Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.039

E_1935_Zeitung_Nr.039

18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 39 pdreissig Jahren; (Aus der «Automobil-Revue» 1906.) Automobilfahrten bei Nacht. Dass die Nacht «nicht des Menschen Freund ist», haben die Automobilsten schon zur Genüge in unliebsamen Erfahrungen erkennen müssen. Und dennoch hat das Fahren nächtlicher Weile einen ganz eigenartigen Reiz; ist doch die Freude am Sport um so grösser, je mehr Aufmerksamkeit er erfordert und je erheblichere Anforderungen er an die Geistesgegenwart des Fahrers stellt. Wer wollte sich deshalb wundern, wenn für die Nachtfahrten eine gewisse Vorliebe herrscht. Aber ebenso unbestreitbar ßteht auch fest, dass das FahTen bei Nacht gefährlicher ist, als man für gemeinhin anzunehmen pflegt. Selbst wenn der Fahrer auch die Geschwindigkeit bedeutend herabsetzt, was unbedingt geschehen muss, wenn er auch glaubt, seiner Ortskenntnis vertrauen zu dürfen, so hat er immer noch keine Sicherheit bezüglich der Zuverlässigkeit der Bremsen. Aber selbst diesen Faktor, ausschaltend als nicht gerechtfertigten Einwurf, zeigen die trotz aller Aufmerksamkeit hin und wier der vorkommenden nächtlichen Karambolagen, dass noch ein anderer Grund vorliegen muss, welcher selbst die peinlichste Vorsicht zu Schanden machen kann. Dieser Grund liegt in den Laternen. Nicht, als ob hier die Frage der Art der Beleuchtung angeschnitten, oder über die verschiedene Weise der Anbringung der Laternen gesprochen werden sollte, denn Mangel an Leuchtkraft herrscht wohl bei fast keiner Automobillaterne. Es sei daher heute auf einen anderen Umstand aufmerksam gemacht, und zwar auf die Bestrahlung der Kurven durch den Lichtkegel der Laternen. Wie oft schon konnte man die Beobachtung machen, dass die Laternen ihre Lichtstrahlen beim Kurvenfahren nicht in die Kurven hinein werfen, sondern in tangeii- tialer Richtung daran vorbei sandten. Das liegt daran, dass die Laternen, die "fest mit dem Gestell verbunden sind, sich nur mit der Wendung des ganzem Rahmens drehen. Kommt nun in der Kurve ein Fuhrwerk entgegen, so gehen die Lichtstrahlen vorbei, ohne das Geschirr zu beleuchten. Tritt dieses jedoch in den Lichtkreis des Automobils, so ist es gewöhnlich schon eo nahe, dass die Abwendung einer Katastrophe nicht mehr erfolgen kann. Würden sich die Laternen jedoch gleichzeitig mit dem Einschlag der Vorderräder in die Kurve h'ineihdrehen, so wäre diesem misslichen Umstände abgeholfen. Es müsste also erreicht werden, die Laternen im Verhältnis zur Drehung der Vorderräder um ihre Achse zu drehen und sie in Verbindung mit den Bewegungen des Steuerrades zu bringen. Einfach gesagt, aber schwer auszuführen, denn die Zuleitüngsrohre hindern eine Drehung, ferner sind die Laternen von der Steuerung aus schwer erreichbar und schliesslich können die Laternen nicht in drehbarer Befestigung fixiert sein, weil dadurch ein gewisses Spiel entstehen würde, eine. Bewegung der Laternen, welche den ruhigen Brand beeinträchtigte und auf die Haltbarkeit von schädlichem Einfluss sein könnte. Steheil die Laternen auf den Rahmenenden, so ist die Drehbarkeit schier unmöglich. Leichter denkbar wäre dieselbe bei einem in der Mitte befindlichen Scheinwerfer. Dieser aber hinderte wieder die notwendige leichte Zugänglichkeit der Andrehkurbel. Vielleicht regen diese Zeilen zu einem zweckdienlichen Vorschlag aus dem Leserkreiße. Jdeine Tloüzeu Geschäftsumzug. Die Firma Autofrigor A.