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E_1935_Zeitung_Nr.036

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N» 86 noch der endgültigen Klärung. Im übrigen ist es am besten, wenn die Dämpfung nach beiden Richtungen gteichmässig wirkt. Zurzeit sind weitere Modellversuche in Vorbereitung, um die gegenseitige Beeinflussung von Vorder- und Hinterachsfederung eindeutig zu klären und festzustellen, für welche Anordnung sich Bestwerte ergeben. Auch hierbei wird dem Einfluss der Dämpfung grösste Beachtung geschenkt. Alle diese Versuche werden mit Stössen von genau bekanntem Verlauf durchgeführt derart, dass die tatsächlichen Verhältnisse auf der Strasse in idealisierter Form dem Versuch zugrunde gelegt sind. Auch die neuen Versuche lassen Einblicke in die physikalischen Zusammenhänge erwarten, die von erheblicher praktischer Bedeutung sein werden. Eine Frage, die ebenfalls dringend der Klärung bedarf und gleichlaufend mit diesen Forschungen bearbeitet werden sollte, ist die mehr physiologische Frage, wie die Frequenz der Eigenschwingungen des Automobils gewählt werden muss, damit der menschliche Organismus sie auf die Dauer nicht als unangenehm empfindet (« Seekrankheit»). Obschon sie eigentlich das Grundproblem darstellt ist auch diese Frage heute noch keineswegs geklärt. (R.T.A.) Praktische Winke Konservierung eines Schwamtnes. Soll ein Schwamm saugfähig sein, so muss er sich in sauberem Zustand befinden. Es empfiehlt sich, ihn stets nach Gebrauch gut auszudrücken und an einem luftigen Ort an einem Faden aufzuhängen. Ist der Schwamm verschmutzt oder unansehnlich geworden, so kann man ihn in Sodawasser waschen, muss ihn aber nachher gut in fliessendem Wasser ausspülen. Auf keinen Fall darf man ihn in heissem Wasser auskochen, sonst zerfällt er. Griechische Mittelmeer-Schwämme sind weich und finden sinngemäss beim Wagenwaschen Verwendung wie das Schafleder. Amerikanische Schwämme sind härter und finden für die gleichen Stellen Verwendung wie Rehleder. at. Ursache ausgeschlagener Ventilsitze. Bei gewissen Motoren sind öfters die Auspuff- Ventilsitze im Zylinderblock ausgeschlagen, so dass der Sitz, worauf das Ventil ruht, tiefer zu liegen kommt als die Wand des Verbrennungsraumes. Ausserdem wird zu gleicher Zeit das Ventil an der Sitzpartie verbrannt oder wenigstens stark beschädigt. In den meisten Fällen rührt dieser Schaden von zu schwachen Ventilfedern her. Die Teder ist nicht stark genug, um bei hohen Tourenzahlen das Ventil schnell genug zu schliessen. Das Ventil bleibt während der Schnitt durch «inen Ventilsitz, der durch häufiges Nachschleifen oder die ständige Schlagwirkung des Ventils versenkt ist und korrigiert werden muss. Explosion ganz wenig offen, die Flamme der Explosion schlägt durch und Sitz und Ventil werden zerstört. Fast immer kommt das bei Wagen vor, die lange Zeit mit Voll-Last laufen, wie z.B. Lastwagen. In solchen Fällen müssen alle Ventilfedern sorgfältig nachgesehen und die zu schwachen Federn ersetzt werden. Gibt das kein zufriedenstellendes Resultat, so sollen alle Federn durch solche mit 0.1—0.2 mm stärkerem Federdraht ersetzt werden. Die ausgeschlagenen tieferen Sitze müssen durch Ausbüchsen mit Ventilsitzringen wieder in Stand gestellt werden. A. S. R. Ted« S» Antwort 9378. Reparatur hydraulischer Wagenheber. Zuschriften weitergeleitet. Red. Frage 9395. Reparatur eines Benzinstandmessers. Wer repariert den im Benzintank des Victory-Dodge-Wagens eingebauten Benzinstandanzeiger? Die Uhr am Schaltbrett wäre gut, der Fehler muss also hinten am Tank vorliegen. Würde sich eventuell die gleiche Firma mit der Reparatur eines Kilometerzählers befassen? A. H. in A. Frage 9396. Bezugsquelle für Getriebe. Wer liefert ein Getriebe, das zum Umbau eines Personenwagens in einen Traktor verwendet werden kann? Im höchsten Gang darf das umgebaute Fahrzeug maximal 30 km/St, erreichen. B. P. in S. Frage 9399. Automobilbesteuerung im Kanton Bern. Nach welcher Formel wird im Kanton Bern die Automobilsteuer berechnet und welches ist die Staffelung der Steuer-PS für die verschiedenen Steueransätze? H. M. in T. Antwort: Die Steuer-PS werden in der ganzen Schweiz einheitlich nach der Formel N = 0,4XiXd'Xs berechnet, worin i die Zahl der Zylinder, d die Bohrung in Zentimeter und e den Hub in Metern bedeutet. Für 8—15 PS sind an Steuern 100 Franken Grundtaxe plus 20 Franken für jede PS über 8 PS zu bezahlen, für 16—20 PS 240 Franken Grundtaxe plus 25 Franken pro PS, für 21—25 PS 365 Franken Grundtaxe plus 30 Franken pro PS, für 26—30 PS 515 Franken Grundtaxe plus 35 Franken pro PS, für 31—34 PS 690 Franken Grundtaxe plus 40 Franken pro PS und über 34 PS 850 Franken Grundtaxe plus 50 Franken für jede PS über 34 PS. Die Steueransätze für die ganze Schweiz finden Sie in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt in dem in unserem Verlag erscheinenden «Automobil-Kalender». . -at- Frage 