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E_1935_Zeitung_Nr.042

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 42 ÄMRISWIL KARL DIETHELM BIEL T

aard-Umformergruppe. Die beiden Geblase sind ste Zeit, dass disziplinierter gefahren wird und dass überdies zwecks gleicher Förderleistung mechanisch die Autamobiiverbände bei der Polizei das Nötige synchronisiert. veranlassen, dass ^die'" Kurvenschneider von der Vor dem düsenartig eingeführten Strahlquerischnitt 2ur Aufnahme des Modells befindet sich ein Kurvenvorfahrer, denn da gibt's kein Entrinnen vor Strasse verschwinden!' GefKhrltcher; Bind / noch die Luftströmungsgleichriehter. Das zu untersuchende einem Zusammenstoss mehr! Im Blatte Nr. 39 der Modell ist an hochbeanspruchten Stahldrähten (Fettigkeit 8000 kg/cm B ü) von nur 0,5 bis 1,5 mm Stärke delt, wonach aus Rücksichtslosigkeit-ein Hund über- « Automobil-Revue » wird eine Anfrage 506 behan- to aufgehängt, dass s. B. bei einem Flügelmodell der fahren worden ist, den ein Automobilist auf 40 m Auftrieb des anfallenden Luftströmes nach unten gesehen habe und auch Platz zum Ausweichen ge- hätte. Solche Rohlinge, die einen Hund kalt- gerichtet ist, d. h. das Modell « hangt auf demhabt Bücken >. Man macht dies deshalb, weil man auf blütig überfahren, sind auch meist identisch mit diese Weise am leichtesten die auf das Modell wir* vorher geschilderten Strassenflegein. Die müssen kenden Luftkräfte, die bei einem Staudruck von 300 durch bitters Strafen zum Anstand erzogen werden!. : H.L. kf/m ä in der Gröasenordnung von etwa 150 kg auftreten, messen kann. Dazu sind in einfacher Weise die Stahldrähte, an denen das Modell hängt, ihrerseits an Waagen aufgehängt, d. h. über leichte Hol- Artikel in,einer letzten «Automobil-Revue» betreff Zum Autoverlad in Airolo. Im Anschluss an den len (aus Elektron) an Zeigerwaagen angeschlossen) Geldmache'rei beim Einlad von Automobilen In Alrolo möchte bemerken, daes das lukrative Geschäft an denen man unmittelbar die auf das Modell ausglühten Kräfte bestimmen kann. .Eine Sichtbarmachung des Luftströmungsverlaufes am Modell ist dem der dienstbare Geist: eine mit dem Abzeichen schwerlich einem Privatunternehmen zufliesst, in- vorläufig nicht vorgesehen, wird aber später in die eines Automobilverbandes bezeichnete Mütze trägt, Versuche einbezögen werden. seine Hilfe beim Verladen den Mitgliedern des betreffenden Clubs gratis zur Verfügung «teilt, von Neben diesem c grossen Wiüdkaiial» gibt es noch einen kleineren. Dieser arbeitet mit so ungeheuren allen andern Fahrern für: die kleine' Dienstleistung Windgeschwindigkeiten wie 250 m/seo (vergleichsweise hat der grosse Windkanal 94,5 m/sec = Fr. 1 verlangt, einelQuitfung für den Wagen aus- 340 km/h Windgeschwindigkeit im Maximum) bis auf «Ueber*Schallgeschwindigkeit», -weshalb dieser Windkanal auch « Ueberschallanlage > heisst. Dazu Ist allerdings als Wesentlichstes zu bemerken, das? diese Geschwindigkeiten im luftverdünnten Raum' verwirklicht werden, indem man die Anlage ,aui 0,15 ata evakuiert. Man erreicht mit dieien Geschwindigkeiten die Verhältnisse an äusserst rasch umlaufenden Propellerspitzen (grosse Umfangsgeschwindigkeit!), an Geschossen, Raketen etc. Das lSgtufige Achsialgebläse von BBC benötigt für diese Luftgeschwindigkeiten ÖOO PS bei 3900 Uml./min, angetrieben durch einen Elektromotor über ein Getriebe mit einer Uebertetzung von 1:3 ins Schnelle! Natürlich muss die vom Gebläse geförderte Luft in einem besonderen Kühler heruntergekühlt werden. Auch für den Automobilisten hat dieses aerodynamische Forschungsinstitut grögste