Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.045

E_1935_Zeitung_Nr.045

Schweizerische'

Schweizerische' Rundschau Der geldhungrige Staat. Es ist nicht das erstemal, dass an dieser Stelle gegen die übersetzten Gebühren der Kantone für die Ausfertigung von Ausweisen für den Motorfahrzeugverkehr energisch Protest erhoben worden ist. Es war dies der Fall, wenn gegen die meist viel zu hohen Gebühren für die Erneuerung der nationalen oder internationalen Führerausweise angekämpft werden musste, es war dies auch der Fall bevor dem "Verlangen der Abgabe der neuen Kontrollschilder zum Selbstkostenpreis Nachachtung verschafft wurde.. Nun versucht der Staat bei der Ausfertigung der neuen internationalen Steuerausweise, die demnächst zur Ausgabe gelangen, wiederum ein Geschäft zu machen wobei solches eigenartigerweise den Kantonen von den Bundesbehörden selbst anempfohlen wird. Es steht da im bezüglichen Zirkularschreiben des eidg. Justiz- und Polizeidepartementes an die Kantone vom 13. April 1935 geschrieben, dass sich die Herstellungskosten dieser internationalen Ausweise auf 50 Rp. pro Stück stellen, zu welchem Preise sie die Kantone beziehen können. Das genannte Departement empfiehlt nun den Kantonen, den Abgabepreis an die Automobilisten möglichst einheitlich anzusetzen, und zwar auf Fr. 3 pro Stück. Mit andern Worten, die Kantone haben damit den hübschen Verdienst von Fr. 2.50. Nun müssen ja allerdings die internationalen Steuerausweise auch ausgestellt werden, aber die damit verbundene schriftliche Arbeit ist im Hinblick auf die wenigen Angaben, die das Dokument enthält, derart gering, dass sie mit 50 Rp. reichlich bezahlt ist, so dass die Abgabe sehr wohl zu 1 Fr. oder höchstens Fr. 1.50 möglich sein sollte. Reist der Schweizer Automobilist in ein Land, wo internationaler Verkehrs- und Führerausweis sowie auch dieses Steuerheft noch nötig sind, so hat er auszulegen: Grenzpassierscheinheft 10 Fr. (als Mittelwert), internationaler Verkehrs- und Führerausweis Fr. 6, internationaler Steuerausweis Fr. 3, total Fr. 19 plus die Kosten der Reisepässe der Insassen. Dass dies zu viel ist, bedarf keine weitern Beweise. Man hätte daher erwarten dürfen, dass im Hinblick auf die ohnehin schon ziemlich starke finanzielle Belastung der Automobilisten vom Bundeshaus aus zur Bescheidenheit in der Preisgestaltung wäre gemahnt worden, anstatt dass eine starke verteuerte Gebühr den Kantonen nahegelegt wird. Im Interesse der Automobilisten wird man nur wünschen müssen, dass wie bei den internationalen Verkehrsund Führerausweisen auch beim internationalen Steuerheft immer mehr Länder von dessen Erfordernis abgehen und von dieser Seite aus die Autotouristen von dieser hohen Abgabe befreit werden. Die Kantone anderseits dürften sich bei dieser Ausstelltaxe mit einer lOOprozentigen Gewinnmarge füzlich begnügen. ,V Zfivdiev Notizen Ihnen das sagen könnte. Als diese kleine Person im Zeugenstuhl sass und ihre Geschichte, simpel wie ein Kind, erzählte, ohne jeden Wunsch nach Effekt und vollkommen undramatisch, was kann sinnfälliger für ihre Unschuld zeugen als das Zeugnis, das Ihnen Ihre eigenen Augen gaben, als sie vor uns stand? Ein einfaches ehrliches verschrecktes Kind. Ein unschuldiges Kind.» «Wenn-wir wieder mit all dem von vorn anfangen sollen, meine Herren...» «Schauen Sie, Becker, Sie sind um nichts besser, als wir alle anderen. Als ich vor neunundvierzig Stunden diesen Raum betrat, hätte ich Ihnen nicht einen roten Heller für die Aussichten dieser Frau gegeben. Ich hatte meine Zweifel. Grosse Zweifel. Ich wollte mich ebensowenig von ihrer Einfachheitsaufmachung bluffen lassen. Ich war absolut für die Verurteilung. Und ebenso sieben andere dieser Herren. Aber wenn man es von allen Seiten betrachten kann, sieht man schliesslich klar. Die Zeugenschaft dieser kleinen Frau spricht viel zu sehr für sie. Diese kleine Frau hat diesen Burschen nicht umgebracht.» «Halt, das ist es gerade! Diese kleine Frau. Würde es auch dieser kleine Mann hcissen? Wenn diese kleine Frau ein Mann, anstatt eine...» «Ah, lassen Sie das. Sie reden wie einlnnes-brook-Blatt, Becker.» Hammer. Hammer. «Nicht so rasch, meine Herren», sagte Mr. Fudge und streckte einen langen mageren Zeigefinger vor. Minerva