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E_1935_Zeitung_Nr.033

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE Grün-graues Wollkostüra, gestreifte Wollbluse, Manchetten. ärmel. Nur eine sehr grosse und sehr schlanke Frau wird in diesen hundertundzwanzig Zentimetern gebauschter Falten gut aussehen. Sonst bietet diese Mode unleugbare Vorteile für die Besitzerinnen ällzumächtiger Arme, die unter der freundlichen Hülle aus Taffet oder Faille ihr Heil suchen werden, während die Fledermausärmel so mancher allzu üppig mit fraulichen Reizen ausgestatteten Figur ausgleichende Erlösung bringen können. Die neuesten Handtaschen. Was ist «Old Bleach»? «Old Bleach» ist das englische, spiralförmig gewebte Leinen, das nun die Pariser Ateliers zur Anfertigung von Handtaschen verwenden. Doch was soll denn neu daran sein? Hat man nicht im Sommer von jeher Leinentaschen getragen? Gewiss, aber die Neuheit beruht in der Qualität des Materials. «Old Bleach» wird auf ganz eigene Art gewebt, so dass man selbst unter dem schärfsten Mikroskop keines jenen winzigen Härchen findet, die sonst mehr oder weniger alle Textilien kennzeichnen. Damit erreicht dieses Leinen eine besondere Hochwertigkeit, die in direktem Verhältnis zur Zweckmässigkeit der Handtasche steht. Die Leinentaschen pflegten reichlich bald zu schmutzen, weshalb sie möglichst einfach, meist sogar nur zu Hause, mit Zippverschluss, Knöpfen oder einem durch den oberen Rand gezogenen Holzstäbchen gearbeitet wurden, das der weichen Tasche Halt und Rahmen gab. Das gänzlich glatte «Old Bleach»-Leinen schmutzt nicht so bald, was die Möglichkeit bietet, die Taschen genau so zu arbeiten wie jene aus Leder. Das Leinen wird mit Leder kombiniert, wodurch praktische, zweckmässige und dabei sehr elegante Taschen entstehen, die jenen aus Leder vollkommen gleichwertig sind. Galalith, Prystal, Holz und Metall ergeben den dekorativen und zugleich konstruktiven Teil. Das Leinen kommt in allen denkbaren Schattierungen zur Verwendung, vom Rohleinen über die neutralen Töne bis zu Rot, Blau in allen Nuancen, Braun und Schwarz. Jedenfalls eine angenehme Abwechslung für den Sommer, wo Leder immer etwas schwerfällig wirkt. Aber nicht nur «Old Bleach» wird heuer zu Handtaschen verarbeitet werden, sondern auch Baumwollstoffe werden das Material für unzählige Taschen im altbewährten Couvertformat, für runde und halbrunde, glatte oder in Falten gelegte Taschen sein, die wir jeweils zu den entsprechenden Baumwollkleidern tragen können, wenn wir nicht Taschen aus Bast, Spagat, Garn und Wolle selbst häkeln wollen, um in der neuen Saison möglichst viel Abwechslung zu haben. JUeitieTlotfeen Ein neuer Automobil - Radioempfänger. Der Wunsch, die Darbietungen des Rundfunks auch auf Autofahrten gemessen zu können, liess den Automobilempfänger entstehen. Die Aufgabe des Automobilempfängers ist ebenso dankbar wie die des Heimgerätes; er bietet dem Autofahrer die Möglichkeit, mit der weiten Welt draussen in Verbindung zu bleiben und verschafft ihm während der Fahrt alle die vielseitigen Genüsse, die der Rundfurnk Tag für Tag von neuem spendet. DaTaus erklärt sieh auch die grosse Beliebtheit des Automobilempfängers in Amerika, wo bereits lK Millionen Wagen damit ausgestattet sind. Aber auch in Europa hat der Automobilempfänger inzwischen Eingang gefunden. Die Phüips- Werke, bekannt als die grössten Radiofabriken der Welt, haben nach gründlichen Untersuchungen und eingehenden Versuchen den ersten Automobilempfänger entwickelt, der ganz auf europäische Rundfunkverhältnisse zugeschnitten ist. Er besteht aus einem «Octode Super», der für beide Wellenlängenbereiche eingerichtet ist und unter dem Armaturenbrett im Wagen eingebaut wird. Der getrennt aufgestellte Sipeziallautsprecher beansprucht, ebenso wie der Empfänger selbst, nur ganz wenig Platz. Abstimmung und Einschaltung des Empfängers; erfolgen mit Hilfe eines Bedienungskästehens ,mit Wellenlängenskala und Zeiger, das an der Steuersäule befestigt wird. Unter Zwischenschaltung eines Vibratorumformers wird das Gerät völlig aus 4er Wagenbatterie gespeist. Wegen der kurzen und nur wenig aufnahmefähigen Antenne ist für einen guten Automobilempfänger eine erhebliche Empfindlichkeit unerlässliche Voraussetzung, und zwar muss sie etwa. zwanzigmal so gross sein wie bei einem gewöhnlichen Heimempfänger. Beim Philips-Autoempfanger wurde dieser