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E_1935_Zeitung_Nr.040

E_1935_Zeitung_Nr.040

6 AUTOMOBIL-REVUE N°40

6 AUTOMOBIL-REVUE N°40 LUFTFAH Finanzielle Schwierigkeiten in der Handelsluftfahrt der USA. Am 31. Januar 1934 hat Präsident Roosevelt vor dem amerikanischen Kongress darauf hingewiesen, dass das Flugzeug als neuestes Verkehrsmittel in die Reihe der andern Transportmöglichkeiten eingegliedert und mit jenen zusammenarbeiten müsse. Dieses neugestellte Problem veranlasste die Kongressmitglieder, die Rapporte der verschiedenen Verkehrsgesellschaften nicht mehr einzeln, sondern als Teil eines Ganzen zu behandeln. Im Juni 1934 wurde eine Kommission von sechs Mitgliedern — grösstenteils Nichtaviatiker — beauftragt, die amerikanische Fliegerei in allen ihren Details zu studieren und hierüber dem Kongress bis Februar 1935 zu referieren. Die Kommission teilte sich in die Studienreisen in Amerika und Europa und kam im September zu langen Tagungen zusammen, um das Ergebnis der gemachten Recherchen zu besprechen. Alles wurde in Tausenden von Schreibmaschinenseiten niedergelegt. Das endgültige Dokument, das dem Kongress überwiesen wurde, ist von unbestreitbar grossem Wert. Es wird darin die amerikanische Luftfahrt mit derjenigen von andern Ländern verglichen und endlich ein Status aufgestellt, worin dargelegt wird, wie es um die Aviatik momentan steht und wie man sie weiter entwickeln kann. Der Bericht ist besonders wichtig deshalb, weil er nicht von Technikern verfasst wurde, sondern von Staatsbürgern, die, wie bereits betont, selbst Nichtaviatiker sind. Der Rapport stellt einleitend fest, dass etwa 550 Millionen Dollar in der Luftfahrt der U.S.A. investiert sind, wovon der Grossteil in den Jahren 1927-29 angelegt wurde. Ein Teil war zu äusserst verwegenen Zwek-, ken verwendet worden; weitere Millionen wurden verausgabt zu einer Zeit, da alles ökonomisch darniederlag. Vom ganzen Betrag haben noch 180 Millionen Handelswert. Die von der Luftfahrt lebenden Menschen belaufen sich auf total 61,000. Davon arbeiteten 15,000 Männer und Frauen in Flugzeug-, Motor- und Zubehör-Konstruktionswerkstätten; weitere 12,000 sind Angestellte der Luftverkehrsgesellschaften; 34,000 sind im Regierungsbetrieb tätig. Aus allem geht hervor, dass die Organisation zum mindesten derjenigen in andern Ländern ebenbürtig, wenn in gewisser Hinsicht nicht sogar überlegen ist. So haben also die Vereinigten Staaten eine Vormachtstellung. Ihre Linien weisen eine Verkehrsintensität auf, die kein anderer Staat auch nur annähernd erreicht. Beispielsweise auf der Linie New-York-Washington und umgekehrt mit Abflug auf beiden Plätzen alle 30 Minuten.' Jeder zweite Kurs wird Express zwischen den beiden Städten geführt, während die andern Kurse Landungen in Baltimore und Philadelphia vornehmen. In 17 Monaten hatte die Betriebsgesellschaft dieser Linie 90,000 Passagiere befördert! Der Sicherheitskoeffizient ist äussert hoch — die Mehrzahl der ausländischen Linien kommen nicht an ihn heran. Was die Geschwindigkeit, die Regelmässigkeit, den Tag- und Nachtdienst anbetrifft, hat kaum ein Staat so viel geleistet wie die U.S.A. Wenn schon aus dem Vorstehenden klar wird, dass die U.S.A. gegenüber den andern luftfahrttreibenden Staaten nicht neidisch zu sein brauchen, so ist anderseits zu sagen, dass ein beträchtlicher Teil des nationalen Luftverkehrs ein Verlustgeschäft darstellt. Unter keinen Umständen darf auf diese Weise weiter gewirtschaftet werden. Der Kommissionsrapport stellt daher fest, dass die Betriebsintensität auf den verschiedenen Linien zufriedenstellende Fortschritte gezeitigt hat, dass dagegen die finanzielle Struktur katastrophale Formen annimmt und dass die einzige Medizin hiefür ist: Unterstützung durch den Staat. Was die Betriebsintensität anbetrifft, wäre folgendes zu sagen : Die Flugzeuge der regelmässigen, internen Linien durchlaufen gegenwärtig täglich 212,000 Kilometer, wobei sie alle Staaten mit zwei Ausnahmen bedienen. 