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E_1935_Zeitung_Nr.035

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — JM 55 Frühling im Zugerland. Welche Hoffnungen knüpfen sich an dieses beglückende Wort! Selbst der Städter, der, eingezwängt zwischen hohen Mauern, rauchenden Schlote, wirbelnden Verkehr, in die Hatz nach Geld und Gut, während der Woche keine Zeit hat, sich um das Erwachen der Natur zu kümmern, bleibt vor dem verirrten Rasenstücklein bei der Verkehrsinsel stehen, betrachtet sinnend die sprossenden Frühlingsboten und freut sich an jedem Blümlein, das als Gruss vom Frühling auf dem Lande, an der Strassenecke zum Verkaufe lockt. Ein Sehnen packt ihn. Aber was bleibt ihm anderes übrig als zu warten auf den nächsten Sonntag. Aber dann... Ein richtiger Garten Eden ist im Frühling das Zugerländchen. Bunte Wiesenteppiche, ein einziges riesiges Blütenmeer, frischgrüne Laubwälder, durchwirkt vom ernsten Grün der Tanaen, dazu das tiefe Blau des Sees, ein einziges grosses Farbenwunder! Unter einem wolkenlosen Himmel glitzern und gleissen die Gletscher in der Ferne. Rigi, Rossberg, Pilatus und Stanserhorn tauchen ihre Häupter in die spiegelglatten Fluten des Sees, als wollten sie die letzten Ueberreste des zerrissenen Wintermantels eilig wegwaschen. Ist es da verwunderlich, wenn der Automobilist seine sonst so eilige Fahrt verlangsamt und gar unterbricht, um die köstliche Augenweide voll zu geniessen, wenn all die lauschigen Plätzchen am See, die unzähligen Spazierwege sich mit freudetrunkenen Menschen beleben? Den vollendeten Genuss des klassischen Zuger Frühlings, den schon so mancher Dichter besungen, vermittelt eine Fahrt auf dem Zuger- oder Aegerisee. Oder liebst du mehr eine Wanderung im wildromantischen Tobel, dem schäumenden Bergbache entlang? Das' Lorzentobel mit seinen weltberühmten Tropfsteingrotten verschafft dir diesen Genuss. Nicht minder reizvoll ist die Fahrt auf die Höhe des Zügerberges. Nach Lust und Neigung wählt man ein Wanderziel. Bald wandert man vorbei an Moor und Heide über die Hochebene hinunter nach Walchwil, bald durch schattigen Wald ins Aegerital, ein andermal auf die aussichtsreiche Höhe des Rossberges und gar nicht selten hinunter nach Allenwinden oder zurück zur Stadt. Weggis hat dies Jahr die Saison etwas später, aber mit gutem Erfolg eröffnet. Ueber die Ostertage waren die meisten Hotels voll besetzt. Dazu wählten viele den Ort per Schiff, Auto oder zu Fuss als Ausflugsort. Das war ein frohes Leben und Treiben in dem hier bereits erwachten Frühling. Da nun die volle Blütenzeit unmittelbar bevorsteht, ist auch weiterhin ein ordentlicher Betrieb zu erwarten. Am Karsamstag haben die Darbietungen der Kurmusik begonnen, und am Sonntagabend brachte das Heimatschutztheater «Dr Schützekönig » von Freuler und Jenny zur Aufführung. Vitznau. Dass der Föhn als ältester Urner ein ganz vernünftiger Patron sein kann, das hat er über Ostern schlagend bewiesen. Sorgenschwer für alle, die im Fremdenverkehr interessiert sind, nahm die Karwoche ihren Anfang. Noch der grüne Donnerstag roch bedenklich weiss nach Schnee. Doch, siehe da! Ein leichtes Säuseln zog an den Flühen der Rigi entlang, das sich rasch zum steifen Föhn auswuchs. Der Karfreitag war glanzvoll, ausgezeichnet das Wetter und auch der Saisonauftakt in Vitznau. Wolkenlos, mit unvergleichlich schönem Ausblick auf die noch tief verschneiten Nachlbarberge, präsentierte sich der Morgen des Tag des Herrn. In Scharen kamen sie herbeigeströmt, unsere alten Freunde und Gönner, um sich nach langen Schlechtwetterwochen an den Herrlichkeiten, die ihnen die Rigi-Sonnenseite verhiess, zu erlaben. Fast zum Winter heraus entwickelte sich die Hochsaison mit allen ihren frohen Unterhaltungen. Rasch ziehen wir nun der herrlichen Maiblüte entgegen. Vexanstaitungen Brugger Springkonkurrenz am 5. Mai. Die 16. Brugger Springkonkurrenz, steht vor der Tür! Bereits wirbt das Plakat mit dem markanten Pferdekopf für den Reitertag Tom 5. Mai im Schachen. Die Vorarbeiten ßind abgeschlossen und eine in jeder Beziehung einwandfreie Hindernispiste wird