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E_1935_Zeitung_Nr.037

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mögliche Stimmung, und

mögliche Stimmung, und als er den beiden Damen auf Deck vorgestellt wurde, ging alles ganz gut ab, nur verschwand er nach wenigen Minuten unter dem Vorwand, Arbeit zu haben. «Dein Mann ist doch nicht krank?» fragten beide Damen teilnehmend, «er sieht so gedrückt aus?» «Ach, der ist schrecklich gesund», lachte ich, «aber er will mich nur immer für sich allein haben, der ist auf alle Leute eifersüchtig, mit denen ich spreche.» «Wie schön, so geliebt zu werden!» riefen die beiden Schmidts, und ich wusste nicht, meinten sie es ironisch oder ernsthaft. Es war scheusslich. In den nächsten Tagen umwarb ich Peter, wie die Lieblingsfrau den Maharadscha, nur damit die beiden Frauen nicht merkten, wie wir eigentlich zueinander standen. Ich lernte mich beherrschen, wie ich es bisher noch niemals getan hatte. Es wurde ein wenig besser zwischen uns, aber die Besserung ging so langsam vorwärts, dass ich meine Beherrschung oft verloren hätte, wenn nicht die neugierigen Augen der beiden Damen dagewesen wären. Eines Tages sagte Frau Schmidt zu mir: «Dein Mann ist doch bei den Qrave-Werken, nicht? Die sollen vor der Liquidation stehen.» Erschrocken lief ich zu Peter; der lag im Liegestuhl und starrte trübselig vor sich hin. «Peter!» rief ich, «Frau Schmidt sagt, die Qrave-Werke stünden sehr schlecht und —» «Und da fürchtest du materielle Verluste, wenn ich abgebaut werde, was?» fragte Peter ironisch. «Nein!» rief ich empört, «nein, Peter, sprich nicht so hässlich! Aber du musst ja schreckliche Sorgen haben, wenn das wahr ist, und du hast mir nichts davon erzählt, und du solltest mir doch solche Dinge sagen!» «Erinnerst du dich», sagte Peter, «wie ich dir vor Monaten, damals, als die Schwierigkeiten im Werk begannen, von meinen Sorgen erzählen wollte? Aber du sagtest: ,Ach, lass mich doch in Ruhe mit deinen langweiligen Geschichten!' Und seither habe ich dir nie wieder davon gesprochen.» Oh, Auguste, wenn Du wüsstest wie mir war. Hatte ich wirklich zu dem Mann, für den ich einst alles tun wollte, gesagt: ,Lass mich mit deinen Sorgen in Ruhe?' Ich hatte es wohl nicht so schlimm gemeint, aber es muss ihm sehr weh getan haben, und dann war er stumm neben mir hergegangen und hatte mir alles, was ihn bedrückte, verheimlicht. Ich nahm ihm seine trübselige Stimmung übel und so waren wir immer weiter auseinandergeraten. Da begann ich zu weinen, aus tiefstem Herzensgrund; alles, was sich an verletzter Eitelkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Missverständnissen wie eine Kruste um mein Herz gelegt hatte, schmolz mit diesen Tränen weg. Und Peter tröstete mich, so lieb wie nur je, und er sagte, die Grave-Werke stünden gar nicht schlecht, im Gegenteil, ich brauchte mir keine Sorgen zu machen. Aber deshalb weinte ich wirklich nicht, ich weinte über mich und meine eigenen Fehler. Und von diesem Tage an sind wir beide so glücklich, wie man glücklicher gar nicht sein kann. Und deshalb ist mein Rat: Sei so verheiratet, als ob du auf einem engen Schiff mit vielen Bekannten zusammen fahren würdest. Es ist nicht immer bequem, das gebe ich zu, es ist bequemer, sich unbeobachtet zu fühlen und seelisch und körperlich nachlässig zu werden, es handelt sich ja «nur» um den Ehepartner. Aber