Motors. Das Handelsgericht von Antwerpen hat den Reorganisationsplan der Minerva Motors abgelehnt unter Einräumung einer Frist von 6 Monaten zur Vorlage neuer Vorschläge, Amerikas Automobilproduktion. Die Aprilproduktion der amerikanischkanadischen Automobilfabriken wird auf 477,546 Wagen, gegenüber 447,561 im Monat März, geschätzt. Seit dem Jahr 1929 dürfte dies die grösste* monatliche Produktionsleistung sein. , Die dunklen Wagenfarben sind verkehrsgefährlicher. Untersuchungen haben ergeben, dass bei nächtlichen Zusammenstössen von Motorfahrzeugen zu 75 Prozent dunkel lackierte Wagen beteiligt waren. Namentlich bei schlechtem Wetter und an Strassenkreuzungen sind dunkle Wagen sehr schwer zu erkennen, ebenso wie auf, der Landstrasse dunkelgekleidete Radfahrer. Da erfahrungsgemäss die vorgeschriebenen Katzenaugen an Fahrrädern wenig wirkungsvoll sind, wäre es zu begrüssen, wenn wenigstens die Kotflügel hinten weiss gestrichen würden, wie man sie bereits an Fahrrädern eines Fabrikates findet. Der Automobilkaufsinteressent sollte grundsätzlich dem hellackierten Wagen den Vorzug geben. Es würde bei Wagen auch nichts nutzen, wenn man sie beispielsweise hinten durch irgendeine helle Markierung leichter kenntlich machte, denn Unfälle geschehen hauptsächlich an Kreuzungen. Das heisst, Wagen müssen auch von der Seite besser kenntlich werden. Man hat es einmal versucht, die Seiten von Wagen durch Lampen zu beleuchten, aber dieser brauchbare Gedanke hat sich nicht durchgesetzt. Es bleibt als aussichtsreichste Abhilfe tatsächlich nur, den Wagen hell lackieren zu lassen. Aus der rassischen Automobflindustrle. Im April 1934 .haben die nach dem Prinzip des laufenden Bandes eingerichteten Molotow-AirtömßbUwefke in Görki und die Chat' kover Traktorentdbrik je ihr lOO.OOOstes Erzeugnis abgeliefert.. Wenn diese Ziffer für russische' Markfverhältnisse nicht als besonr ders hoch bezeichnet werden kann, so ist immerhin darauf hinzuweisen, dass die russische Automobilindustrie eine Schöpfung der Neuzeit ist, betrug doch im I. Quartal des Jahres 1932 die gesamte russische Automobilfabrikation erst 171 Stück, während zur Zeit all 4,2 Minuten ein Auto das laufende Band der sowjetrussischen Automobilwerke verlässt oder 20,749 Last- und Personenwagen sowie 24,656 Traktoren im ersten Das kantonale Verkehrsgesetz verworfen! Mit 74,423 Nein gegen 66,189 Ja .wurde die zum zweitenmale revidierte Vorlage verworfen. Von den Parteien hatten einzig die Bauernpartei sowie die Nationale Front die Verwerfungsparole ausgegeben. Zu den Opponenten gehörten aber vorab auch die kantonale Verkehrsliga und die in ihr gruppierten Motorfahrer-, Automobilisten- und Radfahrerverbände. Ihre Gegnerschaft scheint bei der Abstimmung ganz erheblich in die Wagschale gefallen zu sein. Es ist bedauerich, dass es dem Kantonsrate eines der «Wenn Sie mich fragen, kann ich nur sagen, dass der junge Mensch, der vorgestern im Zeugenstuhle sass, das Richtige getroffen hat, man hat ihn nur nicht reden lassen. Der Junge dachte sich das Richtige. Er sagte, dass dieser Fall zu einem gefährlichen Beispiel für die Quälerei einer Frau werden könnte. Die öffentliche Meinung ist in. ihrer Hysterie zu weit gegangen. Dieses Gericht hier fürchtet sich, Orchid Sargossa nicht zu verurteilen. Nun, bei Gott, ich fürchte mich nicht und ich werde es der Welt sagen. Ich fürchte mich nicht und ich verwahre mich dagegen, dass einer von Ihnen hier zugibt, dass er sich fürchte.» «Nein. Nein. Nein, lieber Herr!» «Erinnern Sie sich daran, Mr. Becker, dass die Bedingungen, unter denen dieses Gericht arbeitete, die ungewöhnlichsten waren. Mag sein, dass es Ihnen nicht zum Bewusstsein gekommen ist, dass gerade an dem Tag, an dem der Vorfall sich ereignete, die Zeitungen eine lebhafte Kampagne dagegen begannen, dass Frauen dieses Landes auch für' einen Mord freigesprochen werden können. Der Fall Scott und alle ähnlichen Sachen waren frisch iri der Erinnerung der Bevölkerung. Lassen Sie das Pendel nicht zu weit schwingen. Wie dieser Junge sagte, könnten Geschworene fürchten, Orchid Sargossa nicht zu verurteilen, sei sie schuldig oder unschuldig.» «Schön, ich sage nicht, dass eine solche Meinung nicht auch ihre Richtigkeit hätte. Ich möchte nicht gern derjenige sein, meine Herren, der sich fürchtet...» istischer Vierteljahr 1935. Die Industrialisierungspläne der U. d. S. R. R. gehen soweit, um im Jahre 1938 alle 5 Sekunden ein Motorfahrzeug herstellen zu können. 