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E_1935_Zeitung_Nr.039

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ihm, « denn Sie haben

ihm, « denn Sie haben Bienen (Läuse), mein lieber Freund.» « Gott verdamm mich,» fluchte der Globetrotter, « dreckiges Land, wo man Bienen bekommt. » «Sie können auf der Polizei schlafen,» versuchte der Verwalter ihn zu trösten. «Im Hotel, wenn ich Geld habe, im Strassengraben, wenn ich Lust habe, und beim Mädel» wenn ich Glück habe,» erhielt er schlagfertig zur Antwort. Am nächsten Abend traf ich ihn in Heidelberg in der Herberge zur Heimat. «Habe fein geschlafen, beautiful, bon,» meinte er, spitzbübisch lächelnd, als ich ihn fragte, wo er gestern abend geschlafen habe. « So, fein geschlafen — wo denn? » « Wissen Sie,» antwortete er, und Triumph über irgendetwas lag auf seinem Gesicht, «ich habe gestern abend für mein letztes Geld mir einen Liter Schnaps geholt, ihn ausgetrunken und mich dann in einem Hausflur schlafen gelegt. «Wenn Sie Märchen erzählen wollen,» sagte ich ungläubig lächelnd, « dann tun Sie es anderswo. Bei dieser Hundekälte heute nacht wollen Sie draussen geschlafen haben?» « Stimmt aber genau,» lachte er frohgemut, « von Kälte habe ich nichts verspürt, und geweckt wurde ich heute morgen von zwei Damen. Zuerst waren sie erschrocken und böse, doch zuletzt nahmen sie mich ins Haus und gaben mir ein Frühstück, welches mir alten, armen Mann gut tat. « Sie armer Mensch,» sagten sie zu mir, « auf Ihre alten Tage haben Sie noch nicht einmal ein Bett, wo Sie schlafen können; es muss doch furchtbar für Sie sein. » Wissen Sie, denen habe ich dann einen sentimentalen Kohl erzählt, dass ihre mitleidigen Seelen zu weinen begannen, aber nicht umsonst — fünf blanke Münzen bekam ich zum Abschied in die Hand gedrückt. Wunderbares Land, göttliche Bienen! Was? » Der richtige Vagabund. Landstreicher aus Lust. Ausweispapiere trug er stets in der Westentasche. Wurden Sie verlangt, dann langte er mit spitzen Fingern hinein und holte Fetzen für Fetzen heraus. Waren sie in etwa halbstündiger Arbeit zusammengelegt, dann konnte man mit Hilfe einer Leselupe herausbuchstabieren, dass besagter Gottfried Gerstenkorn, aus Lüneburg, an dem und dem Tage aus der und der Strafanstalt entlassen sei. Schimpfte der etwaige Beamte, dass er diese Papiere gar nicht sehen wollte, sondern Reisepass, Wanderbuch oder dergleichen, dann lachte der Vagabund übers ganze Gesicht und gab treuherzig zur Antwort: «Wie kann ich wissen, was die Polizei für Papiere sehen will, von einer bestimmten Sorte ist nichts gesagt.» Sämtliche Kleider waren bei ihm selbstverständlich echt zünftig verschmutzt und zerrissen. Geld wurde bei ihm gross geschrieben. Hatte er sich solches erfochten, dann brachte er es denselben Abend noch auf die «Nassauer Bank ». Wie gewonnen, so zerronnen! Ein mustergültiges Nebenstück traf ich in Frankfurt am Main, in einer Art Herberge, « Beize » sagte der Kunde dazu. Herr Professor, Sand und Frau, die beide gleichfalls seit Jahren auf der Landstrasse marschierten. Ein Professor mit Frau auf der Walze — gewiss eine Seltenheit. Herr Professor war ein Mann von 64 Jahren, mit schmaler Nase und buschigen Augenbrauen. Frau Professor war 54 Jahre alt, mit spärlichem, grauem Haar, grauem, welkem Gesicht, blauen, entzündeten Augen, die ganze Gestalt hager und mager und — wie sie selbst immer wieder betonte — wog ganze 38 Kilo! Als ich an ihrem Tische Platz genommen hatte, stellte