178 Städte werden obligatorisch angeflogen. Die Benutzerzahlen sind von 162,000 im Jahre 1929 auf 457,000 im Jahre 1934 angestiegen. 1929 wurden 50 Millionen Passagierkilometer zurückgelegt — 1934 deren 300 Millionen. Der Güterverkehr hat von 1929 bis 1934 um das Siebenfache zugenommen. Die von den Gesellschaften benutzten Apparate sind von ausgezeichneter Qualität, was am besten dadurch zum , Ausdrück kommt, dass auch die meisten ausländischen Linien amerikanisches Material im Betriebe haben. Was dfe Geschwindigkeit anbelangt,. haben die amerikanischen Konstrukteure Pionierarbeit geleistet. Im Winter 1933/34 wurden in den U.S.A. 56% aller" Lufttransporte mit über 250 Stundenkilometern zurückgelegt. In der gleichen Zeit haben in Europa von 616 Apparaten lediglich 33 eine Reisegeschwindigkeit vort 200 km/St, überschritten und nur vier hievon vermochten ihre Leistung auf über 240 km/St, zu fteigern. Zwei waren amerikanischen Ursprungs. In bezug auf die finanzielle Struktur muss vermerkt werden, dass die. amerikanische Luftfahrt einer Katastrophe entgegengeht, wenn eine Sanierung nicht in tunlichster Frist gewährleistet wird. Auf den Expresslinien, die sehr rege benutzt werden, kommt der Kilometer auf Fr. 1.— zu stehen, sofern mehrere Kurse pro Tag geführt werden. Wird jedoch die Linie täglich nur ein- bis zweimal geflogen, so erhöhen sich die Kosten auf Fr. 1.40 per Kilometer. Von 12 Fluggesellschaften, die alle vorzügliches Material mit Fluggelegenheit für 10—15 Passagiere besitzen, haben im Oktober 1934 deren 7 einen Bruttogewinn von 90 Rp. per Kilometer ausgewiesen und drei einen solchen von Fr. 1.10. Bei den gewöhnlichen Linien, die mit weniger leistungsfähigen Maschinen betrieben werden, kommt der Kilometer auf 45 bis 55 Rp. Es ist deshalb besorgniserregend, dass eine Compagnie im Oktober 1934 einen Bruttogewinn von nur 30 Rp. erreicht hat, während acht andere weniger als 55 Rp. herausgeholt haben. Die den Kommissionen zur Verfügung stehenden Zahlen zeigen, dass von 32 Gesellschaften nicht weniger als 26 im Oktober einen Nettoverlust zu verzeichnen hatten. (Der Oktober wurde vergleichsweise gewählt, weil er dem ungefähren Jahresdurchschnitt entspricht.) Die allgemeine Erfahrung hat gelehrt, dass, mit geringen Ausnahmen, das Flugwesen nicht sich selbst erhalten konnte. Nirgends existieren glänzende Transportmöglichkeiten zur Luft ohne direkte Intervention des Staates. Die Kommission kommt deshalb zum Schluss, dass die Handelsluftfahrt immer in bestem Zustand sein sollte und ihr zu diesem Zweck vom Staate finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen sind. Man würde die Wichtigkeit dieser Feststellung gar nicht verstehen, wenn man nicht wüsste, dass in den USA. die Postflüge die Basis des Luftverkehrs gebildet haben. Von 1918 bis 1926 war der ganze Luftverkehr in den USA. rein postalischer Art. Von 1926 bis 1930 ist derselbe ganz gewaltig angewachsen, und heute hat er in jeder Form solche Ausmasse angenommen, dass nicht mehr daran zu denken ist, einen Luft