Bedeutung, hilft e* doch, durch zweckmässige Karosseriefestal-, tung Leistung und damit Betriebsstoff, tjso unmittelbar Geld zu sparen. Es bleibt nur zu wünschen, dass man im Karosseriebau endlich t Schein und Mode» verläsgt und nach dem Gesichtspunkt « stromlinienförmiger Zweckmassigkeit» baut, denn leider kann man ja am Auto auf « das störende RollzeuB» nicht verzichten. Dipl. Ing. R. Meyer. Kampf dem Verkehrsamt*. Am 21. Mai hielt die Sektion Zürich des A. G. S. eine auseerordentliche Generalversammlung ab, um zum kant. Verkehrsgesetz, das am 2. Juni der Volksabstimmung unterbreitet wird, Stellung zu beziehen. Das orientierende Referat hielt Dr. Hasler, der über die Entwicklung dieser Vorlage referierte und darlegte, wie das ursprüngliche Gesetz für die Automobilisten unannehmbar gewesen sei, dass nachträglich aber eine Reihe von Begehren seitens der Automobilisten berücksichtigt worden sind. Es betrifft dies vor allem die Möglichkeit, Wettfahren für Automobile zu ver-„ anstalten, während die Beitragspflicht von Restaurants, Garagen, Warenhäusern, Strandbädern etc. für die Beschaffung von Parkplätzen gestrichen wurde. Im weitern konnte die Verwendung von Automobilgebühren auf die Strassen erster Klasse beschränkt werden. Als weiterer Erfolg darf die Reduktion der Gebühr für Erneuerung des Führerausweises von 10 auf 5 Fr. angesehen werden. Dagegen haben zwei Hauptforderungen für Automobilisten keine Berücksichtigung gefunden, und zwar die Ermässigung der Steuern und die Einvernahme des Fahrers vor dem Entzug der FahrbewiJligung. Laut Antrag des Vorstandes beschloss die Versammlung, das Gesetz zu verwerfen, ohne eine offizielle Parole auszugeben. Die Kant. Vcrkehrsliga •wird demnächst ebenfalls zur Vorlage Stellung nehmen. jlkus 42 - 1935 ÄUTOMOBIU-REVUE 11 «he» Noifixen a« fti«»JKee»i l*ra Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Undisilplfnlirtts Autofahren. Täglich passieren viele schwere Automobilunfälle, aber man muss sich oft wundern, wenn ce nicht noch viel mehr Katastrophen gibt. Man fragt sich immer, was wohl die Hauptursache der Unfälle sein mag. Viele glauben die übersetzte Geschwindigkeit, doch neinl Wer heute einmal intensiv den Verkehr beobachtet, der wird den Fehler bald finden. Es ist die Disziplinlosigkeit und furchtbare Gleichgültigkeit einzelner Autofahrer. Und leider trifft man heute auf der Landstrasse immer wieder solche gewissenlose Draufgänger, denen Leben und Gut anderer nicht« gilt. So muss ich als langjähriger Automobilist feststellen, dass es heute auf der Strasse manchmal bedenklich zugeht. Man will das Hupen abschaffen, und ich muss sagen, dass das Hupen wahrlich oft noch die letzte Möglichkeit ist, um sich vor ZusammenstSssen zu sichern. Planlos sausen manche durchs Land, sie schneiden mit Wonne alle Kurven, trotz grossem Verkehr, sie fahren systematisch in den Kurven vor, also sie beachten nicht die-elementarsten Regeln des Verkehrs. So beobachtete ich an einem der letzten Sonntage, dass auf der Strecke von Zürich nach Richterswil um starke Kurven nicht weniger als neun Autos andern vorgefahren lind, und zwar solchen, die selbst schnell genug rund 30 Anmeldungen zur Teilnahme an der automobilistischen Konkurrenz eingetroffen, abgesehen von den obligaten Nachmeldungen, die in der Regel noch in den letzten Tagen einlaufen. Ein gleiches fuhren. Zufällig kam gerade kein Auto von dererfreuliches Interesse ist für den Ballonflug als andern Seite, sonst wäre ein Zusammenstoss nicht Passagier festzustellen. Ueber die Veranstaltung zu verhindern gewesen. Und solches Kurvenvorfahren und Kurvenschneiden