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E_1935_Zeitung_Nr.032

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No 32 II. Blatt BERN, 17. April 1935 N» 32 II. Blatt BERN, 17. Aprü 1935 Fah Die ersten 3000 Kilometer. Für manchen Menschen bedeutet die Anschaffung eines Automobils die Verwirklichung eines der höchsten Wünsche. Als Mitfahrer hat er gelernt, wie das Auto die Lebensfreiheit vergrössert, die Betätigumgsmöglichkeiten vervielfältigt, wie es ganz einzigartige neue Genüsse mit sich bringt und das Selbstgefühl stärkt. Gleichzeitig bedeutet aber die Anschaffung eines Autos vielfach auch eine der grössten Ausgaben seines Lebens. Mit wahrer Inbrunst ist deshalb ein neugebackener Automobilist in den ersten, Monaten um das Wohl* und Ergehen seines geliebten Wagens besorgt. Da werden Rat-; schlage gesammelt, Lehrbücher studiert und; stundenlange Besichtigungen, ani Wagen besitzers stellen sich nun die Leiden ein, bis endlich unser Automobilist entweder das Experiment aufgibt oder durch Erfahrung genügend gewitzigt ist. Alles kommt auf den Anfang an. Um unliebsame Täuschungen zu vermeiden, gilt es auch im Automobilismus, mit Mass vorzugehen; Besser, man beschränkt die Pflege und den Unterhalt des Wagens schon von Anfang an auf das notwendige Minimum, hält aber daran strikte fest, als dass man, wie oben ausgeführt, die Gefühle regieren lässt. Die zwei allerwichtigsten Rücksichten einem neuen Wagen gegenüber sind gute Schmierung und sorgfältiges Einfahren. In diesen beiden; Punkten darf man ruhig übertreiben. Dagegen hat es einen kleinern Hinfluss auf die Weltgeschichte, ob man alle Tage das letzte Stäubchen von der Karosserie wegwischt oder nicht. Selbst wenn man allen Schmutz sich monatelang ansammeln lässt, kann das Aeussere des Wagens durch eine gründliche Aussenpolitur ohne weiteres wieder zu ursprünglicher Pracht gebracht werden. Ein vernachlässigter Motor oder eine vernachlässigte Uebertragung dagegen wird bleibende Schäden aufweisen. Die Art und Weise, wie der mechanische Teil während der ersten 2000—3000 Kilometer behandelt wird, ist für den späteren Lebenslauf und die Lebensdauer des Wagens von allergrösster Bedeutung. Auf den Unterschieden, die hier gemacht werden, beruht es, dass zwei Automobile der gleichen Type sich, oft ganz ungleich bewähren, dass der eine Wagen vielleicht 150,00 km läuft, der andere aber schon nach 50,000 km ausgebraucht ist, dass im einen Fall die Kolben 70,000 km lang halten, im andern aber nur 10,000 km, dass der eine Motor fast kein Oel verbraucht, sein Bruder aber in dieser Beziehung ein wahrer Säufer ist. Durch richtige Behandlung, d. h. vor allem durch richtiges Einfahren, sollte es möglich sein, mit jedem modernen Wagen, je nach Grosse, eine Lebensdauer von 100,000 bis 200,000 Fahrkilometern herauszuholen. Wenn man im Gegenteil heute häufig über die Kurzlebigkeit der modernen Wagen schimpfen hört, so stellen die betreffenden Fahrer damit nur sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Wenn ein Wagen die Fabrik verlässt, so hat er in den meisten Fällen kaum einen kleinen Probelauf hinter sich. Er ist empfindlich wie ein Säugling, bedarf dringend derSchonung und ist niemals imstande, die katalogmässig angegebenen Leistungen zu entwikkeln ohne dabei Schaden zu nehmen. Dass dem so ist, liegt im Interesse des Kunden selbst. Alle Passungen und Lagerungen werden mit Absicht vom Konstrukteur eher zu knapp vorgenommen. Die beim Einlaufen jeder Maschine unvermeidliche stärkere Abnützung sorgt dann von selbst dafür, dass sich überall der richtige Spielraum einstellt, während umgekehrt im Fall, dass das Spiel schon anfänglich richtig vorgesehen würde, durch die stärkere Anfangsabnützung bald ein Gelotter entstände. Der Vorgang des Einlaufens. Ein zweiter Grund für die Notwendigkeit eines sorgfältigen Einfahrens ist der, dass kein noch so modernes, präzises Bearbeitungsverfahren imstande ist, den aufeinander gleitenden Oberflächen die Glätte zu geben, die sich später durch den Betrieb selbst einstellt. Die Zylinderbearbeitungsmaschinen z. B. arbeiten mit Tausendstelmillimetern Genauigkeit; dennoch bleibt die Zylinderfläche dabei matt und erhält ihren Spiegelglanz erst, nachdem der Kolben millionenmal auf selbst vorgenommen. Keine Arbeit ist zu schmutzig oder zu langweilig; um nicht mit Freude in Angriff genommen zu werden. Am liebsten nähme solch ein Neuling seinen Wagen zu sich ins Bett oder doch wenigstens 1 in die Wohnung. Der Wagen sieht dann auch immer aus wie frisch