verkehr auf dieser Basis zu organisieren. Heute steht es so, dass 56 % der durch die Maschinen der gesetzlich zugelassenen Gesellschaften beflogenen Routen eine Unterstützung durch den Staat benötigen, ohne die sie sich nicht weiter entwickeln können. Wenn man die Rechnung macht in bezug auf die Länge der Linien anstatt hinsichtlich ihrer Anzahl, so steht man vor der unheilvollen Tatsache, dass 67 % aller Linien suspendiert oder zum mindesten unter sehr schlechten Bedingungen weitergeführt werden müssten, falls die finanzielle Unterstützung versagt wird. Diese soll wie folgt gestaltet werden: Keine Flugverkehrsgesellschaft wird eine Linie betreiben können, ohne einen Ausweis über die unbedingte Notwendigkeit und Fähigkeit zu diesem Betrieb zu besitzen. Dieser wird ausgestellt von einer Komission, welche vom Präsidenten der USA. gewählt und vom Senat auf lange Zeit akkreditiert sein muss. Allein dieser Kommission wird das Recht zustehen, Gesellschaften zum Betrieb von Linien zu ermächtigen. Das Luftverkehrsgesetz der USA. ist nun ziemlich endgültig festgelegt Es würde gegebenenfalls der Handelsabteilung im Ministerium zufallen, die Linienführung abzuändern unter Zustimmung dieser Kommission. Entgegen dem Usus in Europa wird man sich hüten, Monopole zu gründen, denn die Konkurrenz, unter den verschiedenen Linien in den USA. ist nicht zuletzt ein Grund dafür, dass Amerika im Luftverkehr obenan steht. Immerhin wird die Regierung dazu sehen müssen, dass diese Konkurrenz begrenzt wird. Jedesmal, wenn eine Gesellschaft den Staat um Unterstützung angeht, muss die Notwendigkeit hiefür genau untersucht werden. Die Unterstützung soll 45 Rp. pro Kilometer in keinem Fall übersteigen, und der Gesamtbetrag, pro Jahr zur Verfügung gestellt, wird 7 Millionen Dollar betragen. Der Kommissionsrapport weist schlussendlich darauf hin, dass die Sicherheit des Luftverkehrs stets in -, engstem Zusammenhang steht mit dem öko- ' nomischen Ertrag. Es ist deshalb sehr zu hoffen, dass die Anträge der Kommission Anklang finden. A.Fy. Jetzt ein neues Kleid für Ihren Wagen: Jede Karosseriearbeit tip - top, wie sie dem erfahrenen Fachmann zur Ehre gereicht. Elektro- und Autogen- SCHWEISSEREI Massige Preise «Duco»-Lackierung ist der Inbegriff höchster Qualität und Schönheit. Man geniesst jahrelang ungetrübte Freude an einer Duco-Lackierung. Sie wirkt schöner in der Farbe, hat strahlenden, dauerhaften Hochglanz, ist harter und zäher. Es gibt nichts, was «Duco» ebenbürtig wSre. 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tt«M_-l»35 Die Unterschriften der Autorennfahrer Fortsetzung von Seite 3 und 5. Art sehr gedämpft erscheint, wie denn auch bei den Engländern jede laute und expansive Aeusserung leiner selbst als unpassend gilt. Aehnliches wie von Howe lässt sich auch von Seaman sagen, dessen Unterschrift zwar schon etwas weniger aristokratisch, aber doch noch etwas unpersönlich anmutet Hier hat der Dewegung'strieb in den Grossbuchstaben seinen Ausdruck gefunden. Der Amerikaner Hamilton fchreibt ebenfalls ohne jede expansive Aeusserung, hier fehlt aber auch jeder aristokratische Zug. Ausser Howe und Seaman gibt es noch einige Aristokraten unter unsern Rennfahrern. Fast alle halten es unter ihrer Würde, ihrem Bewegungsdrang lauten Ausdruck zu verleihen. Sowohl Prinz 'von Leiningen, als auch Marie-Louise de Kozmian verzichten auf jede solche Aeusserung, während M. v, Brauchitsch ziemlich aus sich herausgeht nachdem er sioh im Vornamen sehr reserviert verhalten hatte. Dass