Herr Professor sich sofort vor, Frau Professor gleichfalls. «Gemütliche Menschen,» dachte ich, « nichts vom Professorendünkel an »sich »; dass sie auf der Wanderschaft waren, wusste ich noch nicht. «Darf ich Ihnen etwas auf dem Klavier vorspielen?» fragte Frau Professor mich plötzlich und unerwartet. « Oh bitte, ich höre gute Musik sehr gerne, Frau Professor.» Sogleich ging sie zum Klavier und spielte. Herr Professor stellte sich daneben und schlug mit Händen und Füssen den Takt dazu. Auf alle mögliche Art und Weise versuchte er, die Gäste zum Mitsingen zu bewegen. Er drehte sich hierhin, dahin, sang kräftig im Bass mit, animierte durch Kopf- und Armbewegungen, lachte und blitzte mit den Augen — kurz — es — war — beautiful! Nach dem Spiel ging Frau Professor mit einem Weinglase — sammeln! Dann spielte sie noch mein Lieblingslied: Ueber allen Wipfeln ist Ruh! Ich muss gestehen, mir kam das alles sehr merkwürdig vor! Und dann! — Sparsam war das Pärchen über alle Massen, so sparsam, dass es tatsächlich und wahrhaftig die Ueberbleibsel vom Essen aller Gäste sammelte, Brot; Wurst und Kartoffel sorgfältig teilte, um sie sofort, ohne alle Scham, mit gutem Appetit zu verzehren! Das genügte! für mich! Gleich am ersten Abend wurde Ich um Geld angepumpt. Frau Professor besorgte dieses delikate Geschäft. Ganz abgesehen von den vielen Zigaretten, die Frau Professor auf meine Rechnung rauchte und von den sechzehn Gläsern Aqua destillata, die ich bezahlen durfte. «Ich möchte die doch so gerne haben», bat sie, als ich keine Pralinen kaufen wollte. «Lass das doch», schalt er scheinbar, «du sollst das doch nicht tun, es geziemt sich doch nicht.» Dabei war deutlich zu merken, dass er schauspielerte und nur darauf jvartete, dass man geben sollte. Die Wäsche ' des Pärchens hatte bestimmt in'äeft""feiKten';' drei Monaten weder Wasser noch Seife'kesehen. Oben, im vierten Stock, bewohnten 1 sie ein Zimmer mit zwei Betten, welches* pro Kopf und Bett und Tag 50 Pfennige kostete. ~ Morgens um 1 Uhr gingen sie schlafen und abends um 8 Uhr standen sie auf. So wurde frühstück und Mittagessen gespart. Wer ihr intimer Freund werden wollte, brauchte nur Lebensmittel zu schenken. Der kindliche Jubel darüber war gross. Ich hatte Mitleid mit ihnen, dachte ich doch, dass sie in ärmlichen Verhältnissen lebten. Am folgenden Tage erfuhr ich aus sicherer Quelle, dass sie ein Barvermögen von 50,000 ihr eigen nennen AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N°39 konnten, welches auf einer Sparkasse angelegt war. Lumen mundus! Vielleicht vielleicht — nein bestimmt nicht! — Aber doch — seltsame Menschen, seltene Originale! Schwedischer /Ingenieur — amerikanischer Dichter. In New York hat ein Buch «Our Daily Bread» (Unser tägliches Brot) einen durchschlagenden Erfolg gehabt und über Nacht den Verfasser, Gösta Larsson aus Brooklyn, berühmt gemacht. Gösta Larsson,. dem Beruf nach Ingenieur, ist vor n Jahren aus Schweden nach Amerika eingewandert. Trotzdem beherrscht er so meisterhaft die englische Sprache, dass die Kritiker der grossen New- Yorker Tageszeitungen sein Buch einstimmig als ein aussergewöhnliches literarisches Ereignis preisen. Der Stil soll in angelsächsischer Einfachheit gehalten sein und doch fliesst die Sprache wohlklingend und rhythmisch wie Verse. Der Verfasser hat Jahre von Entbehrungen und wirtschaftlicher Not durchlebt. Er hat Prosa und Verse in schwedischer und englischer Sprache geschrieben, aber die Verleger