Können und Wissen der Reiter prüfen. Die Propositionen enthalten folgende verschiedene Kategorien: 1. Kat.: D. Preis vom Geissberg. Springkonkurrenz für Soldaten mit 8 Hindernissen bis 1 Meter. Ein Drittel der Konkurrenten erhalten Preise. — 2. Kat.: L. Preis von Brugg. Leichte Springkonkurrenz für Offiziere aller Waffen, Damen und Herrenreiter. Die 10 Hindernisse weisen eine Maximalhöhe von 1 Meter 10 auf. Eventuell wird diese Kategorie in zwei Teilen durchgeführt. — 3. Kat.: U. Preis von der Hahsburg. Springen für die Unteroffiziere der Kaval- Vierwaldstätter - See und Umgebung c Kommen Sie doch mit Ihrem Reparaturwagen so rasch als möglich und bringen Sie einfach alle Bestand- und Ersatzteile mit, die Sie irgendwie am Lager haben», v lerie. Ke Höhe der Hindernisse beträgt hier 90 bis 110 Zentimeter. — 4. Kat.: M. Jagdspringen. Preis vom Bad Schinznach. Diese interessante Kategorie ist für alle Pferde offen. Es sind 14 Hindernisse zu nehmen. (Maximale Höhe 120 Ztm.). — 5. Kat: S. Preis von Vindonissa. Die schwere Springbonkurrenz stellt hohe Anforderungen an Pferd und Reiter. Die Maximalhöhe der Hindernisse beträgt 130 Zentimeter. Zudem ist eine Minimalzeit vorgeschrieben. — Die Kategorien D. und L. werden am Vormittag geritten und die übrigen am Nachmittag. Jeder Konkurrenz ist ein Spezialpreis zugesichert. Die Stadtmusik Brugg wird auf dem Sportplatz für Unterhaltung sorgen. fBädwtüsdi Alfred Kerr: Walter Rathenau, Erinnerungen eines Freundes. — Querido-Verlag Amsterdam, 1935. 208 Seiten. — Goethe hat oft seine Arbeitsmethoden formuliert Zum Beispiel so: « Bei der Betrachtung der Natur im Grossen wie im Kleinen habe ich unausgesetzt die Frage gestellt: Ist es der Gegenstand oder bist du es, der sich hier ausspricht? Und in diesem Sinn betrachtete ich auch Vorgänger und Mitarbeiter. » Er sagt ja selbst: Nicht nur der Natur gegenüber, auch den Menschen, der Geschichte gegenüber will er sich so verhalten. Man könnte sagen: Alfred Kerr ist das Gegenstück zu Goethe. (In der Methode nur, versteht sich!) Denn Kerr spricht gern selbst. Und viel. Das ist verständlich. Stammt er doch aus der letzten Generation des vergangenen Jahrhunderts, die sich stark bemühte, sich selbst auszusprechen. Alfred Kerr tut dies bis in, seinen Stil hinein. Er sagt von seinen Bemühungen um seinen ihm eigenen Stil: c Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn! » Vermutlich verstand er unter Segen die klingende Münze. — Alfred Kerr, 20 Jahre mit Walther Rathenau eng befreundet, erzählt hier seine Erinnerungen an seinen Freund, Der private Mensch ist ihm wichtiger als der öffentliche. So entwirft er ein Bild mit manchen Ein* blicken in diese tragische, problematische Persönlichkeit, den Wirtschaftler, Ingenieur, Politiker. Um die Person Rathenaus wird in diesem Buch das politische, wirtschaftliche, künstlerische Berlin reizvoll lebendig, Ereignisse und Menschen erstehen, die in den letzten Jahrzehnten eine Rolle im öffentlichen Leben spielten. Alles vom Privaten her gesehen; heiter, leicht, schmerzlich, tragisch, auch liebenswürdig und fesselnd. Wer sich interessiert Sät eine abgelaufene Epoche mit all ihrem Können, aber auch ihrer Tragik — und wer sollte das nicht? —» der greife zu diesem Buch. •• Dle Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Von Zürich, Basel, Bern, Luzern nach fährt man Immer gern. Das Parkparadies des sonnig-schönen H O T E L H E R T E N S T E I N ( V i e r w a l d s t ä t t e r s e e ) bringt die dem Automobilisten besonders not. Ausspannung u. sichere Erholung. 200,000 m s Park, über 1 km eig. Seepromenade. Angel- n. Wassersport. Tennis. Volle Pension ab Fr. 9.- Einzelboxen. 