auch L. Castelbarco sein Temperament weitgehend geziigelt hat indem von allen Italienern er allein auf jegliche Schleife und Zutat y-erziohtete, dürfte derselben aristokratischen Sorge um die Wahrung des Dekors entspringen. Während die Sohrift des Prinzen v. Leiningen einen blasierten Eindruck macht; zeigt diejenige von Howe nicht nur denselben Zug in noch stärkerem Masse, sondern darüber hinaus eine ausgesprochene Abneigung ^gegen alles Sieh-Zur-Schau-Stellen unter Nichtstandesgenossen. Die Schrift von Marie-Louise de Kozmian zeigt einen Bau, der in der polnischen Aristokratie oft angetroffen wird und der französischen Ursprungs ist Solche etwas steife zeremonielle Schriften, in denen wieder die Sorge um die Wahrung des Dekors deutlich zutage tritt werden nicht nur in. Klöstern, sondern auch in vielen Pensionaten und Töchterschulen gepflegt (Man vergleiche das M von M. v. Brauohitsch!) Ein weiteres, fast allgemein verbreitetes Merkmal Ist die aufsteigende Tendenz der Sohrift Einzig bei Howe finden wir eine stark abfallende Grundlinie, die hier kaum mit Pessimismus etwas zu tun hat sondern offenbar dem Wunsche entspricht sich von den. vorhergehenden Fahrern, abzuheben, Distanz^ zu halten nnd sein Anderssein diskret, aber unmissvcrständlich zum Ausdruck zu bringen. Rieben dieser steigenden Tendenz, die selbstverständlich Unternehmungsgeist Wagemut Optimismus und Selbstbewusstsein ebenso symbolisiert wie den Drang nach vorwärts überhaupt, finden wir noch einen weitern bemerkenswerten Zug in fast sämtlichen Schriften, nämlich einen ganz aussergewöhnlichen Verbundenheitsgrad. So bringt es eine - ganze Anzahl von Fahrern fertig, Vornamen und Warnen mit einem Zuge zu schreiben: Bruno Sojka, A..Itier, E. G. Burgaller, Tazio Nuvolari, Rud. Caracciola. Andere trennen zwar die beiden Bestandteile des Namens, weisen aber ebenfalls höchste Verbundenheit auf. Diese merkwürdige Tatsache erklärt sich wohl wie folgt: diese Verbundenheit bedingt einen ganz hohen Grad von nie nachlassender Konzentration, bzw. diese Konzentration drückt sich in der Verbundenheit aus. Sohreibtechnisch bedeutet eine solche weitgehende Verbundenheit die Bewältigung einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten (Denkproblemen) ohne Dazwischenschaltung einer Atempause. Es ist klar, dass diese Fähigkeit ieläde^bereinemr" "Autorennfahrer hoch entwickelt sMnmüss/ Es muss sioh aber djese Konzentrationsfähigkeit nicht unbedingt in solcher Verbundenheit äussern, sondern kann ebensogut in der Sicherheit der Federführung überhaupt zum Ausdruck kommen. Wenn bei einer mehrfach unterbrochenen Schrift der jeweilige Einsatz immer haarscharf genau an die richtige Stelle zu stehen kommt, so dass die Unterschrift trotz der Unterbrechung wie aus einem Güss geschrieben erscheint, so beweist das genau dieselbe Fähigkeit der Konzentration wje starke Verbundenheit Man. beachte zum Beispiel die Sicherheit mit welcher Chiron sein C und h * hinsetzt oder welche Einheit die doch getrennt geschriebenen Buchstaben des Namens Stuck bilden, die offenbar in der grössten Schnelligkeit nebeneinander gesetzt würden, und man wird zum Schluss kommen, dass sich hier eine besondere (und vielleicht noch höhere) Art der Konzentrationsfähigkeit manifestiert als in aussergewöhnlicher Verbundenheit. Interessant ist ein Vergleich der untereinander stehenden Namenszüge von Rud. Caracciola und Hans 'Stuck. Während Caracciola (der übrigens deutscher Nationalität ist) in seiner rastlos vorwärts strebenden