dann wird die Ehe bestimmt unglücklich, verstehst du, und das ist schliesslich noch schlimmer. Auf baldiges Wiedersehen, kleine Schwester. E. M. Stellvertretung durch den Film. Ein englischer Politiker, Captain David Margesson, hatte dieser Tage die Aufgabe, an einer überaus wichtigen Sitzung im Parlament und zu gleicher Zeit an einer politischen Versammlung in der Stadt Rugby teilzunehmen. Da der praktischen Persönlichkeitsspaltung noch einige Schwierigkeiten im Wege stehen, Captain Margesson aber keine der beiden Veranstaltungen versäumen wollte, mietete er für einen Vormittag das Studio einer Londoner Filmfirma und hielt dort jene Rede, die er ursprünglich für die Versammlung in Rugby vorgesehen hatte. Die ganze Ansprache wurde auf Tonfilm aufgenommen. Man sah Captain Margesson in ganzer Figur, im Profil, en face, Grossaufnahmen des Kopfes und auf besondern Wunsch des Regisseurs der Firma holte er bei bestimmten Stellen, die wiederholt werden mussten, mit den Armen weit aus. Die Vorführung zeigte, dass einige Stellen noch wirkungsvoller gebracht werden könnten. Der Regisseur spielte sie dem Abgeordneten vor, der sie ebenso wiederholte und das Lob erntete, ein begabter Filmschauspieler zu sein. Am nächsten Abend erschien an Stelle Captain Margessons, der um diese Zeit der wichtigen Parlamentssitzung beiwohnte, sein riesig vergrössertes Bild auf' einer Leinwand, die auf dem Podium der Versammlung in Rugby gespannt war. Mächtig tönte seine Stimme durch die Lautsprecher in den Raum, weit holten seine Arme aus, sein charakteristisches Profil war ausgezeichnet zu sehen und eine ganze Anzahl eindrucksvoller Stellen riefen den spontanen Beifall der Anwesenden hervor, wobei der Redner '»schwieg und abzüWarten schien, bis er wieder weitersprechen konnte. In Wirklichkeit hatte der Regisseur die Abwartepause gleich mit aufgenommen. Margessons Beispiel scheint Schule zu machen, denn sein Erfolg: hat in manchen seiner Kollegen den Gedanken entstehen lassen, sich auch von einem Regisseur anleiten zu lassen. AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N« 37 Schneller reisen. Ein Blick auf den Sommerfahrplan der europäischen Eisenbahnen, der am 15. Mai in Kraft tritt, zeigt einen auffallenden Wandel gegenüber den letzten Jahren. Sein sichtbarstes Zeichen ist die allgemeine Erhöhung der Reisegeschwindigkeiten. Schienenautos und Stromlinienzüge haben der Schiene neue, ungeahnte Geschwindigkeiten erobert. Nur die unbedingte Erfordernis höchster Sicherheit hemmt die theoretisch ohne weiteres mögliche Steigerung dieser Schnelligkeit auf der Schiene. 115 Stundenkilometer Reisegeschwindigkeit verwirklicht das zweimal täglich in beiden Richtungen verkehrende Schienenauto Paris-Le Havre. Es braucht, ab 15. Mai, für die 230 km lange Strecke von Paris nach dem grossen Hafen am Kanal bei einem Halt in Rouen nur noch genau zwei Stunden. Der Siegeszug des Schienenautos, das noch vor vier Jahren nur zu Probefahrten verwendet wurde, ist unaufhaltbar geworden. 