9400. Uebersetzungsverhiltnis. Wie rer-. halten sich die Uebersetzungen der heute laufenden Wagen? Sind die Zahlen 1:3:5:7 Eingang Motorwelle und Ausgang Kardanwelle gerechnet? Ich bitte Sie höflich um Zerlegung dieser Verhältnisse. S. E. in Z. Antwort: Eine allgemeine TJeberseteung ins Langsame geschieht bei jedem Personenwagen durch das Winkelgetriebe der Hinterachse. Je nach dem Charakter des Wagens finden hier Uebersetzungsverhältnisae von 3,5 • 1 bis 5 :1 Verweh> dung, wobei die niedrigeren Werte vornehmlich fürj starkmotorige und die höheren Werte vornehmlich' für schwächermotorige oder Fahrzeuge mit besonders hochtourigen Motoren gelten. Die indirekte^, Gänge des Wechselgetriebes erlauben dann eine nochmalige Uebersetzung ins Langsame. Je naeji dem Charakter des Wagens werden auch hier wieder verschiedene Abstufungen angewandt. Bei Sportwagen ist die Abstufung zwischen, den einzelnen Gängen kleiner, bei Gebrauchswagen grösfser. Bei Dreigang-Getrieben 6ind für das Getriebe selbst folgende Uebersetzungverbältnisse -üblich: •-. 1. Gang: 3:1 bis 4:1. 2. Gang: 1,16: 1 bis 2:1. 3. Gang: 1:1. Bei Viergang-Getrieben: 1. Gang: 3,5:1 bis 4,25:1. 2. Gang: 2,5 :1 bis 2,75 :1. 3. Gang: 1,4 :1 bis 1,6 :1. 4. Gang: 1 :1. Interessiert man sich für die Gesamtübersetzung des Wagens, so braucht man nur • die Ueberset*- zungsverhältnisse des Getriebes mit dem Uebersetzungsverhältnia der Hinterachse zu multiplizieren. Beträgt z. B. das Übersetzungsverhältnis des ersten Ganges 3 :1 und dasjenige der Hinterachse 4:1, so entsteht beim Fahren in diesem Fall ein Gesamtübersetzungsverhälnis von 12:1, d. h. der Motor macht bei jeder Umdrehung der, Hinterräder 12 Umdrehungen. Die von Ihnen genannten Verhältniszahlen kommen in der Praxis nicht vor. -at- fuvfist. >4»d* Sn-vedvsai epl Anfrage 503. Mängel an der Kaufsache. An* lässlich eines Autokaufs wurde mir ein Benzinverbrauch von 8 bis 9,5 Liter per 100 km zugesichert. Statt dessen musste ich im Durchschnitt bis jetzt 13,9 Liter konstatieren, fast gleichviel für diesen Kleinwagen wie für meinen groseen Buick, den ich ausser Dienst stellte, um die Betriebsspesen zu reduzieren. Wie kann ich intervenieren, um vorderhand das nächstfällige Accept für die Hälfte der Kaufrestanz nicht bezahlen zu müssen, ohne dass ein Protest zu meinen Lasten aufgestellt wird. 0. Seh. in B. Antwort: Nach Art. 107 OR haftet der Verkäufer sowohl für die zugesicherten Eigenschaften der Kaufsache als auch für Mängel, die deren Tauglichkeit für den vorausgesetzten Gebrauch erheblich mindern würden. Er haftet auch dann, wenn er die Mängel nicht gekannt hat. Da- es eich im vorliegenden Fall um einen alten Wagen handelt, können Sie keine grossen Ansprüche an ihn stellen. Wenn Sie allerdings beweisen können, dass der Verkäufer Ihnen einen Verbrauch von 9 Liter Benzin für 100 km zugesichert hat, dann können Sie verhältnismässige Herabsetzung des Kaufpreises verlangen. Frage 9397. «Jeroga»-Rohölvergas*r. Wer verfügt über Erfahrungen über den Betrieb eines Lastwagenmotors mit einem «Jeroga>-Rohölvergaser? _ G. F. in D. Was den Wechsel anbetrifft, so stehen Ihnen Frage 9398. Bewährung des D.K.W. Da ich gegenüber dem ersten Wechselgläubiger alle Ein- mit der Zeit vom Motorrad zum Auto überzugehen beabsichtige, interessiere auch ich mich für die Bewährung des D.K.W.-Wagens. Besonders gespannt wäre ich auf das Urteil von Fahrern, die einen D.K.W .-Wagen schon längere Zeit fahren und sich nicht mehr in der ersten Begeisterung befinden, .sondern ein wirklich unparteiisches Urteil abgeben können. H. Z. in T. reden zu, die sich aus Ihrem persönlichen Verhältnis zu diesem ergeben. Wir müssen aber annehmen, dass der Wechsel inzwischen weiterindossiert worden ist. Gegen den gutgläubigen Dritten sind Ihnen aber alle Einreden, die Sie gegen den ersten Wechselgläubiger gehabt hätten, versagt. Wir raten Ihnen deshalb, den Wechsel einzulösen. Einen Protest aufnehmen zu lassen, würde für Sie ohne Nutzen sein. Es würden Ihnen dadurch nur Kosten und Aerger entstehen, weil ein gutgläubiger Wechselgläubiger Sie als zahlungsfähigen Schuldner nicht unbehelligt ziehen lassen würde. Das Beste für Sie wäre, Wenn Sie den Handel mit dem Verkäufer gütlich erledigen könnten. * Handel u. Industrie Bessere Schmierung — geringere Abnutzung. Bei einem Fahrzeug hängen Betriebssicherheit, Leistung und Lebensdauer nicht nur von der pfleglichen Behandlung, sondern auch ganz besonders von der Zuverlässigkeit und Wirksamkeit seiner Schmierung ab. Die heutigen Schmierungssysteme bringen das Oel an fast alle Verbrauchsstellen unter Druck und ergeben damit bei normaler Beanspruchung eine gerade ausreichende-Schmierwirkung. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, sobald man sich einmal die Aufgaben betrachtet, welche das Oel im modernen Verbrennungsmotor zu lösen hat.' Vor allem muss jede trockene Reibung von Metall auf Metall verhindert und die Reibung in das Schmiermittel selbst verlegt werden, d. h. zwischen den Metallflächen ist das ständige Vorhandensein eines dünnen Oelfilms erforderlich. Weiterhin soll das Oel kühlen, indem es einen Teil der Wärme, welche in den Lagerstellen und an den Zylinderlaufbahnen entsteht, aufnimmt und ableitet. Da die Wasserkühlung allein die Kolbenlaufbahnen und Lager nicht direkt erfassen kann, bleibt das notwendigerweise dem Oel vorbehalten. Und schliesslich muss das Oel noch den Kolben gegen den Verbrennungsraum hin abdichten, um Kompressions- und damit Leistungsverluste zu vermeiden und ausserdem als elastischer Puffer bei der UeBertragung der während des Betriebes auftretenden hohen Drücke dienen. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass die dem Oel gestellten Anforderungen bei einer Hitze zu erfüllen sind, deren Temperaturdifferenzen, von den im Verbrennungsraum während der Explosion des Gasgemisches herrschenden 5000° C abgesehen, bei den einzelnen Lagerstellen im Motor über 400° C betragen. Das sind in thermischer Hinsicht höchste Ansprüche, die ein Motor an das Schmieröl stellt, zumal auch die besten und selbst viskosesten Oele bereits bei der an den Zylinderwänden auftretsnden Temperatur von etwa 160° C fast so dünn wie Wasser sind. Trotzdem muss das genügen, um ein Trockenlaufen des Kolbens zu verhindern. Weitere Umstände, welche es dem Oel erschweren, seine doch ohnehin so überaus schwierigen Funktionen in der Motorschmierung zu erfüllen, besteben in seiner mechanischen Verunreinigung durch Staub, abgeschliffene MetaUteilchen und Oelkohle, in Oelverdünnung durch unverbrannte Brennstoffe, Kondenswasserbildung bei kalter Witterung und schliesslich in Oxydations- und Zersetzungsprozessen. Es ist also ganz natürlich, wenn das Oel einmal den Anforderungen nicht gewachsen ist, vor allem bei schwereren Betriebsbedingungen, wie sie bei längerem Vollgasfahren vorliegen können, oder stets anfangs bei neuen und überholten Motoren, bis sich die einzelnen Teile aufeinander eingelaufen und die besonders stark vorhandenen Rauhigkeiten der Metallflächen geglättet haben. In solchem Falle zerreisst der schützende Oelfilm, und an Stelle der nassen Schmierung tritt die halbtrockene, wodurch rascher Verscbleisa und oft genug ein Festfressen der Kolben, Auslaufen der Lager und Ventildefekte erfolgen. Den Schmierölen fehlt es eben an der nötigen Schmierkraftreserve, um besonderen Verhältnissen Rechnung tragen zu können. Von sich aus kann das Oel nun einmal nicht die ihm von Natur ans gesteckten Grenzen verlassen, und selbst durch modernste Raffinationsmethoden ist es bisher nicht gelungen, die Schmierkraft der Oele über die bisherig« Grenze hinaus nennenswert zu steigern. Erst die Beimischung kolloidalen Graphit« TOB höchster Reinheit zum bisher benutzten Autoöi brachte die ersehnte bessere Schmierunr des- modernen Verbrennungsmotors und damit gleichzeitig eine erheblich geringere Abnutzung. Durch ständigen geringen Zusatz Ton Kolloid- Graphit zum Oel wird erreicht, dass an den graphitierten Metallflächen der Oelfilm gleichsam verankert wird und nicht so leicht zerreisst. Bei den Zylinderlaufflächen, welche durch die Art ihres Werkstoffes stets eine gewisse Rauheit aufweisen, wird diese derart geglättet, dass man von einer Oberflächenveredlung sprechen kann, die bis zum heutigen Tage durch keinerlei mechanische Bearbeitung auch nur annähernd erreicht -wird. Kolloidaler Graphit ist das einzige Mittel, um die Gefahr des Kolbenfressens, Lagerauslaufens usw. ganz bedeutend zu vermindern, vorausgesetzt natürlich, dass nicht gerade konstruktive Mängel und Fehler vorhanden sind, denn das mit reinem Kolloid-Graphit veredelt« Schmieröl ist in der Lage, die Vollständigkeit des Oelfilms auch bei schwersten Betriebsverhältnissea aufrechtzuerhalten. Gegebenenfalls ist der vorhandene Graphitfilm auch befähigt, ohne Oel eine Zeitlang die direkte Reibung von Metall auf Metall schadlos zu verhindern. Prüfstandversuche 1 ), die beispielsweise mit dem Original-Kolloid-Graphitpräparat Auto-Kollag durchgeführt wurden, zeigest einen schlagenden Beweis der Wirksamkeit kolloidalen Graphits. Je besser die Schmierung, um so geringer die Reibung und damit der Verschleiss. Da nun die Graphitölschmierung bei ständiger Verwendung dkl Reibungswiderstände auf das erreichbare Minimum bringt, so wächst in gleichem Verhältnis die Lebensdauer und Betriebssicherheit. Versuche des Maschinenlaboratoriums der Technischen Hochschule*) in Karlsruhe, die ebenfalls mit dem erwähnten Präparat durchgeführt wurden, boten ganz überraschende Resultate, ergaben sich doch Reibungsverminderungen bis zu 32 Prozent. Was das in der Praxis bedeutet, wird sich jeder selbst ausmalen können. Uebrigens legen die vielen grossen Erfolge von Rennfahrern, die Sieger der 2000-km-Fahrt durch Deutschland, das siegreiche deutsche