6,3 % des Wagengewichtes ist Gummi. Während der letzten zehn Jahre hat die Verwendung von Gummi als Automobilbaustoff ausserordentlich zugenommen. So werden z. B. im Ford-Achtzylinder nahezu 75 kg Gummi verwendet, gegen etwa 25 kg Gummi, die vor acht Jahren beim Modell T Verwendung fanden. Auf das Gesamtgewicht berechnet, machen diese 75 kg 6$% aus. Verdrängt die Maschine den gelernten Ar. beiter? In der Automobilfabrik De Soto wurde festgestellt, dass im Gegenteil die Zahl der gelernten und gut ausgebildeten Arbeiter, trotz Fliessarbeit und weitgehender Mechanisierung aller Bearbeitungsverfahren, seit 1925 um mindestens 25% zugenommen hat und ständig in weiterm Ansteigen begriffen ist. Propellerantrieb mit Keilriemen. In Amerika sollen demnächst grössere Versuche unternommen werden, um den im Automobilbau zu grosser Zuverlässigkeit entwickelten Keilriemen auch zum Antrieb von Flugzeugpropellern zu verwenden. Selbstverständlich kommen bei den zu übertragenden Motorleistungen nur Vielfach-Anordnungen solcher Riemenantriebe in Betracht, wie man sie auch sonst schon im Maschinenbau ziemlich häufig benützt. Von dem neuen Propellerantrieb verspricht man sich die Möglichkeit, gewöhnliche billige Automobilmotoren als Flugzeugmotoren zu verwenden. Um die Leistung eines solchen hochtourigen Motors voll auszunützen, musste bisher entweder ein teures Reduktionsgetriebe angewandt oder ein schlechter Wirkungsgrad in Kauf genommen werden, wenn man den Propeller direkt auf der Motorwelle aufsetzte, Deutschlands Automobilexport. Die Ausfuhr von Personen, und Lastwagen inkl. gebrauchter Automobile sowie mit Motoren versehene Chassis ist von 819 Stück im Januar 1935 ununterbrochen angestiegen, und zwar auf 1199 Einheiten im Februar, 1727 Stück im März und 1963 Einheiten im April, gegenüber 1286 im Monat April 1934. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurden insgesamt 5708 Automobile im Werte von 10,8 MW. RM. exportiert, gegen 3813'Einheiten im Betrage von 8,27 Mill. RM. in der entsprechenden Periode des Vorjahres und 3703 Wagen im Werte von 8,17 Mill. RM. in den ersten vier Monaten des Jahres 1933. verkehrsreichsten Stände nicht möglich war, eine moderne Verkehrsgesetzgebung vorzuschlagen, welche die Zustimmung nicht nur der Parteien, sondern besonders auch der Verkehrsinteressenten hätte finden können. Das Volk hat das Flickwerk der Vorlage nun gebührend verabschiedet «Ganz recht, Mr. Becker. Und so sicher ich der Obmann dieses Geschworenengerichtes bin, so sicher würden wir als Feiglinge gebrandmarkt werden, wenn wir dieses Mädchen verurteilten. Wir halten ein Menschenleben in unsern Händen auf einer Woge von Vorurteil; hat der junge Mann, der einige dieser Artikel geschrieben hat, nicht das gesagt, als er gestern auf dem Zeugenstuhl sass? Auf einer Woge .der öffentlichen Meinung, die in ihrer Hysterie zu weit gegangen war.» «Schön, ich sage nicht...» «Natürlich nicht, Mr. Becker», schrie Mr. Duvonnie, der es stets verstand, auftauchende Opposition der Mitgeschworenen blitzschnell niderzuwerfen. «Natürlich nicht! Wenn Sie trotz der Zeugenaussagen, die wir hier an diesem Tische gewogen haben, noch immer gegen elf dieser Männer das Mädchen für schuldig halten, dann lassen Sie sich wissentlich von der Hysterie des Mob beeinflussen. Das sagt alles in wenigen Worten. Sie verdummen eine menschliche Seele zur Zerstörung, weil Sie unter dem Einfluss des Mob hysterisch geworden sind. Das ist es, Sie sind durch den Mob hysterisch geworden. Das ist eine Schande.» «Ich...» «Meine Herren Geschworenen, sind Sie es zufrieden, dass dieses Mitglied unseres Gerichtes uns als einen Haufen von Hysterikern brandmarkt? Als einen Gerichtshof, der sich fürchtet, diese Frau nicht zu verurteilen? Können wir es zulassen, dass dieser 1935 - N° 45 Unser Motorfahrzeugaussenhandel Im I. Quartal 1935. Bevor wir im einzelnen auf die Aussen.» Handelsumsätze während den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres eintreten, sei auf die Entwicklung des Motorfahrzeugaussenhandeis