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E_1935_Zeitung_Nr.037

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - No 37 Der Groiie P» ei* v€>« Tunis Varzi in voller Fahrt. Die Araber und übrigen Eingeborenen waren zahlreich zum" Rennen erschienen und erwiesen sich' als sehr dankbares und interessiertes Publikum. Im Hintergrund erbliekt man den Kommandoturin der Rennleitung, der eine vorzügliche Uebersicht gewahrt. ':: ; L Der Sieger Varzi auf Auto-Union am Start zu seinem ersten Rennen für eine deutsche Fabrik, das ihm gleich einen durchschlagenden Erfolg bringen sollte. Der Frühling kommt jetzt "BP" Sommer-Qu,ali CHANTIER NAVAL DE CORSIER-PORT Telephone 83.029 YACHTS GEN E VE Garage pour 200 bateaux Yacht tres marin, rapide et offrant le maximum de tfeurite. o o MOTOROIL Erhältlich bei den. IgrOnen "BP"Tankstellen! I 100000 150000 km sofhe das Polster durchhalten - kann es aber our in den seltensten Fällen. Darum: Schutz durch Ueberzüge! Wir haben die Anfertigung solcher *• aussdiltessltdi nadvMass - «im Griff», so dass wir Ihren Wagen our für' kurze Zeit benötigen! MÜLLER -. , ." "'• J A Autosattlcret, Eigerptatr Telephon 28.299 MARTI BERN tlrant d'eau 1,17 kc d

N» 37 II. Blatt BERN, 7. Mai 1935 NO 37 II. Blatt BERN, 7. Mai 1935 Tedin. Rundsdiaiu Der Bagnulo « Polycarburant »-Motor. Im Wettstreit der Brennstoff© um ihre Anwendung im Motor gibt es ein erhebliches Hindernis : die Beschränkung einer gegebenen Motorbauart auf einen oder zumeist bloss zwei ihr angepasste Brennstoffe. Ohne wesentliche Veränderungen ist, wenn überhaupt möglich, ein Wechsel des Betriebsstoffes darüber hinaus nicht möglich. Es ist deshalb sehr bemerkenswert, dass es dem italienischen Ingenieur Bagnulo nach jahrelangen Versuchen gelungen ist, einen Motor, oder richtiger Motorkopf, zu schaffen, der anscheinend die Verwendung beliebiger Brennstoffe ohne jede Aenderung im Mechanismus zulässt. Auch Bagnulo ist ursprünglich davon ausgegangen, eine Einrichtung zu schaffen, die in die Reihe der sogenannten Schwerölvergaser passen könnte, hat sich aber einer völlig neuen Richtung zugewendet, die eines eigentlichen Vergasers entbehrt und dessen Rolle in den Zylinderkopf selbst, bezw. in eine darin befindliche kugelförmige Vorkammer verlegt. Vor einigen Wochen hat die Vereinigung für nationale Brennstoffe in Paris, angeregt durch das Komitee der Motorisierung der Kolonien und durch die Landwirtschaftskommission, Versuche mit diesem Motor vorgenommen, die ausgezeichnete Ergebnisse hatten. Es wurden in Betracht, gezogen : Benzin, Gasöl, Alkohol und Pflanzenbenzin, dann die Öle wie Erdnuss-, Rizinus-, Olivenöl. Die letzteren mit einem Zusatz von Benzin. Alle diese Brennstoffe wurden: auf ein und demselben Motor erprobt, unter gleichen äusseren Bedingungen. An Hand der Skizze sieht man, dass der Bagnulo-Motorkopf aus folgenden Hauptteilen besteht: einer kugelförmigen Vorkammer für jeden Zylinder (J), die Verbrennungsraum ist und mit dem Zylinder durch eine Doppeldüse (L) in Verbindung steht. Diese Vorkammer, in welche eine gewöhnliche Zündkerze (Q) eingeschraubt ist. steht anderseits durch ein Einlassventil (B) mit dem äusserlich einem Vergaser ähnlichen Behälter (K), der einen Schwimmer für konstantes Niveau besitzt, in Verbindung. Dieses kleine Ventil B spielt die Rolle des Beschleunigungsmecha- nismus beim gewöhnlichen Vergasermotor. Es wird dazu durch einen von einem Exzenter beßinflussten Hebel. (A) betätigt, wobei der Exzenter die Hubhöhe des Ventils und die Öffnungsdauer bestimmt. Der Brennstoff wird nun aus dem Behälter (K) in die Vorkammer, mit nur sehr wenig Luft, eingesaugt, während die eigentliche Zusatzluft dem Hauptansaugventil (N) durch eine Klappe (R), die mit dem Exzenter verbunden ist, zugeleitet wird. Dies ist eines der