Team der 6000-km-Fahrt durch Italien, Alpenfahrt nnd viele andere Veranstaltungen beredtes Zeugnis ab von der überragenden Güte und Wirksamkeit dieses Kolloid-Graphits. Nicht nur als Zusatz zum Oel, sondern auch alt Obenschmiermittel allein, das in geringen Mengen dem Brennstoff beigegeben wird, ist Kolloid-Graphit zu verwenden. Die Kompresion wird auf voller Höhe gehalten, Oelkohlebildung und Oelverdünnung gehemmt. Die im oberen Zylinderdrittel besonders starke Abnutzung der Zylinderlaufbahn kann durch solche Obenschmierung im Verein mit dem aus dem Kurbelgehäuse vorgeschobenen Graphit deutlich herabgesetzt werden. • E. F. • l ) E. Sehida, Wien: «Kolloidaler Graphit ah Schmierölzusatz >, Automobiltechnische Zeitschrift 1933, Heft 21, S. 527. *) 0. Walger & E. Schneider: < Der Einfluss von Graphit auf die Reibung von Gleitlagern ». Berichte über betriebswissenBchaftliche Arbeiten, Bd. 3, Berlin 1930, VDI-Verlag. Maschinenbau Bd. 9 (1930), S. 137. Eine Sicherung, die Jedermann selbst wiederherstellen kann. Bis jetzt galt es als eine kleine Todsünde. durchgebrannte Schmelzsicherungen selbst wiederherzustellen. Wer einigennassen Gewähr dafür haben wollte, dass eine Sicherung wirklich ihren Daseinszweck erfüllen konnte, musste konsequent immer nur neue Sohmelzpatronen verwenden. Bei einer geflickten, einfach nur mit Draht oder gar nur Stanniol überbrückten Schmelzpatrone, weiss man eben nie, welche Stromstärken noch durchgehen. Vielleicht schmilzt der aufgeflickte Leiter erst viel zu spät, nachdem sich beim Auftreten eines Kurzschlusses die übrigen Leitungen schon lange gefährlich erhitzt haben. Vielleicht schmilzt er aber auch schon zu früh, und dann kann es vorkommen, dass einmal nachts in vollem Tempo plötzlich das Licht versagt Eine geflickte Sicherung ist deshalb keine Sicherung mehr, sondern im Gegenteil eine Gefahrenquelle. Ganz anders dagegen, wenn man sich einer «Pol>-Dauersicherung bedient. Diese lassen sich, nachdem sie überlastet wurden und den Strom unterbrochen haben, auf die einfachste Weise dadurch wiederherstellen, dass man das eine oder andere Ende einige Male auf die erstbeste harte Unterlage klopft. Als ob vorher nichts geschehen wäre, leitet dann die cPol»-Sieherung genau wieder die Amperezahl durch, für welohe sie kalibriert ist Das Geheimnis der Wirkungsweise dieser Dauersicherungen liegt in der Anwendu»g eines Quecksilberfadens von verschieden abgestimmter Stärke, der durch eine Ueberlastung zerreisst, durch das erwähnte Aufklopfen der Patrone aber wieder zusammengefügt wird. -at- -Gleitschutz bannt die Schleuderoelalirl Auskunft, Prospekte, Gleitschutz-Service-Stellen-Nachweis durch MÜLLER & Co., Haldenstrasse 23, LUZERN, Telephon 22.244 Zu verkaufen AUTO- D. K. W. 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N° 36 -1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 Zum Verkehrstellungszesetz. Das Aktionskomitee gegen das Gesetz schreibt: Der grüne Tisch. Ein jeder unter uns kennt den berühmten « grünen Tisch >. Ein grosser Tisch, grün überspannt, mit Aschenbechern besäht, mit bequemen Stühlen umgeben. An jedem Platz Notizpapier, Bleistifte und ein — dicker Aktenbündel. Oefters, nicht immer, ist dieser grüne Tisch die letzte Zuflucht, wenn man mit der Wirklichkeit nicht fertig wird. Oefters auch, und das ist nur zu oft der Fall, lädt man den meistgehassten Konkurrenten an den Tisch, um — den Kampf abzubrechen und unter mehr oder weniger absoluter Diskretion den Kuchen zu teilen. Dies heisst nichts anderes als: Man verzichtet auf weitere Fortschritte. Man sagt der Entwicklung halt. Man bespricht die Preise, die Tarife, die man mindestens haben muss (selbstverständlich spielt man nur mit halbgeöffneten Karten), man jammert über die schlechten Zeiten und die schlechten Einnahmen. Dem Gegner gefällt dieses Lied ebenfalls, und das Endprodukt sind Bedingungen, die der Gesamtwirtschaft schwer auf dem Magen liegen müssen. Ein solches Produkt, das die schweizerische Wirtschaft schwer verdauen wird, ist das sog. € Verkehrsteilungsgesetz», welches am 5. Mai vor das Volk kommt. Unter dem Diktat und unter den günstigen Offerten der Bundesbahnen (hohe Tarife für die Konzessionäre, hohe Bussen für die andern) wurde der Warenverkehr per Auto eingewickelt und staatskapitalistisch reif gemacht. Die Rechnung zahlt das Schweizervolk durch hohe Tarife, durch hohe Preise, und die Bundesbahnen haben wieder einen Grund, sich um die anabwendbare Sanierung herumzudrücken. Und all dies sollte erreicht werden — am grünen Tisch, wo nicht die Arbeit zählte, nicht der Mut zum Leben. Wer jedoch die ehrliche Arbeit schätzt, wer Wert legt auf soziale Gerechtigkeit und die Gesundung unserer Wirtschaft, der versagt dieser Politik am grünen Tisch die Gefolgschaft. Er stimmt am 5. Mai mit einem klaren Nein. Von befürwortender Seite schreibt man: Die Fronten d«r Gegner und ihre Kampfmtthodtn. Selten