im März im Vergleich zur vorjährigen Parallelperiode hingewiesen. In diesem Berichtsabschnitt wurden 996 Motorfahrzeuge (1116) eingeführt, die zusammen mit dem Zubehörmaterial ein Gewicht von 1,01 (1,36) Mill. kg und einen Wert von 2,8 (3,8) Mill. Fr. repräsentierten. Zu Lasten des Monats März resultiert also eine Mindereinfuhr von 120 Einheiten im Werte von 13 Mill. Fr. Dessenungeachtet liegt die Zahl der eingeführten Automobile und Chassis bedeutend über derjenigen der vorjährigen Parallelperiode, indem im diesjährigen Berichtsabschnitt 852 gegenüber 554 Einheiten eingeführt worden sind. Diese Wagen verteilen sich auf folgende Lieferanten: Vereinigte Staaten von Amerika 301 (176), Deutschland 201 (112), Frankreich 133 (107), Italien 128 (80), Grossbritannien 87 (94), Oesterreich 1 (3) und die Tschechoslowakei 1 (0) Einheiten, wogegen Belgien an der diesjährigen Einfuhr gegenüber 2 Einheiten im Vorjahre nicht beteiligt ist. Auf die Kategorie der wiedereingeführten Automobile entfielen im März 1935 5 (10) Einheiten. Die Vereinigten Staaten als hauptsächlichste Lieferanten von Automobilen und Zubehörteilen sahen im März ihr Kontingent gegenüber dem Vorjahre von 44,77 auf 32,76 % zurückgehen, während Deutschland das seinige von 18,47 % auf 24,14 % erhöhen konnte. Auch Italien verzeichnet eine von 13,12 auf 17,58 % gestiegene Ausfuhr nach der Schweiz, gefolgt von Frankreich mit 14,17 % (10,35), während einzig Grossbritannien eine Reduktion seiner Lieferungen von 11,26 auf 9,2 %' aufzuweisen hat Auf der Ausfuhrseite kamen 14 (26) Einheiten zum Export im Gewicht von 306883 kg (261196 kg) und im Werte von 1,21 (1,26) Mill. Fr. Dem ausgeführten Mehrgewicht von 45 687 kg steht ein Minderwert von 54 551 Fr. gegenüber. Im 1. Quartal 1935 verzeichnet das Exportgeschäft gegenüber den ersten 3 Monaten des Vorjahres einen merkbaren Wertrückgang. Eingeführt wurden im gesamten 2293 (2467) Motorfahrzeuge im Gewicht von 2,5 (2,9) Mill. kg und im Werte von 6,8 (8,9) Mill. Fr. Der Minderwert beziffert sich auf 2 Mill. Fr., während einheitsmässig 174 Stück weniger importiert wurden. Was die Herkunft der 2091 (2301) eingeführten Automobile und Chassis anbetrifft, so entfielen 831 (887) Stück auf die Vereinigten Staaten von Amerika, 485 (457) auf Deutschland, 308 (357) auf Frankreich, 250 (246) auf Italien, 212 (343) auf Grossbritannien, 4 (3) auf Oesterreich, 1 (1) auf die Tschechoslowakei, während Belgien im ganzen Berichtsabschnitt keinen Import gegenüber 5 Wagen im Vorjahre aufzuweisen hat Im 1. Quartal 1935 entfallen 29 (16) Wagen auf die Kategorie der wiedereingeführten Einheiten, nachdem diese in den ausländischen Reparaturwerkstätten wieder hergestellt worden waren. An dieser Wiedereinfuhr sind beteiligt: England mit 20 (0), die Vereinigten Staaten mit 2 (0), Frankreich mit 4.(3), Deutschland mit 3 (10) und Italien mit 0 (3) Einheiten. Fortsetzung Seife 13. Mann fortfährt, den Spruch der Geschworenen zu vereiteln, wo elf von den zwölf Männern in diesem Raum einer Meinung sind, dass Orchid Sargossa unschuldig ist des Mordes, wie aus dem Verfahren hervorging?» Es war ausserordentlich und Selenewusste es, doch weinte sie, weil der Richter streng und barsch zu ihr war. Die Hitze schlug Wellen bis in des Richters Vorzimmer. Der Richter hatte seinen Talar an einen Haken auf dem Innern der Tür gehängt und ging in seinem Lüstersakko auf und ab und verkniff sein Gesicht. Irgend jemand, ein Stenograph oder ein Gerichtsbeamter, verursachte ununterbrochen ein gurgelndes Geräusch, indem er den Hahn des Wasserkühlers auf- und zudrehte, der zwischen den Fenstern stand. Zwei elektrische Fächer summten. «John Lester, könntest du nicht hineinschicken und fragen, wie weit...» «Um Gottes willen, Selene, wenn du mich das noch einmal fragst, werde ich verrückt Ich habe dir alles gesagt, was ich weiss. Das letzte war, dass man im Begriffe stand, zu einer Einigung zu kommen. Ich beabsichtige nicht,, noch einmal hineinzuschicken und zu fragen. Da du nun darauf bestehst, hier zu bleiben, wirst du es zur selben Zeit wie ich wissen, wenn der Gerichtshof zusammenberufen wird, um das Verdikt vom Obmann zu hören. Das aber ist gegen jede Vernunft. Du brauchst einen Arzt.» (Fortsetzung lotet.)