-G., Zürich, hat ihr Ausstellungs- und Verkaufslokal von der Uraniastrasse nach der Pelikanstrasse 3 verlegt. Für den Haushaltgebrauch sind vor allem Frigomatic-Kühlschränke, darunter auch das neue Modell Frigo-National, ausgestellt. Für Hotels und Restaurants finden sich mehrteilige Kühlschränke. Autofr.igor und Frigomatic sind bekanntlich ZürcheT Fabrikate. AirtlerAusf lugsziele aus dertlinelschweiz Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S; AARBURG Rest. Bahnhof Direkt an d. Durchgangsstrasse.. Anerk. gute Küche. Ia Keller. Frdl. Lokalitäten. Stets lebende Forellen. Güggeli. Berner-Spezialitäten. Massige Preise. Auto-Park. Tel. 73.455. E.Jenny-Pauli, K'chef. LAU FEN HOTEL JURA T.C.S. A.C.S. beim Bahnhof. Bestbekanntes Haus. Zimmer mit fliessend. Wasser von Fr. 3.50 an. Vorzügl. Küche und Keller. Stets lebende Forellen. Garten-Restaurant. Garage. Tel. 21. «Jos. Spaar, Bes. Lenzburg A.C.S. Hotel Krone T.C.S. In Automobilistenkreisen altbekanntes Hotel. Spezialitäten aus Küche und Keller. Zimmer mit fl. Wasser zu Fr. 3.50, Autogarage. Benzintank. Tel. 12. Farn. Borsinger-Flüeler. Automobilisten sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabehd LANGENBRUCK Hotel Ochsend: Bekannter Gasthof. Ia. Küche und Keller. Eig. Metzgerei. Den Automobilisten bestens empfohlen. Tel. Nr. 76.101.

N° 39 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 Name Albula , Bernina Brünig , Fliiela , Forclaz , Furka , Grimsel Grosser St. Bernhard, Jaun Julier Klausen Lukmanier Ilaloja Morgins Mosses , Oberalp , Ofen Pillon St. Bernhardin . . . , St. Gotthard. . . . , Simplon. . . . . . . Splügen Umbrail Höhe in m 2315 2330 1011 2392 1523 2431 2176 2472 1511 2287 1952 1919 1817 1375 1448 2048 2155 1550 2063 2112 2001 2118 2499 Max. Steig. Breite in m Juni/Oktober Juni/Oktober April/Oktober Juni/Oktober Mai/Oktober Jnni/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober Mai/Oktober ganzjährig Juni/Oktober Juni/Oktober ganzjährig Mai/Oktober Mai/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober Mai/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober Juni/Oktober In dieser Tabelle sind nur die ausgesprochenen Paßstrassen zusammengestellt. Zustand: gut — mittelgut (mgut) — sehr gut (sgut) — sohlecht (sohl.) Fahrbarkeit: leicht — mittelschwer (msch.) — schwieriger (schw.) 10 20 10 10 10 Die Oeffnung der Gotthardstrasse. Die Vereinigung Gotthardstrasse hat die diesjährige Freimachung der Strasse wiederum der unter dem Vorsitz von Hrn. Oberst Camenzind, Andermatt, stehenden technischen Kommission übertragen. Nachdem das Trasse schon frühzeitig zwecks rascherer Schneeschmelze mit Asche bestreut worden war, wurde anfangs Mai mit dem Ausschaufeln der Strasse, d. h. vorerst mit der Anbringung von Einschnitten begonnen. Der Arbeitertrupp wurde von anfänglich 30 Mann seit Mitte letzter Woche auf 60 erhöht. Bei den durch grosse Schneemassen bedingten umfangreichen Schneefreimachungsarbeiten hat sich die letzten Herbst von der technischen Kommission vorgenommene Massnahme, den Verlauf des Strassentrasses durch eingesetckte Stangen, die über den Schnee hinausragen, zu markieren, aufs beste bewährt, indem dadurch das Absuchen der Richtung der Strasse erheblich erleichtert worden ist. Mit dieser Woche soll die Oeffnung der Strasse durch Traktoren und Schneepflüge gefördert werden, um so den wichtigen Nordsüdübergang der Zentralalpen möglichst bald (21. Mai) öffnen zu können. V Gesetzgebung