war im Abstimmungskampf um ein neues Bundesgesetz die Opposition so gespalten und zerrissen wie beim Verkehrsteilungsgesetz. Es haben sich drei «Fronten» gebildet, von denen jede das Gesetz aus ganz entgegengesetzten Gründen bekämpft. Da ist vorab das genferische Aktionskomitee, das sich zum Sprachrohr der Unterzeichner des Referendums gegen das Verkehrsteilungsgesetz macht. Dies sind vor allem die Vertreter des Lastauto- Kleingewerbes, die für eine schrankenlose Freiheit des Strassenverkehrs eintreten, die Gütertransporte zu Schleuderpreisen ausführen, um im wilden Konkurrenzkampf zwischen Bahn und Auto möglichst viel für eigene Rechnung herauszuschlagen, ohne dabei zu bedenken, das sie mit diesen Praktiken nicht nur die allgemeine Volkswirtschaft enorm schädigen, sondern sich selbst über kurz oder lang zu Grunde richten. Diese Gesetzesgegner sind deshalb besonders gefährlich, weil sie fanatisch verbohrt in ihre ablehnende Haltung gegen jede Verkehrsregelung sind. Das gemeinsame charakteristische Merkmal dieser ersten gegnerischen Front ist die erbitterte, sachlich unbegründete, rein stimmungsmässige Feindschaft gegen die Bundesbahnen. Zu welchen Missgeburten irreführender und hetzerischer Propaganda diese Gruppe der Gesetzesgegner sich verleiten lässt, werden wir nachher noch sehen. Die zweite gegnerische Front wird vom «Bund für Volk und Heimat> gebildet, der das Gesetz nur deshalb bekämpft, weil es angeblich die Sanierung und Entpolitisierung der Bundesbahnverwaltung verhindere. Um die dringend notwendige Regelung des Problems Schiene/Strasse kümmert sich der B.V.H. weiter nicht. Die dritte Front stellt die Sozialdemokratische Partei der Schweiz, die einen diametral verschiedenen Standpunkt vertritt. Sie verwirft das Gesetz, weil es nach ihrer Ansicht in der Beschränkung der Freiheit des Autoverkehrs viel zu wenig weit geht. Diese Partei möchte das gesamte Autotransportwesen, insbesondere auch den Werkverkehr, der gesetzlichen Konzessionspflicht und damit der staatlichen Oberhoheit unterwerfen. Interessant ist dabei, dass der Präsident der nationalrätlichen Kommission für das Verkehrsteilungsgesetz, der sozialistische Nationalrat Pfister (Winterthur) seinerzeit im Nationalrat mit eindringlichen Worten für das Gesetz eingetreten ist. Glaubt nun wirklich jemand im Ernst, dass für den Fall der Verwerfung des Verkehrsteilungssresetzes diese nach ganz entgegengesetzten Zielen strebende dreifrontige Gegnerschaft Hand bieten werde, ein «besseres» Gesetz zu schaffen? Diese zerrissene Gegnerschaft würde kläglich versagen, wenn man sie nachher auffordert, in gemeinsamer Arbeit ein neues Gesetz aufzustellen.* Kostbare, unwiderbringliche Jahre würden inzwischen vergehen, während denen das Verkehrschaos und damit die Notlage der Bahnen in unheimlicher Progression zunehmen würden. Diese Erwän^ungen allein sollten jeden Schweizerbürger veranlassen, dem Gesetze zuzustimmen. Sollte aber ein Bürger trotzdem noch schwankend in seiner. Stellungsnahme sein, so wird er sich zweifellos schon aus Gerechtigkeitsgefühl und demokratischem Sinn für ein «Ja» entscheiden, wenn er die im schlimmsten Sinne demagogische Werbearbeit des gegnerischen Aktionskomitees betrachtet. Dieses Komitee hat jüngst ein Pamphlet herausgebracht, das mit den billigsten Mitteln hetzerischer Propaganda gegen das Gesetz und mit schmutzigen Waffen gegen die Bundesbahnen kämpft. Auf der ersten Seite ist ein Galgen in Form eines Einfahrsemaphors abgebildet, an dem ein Lastwagen aufgehängt und eine zweite Schlinge für den Autocar bereit ist. Dieses Bild, das nun auch als offizielles Plakat der Gesetzesgegner dient, ist eine unverantwortliche Entstellung der Tatsachen. Es ist geradezu grotesk zu behaupten, dass durch das Gesetz das Auto von der Bahn erdrosselt werde, wo doch das Gesetz eine Verständigunsrslösung ist, die Ordnung. Frieden und gedeihliches Zusammenarbeiten von Bahn und Auto gewährleistet. Im weitern wird im Pamphlet von einem Transportmonopol für Bahnen und Konzessionäre gefabelt, das man auch mit der schärfsten kritischen Brille aus dem Gesetze nicht herauslesen kann. Die Bussen für Gesetzesübertretungen werden als Schreckensgespenst hingestellt; die Bauern, Konsumgenossenschaften und überhaupt Handel und Gewerbe sollen gegen das Gesetz mobil gemacht werden mit absurden Behauptungen über angebliche Transportersehwerungen durch das Gesetz. Diesem wird ferner eine schwere Verfasungs-Ritzung vorgeworfen, wo dessen Verfassungsmässigkeit doch ausser Zweifel steht. Schliesslich läuft das Pamphlet Sturm gegen die angeblich «unsinnige» Bauerei der Bundesbahnen, die durch deplazierte Beispiele belegt werden soll. Dabei kann mit Ueberzeugung gesagt werden, dass die Bundesbahnen keine neuen Bauten ausführen, die nicht durch betriebliche Notwendigkeiten geboten sind. Die Besoldungspolitik muss selbstverständlich ebenfalls herhalten und