Unterschrift gerade den Eindruck eines ganz auf Geschwindigkeit eingestellten Fahrzeuges vermittelt (glaubt man doch in den sich folgenden Girlanden die sich rapid drehenden Räder zu sehen), eo finden wir bei Hans Stuck die Vor- Ueberlegung nicht denselben Grad erreicht), während Louis 'Chiron eine glückliche Mischung von Verstand und jovialem Gemüt darstellt BeiDreyfus dagegen, wie bei den erwähnten Italienern, wird vorwiegend mit Instinkt gefahren, diese Fahrer sind auch, nach ihrer Sohrift zu urteilen, aus dem Mechanikerstande hervorgegangen, und haben nicht dieselbe Verstandesbildung genossen wie die beiden Deutschen. So könnte man, wenn man annimmt, es habe nicht die Qualität der Fahrzeuge, sondern der Charakter des Fahrers die entscheidende Rolle gespielt, auf Grund der Handschrift die Behauptung wagen, beim I. Grand Prix Suisse habe die blitzartige Ueberlegung und die Taktik des Verstandesmenschen den Sieg über Instinkt und Temperament («Rasse») davongetragen. Direkte Symbole des Automobilismns sind in vielen Unterschriften wenig zu finden, während Zeichen der Hast, der Ungeduld, des Draufgängertums das Feld beherrschen. Die langen Striche und ausgiebigen Schleifen, die vorab bei den Italienern das «Fahren über weite Strecken > versinnbildlichen, wurden bereits erwähnt, ebenso die sieh drehenden Räder bei Caracciola. Interessant ist ferner die Art, wie in vielen Unterschriften «losgezogen» oder wie am Ende ein «Stop» gerissen wird. Man sehe daraufhin etwa H. Kessler, Bruno Sojka, E. B. Burgaller, Bobby Kohlrausch, Marie-Luise de Kozmian, Hans Stuck (sehr ausgeprägtl) an. Bei Romano Malaguti und Raffaelle Toti finden wir eine deutliche Strassenzeichnung, die bei letzterem sogar die Form einer Kreuzung annimmt. Eine ganze Reihe von Zügen Hessen sich, ferner als «Herumreissen des Lenkrades» deuten, so etwa- die Schleifen bei Hans Simons und Heinz Krebs (Tafel I) oder bei Dreyfus, Hans Stuck, Balestrero, Lotiis Chiron, Pietro Ghersi, M. v. Brauchitsch u. a. Auf alle Fälle ist bei diesen 37 Unterschriften (vorab bei jenen der ausgesprochenen Rennfahrer) eine doppelte oder dreifache Häufigkeit von unvermittelten Richtungsänderungen des Schriftzuges festzustellen, als bei einer gleichen Anzahl von «bürgerlichen» Schriften zu erwarten wäre. Zum Schluss möchten mir noch auf die zerknitterte, zusammengesunkene, unscheinbare Unterschrift von R. Hamilton aufmerksam machen. Dieser Amerikaner bat bekanntlich, als das Rennen gerade offiziell zu Ende war, auf einer letzten Runde die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren und hat im Sturz seinen Tod gefunden. Es hat keinen Wert, sich auf Kombinationen einzulassen, aber es ist immerhin bemerkenswert, dass die bei voller Gesundheit entstandene Unterschrift Haraiitons einen Grad von Pessimismus und Gedrücktheit zur Schau trägt, den wir bei keinem seiner Kollegen auch nur angedeutet finden. Im. Zusammenhang damit soll noch auf die relative Häufigkeit von ganz oder teilweise durchstrichenen Unterschriften in unserer Sammlung hingewiesen werden. Nach der Lehre mancher Graphologen deutet ein solches «Sich-selbst-Ausstreichen» auf die Tendenz, das eigene Ich und seine Sicherheit vollständig hintanzustellen. Das klassische Beispiel hiefür ist Immanuel Kant, der seinen Namen gleichsam als Symbol dafür durchstrich, dass er nicht für sich, sondern der Erforschung der Wahrheit leben wollte. Ob diese Deutung, die schon bei Kant nicht so über allen Zweifel erhaben ist, auch für unsere durchstrichenen