133 Autorails verkehren allein auf dem Netz der Staatsbahnen. Sie legen täglich 30,000 km zurück. Sie haben den unmodern gewordenen Personenzug, der auf jeder kleinen Station hielt, verdrängt und haben vielfach den Platz der Schnellzüge, insbesondere auf kürzeren Fernstrecken, übernommen. Si. jtm&ä&atusches Warnungstafel. Im Garten einer Farm in Georgia findet man folgende Warnungstafel: «Wer hier durchgeht, wird im Durchmesser von vier wilden Hunden an den Hosen gepackt und mit einer Jagdflinte bearbeitet, die nicht mit Sofakissen geladen ist. Verflucht nochmal! Ich habe keine Lust, noch länger das Getrampel durch den Garten anzusehen.» Joe Murgridge. In Chicago. In Chicago unterhalten sich zwei Gentlemen. «Wissen Sie schon!» sagt der eine, «unser Bekannter, Mister Peabroker, der jetzt mit seiner Frau eine Reise um die Welt macht, ist in Schanghai von Banditen überfallen und beraubt worden ! » «Deshalb braucht der Mann doch nicht erst nach Schanghai zu fahren» antwortete der andere. Die Brille. In einer amerikanischen Klinik wird ein gerade operierter Patient in sein Zimmer zurückgefahren. Als er erwacht, sieht er sich zwischen zwei anderen Kränken liegen. « Sind Sie auch operiert worden ? > fragt er leise und mühsam. «Natürlich», sagt der eine; «sogar schon zweimal: der Professor ist eine Kanone, er Ausflugsziele aus der Miüelschweiz Wunderschöne, tiefblaue Enzianen stehen auf unsern Redaktionstischen, inmitten von Manuskripten und Zeitungen. Sie stammen von einem Bergbauer, dem wir durch die von uns in diesem Winter veranstaltete Hilfsaktion sein hartes Los zu mildern vermochten. Eigentlich gehörten die herrlichen Blumen all den lieben Spendern, die damals unserm Aufrufe gefolgt waren und uns Kleider, Esswaren und vieles andere für die notleidenden Bergbauern zur Verfügung stellten. Doch da sich die Verteilung begreiflicherweise nicht durchführen lässt, bleiben sie eben hier in unsern Bureaus und sprechen für die Dankbarkeit unserer Bergbauern. aber so vergesslich. Mich hat er vor drei Wochen am Blinddarm operiert. Alles grossartig gegangen. Nach zehn Tagen bekomme ich Schmerzen. Ich werde untersucht und muss nochmals aufgeschnitten werden. Der Professor hatte einen Wattebausch in meinem Bauch liegen lassen.» « Mir ist es ganz ähnlich gegangen », sagt der Zweite. «Dieselbe Geschichte — nur hatte er bei mir eine Pinzette vergessen.» In diesem Augenblick geht die Tür auf — der Professor steckt den Kopf ins Zimmer und fragte : « Verzeihung — hat jemand zufällig meine Brille gesehen ? » Da fiel der Neuoperierte in Ohnmacht! Meisterschaft Mr. Gogetter: < Sehen Sie den Mann da drüben ? » Mr. Greenhorn: «Ja, was ist los mit ihm?» Mr. Gogetter: « Das ist der berühmteste Bandit aus Detroit. Dreiundzwanzig Morde. Noch drei, dann hat er die Bezirksmeisterschaft gegen Chicago in der Tasche 1» Das reine Wasser. Zwei alte Amerikaner plätschern lustig im Wasser von Miami. Da sagt einer zum andern : «Du, ist dir nicht aufgefallen, dass seit zwei Jahren hier das Wasser reiner geworden ist ? Wie kommt das eigentlich ? » « Ja, mein Lieber, seitdem die Leute nicht mehr baden, sondern sich nur noch ihre Badeanzüge und Strandpyjama zeigen. > «Unsere schönsten Ferien machten wir mit Ihrem Zelt», schreibt ein Kunde. Auch Sie können sich mit wenig Geld dauernd billige,aberdesto schönere Ferien leisten. Haag-Zelte garantieren für angenehmen Aufenthalt, sie sind garantiert regendicht und warm. Haag-Zelle für die Familie, jede Grosse und Ausführung. Alle Camping-Artikel. Verlangen Sie Camping-Katalog Nr. 4 Bassige, erstklassige FALTBOOTE, Schweizer Homag, für Wildwasser, Fluss und See. RUD. HAAG, ZÜRICH 5 untere Langstrasse 213, nähe Limmatplatz Alles für Ihre Weekend-Zeltfabrikation! DIE KÜHLUNG FÜR ALLE ZWECKE AUSSTE LLUNG: URA NIASTR. 