N° 45 - 1935 ÄDTDOTOBIL-'REVUE 3 Sportnachrichten Die Rennen am Wochenende. Fairfield (E.R.A.) Sieger im Mannin Beg- Rennen. Das diesjährige Mannin Beg-Rennen, das letzten Mittwoch in Douglas bei idealem Wetter zur Austragung gelangte, konnte Fairfield auf einer neuen E.R.A.-Maschine mit 1090 ccm Zylinderinhalt für sich entscheiden. Er brauchte für die 201,25 Meilen 2 Std. 59 Min. 54 Sek., was einem Mittel von 67,92 Meilen/St, entspricht. Fairfield, ein junger Australier, hat mit seinem Wagen, der ein Produkt des « English Racing Automobile Syndicate » ist, ein hervorragendes Rennen gefahren und konnte sogar seinen Lehrmeister, den bekannten Dixon (Riley) auf den zweiten Platz verweisen. Von den 13 am Start erschienenen Fahrern sind während des Rennens nicht weniger wie 9 ausgeschieden. Von den vier übrigen konnten aber nur zwei plaziert werden, da der Dritte (Hall, M.Q.) und der Vierte (Baird, M.G.) mehr wie 15 Minuten hinter dem Sieger lagen und somit laut Reglement ausschieden. Gleich vom Start weg übernahmen Fairfield und Mays, beide auf E.R.A., die Führung und setzten ein höllisches Tempo vor. Sie drehten Runden mit 68 und 70 Meilen Durchschnitt; Fairfield kam sogar auf 71,21 Meilen/St, und stellte damit die beste Rundenzeit auf. Mays erlitt bald einen Oelleitungsbruch; das Oel spritzte ihm ins Gesicht und er war gezwungen, aufzugeben. Schon nach einer Stunde befanden sich nur noch fünf 'Fahrzeuge im Kampfe. Fairfield hielt die Spitze, gefolgt von Dixon, der aber bald die Verfolgung des nachmaligen Siegers als hoffnungslos einsah und sich mit dem zweiten Platz begnügte. Das Klassement: 1. Fairfield 2:59:54 (Mittel 67,92 Meilen/St.); 2. Dixon (Riley) 3:08:46 (zwei Runden zurück). Brian Lewis (Bugatti) gewinnt das Mannin Moar-Rennen. Am Freitag folgte dann das Mannin Moar-Rennen, das auf der selben Rundstrecke in Douglas zur Durchführung gelangte und offen war für die grossen Maschinen, wobei Kompressoren nur bei Motoren mit unter 1100 ccm Inhalt zugelassen wurden. Gleich von Anfang weg wurde unheimlich rasch gefahren, fast zu schnell für diese Piste, die teilweise ziemlich eng und gefährlich ist. So ereignete sich auch schon in der zweiten Runde der erste Zwischenfall. Wilkins (Alfa Romeo) bremste bei einer Kurve zu scharf ab und Leith, der ihm auf den Fersen gefolgt war, fuhr, um einen Zusammenstoss mit Wilkins zu verhüten, in die Sandsäcke hinein, wobei die Hinterachse seines Wagens beschädigt wurde. Schlimmer erging es Hamilton, dessen Fahrzeug ins Schleudern geriet und in eine Mauer hineinrannte. Der Zusammenstoss sah sehr gefährlich aus. Der Fahrer, der aus seinem Sitz geschleudert wurde, musste ins Spital überführt werden, wo man ihn aber glücklicherweise bald wieder entlassen konnte, allerdings mit einem gebrochenen Nasenbein und Schürfungen und Quetschungen am ganzen Körper. Inzwischen hatten Shuttleworth (Alfa Romeo) und Brian Lewis die Führung übernommen und lieferten sich ein hitziges Gefecht, wobei bald der eine, bald der andere an der Spitze lag. Doch Shuttleworth musste später wegen Kupplungsdefekt aufgeben, so dass nun Lewis einen überlegenen Sieg landen konnte. Bis in die letzte Runde hinein lag Mays (E.R.A.) an dritter Stelle, als er kurz vor dem Ziel durch Getriebebruch ausfiel und seinen Platz Fontes überlassen musste. Klassement: 1. Brian Lewis (Bugatti), 2:40:11 (Mittel 75,57 Meilen/St.); 2. Martin (Bugatti), 2:41:02; 3. Fontes (Alfa Romeo), 2:48:14. Petillo Sieger im 500-Meilen-Rennen von Indianapolis. Das am Auffahrtstage auf der Indianapolis-Bahn zur Austragung gekommene 500-Meilen-Rennen gewann der in Italien geborene Kalifornier Petillo in neuer Rekordzeit, indem er die 804 km 658 lange Strecke in 4 Std. 36 Min. 47 Sek. (Mittel 174,430 km/St.) erledigte. Der letztjährige Rekord stand auf 168,727 km/St und wurde von Cummings gehalten, der diesmal das Rennen hinter Petillo und Shaw als Dritter beendete. Bekanntlich hat das mörderische Rennen schon im Training drei Menschenleben gefordert, und im Rennen selbst ereignete sich nochmals ein tödlicher Unfall, in dem Weatherly, der