Bedienung durch die schon erwähnte Misohoctode und eine zusätzliche Vorverstärkerstufe entsprochen, so dass reiner, lautstarker Empfang aller wichtigen Sender möglich ist. Die automatische Lautstärkeregelung bewirkt eine konstante Empfangsstärke, und die Bedienung ist dank der Kombination von zwei Knöpfen auf einer Achse so einfach und wegen der zweifarbigen Skalenbeleuchtung so übersichtlich, dass sie mit einer Hand vorgenommen werden kann— ein Blick auf die Skala genügt dafür schon. Der Empfänger kann an die bei vielen Wagen bereits zwischen Dach und Polsterung vorhandene Antenne angeschlossen werden. Die Entstörung des Motors usw. erfolgt in der Weise, dass die Motorleistung in keiner Weise beeinträchtigt wird. Die Entstörungsmittel bestehen zur Hauptsache aus einem Filter in der Akkumulator- und Antennenleitung (das Antennenfilter hält alle Störungen unterhalb 200 m zurück), einer Abschirmmatte für die Feuerschutzwand und einigen Blockkondensatoren. Die Empfindlichkeit des Empfängers ist mit einem dreistelligen Schalter regelbar, so dass etwaige Nebengeräusche auf ein Mindestmass herabgesetzt werden können. Der Stromverbrauch ist beim Philips Automobilempfänger wesentlich geringer als bei den meisten anderen Geräten, und zwar beträgt er nur 5,2 A bei 6 V und 2,7 A bei einem 12-Volt-Akkumulator. Der Einbau des Empfängers ist so einfach, dass er in kürzester Zeit in der Garage vorgenommen werden kann. JSiidwitisdi Dr. med. Arthur Zimmermann: Wie bleibe ich gesund? Eine leicbtfassliche Anleitung für eine gesundheitserhaltende Lebensführung. Zürich. Schulthess & Co. — Das kleine Büchlein des zürcherischen Sanitätssekretärs beabsichtigt nicht, den Leser mit bestimmten, strengen, genau vorgeschriebenen Regeln zu beschweren, sondern ihm in leichtfasslicher, flüssiger und populärer Form die nach dem heutigen Stand der Hygiene allgemeingültigen Grundzüge einer gesundheitsfördernden Lebensführung zu vermitteln. Den Schluss des klugen, weisen Büchleins bilden zwölf sehr beachtenswerte Gebote der Gesundheitspflege. Jeder, der sich den Arzt ersparen will, lebe nach diesen Regeln. Nur 10 Minuten. Die tägliche Gymnastik für Jung und All Von Lisa Mar und Fritz Bahro. Mit 17 Bildern auf Kunstdrucktafeln. 21. bis 25. Tausend. Süddeutsches Verlagshaus, G. m. b. H., Stuttgart. — Täglich nur 10 Minuten sollte sich jedermann Zeit nehmen, um seiner Gesundheit zu dienen, um sich lebensfroh und arbeitsfähig zu erhalten. Täglich 10 Minuten Gymnastik genügen, um den gesamten Körper gleichmässig durchzuarbeiten und durch richtige Atmung, ihn von giftigen Schlacken zu befreien. Als vorzüglicher Ratgeber hat sich dieses Buch, von dem nun schon wieder eine neue hohe Auflage vorliegt, bewährt. Hier wird gezeigt, wie diese Gymnastik für Jung und Alt durchzuführen ist. Alle Anweisungen sind leicht verständlich und durch gute Bilder klar gemacht. Auch sind die Uebungen so gewählt, dass wirklich jedermann sie durchführen kann und sie nicht nur den Körper entspannen und kräftigen, sondern gleichzeitig auch schlechte Körperhaltung korrigieren. Dieses für jedermann wahrhaft unentbehrliche Buch, kann wann zur Anschaffung empfohlen werden. Gesunder Schlaf — ohne Schlafmittel. Die Heilung von Schlaflosigkeit auf natürlichem Wege. Von Dr. med. H. Malten, leitender Arzt der Anstalt für Nerven- und Stoffwechselkranke, Baden- Baden. Neuauflage 6. bis 10. Tausend, mit Bildern. Süddeutsches Verlagshaus, G. m. b. H., Stuttgart. — Die meisten Menschen klagen heute über Schlaflosigkeit. Neben den quälenden Schlafstörungen bei vielen chronischen Krankheiten gibt es in unserer sorgen- und unruhevollen* Zeit einen ungeheuer grossen Kreis, der scheinbar Gesunden, der «Nervösen» und «Ueberarbeiteten», die alle an ungenügendem Schlafe leiden. Nichts wäre irriger, dies als etwas ungefährliches dahinzunehmen. denn die Schlaflosigkeit zehrt an der Nervenkraft und untergräbt Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Hier gilt es rechtzeitig einzugreifen. Dieses ausgezeichnete Buch wird Hilfe bringen, denn die hier gegebenen Anweisungen beruhen auf der eigenen, umfangreichen Erfahrung, wie sie von» Verfasser in seiner Anstalt gerade an den schwersten Formen der Schlaflosigkeit gesammelt wurden. 