kann man jeden Tag viele Male beobachten. Diese unverbesserlichen Wildlinge gefährden dauernd das Leben und Gut anderer. Würde jeder korrekt fahren, strikte rechts und immer erst vorfahren, wenn die Strasse sehr gut übersichtlich ist, so würde die Geschwindigkeit keine Rolle spielen. Geschwindigkeitsbegrenzungen haben keinen Zweck, wenn Autos In Kurven mit z. B. 40 km Tempo doch zusammenstossen. Es ist höchste Zeit,.dass die Behörden mit andern Mitteln vorgehen. Es heisst das Verantwortungsgefühl gegenüber dem Nächsten erziehen. Unzählige Polizeistreifen auf Motorrädern gehören auf die Strasse, und Fehlbare müssen rigoros unschädlich gemacht werden. Bei Vorfahren in Kurven (das hat der Eiligste nicht notwendig) wäre sofort die Fahrbewilligunj auf sechs Monate zu entziehen, eine gesalzene Busse aufzubrummen und Beschlagnahme des Fahrzeuges auf der Stelle. Ich wäre sicher, dass wenn nur dieser eine Paragraph eingeführt würde, die Unfälle sofort enorm abnehmen würden. Automobilisten, achtet Euch einmal alle selbst, ob Ihr nicht •ehr oft solche Kurveawüstlinge seht! Es ist höch- stellt, die von.der Bahh anerkannt .und gegen einen eigentlichen bahnamtlfchen Empfangsschein ausgetauscht wird: — Wemldia nicht unbedeutenden Beträge zufliessen, bringt hoffentlich zuhanden der .vielen geschädigten Fairer.Ihr Blatt in Erfahrung. ' \. ' ",/F.L.inZ. T, €. S- Der Touring-Club tftr Schweiz trägt*ui< Freimachung ' du Slmplon-Passes bei. Die mächtigen Sehneenrassen, die im Laufe dieses Winters in den Hochalpen niedergingen, versperren jetzt noch die metoten Uebergänge und hemmen den internationalen Tourismus. Der T. C.S., den dieser allzu lang währende Zustand beschäftigt) hat beschlossen, sieh zusammen mit seiner Sektion «Wallis> an .den Aufräumungs-Arbeiten 'am Simplon zu beteiligen und die Bemühungen der Behörden, denen die Freimachung dieses unbedingt wichtigsten Alpenpasses obliegt, finanziell zu unterstützen, damit die Wiedereröffnung sobald als .möglich erfolgen kann. Wir sind überzeugt, d&ßs: die Automobilisten diese Nachricht freudig bigrüsaon werden. Autosektion Airgau Wir machen unsere werten Clubmitglieder nochmals darauf aufmerksam, dass nächsten Sonntag, den 26. Mai 1935 .erstmals mit dem Radioclub Lenzburg und Umgebung eine Radiopellfahrt ausgeführt wird. Leider Bind Mr diäse interessante Veranstaltung diesesmal nur 14 Peilgeräte ,z,ur Verfügung, so dass die Veranstaltung eomitt nur von 14 Automobilisten unserer Sektion mitgemacht werden kann. Diejenigen Clubmitglieder, welche für diese sehr Interessante Veranstaltung Interesse haben, infolge der wenigen Peilgeräte jedoch nicht daran teilnehmen können, eind eingeladen, gleichwohl' am Sammelplatz zu erscheinen und die Veranstaltung als Schlachtenbummler zu verfolgen. > 13-.30 Uhr: Besammlung der Teilnehmer auf dem Kronenplatz in Lenzburg. Start punkt 14 Uhr. Schluss der Konkurrenz: 17-- Uhr. , , - *' Nach Schluss der Konkurrenz besammeln sich die Konkurrenten wie auch die Schlachtenbummler zur Preisverteilung in unserem Stammlokal Rest. Salmen in Aarau. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. . • Gleichzeitig machen wir unsere Clubmitglleder darauf aufmerksam,- dass Samstag, den 1. Juni 1935 unsere Generalversammlung stattfindet, 20.15 Uhr, Rest. Kreuz in Suhr. Wir möchten Sie höf-. lieh ersuchen, sich heute schon diesen Abend zu reservieren und recht zahlreich daran teilzunehmen. Der Vorstand. Autostktlon St. Dallen-Appenzell Exkursion In die Pallas-Pneufabrlk Pfäfflkon (Zeh.). Besammlung der Teilnehmer: Montag, 27. Mai, mittags Ml Uhr,, beim Hotel «Schwanen» in Wil. Abfahrt nach Pfäfflkon punkt 1 Uhr. Zur Besichtigung des Fabriketablissement der Firma AG. R. & E. Huber, Draht-, Kabel- und Gummiwerke in Pfiffikon (Zürich)- laden wir die Mitglieder unserer Sektion freundlich ein. Der Werdegang des Schweizerpneus «Pallas» dürfte eicher allseitig interessieren. Wir erwarten zahlreiche Beteiligung und zeichnen mit T.C.S.