sich in glänzender Manier vom vierten auf den zweiten Platz vorgearbeitet hatte und auch den Spitzenfahrer hart zu bedrängen begann, mit rasender Geschwindigkeit gegen eine Barriere sauste. Weatherly war sogleich tot, während sein Mechaniker in ziemlich hoffnungslosem Zustande ins Spital übergeführt wurde. Gordon, der an dritter Stelle hinter Weatherly gelegen hatte, rannte dabei in den zertrümmerten Wagen hinein; er selbst blieb glücklicherweise unverletzt. Petillo drehte im letzten Jahr auf der selben Bahn die schnellste Runde mit dem phantastischen Mittel von 196,29 km/St, und bewies damit, dass er zur Elite der amerikanischen Rennfahrer zu zählen ist. Nun hat er sein grosses Können einwandfrei dargelegt, indem er Kanonen wie Cummings und Shaw auf die hinteren Plätze verwies und zugleich eine neue Rekordzeit herausfuhr. Für den «Grand Prix des Frontieres», der am 9. Juni auf dem Circuit von Chimay zur Austragung gelangt, sind folgende Meldungen eingegangen: Veyron (Bugatti), Herkuleyns (M.G.), Cholmondeley (Bugatti), Seaman (E.R.A.), Barowski (Bugatti), D'Estrez (Bugatti), Steinweg (Bugatti), Sojka (Bugatti), Legat (Bugatti) und Schmidt (Bugatti). Der bekannte französische Rennfahrer Veyron, der letztes Jahr das Avusrennen der kleinen Wagen gewann, und der auch im Grossen Preis von Montreux mit von der Partie war, tritt somit in dieser Saison im « Grand Prix des Fronti&res» erstmals wieder an die Oeffentlichkeit. Mit Spannung erwartet man auch das Abschneiden des in England so sieggewohnten E.R.A., der Seaman, dem Sieger des ersten Grossen Preises der Schweiz der kleinen Wagen, anvertraut wird. Ausserordentlich schnell ist Steinwegs Bugatti, der eine Spezialkarosserie erhalten hat. Die internationale Alpenfahrt, die vom 5. bis zum 9. August zur Durchführung gelangt und über deren Streckenführung wir schon in einer früheren Nummer berichteten, sind nun auch die einzuhaltenden mittleren Durchschnittsgeschwindigkeiten für die einzelnen Klassen bekanntgegeben werden. • Alle Fahrzeuge, gleich welcher Klasse, die mit Kompressor ausgerüstet sind, haben ein Mittel von 48 km/St, herauszufahren, während für die übrigen Wagen folgende mittleren Geschwindigkeiten gelten: Klasse bis 1100 ocm: 40 km/St. » » 1500 ccm: 42,5 km/St. » » 2000 ocm: 42,5 km/St » » 3000 ccm: 46 km/St, über 3000 ocm: 46 km/St. Für die Geschwindigkeitsprüfung, die auf einer Strecke zwischen Mailand und Turin haben sich den Weltmarkt erobert. 62°/„ aller in Amerika verkauften Zündkerzen sind A-C. 1 - Der Verkauf von A-C Kerzen allein ist somit grösser als derjenige aller andern Marken zusammen. - Die bekanntesten Automobile, wie Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Plymouth etc. haben als Original- Ausrüstung A-C Zündkerzen. In der Schweiz ist die amerikanische Ausführung der A-C Zündkerze im Handel, die sich dank ihrer fünf technischen Vorteile den ersten Platz in der Welt gesichert hat. Es gibt eine passende A-C Kerze für jeden Motor, europäischen oder überseeischen Fabrikates. - Verlangen Sie nur diese Marke bei Ihrem Garagisten. Generalvertretung der A-C Zündkerzen, A-C Oelfilter und A-C Benzinpumpen für die deutsche Schweiz und den Tessin: WEWERKA Spezialhaus für Auto-Ersatzteile ZÜRICH - Seehofstrasse 3 - Telefon 41.626 BASEL - Steinentorstrasse 11 - Telefon 47.977 BERN - Effingerstrasse 33 - Telefon 26.126 zur Austragung kommt, sind folgende Mittel vorgeschrieben: Klasse 1100 ccm: 85 km/St Klasse 1500 und 2000 ccm: 95 km/St Klasse über 2000 ccm: 110 km/St. Fahrzeuge mit Kompressor: 120 km/St. Varzi und Nuvolari fahren Motorbootrennen. Die Sensation des in dieser Woche in Gardone zur Durchführung kommenden Motorboot-Rennens wird die Teilnahme der beiden italienischen Kanonen des Volant, Varzi und Nuvolari bilden, die sich auf dem Wasser sicher ebenso umstrittene Kämpfe liefern werden wie auf der Strasse. Beide verfügen über Rennboote mit 12 Liter Zylinderinhalt, die eine Stundengeschwindigkeit von ca. 120 km/St, erreichen. Man darf gespannt sein, wie sich die zwei italienischen Asse auf dem Wasser zurechtfinden