16 TEL. 59.44t AUTOFRIGOR FRIGOMATIC 1025 Meter über Meer, ob Willisau das lohnendste Ausflugsziel für Automobilisten! 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N° 37 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 15 T)vi Vamp, in 1lnquade € Welcher moderne Frauentyp gefällt den Männern am besten ? » Mit dieser Rundfrage wendet sich ein Londoner Blatt an seine Leser. Am häufigsten kehrt die Antwort wieder : «Die Frau von eleganter Einfachheit und natürlicher Haltung.» Ein Künstler schreibt: < Die Frau, die dem Geschmack des kultivierten Mannes von heute am meisten gefällt, ist diejenige, die sich zweckmässig kleidet In der Stadt wird sie halbhohe und auf dem Land niedrige Absätze tragen. Der spielerischen Grazie, die der gegenwärtigen Frauenmode eigen ist, beginnt der Mann bereits überdrüssig zu werden. Die Rüschen und Spitzen, die Zierlichkeiten und Koketterien der Mode des letzten Jahres beginnen schon wieder unmodern zu werden. Ein Modetyp von «neuer Sachlichkeit» kündigt sich an. Hoffentlich wird er von gewissen Verstiegenheiten und Uebertreibungen frei sein, die ihm in den ersten Nachkriegsjahren eigen waren. Jedenfalls aber kann man schon jetzt feststellen, dass zweckmässige Frauenkleidung den Männern am meisten gefällt. Einem Winterkostüm muss man deutlich anmerken, dass es ein Winterkostüm ist Für mondäne Geselligkeit für Sport und Strand muss die Frau von Geschmack ihre Kleidung so wählen, dass man deutlich die Zweckbestimmung fühlt. Die spielerische Zwecklosigkeit gewisser Modedetails wird bereits als langweilig empfunden. » Der zweite Teil der Rundfrage Jautet: « Und welcher Frauentyp missfällt den Männern am meisten ? » Aus den Antworten ergibt sich, dass ein Typ, der noch vor wenigen Jahren als unwiderstehlich galt, nun als unausstehlich betrachtet wird. Die Versicherung, dass der Vamp langweilig geworden sei, kehrt in den Antworten immer wieder. «Der männerbetörende, verruchte Vamp verursacht den Männern von heute Gähnkrämpfe », versichert ein Einsender, «und wenn die Frauen wüssten, wie sehr der überwiegenden Mehrzahl der Männer gezupfte oder rasierte Augenbrauen, grellrot bemalte Lippen und emaillierte Wangen missfallen, so würden sie mit Lippenstift und Rouge sparsamer umgehen. Ein gesundes, frisches Gesicht, vor allem wenn es von der Sonne gebräunt ist, gefält den Männern viel besser als die künstliche Illumination eines Gesichtes durch Lippenstift und andere Schönheitsrequisiten einer banalen und unpersönlichen Kosmetik, die mit wirklicher und kultivierter Kosmetik nicht viel zu tun hat. Ueberhaupt missfällt den modernen Männern an der Frau jede Art von Geziertheit und Affektation; etwa Atlasschuhe bei einem Spaziergang, ein Seidenkleid bei einem Wetter, das robustere Kleidung erfordern würde, und andere Geschmacksverirrungen. » Ilwiomcuttische £ietes~ geschickte In jener Ecke kleiner, nicht leicht rubrizierbarer verschiedener Inserate der Tageszeitung in X. erschien eines Tages folgendes fettgedrucktes Inserat: »Lisa — liebst Du mich noch? W. K.» Am anderen Tage fand sich an der gleichen Stelle in derselben Aufmachung die Antwort: «W. K. Treue bis zum Tode! Lisa.