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E_1935_Zeitung_Nr.038

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N" 38 Luftfahrt Heinkel-Europa-Rundflugmaschine als Jagd- Hugzeug ? Wie berichtet wird, soll die deutsche Firma Heinkel aus ihrem bekannten schnittigen Europa-Rundflug-Tiefdecker des Jahres 1932 durch Einbau eines 600-PS-Rolls- Royce-« Kestrel »-Motors ein hochleistungsfähiges Jagdflugzeug herausentwickelt haben, das bis 460 km/St, maximal erreicht. Vorbereitungen auf die Coupe Deutsch. Auf dem französischen Flugplatz Mondesir wird intensiv auf das am 19. Mai zur Durchführung gelangende Flugzeugrennen um die Coupe Deutsch de la Meurthe trainiert. Bekanntlich geht das Rennen zweimal über eine Strecke von 1000 km und steht Maschinen mit Zylinderinhalten bis 8 Liter offen. Der Pilot Arnoux von der Equipe Caudron- Renault, die mit 5 Apparaten am Wettbewerb teilnehmen wird, hat bereits kürzlich die 100 km lange Strecke Villesauvage-Marmogne in der Zeit von 13 Minuten 30 Sek. zurückgelegt, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 445 km/St, entspricht, ohne dass er die Maschine voll ausflog. Man erwartet, dass selbst dieses Caudron-Trainingsmodell, das mit dem 350-PS-Sechszy- Hnder-Renault-Motor ausgerüstet ist, 460 km/ St. erreichen kann. Doppelt so schnell mit gleicher Motorleistung. Der grösste Vorteil des Flugzeuges liegt in seiner Geschwindigkeit. Es ist deshalb nicht zu verwundern, dass man diese Eigenschaft immer höher zu züchten trachtet. Die grössten Fortschritte zur Steigerung der Geschwindigkeit waren bisher der Verminderung des Luftwiderstandes zu verdanken. Indem man die Flugzeuge nach und nach von ihrem «Strebenwald» und ihren Verspannungsdraht-«Verhauen» befreite, ist es gelungen, mit wenig stärkeren Motoren als. früher die Geschwindigkeit, Wirtschaftlichkeit und allgemeine Leistungsfähigkeit über Erwarten zu erhöhen. Das Höchstmass an Geschwindigkeit wird nur durch den Luftwiderstand begrenzt. Liesse sich der Luftwiderstand aufheben, so könnten mit sehr kleinen Motorleistungen fast beliebig hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Die Verringerung des Luftwiderstandes geschah dabei bisher fast ausschliesslich dadurch, dass man die dem Luftstrom ausgesetzten Teile Eine eindrucksvolle n«ue Aufnahme des de Havilland «Comet», einer der technisch hochwertigsten Konstruktionen der Gegenwart. Der Rumpf und die Motorverschalungen haben fast ideale Stromlinienform. Die dünnprofillgen, freitragenden Flügel scheinen die Luft förmlich wie Messer zu durchschneiden. Bekanntlich wurde mit einem dieser Apparate, der mit zwei Motoren zu 250 PS eine Reisegeschwindigkeit von 280 km/St, hat und 400 kg zahlende Last trägt, das England-Australien- Rennen gewonnen. Das oben abgebildete Flugzeug legte kürzlich trotz schlechten Wetters die Strecke London-Paris in 54 Minuten zurück. (Photo: «Flight».) stromlinienförmig gestaltete. Man kann sich nun fragen, ob auch dann, wenn unsere Flugzeuge einmal ideale Stromlinien-Formen haben (die • modernsten gegenwärtigen Konstruktionen scheinen davon nicht mehr weit entfernt zu sein), bei gleicher aufgewandter Motorleistung noch grössere Geschwindigkeitssteigerungen-zu erwarten sind. Auch der ideale Stromlinienkörper, der vom Luftstrom ohne Energie verzehrende grössere Luftwirbel umflossen wird, hat noch deshalb Luftwiderstand, weil sich die Luft an seiner Oberfläche reibt. Untersucht man die Verhältnisse ganz genau, so Ist zu erkennen, dass in den meisten Fällen auch an einem solchen Körper noch Wirbel auftreten, und zwar nicht solche, die durch die Form verursacht werden, sondern Wirbel, die durch die Oberflächenreibung zustande kommen. Eine ganz dünne, unmittelbar auf der Oberfläche liegende Luftschicht befindet ich auch beim rasch umströmten Körper in Ruhe. Je nach Umständen, die heute noch nicht genau erforscht sind, wird nun diese ruhende Luftschicht vom Luftstrom entweder glatt umspült, wobei der Luftwiderstand' nur sehr gering ist, oder sie wird vom Luftstrom aufgewühlt, was den Luftwiderstand etwa achtfach vergrössert. ^Es hat sich gezeigt, dass bei den gegenwärtigen Profilen, wie sie bei Flugzeugen Verwendung finden-, die Bildung von Oberflächen-Wirbeln .scljolr