haben sich stets geweigert, seine Arbeiten zu drucken, bis die «Vanguard Press » in New York sein neuestes Buch herausgegeben hat, das den ersten Teil einer dreibändigen Serie darstellt. Gösta Larsson ist ein hell aufleuchtender Stern am Himmel der nordamerikanischen Literatur. Hinfort dürfte der «Kampf ums tägliche Brot» für ihn selbst einer übervrundenen Zeit angehören. tia. Glockengeläute ohne Glockenturm und Glockenspiel. In einer Krematoriumkapelle Stockholms ist neulich ein Grammophon mit Lautsprecher installiert worden, das ein vollständiges Glockengeläute wiedergibt und auf diese Weise.die Erbauung eines Glockenturms und die Anschaffung eines teuren Glockenspiels erspart. Die Krematoriumverwaltung hat längst die Notwendigkeit des Glockengeläutes bei den Trauerfeiern eingesehen, konnte aber die Kosten für den Glockenturm und das Glokkenspiel nicht aufbringen. Als ein Führer der Feuerbestattungsbewegung auf einer Ausstellung ein Grammophon mit Lautverstärker und Lautsprecher betrachtete, fiel es ihm etn, dass man denselben Mechanismus auch' für die Wiedergabe der Töne des schönsten Glockenspiels im Lande bei Leichenbegängnissen im.^Krematorium verwenden könnte. Gleich gingen Fachleute an die Arbeit, machten Aufnahmen von dem berühmten Glokkengeläute einer Stockholmer Kirche und stellten die nötigen Apparate im Krematorium auf. Das Leichenbegängnis wird hinfort von dem feierlichen Geläute des herrlichen Glockenspiels begleitet. Um mit dem Geläute nicht zu kurz zu kommen, benutzt man zwei Aufnahmen, die so ineinandergreifen, dass die eine sofort einsetzt, wenn die andere zu Ende ist. Nachdem man anf diese Weise die Schwierigkeiten mit dem Glockenturm und der Anschaffung des Glockenspiels umgangen hat, will man die Kapellen und Kirchen, die keine Mittel haben, sich eigene Glocken anzuschaffen, mit dieser neuen Wiedergabe des Glokkengeläutes beglücken. tia. TschJang-Kai-Scheck gegen Sex appeaL Die Moral muss in China, nach Berichten zu schliessen, die aus dem Reich der Mitte kommen, schon tief gesunken sein. So tief, dass die chinesischen Behörden energische Massnahmen ergriffen haben, um einen weiteren Verfall der ethischen Grundsätze aufzuhalten. General Tschiang-Kai-Schek hat eine Reihe strenger Vorschriften herausgegeben, die sich bis in die kleinsten Einzelheiten mit der Bekleidung der Frau beschäftigen. Vor allem wurde den chinesischen Beamtinnen vorgeschrieben, was sie alles zu tragen hätten, wie sie es zu tragen hätten und aus was für Stoffen die Kleidungsstücke hergestellt sein dürfen. Für jene Frauen, die europäische Kleider tragen, ist genau vorgesehen, wie gross das Dekollete sein darf, und der Abstand zwischen Knöchel und Rocksaum, der noch « möglich » ist, wird ebenfalls bekanntgegeben. Die alte chinesische Nationaltracht darf getragen werden wie sie ist Verboten wurde aber ihr Gebrauch in Verbindung mit europäischen Kleidungsstücken. Eine Frau darf also beispielsweise- zu ihrer Nationaltracht keinen europäischen Schuh oder Schal, ja nicht einmal ein europäisches Taschentuch tragen. Auf diese Weise wollen die Chinesen auch die Einfuhr europäischer Waren auf indirektem Wege drosseln. Wohl haben die Bekleidungsvorschriften bei den chinesischen Frauen vielerorts scharfen Widerstand herausgefordert. Die Chinesinnen sind nicht gewillt, sich von einem .militärischen Diktator Modevorschriften machen zu lassen. Sie verlangen vorderhand, dass das Verbot, europäische Kleidungsstücke gleichzeitig