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E_1935_Zeitung_Nr.034

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•AFTOMOBTE-BEVÜE

•AFTOMOBTE-BEVÜE 1935 - N° 34 Die hundert Runden in Monte Carlo Rechts: Die beiden Aufnahmen vom Anstieg zum Kasino und von der Quai - Promenade zeigen die besondere Eigenart dieses Rennens. Auf dem Bilde links sind die in Führung liegenden Mer- 1 cedes von Fagioli und Caracciola zu erkennen. Die «Schikane», Links aussen ist die künstlich eingelegte Kurve aus der Vogelschau ersichtlich. Das Bild rechts zeigt da-ss dieses Hindernis wirklich zur Schikane werden kann. Hier fährt gerade Earl Howe in die Dekoration und bringt die Sandsack- Ballustrade tüchtig in Unordnung Das Rennen in vollem Gang. Bild rechts zeigt Fagioli in Führung vor Dreyfus. der als absoluter Zweiter einkam. &n der Haarnadelkurve beim Gaswerk. Die untere Aufnahme wurde beim Abstieg gegen den Bahnhof gemacht Zuvorderst liegt Etancelin, der Animator des Rennens, gefolgt von Ga~; xacciola, der eben Dreyfus überholt hat. Der Held des Tages. Oben ist von einer freundlicheren Seite Fagioli auf seinem Mercedes-Benz in voller Aktion, links nach seinem eindrucksvollen Sieg. zeigt er sich