1935 - J& 33 Moderne Jugend: «Was machst Du Grossvater? Villfit Du das Oel im Carter wechseln?» «Woran sieht man denn, was vorn und hinten ist?» «An der Mütze des Chauffeurs.» Sie sind daher wohlbegründet und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit voll erprobt und versprechen Hilfe selbst in schweren Fallen. Salzlose Diät und doch schmackhaft. Das Kochbuch bei Herz- und Nierenleiden, Blutdrucksfeigerung und Arterienverkalkung. Mit 324 erprobten und ärztlich geprüften Rezepten, Speisefolgen zu allen Jahreszeiten und ausführlicher Anleitung zum salzlosen Würzen. Von Dr. med. B. Micklinghoff. Mit Bildern. Süddeutsches Verlagshaus, G. m. b. H., Stuttgart. — Die Salz- und Gewürzfrage ist gelöst. Nun kann selbst die strengste Diät so gestaltet werden, dass sie keine fühlbare Entbehrung mehr bedeutet. So bringt auch salzloses Essen Genuss und Freude. Dieses neue Buch wendet sich an alle die Kranken, welche einer Diät bedürfen, die frei ist von tierischem Eiweiss und Kochsalz- Zusatz. Vor allem sind es die Blutdrucksteigerung, Arterienverkalkung und gewisse Herzkrankheiten, welche endlich durch diese neue Diätform mit nachhaltigem Erfolge behandelt werden können. Bei chronischen Nierenkrankheiten hat die Diät eine entscheidende Wendung herbeigeführt Dieser grosse Fortschritt der Heilerkenntnis ist bisher leider nur ganz ungenügend ausgenützt worden. Mangels guter Anleitung gestaltete sich die Diät meist so, dass man aus der bisherigen Nahrung einfach das Salz und die tierischen Eiweissstoffe wegliess. Uebrig blieb eine fade, geschmacklose und überaus einförmige Ernährung, welche dem Kranken das Leben verleidete. Dass dies nicht so sein muss, beweist dieses neue Kochbuch. In ihm legt die bekannte Aerztin ihre langen und reichen Erfahrungen in der Diätküche nieder, welche sie in der Behandlung und Betreuung diätbedürftiger Kranker gesammelt hat. Wenn man die zahlreichen sorgfältigen Rezepte durchliest, so vermisst man völlig die Einseitigkeit und Beschränktheit, welche den meisten Diätkochbüchern anhaftet. Unter restloser Wahrung der gesundheitlichen Notwendigkeiten — jedes Rezept ist auf seine diätetische Eignung untersucht und erprobt — wird gezeigt, wie abwechslungsreich, schmackhaft, reichhaltig und gepflegt die Krankenkost sein kann. Warum unnötige Gewaltkuren, wenn es ein so einfaches, angel nehmes, ärztlich empfohlenes, ga. sundes Mittel gibt, wie Dr. Ernst Richters Fruhstückskräutertee Er macht schlank, ohne Hera nnd Nerven anzugreifen, irt dabei sehr bekömmlich, erneut das Blut und steigert die Lebensfreude. Dr. med. A.W. in Kr. sshreiU: Ohne Diät U Pfd. abgenommen und empfinde diese langsame Entfettung äussenl angenehm. lPaket Fr.3—. Kur = 6 Pakete Fr. 16.—. In Apothek.u. Drogerien, wo nicht: „Hermes", pharm. kosm. Präparate, Müllheim/Thg. 4.1 DIE KÜHLUNG FÜR ALLE ZWECKE AUSSTELLUNG: URAN1ASTR. 16 TEU. 59.441 AUTOFRIGOR FRIGOMATIC Zürcher-Wochenprogramm Stadttheater Abends 8 UhrSonntag nachmittags 3 Uhr. Di. abend 23. April Carmen, Oper von G. Bizet, mit Sigrid Onegin. Mi. abend 24. April Herz über Bord, Operette von Künneke (A-Ab. 16). DO. abend 25. April 7K Uhr: Boris Godunow, Oper von M. G. Mussorgsky. Fr. abend 26. April 1% Uhr: Walküre, mit Elisabeth Delius und Albert Seibert a. G. (A-Ab. 16). Sa. abend 27. April Premiere: Julius Cäsar, Oper von G. F. Händel, mit Sigrid Onegin. SO. nachm. 28. April Butterfly, Oper von G. Puccini, mit Margherita Perras a. G. SO. abend 28. April Julius Cäsar, mit Sigrid Onegin. MO. abend 29. April Traviata, mit Margherita Perras und\ Torsten Ralf a. G. Schauspielhaus Ahends l' A r Di. abend 23. April 8 Uhr: Maria tag nachm. Stuart Mi. abend 24. April Menschen in Weiss. DO. abend 25. April Premiere: Leonce und Lena, Lustspiel von Georg Büchner. Herr Peter Squenz (Absurda Comica), Schimpf spiel in drei Aufzügen v. Andreas Gryphius. Fr. abend 26. April Menschen in Weiss. Sa. abend 27. April Leonce und Lena sowie Peter Squenz. So. nachm. 28. April 3 Uhr: Maria Stuart. So. abend 28. April Menschen in Weiss. Apollotheater Cafe-Rest. Uhr. Herr Stauffacherstrasse 41. Das Cafehaus mit den bescheidenen Preisen. Rendez-vous vor und nach dem Kino. Cinema Apollo «Schloss Hubertus». Odeo Ce 1-Bar b. Bellevueplatz Charles Berthoud and his International-Club Orchestra Sascha-Skalsky. Cab Pßt Attraktionen. Bekanntes Familienhaus gef. d. Theater am See. Massige Preise bei bester Verpflegung Cafe Albana Löwenstrasse 28 Farn. Schaub Erstklassige Küchenleistungen. Bescheidene Preise. Wiener-Cafe Bristol Pelikanstrasse Das musikfreie Grosscafe mit seinen vielen Zeitungen. Parking: Annag.-Pelikanstrasse. Kistler-Bigler, Mitglied des A.G.S. A. 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In allen Apothekwi oder etarch: LSwen-Apo* iheke, Basel, wo aoeh Gratisprobe ftelEins*ndunfdes Inserat, erhältlich.' Auch In Dragieform unter dem Namen „Leobai - Dragees Dr. Weinreich" zu Fr. 4.-, Fr. 6.50, Kurpackung Fr. 12.50. erhältlich. IW&MM iRKTI iidirM mFWFNSTRMl Generalvertretung für die Schweiz: Fred. Navazza Genf Cliches Hallwag sind erstklassig Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G-, Hallersoue Buchdruckerei und Wagnersohe Verlagsanstalt, Bern.