mit den/ Nationaltrachten zu tragen, auch auf die Män- L ner ausgedehnt werde. Andere Frauengruppen predigen wieder eine Art Streik. Sie wollen sich in Massen widersetzen und eventuell sogar einsperren lassen für ihre «Ideale ». Aber es ist zu befürchten, dass der ganze heroische Kampf, den die chinesischen Frauen um die Erhaltung ihres « Sex appeal » führen, ebenso ergebnislos verlaufen wird, wie ihre zahlreichen Proteste gegen die Abschaffung der Jazzmusik oder gegen die Bestimmung, dass Chinesinnen unter keinen Umständen strumpflos auf die Strasse gehen dürfen. Wärmeabgabe des menschlichen Körpers. ML Benedict nahm bei einer grossen Anzahl von Versuchspersonen Messungen vor, nach denen er die durchschnittliche Wärmeabgabe des menschlichen Körpers berechnete. Sie beträgt je Stunde für einen Mann: im Bett liegend 60 kg Kalorien, stehend 66,. lebhaft gehend 180 und bei höchster körperlicher Anstrengung 660. Unmittelbar nach einer Mahlzeit ist die Wärmeabgabe bis zu 40 % höher. Geistige Arbeit erhöht die Wärmeabgabe nur um 4 %. Für Frauen betragen die Werte um 10 % weniger. Autowege Garagevorplätze Unkrautfreie Gartenwege staub- und schlammfrei waschbar erstellen in Teermakadam, als bester und billigster Wegbelag, die Spezialfirma Teermakadamwerke A.-G. v. Gebr. Sutter, Basel Telephon 42.408 Offerten auf Anfrage bereitwilligst Billige Griechenland- u. Mittelmeer-Fahrten macht alt und beschwert das Leben. Also rechtzeitig beseitigen, und zwar für Immer. Machen Sie eine Kur mit Dr. Weinreichs ; Schlankheitstee LEOBAL AuchdieFilmstars inHollywood nehmen diesen Tee. Kurpackung Fr. 8.-, '/• Kurpackung Fr. «.IS; Wcchtnprob« Fr. 1.50. 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N° 39 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 15 Wie soii £* sein? So sehr das junge Mädchen von heute sich Von dem von gestern und vorgestern unterscheidet, in einem Punkt ist keine Veränderung zu verzeichnen. Das Lieblingsgespräch ist und bleibt «Er ». Die latente Neigung zu diesem Thema habe ich letzthin einmal dazu benutzt, mir von elf Mädchen zwischen achtzehn und vierundzwanzig Jahren sagen zu lassen, wie sie sich ihren künftigen Gatten denken. Wir sassen vertraulich beieinander und assen Nüsse. Zuerst war das Gespräch allgemein, und es zeigte sich, dass sie eine ganze Reihe von Forderungen gemeinsam hatten. Das Wort, das am häufigsten vorkam, war Zärtlichkeit. Sie wollen Zärtlichkeit, viel Zärtlichkeit, phantastisch viel Zärtlichkeit und noch mehr. Von Geld und Schönheit war nur sehr wenig die Rede. Diese praktischen jungen Menschen wissen genau, was man verlangen darf und was nicht, und ebenso genau, was sie nicht wollen. Grossen Abscheu verrieten sie vor Feierlichkeit, Wichtigtuerei, Lehrhaftigkeit, Steifheit, Snobismus, Passivität, Schwarzseherei, Sportfexerei, Kettenrauchen und Barthaaren. Im einzelnen äusserten sie sich wie folgt: Maria: Eine Menschengattung ist ausgeschlossen: der Künstler. Mein Mann soll einen ordentlichen männlichen Beruf haben, am liebsten einen technischen, und darin Leistungen vollbringen, die mir imponieren. Er muss von selbstverständlicher Uneitelkeit sein, darf nie von sich reden und überhaupt wenig sprechen: auch ich schweige gern. Eifersucht ist ausgeschlossen. Eva: Ich suche vor allen Dingen Schutz. Väterliche Nachsicht wäre mir sehr erwünscht; ein durchaus nicht agiler, schwerblütiger Mensch, eine Art von Felsblock schwebt mir vor, den zu erobern sehr schwer ist, bei