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N° 35 - 1935 AUTOMOBir-^EVUE 11 Ve»l*ek» Zum Verkehrsteilungsgesetz. Mit berückendem Liebreiz wird in der letzten Zeit der fast paradiesisch anmutende Verkehrsfriede geschildert* den das Verkehrsteilungsgesetz hervorzaubern werde. Dem Stimmpublikum wird eine Taxermässigung in Form einer Beibehaltung der Sonntagsfahrkarten in Aussicht gestellt, das Gesetz wird als «friedliches Verständigungswerk von Fachleuten» geschildert, kurz, man wird so nach und nach in den Glauben eingewiegt, dass die ganzen Nöte und Sorgen, die wir uns um die Bundesbahn gemacht haben, mit der Annahme des Gesetzes behoben wären. Und darin liegt eine Gefahr, die kaum ernst genug eingeschätzt werden kannl Wie die Leitung der SBB durchblicken lässt, könnte das Verkehrsteilungsgesetz auch nach ihrer Ansicht bestenfalls dafür sorgen, dass sich die Verhältnisse nicht noch verschlimmern. Dabei wird auf die Annahme abgestellt, dass der Lastkraftwagen eine bedeutende Konkurrenzierung für die Bundesbahn gebracht hat. In diesem Zusammenhang wurde von unbeteiligter Seite schon darauf hingewiesen, dass die gesamte Lastwagenkonkurrenz der Bundesbahn höchstens 1,2 bis 2 Prozent ihrer Transporte ausmachen könne, der gewerbsmässige Lastwagenverkehr entsprechend weniger, da nach den Erhebungen der SBB selbst nur ein Fünftel der Lastwagen für gewerbsmässiga Transporte verwendet werden. Die Tatsache, dass für die Lage der Bundesbahn ranz andere Faktoren als die zu unrecht so verpönte Automobilkonkurrenz massgebend sind, beweisen auch die Zahlen über den anteilmässigen Verkehr im Inland und mit dem Ausland. Danach hat der Inlandverkehr in den Jahren 1913 bis 1933 trotz Lastwagenkonkurrenz von 100 auf 124,3 Prozent zunehmen können, während der Verkehr mit dem Ausland in derselben Zeitspanne von 100 auf 80,2 Prozent zurückfiel! , Was nun die vielgepriesene Möglichkeit einer rationelleren Organisation des Verkehrswesens anbetrifft, ist auch hier ein grosses Fragezeichen zu setzen. Jeder, der in den Mechanismus einer Organisation hineingeblickt hat, die an den Staatsapparat angekoppelt ist, weiss, dass fast jede c Rationalisierungsmassnahme > neue Papiermassen in Bewegung setzt und, wirtschaftlich gesehen, sich zu einem 1 schweren Ballast auswächst. Stelle man sich da bloss einmal den Apparat vor, der die Innehaltung der gesetzlichen Vorschriften zu überwachen hätte. So z. B. die Kontrolle, ob die im Werkverkehr transportierenden Lastwagen auch wirklich keine Rückfracht auf Rechnung Dritter aufgenommen haben usw. usw.! Ferner bedeutet die Einführung des Lastkraftwagens für die Haus-Haus-Bedienung in Orten mit kleinen Verhältnissen eine Verteuerung, nicht eine Verbesserung. Bis heute war nämlich dieser Transport durch irgend einen Dorfbewohner besorgt worden, der für diese Gelegenheit zwei, drei Stunden nebenamtlich den Frachtführer spielte. Diese im freien Verkehr gewordene Regelung war wirtschaftlich weit rationeller, als sie irgend eine Gross-Organisation je zustande bringen kann. Die Zusammenfassung der verschiedenen Interessengruppen im Schosse einer Kommission und unter der Vormundschaft des Eisenbahndepartementes ist ebenfalls keine glückliche Losung. Da diese Kommission nur beschliessen kann, was das selbst wiederum vom Parlament abhängige Eisenbahndepartement bewilligt, wird ihre Tätigkeit nicht sonderlich fruchtbringend sein können. Sie kostet wieder erhebliche Summen Geldes und kann eigentlich nur Sand in das Getriebe dieser Organisation hineinwerfen, um den Lauf zu hemmen. Die wirklich sehr fraglichen Vorteile einer sogenannten Rationalisierung sind aber nur gegen einige bedenkliche Opfer eintauschbar. Einmal führt die Abdrosselung des Lastwagenverkehrs zu einem Rückgang des durch die Privatwirtschaft gepflegten Wagenparks. Diese Bestandsverminderung ist im Hinblick auf die Landesverteidigung jedenfalls wenig wünschbar. Mindestens sorgen verschiedene Länder, so z. B. unser nördlicher Nachbar, Jugoslawien usw., durch weitestgehende Vergünstigungen dafür, dass die Privatindustrie und Privatwirtschaft möglichst viele Automobile aller Gattungen aufnehmen, um im gegebenen Fall auf eine für den Staat kostenlos unterhaltene Reserve zurückgreifen zu können. Neben dieser militär-politischen Folge bringt das Gesetz der Bahn selbst, besonders aber auch der Post, vermehrte Ausgaben, denen die Post durch Erhöhung der Paketposttaxen begegnen wird. Im weiteren geht es aber recht eigentlich auf eine Prinzipfrage hinaus mit nicht zu