N° 33 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 skus on ;««!*«& Motorfahrzeuge und Strassenbahn. In einer letzten Nummer der «Automobil-Revue» •wurden an praktischen Beispielen und Zeichnungen die meist begangenen Uebertretungen gegenüber der Trambahn behandelt. Es wird die.Leser gewiss interessieren, eine allgemeine Uebersicht über die •wichtigsten rechtlichen Bestimmungen zu erhalten, denn um Vorschriften nachzuleben, muss man sie zuerst kennen. In diesem Artikel möchte ich dem Leser von den einschlägigen Gesetzen nur das Wissenswerte herausgreifen. Es ist eine ganz hübsche Liste: Eidgenössische und kantonale Gesetze: 1. Bundesstrafrecht; 2. Motorfahrzeuggesetz; 3. Bundesgesetz über die Handhabung der Bahnpolizei; 4. Bundesratsbeschluss über die Hauptstrassen mit Vortrittsrecht; 5. Eidgenössische Vollzugsverordnung zum M.F.G.; 6. Kantonale Vollzugsverordnung zum M.F.G.; 7. Eventuelle Verfügungen und Kreisschreiben der Kantonsregierung. Von der Gemeindegesetzgebung: 8. Die städt. Polizeiverordnung und Bekanntmachungen und Transportregremente; 9. Verordnungen über den Betrieb der Trambahnen, die meistens von den betr. Betriehsdirektionen herausgegeben werden; 10. Die strassenpolizeilichen Verfügungen, im Lokalverkehr (Stadtrat, Gemeinderat, Strassenbauverwaltung, militärische Verfügungen). ; Für die Auslegung dieser Gesetze sind auch die Gerichtsentscheide von grosser Bedeutung. Sie sind für den Juristen und die Richter unentbehrlich "bei Ermessensfragen- und für die möglichst gleichmäsvsige einheitliche Auslegung der Gesetze. Eine Bestreitung des Tatbestandes bei einem Bussenmandat bei Trambahnübertretungen ist fast aussichtslos, weil meistens genügend Trambahninsassen als Zeugen vorhanden sind und diese im Gegensatz zu den Automobilinsassen als vollwertige (unbeteiligte) Zeugen gelten. Zudem werden in manchen Gesetzen die Aussagen des Bahnpersonals — soweit sie in Ausübung ihrer Amtspflicht gemacht werden — denjenigen der Polizei gleichgestellt, d. h. sie werden bis zum Beweise des Gegenteils als wahr angenommen. (Siehe z. B. Art. 12 des B.-G., die Handhabung der Bahnpolizei vom 18."Hornung 1878.) Diese Liste allein zeigt dem Motorfahrzeugführer, dass es ausser dem Motorfahrzeuggesetz und deren Vollzugsverordnung noch viele andere Erlasse gibt, mit denen er in Konflikt kommen kann. Es sind — besonders bei den älteren Gesetzen — noch eine ganze Reihe veralteter Bestimmungen in Kraft, die bei einem Unglücksfall hervorgezogen und dem Motorfahrzeugführer zum Verhängnis werden können. Dies ist besonders bei der Lokalgesetzgebung der Fall. Art. 67, Abs. 2, des rev. Bundesstrafrechts lautet: « Wer durch Fahrlässigkeit die Sicherheit des Eisenbahnbetriebes (worunter auch die Trambahnen fallen. Red.) "erheblich gefährdet, wird mit Ggfängnis bis zu einem Jahr, und wenn ein Mensch bedeutend verletzt oder getötet worden ist, mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft. > Ob z. B. bei einem Auto/Tramzusammenstoss eine «erhebliche Gefährde » vorliegt, ist eine Ermessensfrage, die bei der jetzigen Tendenz der strengern Bestrafung von Verkehrsdelikten eher zu ungunsten der Automobilisten ausgelegt wird. Eine « erhebliche Gefährdung » ist nach der Praxis mancher Städte schon dann vorhanden, wenn der Tramwagen an der Weiterfahrt verhindert ist. Der Prozess eslbst ist sehr weitläufig: Polizeiliche Tatbestandsaufnahme, polizeiliche Voruntersuchung (Befragung aller Beteiligten), Leitung an den Untersuchungsrichter (event. Ergänzung), Staatsanwaltschaft, kantonales Justizdepartement, Bundesanwaltschaft, Eidgen. Justizdepartement, Delegationsbeschluss (mit der Unterschrift des betr. Bundesrates), Rückweisung an kaut. Justizdepartement / Staatsanwaltschaft