dem man dann aber für Lebenszeit geborgen ist. Ilse: Er darf blond oder braun sein, gross oder klein, laut oder leise. Nur einige Spezial- Wünsche habe ich. Ich möchte nicht, dass er Interesse für Hauswirtschaft hat. Es wäre mir peinlich, wenn er einen Werkzeugkasten hätte. Schön wäre es, mit einem Improvisationsgenie verheiratet zu sein,* mit einem Menschen, bei dem man nie weiss, was die nächste Stunde bringt, der, wenn er die Absicht hat, sich im Verkehrsbureau eine Karte nach Arosa zu lösen, plötzlich mit einer nach Vevey herauskommt; der seiner Frau zum Abendbrot sechs Gäste einlädt, ohne sie davon zu benachrichtigen, und sich halbtot lacht, wenn es im Hause nichts als Hering und Kartoffeln gibt. Dorothee: Mein Mann darf kein Held sein. Ich wünsche, dass er mir gesteht, wenn er Zahnweh hat, dass er mir erlaubt, ihm einen warmen Mantel umzuhängen, wenn die Witterung im Begriff steht, umzuschlagen, und dass er sich ins Bett legt, wenn er erkältet ist. Ich werde trotz alledem immer bereit sein, ihn zu bewundern; nur muss er morgens besonders gut gelaunt sein und darf unter keinen Verhältnissen Witze erzählen. Brigitte: Er muss einen bedeutenden und interessanten Beruf haben, bei dem ich helfen könnte. Er muss glauben, dass nichts unmöglich ist. Er muss es gut aushalten, fortwährend verwöhnt und gelobt zu werden, denn das habe ich mit ihm vor. Ueber meine Fehler muss er mit Humor zur Tagesordnung übergehen. Ausserdem verlange ich, ununterbrochen beschenkt zu werden, aber es dürfen Geschenke sein, die weniger als einen Franken kosten. Nie darf er vergessen, welche Schokolade ich vorziehe, und er hat Streichhölzer bei sich zu tragen, auch wenn er nicht raucht. Marlene: Ich wünsche mir einen, der etwas pflegebedürftig ist, aber trotzdem fest und energisch die Hand drückt. Wenn wir uns zusammen irgendwo sehen lassen, möchte ich gern das Gefühl haben, dass er mich gut kleidet. Seinen Beruf muss er ernster nehmen als mich. Je mehr er lacht, desto lieber ist mir das, aber er muss auch gelegentlich weinen können, denn es ist wunderschön, wenn ein Mann vor Rührung weint. Er darf keine Glatze haben und keinen Senf essen, beides ist mir zu männlich. Lore: Ich wünsche mir einen, der lang und schlank, braun gebrannt, rasch entschlossen, flott, hilfsbereit und bei bestem Appetit ist Er braucht mich nicht zu erhalten, nicht zu beschützen, nicht zu trösten, nicht zu bewundern. Wenn er mich wirklich lieb hat, so will ich ihm schon dankbar sein. Jacky: Er muss nicht betont männlich sein, sondern vor allem sanft. Kleine Dinge' darf er nicht verachten. Er muss es wichtig finden, in welche Vase man Blumen stellt, und muss einer Beratung über die Farbe des Fadens, mit dem ein Knopf angenäht wird,, zugänglich sein. Jede seiner Aeusserungen! muss Gefühl haben. Er muss sehr kritisch sein, aber mit Güte, weil er alles versteht, was passiert. Lilli: Ich möchte einen Mann haben, der lacht, wenn ich etwas Dummes sage, wenn sein Gehalt um 10 Prozent gekürzt wird, wenn einmal ausnahmsweise das Mittagessen angebrannt ist, wenn die Uhr stehen bleibt. Sollte er mir beim Geschirrwaschen helfen, so wäre ich beglückt. Wenn alle diese Vorbedingungen zutreffen, darf er bedeutend, überlegen, geistreich, ja sogar originell sein. Christine: Lebenstechnik darf er keine besitzen. Wenn er zu geschickt, zu gewandt, zu rezeptiv wäre, so würde mich das beunruhigen. Am liebsten wäre mir ein Wissenschafter, und zwar ein schöpferischer Forscher. Ich