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E_1935_Zeitung_Nr.040

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 40 Das „Rennen der Millionen" unter Palmen Drei Fahrer von Formal als Piloten der drei Spitz enfnbrikafe. Von links nach rechts: Caracciola, der Sieger, auf Mercedes-Benz, Nuvolari auf Alfa Romeo und Vanzf auf Auto-Union. Alle drei Fahrer wurden bei Aufenthalten an der Boxe während des Rennens im Bilde festgehalten. Bei Caracciolas Wagen wird gerade die Garnitur der hinteren Pneus ausgewechselt. Man ersieht aus den Photos, wie sehr die Bereifung, hauptsächlich der hinteren Räder, mitgenommen wurde. Während bei den beiden deutschen Wagen beispielsweise das Profil an den vorderen Pneumatiks noch ßehr gut erhalten ist, zeigen die hinteren Reifen schon fast die bare Lauffläche. Caracciola hat sich gegen die Sonnenhitze ein schützendes Tuch übergestülpt, das ihm fast das Aussehen eines Berbers gibt ^KMkUBfJ Das Rennen unter Palmen. Das. Bild, welches Caracciola-in voller Fahrt zeigt, vermittelt einen Begriff von dem ganz besonderen Rahmen, in welchem sich die Veranstaltung abwickelte. Euer führt die prachtvolle Rennstrasse durch einen dichten Palmenhain. LosJ Nach dem Start schoss Fagioli in Front, dessen Mercedes sich vom Gros schon beträchtlich distanziert hat Auch Caracciola, der in der dritten Reihe placiert war, schiesst hier nach vorn und hat die Fahrer aus der zweiten und sogar solche aus der ersten Linie bereits überholt DeT Wagen, welcher eben über das Zielband fährt, ist der von Magistri geführte Alfa Romeo. Die Aufnahme zeigt einen Teil der grossartigen Tribüne, die bis auf den hintersten Platz dicht besetzt ist. Alles in allem ein Rennen von grossem Format und orientalischem Zauber. Polsterüberzüge (tnonen die Original-Polsternnjj and sind waschbar. Wir haben uns auf die Anfertigung der« selben spezialisiert und liefern sie deshalb rasch und gegen massige Berechnung. In drin« genden Fällen brauchen wir den Wagen nicht mehr als einen halben Tag. MÜLLER© MARTI BERN ist führend Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS-WERKSTÄTTE Telephon 626 Druck, Cliches und Vorlag: HALLWAG A.-G., HalJerscbe Buchdrucker« und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

N* 40 II. Blatt BERN, 17. Mai 1935 Automobil-Revue No 40 II. Blatt BERN, 17. Mai 1935 Fahre Das Herz des Automobils. Der lebenswichtigste Teil bei allen Lebewesen ist die Zentrale, von der aus alle Funktionsorgane in Bewegung gesetzt werden. Bei den Säugetieren und beim Menschen ist es das Gehirn, von dem aus die Kabelleitungen (sprich Nerven) wie von einer Batterie zu allen Funktionsstellen laufen. So wie die Batterie aber immer wieder nur durch eine von ihr unabhängige Dynamo gespeist wird, so kann auch das Hirn nur funktionieren, wenn der mechanische Kraftspender Herz in tadellosem Gang gehalten wird. Das Herz des Autos ist der Motor. Solange der Motor in Ordnung gehalten wird, kann dieser über die Dynamo hinweg auch die Batterie immer wieder auffüllen und daduroh die ganze übrige Maschinerie und das gesamte Fahrzeug in einwandfreiem Betrieb erhalten. Sobald der Motor versagt, ist das ganze Fahrzeug tot. Gewiss können auch durch Nichtfunktion gewisser anderer Teile der vollen Betriebsfähigkeit eines Fahrzeuges Beschränkungen auferlegt werden, so wie eine Krankheit dem deshalb aber noch lange nicht tot&n Menschen zeitweilige oder dauernde Lähmungen einzelner Funktionsorgane