und Motorfahrzeugwesen. Ueber die Tätigkeit des eidg. Justiz- und Polizeidepartementes im Zusammenhang mit dem Motorfahrzeugwesen, orientiert der nachfolgende Auszug, welcher dem Bericht des Bundesrates über seine Geschäftsführung im Jahre 1934 entnommen ist: Die auf 30. September 1934 abgeschlossene eidgenössische Statistik über die in der Schweiz immatrikuliertenMotorfahrzeuge" weist folgende-Zahlen auf: Personenwagen Gesellschaftswagen Lastwagen usw. Motorräder 70,406 (1933: 66,394) 1,398 (1933: 1,304) ' 18,955 (1933: 18,366) 34,189 (1933: 31,235) Bundesgesetz über, den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr. Das Departement sah sich im Berichtsjahre neuerdings veranlagst, eine Anzahl Kreisschreiben übe.r die Auslegung verschiedener Bestimmungen der . eidgenössischen Automobilgesetzgebung an die Kantone und die interessierten Verbände zu richten, um eine einheitliche Anwendung der Vorschriften zu erzielen. Der Bundesrat hat durch seinen Beschluss vom 30. Oktober 1934 betreffend eine Uebergangsbestimmung zu Art. 3, Abs. 2, des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr festgelegt, dass die durch die Kantone vor dem 1. Januar 1933 veröffentlichten dauernden Beschränkungen im Sinne von Art. 3, Abs. 2, des Automobilgesetzes in Kraft bleiben, auch wenn sie nach dem 31. Dezember 1932 nicht bestätigt worden sind. Gegen diese Beschränkungen konnte innert 60 Tagen, ab 1. November 1934 an gerechnet, beim Bundesrat Beschwerde erhoben werden. Im Berichtsjahre sind beim Bundesrat 5 Beschwerden eingelangt, die sich unter Berufung auf Art. 3, Abs. 2, des Automobilgesetzes gegen kantonale Verkehrsbeschränküngen richteten. Aüsserdem waren noch 4 Fälle vom Vorjahre her pendent. Einen Rekurs hat der Bundesrat abgeschrieben, weil gegenstandslos geworden auf 4 Beschwerden wurde nicht eingetreten, weil eine Rekursmöglichkeit nicht vorlag 4 sind noch hängig. Nebst diesen 9 Rekursen hatte der Bundesrat noch 2 Beschwerden zu behandeln, von denen die eine die Sperrung einer Strasse forderte, währenddem die andere für eine Strasse weitergehende als die vom zuständigen Kanton verfügten Beschränkungen verlangte. Das erste Begehren ist abgewiesen worden das zweite ist noch hängig. Die Kantone haben der Polizeiabteilung 1594 (1933: 973) Entzüge von Führerausweisen und 290 (205) Aufhebungsverfügungen gemeldet. In 652 (484) Fällen — davon 238 (160) mit Unfall' — ist Angetrunkenheit als Entzugsgrund angegeben worden. In 172 (72) Fällen — davon 140 (40) mit Unfall — haben Geschwindigkeitsexzesse zum Entzug geführt. — Die Polizeiabteilung hat 770 (579) für länger als 3 Monate ausgesprochene Entzüge und 264 (174) Aufhebungen gemäss Art. 80, Abs. 2, der VollziehungsVerordnung an die Kantone weitergemeldet. 30 (16) Personen haben sich gestützt auf Art. 15, Abs. 3, des Automobilgesetzes wegen Entzugs des Führerausweises beim Departement beschwert. Auf einen Rekurs konnte aus formellen Gründen nicht eingetreten werden. 2 Beschwerden sind zurückgezogen und 21 abgewiesen worden, wobei in einem dauernden Entzugsfall eine Wiedererwägurigsmöglichkeit nach 4 Jahren offen gelassen wurde. In 2 Fällen wurde die Entzugsdauer herabgesetzt. 4 Gesuche sind noch hängig. Ferner musste ein Wiedererwägungsgesuch abgewiesen werden. Ausserd«m ist von einem Kanton Beschwerde erhoben worden, weil ein anderer Kanton den auf Antrag des erstem verfügten Entzug nachträglich zeitlich abgekürzt hat. Dieser Rekurs ist abgewiesen worden. Dur/h Bundesratsbeschluss vom 29. Juni 1934 über die Oeffnung bestimmter Strassen für Gesellschaftswagen bis zu 2.40 m Breite ist gestützt auf Die schweizerischen Paßstrassen. 