möchte ihn mir täglich neu erobern müssen. Je schwerer, desto lieber. Hanny: Ich muss ihn anbeten können, trotz restloser Vertraulichkeit und bei vollkommenem Mangel jeglicher Diskretion. Er muss von Natur aus so sauber sein, dass Waschen beinahe unnötig ist. In schlechten Zeiten wünsche ich ihn mir zäh, gleichmütig und beherrscht. Er darf keine Launen haben und muss immer freundlich zu allen Leuten sein. Die Kommode In modernem Stil gehört zu den wirkungsvollsten und gleichzeitig auch zu den praktischsten Stücken des Wohnraumes. Durch Verwendung von verschiedenem Material, etwa durch Vereinigung von Holz, Metall und Glas sind schöne ^ir&iiagen zu erreichen, die dem Allgemein- /wunsche nach Lebhaftigkeit jedes Möbels gerecht werden. Meist zeigt eine solche Kommode Schubladen von verschiedener Grosse, Er muss fest überzeugt sein, dass seine Kinder nur mich zur Mutter haben können. Als die elf Mädchen mit ihren Geständnissen zu Ende waren, fragte der einzig anwesende junge Mann, ob nicht auch er einen Mann schildern dürfe, wie sich ihn ein Mädchen wohl wünschte. Wir stimmten ab: es wurde ihm gestattet, sich zu äussern. Hans: Er muss unerhört gutmütig und aufmerksam sein, was sich aber keineswegs andauernd äussern soll. Er muss geneigt sein, auch für viele andere Menschen zu leben. Aeusserlich muss er gross, kräftig und ausdauernd sein, sich gern körperlich betätigen, aber lieber mit zweckmässigen und nützlichen Dingen als mit Sport. Ohne wehleidig zu sein, muss er sich gut pflegen lassen. Trotzdem und nicht weil er verheiratet ist, müssen ihm auch andere Frauen gut gefallen. Am besten immer die eigene. «Aber Hans!» riefen alle Mädchen, als er seine Ausführungen beendet hatte, * das bist du ja selbst, den sie sich da wünscht.» « Natürlich,» sagte Hans, « was gehen mich andere Männer an? » Dr. E. Seh. lüt&&i c&tim die ein solches Stück in vorteilhaftester Weise «unterteilen». Der Schubladkasten selbst pflegt in Schleiflack behandelt zu werden, während die Kanten — durch Metanschienen betont und 1 über die Ladentruhe hinausragend — eine Glasplatte tragen, die als richtiger Aufstellungsplatz für eine Keramik, für Lampe, Rauchzeug und Obstschale wichtig ist. Die Handgriffe aller Schubladen können entweder in der Farbe von der Lackie- 'rung abstechen oder aber aus ganz anderem Materiale, etwa aus Elfenbein oder aus einem entsprechenden ähnlichen Ersatz hergestellt sein, um das Gesamtbild abwechslungsreicher zu gestalten. Exotenholz aller Art eignet sich dank seiner schönen Maserung für truhenartige Möbelstücke, die von der übrigen Einrichtung vollkommen unabhängig sein können und als Einzelstücke zu werten sind! Der moderne Raumkünstler versteht es, diese Truhen durch richtiges Einbauen von Laden und Fächern so gut zu « unterteilen », dass diese Möbelstücke niemals «schwer» wirken. In unserm Bilde zeigen wir eine Truhe aus kaukasischem Nussholz, das unterste Fach ist durch gläserne Schiebetüren abgeschlossen, abgesehandgewebt, dauerhaft,] licht- und waschecht. Grosse Auswahl.! Spezialanfertigungen. Auswahlsendungen. Warenzentrale des Bundes Schweizer Armenierfreunde Kirchgasse 21 Zürich Tel. 25.7451 inserieren bringt Erfolg DIE KÜHLUNG FÜR ALLE ZWECKE AUSSTE LLUNG: PELIKANSTR. 3 TEL. 59.441 SALVAN an der neuen Strasse. 1000 ra Höhe Hotel des Gorges du Triegt renom. Küche, auserlesene Weine. Raclette. Spezialit. T. C. S. Tel. #5 Frau Dioalllet, B»i. 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