aufzuerlegen vermögen. Aber tot ist der Mensch erst dann, wenn das Herz stehen bleibt, und tot ist das ganze Fahrzeug erst dann, wenn der Motor nicht mehr will. Genau so wie der Mensch oft mit seinem Herzen starken Raubbau treibt und sich nachher noch wundert, dass es in späteren Jahren nicht mehr richtig funktioniert und dadurch seine ganze Leistungsfähigkeit herabsetzt, so gibt es auch viele Automobilisten, die dem Motor ihres Wagens alles Mögliche zumuten, das weit über dessen Normalkrait liegt, und die dann über das ganze Fahrzeug, insbesondere aber den «immerkranken Motor» schimpfen, wenn der brave Kerl wie ein geduldiges Pferd jede Ueberanstrengung auf sich nahm und plötzlich als zu rasch verbraucht nicht mehr kann oder doch einen grossenTeil seiner ursprünglichen Kraft eingebüsst hat. Diese Automobilisten sollten nicht auf ihren Motor, sondern auf sich selber schimpfen. Sie sollten genau wie der Fuhrmann, der köpf kratzend und in sich gehend neben seinem von der Ueberlast zusammengebrochenen Pferd steht, einmal die Frage an ihr Gewissen richten, ob sie nicht selber schuld an der nunmehr eingetretenen Katastrophe haben. Denn so wie ein guter Fuhrmann, der sein Pferd liebt, diesem nichts Unmögliches zumutet und es dadurch gesund und leistungsfähig erhält (auch dadurch, dass er ihm nur das beste Futter vorsetzt, das alle verbrauchte Kraft wieder ersetzt) und so wie der .Mensch ein hohes Alter in voller Rüstigkeit erreicht, der vor allen Dingen sein Herz schont und von .schädlichen Einflüssen fernhält, so wird auch jedes Auto ein erstaunlich hohes Alter in voller Leistungsfähigkeit erreichen, wenn man sein Herz, den Motor, pflegt und gesund erhält. Es gibt Autofahrer, die einen Wagen in relativ kurzer Zeit geradezu zusammenfahren, das ganze Jahr beim Reparateur sind, dort aber alles nur halb machen lassen und dann von dem noch halbkranken Fahrzeug wieder die alte Rüstigkeit verlangen. Dagegen gibt es aber auch Fahrer, die ihrem Motor nur die beste Nahrung zuführen, ihn nie überanstrengen und ihn, fachgemäss pflegen und in Ordnung halten. Diese Fahrer haben sozusagen ewig Freude an ihrer Maschine, und die anderen, die sogenannten Motormörder, stehen da und können nicht begreifen, dass der Motor gegenüber dem ihrigen solange lebt, dazu aber noch wie ein junger • dahinbrummt, immer da ist, nie versagt und ein ewiges Leben zu haben scheint. Sie glauben dann, dass der im hohen Alter immer noch jugendfrische Motor gleich zu Anfang schon besser gewesen sei und wollen es sich nicht einreden lassen, dass beide Motoren anfänglich die gleichen waren, nur mit dem Unterschied, dass der eine misshandelt und dadurch schon nach kurzer Strecke lebensmüde wurde, während der andere durch seine gute Pflege keine Lebensalterbegrenzung zu kennen scheint. Zeige mir dein Fahrzeug und ich sage dir, wer du bist. Darum vor allen Dingen: Halte das Herz deines Fahrzeuges, den Motor, in Schuss. Denke, nie: mein Motor kann das vertragen, sondern empfinde mit ihm und sage dir, dass Abb. 2. samtleben. Neue Kolben machen sich bald schon im Betrieb wieder bezahlt. Wechsle öfter das Oel. Je frischer das Oel ist,, um so länger leben Kolben, Zylinder, Pleuel und Lager. Altes Oel wirkt : wie Schmirgel und zersetzt den.Motor, genau wie zu schlechte Luft und zu schlechte Nährung das Herz schädigen. Sorge dafür, dass das Kühlwasser keinen Kesselstein ansetzt. Nimm deshalb möglichst gekochtes Wasser. Dein dann nie kochender