10 3—4 i—5 10 10 10 4.2 3—4 4—8 4—5 4,8 4,8—6 4—5 3—4 4—5 4—5 3,5—5 4—6 7,2—8 4,2o Oeftnung Zus tand Fahrbarkeit gut gut - sgut gut mgut gut - gut — mgut gut gut sgut gut mgut gut gut gut mgut gut — leicht mschw. • leicht leicht mschw. mschw. mschw. — mschw. — gut — gut — leicht — leicht — leicht — mschw. — leicht — leicht — leicht — leicht — leicht gut — mschw. sgut — • leicht gut — mschw. gut — leicht Art. 24 des Automobilgesetzes eine neue, erweiterte Liste dieser Strassen herausgegeben worden. Am 26. März 1934 hat der Bundesrat in Ausführung von Art. 27, Abs. 2, des Automobilgesetzes einen Beschluss über die Hauptstrassen mit Vortrittsrecht erlassen. Die Vorarbeiten für die auf Grund von Art. 54 des Automobilgesetzes zu erlassende bundesrätliche Verordnung über die Haftpflichtversicherung der ausländischen Motorfahrzeughalter konnten noch nicht zu Ende geführt werden. Von der ihm in Art. 12, Abs. 5, der Voüziehungsverordnung eingeräumten Befugnis Gebrauch machend, hat das Departement zum Sammeln von Erfahrungen im Berichtsjahre einige weitere technische Vorrichtungen provisorisch zugelassen. Da es sich herausgestellt hat, dass gewisse Fahrzeuge, die mit motorischem Zug auf der Strasse befördert werden müssen, den für die Anhänger an schwere Lastwagen und an Traktoren geltenden Vorschriften von Art. 17 der Vollziehungsverordnung zum Automobilgesetz nicht -angepasst werden können, sah sich der Bundesrat genötigt, durch seinen Beschluss vom 17. Dezember ber 1934 für solche Spezialanhänger, wie Baumaschinen aller Art, Werkzeugkarren, Schaustellerund Möbelwagen, eine besondere Regelung zu treffen. Die eidgenössischen Räte haben durch Bundesbeschluss vom 15. März 1934 die bundesrätliche Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer genehmigt. Diese Verordnung ist am 1. Juli 1934 in Kraft getreten. Das Departement hatte sich mit 3 Beschwerden zu befassen, die auf Grund von Art. 8, Abs. 2, der •Verordnung)" über- die-Arbeits- und Ruhezeit * «fei, berufsmäßigen Motorfahrzeugführer eingereicht worden waren. Zwei derselben, die die Aufhebung von langfristigen kantonalen Nachtfahrbewilligungen an Früchtehändler forderten, sind gutgeheissen worden. Der dritte Rekurs, der sich gegen einen kantonalen Beschluss auf Verweigerung der nachgesuchten Nachtfahrbewilligung für Langholztransporte richtete, musste abgewiesen werden. Internationale Beziehungen. Im Berichtsjahr hat die Türkei (Unterscheidungszeichen TR) das internationale Abkommen vom 24. April 1926 über Kraftfahrzeugverkehr ratifiziert; Albanien (AL) ist ihm beigetreten. Spanien erklärte das Abkommen auf die spanische Zone von Marokko (ME) anwendbar. Ferner hat die britische Regierung beschlossen, das Abkommen auf folgende Gebtete anzuwenden: Trengganu (TW), Baeutoland (BL), Betchuanenland (BP) und Swasiland (SD). In Anbetracht des Umstandes, dass Deutschland auf Grund eines neuen Erlasses die vorübergehend im Deutschen Reich verkehrenden ausländischen privaten Pereonenkraftfahrzeuge (Motorwagen und Motorräder) nunmehr erst nach einem Aufenthalt von drei aufeinanderfolgenden Monaten der Kraftfahrzeugsteuer unterwirft, hat der Bundesrat am 24. Juli 1934 gestützt auf Art. 71, Abs. 3, des Automobilgesetzes in Abweichung von der schweizerisch-deutschen Vereinbarung vom 