zum Untersuchungsrichter, der jetzt nochmals alle Zeugen, Geschädigten und Beklagten einvernehmen muss. Endlich Leitung an das zuständige Gericht (meistens Bezirksgericht). Für den Bestraften ist das nicht besonders angenehm, weil er jetzt eine gerichtliche (nicht nur eine polizeiliche) Vorstrafe hat; von den höhern Gerichtskosten ganz abgesehen. Nach dem Bundesgesetz betreffend die Handhabung der Bahnpolizei vom 18. Hornung 1878 (0 müssten alle Fahrzeuge 10 Meter vor der geschlossenen Barriere halten (Art. 4/3), und nach Art. 7 kann vom Fehlbaren unter gewissen Voraussetzungen (bei ungenügenden Ausweisen, keinen festen Wohnsitz in der Schweiz) eine Kaution verlangt werden. Die Gemeindegesetzgebung ist auffallenderweise von den Verkehrsverbänden vernachlässigt worden, obwohl viele alte einsehneidende Bestimmungen zu. ungunsten der Motorfahrzeugführer noch in Kraft sind und obwohl man gerade hier wichtige Erfahrungen für die definitive Lösung von Verkehrsproblemen im kleinen sammeln könnte. Die gesetzliche Grundlage ist in Art. 3 M.F.G. festgelegt, wo den Kantonen und Gemeinden das Recht zum Erlass lokalpolizeilicher Verkehrsvorschriften gegeben wird zur « Sicherheit des Verkehrs >. Was alles unter dem Deckmantel der « Verkehrssicherheit > verboten werden kann, zeigt das neueste bündnerisehe Verbot des Skikjörings. Wie ist nun die Rechtslage, wenn eine solche alte Bestimmung im Widerspruch steht zum jetzigen Motorfährzeuggesetz und der Fahrer auf Grund eines verstaubten Ladenhüters zu einer Busse verdonnert wird? Wohl bricht Bundesrecht kantonales Recht, nach einem allgemeinen Verfassungsgrundsatz.' Die Rechtslage ist aber nicht immer klar, "WBil die Kantone und die Gemeinden im «Interesse der Verkehrssicherheit > ausdrücklich zu weitergehenden Verkehrsbeschränkungen befugt sind (Art 3 M.F.G.). Die Anwaltskosten werden meistens grösser sein als die Strafe, und so wählt der Automobilist eben das kleinere Uebel. Ein Rekurs wird nur dann Erfolg haben, wenn eine klare, schwere Verletzung der Grundsätze des neuen Motorfahrzeuggesetzes vorliegt und die angefochtene Vorschrift nicht der « Verkehssicherheit» dienen kann. Wie wichtig eine Revision der lokalpolizeilichen Vorschriften durch dje Herren Juristen der Autosektionen wäre, zeigt die relativ neue Polizei Verordnung der Stadt St. Gallen vom 24. Mai 1921, wo z. B. Art. 33 bestimmt: «Es ist untersagt: e) Das Fahren und Reiten hinter einem Strassenbahnwagen in der Fahrrichtung in kürzerer Distanz als ca. 50 Meter. » Jawohl: fünfzig Meter! Stellen Sie sich diese Fahrweise im Stadtinnern einmal vor. — Im gleichen Art. 33 heisst es z. B, in Absatz 4, dass bei Doppelgeleisen nur vorgefahren werden dürfe, « wenn kein entgegenkommender Tramwagen in der Nähe ist», und in Abs. 1 steht wörtlich: «Soweit Paraleilstrassen bestehen, haben Fahrzeuge für längere Strecken die von Strassenbahnlinien freien Strassen zu benützen. » Man könnte hier einem ortskundigen Fahrer einen Strick dadurch drehen, indem man ihm vorwerfen könnte, bei Benützung der Paralellstrasse wäre der Unfall nicht passiert. In Art. 30 verlangt die Stadtpolizei vom Motorfahrzeugführer geradezu Uebermenschliches: Er hat den Anordnungen der Verkehrspolizei, « auch soweit sie nur durch Winke erfolgen, unbedingt und ohne Verzug Folge zu leisten », also nicht etwa nur den deutlich und korrekt gegebenen gebräuchlichen Zeichen^ sondern auch den undeutlich gegebenen Winken, dazu noch rasch und unbedingt! Solche Musterehen gäbe es noch mehr und finden sieh auch in den Polizeiverordnungen anderer Städte. Wir finden anderseits darin auch viele fortschrittliche Verbesserungen, Massnahmen gegenüber den andern Strassenbenützern, vom betrunkekenen Fuhrmann' bis zum spielenden Kinde. Die Verbände könnten bei der Vorbereitung dieser Gesetze ohne Zweifel viel erreichen; sie könnten auch die 'Behörden durch praktische Vorschläge unterstützenj wodurch das Verhältnis sicher nicht schlechter - würde. Das Studium der Tramvorschriften (über die Handhabung der Tramwagen, Bremsen, Geschwindigkeit, Signalpflicht usw.) ist bei schwereren Tramunfälleri auch für" den Automobilisten empfehlenswert. Der Tramführer ist ein Mensch so gut und so schlecht wie ein Automobilist und kann darum auch Fehler machen. M. N. in St. G. L«9 Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Vernünftig fahren. Gedanken zum Leitartikel: «Was