Unterschriften gilt, müssen wir dem persönlichen. Urteil eines jeden Lesers überlassen. Die Beleuchtungsvorschriften Im Automobilgesetz. Auf eine Anfrage betreffend Zulassung eines neuen Beleuchtungssystems hat dasFinanzausgleich im Sommer verworfen eidg. Justiz- und Polizeidepartement folgendes mitgeteilt: Gemäss Art. 13, Abs. 1, Ut. a der Vollziehungsverordnung zum eidgenössischen Automobilgesetz müssen die Scheinwerfer sowohl in der Fernlichtwie in der Abblendstellung weiss sein. Mit Perpetumschirmen ausgerüstete Scheinwerfer entsprechen dieser Bedingung nicht, da der Lichtkegel durch diese zum Teil gelb gefärbt wird. Dagegen kann die Lichtstärke nach Anhörung von Fachleuten als den gesetzlichen Bedingungen genügend betrachtet werden. Da das ganze Beleuchtungsproblem noch im FJuss ist und eine Anpassung der entsprechenden Vorschriften der Vollziehungsverordnung an den jeweiligen Stand der Technik zweckmässig erscheint, sehen wir uns veranlagst, den Perpetumschirm in Anwendung von Art 12, Abs. 5 der Vollziehungsverqrdnung zum eidgenössischen Automobilgesetz zum Sammeln von Erfahrungen vorder- rein instinktiv arbeitet, wie dies bei Garacciola, bei Nuvolari, bei Fagioli und bei Biondetti der Fall ist. Stuck ist offenbar ein Verstandesmensch, er hat seine Taktik wie ein Schachspieler, er überiässt sich nie seinem Gefühl oder seinem Temperainent Aehnliches könnte man etwa noch von M. v. Brauchitsch sagen (wo aber die Präzision der für die Reinigung Ihres Wagens! Glänzende Erfolge! Sii bestell» am besten Jet Ly steril . Zu beziehen zu Fr. 1.50 pro Liter (grössere Quantitäten entsprechend billiger) bei WELTIFURRER Internationale Transport A.-G. 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Dieser Antrag entspricht unseren früheren Anträgen und den entsprechenden Entscheiden der Bundesversammlung in gleichgearteten Begnadigungssachen, die vornehmlich Urteile aargauischer Gerichte betrafen. Die Bundesanwaltschaft bemerkt ausdrücklich, dass sie seit der Dezembersession 1934 einer Reihe Gesuchen betreffend Freiheitsstrafen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand die strafvollzugsaufschiebende Wirkung versagt hat, so wie dies in den Bemerkungen vom 12. Oktober 1934 an die Begnadigungskommission, zur Möglichkeit einer Einschränkung der Begnadigung, in Aussicht gestellt worden ist. Die Bundesanwaltschaft wäre in dem Falle geich verfahren, wenn nicht das Strafmass 10 Tage Gefängnis überschreiten würde. Zu einer Begnadigung besteht um so weniger Anlass, als die Verweigerung der bedingten Verurteilung vorliegend auch vom Kassationsgerioht des Kantons Zürich gebilligt worden ist, das in seiner Praxis die Auffassung vertritt, zur Verweigerung genügten Gründe der Generalprävention an sich nicht.» Strassenbaulotttrle. In der Mittwochsitzung des ohne Schneeketten passieren. Grossen Rates des Kantons Bern kam die von Grossrat Gfeller eingereichte Motion betr. Durchführung einer Strassenbaulotterie zur Behandlung, welche folgendennassen lautet: « Ist dem Regienmgerat bekannt, dass die kantonale Baudirektion in vielen Gebieten unseres Kantons die dringendsten Begehren und Erfordernisse im Strassenbau mit ihren Mitteln nicht zu erfüllen vermag, dass ferner stark beanspruchte, nicht ausgebaute Strassen zur Volksplage geworden sind und für den Staat unverantwortlich hohe Unterhaltskosten bedingen? Der Regierungsrat wird hiermit eingeladen, die Frage der Durchführung einer bernischen Strassenbaulotteri«, namentlich auch in rechtlicher Beziehung, zu