20. Juni 1928 beschlossen, dass di« im Deutschen Reich verkehrspolizeilich zugelassenen Motorräder und Motorwagen zur Personenbeförderung (einschliesslich die Taxi und Gesellschaftswagen), die zum vorübergehenden Aufenthalt in die Schweiz kommen, auch erst nach einem ununterbrochenen Aufenthalt von drei Monaten besteuert werden dürfen. Zwischen der Schweiz und Oesteireich ist durch Notenaustausch eine Vereinbarung über den gegenseitigen Verzicht auf die internationalen Ausweise zustande ^gekommen. Mit Wirkung ab 1. Juni 1934 werden die Führer der im einen Lande immatrikulierten Motorfahrzeuge. die vorübergehend im andern Lande verkehren, auf Grund ihrer nationalen Ausweise für Fahrzeug und Führer zum Grenzübertritt zugelassen, sofern das Fahrzeug mit den nationalen Polizeischildern und dem internationalen Unterscheidungszeichen (CH für die Schweiz und A für Oesterreich) versehen ist. Diese Regelung bezieht eich auch auf die der allgemeinen Benützung zugänglichen Betriebe zur gemeinsamen Personenbeförderung, nicht aber auf den Betrieb von Kraftfahrlinien zur Güterbeförderung. Das internationale Abkommen vom 30. März 1931 über die Besteuerimg der ausländischen Kraftfahrzeuge ist im Berichtsjahre von den Niederlanden (auch anwendbar auf Niederländisch-Indien, Surinam und Curacao) und Polen ratifiziert worden. Ferner ist ihm Finnland beigetreten. — Der Bundesrat hat mit Botschaft vom 15. Juni 1934 das Abkommen der Bundesversammlung zur Genehmigung unterbreitet. Durch Bundesbeschluss yom 19. September 1934 ist der Bundesrat zur Ratifikation ermächtigt worden. Diese ist am 19. Oktober 1934 erfolgt. Das Abkommen wird am 19. April 1935 für die Schweiz in Kraft treten. — Es sind vom Departement Schritte unternommen worden, um von den Vertragsstaaten den gegenseitigen Verzicht auf das internationale Steuerheft zu erreichen. Das internationale Abkommen vom 30. März 1931 über die Vereinheitlichung der Wegezeichen ist am 16. Juli 1934 in Kraft getreten. Es ist big- her von folgenden Staaten ratifiziert worden: Frankreich, Italien, die Niederlande (mit Surinam und Curacao), Polen und Spanien. Ferner sind ihm Monaco und Portugal beigetreten. — Mit Botschaft vom 15. Juni 1934 hat der Bundesrat das vorgenannte Abkommen der Bundesversammlung zur Genehmigung unterbreitet. Durch Bundesbeschluss vom 27. September 1934 ist der Bundesrat zur Ratifikation ermächtigt worden. Die Ratifikationsurkunde ist am 19. Oktober 1934 beim Generalsekretär des Völkerbundes hinterlegt worden, so dass das Abkommen am 19. April 1935 auch für die Schweiz wirksam werden wird. Auf Empfehlung des für das Studium der Signalisierung der Niveauübergänge eingesetzten Völkerbundsausschusses hin sah sich der Bundesrat genötigt, durch seinen Beschluss vom 23. November 1934 eine Abänderung von Art. 9, Abs. 2 und 3, der Verordnung vom 17. Oktober" 1932 über die Strassensignalisation zu verfügen, in dem Sinne, das die mit optischer und akustischer Signalisierung versehenen Niveauübergänge inskünftig als unbewachte Bahnübergänge zu gelten haben und mit dem entsprechenden Signal zu kennzeichnen sind. T. C. S- Professor Delaquis wird an den Sitzungen des Internationalen Instituts zu Rom für die Vereinheitlichung des Privatrechts teilnehmen. Bei Zusammensetzung des Komitees, welches sich am 27. Mai in Rom mit der internationalen Regelung der Haftpflicht der Automobilisten befassen wird, hat der Völkerbund Herrn Delaquis, Professor an deT Universität Genf und