not tut!» Vernünftig fahren, gewiss soll man das, aber es gibt da Fälle, welche man sehr gut versteht, nicht gutheisst, aber auch nicht gut verurteilen kann. Oder doch?' Es regnet. Auf der nicht gerade -gut unterhaltenen Landstrasse geht ein Mann. Links und rechts der Strasse ist ein tiefer Graben oder eine undurchlässige Hecke. Ein Auto kommt dahergebraust mit sagen wir 50 km Geschwindigkeit. Links und rechts schiessen die Wassergarben meterhoch auf, aus den Wasserpfützen. „ Im Auto sitzt der Arzt der Gegend, man hat ihn zu einem schwer kranken Patienten gerufen. Dringend, dringend müsse er kommen. Der Arzt hat Nachmittagbesuchszeii, im Wartzimmer eine Menge Leute, die schon • warten auf ihn. Wohl oder übel muss er dem /dringenden Rufe Folge leisten, die im Wartzimmer müssen warten. Er will aber auch diese Leute nicht zu lange warten lassen und fährt los mit seinem Wagen. Schneller als sonst, vielleicht, vielleicht auch bald aus Gewohnheit etwas schneller als andere Leute, Das wird dem Fussgänger zum Verhängnis. Noch bevor ihn der Arzt durch die regennassen. Scheiben gesehen hat und bremsen kann, ist er von einer aufspritzenden Wasserund Kotlache über und über beschmutzt; Wart, dir will ich es beibringen, >wie man Auto zu fahren hat. Die Nummer kann er nicht mehr lesen, aber in die Zeitung wird er es tun. Alle Welt muss das wissen, wie unerhört frech und gemein die Automobilisten geworden sind, etc. etc. Ein anderer Falb Seit der Einführung der beschränkten Arbeitszeit für Autoführe? ist esmatstadt unternimmt. der eine zweitägige Weekendfahrt nach der Lim- schlimm geworden für die" Chauffeure." Jetzt müssen sie nämlich die Fuhren, welche vorher von morgens 5 Uhr ,Ms abends 10 Uhr dauerten, von S. •>. A. C. morgens 7 Uhr» bis abends 5 Uhr ausführen: Es wird besser eingeteilt, man gibt mehr Leute mit zum Auf- und Abladen, aber trotzdem, es ist und bleibt eine Pressiererei in vielen Geschäften, und dem Chauffeur bleibt nichts anderes übrig, als schnell zu fahren, so schnell wie es der Wagen erlaubt und das Publikum oder der Verkehr es gerade noch zulässt. Ein andermal davon. Jetzt soll nur gesagt "werdet]:, 'dass auch Gesetze sogar Ursachen zu Gesetzesübertretungen werden können. Strassenrowdies gibt es nur ganz wenige, wenigstens was "darunter zu verstehen ist, nämlich eben die Wichtigtuer und eingebildeten Rennfahrer. Diese t abzustellen und zu faagen wird nicht schwer sein.' ;An dieser. Jaigd werden sich alle berufsmässigen Chauffeure mit Freude beteiligen. Viel schwieriger wird die Jagd auf die Geschäftsherrenv welche immer pressiert sind, weil sie ihre Zeit nicht richtig einteilen. Noch schwieriger wird es sein, die wirklich Schuldigen zu bestrafen, wo der Herr, einen Chauffeur hat, sei es nun Lastwagen- oder Lüxuswagenchauffeur. Und zum Schluss: Es wird auch nicht leicht sein, zu unterscheiden, ob ein Arzt von berüfswegen oder aus Gewohnheit, eo schnell fährt. , . H. W. in B. Die Stellung des Velofahrers im Motorfahrzeuggesetz. In Ihrer geschätzten Zeitung verfolge ich gespannt die jeweiligen Notizen über die Rechtssprechunä über Autounfälle und bin nun sehr erstaunt,' dass unser oberster Gerichtshof dahin entschieden hat (vergleiche Bundesgerichtsentscheid in "rio'.*"28 "der «A.-R.»), Mass der Gesetzgeber wahrscheinlich; unter .die Motorfährzeuge auch das Velo gerechnet habe, so dass also auch das von jeehts kommende Velo- den Vortritt hat. Wenn das Velo also wirklich gleichberechtigt ist, warum wendet man nicht strengere Maßstäbe an, um auch da Fehlbare zu bestrafen? Ich habe noch nirgends gelesen, dass auch der Velofahrer für Nichtbeherrschung seines Rades haftbar gemacht wurde. So gut der Autofahrer in kritischen Momenten anzuhalten hat, hätte auch der Velofahrer anzuhalten und abzusteigen. Es ist mir schon passiert, dass Fussgänger auf grossen Plätzen mir vor den Augen von Polizisten von rechts in das Auto gelaufen sind. Wäre ich nicht aufmerksam gewesen, hätte es jeweils einen Unfall gegeben. Wahrscheinlich hätte das Bundesgericht auch entschieden, dass die Fussgänger, weil sie die Strasse auch benützen, als Motorfahrzeuge zu bewerten seien. Da ich jeden Tag in der Stadt und auf dem Land grössere Strecken zu fahren habe, interessiert es mich sehr, ob die Gerichte einfach den festgelegten Text eines Gesetzes auf ihre «logische» Deckungsweise erweitern und «verbessern» dürfen. Nach meinem