unterschätzender politischer Tragweite. Diese Frage lautet: Wollen wir ein mittelständisches Gewerbe teilweise opfern, um vorerst in einem Teilmonopol die Vorstufe zu einem späteren Vollmonopol einer staatlichen Verkehrswirtschaft zu erklettern? — Dass es sich um ein Aufgeben ihres mittelständischen Gewerbes für verschiedene Transporteure handelt, sagt ja das Gesetz selber. — Sollte am nächsten 5. Mai die Abstimmung ergeben, dass das Volk diese Vorstufe wählt, so wird die Erreichung des" staatlichen Vollmonopols nur mehr eine Frage der Zeit sein. Denn es ist nicht zu vergessen, dass ein ständiger Druck in dieser Richtung vom roten Lager aus gehen wird, der naturnotwendig in jede neue Ritze eindringen wird, um so zum Ziel über kurz oder lang endgültig durchzubrechen. Die bald zu erwartende Enttäuschung über die Wirksamkeit des Verkehrsteilungsgesetzes werden dann die Einbeziehung auch des Werkverkehrs 1 erleichtern, weil die Widerstände langsam ihren Halt verlieren müssen. — TJnd in der Zwischenzeit wird man die Sanierung der Bundesbahn, dieses so überaus dringliche Problem, ruhig schlummern lassen. —of. Von befürwortender Seite wird dagegen geschrieben: Warum das Verkehrsteilungsgesetz bekämpfen? Es ist in den Verhandlungen der Bundesversammlung, in vielen Pressemeldungen und Vorträgen nachgewiesen worden, dass das Verkehrsteilungsgesetz eine volkswirtschaftlich dringend notr wendige Verständigungslösung der unhaltbar gewordenen Verkehrsverhältnisse darstellt. Trotz dieser nach und nach in immer weitere Volkskreise gedrungenen Erkenntnis fahren die Gegner des Gesetzes fort, dieses mit fadenscheinigen Argumenten zu bekämpfen. So sagen sie: 1. Das Gesetz sei verfassungswidrig. Das ist nicht wahr. Es stützt sich zu Recht auf den Art. 36 der Bundesverfassung über das Postregal, der von jeher^ den Charakter eines allgemeinen Transportregals gehabt hat. Auf diesem Artikel fussen schon heute die Konzessionen für die Schiffahrt, den Personentransport mit Automobilen, Aufzügen und Luftseilbahnen und für den gesamten Radiödienst. Das Regal kann daher ohne weiteres auch auf den gewerbsmässigen Gütertransport mit Automobilen. ausgedehnt werden und diesen der Konzessiongpflicht unterstellen, was durch das Verkehrsteilungsgesetz geschieht. Das Gesetz verstösst auch nicht gegen die verfassungsmässig garantierte Handelsund Gewerbefreiheit, da diese auf dem Gebiete des Verkehrswesens überhaupt nie bestanden hat, was die Konzessionsbedingungen für Eisenbahn; Schifffahrt, Luftschiffahrt nnd Transport elektrischer Energie beweisen. 2. Das Gesetz schaffe eine Vergrösserung des Staatsapparates. Das Gegenteil ist richtig. Der durch das Gesetz erfolgende staatliche Eingriff ist auf ein Mindestmass beschränkt. Verlangt wird einzig eine Konzession für den gewerbsmässigen Gütertransport in der Zone von 10—30 km. Die Auto- Konzessionäre bleiben selbständige Unternehmer. Die Bundesbahnen schaffen für ihre Verwaltung keine eigenen Automobile an und stellen kein neues Personal ein. Die denkbar grösste Freiheit des Transportgewerbes bleibt gewahrt. 3. Der freie Wettbewerb werde unterbunden. Auch diese Behauptung ist falsch. Nur ein Teil des Automobiltransportwesens, nämlich der gewerbsmässige Verkehr, wird der Konzessionspflicht unterstellt. Der Werkverkehr, d. h. der von einer Firma mit eigenen Lastwagen und eigenem Personal für das eigene Geschäft ausgeführte Transport, bleibt völlig frei. Nur dürfen im Werkverkehr nach Verlauf von drei Jahren keine Transporte für andere gegen Entgelt mehr vorgenommen werden. Der Werkverkehr behält seine volle Bedeutung als Preisregulator. Ja er wird sogar zur Erzielung niedriger Tarife beitragen. 