aus dem Ei geschält und sein Besitzer wacht eifersüchtig darüber, dass er das schönste Exemplar seiner Type im ganzen Umkreis bleibt. So geht das einige Monate, bis der Glanz der Karosserie von selbst nachgelassen, bis sich einige kleine technische Mängel eingestellt und bis sich die ersten Besitzer-Freuden ausgetobt haben. Sehr oft tritt dann plötzlich ein Umschlag ein. Eigentlich kann dies oder jenes auf morgen verschoben wer- ; den. Eigentlich geht der Wagen auch so, und schliesslich will man jetzt einmal fahren und nicht immer in der Garage herumkriechen. Da man natürlich nach wie vor mit den gleichen Unterhaltungskosten auskommen will, ist gewöhnlich das Ende vom Lied, dass der Wagen regelrecht verlottert. An Stelle der täglichen Blankpolitur tritt ein gelegentliches Abwaschen oder gar trockenes Abwischen des allergröbsten Schmutzes, an Stelle der überängstlichen Kontrollen eine königliche Gleichgültigkeit. Treten dann einmal grössere Störungen auf, so sinkt der einstige Enthusiasmus rasch auf den Nullpunkt herab. Nach den Freuden des Autoseren Brocken abgerissen zu werden, schleifen sich dann die Zacken nur langsam ab, bis schliesslich die Oberfläche, auch unter dem Mikroskop betrachtet, annähernd eben geworden ist und nun dadurch, dass sie die Belastung gleichmässig und auf einer viel grösseren Fläche trägt, viel widerstandsfähiger geworden ist. Ausser der Voraussetzung, dass ein Oel verwendet Wird, das zur Bildung eines Schutzfilms überhaupt fähig ist, ist die Bedingung zu erfüllen, dass die entstehenden Metallsplitter genügend rasch wegtransportiert werden. Andernfalls bilden diese Brocken und Splitter wieder mit dem Oelfilm zusammen die Ursache ständiger neuer Oberflächenbeschädigungen. Schliesslich dürfen sich die Metalle während des ganzen Prozesses nicht so stark erhitzen, dass sie ihre Festigkeit einbüssen oder gar schmelzen, denn sonst wird sich ihre Oberfläche nie glätten können. Praktisch trägt der Automobilist all dem Rechnung, indem er erstens während der Einlaufzeit den Motor nur äusserst schonend beansprucht und indem er zweitens ein möglichst hochwertiges Oel verwendet. Zur Schonung des Motors gehört ein Niedrighalten der Tourenzahl und eine möglichst geringe Beanspruchung des Durchzugvermögens. Meist wird von den Fabriken vorgeschrieben, dass im direkten Gang während der ersten 500 km eine maximale Fahrgeschwin- ihr hin und her gerutscht ist. Unter dem Mikroskop betrachtet haben alle noch so fein digkeit von 40—60 km/St:, während der zweiten 500 km von 60—75 km/St., während der bearbeiteten Lageroberflächen die Gestalt frisch gepflügter Aecker. Wenn man will, dritten 500 km von 75—85 km/St, und während der wetteren 1000 km von 90 km/St, kann man sie auch als eine Art Feilen betrachten. Unschwer kann man sich dann vorstellen, was geschehen muss, wenn man zwei drigeren Gängen isit die Fahrgeschwindig-- nicht überschritten werden soll. In den nie- solcher Feilen ständig übereinander hinwegzieht: Die Kämme müssen sich ineinandersetzungsverhältnis dieser Gänge, zu redu- keit natürlich noch entsprechend-dem Ueberhacken, sie schlagen sich gegenseitig ab und zieren. Um das Ueberschreiten der zulässigen Motorbeanspruchung zu verhindern, .rü- die entstehenden Brocken tun zusammen mit dem Metallstaub ein übriges, um die Bildung sten manche Fabriken ihre Motoren auch mit' einer glatten Oberfläche zu vereiteln. Die einem Drosselflansch im Saugrohr aus, der Oberfläche wird im Gegenteil immer wieder die vollständige Füllung der Zylinder mit neu aufgerissen und verletzt. Gemischladung verhindert und erst herausr Um dem vorzubeugen, rhuss vor allem einmal eine gründliche Schmierung stattfinden. zeit des Wagens abgelaufen oder, eine genommen werden darf, wenn die Garantie- be- Ein geeignetes Oel muss zwischen den beiden Oberflächen einen Film bilden, der eine ist. jedoch, falsch, eine solche Drosselung der stimmte Kilometerzahl zurückgelegt ist. Es gegenseitige Berührung der Metallzäcken Motoren. als unbedingten Schutz zu betrachten. Durch Bergabrasen und Benützen verhindert oder doch mildert. Statt in grös- der Grand-Luxe- Pneu 99 i3ß& bringt auf Ostern den neuen Super-Service ^ S H Zur Zeit sind folgende Dimensione 140x40 600x18 150x40 600x19 160x40 600x20 550x17 14x45 550x18 15x45 600x16 14x50 600x17 15x50 Ihre Erwartungen werden restlos erfüllt, denn GRIFFIGKEIT DAUERHAFTIGKEIT GESCHMEIDIGKEIT WIDERSTANDSKRAFT und ELEGANZ sind in „GOODRICH-SUPER-SERVICE" vereinigt. 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