werden. Avuserlelt Besinnliche Betrachtungen nach einem grossen Autorennen. Geschwindigkeiten! Wir wollen es ruhig eingestehen, wir haben die Grenze des Möglichen nunmehr erreicht. Man wird die Wagen wahrscheinlich noch schneller machen können, -vielleicht noch viel schneller, wenn auch nur unter Aufwendung von so grossen Mitteln, die in keinem Verhältnis zur Geschwindigkeitssteigerung stehen. Man erinnere sich daran, dass Herr Campbell für seinen Blue Bird ungefähr einen Motor mit zehnfacher Kraft unserer derzeitigen Rennwagen benötigt, um ganze 100 km pro Stunde mehr herauszuzaubern. Aber vielleicht werden wir auch diesen Aufwand noch herunterdrücken können, denn das lehrt wieder die Geschichte des Rennwagenbaus. Im Augenblick ist es jedenfalls ganz gleichgültig, mit welchem Kraftaufwand wir die Spitzengeschwindigkeiten unserer Rennwagen um vielleicht vierzig oder fünfzig Kilometer pro Stunde steigern können. Etwas anderes ist ausschlaggebend: Der Gummi! Gummi ist ein Naturprodukt. Die Menschen setzen zwar diesem Gummi allerhand andere Chemikalien hinzu, um ihn für ihre Zwecke (lies: Geschwindigkeit!) zu machen, sie können aber die Eigenschaften des Urprodukts damit nicht einfach aus der Welt schaffen. Die Natur rächt sich dann. Zumindest wehrt sie sich. Der Gummi wehrt sich nun sehr energisch gegen alles, was man ihm heute in bezug auf Geschwindigkeit bei seiner Verwertung als Reifen zumutet Er wehrt sich auf ganz einfache Art. Ungefähr so, wie sich der menschliche Körper wehrt. Er fiebert. Er wird sehr heiss und gibt diese Wärme nicht ab. Wärmeentwicklung ist eine Folge der beständigen Arbeit des Materials, des «Walkens> des Gummis. Man begegnet dieser Wärmeentwicklung durch weitgehende Verminderung des wärmeerzeugenden Materials, des Gummis, aber man kann dieses Material und seine Eigenschaften nicht ganz überwinden, heute noch nicht Und darum (allein darum) sind wir an der Grenze der Renngeschwindigkeiten angekommen. Das hat gar nichts mit der Marke des Reifens zu tun, sondern eben nur mit dem Urstoff- Herr Campbell hat die gleichen Erfahrungen machen müssen wie wir. — Bis zum nächsten Avusrennen werden sich die Herren Gummichemiker und Reifeningenieure die Köpfe zerbrechen. Sie werden vielleicht ein Stückchen vorwärts kommen, aber allzusehr dürften sie die Grenze des Möglichen kaum heraufsetzen können. — Reifen und Geschwindigkeiten! Man sagte von den Alfa-Romeo-Bimotore in Tripolis, sie seien Reifenfresser. Ein Bimotore hat auf der Avus ohne Reifenwechsel durchgehalten. Man, begründete diese Reifenfresserei mit dem hohen Gewicht des Wagens. Das stimmt auch einigermassen, denn wir haben es ja bei dem schweren Mercedes-Benz-SSK vor Jahren erlebt. Aber es stimmt eben nur teilweise. Viel wesentlicher als das Gewicht ist die Geschwindigkeit die Rotation der Reifen. Das haben wir nicht in Tripolis, sondern in Berlin erlebt. Der «Bimotore» wurde ausschliesslich für Tripolis und die Avus gebaut und sollte dort die deutschen Rennwagen der Auto-Union und Mercedes- Benz schlagen. Das ist nicht geglückt Es hat sich ergeben, dass beide deutschen Wagen schneller sind als der Alfa. Und darum ist der Alfa-Romeo-Bimotore mit Chiron Zweiter geworden, darum hätte er beinahe gesiegt. Wie gesagt weil er langsamer ist. Paradox und grotesk zugleich. Denn weil er. langsamer ist, hat er weniger Reifen gefressen. Fagioli hat seinen Wagen nicht ausgefahren. Darum hat er gesiegt Rennpolitik, nicht Geschwindigkeit hat das Avus-Rennen gewonnen. Das schnellste Rennen der Welt isi also zwar von einem der schnellsten Wagen der Welt nicht aber durch höchste Geschwindigkeit gewonnen worden Ṡo war das Avus-Rennen ein Kampf gegen dw Materie! Das Eifel-Rennen wird wieder ein Kampf der Fahrer sein. E. R. Nach dem Grossen Preis der Picardie. Wie wir schon vor einer Woche meldeten, ist der diesjährige Grosse Preis der Picardie eine Beute von Benoist auf Bugatti geworden. Er hat die Strecke mit einem Mittel von 130,342 km/St, erledigt und damit den bis dahin von Falchetto gehaltenen Rekord um rund drei Kilometer verbessert; dies trotz in