4. Das Gesetz belaste die Bundesbahnen und erschwere ihre Sanierung* Dieser Einwand ist ebenfalls unrichtig. Der Asto-Dienst, d. h. die Haus- Haus-Bedienung der Verfrachter mit Automobilen, verursacht den Bundesbahnen allerdings einige Mehrkosten. Diesen stehen aber auch grössere Mehreinnahmen der Bahn durch die Rückgewinnung des Fernverkehrs gegenüber. Daraus wird mit grosser Wahrscheinlichkeit für die Bahn ein Einnahmenüberschuss resultieren, der Tariferleichterungen (vorab die Ausdehnung der Sonntagsbillette, die Ermässigung des Kohlentarifs und die Einführung eines Freigepäcks von 30 kg) ermöglicht. Die durch das Gesetz angestrebte Verkehrsteilung erschwert auch die Reorganisation und finanzielle Sanierung der Bundesbahnen in keiner Weise. Sie bildet vielmehr geradezu deren Voraussetzung, da sie den Bundesbahnen den ihnen zukommenden Verkehr gewährleistet. 5. Das Gesetz habe ungünstige Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt. Glaubt man im Ernst, dass die durch das Gesetz bedingte Stillegung von Fernverkehrslastwagen, die eine Gesamtverminderung des Lastwagenbestandes von wenigen Prozenten bringen wird, den Arbeitsmarkt wirklich in beunruhigender Weise beeinflussen könnte oder dass sie eine Vergrösserung der Arbeitslosigkeit hervorrufen werde, wo es sich ja nur um eine Umsiedelung des Personals und nicht um eine Vernichtung von Arbeitsgelegenheiten handelt? Die Frage stellen, heisst sie beantworten. 6. Das Gesetz rufe einer lästigen Polizeikontrolle. Eine übereifrige Polizeikontrolle ist durchaus nicht zu erwarten, da das Gesetz ein Verständigungswerk darstellt, an dessen loyalem Vollzug.das Transportgewerbe selbst in hohem Masse interes*siert ist- 7. Der Stand der kleineren Auto-Transporteure werde in der Existenz bedroht. Auch dies trifft nicht zu, denn in Art. 2i des Gesetzes ist eine weitgehende Entschädigung nicht berücksichtigter Auto- Unternehmer vorgesehen. Es soll diesen Unternehmern nicht nur der Handelswert des nutzlos, gewordenen Lastwagens, sondern auch der erlittene Schaden für den entgangenen Autoferntransport angemessen vergütet werden. Der Bund wird zu diesem Zwecke eine Summe von 3 Millionen bereitstellen. Die betroffenen Unternehmer tonnen also ihr Geschäft ohne grössere Verluste liquidieren und. sich in nützlicher Frist eine neue, gleichwertige Beschäftigung suchen. Warum also das Verkehrsteilungsgesetz bekämpfen, nachdem sich alle dagegen erhobenen Einwände als nicht stichhaltig erweisen? *. c. s. SEKTION BERN. Tourenfahrten im Jahre 1935. Die Touristik-Kommission unterbreitet den Mitgliedern in einem Rundschreiben die von der Generalversammlung gutgeheiseenen Tourenvorschläge für 1935. Die Wahl wird wohl den meisten Mitgliedern schwer fallen, ist doch jedes der drei ausführlich abgefaesten Projekte geeignet, selbst die Ansprüche der verwöhntesten Auslandsfahrer zu befriedigen. Die kürzeste Fahrt niit «nur> 7tägiger Reisedauer hat das Burgund und die Loire-Schlösser zum Ziel, dann folgt mit 8tägiger Landesabwesenheit eine ausgesprochene Alpenfahrt, worin die Dolomiten, Grossglockner Hochalpenstrasse und Salzburg dominieren und schliesslich ist noch ein Besuch der Weltausstellung in Brüssel mit Einbezug von Flandern und Luxemburg in Auesicht genommen (Reisedauer 9 Tage). Die Touristik-Kommission ersucht die reisefreudigen Mitglieder, ihr bis 15. Mai ein allfällig vorhandenes Interesse für die eine oder andere der vorgeschlagenen Reisen zu bekunden. Zur Ausführung gelangt nur ein Projekt, jenes, welches in der Umfrage am meisten Anklang findet. Nach einer- Statistik der Triptykabgabestelle wird im Mittel 1 Zolldokument pro Mitglied jährlich ausgestellt. Die Berner stellen sich damit unmittelbar hinter die Grenzsektionen, die Pflege des internatioiialen Autotourismus ist also hinreichend ausgewiesen. Die Umfrage ist in zwei Beziehungen wertvoll: einmal lässt sich das Interesse der Sektionsmitgliedar für frei gedachte Gesellschaftsfahrten (keine Kolonnenfahrt) feststellen und sodann wird es interessant eein, das mehrheitlich genehme Reiseziel in Erfahrung zu bringen. h. . SEKTION ZÜRICH. Zufolge der sehr ungünstigen Witterungsverhältnisse musste die auf den 28. April anberaumte Bluestfahrt ins Baselbiet auf kommenden Sonntag, den 5. Mai verschoben werden. Sie findet nach gleichem Programm mit erstem Treffpunkt um 11 Uhr .auf der Gempenfluh, zu dem von der Sektion Basel offerierten Aperitif statt. Mitglieder und Angehörige, die sich bis anhin für diese Fahrt noch nicht angemeldet haben, können