No 31 II. Blatt BERN, 26. April 193S Automobil-Revue N» 34 II. Blatt BERN, 26. April 1935 Fah ; Frühjahrs-Umstellung. Wie der Winter, so erfordert auch die kommende wärmere Jahreszeit eine Neuanpassung des Motors, wenn irgendwie Wert auf Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Maschine gelegt wird. Der Vergaser lässt sich auf brennstoffärmeres Gemisch einstellen, ohne dass Anlassschwierigkeiten fortan noch zu erwarten sind. Ein Fahren mit auf Winterbetrieb .eingestelltem Vergaser bedeutet unnütze Brennstoffverschwendung und kann eine folgenschwere Schmierölverdünnung nach sich ziehen, ganz abgesehen davon, dass es den Motor am Entwickeln seiner vollen Leistungsfähigkeit verhindert und Anlass zu anormal rascher Zylinderverrussung sowie übermässiger Motorerwärmung gibt. Die Stromabgabe der Dynamo lässt sich ebenfalls vermindern, denn die Beanspruchung der Batterie ist im Sommer weit geringer als im Winter. Andauernde Ueberladungen schaden der Batterie oder haben doch mindestens eine anormal rasche Verdunstung des Elektrolyten zur Folge. Bei den meist angewandten sog. stromregulierenden Dynamos genügt zur Verminderung der Stromabgabe ein einfaches Verschieben der dritten Bürste entgegen dem Ankerdrehsinn. Zu den selbstverständlichen Anpassungsarbeiten im Frühjahr gehört weiter der Wechsel des Schmieröls. Das dünnflüssige Winteröl hätte bei den höheren Motortemperaturen des Sommerbetriebes eventuell nicht genügend Schmierfähigkeit. Auf alle Fälle würde es zu rasch verbraucht. Anlässlich des Oelwechsels empfiehlt sich eine gründliche Reinigung des Kurbelgehäuses und Umlaufsystems mit Spülöl. Moderne Servicestationen nehmen diese Reinigung so vor, dass sie das Spülöl unter Druck längere Zeit im Motor zirkulieren lassen. Keinesfalls darf die Reinigung mit Petrol oder gar Benzin vorgenommen werden, weil dabei nicht vermieden werden könnte, dass Reste dieser Flüssigkeiten zurückbleiben und die Schmierwirkung des Frischöls vermindern oder sogar im ersten Moment ganz aufheben würden. Wer den Kühler oder die Luftschlitze in der Motorhaube im Herbst, um eine Ueberkühlurig des Motors zu vermeiden, teilweise abgedeckt hat, tut gut, diese Abdeckungen jetzt wieder zu entfernen. Vor Antritt 'einer Fahrt, die vielleicht über grössere Steigungen führt, ist der Ventilatorriemen auf die normale Spannung hin zu prüfen. Manchem Kühler wird eine gründliche Reinigung gut tun, besonders dann, wenn über den Winter ein Gefrierschutzmittel im Gebrauch stand. Erfahrungsgemäss haben die meisten Gefrierschutzmittel eine lösende Wirkung auf den Kesselstein und den Rost, die sich dann am Boden des Kühlers als Schlamm ansammeln und den Umlauf des Kühlers mehr oder weniger hemmen. Man erneuere mindestens den Wasserinhalt des Kühlers und lasse bei dieser Gelegenheit den Schlamm ab. In das Gebiet der Reinigungsarbeiten, die oft übersehen werden, gehört auch 'die Reinigung des Luftfilters. Lässt man in bestimmten Filtertypen sich immer mehr Staub ansammeln, so kommt es schliesslich zu einer Abdrosselung des Luftzutrittes zum Vergaser. Der Motor verbraucht dann anormal viel Benzin, obschon er in der Leistung zu wünschen übrig lässt. Ein Fahrer, der auf wirtschaftlichen Betrieb achtet, nimmt schliesslich auch noch'eine gründliche Reinigung der Radfelgen vor. Fast immer sind die Felgenränder über den Winter stark von Rost angegriffen worden. Indem man sie sauber abschmirgelt und mit einem Anstrich versieht,-kann man die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Reifen meist merklich erhöhen. -s. • Rundjcdhuau Neue Kippvorrichtung für Lastwagenladebrücken. Da es oft unerwünscht ist, die Anhängerkonstruktion mit den motorischen Antrieben zu verteuern und zu komplizieren und anderseits eine häufige Entladung oft wirtschaftlich notwendig wird, ist eine Bauart von besonderer Bedeutung, bei der die notwendige Leistung gering ausfällt. Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch möglich, dass man den Kasten beim Kippen so führt, dass der Schwerpunkt der Last nicht angehoben, sondern nur gesenkt wird. Dann hat der Arbeiter nur die Reibungswiderstände Die Wirkungsweise der neuen Ladebrücken-Kippvorrichtung (unten), verglichen mit der Wirkungsweise einer Kippvorrichtung, wie sie gegenwärtig üblich ist (oben). zu überwinden, wobei ihm noch die Schwere der sinkenden Last hilft. Der Wagenkasten ruht auf einer In def Mitte 'unter ihm angebrachten Längsachse, welche auf verzahnten und in entsprechenden Zahnführuhgen laufenden Rollen gelagert ist. Wird der Kasten mittels derselben nach einer Seite gerollt, so neigt er sich dabei gleichzeitig um die genannte Achse. Die Neigung wird hervorgerufen und beherrscht durch an der Kippbrücke befestigte Arme, deren Enden in senkrechten Führungsschienen gleitend Die Kippbewegung findet also nicht wie bei den gewöhnlichen Kippern um die Aussenkante statt, sondern so, dass der Schwerpunkt stetig absinkt. Die Absinkung ist jedoch nicht so bedeutend, dass die Bewegung ganz ohne zusätzlichen Antrieb erfolgt oder die Rückbewegung einen sehr \: grossen Hub erfordert. Letztere ist schon deshalb nicht anstrengend, weil sie in unbelastetem Zustande vorgenommen wird. St. Kontroll-Lichter statt Instrumente. Die für jeden Autofahrer notwendige ständige Ueberwachung der Wageneinrichtungen kann statt durch Instrumente in manchen Fällen mit Vorteil durch schnell erkennbare Lichtsignale erfolgen. Um diese Möglichkeit voll ausnützbar zu machen, hat die Osram-Qesellschaft eine besondere Auto-Anzeige-Lampe geschaffen. Wegen der sehr kleinen Abmessungen können ohne Schwierigkeiten mehrere solcher Lampen als Lichtsignale auf dem Instrumentenbrett untergebracht werden» Zu • ihrer Befestigung dient ein neuartiger kleiner Stecksockel, der auch bei starken Erschütterungen vor Kontaktunterbrechungen schützt. Die Leistungsaufnahme der Lampe beträgt sowohl für 6 Volt als auch für 12 volt nur 1,5 Watt. Die Lampen können in den Fassungen frei brennend untergebracht werden und sind zur deutlichen Unterscheidung der verschiedenen Kontrolleinrichtungen mit klaren oder matt gefärbten Kolben in den Farben Gelb, Rot, Grün und Blau erhältlich. Man kann durch diese neuen Lampen bei entsprechenden Schaltungen feststellen, ob Scheinwerfer- oder Abblendlicht eingeschaltet ist. oh der Fahrtrichtungsanzeiger einwandfrei arbeitet, ob Nummernschild und Stopplicht beleuchtet sind. Ferner können sie zu geringen Oel druck, zu hohe Kühlwasser- Temperatur, bevorstehende Entleerung des Benzintanks und die Stromentnahme aus der Batterie anzeigen. Nadellager in Patronen. Im Automobilbau finden seit den letzten Jahren vielfach Nadellager Verwendung. Sie unterscheiden sich von den Rollenlagern dadurch, dass Wälzkörper verwendet werden, die einen im Verhältnis zu ihrer Länge nur ganz geringen Druchmesser, also eigentlich das Aussehen von Nadeln, haben. Statt dass die Wälzkörper durch einen Käfig geführt und an der gegenseitigen Berührung verhindert werden, liegen sie dicht nebeneinander. Durch die hohe Zahl der Nadeln kann ein solches Lager in manchen Fällen besonders hoch beanspruchbar sein. Nachteilig war aber bisher EORD V-B IBS5 Das Winteroel hat seine Pflicht getan - Die schwerpunktzentrierte' Abfederung verschafft den Passagieren- auf den- rück-" wärtigen Sitzen einen ausserqewöhnlichen Komfort. Dem Fahrer gibt sie das •Gefühl absoluter Sicherheit. 1PRD MOTOR COMRANY i BELGIUM ) $.A JT\ Sie sparen Geld, wenn Sie das Oel JETZT wechseln. Die Notwendigkeif,Winteroel zu fahren, ist vorüber. Wer jetzt aus falscher Sparsamkeit oder Nachlässigkeil mü dem von Winterfahrten verdünnten Oel weiterfährt, wird bald den erhöhten Betriebs-Temperaturen seinen Tribut entrichten müssen. - Vermeiden Sie diese kostspieligen Unannehmlichkeiten. — Lassen Sie das verbrauchte Winteroel aus dem Carter entfernen und dafür die richtige Sorte des reinen, schützenden ESSOLUBE einfüllen. Sie opfern nur ein paar Minuten und fahren mü dem ruhigen Bewußtsein weiter, trotz des wechselnden Frühlings wetters Ihren Motor voll geschützt zu haben. STANDARD Essidube das (\f£Sv\ unter den Molor-Oelen ^gewährt absoluten Schutz