die .Rennstrecke eingeschalteten Schikanen. Howe und Benoist meisterten die schnellste Runde, indem beide einen Durchschnitt von 135,207 km/St erzielten. Das II. Rundstreckenrennen von Biella kommt am 9. Juni auf einer nur 2,2 km langen Piste zur Durchführung und wird in zwei Vorläufen (25 Runden) und einem Endlauf (50 Runden) ausgetragen. Für letztern qualifizieren sich je die drei Ersten aus den Vorläufen, ferner derjenige der beiden Vierten, der die bessere Zeit gefahren hat. Das Rennen ist offen für Wagen mit Zylinderinhalt über 1100 ccm, die ein- oder zweisitzig karossiert sein können. Für die Vorläufe werden je nur acht Fahrzeuge zugelassen. Die Scuderia Ferrari wird sich durch Nuvolari, Chiron, Tadini und Trossi vertreten lassen. Letzterer geht nach längerem Unterbruch erstmals wieder in ein Rennen; wahrscheinlich zeigt er für diesen Circuit deshalb ein besonderes Interesse, da Trossi selbst in Biella wohnt Ferner sind als Einzelfahrer noch eingeschrieben: Farina, Rovere und Lurani. Brivio, der ebenfalls seine Nennung abgegeben hatte, leidet immer noch an den Folgen des Sturzes von Tripolis und ist noch nicht renntüchtig. Das I. Internationale Grossglockner-Rennen. Das Reglement. Wie wir schon früher bekanntgaben, wird am 4. August, anlässlich der Eröffnung der Grossglockner-Hochalpenstrasse, daselbst ein Bergrennen durchgeführt, das über eine Distanz von 19,5 km geht. Der Start erfolgt in der Ortschaft Fusch, und das Ziel befindet sich beim Fuscher Törl. Der Höhenunterschied beträgt 1539 m. Das Rennen ist offen für Sport- nnd Rennwagen, wobei erstere in die Klassen über 5000, big 5000, bis 3000, bis 2000, bis 1600 und bis 1100 ccm unterteilt werden. Die Rennwagen werden in vier Klassen ausgefahren, nämlich über 2000, bis 2000), bi» 1500 und bis 1100 ccm. Ein mehrfacher Start eines Fahrers axtf ver» schiedenen Fahrzeugen ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. An Preisen gelangen namhafte Geldpreise an die Bestplacierten der einzelnen Wertungsgruppen zur Verteilung; ferner sind Preise für die beste Zeit des Tages, für die besten Leistungen in den einzelnen Kategorien usw. vorgesehen. Das Training ist auf den 31. Jttfi, sowie den 1. und 2. August festgesetzt worden. Die Teilnahme am Rennen bleibt auf «eingeladene Fahrer* beschränkt In Verbindung mit dem Bergrennen kommt auch' noch eine Sternfahrt zum Austrag, die ihr Ziel entweder in Zeil am See oder Heiligenblut hat Die Veranstaltung ist offen für jeden Automobilfahrer bei einem Nenngeld von 10 Schilling. Es können sich auch ganze Automobil-Clubs beteiligen, wobei demjenigen, der mit der grössten Teilnehmerzahl aus dem Auslande heranrückt, ein Ehrenpreis zufällt. Mercedes-Benz nnd Auto-Union am Grossm Preis von Frankreich. Für den am 23. Juni au£ der Montlhery-Bahn zur Durchführung gelangenden Grossen Preis von Frankreich haben die beiden deutschen Firmen nun ihre Meldungen abgegeben. Mercedes-Benz wird sich durch Caracciola, Fagioli und Brauchitsch vertreten lassen, während Auto-Union bisher nur Stuck und Varzi genannt hat Ein dritter Fahrer wird nach der Austragung des Eifelrennens am 16. Juni ausgewählt werden, wobei Rosemeyer, Pietsch oder Prina Leiningen in Frage kommen. Die erste Automobil- und Motorrad-Kolonnenfahrt nach Russland. Unter der Organisation der Zeitschrift « Europa Motor > kommt im Juli dieses Jahres eine Kolonnenfahrt nach Ruesland zur Durchführung. Als Startort zu dieser über zirka 3000 km führenden Fahrt kann entweder Wien (14. Juli) oder Warschau (18. Juli) gewählt werden.- Die Route führt von Wien aus nach Brunn, Krakau, Warschau, Plaskowicze, Philipowitschi, Roslavl, Moskau. In Moskau selbst ist eine Ruhepause von vier Tagen vorgesehen. Dann geht's weiter über Kalinin, Nowgorod bis Leningrad, wo wiederum ein Aufenthalt von vier Tagen erfolgt. Die Rückreise geht über Pskov bis zur Grenze der U. d. S. S. R., die am 7. August erreicht wird, und wo die Fahrt ihr offizielles Ende findet. Für Moskau und Leningrad sind StadtbesichtJgungen, Museumsbesuche, kleinere Arafläe» in dit nähere Umgebung usw. vorgesehen.