pürfen. Mit diesen zusätzlichen Mitteln sollte es eher möglich werden, den dringendsten Begehren im Strassenbau ohne vermehrte Belastung das Budgets nachzukommen. » In der Beantwortung stellte Baudirektor Bösiger fest, dass vom gesamten bernischen Staatssträssennetz insgesamt ein Drittel heute ausgebaut ist, wofür im Verlaufe von 12 Jahren rund 10 Mill. Fr. aufgewendet wurden. Bezüglich des Unterhalts machte der regierungsrätliche Sprecher daiauf aufmerksam, .dass, die Ausgaben, für eine neue Strasse nicht (geringer seien als diejenigen für den Unterhalt einer alten Schotterstrasse. Im weitern liege es irn Interesse unserer Wirtschaft wenn der Staat über ein gut ausgebautes Strassennetz verfüge, doch dürfen in dieser Hinsicht keinen Uebertreibungen stättgegeben werden. Auch soweit die Begehren um Ausbau des Strassennetzes berechtigt seien, erfordern sie erhebliche Mittel. Regierungsrat Bösiger stellte eine Kürzung der bisherigen Strassenbaukredite in Aussicht, sofern das Gesetz über den Chevrolet •••••»••••»»•••• BUICK AUTOMÖBIt-REVUE Badenerstr. 527, ZÜRICH, Tel. 70.777 Occasions-Wagen-Verkauf 1934-OPEL-Modelle werden sollte. Angesichts der bedrängten Finanzlage sei zu begrüssen, dass die Motion Wege suche, um durch Erschliessunpf ausserstaatlicher Finanzquellen dem Staate neue Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben zuzuführen. Betr. einer bernischen Strassenbaulotterie vertritt jedoch der Redner die Auffassung, dass sich einer solchen rechtliche Schwierigkeiten entgegenstellen würden, indem er auf den Widerstand verweist, den die Frage bei der eidg. Steuerverwaltung gefunden habe. Obwohl die rechtliche Seite der ganzen Angelegenheit noch nicht abgeklärt sei, nehme die Regierung die Motion zur Prüfung entgegen, im Bestreben, dem Strassenbau vermehrte Mittel zur Verfügung stellen zu können. Eine definitive Stellungnahme müsse jedoch bis zur Abklärung durch die eidgenössischen Behörden vorbehalten bleiben. Der Rat erklärte alsdann die Motion mit grossem Mehr als erheblich. . « Luftschutzöbuna und Slrassenverkehr. Der Zürchensche Luftschutzverband teilt mit: Die für Dünendorf und Wangen vorgesehene Luftschutzübung welche vom dortigen Platzkommando in Verbindung, mjt den zuständigen Gemeindebehörden durchgeführt wird, findet Samstag, den 18. Mai abends, statt. ORIGINAL-ERSATZTEILE NEU UNDOCCASION Reparat urwerkstatte GUST. BÄUERLEIN, WALLISELLEN-ZÜRICH Ob. Kirchstrasse 8 Telephon 932.188 sm Notizen Vorteilhafte Iccasionen DODGE DODGE, 33, 16 PS, Brougham, Koffer, 4 Türen, "4/5plätzig. DODGE, 33, 14 PS, 4 Türen, 4/5pl., Schiebedach, wie neu, 6 Räder. 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Die Umleitung ins Zürcher Oberland erfolgt über Wallisellen-Brüttisellen-Wangen-Hegnau, wobei jedoch das Teilstück Brüttisellen-Wangen-Hegnau nm im Fussgängertempo und nur mit Parklicht befahren werden. darf. Der Fahrverkehr in den Gemeinden Dübendorf und Wangen ist während der reduzierten Verdunkelung (von 21 Uhr bis zirka 22 Uhr) auf ein Minimum zu beschränken und während der totalen Verdunkelung einzustellen. Radfahrer haben mit abgeblendetem Licht zu fahren. Der Verkehrsdienst wird durch die Kantonspolizei besorgt, und die Auto- und Velofahrer werden ersucht, den Anordnungen der Polizei Folge zu geben. S#i*«assen Cot des Mosses oifen. Seit dem 14. Mai ist die Verbindung des Gruyeresländchens.niit dem unteren Teil des Rhonetales über den Col des Mosses (1148 m) für den Automobilverkehr ohne Ketten hergestellt Jaunpass