wenige Zentimeter hinter der Eintrittskarte stattfindet. Nahezu die ganze Oberfläche eines Flugzeuges ist deshalb von einer störenden, bremsenden Oberflächen-Luftschicht umhüllt. Es wird sich nun darum- handeln, Mittel und Wege zu entdecken, um die Bildung solcher Oberflächenwirbel auszuschalten oder doch einzudämmen. Dass die Glätte der bearbeiteten Oberfläche dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielt, ist schon länger bekannt. Speziell im Segelflug hat es sich deutlich gezeigt, dass polierte Rumpf- und Flügel - Oberflächen den Luftwiderstand stark verringern oder dass anderseits auch nur die geringe Unebenheit, die auftreffende Regentropfen auf diesen polierten Flächen hervorrufen, den Luftwiderstand stark vergrössern kann. Aus Berechnungen geht hervor, dass dann, wenn man die Oberflächenwirbel vollständig vermeiden könnte, ein Flugzeug von aerodynamisch guter Gesamtform mit der gleichen Leistung nahezu das Doppelte der gegenwärtigen Maximalgeschwindigkeit erreichen könnte. Doch auch auf noch «handgreiflichere» Art sucht man die Geschwindigkeitssteigerung zu erzwingen. Seit mehreren Jahren beschäftigen sich verschiedene Konstrukteure mit dem Problem des in seiner Fläche veränderbaren Tragflügels. Sie stützten sich dabei auf die Tatsache, dass für den Schnellflug sehr -kleine, schmale Tragflächen ausgezeichnete Eigenschaften haben, dass aber anderseits mit Rücksicht auf eine genügend niedrige Landegeschwindigkeit und einen genügend kurzen Start wieder eine grössere Fläche vorhanden sein muSs. Gerade gegen^ wärtig arbeitet der Franzose Gerin wieder an einer ausserordentlich originellen veränderbaren Flügelanordnung. Sein «Varivol»- Flugzeug, ein Zweidecker, hat für den Schnellflug zwei fest eingebaute, nur etwa 30 cm tiefe Flächen von insgesamt 6,8 m 2 Inhalt Vor dem Start oder vor der Landung werden diese Flächen jedoch nach vorn und hinten auf 28 m 2 verbreitert, und zwar durch ein System, das mindestens äusserst originell' genannt zu werden verdient, werden doch die Zusatzflächen vom Rumpf aus, in dem sie buchstäblich aufgewickelt waren, über die als Leitschiene dienenden starren Schnellflugflächen nach aussen geschoben. Leider lässt sich das komplizierte Gebilde dieser Zusatzflächen, die in herausgeschobenem Zustand starr sind, sich aber doch wieder aufwickeln lassen, nicht mit Worten beschreiben. Es ist auch fraglich, ob der Mechanismus, der durch Elektromotoren angetrieben wird, unter Belastung noch spielen wird. Und schliesslich kommt die Konstruktion auch infolge ihrer Kostspieligkeit kaum praktisch in Betracht. Als interessanter Versuch ist sie jedoch trotzdem anzuerkennen. Touvismus Ein Missbrauch ist abzustellen. Bei den in letzter Zeit die Gotthardroute passierenden In- und Auslandsautomobilisten mehren sich in auffallender Weise die Klagen über eine arge Geldmacherei in Airolo. Nachdem auf der Nordseite die lange Jahre angefochtene Sonntagsverladetaxe in Göschenen und Airolo endlich beseitigt werden konnte, scheint nun am Südportal ein initiatives «Privatunternehmen» sein lukratives Geschäft (lies Geldmacherei) eröffnet zu haben. Kommt ein Automobilist dortselbst zum Verlad des Autos an und hat.er diesen dann glücklich erledigt, so meldet sich plötzlich eine Privatperson, die für ihre angebliche Hilfeleistung eine Entschädigung von Fr. 1.— verlangt. Dabei konnte nun stets festgestellt werden, dass der Betreffende vorher weder seine Dienste angeboten, noch solche effektiv geleistet hat. Es ist nun höchste Zeit, dass dieser Mißstand von den Organen der S. B. B. abgestellt wird, denn gerade von ausländischen Automobilisten ist hierüber in den Ostertagen schwer geklagt worden. Man konnte die Sonderspesen in diesen Kreisen um so weniger verstehen, als die Transporttaxen der Gotthardroute immer noch als genügend hoch betrachtet werden. Bis die S. B. B. für Abhilfe gesorgt haben werden, ist allen Automobilisten, die die Gotthardroute benützen, dringend anzuraten, in Airolo die Bezahlung dieser «Taxe> aufs strikteste zu verweigern, sie sind zu deren Bezahlung in keiner Weise verpflichtet. " V- • • ORIGINAL-FABRIK-RAD ER alle AMERIKANER ROLLSYNOL MOTOR OIL Sofort lieferbar

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