auch über die Sanierung der SBB-Verwaltung wird .viel Ungereimtes gesagt, auf das wir hier nicht weiter eintreten wollen. Auf der letzten Seite des Pamphelets überfährt ein grosses Eisenbahnrad alle Lastwagen der Schweiz! Hat nicht umgekehrt die Bahn allen Grund, sich durch das Lastauto bedroht zu fühlen? Man sieht, mit was für verwerflichen Mitteln die Opposition zum Verkehrsteilungsgesetz arbeitet Dagegen gibt es nur eine Antwort: am 5. Mai ein «Ja». T.C.S. Der Strassendienst des T. C. S. Ist wieder aufgenommen worden. Gestern, Donnerstag, den 2. Mai, wurde der Strassendienst des T.C.S. wieder aufgenommen. Die Strassen-Agenten waren auf Donnerstag nach Genf einberufen worden und nahmen schon in den ersten Morgenstunden ihre Bekleidungsund persönlichen Ausrüstungsgegenstände in Empfang. Die restliche Zeit des Vormittags wurde zum Studium des Reglements und zu einem Vortrag über den Unterhalt des Fahr«nateria!_s verwendet. Nach der Mittagspause fassten die Agenten ihre Fahrzeuge und übernahmen das ihnen zugeteilte Material. Im Anschluss daran wurden einige Probefahrten durchgeführt. Heute, den 3. Mai, fahren die Agenten gruppenr weise nach den einzelnen Standorten, die ihnen für dieses Jahr zugewiesen wurden. Im diesjährigen Strassen-Verteilungsplan sind gegenüber dem Vorjahre einige Aenderungen vorgenommen worden: der Strassendienst wird im Jahre 1935 auf folgenden Strecken (auf einzelnen vorläufig versuchsweise) durchgeführt werden. 1. Lausanne-Bern: Agent Wiedemann. 2. Kreuzungen-Zürich, an Sonntagen event. über Schaffhaueen-Winterthur: Agent Willi. 3. Zürich-Olten: Agent Hinnen. 4. Rorschach-St. Gallen-Winterthur, an Sonntagen Erweiterung nach Wil-Wattwil-Wildhaus: Agent Bachmann. 5. Zürich-Glarus: Agent Honegger. 6. Luzern-Zürich: Agent Hotz. 7. Neuchätel-Les Verrieres: Agent Stauffer. 8. Neuchätel-Le Locle: Agent Matthey. 9. Oensingen-Olten-Sissach-Altmarkt-Balsthal-Oensingen: Agent Spichiger. 10. Sitten-Brig: Agent Pierrig. 11. Lugano-Bellinzona: Agent Bertoli. 12. Freiburg-Bulle-Vevey: Agent Vonlanthen. 13. Bern-Interlakerf: Agent Vogelsang. 14..Chur-Lenzerheide und Ghur-Wallenstadt: Agent Hunziker. 15. Biel-Müneter-Dekberg, an Sonntagen Verlängerung nach Les Rangiers-Saignelegier und zurück nach Biel: Agent Pautex. Wir erinnern daran, dass der Strassendienst des T.C.S. sämtlichen Strassenbenützern zur Verfügung steht. Alle Agenten sind Mechaniker und diplomierte Samariter. Touristen können sich daher bei Pannen und auch bei Unfällen vertrauensvoll an die Agenten wenden. In dringenden Fällen können die Agenten durch Vermittlung des nächsten auf der Dienst-Strecke gelegenen Polizeipostens telephonisch verständigt werden. \ Es besteht wohl kein Zweifel, dass die Nachricht von der Wiederaufnahme des T.C.S.-Strassendienstes beim Publikum mit Genugtuung aufgenom-, raen werden wird. Autosektion Aargau Wir möchten unsere werten Clubmitglieder nochmals auf die vorgesehene Werktagsausfahrt vom 6. Mai 1935, ausgeführt durch unsere Untersektion Wiggertal, aufmerksam machen. Diese Ausfahrt führt Sie in die schöne Ostschweiz und zeigt Ihnen die Kreisler-Montagewerkstätten der Firma Saurer in Arbon. Beachten • Sie das detaillierte Programm unserer Untersektion Wiggertal in der Freitagsausgabe vom 26. April 1935. Wir empfehlen diese interessante Exkursion nochmals bestens und hoffen, dass recht viele Mitglieder unserer Sektion daran teilnehmen werden. Der Vorstand. Autosektion St. Gallin-Appinzell ORTSGRUPPE TOGGENBURG. Leider konnte unser bewährte, rührige Präsident, Herr A. Kreis, Ing., aus Ebnat, letzten Montagabend, anlässlich der Hauptversammlung der Ortsgruppe Toggenburg, die im «Löwen», Bütschwil, stattfand, nur eine kleine Zahl von Mitgliedern begrüssen. Es scheint in unsern Reihen noch die irrige Auffassung vorzuherrschen, dass ein Mitglied mit der Bezahlung des Jahresbeitrages seiner Pflicht gegenüber der Ortsgruppe nachgekommen sei. Dass damit speziell die Kommission, die in ihren Bemühungen von den Mitgliedern unterstützt sein möchte, nicht einverstanden sein kann, ist selbstverständlich. Wenn diese kurze Andeutung zur Besserung der gerügten Verhältnisse beizutragen vermag, hat sie ihren Zweck restlos erfüllt Freundlichen Willkommsgruss entbot der Vorsitzende ganz besonders auch dem zur Tagung erschienenen Sektionspräsidenten, Herrn Gerichtspräsident Lutz, der stets ein reges Interesse unseren Bestrebungen und Verhandlungen entgegenbringt Die sorgfältig abgefassten Protokolle und die Jahresrechnung, abgelegt von Aktuar und Kassier E. Lutz, Wattwil, fanden einstimmige Genehmigung. Der Jahresbericht des Präsidenten bot den Anwesenden ein anschauliches Bild und willkommene Aufklärung über die Tätigkeit unserer Ortsgruppe und über die Beziehungen zur Sektion. Unter «Arbeitsprogramm» wurde die Teilnahme an der von der Sektion in Aussicht genommenen Exkursion in die Pneu-Fabrik Pfäffikon