offen. Vom 16. Mai an ist der Jaunpass dem durchgehenden Verkehr geöffnet. Personenautomobile können die romantische Strecke zwischen Boltigen und Jaun Baldige Eröffnung der Gotthardstrasse. Unter dem Vorsitz von Herrn J. Baumeier (Luzern) hielt die Vereinigung Gotthardstrasse am 13. Mai in Airolo eine Vorstandssitzung ab, um gemeinsam mit der technischen Kommission der Vereinigung dringende Fragen betr. die Schneeräumungsarbeiten auf der Gotthardstrasse zu besprechen. Die Arbeiten sind anfangs Mai in Angriff genommen worden, leider sind aber die Schneeverhältnisse derart ungünstig, dass die Eröffnung der Gotthardstrasse für den durchgehenden Autoverkehr von Göschenen bis Airolo nicht vor dem 22. oder 23. Mai erwartet werden kann. Auf der Nordseite (Andermatt-Hospiz-Tessiner Grenze) arbeiten zur Zeit etwa 120 Arbeiter aus Andermatt, Hospenthal und Realp, die in mühsamer Arbeit und unter sehr ungünstigen Wetterverhältnissen den meterhohen Schnee mit Pickel und Schaufel räumen. An gewissen Stellen liegen heute noch 5 bis 6 Meter hartgefrorener Schnee. Auf der Südseite (ab Motto Bartola) arbeitet eine riesige Schneeschleudermaschine schweizerischer Konstruktion, die aber wegen der Beschaffenheit des Schnees — es handelt sich in der Hauptsache um harten Lawinenschnee, in welchem Baumstämme und Steinblöcke verborgen sind nur langsam vorwärts kommt An vielen Kehren der Tfemola beträgt die Schneehöhe 6 bis 8 Meter. Der Vorstand der Vereinigung Gotthardstrasse, der an Ort und Stelle die Arbeit der Mannschaft kontrollierte, steht vor einer überaus schwierigen Aufgabe. Erfahrene Arbeiter, die die Gotthardstrasse genau kennen, haben uns mitgeteilt, dass seit vielen Jahren keine derart riesigen Schneemengen vorzufinden waren wie gerade dieses Jahr, trotz der vorgerückten Jahreszeit. Trotzdem wird alles versucht, um die Strasse so rasch wie möglich zu öffnen. Sobald die Gotthardstrasse offen ist, wird es für den Automobilisten ein unvergessliches Erlebnis sein, die Strasse an gewissen Stellen zwischen meterhohen Schneewänden zu befahren. Die Vereinigung Gotthardstrasse wird nach erfolgter Freigabe des Passes durch die Behörden der Kantone Uri und Tessin dessen Eröffnung durch den Rundfunk und die Fresse bekanntgeben. Eröffnung der ersten Reichsautobahnstrecke. Am 19. Mai wird die erste Strecke des deutschen Autobahn-Netzes zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt feierlich dem Verkehr übergeben. Generalinspektor Dr.-Ing. Todt erklärte vor Vertretern der Presse, dass heute 93 000 Arbeiter auf den Baustellen der Reichsautobahnen selbst jund wehere 150 000 mittelbar bei Brückenbauten, in Steinbrüchen usw. beschäftigt sind. In 108 Lagern, die Aufenthaltsräume, Lesestuben, Waschräume enthalten, wohnen heute 18 000 Arbeiter. Gegenwärtig sind 1500 km Reichsautobahnen im Bau, weitere 1500 km sind genehmigt und nochmals weitere 2000 km werden in der Planung bearbeitet. Für den Gesamtbau der Reichsautobahnen wurden bisher 18 Millionen Tagewerke geleistet und somit 60 Millionen m 3 Erdmaseen bewegt. Aüsser der Strecke Frankfurt a. M.—Darmstadt sollen im Juni die Strecke München—Holzkirchen und im Herbst zehn weitere Teilstrecken dem Verkehr übergeben werden. ; Pferde Rennen Jagd- und Flachrennen für Soldaten, Unteroffiziere, Offiziere und Herrenreiter, Trabfahren Aarau (Schacher*) Sonntag den 19. Mai 1935 Beginn H/, Uhr Anschliessend an das Rennen: . Preis vom Aaretal: Durchführung einer kombinierten Stafette (Reiter, Läufer, Rad- u. Motorradfahrer)