-Gruss! Der Vorstand. A. C. S. SEKTION BERN. Für die Ballonfuchsjagd mit Automobil-Verfolgung, welche am kommenden Sonntag, den 26. Mai 1935, ab Gaswerk Bern stattfindet und zu welcher der Berner Aero-Club und die Sektion Bern des A.C.S. gemeinsam einladen, liegen zur Stunde 4 endgültige Meldungen von bewährten schweizerischen' Ballonführern vor. Beim Sekretariat des A.C.S. sind in der gleichen Zeit selber sei hier nochmals das Programm wiederholt; 9.00:: Besammlung der Teilnehmer auf dem Areal des Gaswerks Bern. 10.30: Start de* Fuchsballons. Die Verfolger-Ballone starten einzeln in Zwischenräumen von je 10 Minuten. 15.00 : Letzter Landungstermin des Fuchsballom. 15.30: Letzter Lendungitermin der verfolgenden Ballone. 21.00: Schlüssakt mit Preisverteilung Im Botel Bellevue Palace Bern. Das Sektionseekretariat nimmt bis auf weiteres, längstens aber bis 25. V., .18 Uhr, Nachmeldungen für die automobilistische Konkurrenz zum Nenn« geld von Fr. lö.— entgegen. Angehörige und deren Kinder sind zur immer interessanten 'Gasfüllung sowie zum Abfluge der Ballone freundlich eingeladen, die Jugend dürfte am Kinderballon-Wettbewerb mit 700 Ballonen ihre helle Freude haben. Bei zweifelhaftem Wetter kann am Sonntagmorgen ab 7 Uhr durch Telephon No. 11 (Bern) bestimmte Auskunft über die Durchführung des Anlasses eingeholt weiden. h. Cm t At» J« STRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB DER SCHWEIZ WUtmn Atuküntfr durch T.C.S. OHIcnGant Ul. *»U4 Zürich Tal. ?2#4S Hoth Beichlotsenen PassabergängeaangetührtenZahlen geben das voraussichtliche Datumder Öffnung an. V« CHAUFFEUR CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsversammlung. Samstag, den 25. Mai 1935, 20 Uhr, im Clublokal Weissea Schleus. Da während den Sommermonaten die Versammlungen ausfallen, so möchten wir alle unsere Mitglieder ersuchen, sich recht zahlreich an dieser letzten Zusammenkunft zu beteiligen. Der für den 19. Mai geplante Ausflug musste der ungünstigen Witterung wegen verschoben werden und ist nun auf den 2. Juni anberaumt worden. Meldeschluss zur Beteiligung: 80. Mai. Die Ausfahrt wird jedoch nur bei schöner Witterung durchseführt. A. B. Amflidie Mitteilungen Verschärfte polizeiliche Kontrolle im Strassenverkehr. In den ersten drei Monaten des Jahres war der motorisierte Strassenverkehr stark vermindert. Ein grosser Prozentsatz der Motorfahrzeugführer — im Kanton Bern 60 bis 65 Prozent — hatten ihre Fahrzeuge ausser Verkehr gesetzt. Mit dieser Verminderung des StrassenverkeTirs verringerten sich auch die monatlichen Unfallziffern um mehr als die Hälfta. * Mit Beginn der Fahrsaison haben die Strassenyerkehrsunfälle wiederum ganz erheblich zugenommen. Schon der Monat April brachte in der Stadt Bern 75 polizeilich festgestellte Unfälle, wobei eine Person getötet und 40 Personen verletzt - wurden, während die übrigen Unfallereignisse mit Sachschäden abliefen. Mit ganz wenigen Ausnahmen mussten diese Fälle zur strafrechtlichen Beurteilung überwiesen werden, um die ihnen zugrunde liegenden Verstösse gegen die Verkehrsvorschriften zu ahnden, die- fast durchwegs die Ursache der Verkehrsunfälle sind. Naturgemäss bringt der dichtere Fahrzeugverkehr vermehrte Unfallgefahren. Auch mag die monatelange Unterbrechung