sich nachträglich noch beim Sektionssekre-' tariat anmelden. * T. C. S. Autosektion Aargau Wir bringen unseren verehrten Clubmitgliedern zur Kenntnis, dass unsere Üntersektion Wiggertal Montag, den 6, Mai 1935, eine Ausfahrt organisiert, zur Besichtigung der Saurerwerke in Arbon. Die Untersektion Wiggertal hat folgendes Programm festgelegt: Sammlung in Oftringen für die Untersektion am 6. Mai, 6 Uhr morgens. Fahrt nach Baden mit Ankunft ca. 7 Uhr. Sammlung beim Schulhausplatz zum Anschluss der Mitglieder der KantonaLsektion. Abfahrt in Baden 7.15 Uhr, über Zürich, Winterthur, Frauenfeld, Amriswil nach Arbon. Ankunft in Arbon ca. 10 Uhr. Daran anschliessend sogleich Besichtigung deT Saurerfabrik bis 12 Uhr, nachher Mittagessen im Hotel Baer am See, zu Fr. 3.—. Abfahrt in Arbon 14.30 Uhr, nach Schaffhausen, nach kurzem Halt Weiterfahrt nach Rafe, Eglisau, Bülach, Baden Ḋiejenigen. Mitglieder, welchen es möglich ist, und die Interesse haben, an dieser Tour teilzunehmen, sind ersucht, sich bis spätestens den 4. Mai bei Isidor Leupi, Aarburg, Präsident der Untersektion Wiggertal, anzumelden. Wir hoffen bestimmt, dass sich unsere Mitglieder recht zahlreich an dieser interessanten Exkursion beteiligen werden. . Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell Unter dem Vorsitz von Herrn Gerichtspräsident E. Lutz (Flawil) versammelte sich der Gesamtvorstand zu seiner konstituierenden Sitzung letzte Woche in St. Gallen. Protokoll. Das den Vorstandsmitgliedern einzeln zugestellte Protokoll der Sitzung vom 21. Februar 1935 wird genehmigt Mitgliederbestand. Derselbe beträgt heute 1740 Mitglieder. Konstituierung für 1935 und 1936. Da der als Präsident der Ortsgruppe St. Gallen-Stadt zurückgetretene Herr E. Gross, welcher als Mitglied des Sektionsvorstandes für die laufende Amtsdauer wieder gewählt wurde, jedoch keinen Anspruch auf einen Sitz im Arbeitsausschuss erhebt, ist es möglich, dem zum Teil berechtigten Wunsche der Ortsgruppen Appenzell A.-Rh. und Appenzell I.-Rh. nach besserer Vertretung im Ausschuss zu entsprechen. Für den frei gewordenen Sitz wurde neu in den Ausschuss gewählt Herr Dr. D.D.S. Fisch, in Herisau, während zum Vizepräsidenten das bisherige Ausschussmitglied Herr Gustav Knecht (Wil) ernannt wurde. Der Arbeitsausschuss stellt sich für die laufende Amtsdauer wie folgt zusammen: Präsident: E. Lutz, Flawil. Vizepräsident: Gust. Knecht, Wil. Kassier: Albert Müller, Herisau. Sekretär: Otto Fierz, St. Gallen. Präsident für Sport und Vergnügen: Heinrich Burk, St. Gallen. Office: Eugen Pribil; St. Gallen. Beisitzer: Dr. D,D.S. Fisch, Herisau. Sport- und Vergnügungskommission. Un eine Einsparung der Auslagen für Sitzungsgelder zu erreichen, wird beschlossen, die Zahl der Mitglieder dieser Subkommission von sechs auf vier zu reduzieren. Gewählt wurden die Herren Burk, Fierz, Dr. Fisch und Sprenger. Wahl der Rechtskonsulenten. Als Rechtskonsulenten für die Amtsdauer 1935/36 werden die bisherigen Herren wie folgt bestätigt: St. Gallen: Dr. jur. F. Kalberer, 1 Burggraben. Dr. jur. A. Hausamann, Schützengasse. Flawil und Wil: Gerichtspräsident E. Lutz. Altstätten: Dr. jür. A. Josuran. [L. Rorächach: Dr. jur. Kaiser._ ._ , 4 } Herisau: Dr. jur. Otto Schoch. Buchs: Dr. jur. Rud. Zirfass. Ausschuss des Verwaltungsrates des T. C. S. Man nimmt davon Notjz, dass es unseren Bestrebungen gelungen ist, eine Vertretung der Ostschweiz im Ausschuss des Verwaltungsrates zu erreichen und der Sekretär als Mitglied in den Ausschuss an der letzten Verwaltungsratssitzung gewählt worden ist. Sommerausfahrten. Der Vorstand erteilt der Sport- und Vergnügungskommission Auftrag, für dieses Jahr zwei Schweizerfahrten, wovon eine viertägige Fahrt in den Tessin und eine dreitägige Fahrt ins Berner Oberland (Jungfraujoch) führen sollen, zu organisieren. Sofern genügend Interessenten für eine Fahrt an die Weltausstellung in Brüssel, sei es per Bahn oder per Auto, sich melden, würde eine solche Fahrt ebenfalls ins Programm genommen und durchgeführt. Zu der von der Ortsgruppe Wil und Umgebung organisierten Pfingstfahrt nach Morschach