* Einen Tag später: «Lisa! Wann? W. K.» Diese Frage, die von den inzwischen aufmerksam gewordenen Lesern boshafterweise als auf den Sterbetag bezüglich ausgedeutet wurde, Hess die Spannung, mit der man auf die Fortsetzung dieses Liebesromanes wartete, steigen. Der nächste Tag brachte die Antwort: «W.K. Frage unverständlich. Ich will nicht sterben. Lisa.» Die Geschichte sprach sich in der kleinen Stadt herum, Man begann Wetten abzuschliessen, wie die Sache auslaufen würde. Am nächsten Tage erschien die «Fortsetzung des Romans» : «Lisa. Wann sehen wir uns? W. K.» Zwei Tage später erschien die Antwort: «W. K. Vorsichtig! Er weiss etwas! Lisa.» Gespannt harrte man auf die nächste Fortsetzung, die prompt erschien und so lautete: «Lisa! Muss Dich unbedingt sehen. W. K.» Und dann wurde endlich das Rätsel der seltsamen Unterhaltung gelöst. Doppelt so gross wie die vorhergehenden Anzeigen, erschien wieder an der gleichen Stelle die folgende: «W.K. Kommen unmöglich. Schicke Dir Bild. Lass Dich bei... (hier folgte der Name eines bekannten Photo-Ateliers) photographieren, der ganz ausgezeichnete Bilder macht, und schicke mir auch Dein Bild. Ewig Deine Lisa.» So fand der Roman in Anzeigen sein Ende. Der geschickte und findige Photograph hat dank dieses Einfalls Bombengeschäfte gemacht! 2- s. TJhdiscke Skizzen Moderne kunstgewerbliche Gürtel. Immer wieder macht man die Beobachtung, dass ein geschmackvoller Gürtel selbst das schlichteste Kleid in reizvoller Weise « beleben » könne, und da man längst erkannte, dass durch den Gürtel die Gestalt in günstiger Weise «geteilt» werde, steht die Gürtelmode augenblicklich in höchster Blüte und Gunst, so dass sich auch das Kunstgewerbe mit diesem Thema sehr eingehend befasst und Entwürfe von erstaunlichster Vielfalt bringt. Für die Strapazaufmachung schätzt man einen derb-genarbten Schweinsledergürtel, dessen drei Schliessenmotive mit verschiedenfarbigem Leder überzogen sind, so dass sich hier geschmackvollste Buntheit geltend machen kann.. Als fesselnde modische Kleinigkeit wollen wir den < Wappengürtel» anführen (so benannt nach der flotten Form seiner Sohliesse). Der Gürtel selbst kann aus drei verschiedenfarbigen «Rollen» aus Leder oder Filzstoff gearbeitet sein und wird sich auf jedem dunklen Kleide gut ausnehmen, wobei man sich bemüht, die Farben des Wappens in Form oder Rollen zu wiederholen. Schöne Frühjahrshandschuhe sind mitunter für die frische und sympathische Wirkung der Aufmachung entscheidend; man muss daher genau zu differenzieren verstehen und nicht «irgend einen» Handschuh, sondern den Handschuh wählen, der zu dem Stoff und der Art des be- treffenden Kleidungsstückes passt. Wenn beispielsweise eine Frühjahrsaufmachung aus gemustertem Materiale hergestellt ist, kommt nur ein einfarbiger Handschuh in Frage, dem in letzter Zeit insofern eine Wir zeigen in unserem Bilde den auseigenartige Note gegeben wird, als er durch- dicken Schnüren geflochtenen, für ein Nachmittagskleid bestimmten Gürtel mit metallischer Maschenschliesse. Ebenso interessant, wenn auch für ein sportives Kleid bestimmt, ist das etwa dreifingerbreite Lederband, das mit vier gleichmassig grossen, zu einer Schliesse verbundenen Metallkugeln zusammengehalten wird. laufend-Jängsgesteppt erscheint (Skizze). Eine solche Stepparbeit wird entweder in leicht abschattierter Farbe besorgt (etwa hellbraun auf naturfarbenem Leder) oder aber in geschmackvoller Weise mit der Grundschattierung der betreffenden Aufmachung übereingestimmt. (Man denke etwa an eine blau-in-blau gemusterte Frühjahrskleidung, zu