beschlossen. Im weitern soll der letzten Winter erfolgte und gut aufgenommene Instruktionskurs dieses Frühjahr eine Wiederholung erfahren. Angeregt durch die Lichtbildervorträge über «Disziplin und Gefahren auf der Strasse», gehalten von Herrn Polizeihauptmann Grüninger, St. Gallen, bei der Ortsgruppe Wil, fasste die Versammlung den einstimmigen Beschluss, auch für die Talschaft Toggenburg gleichartige Aufklärungen zu lancieren und ist die Kommission beauftragt worden, in vorstehendem Sinne tätig zu sein. Dabei soll speziell auch der Schuljugend «Verkehrsunterricht» zuteil werden. Einige Verkehrsfragen interner N'atur ' kamen STRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB Wallmr» AiukBnltm duntt T.Ci. O/fiCM Gen/ Iml. 433*4 Zürich T»l. 32 «4« anschliessend zur Besprechung, u. a. wurden die misslichen Verhältnisse beim Bahnübergang in Wattwil mit Recht kritisiert. Ein Sauserbummel im Herbst wird zu engerem Zusammenschluss und zur Pflege der Kollegialität auch das seinige beizutragen vermögen. Der Jahresbeitrag für Ortsgruppenmitglieder wurde mit Fr. 3.— belassen. Die Wahlen warfen keine grossen Wellen in die Versammlung, da die bestehende Kommission, samt ihrem Präsidenten eine Wiederwahl annahm. In globo wurde dieselbe bestätigt, als Präsident wiederum A. Kreis, Ebnat. Neu in die Reohnungskommission beliebte Emil Brunner, Ebnat. Die Entschädigungsfrage für die umfangreichen Arbeiten des Aktuars und Kassiers fand eine befriedigende Lösung. Als Vereins- und Publikationsorgan beliebte die «Automobil-Revue». Mit einem markanten Schlussworte, in welchem die Mitglieder zur regen Mitarbeit am begonnenen Werke aufgemuntert wurden und der Wert und die Bedeutung des Zusammenschlusses der Motorzeugfahrer ihre richtige Beleuchtung erfuhren, schloss der Vorsitzende die sehr anregend verlaufene Tagung, x. A. C. S. -SEKTION AARGAU. Als nächste Veranstaltung unserer Sektion ist auf Donnerstag, den 9. Mai 1935 eine Nachmittagsfahrt an die Ufer des Bodensees mit'Ziel Arbon und Besichtigung der Saurerwerke, speziell der Chrysler-Abteilung, anberaumt. Die •Tieijßeljmer treffen sich ca.um 15 Uhr in-Arbon, worauf * anschliessend der Besuch der Säurerwerke folgt Für, die Rückfahrt ist ein gemeinsames Nachtessen nach Uebereinkunft vorgesehen. Eine separate Einladung wird den Mitgliedern in den nächsten Tagen augestellt. lieber Pfingsten folgt sodann die Auslandsfahrt nach Korsika, der schönsten Insel im Mittelländischen Meer. Dauer der Reise 8 Tage vom 5,-^12. Juni' 1935."" Die Hinfährt in 2 Tagen bis Nice geht über Geneve, Grenoble (Tagesetappe), Route d'hiver des Alpes, Nice,, währenddem die Rückfahrtsstrecke ab Nice über den Col di Tenda, Turin, Stres.a (Tagesetappe),, Locarno, Gotthard führt. Die Ueberfahrt nach Korsika (Ajacco) erfolgt bei Tag, die Rückfahrt ab Calvi bei Nacht. Zwischenhinein werden die Teilnehmer auf Stressen- mit unbeschreiblichem Reiz kreuz und quer durch Korsika geführt. Korsika, die Heimat Napoleons, bietet dem Fremden dank seiner Ursprünglichkeit. Verschiedenartigkeit und Verschlossenheit ein Maximum von seltenen Anblicken und Schönheiten. Um möglichst vielen Mitgliedern diese verlockende Reise zu ermöglichen, wird unsere Sektion wiederum ein finanziell sehr vorteilhaftes Pauschalarrangement vereinbaren. !Das ausführliche Programm wird rechtzeitig; auf dem Zirkularwege zugestellt werden. Interessenten belieben sich'mit unserem Sekretariat in Aarau in Verbindung zu setzen. ni. SEKTION BERN. III. GeschlckllchkeUsprufung auf dem Flugplatz Belpmoos., Die Anmeldungen laufen in sehr erfreulicher Zahl ein. Der Grund hierzu dürfte in der erfolgten klaren Unterscheidung zwischen kleinen und grossen Wagen und sodann auch in der glückliehen Wahl des Prüiungsplatzes im Belpmoos liegen. Um die Teilnahme einem noch grässeren Kreis .zu ermöglichen, ist die Anmeldefrist bis Samstag, 4. Mai 1935, 12 Uhr, verlängert worden. Später eingehende Nachmeldungen können^nur noch zum doppelten Einsatz angenommen werden. • Die Besammlung der Konkurrenten ist auf Sonntag, 5 Mai, 13.30 Uhr, beim Flugplatz-Restaurant angesetit. Nach Ausscheidung der beiden Wagenklassen und Abgabe der Startnummern erfolgt die übliche Begehung der Prüfungsaufgaben südlich der grossen Flugzeughalle in dem eigens dafür reservierten Areal. Die Sportkonimission rechnet damit, die Veranstaltung spätestens um 18 Uhr beendigt zu haben. Es bleibt dann bis zur Preisverteilung gfenügend Zeit, die Resultate in aller Ruhe zusammenzustellen oder das Nachtessen einzunehmen. Für die Preisverteilung, welche um 21 Uhr im grünen Saal des Kursaals stattfindet, hat die Kursaaldir^ktion entgegenkommenderweise freien Eintritt für Konkurfenen und deren Angehörige eingeräumt. Als Ausweis dient die Legitimationskarte. Die Sportkommißsion, lädt die Mitglieder zum Besuch der Veranstaltung auf dem'Belpmoos freundlich ein und bittet, allfällige Nachmeldung