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E_1935_Zeitung_Nr.037

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 - If» 37 Der ideale Gleitschutz — Neues pat. Verfahren Bannt das gefürchtete Schleudern auf nassem Asphalt vollkommen! Vorteile: 1. Die Räder müssen zur Behandlung nicht abgenommen werden. 2. Behandlungsdauer pro Wagen nur 10 Minuten. 3. Preis pro Reifen nur Fr. 2.—. 4. Es wird kein Gummi herausgeschnitten. Service-Stellen in der Schweiz: ZÜRICH : A. ZeltZj Pneumatikhaus, Dufourstrasse 5. Gebr. Maag, Gleitschutzserv., Eidmattrtr.10. G. Widmer, Autogarage, Rötelstraise 19. Schenkel & Becker, Garage, Badenerstr. 580. Atnag A.-G. SEEBACH: J. Wahrll, RBäsll - Garage, Friesstrasse 26. KÜSNACHT/ZCH.: Qebr. Maag, Masch'fabr., Unt. Heslibachstr. WEINFELDEN: J. MinUcue. Autogaraga. SOHAFFHAUSEN: Ch. Beyer, Kreuzgarage. ÖLTEN: Th. Dlstsll

N°37 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Die Sternfahrt nach Marokko, Dreier (Alfa Romeo) Dritter im Gesamtklassement Die Etappe Marrakech-Agadir forderte nur ein Stundenmittel von 55 km/St, und so vermochten einige Fahrer die vorgeschriebene Fahrzeit bis zu drei Stunden zu unterbieten. Es waren Q'uatresous und Lahaye (Renault), denen 55 km/St, scheinbar zu wenig waren, und die die 580 km lange Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 km/St, meisterten. Leider hat sich auf dieser Etappe auch ein Unfall ereignet, dem Baron Hamptune und Cousin zum Opfer fielen. Beide mussten in das Militär-Spital von Marrakech überführt werden. Ihre Verletzungen sind teilweise schwerer Natur, dooh besteht keine unmittelbare Lebensgefahr. Mlle Dax brach das Chassis ihres Wagens und musste die Fahrt aufgeben. Alle Fahrer, die Agadir erreichten, auch Lamberjack auf Saurer, konnten diese Etappe strafpunktfrei beenden, trotz der Ueberquerung des 2300 m hohen Atlasgebirges bei peinlicher Hitze. Für die letzte Etappe Agadir-Casablanca (567 km) war wiederum ein Mittel von 75 km/St, vorgesehen. 16 Konkurrenten erreichten das Ziel; 19 weitere Teilnehmer waren schon in den vorhergehenden Etappen der Sternfahrt ausgeschieden, darunter auch Fischer (Alfa Romeo). Trevoux und Lahaye kamen beide strafpunktlos in Casablanca an, so dass für sie noch eine spezielle Prüfung zur Austragung gelangte (100 m Vorwärtsmit anschliessend 100 m Rückwärtsfahrt), die Trevoux trotz einem platten Reifen für sich entscheiden konnte. Das Klassement. 1. TreVoux-Lesurque (Bugatti), 0 Strafpunkte. 2. Lahaye-Quatresous (Renault), 0 Strafpunkte. 3. Dreier (Alfa Romeo), 3,5 Strafpunkte. 4. De Massa (Talbot), 11, Strafpunkte. 5. Bon-de Witt (Ford). 13,5 Strafpunkte. 6. Ambard (Ford), 14 Strafpunkte. 7. Frontignac (Ford), 14,5 Strafpunkte. 8. Cayla (Ford). 15 Strafpunkte. 9. de Bremond (Ford), 16 Strafpunkte. 10. Hansberger (Ford), 17,5 Strafpunkte. 11. Schweder (Adler). 33 Strafpunkte. 12. Legre (Panhard), 43 Strafpunkte. 13. da Sylva (Steyr), 54 Strafpunkte. 14. Lampel (Renault), 102 Strafpunkte. 15. Lamberjack (Saurer), 746 Strafpunkte. Dass sich Dreier an dritter Stelle hinter Trevoux und Lahaye placieren konnte, ist ein Beweis seines grossen Könnens, denn die beiden letztgenannten sind ausgesprochene Rallye-Spezialisten, die beide schon je einmal die Sternfahrt nach Monte Carlo gewonnen haben. Ganz hervorragend muss die Leistung von Lamberjack auf Saurer gewertet werden. Wenn er auch mit 746 Strafpunkten auf dem 15. Platz steht, so darf man nicht vergessen, dass es sich einerseits um einen Lastwagen handelt und anderseits 19 Personenwagen überhaupt nicht imstande waren, die schwierige Fahrt zu beenden. Für uns Schweizer mag ferner noch interessant sein, dass der Bugatti von Trevoux mit «Scititilla» ausgerüstet war (Scheinwerfer, Anlasser und Lichtmaschine), also ein doppelter Erfolg unserer Schweizer