Kühler oder überhitzter Motor werden dir durch langes gesundes Leben dafür danken. Entrusse in angemessenen Zeiträumen Kolben und Ventile. Achte daraukdass die-Ven- Wie entwickelt sich die Karosserie in den nächsten Jahren? Die obigen originellen Phantasie-Skizze^ wurden kürzlich in »I/Auto Italiana» veröffentlicht Ihr Schöpfer, Enrico Caporali, bemerkt dazu folgendes: Die- Weiterentwicklung der bisherigen ' Kleinwagen-Karosserie (Abb. 1) müsste zu schlechter Raumausnützung fähren. Gerade bei zu- Ü3S" künftigen Kleinwagen mit sehr kurzem Radstand muss der Passagierraum wieder zu grösserer Geltung .gebracht werden. Auch die Möglichkeit, Personenwagen mit Holzgas zu betreiben, oder der Wunsch, noch mehr Gepäck mitnehmen zu können, räum zwischen den Achsen liegen (Abb. 4). Wer führt vielleicht zu neuen Karosserieformen (Abb. 3). weiss aber, ob beim Zweiplätzer der Zukunft die Anderseits wurde bisher zu viel Rücksicht auf die Motor- und Passagierraum-Anordnung nicht ge- Unterbringung des Motors und der Reserveräder rade umgekehrt sein wird wie bisher? Auch für genommen. Statt dessen- sollte ira Interesse des eine solch«-Disposition Hessen sich gute Gründe bestmöglichen Fahrkomfortes der ganze Passagier- anführen. (A"bb. 5.) ein Motor kein Versuchskaninchen für alle möglichen. Experimente ist und dass er das, was er braucht, haben muss. ... Fahre nur gutes Oel und einwandfreien Brennstoff. Je bessere Betriebsstoffe verwendet werden, um so länger lebt der Motor, um so weniger Reparaturen sind notwendig, um so grössere Leistungen gibt, er her, um so sparsamer fährst du auf die Dauer. Das Gute und das Beste ist auch hier das Billigste. .;.;"Halte die Kolben dicht. Je dichter die Kolfeen und Kolbenringe abschliessen, um so weniger Betriebsstoff und Oel verbraucht die Maschine, um so- mehr leistet sie, um so ruhfger geht sie und um so länger 4st ihr Qe- "*• Abb. 5. FACHMANN DER KENNER wählt hur die altbewährte Marke 25 ANS DE SUCCES Des millions de vieilles bougies volent chaque jour aux automobilistes del'essence, tout en diminuant: puissance,; vitesse, acceleration, souplesse de la voiture. Suivez les conseils de la bougie CHAMPION qui depuis 25 ans affirme sa Suprematie sur l'eau, sur terre et dans les airs et changez vos bougies toüsles 15000 knu Es ist bezeichnend, dass die hochwertigen pennsylvanischen Erdöle trotz der DoMar- Entwertung, im Gegensatz zu den übrigen, ihren Goldwert beibehalten haben. Es ist deshalb geradezu ein Kriterium für die Provenienz des Oeles, ob es den Preissturz mitgemacht hat oder nicht. Die Submissionsergebnisse, für den Oeleihkauf kommunaler und kantonaler Behörden zeigen den Unterschied deutlich. Ebenso bezeichnend ist es aber, dass dieses älteste Marken öl trotzdem den Markt, behauptet, denn gerade in diesen Krisenzeiten dringt die Ueberzeugung, dass wirkliches Qualitätsöl im Betrieb immer noch am billigsten ist, immer mehr durch. Darum, wer wirklich sparenwill, fährt VA LVOLINE VALVOLIHE OEL A.-G., LIMMATQUAI 1, ZÜRICH, TEL. 27.898 2b JAHRE ERFOLG Millionen älter Zündkerzen stehlenden Automobilisten täglich Benzin und verringern dadurch die Kraft, die Geschwindigkeit, die Beschleunigung, die Geschmeidigkeit des Wagens. Befolgen Sie die RatschlägeTder Zündkerze CHAMPION, die seit 25 Jahren ihre Ueberlegenheit zu Wasser, zu Land und in der Luft bewiesen hat und ersetzen Sie Ihre Kerzen alle 15000 km. CHAMPIO La bougie des Champions — Die Zündkerze des Champions