiten Einschnitte, bestreicht mit verklopftem Ei und bäckt langsam zu schöner bräunlicher Farbe. Heisse Rostbratwürste im eigenen Auto gefälligst ? Etwa vom elektrischen Glührost, der an die Batterie angeschlossen wird und noch JCCeine* Utomaa Immer, wenn mich mein Weg an ihrem Heim vorüberführt, werfe ich einen zärtlichen Blick auf ihre graziöse, beschwingte Erscheinung. Ihr blondgelocktes Köpfchen ist leicht nach der Seite gebogen, ihre himmelblauen Augen lächeln freundlich, wenn auch etwas starr, ihr schlankes Hälschen erinnert an einen Schwan. Um ihre rubinroten, sanft geschwungene Lippen atmet der holde Zauber frischer Jugend. Noch nie in meinem Leben hat ein Wesen mich so vollkommen in seinen Bann gezogen wie diese entzückende Dame. So oft ich sie sehe, hat sie die elfenschlanken Fingerchen, spitz wie rosige Dolche, erhoben. Diese Fingerchen zeigen irgendwo bedeutsam in die Gegend. Manchmal ist das köstliche Mädchen nicht anwesend. Da steht an ihrer Stelle ein anderes Wesen und blickt mich aus rehbraunen Augen munter an. Aber dieses rehbraune Fräulein ist nicht mein Typ. Sie kann schauen, wie sie will, es lässt mich kalt. Wenn aber die Flachsköpfige mit den Vergissmeinnichtfenstern wieder meine Augen auf sich zieht, dann ist mein Gleichgewicht wiederhergestellt. Gern hätte ich ihr eine Liebeserklärung gemacht. Aber wie? Es ist nicht so leicht, hier eine Liebeserklärung anzubringen, denn ich glaube kaum, dass sie überhaupt weiss, was Liebe ist. Trotz ihrer koketten Blicke, ihren kussfreudigen Lippen, ist sie, dafür kann ich meine Hand in jedes beliebige Feuer legen, noch völlig unaufgeklärt. Sie versteht die zärtliche Sprache der Liebe nicht, ihr Herz kennt nicht den raschen Schlag des Blutes. Ich glaube nicht, dass je ein Wort der Zärtlichkeit dem Gehege ihrer Perlenzähne entschlüpfte. Trotzdem hat die junge Dame meine volle Sympathie. Sie tanzt allerdings nicht und scheint auch sonst wenig Neigung zu haben, sich körperlich zu bewegen, sie geht nie spazieren, besucht kein Kaffeehaus, keinen Maskenball. Man kann ihrem Lebenswandel nicht das geringste nachsagen. Sie hat allerdings die Eigenschaft, sich immer gut, kleidsam und elegant anzuziehen. Aber das stört mich nicht, denn ich brauche diese Pracht nicht zu bezahlen. Und dann noch eins: mein Liebling mit den Vergissmeinnichtaugen kann den Mund halten, wird mir nie widersprechen, ist mit allem einverstanden. Ja — wenn man so seine Erfahrungen hat, verliebt man sich schliesslich... Schaufensterpuppe. in eine Verlobungs - Ringe Bestecke Konfirmanden-Uhren Alb. Stahel ty-Ha Zürich 1 Spar- & Leihkasse in Bern gegenüber dem Bundeshaus Aktienkapital und Reserven Fr. 16,000,000 Gegründet 1857 Telephon 21.361 Versäumen Sie nicht Alice-Spezial-Sport-Massage Spezialitäten: Orientalische und Römische Oelmassage Speziell Entfettnngimassage Bürsten- und Kräuterbäder ALICE SUTTER, Sport-MUMft-SlIon Kirchgasse 21, I. Etage, Zürich 1 „EX"-Entiiaarungspulver (Rasierpulver) für Damen und Herren. Haare im Gesicht und am Körper werden ohne Mühe in einigen Minuten mit dem neuen Enthaarungspulver ,EX' entfernt. Preis Fr. 2— Versand gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages durch: EX-Fabrikküon, Angst 30 (Baselland) Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und TransportverhUtnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Qurtner. wiRKTn.ni 7iinirH InFWFNSTR y Inserieren bringt Gewinn fäJvdsn Besorgung aller Bankgeschäfte zu kulanten Bedingungen Sichere und erstklassige Kapitalanlagen Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Sohwelz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Fahrer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. SPIEZ (Thunersee) Hotel des Alpes an der Hauptstrasse zum See. Gut bürgerl. Haus mit allem Komf. Grosse Restaurationsterrasse mit wunderb. Aussicht auf See u. Berge. Prima Küche. Stets leb. Forellen. Zimmer m. fliess. Wasser v. Fr. 3.50. Pens. v. Fr. 9.-. Garage-Boxen. F. Zöloh, gl. Bes. Edenhotel Kurh. Für genussreiche Ski-Ostern in Sonne und Sulzsohnee im Skigebiet der Jullerroute empfiehlt sich als beliebtes Standquartier das A.C.S. u.T.C.S Hotel Löwe u. Post in Mühlen. Vorteilhafte Arrangements duroh A. Willi. Tel. 701. Badenweiler i. slidl. Schwarzw. Thermalbäder Im Haus«. Terrassen-Restaurant mit Vögesenbllck. Pensionspreis ab Rm. 9.—. PONTE TRESA am Luganersee Hotel Pesce (Fisch) T.C.S. Altbek. Haus m. anerkannt guter Küche. Sonnige Lage. Fliessend kalt u. warm Wasser. Grosses, schattig. Gartenrest, direkt am See. Spez.: Seefische, Forellen. Eig. Strandbad, Ruderb. Pens. v. Fr. 7.50 an. Garage. Tel. 61.24. Farn. Sormani-SchUrmann Hotel Römerbad — Autogaragen. -*• Tel. 361 Neuer Hut! . . . Dann den schmissigen, federleichten BANTAM Fr. 16.- jeijp&fiutti ZÜRICH 1 • L1MMATQUAI DIE KÜHLUNG FÜR ALLE ZWECKE AUSSTELLUNG: URANIASTR. 16 TEU 58.441 AUTOFRIGOR FRIGOMATIC