Industrie. Am selben Abend fand im Hotel des Ambassadeurs ein Bankett statt, das die Organisatoren, Konkurrenten und die offiziellen Persönlichkeiten vereinigte. Die Veranstaltung wurde mit einer Filmvorführung beendet, die bereits die diesjährige Sternfahrt nach Marokko im Bild zeigte. Die Fahrer äusserten sich alle sehr befriedigt über die gesamte Organisation und versprachen durchwegs, im nächsten Jahre wieder mitzumachen. Weitere Meldungen für das Avus-Rennen. Für das am 26. Mai zur Durchführung kommende Avusrennen sind nun auch die ersten Nennungen aus dem Ausland eingegangen. Etancelin, Zehender und Siena, die alle drei die Scuderia Subalpina vertreten werden und auf Maserati starten, haben sich fest verpflichtet Bekanntlich haben die beiden deutschen Fabriken den Reigen der Anmeldungen eröffnet, wobei die Auto-Union Stuck, Varzi, Prinz zu Leiningen und Rosemeyer als Fahrer nannte. Rosemeyer, der, wie erinnerlich, vom Motorradrennsport herkommt, erhält damit die erste Gelegenheit, sich als Pilot eines Rennwagens vorzustellen. Mercedes- Benz will mit drei Wagen ins Treffen rücken, welche von Fagioli, Caracciola und v. Brauchitsch gesteuert werden. Die Nennungen für das «Mannin Moar». und das «Mannin Beg ».Rennen. Für die beiden vom Royal Automobile Club von London auf der Rundstrecke von Douglas (Insel Man) organisierten Rennen sind folgende Anmeldungen eingegangen: Mannin Reg Race (29. Mai): Hall (M. G. Magnette), Baird (M. G. Midget), Dixon (Riley), Donkin (Maserati), Stall Eyston (3 M. G.); Fairfield (E. R. A.), Austin-Werke 1 (3 Austin), Humber (Bugatti), Ford (M. G. Magnette), Rayson (Bugatti), Mays (E.B.. A.), Lace (2 Alta). ' Mannin Moar Race (31. Mal). Rose-Richards (X), Hamilton (Alfa Romeo), Seaman i(E,R.A.), Eaxl Howe (Bugattri), Leith (Bugatti), Wilkins (Alfa Romeo), Eccles (Bugatü), Martin (2 Bugatti), Shuttleworth (Alfa Romeo), Maye (2 E. R. A.). Wiesbadener Motorsportkämpfe. Der Deutsche Automobil-Club CD.DAC.) veranstaltet vom 28.—30. Mai die « Wiesbadener Motorsportkämpfe >, die als nationale Veranstaltung nach den Sportgesetzen des O. N. S. durchgeführt werden. Diese Mortorsportkämpfe setzen sich zusammen aus zwei Zuverlässigkeitsfaihrten (30-Stunden- und 15- Stundenfahrt), einer Hochleistungs- und einer Geschicklichkeitsprüfung. Rekord van Cummins homologiert. Der von Cummins mit einem Diesel-Fahrzeug aufgestellte Rekord- von 220,849 km/St, ist nun von der A.A.A. (American Automobile Association) anerkannt •worden. Die früher bestehende Bestleistung von Dave Evans hat somit eine Verbesserung von 19,617 tan/St.' erfahren. - Der Circuit von Barcelona kommt am 2. Juni auf der in einem Park liegenden 3790 m langen Rundstrecke, die 70mal befahren werden muss, zur Austragung. Für dag Rennen werden nur Wagen, die der internationalen Rennformel entsprechen, j zugelassen. Die ausgesetzten Preise sind für den Ersten 15,000, für den Zweiten 8000, für den Dritten 5000, für den Vierten 3000 und für den Fünften 2000 Pesetas. Die Organisation hat sich bereits die Teilnahme der Scuderia Ferrari gesichert; ferner wird sich auch Villapadierna beteiligen. Im letzten Jahr wurde das Rennen van Varzi (Alfa Romeo) mit einem Mittel von 104 km/St, gewonnen. Versuchsfahrten mit dem zweimotorigen Alfa Romeo. In diesen Tagen werden auf der Monza- Bahn mit dieser Neukonstruktion von Alfa Romeo erneute Versuchsfahrten unternommen. Zu diesem Zwecke hat man andere Reifen montiert, deren Laufdecke nur drei Millimeter dick ist. Die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend, und man rechnet mit der Beteiligung zweier solcher Maschinen am Grossen Preis von Tripolis, die von Nuvolari und Chiron geführt würden. Der Grosse Preis von Belgien. Das Reglement. Wie wir schon früher meldeten gelangt der diesjährige Grosse Preis von Belgien am 