im Führen von Motorfahrzeugen der Fahrtüchtifkeit und Gewandtheit im Strassenverkehr etwelchen Abbru&h getan haben. Allein, es zeigte sich den mit der Unfallboarbeitung betrauten Polizeiorganen besonders deutlich, dass oft eine geradezu grenzenlose Sorglosigkeit, mangelndes Verantwortlichkeitsgefühl oder gar Unkenntnis der elementaren Fahrregeln viele Fahrer kennzeichnet. Dies, gilt sowohl für die Fahrweise wie für die betriebssichere Instandhaltung der'Fahrzeuge. Mehr denn zwei Jahre wird das geltende Bundesgesetz gehandhabt, und nachdem was von verkehrsinteressierten Stellen in -Wort und Schrift alles getan worden ist, sollte eigentlich die Verkehrsdisziplin unter den Strässenbenützern längst breiteren Boden gefasst haben. Unablässig hat namentlich auch die Verkehrspolizei vorbeugend, belehrend und verwarnend gewirkt, doch gibt es eine gewisse Kategorie von Strässenbenützern, die gleichgültig über alle wohlmeinenden Ermahnungen hinweggehen oder sich sehr bald betroffen fühlen, was nicht selten zu unliebsamen Anständen führt. Diese Unbelehrbaren zu erfassen, hat sich die Verkehrspolizei zur besonderen Aufgabe gemacht. In letzter Zeit werden polizeilich konstatierte Verstösse im Strassenverkehr konsequent dem Stralrichter überwiesen. Die nun motorisierte und. damit beweglicher gewordene Verkehrspolizei rückt je nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen aus, um in mannigfacher Art den Strassenverkehr zu überwachen und zu kontrollieren. Diese fliegende Kontrolle, zu jeden Tages- und Nachtzeiten eingesetzt, taucht bald an dieser und bald an jener Stelle auf und wechselt je nach den Umständen Ort und Art ihrer Tätigkeit, so dass der Fahrer nie wissen kann, wo, wann und auf was er kontrolliert wird. Im Monat April sind die Motorradpatrouillen vorwiegend dazu eingesetzt worden, die Fahrzeuge auf ihre Betriebssicherheit, die Führer auf Fahrausweise und deren Gültigkeit, die Berufschauffeure auf das Arbeitszeitheft u. a. m. eingehend zu prüfen. Die unzählig festgestellten Mängel und Verstösse sind nicht nur strafrechtlich zur Ahndung gebracht worden, sondern es wird zugleich auf administrativem Wege dafür gesorgt, dass unverzüglich Abhilfe geschieht. Diese Tätigkeit bildet sicherlich auch ein gutes Stück Unfallverhütung, sind doch die Unfälle nicht selten, da Betriebsunsicherheit von Fahrzeugen, Fahren durch Unbefugte, Uebermüdung berufsmässiger Chauffeure oder Angetrunkenheit voü Fahrern die direkte Ursache bilden oder doch wesentlich mitbestimmend sind. Vorwiegend als Unfallursachen kommen allerdings die "vielen Verfehlungen-gegen"-die gesetzlichen Fahrregeln in Betracht: Den Verhältnissen nicht angepasstes, zu schnelles Fahren, Ausserachtlassen des Vortrittsrechtes von rechts, unvorsichtiges Ueberholen, Schneiden von Biegungen, Rücksichtslosigkeit bei Fussgängerstreiien und Strassanbahnhaltestellen, Abbiegen nach links vor entgegenkommenden Fahrzeugen, Untertanen oder Misiachton von Ver- bTiraw LEGENDE: Cnehhasene Strasaen -Wm- Nur mit Ketten befahrbar • Ullllllll Cttahbahnverlade-Statlon * . Ketten-Dienst T.CS. A kehrszeicheri usw. Die bisher bei Verwarnungen sehr oft geltend gemachte Meinung, solange kein Schadenereignis vorkomme, seien solche Fahrfehler nicht von besonderem Belang und mindestens nicht strafwürdig, kann die Verkehrspolizei niemals teilen. Si» ist in letzter Zeit denn auch vermehrt dazu übergegangen, an geeigneten Verkohrsstellen den Fahrverkehr diskret zu beobachten und die wahrgenommenen Verfehlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Die Geschwindigkeitskontrollen werden nicht nur auf