Erachten würde man in diesem Fälle die Druckkösten eines Gesetzes ersparen können Ės wird mich freuen, wenn sich Autofahrer- Kollegen zu dieser Sache auch aussprechen würden, damit eventuell durch einen der grossen Verbände (A.C.S. oder T.C.S.) beim Bundesgericht ein grundsätzlicher Entscheid hervorgerufen werden könnte. W. S. in H. A. C. S. SEKTION BERN. Geschicklichkeitsprüfung. Für die am 5. Mai stattfindende III. Auto-Gymkhana sind die Vorarbeiten in vollem Gange. Ein von der Sportkommission bezeichneter Ausschuss hat dieser Tage verschiedene Plätze auf ihre Verwendung als «Test Ground» praktisch geprüft und sich schliesslich für den Flugplatz Belpmoos entschieden. Das ausgesuchte Terrain liegt südlich der grossen Flugzeughalle und den lässt den erfinderischen Sportkommissären weiten Raum für alle möglichen Hindernisgestaltungen. Die Platzwahl, welche durch die sympathische Einstellung der Flugplatzdirektion weitgehend gefördert wurde, ermöglicht die einwandfreie Durchführung der Veranstaltung, indem der Charakter einer «geschlossenen Sektionsveranstaltung» gewahrt bleibt, d. h. abseits unerbetener Zuschauer vor sich gehen kann. Die Prüfungsaufgaben liegen 6chon seit einiger Zeit -fest. Sie sind zu einem grossen Teil aus dem täglichen Verkehr entnommen, das übrige Pflichtenheft hat mehr die amüsante Seite einer Gymkhana zum Gegenstand. Die Sportkommission rechnet mit einer starken Teilnehmerzahl, da das Reglement erstmals die Konkurrenten nach grossen und kleinen Wagen ausscheidet und diese wiederum in Amateure und Experten unterteilt. Die dieser Firma wurde eine Genossenschaft gebildet. Sportkommission hofft auf" diese Weise die bis-Diesherige offensichtliche Benachteiligung der grossen gemeinsame Benützung der Liegenschaft der AG. bezweckt den Ankauf, die Verwaltung und Wagen auszumerzen, indem diese nunmehr gesondert von den kleinen Wagen gewertet und be- und die Fabrikation im Automobilgewerbe und den Stünzi Söhne in Wollishofen, sowie den Handel schenkt^ werden. Anmeldungen für die III. Ge-Betrieechicklichkeitsprüfung nimmt das Sektionssekreta- einer Automobilwerkstätte. Das Genossenriat jetzt schon dankend entgegen. h. SEKTION ZÜRICH. Für die Bluestfahrt vom 28. April wurde ein prächtiges Itineraire ausgearbeitet. 'Das Programm der Fahrt ist wie folgt festgelegt:-; '" Vormittags-FahTt: Zürich, Lenzburg; Aarau, Ölten, Langenbruck, Waidenburg, Reigoldswil, Gempenfluh* wo den Teilnehmern um 11.15 Uhr von der Sektion Basel ein Aperitif offeriert wird. Nachher Weiterfahrt über Nuglar, Liestal, Wintersingen, Mägden nach Rheinfelden. Dortselbst um 13 Uhr gemeinsames Mittagessen... Anschliessend frohgestimmtes Unterhaltungsprogramm mit Tanzvergnügen. Die Heimfahrt erfolgt über Bözbeig, Brugg oder über Laufenhurg, Zurzach. Nach den eingetroffenen Meldungen soll der grosse Kirschbaumwald des Baselbiets Ende April prächtig in Bluest stehen. A. 25726. Mai erhält die Sektion Zürich den Besuch des Automobile Club d'Alsace, SEKTION BERN. Tätigkeitsprogramm für den Monat Mai: 3. Mai: Zusammenkunft im Clublokal, abends 8 Uhr (bei schönem Wetter Wagen mitbringen!). 10. Mai: 6—8tägige Tour. 17. Mai: Clubabend (event. Uebungsfahrt). 24. Mai: Allerlei Interessantes. 31. Mai: Maibowle, abends 8 Uhr, Schwarthorstrasse 39. SLus den Vevbänden Verband Schweiz. Motorlastwagenbesitzer (Aspa). Nächsten Samstag, den 27. April 1935 findet in Ölten eine ausserordentliche Generalversammlung statt zur Entgegennahme des Berichtes der Spezialkpmmission Bahn-Auto über die Vollziehungsver- Aufogen-Schweisskurs. Die Continental - Lichtund Apparatebau-Gesellschaft in Dübendorf veranstaltet vom 7. bis 9. Mai 1935 für ihre Kunden und weitere Interessenten neuerdings einen Schweisskurs, an dem Gelegenheit geboten ist, sich mit dem Schweissen der verschiedenen Metalle vertraut zu machen. Erfreuliche Berichte können die deutschen Automobilfabriken über das abgelaufene Geschäftsjahr 1934 ablegen, die in eigenartigem Gegensatz zu den Mitteilungen über die ausserordentlichen Schwierigkeiten stehen, mit welchen unsere einheimische Lastwagenindustrie beispielsweise zu kämpfen hat. So lesen wir in den Ausführungen des Vorstandes der Adam. Opel AG. in Rüsselsheim über den Abschluss 1934: «Der beispiellose Aufstieg, den das Jahr 1933 der deutschen Kraftfahrzeugindustrie gebracht hatte, wurde im Berichtsjahr noch übertroffen. Alle in der