wegen Zeitersparnis telephonisch an das Sektiönssekfetariat zu richten. h. LEGENDE: GtachloSaene Stratttn HH Nur mit Ketten beithrbir Elsenbahnvarlade-Sltllon * Kellen-Dienst T.C.S. 4 350 Millionen Einwohner zählenden Reich schöpfend, verstand es der Referent, ein ausgezeichnetes Bild von diesem Märchenland mit all seinen Eigenheiten und Gegensätzen zu schaffen. Eine erschöpfende Auswahl prächtiger Lichtbilder orientierte nicht nur über die landschaftlichen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten, sondern auch über Bewohner und Wirtschaftsleben. Reicher Beifall belohnte das ausgezeichnete Referat. Die offizielle Besichtigung der neuen Sekretariatsräume durch Presse und Vertreter der Zürcher Verkehrsinstitutionen fand regstes Interesse. Die neuen Räumlichkeiten im Hause Du Pont ermöglichten nicht nur eine Erweiterung des Touristikbureaus, sondern auch eine zweckmässige Installierung der übrigen Sekretariatsorganisationen. So sind nun der kostenlose Rechts- und technische Dienst in separaten Bureaus untergebracht und mit allem nötigen Akten- und Kartothekmateriasl ausgerüstet. Das gediegen eingerichtete Clubzimmer dient nicht nur als Sifczungslokal, sondern steht den Mitgliedern tagtäglich von 8 Uhr morgens bis 23. Uhr durchgehend als Lesesaal, Schreibzimmer und zu Besprechungen zur Verfügung. Ausser einer Bibliothek finden sich rund 80 Fachund Sportzeitungen vor. An das Bureau des Sekretärs und der Buchhaltung und Korrespondenz reihen sich diejenigen des Touristikdienstes an, der nun vorbildlich ausgebaut ist und weitgehendsten Ansprüchen zu genügen vermag. Alles findet sich vor: Grosse Vorräte an Autokarten und -Führern, Berge von Prospekten des In- und Auslandes, alle erscheinenden Strassenaustandkarten und Tou-< ristikbulletins Europas. Grosszügig ausgebaut ist apch der Zolldokumentendienst, der nun äusserst leistungsfähig gehalten ist. Eine besondere Attraktion bildet der Itinerairedienst. Derselbe umfasst nicht nur die in Form von Streckenblättern mit Karten gehaltenen Itineraires der A. I. A. C. R., sondern auch solche von Auslands-Clubs. Das Hauptkontingent stellen aber die eigenen ausführlichen Sektionsitineraires, die als die vollkommensten ihrer Art wirklich über alles Wissenswerte orientieren und für welche nun bereits über 1200 einzelne Streokenblätter existieren. An die. von Herrn Dr. Schmidlin geleitete Führung schloss sich eine gemütliche Zusammenkunft im Restaurant Du Pont an, wo Herr Präsident Gassmann und alt Präsident H. Wunderly-Volkart der Presse für die tatkräftige Unterstützung der Bestrebungen des A. C. S. dankten und Herr Dr. H. Wyss die Anwesenden mit zahlreichen Lichtbildern aus dem Leben der Zürcher Sektion des A. C. S. aus den Jahren 1905 bis 1920 erfreute. V «!«>•» DER SCHWEIZ CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Die nächste Monatsversammlung findet Mittwoch, den 8. Mai 1935, 20.15 Uhr im Du Pont, I. Stock, Büfettsaal, statt. Un^ sere verehrten Mitglieder sind ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Die Geschäftsordnung bringt einige wichtige und interessante Anfragen und Beschlüsse, zu deren Aussprache und Genehmigung es aller Mitglieder bedarf. Denjenigen Ehren-, Frei- und Aktivmitgliedern, die zu den Photo Aufnahmen für das Vereins-Tableauani Erscheinen verhindert waren, geben wir noch eine letzte Gelegenheit, und zwar Sonntags, den 12. Mai, von 10 bis 19 Uhr. (Siehe Zirkular.) Mitglieder, die nicht teilnehmen können, werden gebeten, Pass-Photi in Brustbild einzusenden. Der Vorstand. Toüv^smus Ofenpass. geöffnet. Ab 1. Mai ist die Strecke Zernetz-St Maria durchgehend befahrbar, womit die direkte 1 Verbindung der Schweiz mit Meran und den Dolomiten für Automobile offen ist. Für die nächsten' Tage dürfte sich die Mitnahme von Schneeketten empfehlen. Amtliche Mitteilungen Strassensperre. Anlasslich des aargauischen kantonalen Musiktages .vom 12. event. 19. Mai wird das Strassenstück von der Strassenkreuzung. beim heuen Schulhaus Oberfeld Richtung Safenwil auf eine Länge von ca. 300 m zeitweise gesperrt, da es für die Marschmusik-Konkurrenz beansprucht wird. Die Sperrung und Umleitung wird durch Tafeln markiert. ' SEKTION ZÜRICH. An der Aprilmonatsversammlunp im Bahnhofbuffet in Winterihur, an der Polizeidirektion des Kantons Axrgau. der Vorsitzende, ; Herr Vizepräsident Dr. Hasler, als Gäste die Herren Polixeivörstand Büchi, Winterthur, und Statthalter Dr.' Landbit, Andelfingen, Dr. A. Buch), Chefredaktion. Verantwortliche Redaktion: willkommen heissen konnte, hielt Herr Lieberherr, W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyir. Erlenbach, ehem. schweizerischer Generalkonsul in Telephon der Redaktion. 28222 (HallwagJ, Bombay, einen ausgezeichneten Lichtbilder-, und Ausserbalb der Geschäftszeit: 23.295. Fiimvortrag über Streifzüffe durch Vorderindien. Aus einem 18jährigen Aufenthalt' in diesem rund Jirano iden