14. Juli auf dem 14,9 km langen Circuit von Spa - Francorchamps-Malmedy-Starvelot zur Durchführung. Die Rennstrecke muss 34mal befahren werden, was einer Gesamtstrecke von 506,6 km entspricht. Das Rennen wird nach der Grand-Prix-Formel ausgetragen. , Einschreibungen für das Rennen können bis zum 1. Juli 1035 an die « Commission Sportive du R. A. C. B., 58 Avenue des Arts, Bruxelles >, gerichtet werden. Die ausgesetzten Preise belaufen sich auf 80,000 belg. Franken, wovon dem Sieger 50,000, dem Zweiten 20,000 und dem Dritten 10,000 Franken zufallen. Ferner erhält der Erste die «Qoupe du Roi Leopold III >, die im Jahre 1933 von"'Nu-Völari und 1934 von Dreyfus gewonnen fWÜrde. Die Rennin der «Stechmücken». Innert wenigen Monaten hat eich in Nord-Amerika ein neuer Sport entwickelt für den das Interesse seitens der Oeffentlichkeit von Tag zu Tag zunimmt. Es handelt sich, wie man in Amerika zu sagen pflegt, um die Rennen der €Stechtnücken> oder auf gut deutsch, Kleinstrennwagen. Es sind Wagen von ungefähr 1.70 Meter Länge und einem Radstand von ca. 1 Meter. Sie verfügen im Durchschnitt über 40 PS und erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/St, Vom technischen Standpunkt aue scheinen sie ziemlich hoch entwickelt zu sein, denn man trifft unter ihnen verschiedene Konstruktionsarten von Schwingachsen und Vorderradantrieb. Die Bahnen, in denen diese Rennen ausgetragen werden, sind zum Teil speziell dazu erbaut worden, wobei keine Kosten gescheut wurden. Eine Runde ißt meistens nicht länger wie 1600 m, die Kurven sind eben und der Boden mit Asche bestreut Mit besonderer Vorliebe werden diese «Miniatur-Rennen» in Kalifornien gepflegt, wo in Long Beach, in Santa Anna, in Sacramento, in San Jose 1 und in Los Angeles spezielle Pisten bestehen. Diejenige in Los Angeles z. B. verfügt über 26.000 Sitzplätze und wurde mit einem Kostenaufwand von 50.000 Dollars erbaut. Die Führung dieser kleinen Fahrzeuge, die in den Kurven stark rutschen, ist nicht ungefährlich und wahrscheinlich ist gerade dies der Grund, dass derartige Veranstaltungen von so grossem Publikumserfols begleitet sind. BüihetKadi «Der Kraftfahrsport im neuen Deutschland». So nennt sich das reichhaltige, über 180 Seiten starke Heft, das die Oberste Nationale Sportbehörde (ONS) Deutschlands herausgegeben hat. Das Heft ist mit vielen Illustrationen versehen und widmet den beiden neuen Rennmaschinen «Auto-Union» und «Mercedes» mehrere Seiten. Sehr interessant ist eine bildliche Gegenüberstellung der vier verschiedenen Motorentypen: Alfa Romeo, Bugatti, Auto-Union und Mercedes. Die Schrift verfolgt in erster Linie den Zweck der Propaganda für den deutschen Automobil- und Motorradsport. es. «Vierzig Jahre Automobil-Rennsport». Unter diesem Titel gibt die Daimler-Benz-AG, eine siebzig Seiten umfassende Broschüre heraus, die eehr interessant geschrieben und reich illustriert ist. Die Entwicklung des deutschen Mercedes-Benz- Rennwagens wird vom ersten Automobil-Rennen der Welt an, das von Paris nach Rouen führte und vom «Petit Journal' veranstaltet wurde, bis zur Neuzeit sehr eingehend und unterhaltend geschildert. Das Jahr 1935 bringt für die Daimler-Benz-AG. ein zweifaches Jubiläum. Seit vierzig Jahren pflegt sie den Automobilrennsport und vor fünfzig Jahren schuf Carl Benz das erste brauchbare Automobil der Welt. Der erste Rennwagen aus dem Jahre 1894 leistete vier Pferdestärken und kam auf einen Durchschnitt von 20 Stundenkilometer. Heute baut dieselbe Fabrik einen solchen mit über 300 Pferdestärken und 320 Stundenkilometer. Aus diesem Vergleich geht vielleicht am besten die unglaubliche Entwicklung des Rennwagens hervor. -gg. Wir beehren uns mitzuteilen, dass wir die CENTRAL-GARAGE tfaulbeerstrasse. Bern übernommen haben. 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