zahlenmässig vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeiten einzelner Motorfehrzeugkategorien ausgeübt, sondern iür alle Fahrzeuge, unter Berücksichtigung der Strassen-, Witterungs-, Sichtund andern massgebenden Verkehrsverhältnissen einerseits und der Brems- und Beherrachungsmöglichleit des Fahrzeuges anderseits. Fehlbare Radfahrer, die sich mangels Erkennungszeichen am Vehikel leicht über alles hinwegsetzen, können natürlich mit einem Motorrad eingeholt und zur Verantwortung gezogen werden. Diese Tätigkeit Soll nach Massgabe der vorhandenen Möglichkeiten auf alle Kategorien der Strassenbenützer systematisch ausgedehnt werden. Auch der unsinnigen, meist nur verwirrenden Huperei im Stadtverkehr wird im be- Bondern au Leibe gerückt werden müssen, nicht zuletzt noch den Fussgängarn, welche nicht verstehen wollen, dass die Fahrbahn für den Verkehr da ist. Wenn nach so vielen Ermahnungen und Belehrungen ein Strafmandat die vielen Nachlässigen und Unbelehrbaren aufrüttelt und an ihre Pflichten im Strassenverkehr erinnert, so ist damit ein weiterer Schritt auf dem Wege der Verkehrssicherheit und Unfallverhütung getan. Stadtpolizei Bern. )k u 4 omi «»1» ilwi »«sdhaftf Personelles: Imbertgas AG., Glarut. W. H. Francke ist infolge Tod aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. An seiner Stelle wurde als Präsident das bisherige Mitglied R. von Falkenstein, Kaufmann, Aarau, gewählt. Neu in den Verwaltungsrat tritt G. Lenzin, Fabrikdirektor, Aarau. Er führt Kollektivunterschrift mit dem Präsidenten und dem weiteren Mitglied Dr. Pfiffner. Das Rechtsdomizil der Gesellachaft befindet sich bei Ständerat Dr. Mercier, Glarua. Chrltlian Boss, Autogarage, Melrlngen. Inhaber der Einzelfirma ist Christian Boss in Meiringen. Betrieb einer Autoreparatur-Werkstätto und Garage. Albino Manglti, Autogärage, Pamblo Noranco. Inhaber der Firma ist Albino Mangili, Betrieb einer Automobil- und Motorradrepäratur-Werkstatt. Flrmtnünderung: Rudolf Aebtrhard, Auto-Reparaturwirkstätte, St, Gallen. Diese Firma übernimmt Aktiven und Passiven der erloschenen Kollektiv-Gesellschaft Gebr. Aeberhard, welche infolge Auflösung erloschen iit. Betrieb einer Auto-R«paraturwerkitätte, •Domizil: Fjirstenlandstrasse. Lobsiger, Autogarage, Belp. Inhaber der Firma ist Otto Lobsiger in Belp, Autohandel und Betrieb eiper Reparaturwerkstätte. Dagegen ist die Kollektivgeeellschaf t Lobsiger , & Marti infolge Auflösung erloschen und wird nach bereits durchgeführter Liquidation gelöscht. Eintragung Int Handelsregister. Franz Melonl-Wüest, Garage, Landquart, Von Amtes wegen wird die Firma ins Handelsregister eingetragen. Inhaber ist Franz Meloni, italienischer Staatsangehöriger, in Landquart. Betrieb einer Garage und Rep.-Werkstätte, sowie Vertretungen in Automobilen und Motorrädern. Firmenlöschung: J. R. Kyburz, Autogarage, Oberenifelden. Dio Firma ist infolge Geschäftsverkaufes erloschen. Garage da la Gare und Service du Pneu S. A„ Peteux. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Schlutt des Konkursverfahrens. Locher & Co., Haldenbachgarage, Zürich, Schlussverfügung vom 26. April. Urban Sttger, Garage, Reiden. Das Konkureverfahren ist durch Verfügung des Richters vom 8. Mal als geschlossen erklärt worden. Nachlastvartrag. Les Pils d'Henri Mttral, Garage de Chatnpex. Stundungsbewilligung vom 80. April. Glaubigerversammlung: 15. Juni. Konkurseröffnung. Georges Cialente, Garage, Renens. Konkurseröffnung vom 30. April, summarisches Verfahren; Eingabefrist: 28. Mai. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag) Außerhalb der Geschäftszeit; 23.295.