werden die Mitglieder der ganzen Sektion eingeladen. " Fz. den Verbänden Aspa stimmt dem Verkehrsteilungsgesetz zu. Anlässlich der am letzten Samstag in Ölten stattgefundenen ausserordentlichen Generalversammlung des Verbandes Schweiz. Motorlastwagenbesiteer orientierte Dr. Brügger, Chur, als Vorsitzender der Spezialkommission Bahn-Auto einleitend über die von ihr geleistete Arbeit bezüglich Vollziehungsverordnung zum Verkehrsteilungsgesetz. Der Referent skizzierte 'noch; einmal die staatsrechtliche Sonderstellung dieses Gesetzes, welches als einziges in seiner Art hinsichtlich Aufbaues in unserem Staatsrecht existiert. Was das am 5. Mai a. c. zur Abstimmung gelangende Verkehrsteilungsgesetz anbetrifft, so beruhe dieses auf einer vorangehenden Verständigung derjenigen Wirtschaftskreise, welche massgebend an der Vorlage interessiert seien. Im Verlaufe der.mit den Bahninteressenten gepflogenen Verhandlungen war es möglich, verschiedene und nicht unwesentliche Verbesse* rungen zugunsten des Automobilgewerbes zu erzielen, worüber sioh der Referent in grossen Zügen aüsliess. Ausführlich behandelt er alsdann die Vor- •und Nachteile, die sich für die Lastwagenbesitzer aus Annahme resp. Verwerfung des Gesetzes ergäben. Wenn auch Bundesrat Baumann es abgelehnt habe, vorläufig an der Vollziehungsverordnung des M. F. G. Aenderungen anzubringen, so müsse doch bei Ablehnung des Verkehrsteilungsgesetzes als sicher angenommen werden, dass der Bundesrat betr. Geschwindigkeits- und Gewichtsbegrenzungen nach dem 5. Mai a. c. die bezüglichen Vorschriften strikte zur Anwendung bringen werde. Im weitern sei zu befürchten,, dass mit einer event. Verdoppelung des Benzinzolles gerechnet werden müsse, um auch mit diesem Mittel bei Ablehnung der Vorlage drosselnd in den Konkurrenzkampf einzugreifen. Hinzu kämen besonders 1 scharfe Gegen-' massnahmen seitens der Bahnen, und zwar in einem heute noch völlig unbekannten Ausmass. Was der am 15. April .eingereichte Vorschlag der Bundesbahnen anbetreffe, mit dem die Kommission in keiner > Weise einig gehe, so habe der Vorsteherdes Eisenbahndepartementes erklärt, dass die - Ein-> gäbe der S. B. B. , nur als Verhandlungsgrundlage, dienen solle .und er es in keiner Weise wünsche, dass entgegen der Zusicherungen im "Parlament aus Recht Unrecht geschaffen werde. Unter politischem Gesichtswinkel betrachtet^ sei im besondern die Einstellung der sozialdemokratischen Partei und der Eisenhahnergewexkschaft zur Vorlage bezeichnend, welche nicht nur die gewerbsmässigen Transporteure unter Staatskontrolle bringen, sondern auch den gesamten Automobilbetrieb mit Einbezug des Werkverkehrs der staatlichen Oberhoheit unterstellen möchten. Unter diesen Verhältnissen sei es vollkommen verfehlt, wenn die Versammlung von ihrem Abkommen zwischen Bahnen und Aspa zurücktreten würde, da man sich darüber vollkommen klar sein müsse, dass auch bei einer Ablehnung der Vorlage die heutigen Verhältnisse doch saniert werden müssten. Stimme hingegen die Versammlung dem Gesetz in seiner vorliegenden Fassung zu und werde dasselbe dennoch am 5. Mai mit Hilfe der sozialistischen und gewerkschaftlichen Stimmfähigen verworfen, so habe sich der Verband unter allen Umständen seine weitere Verhandlungsfähigikeit gewahrt; denn über eines müsse man sioh klar sein, dass trotz Ablehnung das Problem. Schiene/Strasse einer Lösung entgegengeführt werden müsse. In der vom Verbandspräsidenten Hosstettier (Bern) geleiteten und zum Teil recht scharf geführten Diskussion kamen Freunde und Geigner der Vorlage reichlich zu Worte, ohne dass allerdings irgendwelche neuen Faktoren weder für noch gegen das Gesetz zur Kenntnis gegeben worden wären. Die Auffassung der Befürworter dürfte sich auf den Generalnenner bringen, dass die vorgeschlagene Lösung der herrschenden Situation am ehesten gerecht werde, wenn schon das Gesetz niemandem rechte Freude bereite, und dass die chaotischen Verhältnisse im gewerfcsmässigen Verkehr nicht mehr länger andauern könnten. Auf der Gegenseite ist vor allem auf den Ruin vieler mittelständischer Existenzen hingewiesen