bisherigen Geschichte des deutschen Kraftverkehrs erreichten Ziffern wurden in den Schatten gestellt. Stieg schon im Jahre 1933 die Erzeugung in Deutschland von 50 275 auf 105 832 Kraftwagen, so wurde im Jahre 1934 die Zahl von 174 655 Wagen erreicht, womit 1934 auch gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 1928 (Produktion: 138 077 Wagen) weitaus an der Spitze steht. An diesem gewaltigen Aufschwung hat die Adam Opel AG. nicht nur voll teilgenommen, sondern es ist ihr darüber hinaus gelungen, ihren Anteil an den deutschen Zulassungen weiter zu erhöhen. Von den im Jahre 1934 auf dem deutschen Markt abgesetzten 150 329 fabrikneuen Kraftwagen stammten 59 763 aus den Opelwerken. Trotz der auf den internationalen Märkten ständig steigenden Schwierigkeiten und trotz der unbefriedigenden Preislage im Auslandsgeschäft •walen wir bestrebt, den Export mit allen Mitteln zu fördern. Es gelang uns auch hier, nicht nur eine absolute Absatzsteigerung um 10% von 7672 auf 8441 Stück zu erzielen, sondern auch unseren Stückanteil am Gesamtexport der deutschen Automobilindustrie von 63% auf 65% zu steigern.» Aufomobilwivtscfaaft Neugründung: Giesshübel-Garage AG., Zürich. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 1000 Fr., eingeteilt in 10 Namensaktien, gegründet. Ihr Zweck ist der Betrieb einer Reparaturwerkstatt für Automobile und Garage. Einziger Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift ist zur Zeit K. Hagedorn, Automechaniker, in Zürich. Domizil: Eichstrasse. Zihler. Steger & Co., Autogarage, Luzern. W. Zihler, H. Steger und M. Zihler, alle wohnhaft in Luzern, haben unter dieser Firma eine Kommanditgesellschaft eingegangen. W. ZihleT und H. Steger haften unbeschränkt. M. Zihler ist Kommanditär mit dem Betrag von 6000 Fr. Betrieb einer Autogarage und Reparatur-Werkstätte. Domizil: Zentralstrasse. Automobilwerkstätten Wollishofen-Zürich. Unter schaftskapital besteht aus dem jeweiligen Totalbetrage der ausgegebenen, auf den Namen lautenden Anteilscheine zu 500 und 1000 Fr. Der Genossenschaftsvorstand besteht zurzeit aus W. Risch, Kaufmann, als Präsident und Dr. H. Maag, Rechtsanwalt, als Aktuar. Personnelles: Pneuhandels-AG., Basel. Die Prokura von F. Ruesch ist erloschen. Otto Guggenbühl, Autoersatzteile, Zürich. Inhaber der Firma ist O. Guggenbühl, Handel in Autoersatzteilen und Zubehör. Domizil: Falkenstrasse 2. Walter Kleiner. Autogarage, Zug. Inhaber der Firma ist Walter Kleiner in Zug. Autoreparatur- Werkstätte und Handel in Autos. Domizil: Baarerstrasse. Ulrich Deutsch, Kollif-Vertrieb, Zürich. Inhaber der Firma ist U. Deutsch in Zürich. Fabrikation und Vertrieb des «Kollit» Opelzusatz für Automotoren. Domizil: Seebahnstrasse. Hans Gurtner, Autogarage und Reparaturwerkstätte, Lengnau. Die Firma ist infolge Wegzuges des Inhabers erloschen. C. Gemnheimer. Fournituren für Autokarosserien, Zürich. Inhaber der Firma ist C. Gennheimer in Zürich, Fournituren für Autokarosserien, Autosattlerei und Autozubehör, usw. Domizil: Nüschelerstrasse. H. Müller, Karosserie, St. Gallen. Inhaber der Firma ist Heinrich Müller in St. Gallen-W., Karosserie, Zürcherstrasse 117, Schönenwegen. Walter Bocco, Autoreparaturen, Uznach. Inhaber der Firma ist Walter Bocco in Uznach, Bahnhofstrasse. Schluss des Konkursverfahrens. Louis Reys Nachfolger, Automobile. Lausanne. Das Verfahren wurde am 19. März als geschlossen erklärt. Einstellung des Konkursverfahrens. Retrag Reise- und Transporfunternehmung A.-G., Alfstetten-Zürich. Ueber diese Firma, welche den Betrieb eines Autotransport- und Reiseunternehmens, Handel mit Automobilen und Reparaturwerkstätte inne hatte, ist durch Verfügung vom 19. März der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mangels Aktiven wiederum eingestellt worden: ordnung zum Verkehrsteilungsgesetz. Als weiteres Firmenänderung: Traktandum ist vorgesehen: Diskussion und endgültige Stellungnahme des Verbandes zu der Abstimmung vom 5. Mai 1935. Fernand Tardy, Autogarage, Lausanne. Fernand Tardy übernimmt Aktiven und Passiven der erloschenen Kollektivgesellschaft Charles et Fernand Tardy. Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Rue du Lac, Handel u. Industrie Ouchy. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. ELEKTRION mOTOROIL •«TU«''"'.' das weltberühmte Flugmotoren- und Auto-OeL l'huile de grande marque pour l'aviation et l'auto Ckorcicpen isolieren