Direktor des Touring-Glub der Schweiz (T.C.S.) um seine Mitarbeit ersucht Professor Delaquis wird im Internationalen Institut zu Rom auch die «Alliance Internationale de Tourisme» (A.IX) vertreten, die Touring-Glubs der ganzen Welt umfasst. Autosektion Aargau Einladung zur Radio-Peilfahrt am 26. Mai 1935, 13.30 Uhr. Unsere Sektion führt in Verbindung mit dem Radio-Club Lenzburg und Umgebung und dessen befreundeten Sektionen eine Radio-Peilfahrt durch. Die Teilnehmer besammeln sich um 13.30 Uhr auf dem Kronenplatz in Lenzburg. Der Start findet um 14.00 Uhr statt. Nach Abschluss der Konkurrenz besammeln sich die 1 Teilnehmer und Gäste im Restaurant «Salmen» (Clublokal) in Aarau, woselbst die Preisverteilung stattfindet. Nachher gemütliche Vereinigung. ' An einem geheimgehaltenen Ort des Kantons Aargau wird ein Radiosender aufgestellt, der während der Veranstaltung auf dem 80-m-Wellenband ununterbrochen bestimmte Zeichen sendet. Aufgabe der aus einem Radio-Peilmann und einem Auto- Führer mit Wagen zusammengesetzten Equipe ist es, den Standort des Senders ausfindig zu machen. Der Peiler sucht mit seinem Empfangsgerät die Strahlrichtung des Senders festzustellen und erteilt dem Wagenführer seine Direktiven. Die Aufgabe des Wagenführers besteht darin, den vom Peiler bezeichneten Ort auf dem kürzesten Wege und unter strenger Beobachtung der Verkehrsvorschriften zu erreichen. Diejenige Equipe, die den Sender zuerst ausfindig macht, erhält den ersten Preis, wobei der Peiler und der Wagenführer in gleicher Weise bedacht werden. Autoführer und Peiler mit der zweitbesten 1 Zeit erhalten zweite Preise usw. Für die zehn besteh Resultate sind Preise im Gesamtwerte von ca. Fr. 300. -r- ausgesetzt. Gleichzeitig mit der Anmeldung zur Teilnahme ist das Nenngeld von Fr. 5. — auf das Postscheckkonto VI2000 des Radio-Klub Lenzburg und Umgebung einzubezahlen. Meldungsschluss: 2 2. Mai 1935. Bei Verhinderung an der Teilnahme wird das Nenngeld nicht zurückvergütet. Bis jetzt sind 15 Peiler durch die Radio-Clubs angemeldet. Die Teilnahme für Autoführer ist somit beschränkt. Berücksichtigt werden diejenigen Anmeldungen, die zuerst eintreffen. Es ist den Mitgliedern freigestellt, von sich aus Peiler mit Empfangsgeräten mitzubringen. Zur Erlangung von bezüglichen Adressen wende man «sich an den Radio-Club des nächstgelegenen Ortes. Das Reglement für die Peilfahrt kann beim Office des TCS in Lenzburg (ab 15. Mai in Aarau, Postgebäude, II. Stock) bezogen werden. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Zur Durchführung der Hauptprobeübung, nächsten Sonntag, den 19. Mai, benötigt der Radio-Club ca. 14 Wagen. Wir bitten unsere werten Mitglieder höflich, sich mit ihren Wagen dazu zur Verfügung zu stellen und sich hierzu unserem Präsidenten der Sportkommission, Herrn Fritz Zumkeller, Architekt in Brugg, Telephon 434, anzumelden. Besammlung zu dieser Hauptübung 14.00 Uhr beim Restaurant « Central » in Lenzburg. Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell GRUPPE APPENZELL-AUSSERRHODEN. Es diene unsern Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, dass das an der Hauptversammlung neu gewählte Kommissionsmitglied, Herr Hans Tanner, Buchenstrasse, Herisau, das Aktuariat übernommen hat. Alfred Schachtler in Herisau ist nach mehrjähriger Tätigkeit zurückgetreten. Es sei ihm an dieser Stelle nochmals der herzlichste Dank ausgesprochen für die wertvolle Arbeit, die er der Gruppe geleistet hat. In den nächsten Tagen wird ein Einladungszirkular an alle Mitglieder versandt werden, worin wir zur Einladung am Auffahrtstag nach dem « Schneggen » bei Buchs auffordern. Diese Ausfährt wird mit der befreundeten Gruppe Appenzell I.