worden, vielfach unter Bezugnahme auf die unhaltbaren Verhältnisse bei den Bundesbahnen selbst. Nach 2 X A ständiger Diskussion wurde über die Resolution des Zentralvorstandea abgestimmt, der mehrheitlich der Generalversammlung. Zustimmung zum Verkehrsteilungsgesetz empfiehlt mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass verschiedene Punkte, insbesondere die Regelung der Entschädigungsfrage nach Art 21, die bisher keineswegs in befriedigender oder annehmbarer Weise geregelt wurden, durch weitere Verhandlungen die notwendige Verbesserung erfahren. Von 357 Stimmenden haben sich 197 für Annahme dieser Resolution ausgesprochen, während 150 Stimmen für Stimmfreigab« abgegeben, 4 auf Nein lauteten und 3 leer eingelegt wurden. -my- Personelles: CARBURA, Schweiz. Zentralstelle fflr dtn Import flüssiger Brennstoffe, Zürich. 0. Obrecht ist aus dem Vorstand ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. E. Iseli, Autoreparatur-Werkstätte, Luzern. Inhaber der Firma ist Eduard Iseli in Luzern. Betrieb einer Auto-Reparatur-Werkstätte; Domizil: Maihofstrasse. Firmenlöschung: Genossenschaft freier Benzinhämfler Zürich. Di« Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Cäsar Canerf, Automobilhandel, tuzern. Die Firma ist infolge Aufgabe des Geschäfts und Verzicht des Inhabers erloschen. Gustav Willi, Sportgarage, Zürich. Die Firma wird infolge Todes des Inhabers von Amtes wegen gelöscht. Antonio Frigerio, Autogarage, Mendrislo. Die Firma wird infolge Aufgabe des Geschäftes und Verzicht des Inhabers gelöscht. Konkurseröffnung: Garage et Ateliers des Jordis S. A., Lausanne. Konkurseröffnung vom 16. April. Gläubigervereammlung am 29. April. Eingabefrist bis 20. Mai. Einstellung des Konkursverfahrens: Paul Steinbuk, Automobilwerkstätte, Zürich. Ueber diese Firma ist am 9. April der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Verfügung vom 16. April mangels Aktiven eingestellt worden. A. Attenhofer. Zentralgarage, Waldhaus-Flims. Ueber diese Firma ist am 30. März der Konkurs eröffnet, das Verfahren mit Verfügung vom 13. April mangels Aktiven eingestellt worden. Genossenschaft freier Benzinhändler. Zürich. Konkurseröffnung vom 3. April, Konkurseinstellung am 11. April. "Schluss des Konkursverfahrens: A. Pifferini. Garage, Geneve. Schluss des Verfahrens am 11. April. Handel u« Indusivie Swiss-Packard im eigenen Heim. Die älteste Packard General-Vertretung, Firma Werner Risch, Zürich, führte am 27. April einer zahlreichen Schar von Interessenten ihre neuen Betriebsräumlichkeiten in der loten > Fabrik an der Seestra&se in Wollishofen vor. In aller Stille ist hier in den letzten Wochen in den für diesen Zweck wie vorausberechneten weilten Hallen ein Betrieb entstanden, wie er vorbildlicher kaum gedacht werden kann, sowohl was technische Einrichtung als auch ATbeiter-Hygiene anbelangt. Unter der /sachkundigen Führung von Herrn Risch und seinen langjährigen Mitarbeitern, Herren Ing. Veladini und Dir. Muhl, wurden die Gäste in alle Einzelheiten des weitläufigen Betriebes eingeführt und bewunderten speziell die Reparatur-Lifts, Patent Risch, sowie ein Ersatz- und Bestandteillager, das seinesgleichen suchen dürfte. Grosses Interesse erweckte der auf einem Tisch in seinen . Einzelteilen -aufgebaute neue Riseh- Scheinwerfer, dessen aus einem geschliffenen Glasspiegel bestehender Reflektor auf elektromagnetischem Wege innerhalb des Gehäuses um einige Millimeter gekippt wird, wodurch erreicht wird, dass aueh während der AbWendung der Glühfaden im Brennpunkte des Spiegels bleibt. Die Abblendüng bzw. blendfreie Beleuchtung der Strasse wird infolgedessen ohne Strahlungsverlust mit voller Scheinwerferkraft erreicht. Besondere Beachtung fand auch die Ausstellung' der 118 Rennpreise, die von Packard seit 1920 in der Schweiz errungen'-würflen und eine aufschlussreiche Geschichte der schweizerischen Bergrennen erzählen. Wir werden Gelegenheit haben, auf dis rote Packard-Fabrik - ausführlicher zurückkommen. b-r. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hällwag) Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295.