Hauptmerkmale der Konstruktion. Oeffnung und Schliessen dieses Ventils wie des Auspuffventils wird durch die unverändert gebliebene Nockenwelle des jeweilig mit dem Bagnulo-Kopf versehenen Motors besorgt, vermittels der Stoßstange (0). Das in den kugelförmigen Raum (J) eintretende sehr reiche Gemisch hat beim Austritt aus dem Behälter (K) und Durchstreichen des Sammelganges (K), in den es durch eine Düse gelangt, die erste Zerstäubung erfahren und wird durch die Erhitzung, die es auf diesem Wege erfährt, in feuchten Dampf verwandelt In diesem Zustande tritt es in die Vorkammer, gegen deren Wände es durch die Form des Ventils (B) geschleudert wird. Hier also erfolgt die vollständige .Vergasung. Links: Schnitt durch den Bagnulo «Polycarburant»- Zylinderkopf. Oben: Der «Eolycarburant» - Zylinderkopf in einem anderen Schnitt, aus dem ,die Regelung des Gemischluft'iutritt.es ersichtlich ist. Der Brennstoffbehälter (K) enthält zwei Abteile, die den gleichzeitigen Betrieb mit zwei verschiedenen Brennstoffen oder das Umschalten von einem auf den anderen Brennstoff ermöglichen. In jeder dieser Kammern befindet sich ein Schwimmer und ein Filter. Im Oberteil sitzt ein Schieberstück, welches den Eintritt der Flüssigkeit durch zwei Kanäle regelt. Diese Kanäle haben jeder eine Leerlauf-, Gang- und Kompensationsdüse. Im Augenblick des Ansaugens wirkt der durch die Stellung der Klappe A' geregelte Unterdruck gleichzeitig auf die Düsen und auf die den wenigen Lufteintritt bewirkende Oeffnung. Dieser Lufteintritt genügt wohl zur Zerstäubung der Flüssigkeit, 'jedoch nicht zu ihrer Vergasung. Diese erfolgt erst, nachdem sich gleichzeitig das normale Ansaugventil (Zusatzlufteinlass) und das Brennstoffventil (B) geöffnet haben. Es tritt also der Brennstoff in die Vorkammer (J) ein und die reine Luft in den Zylinder (M), was als Grundprinzip zu beachten ist. Während des Ansaugens und eines Teiles des Kompressionstaktes erfolgt die Vergasung des Brennstoffes praktisch ohne Luftzutritt, der durch die Anwesenheit des Brennstoffes und der Reste der Verbrennungsgase des vorigen Taktes verhindert wird. Und darin liegt die Möglichkeit der Verwendung der verschiedensten Brennstoffe. Da die Vergasung unter Luftausschluss stattfindet, wird der Entflammungspunkt der verschiedenen Brennstoffe praktisch der gleiche sein; es sind also die vorbeschriebenen Bedingungen des Betriebes die nämlichen für die leichten wie für die spezifisch schweren Brennstoffe. Die Verbrennung geht in der Weise vor sich, dass die vom Kolben zusammengedrückte reine Luft erst dann in die Vorkammer eingepresst wird, wenn die Spannung des darin enthaltenen Gases jener der Luft angeglichen ist, mithin ein sehr heisses Luft- Gasgemisch entsteht, das noch durch die enge Einströmöffnung (L) mit ihrer Wirbe- Iung gleichmässiger wird. In dem Augenblick der Durchwirbelung zündet der Funke. Der Bagnulo-Motor ist also grundsätzlich verschieden sowohl vom Vergasermotor wie vom Diesel, indem er von beiden etwas hat. Vom ersteren weicht er durch die innen statt aussen, ohne ursprüngliche Luftbeimengung erfolgende Vergasung ab, vom Diesel dadurch, dass er gewissermassen die Einspritzung des Brennstoffes in die komprimierte Luft durch das umgekehrte Verfahren, der Einführung der komprimierten reinen Luft in den vergasten Brennstoff ersetzt. Die Ergebnisse der Versuche haben die Theorie bestätigt. So fanden sich (wenn man die spezifischen Brennstoffmengen pro PS in Kalorien umrechnet) folgende Werte: für Benzin 2680, für Gasöl 2650, für Alkohol 2597 Kalorien; mithin fast identische Zahlen. L. J. ANCIA ARTENA, 10 PS, 4 Zylinder. Luxus- Gabriolet Farina, in tadellosem Zustand, wenig gefahren. ASTURA, 6 Plätze, Modell 1934, 10 000 km gefahren, mit Garantie. 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