-Rh. und St Galler Oberland durchgeführt werden. Für fröhliche Unterhaltung wird bestens gesorgt sein und erwarten wir recht zahlreiche Beteiligung. Durch die Auto-Revue haben Sie bereits vernommen, dass die Gruppenbeitrag von Fr. 1.— auf Fr. 2.— erhöht werden musste. Nach den bisherigen Erfahrungen ist mit einem Franken Beitrag einfach nicht auszukommen. Wir hoffen daher gerne, dass Sie uns den zweiten Franken nicht vorenthalten werden, um so mehr, als die Kommission im Interesse eines jeden Einzelnen handelt. Unser Kassier wird in den nächsten Tagen die Nachnahmen zur Post geben und wir bitten um freundliche Einlösung. Die Gruppen St. Gallen-Stadt und Toggenburg haben einen Beitrag von Fr. 3.—. Sie sehen also, wir sind immer noch billiger. An der letzten Kommissionssitzung wurde heschlössen, eventuell mit dem A. C. S. an die Schulbehörden zu gelangen, ob es nicht möglich wäre, durch die Schule die Kinder auf die Gefahren der Strasse aufmerksam zu machen. In andern Kantonen wurden bereits spezielle Unterrichtsstunden mit praktischer Ausführung eingeführt, die sehr gute Resultate zeitigen. Wir hoffen gerne, dass es uns gelingen werde, etwas Aehnliches zu schaffen unter Anpassung an unsere Verhältnisse. Die Gruppe Appenzell A.-Rh. hat letzte Woche einen wunderbaren Film im Kapitol aufführen lassen, betitelt: Der gelbe Kreuzzue- Ueberall, wo er aufgeführt wurde, konnte.man ein volles Haus verzeichnen. Leider aber war" unser Besuch so schwach, dass ein namhaftes Defizit zu verzeichnen ist. Trotz des kleinen Eintrittsgeldes von Fr. 1.— fehlten unsere Mitglieder. Wir müssen uns wirklich fragen, sollen noch weitere solche Veranstaltungen durchgeführt werden? Autosektion Waldstätti Film-Abend. Nächsten Dienstag, den 14. Mai 1935, 20.15 Uhr, wird im Hotel Monopol, Luzern, ein äuseerst interessanter Film über die Autofabrikation, vom Rohmaterial bis zum fertigen Fahrzeug, sowie ein TCS-Film über die Gefahren der Strasse gezeigt Der Vorstand erwartet zahlreichen Besuch. Freunde und Bekannte sind ebenfalls herzlich willkommen. Au C. S. SEKTION ZÜRICH. Nachdem die Abstimmung für das neue kantonale Verkehrsgesetz auf den 2. Juni angesetzt ist, will der Vorstand durch Abhaltung einer ausserordentlichen Generalversammlung Dienstag den 21. Mai, 18 Uhr, im Hotel « St. Gotthard » in Zürich, den Mitgliedern Gelegenheit geben, zur Gesetzesvorlage Stellung zu nehmen. Die Mitglieder werden an Hand eines Referates über die wichtigeren Gesetzesvorschriften orientiert. Die anschliessende Diskussion wird der freien Meinungsäusserung dienen. Für den 25./26. Mai ist ein Besuch des Auto* mobile-Club d'AIsace angekündigt, während sich die Damenmitglieder am 23. Mai zu einer Fahrt nach Schönenwerd zwecks Besuch der dortigen Schuhfabrik Bally rüsten. Für den Monat Juni stehen auf dem Programm die Auslandsfahrt nach den Loire-Schlössern, Paris und dem ehemaligen französischen Kriegsgebiet vom 15./26. Juni, eine Autavia von Dübendorf aus und eine Aelpler-Chilbi im Schnurberg bei Turbcnthal. Die Damenveranstaltung vom 5. Mai war dem Besuch des Tier- und Vogelreservates im' Gossauerriet gewidmet. Schon früh morgens 3 Uhr machte man sich auf den Weg, um unter kundiger Führung einen Blick in dieses so interessante Tierleben zu werfen und einmal das Erwachen der Natur und ihrer Bewohner mitzulauschen. Es gab viel Neues, Unbekanntes zu bestaunen. Zum Schluss fand man sich zu einem sonntäglichen Z'Morgen auf der schönen Aussichtswarte des Pfannenstiels. Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Monatsversammlung vom 2. Mal 1935. Der Vorsitzende eröffnet die gutbesuchte Zusammenkunft um 20.30 Uhr. Das Protokoll der ApriUVersammlung wurde verlesen und genehmigt. Unter Mutationen sind an Neuaufnahmen zu verzeichnen: Karl Gerster und Rudolf Maag. Einstimmig wurde der Ausschluss von Hans Mathys bestätigt. Beim Traktanduni Verkehrsfragen sind einige sehr wichtige Probleme zur Sprache gekommen. Allgemein wurde der Umbau Moserstrasse-Goldsteinstrasse, welcher für den Verkehr von grossem Vorteil ist, begrüsst Nach reger Diskussion wurde als neues Stammlokal Rest, FeK senkeller an der Bachstrasse einstimmig erkoren. Die diesjährige Herrenfahrt findet Sonntag, den 2. Juni statt, verbunden mit einer Besichtigung der Schuhfabrik Henke & Cie. in Stein a. Rhein. Der Anmeldebog^n zu dieser Fahrt liegt im Stammlokal auf. Aus der kant.-bern. Strassenverkehrs-Liga. Der Vorstand der kant.-bern. Strassenverkehrs-Liga hielt kürzlich eine Sitzung ab, .an welcher über den in der Ortsgruppe Biel gehaltenen erfolgreichen. Vortrag über die Motorfahrzeugsteuern orientiert wurde. In nächster Zeit soll in Thün, Burgdorf und Langenthai in den interessierten Kreisen über das gleiche Thema referiert und anschliessend sollen auch in diesen Ortschaften Ortsgruppen gegründet werden. Nach einer regen Diskussion über die Motorfahrzeugsteuern- und Gebührenfrage wurde ein Mitglied der ausserparlamentarischen Verkehrskommission beauftragt, vom kantonalen Polizeidirektor über die Frage des Nachfolgers des Chefs des kantonalen Strassenverkehrsamtes, sowie über den Stand der Beratungen für die Revision des" Motorfahrzeuggesetzes Auskunft zu verlangen. Das weitere Vorgehen der kant.-bern. Strassenverkehrs-Liga wird sich nach den erhaltenen Auskünften richten. (Mitg.) Zürcher kantonalt Strassenverkthrsliga. Nachdem die Abstimmung über das neue kantonale Verkehrsgesetz demnächst bevorsteht, wird die Ligader Strassenverkehrsinteressenten des Kantons Zürich im Laufe der kommenden Woche eine Generalversammlung abhalten, um deren Stellungnahme zur Gesetzesvorlage festzulegen.- Bei dieser Gelegenheit dürfte auch das neue Statut für die Strassenverkehrsliga, sowie andere wichtige Verkehrsfragen, wie Abhaltung einer Verkehrswoche, Massnahiöen zwecks Unfallverhütung etc., zur Sprache gelangen. Soweit sich die Situation bezüglich der Vorlage für das neue Verkehrsgesetz übersehen lässt, dürfte eine einmütige Stellungnahme der zürcherischen Verkehrsinteressentenverbände wohl zu erwarten sein. Veranstaltungen. Nicht genehmigte Veranstaltung. Das Organisationskomitee des Genfer Salons teilt den Ausstellern in einem Zirkular mit, dass die Beteiligung an der LIGA-Ausstellüng in Zollikofen-Bern vom 31. August bis 30 September und insbesondere in der dort vorgesehenen Abteilung «Sport, Verkehr und Touristik» durch die schweizerisch? Syndikalkammer nicht genehmigt wird. Aussteller, die Sich an. diesen Beschluss nicht halten würden, hätten die vorgesehenen Sanktionen zu eewärtifen. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchl, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon 3er Redaktion. 28 222 (Hallwal) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.