der ein naturfarbener Schlüpfhandschuh, dessen Längs-Steppbahnen dasselbe, Blau wiederholen, das richtige wäre.) Zur einfarbigen Aufmachung hingegen darf ein kombinierter Handschuh getragen werden, bei dem oft zweierlei Ledersorten Verwendung finden. Ein heller Handschuh mit einer eingeknöpften Mittelpartie aus dunkelbraunem Exotenleder wird sicherlich gefallen, wobei wir Hchtbraunes Wildleder und dunkelbraun Krokodil als beste Kombination vorschlagen. JOcitte Thtizen Wegglt. Die nasskühle Witterung der letzten Aprilwoche hat der Entfaltung des Frühlings hier keinen wesentlichen Eintrag zu tun vermocht Mit Macht sind Blüten und junges Grün überall hervorgedrungen, so dass nun alles in voller Lenzpracht dasteht und der Lustwandelnde durch all die Herrlichkeit nicht aus Staunen und Frühlingsfestfreude herauskommt. Nicht umsonst haben die Kurgäste von Weggis das Wort geprägt: « Maienzeit ist Weggiserzeit. > Kursaal-Eröffnung in Interlaken. Der weltbekannte Kurort im Berner Oberland nähert sich dem offiziellen Saison-Beginn. Bereits haben mehrere grosse Hotels die Pforten geöffnet, und nun wird auch der Kursaal am kommenden Sonntag seinen Betrieb wieder aufnehmen. Während in den höheren Regionen noch metertief Schnee liegt, ist in Interlaken der Frühling eingezogen. Die Höhenwej- Promenade hat eine Umgestaltung erfahren und wird sich bald im neuen blumenreichen Schmucke den Kurgästen präsentieren. Interlaken bietet in der Vorsaison alle Vorteile für einen ruhigen und billigen Ferienaufenthalt. Weekend-Fahrten ins Berner Oberland sind abwechslungsreich und lohnend. Die Dampfschiffahrt und die Bergbahnen sind im Betrieb, vi. Veranstaltungen Pferderennen in Aarau. Am Sonntag, den 10. Mai, nachmittags (Beginn 13.30 Uhr), finden auf jungem, grünem Rasen des Aarauer Schacheng die traditionellen Pferderennen statt. Es kommen acht Rennen zum Austrag, darunter ein Jagdrennen für Kavalleristen, für Kav.-Unteroffiziere und für Offiziere (alle auf Bundespferden), ein Flachrennen, ein Trabfahren, eine grosse Steeplechase für Pferde aller Länder und ein Vereins-Grosscountry. Zwischenhinein wird abermals eine kombinierte Stafette durchgeführt, die über eine Totaldistanz von 7250 Meter geht, an der sich mindestens vier Equipen zu vier Läufern (Leichtathleten), zwei Reitern, zwei Radfahrern und einem Motorradfahrer beteiligen. Die Läufer werden von den Turnvereinen gestellt. Während die Läufer, Reiter und Radfahrer je 1450 Meter zu überwinden haben; fallen die restlichen 2900 Meter dem Motorradfahrer zu. Die Stafette vom letzten Jahre hat dem Publikum eine vielseitige sportliche Schau geboten und bei den Teilnehmern ebenfalls grosse Begeisterung ausgelöst. zeigt Ihnen die charmantesten Frühlings-Complets, Pullovers und Blusen Zürich, Rennweg 46, Tel. 70.387 Also vorbeugen, schlank werden u. jung bleiben! Aber nicht mit annötigen Anstrengungen od. lustigen Hungerkuren. Einlach täglich den angenehm schmeckenden, geminden and ärztlich empfohlenen • Dr. Ernst Rlehtera Frühstückskrautertee trinken. Er macht schlank n. elastisch, hält Jung und leistungsfähig. Dr. A.D. in A. echreM: Der Tee ha 1 mir gute Dienste gekittet, tnn U Pfund leichter geworden, und Iritcher, wie 10 Jahn jünger. 1 Paket Fr. 3.-. Kur - 6 Pakete Fr. 18.-. In Apotnek. u. Drogerien, wo nicht: „Hermes", pharm. kosm. 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